Elitarismus
Elitarismus oderElitismus ist eineIdeologie, die vom Bewusstsein getragen ist, einerElite anzugehören, und sich in einer elitären Haltung manifestiert. Sie definiert sich im Gegensatz zumPluralismus.
Im Unterschied zum elitären Selbstverständnis und Denken bzw. zur elitären Lebenspraxis einzelner Persönlichkeiten ist der Elitarismus eine ideologische Gegenbewegung zumEgalitarismus und zumPopulismus.
Im philosophischen Kontext vertraten zum BeispielFriedrich Nietzsche und derGeorge-Kreis eine Form des Elitarismus.
Insofern es sich um eine Zuschreibung im wissenschaftlichen Diskurs handelt, werden mit diesem Begriff die nachteiligen Folgen von Elitebildungen beschrieben.
Im Blick auf das betroffene Thema spricht man von:
- ästhetischem Elitarismus
- ethischem Elitarismus
Milieus-, volks- und gruppenspezifisch spricht man von:
- korporativem Elitarismus
- nationalem Elitarismus
- konservativ-bürgerlichem Elitarismus
Bezüglich der kulturellen oder politischen Einstellungen spricht man von:
- kulturoptimistischem bzw. -pessimistischem Elitarismus
- konservativem beziehungsweiseprogressivem Elitarismus
- antidemokratischem Elitarismus
Siehe auch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Berking, Helmuth:Die veredelte Gesellschaft vom Verschwinden der Eliten und der Wiederkehr des Elitären. 1988.
- Roh, Thea de:Zur Theorie einer sozial-elitären Demokratie. 1991.
- Schneider, Frank:Populär? Elitär? Fragen zu einem klingenden Widerspruch. 2001.
- Trappe, Paul:Die elitäre Machtgruppen in der Gesellschaft, oder: über die Geschlossenheit der offenen Gesellschaft. 1988.