DieSchwellenspannung, auchFluss-,Schleusen-,Durchlass-,Vorwärts- oderKniespannung sowie seltenKnickspannung genannt, ist in derElektronik
MöglicheBezugswerte für die Schwellenspannung:
Die Strom-Spannungs-Kennlinie einerSperrschicht hatkeinen Kennlinienknick und auchkeine natürliche Schwellspannung. Vielmehr ist die Kennlinie eineExponentialfunktion (s. u.), und der differentielleInnenwiderstand wird zumKoordinatenursprung hin immer höher, d. h. die Kennlinie stetig flacher. Lediglich durch stückweise lineare Näherung entsteht die Schwellspannung als eine fiktive Größe.
Die solcherart bestimmten Schwellenspannungen vonGermanium-Signal-Dioden und vonSchottky-Dioden beginnen typisch bei 0,3 V, die vonSilizium-Dioden bei typisch 0,6–0,7 V (vgl.Diffusionsspannung). Zum Beispiel wird einBrückengleichrichter aus Siliziumdioden an einerVersorgungsspannung von 5 V unterBelastung nur eine Ausgangsgleichspannung von ca. 3,6 V zur Verfügung stellen, weil stets zwei Dioden durchflossen werden.
DieShockley-Gleichung beschreibt die Stromstärke durch die Diode im Durchlassbereich in Abhängigkeit von der Durchlassspannung; sie ist der Spezialfall einerArrhenius-Gleichung:
mit
Abweichend wird der BegriffDurchlassspannung in der Elektrotechnik üblicherweise für den Spannungsabfall an einer Diode oder ähnlichemBauteil unter Betriebsbedingung verwendet. Ist beispielsweise einGleichrichter für einAmpere zugelassen, so gibt der Hersteller die Spannung für diesen Strom und vorgegebene Umgebungstemperatur an.