Elftraud „Elfi“ Marie Elisabeth Wilhelmina Ulrike von Kalckreuth (*22. Mai1937 inBreslau,Provinz Niederschlesien)[1] ist einedeutscheAutorin sowie ehemaligeFernsehansagerin,Schauspielerin (unter demKünstlernamenEva Anthes) und Redakteurin. Seit 1992 arbeitet sie ehrenamtlich für die Hospizbewegung und seit 1998 als Therapeutin fürLogotherapie und Existenzanalyse.
Von Kalckreuth ist die Tochter einesFregattenkapitäns und Diplom-Landwirts und entstammt dem niederschlesischen Uradel. Nach derVertreibung ausSchlesien wuchs sie inWürttemberg auf.[2]
Nach dem Abitur studierte sie sechsSemesterPhilosophie,Germanistik undKunstgeschichte an den Universitäten inTübingen undMünchen.[2] In München arbeitete sie als Funk- und Synchronsprecherin, Regieassistentin und Schauspielerin.[1] In den Jahren 1959/60 wirkte sie unter dem Künstlernamen Eva Anthes in vier Spielfilmen mit, darunter an der Seite vonJoachim Fuchsberger in derEdgar-Wallace-VerfilmungDer Frosch mit der Maske. Unzufrieden mit der Schauspielbranche, die ihr als leichtfüßig und unseriös erschien, kündigte von Kalckreuth vorzeitig ihren Schauspielvertrag mit der Produktionsfirma und nahm dafür eine Konventionalstrafe in Kauf. Da sie sich für helfende Berufe interessierte, ging sie nach England, um sich als Krankenschwester ausbilden zu lassen. Vor dem Abschluss der Ausbildung kehrte sie aus privaten Gründen nach Deutschland zurück.[3]
1957 hatte von Kalckreuth bereits ein halbes Jahr beimBayerischen Rundfunk Erfahrungen als Ansagerin gesammelt; nach der Rückkehr aus England griff sie auf diese Erfahrungen zurück und begann im April 1965 beimZDF in freier Mitarbeiterschaft als Fernsehansagerin zu arbeiten. Daneben war sie Redaktionsassistentin in der Redaktion „Dokumentation Inland“. Am 1. April 1982[4] wurde sie feste Mitarbeiterin des ZDF mit erweitertem Aufgabenfeld, u. a. als Leiterin vom Dienst (Sendeleitung) und Redakteurin. Dem breiten Publikum war von Kalckreuth aber weiterhin vor allem als Ansagerin bekannt; daneben moderierte sie Musiksendungen und das frühsonntäglicheZDF-Sonntagskonzert. In ihren letzten Jahren beim ZDF war sie nach dem Ende ihrer Ansagerinnenlaufbahn noch bis 1993 Redakteurin in der Redaktion „Schauspiel“.[1] Parallel dazu griff sie ihre Ausbildung im pflegerischen Bereich wieder auf, sodass sie, als sie im Alter von 56 Jahren aus dem ZDF ausschied und in den Vorruhestand trat, eine neue Beschäftigung übernahm, die ihren früh entdeckten Neigungen besonders entsprach.[3]
Noch beim ZDF angestellt, hatte von Kalckreuth in ihrer Freizeit in den USA eine Ausbildung inGestalttherapie absolviert. 1998 ließ sie sich in Tübingen undWien in Existenzanalyse und Logotherapie ausbilden. Seit 1992 arbeitet sie ehrenamtlich für dieHospizbewegung und seit 1998 als Therapeutin für Existenzanalyse und Logotherapie. In diesen Bereichen gibt sie auchWorkshops und Seminare.
Ihre Erfahrungen in der Hospizbewegung fasste von Kalckreuth in dem BuchAuf dem Weg mit Sterbenden zusammen. In weiteren Büchern, darunterAngst als Freund undEngel für Andere, gibt sie Anregungen, sich mit schwierigen Lebenssituationen positiv auseinanderzusetzen. Darüber hinaus veröffentlichte die gläubige Katholikin mehrere Bücher zum christlichen Leben undMeditations-CDs. Im Jahr 2014 wurde ihr BuchDer Weg der 24 Steine im Mainzer Verlag Salonlöwe veröffentlicht. Seit Juni 2015 verfasste sie den BlogSchreckgespenst Alzheimer, in dem sie sich auf heitere Weise mit ihren Ängsten vor der Alzheimer-Krankheit auseinandersetzte.[5]
Personendaten | |
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NAME | Kalckreuth, Elftraud von |
ALTERNATIVNAMEN | Kalckreuth, Elftraud Marie Elisabeth Wilhelmina Ulrike von (vollständiger Name); Kalckreuth, Elfi von; Anthes, Eva |
KURZBESCHREIBUNG | deutsche Autorin, Schauspielerin und Fernsehansagerin |
GEBURTSDATUM | 22. Mai 1937 |
GEBURTSORT | Breslau |