Edmond de Rothschild

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Dieser Artikel beschreibtEdmond James de Rothschild. Für den gleichnamigen Enkel sieheEdmond Adolphe de Rothschild (1926–1997), für die gleichnamige Hochseejacht sieheSeaexplorer.
Edmond de Rothschild

BaronEdmond James de Rothschild (*19. August1845 inBoulogne-Billancourt imDépartement Hauts-de-Seine; †2. November1934 ebenda) war einfranzösischerPhilanthrop,Zionist,Mäzen undSammler.

Edmond de Rothschild war der jüngste Sohn des BaronsJames de Rothschild, Stammvater des Pariser Zweiges derRothschilds. Er nahm nie aktiv an der Entwicklung der BankRothschild Frères der Familie teil. ImDeutsch-Französischen Krieg von 1870/71 diente er in derNationalgarde. Er heirateteAdelheid von Rothschild aus dem deutschen Zweig der Familie.

Im Jahr 1873 erwarb er das WeingutChâteau Clarke. 1916 wurde Rothschild in dieAcadémie des Beaux-Arts (Libres, Fauteuil X) aufgenommen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Engagement für den Zionismus

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1882 begann er Grundstücke inPalästina zu erwerben, förderte die Gründung vonZichron Ja'akov undRischon leTzion und wurde somit ein aktiver Unterstützer des Zionismus.[2] 1899 übergab er 25.000 Hektar des Agrarlandes samt den sich darauf befindenden Ansiedlungen an dieJewish Colonization Association. Weiterhin ermöglichte errussischen Juden in den 1880er Jahren sich wegen dort stattfindenderPogrome in Palästina anzusiedeln und legte dort Weinanbaugebiete an, scheiterte aber beim Versuch dort eine Parfümindustrie anzusiedeln.

Rothschild gründete 1924 diePalestine Jewish Colonization Association, die mehr als 500 Quadratkilometer Fläche in Palästina erwarb, und unternahm insgesamt zwischen 1887 und 1925 fünf Reisen nach Palästina, um die Entwicklung seiner „Kolonien“ sowie der Pioniersiedlung Rischon leTzion zu verfolgen.

Es wird geschätzt, dass er für diese Unternehmungen mehr als 50 Millionen Dollar ausgab. Sein ältester SohnJames Armand und dessen EhefrauDorothy de Rothschild engagierten sich an seiner Seite für den Zionismus.

Edmond de Rothschild und seine Frau Adelheid wurden zunächst auf dem Pariser FriedhofPère-Lachaise beigesetzt, erhielten aber am 6. April 1954[3] ihr endgültiges Grab im Rahmen eines Staatsbegräbnisses nahe der Stadt Zichron Ja'akov am Hügel Ramat haNadiv („Hügel des Wohltäters“).[4]

Nachkommen

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Aus Edmond Rothschilds im Jahr 1877 geschlossener Ehe mitAdelaïde de Rothschild (1853–1935) gingen drei Kinder hervor:

Weblinks

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Commons: Edmond Rothschild – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Académiciens depuis 1795 | Academie des beaux-arts. Abgerufen am 16. April 2023 (französisch). 
  2. Ran Aaronsohn:Rothschild and Early Jewish Colonization in Palestine. Rowman & Littlefield Publishers, Lanham, Md. 2000,S. 53–67. 
  3. Mordecai Naor:Eretz Israel: das 20. Jahrhundert. Könemann, Köln 1998,ISBN 3-89508-594-4, S. 317.
  4. Baron Edmond de Rothschild & Palestine. In: The Rothschild archive. Abgerufen am 16. April 2023. 
Personendaten
NAMERothschild, Edmond
ALTERNATIVNAMENRothschild, Edmond James de (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNGfranzösischer Zionist, Philanthrop, Mäzen und Sammler
GEBURTSDATUM19. August 1845
GEBURTSORTBoulogne-Billancourt,Département Hauts-de-Seine,Frankreich
STERBEDATUM2. November 1934
STERBEORTBoulogne-Billancourt,Département Hauts-de-Seine,Frankreich
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