Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Duke University

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Duke University
MottoEruditio et Religio (Latein;deutschBildung und Glaube)
Gründung1838
Trägerschaftprivat
OrtDurham (North Carolina),Vereinigte Staaten
LandUSA
PräsidentVincent E. Price (seit 2017)[1]
Studierende16.172 (Herbst 2020)[2]
Mitarbeiter8.498 (Universitätsbetrieb), 43.108 einschließlich der Kliniken[3]
davon wissensch.5.835 (Herbst 2020)[2]
davon Dozenten4.305 (Herbst 2020)[2]
davon Professoren1.688 (2021)[3]
Stiftungsvermögen12,69 Mrd.US-Dollar (2021)[4]
NetzwerkeAssociation of American Universities
Websitewww.duke.edu
Medical Center der Duke University
Duke Chapel

DieDuke University (kurz „Duke“) ist einePrivatuniversität inDurham,North Carolina,USA. Die Universität befindet sich im sogenanntenResearch Triangle bestehend aus den Städten Durham,Chapel Hill undRaleigh mit mehr als 1,3 Millionen Einwohnern. Die Universität ist nach der FamilieDuke benannt, die in der Tabakindustrie und in der Energiebranche tätig war (American Tobacco Company,Duke Energy). Die Wurzeln der Hochschule gehen auf das Jahr 1838 zurück, gegründet wurde die Universität aber erst 1924, ist also vergleichsweise jung. Obwohl Duke (als Universität an der Ostküste) nicht Mitglied derIvy League ist, gehört sie dennoch zu den renommiertesten amerikanischen Universitäten. Gemäß den neuesten Ranglisten, die von Times Higher Education und dem Wall Street Journal veröffentlicht wurden, wird die Duke University als die fünftbeste Universität in den USA anerkannt.[5]

Duke ist die südlichste derSpitzenuniversitäten an der Ostküste und wird daher in den USA auch „Harvard of the South“[6] genannt. Duke ist mit derEvangelisch-methodistischen Kirche verbunden und gilt – abhängig vom betrachteten Fachbereich und den unterschiedlichen Rankings – als eine der zehn bis zwanzig „besten“ Universitäten der Welt.

Die Universität ist Mitglied derAssociation of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten. Ihre Forschungsausgaben gehörten 2010 zu den fünf größten der USA.

Die Universität ist bekannt für ihren schönen Campus und denneogotischen Baustil, insbesondereDuke Chapel. Mit mehr als 212 Gebäuden auf 38 Quadratkilometern Land verfügt sie über einen der größten Campus der Welt, welcher von ihren Studenten auch „Gothic Wonderland“ genannt wird. Zum Campus gehören dasNasher Museum of Modern Art, der Duke Forest und die Sarah P. Duke Gardens, welche jedes Jahr mehr als 300.000 Besucher anziehen.

DasTerry Sanford Institute of Public Policy ist eininterdisziplinäres Institut für das Studium derPolitik- und derStaatswissenschaft sowie derPublic Policy. Es wurde in den frühen 1970er-Jahren von US-SenatorTerry Sanford ins Leben gerufen und ist seit 1994 in einem Neubau im neugotischen Stil untergebracht.Richard Nixon war 1937 Absolvent der juristischen Fakultät von Duke.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Universität begann alsBrown’s Schoolhouse, eine Privatschule, die im Jahr 1838 in der Stadt Trinity in Randolph County gegründet wurde.[7] Die Schule wurde betrieben vonMethodisten undQuäkern, im Jahr 1851 wurde die Institution inNormal College und 1859 inTrinity College umbenannt. Die Umbenennung 1859 erfolgte vor allem aufgrund des in den vorherigen Jahren deutlich gestiegenen Einflusses der Methodistischen Kirche.[7] 1892 wurde das Trinity College nach Durham verlegt, dies vor allem aufgrund der großzügigen Zuwendungen vonWashington Duke undJulian S. Carr, beides angesehene und einflussreiche Mitglieder der Methodisten.[8] So spendete Washington Duke im Jahr 1896 etwa 100.000 US-Dollar an das Trinity College unter der Voraussetzung, dass Frauen der Zugang zu der Bildungseinrichtung gewährt und ihnen die Gleichberechtigung mit den Männern zugestanden werde.[9] Im Jahr 1924 wurde das Trinity College schließlich aufgrund der weiteren großzügigen Zuwendungen der Familie Duke in Duke University umbenannt. Hierdurch wurde der Universität die Möglichkeit zu einem rasanten Wachstum und einem zügigen Ausbau der universitären Infrastruktur gegeben, so wurde zwischen 1925 und 1927 der ursprüngliche Campus der Universität (der heutigeEast Campus) umgebaut und weitgehend mit neuen Gebäuden versehen und zwischen 1930 und 1935 erfolgte der Neubau des heutigenWest Campus.[7]

Aufbau und Gliederung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Seitenarm der Perkins-Hauptbibliothek
Blick entlang der von neogotischer Architektur geprägten Hauptachse des Westcampus
Der an die Hauptbibliothek angrenzende von-der-Heyden-Pavillon ist repräsentativ für die neuere Architektur auf dem Duke-Campus

Die Duke University gliedert sich in zweiundergraduate und zehngraduate schools bzw. professional schools und siebeninstitutes genannte selbstständige Forschungseinrichtungen.Im Bereich des grundständigen Studiums deckt dasTrinity College of Arts and Sciences im Wesentlichen den Bereich derGeistes-,Sozial-,Human- undNaturwissenschaften ab, während dieEdmund T. Pratt Jr. School of Engineering die BereicheBiomedizin,Materialwissenschaft,Umwelttechnik,Maschinenbau,Elektro- undComputertechnik sowieInformatik abdeckt.Die Angebote der Duke University im Bereich des Graduiertenstudiums werden durch dieGraduate School, die Pratt School of Engineering, die Nicholas School of the Environment, die School of Medicine, die Duke-NUS Graduate Medical School, die School of Nursing, dieFuqua School of Business, die School of Law, die Divinity School und die Sanford School of Public Policy bereitgestellt.Des Weiteren gibt es an der Duke University sieben Forschungsinstitute, welche ebenfalls Kapazitäten für den Lehrbetrieb – vorwiegend im Bereich der graduate studies – zur Verfügung stellen. Dies sind das Duke Institute for Brain Sciences, das Nicholas Institute for Environmental Policy Solutions, das Kenan Institute for Ethics, das Institute for Genome Sciences and Policy, das Duke Global Health Institute, das John Hope Franklin Humanities Institute sowie das Social Science Research Institute.

Kooperationen und Austauschprogramme der Duke University

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Austauschprogramme mit deutschen Universitäten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Das Department of Political Science unterhält Austauschprogramme für Studierende unter anderem mit derFreien Universität Berlin sowie mit demInstitut für Politische Wissenschaft derFriedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Das Erlanger Austauschprogramm wird geleitet vonClemens Kauffmann und bietet jedes Akademische Jahr drei Erlanger Studenten die Möglichkeit zwei Semester an der Duke zu studieren.[10] Auf Dozentenebene sieht das Austauschprogramm einen regelmäßigen Aufenthalt von Erlanger Dozenten an der Duke sowie für das Sommersemester den regelmäßigen Aufenthalt eines Professors der Duke in Erlangen vor. Des Weiteren unterhält die Duke ein Austauschprogramm mit derHumboldt-Universität zu Berlin, welches den gegenseitigen Austausch von jeweils zwei fortgeschrittenen Studenten vorsieht.[11] Während dieses Programm für die „outgoing students“ der Duke lediglich einen Forschungsaufenthalt von etwa drei Monaten in Berlin vorsieht, können die Berliner Studenten ein volles Akademisches Jahr in den USA verbringen. Auf der Ebene derPhD-Studenten unterhält die Duke u. a. ein Austauschprogramm mit derUniversität Potsdam, welches den Aufenthalt von bis zu vier Duke-Studenten für einen Forschungsaufenthalt von bis zu einem Jahr vorsieht.[12] Ebenfalls gibt es eine Hochschulpartnerschaft für Master-Studenten zwischen der Universität Potsdam und der Duke University.[13]

Austauschprogramme und Kooperationen mit Universitäten in anderen Ländern

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Austauschprogramme mit Universitäten in anderen Ländern unterhält die Duke etwa mit derUniversität für Außenwirtschaft und Handel (UIBE) inPeking und derPädagogischen Universität Yunnan inKunming. Bei dieser Partnerschaft, genanntDuke Study in China, die seit 1982 besteht, handelt es sich um das älteste universitäre Austauschprogramm einer US-Universität mit einer Hochschule in China, bei welchem Studenten anrechenbare Leistungen erwerben können. Außerdem kooperiert die Duke mit derUniversität Florenz, mit demInstitut d’études politiques de Paris, dem Intercollegiate Center for Classical Studies in Rom, demNew College der University of Oxford, derUniversity of New South Wales in Sydney sowie demUniversity College London. Mit derUniversity of Singapore unterhält die Duke seit dem Jahr 2000 im Rahmen derDuke-NUS Graduate Medical School Singapore ein Kooperationsabkommen mit dem Ziel, Singapur zum biomedizinischen Zentrum Südostasiens zu machen.[14] Darüber hinausgehend bestehen Partnerschaften und Kooperationen mit etwa 30 weiteren Institutionen.[15]

Kooperationen mit US-Universitäten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Kooperationen mit Institutionen in den USA unterhält die Universität unter anderem mit derNew York University sowie derUniversity of Southern California in Los Angeles.[15]

Rankings und Finanzen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Das „Fitzpatrick Center“ beherbergt viele naturwissenschaftliche Institute
Die „Sanford School of Public Policy at Duke University“

Das aktuelleWorld's best universities Ranking vom August 2010 des Nachrichtenmagazins U.S. News & World Report, das wohl bedeutendste und einflussreichste Ranking im Bereich der Hochschulen,[16] stuft die Duke auf Platz 14 ein, womit die Universität ihren Platz aus dem Vorjahr behaupten konnte.[17]

Teile dieses Artikels scheinen seit 2013nicht mehr aktuell zu sein.Bitte hilf uns, die fehlenden Informationen zurecherchieren undeinzufügen.
Wikipedia:WikiProjekt Ereignisse/Vergangenheit/2013

Im National University Ranking vonU.S. News & World Report 2013 wird Duke auf Platz 7 geführt (gemeinsam mitMIT undUPenn)[18], während die Medizin-, Jura- und Businessfakultät jeweils unter den besten 11 lagen.[19] Das Department of Political Science erzielte 2013 bei U.S. News & World Report in der Gesamtwertung der politikwissenschaftlichen Institute Platz 10 der amerikanischen Universitäten und erreichte im Teilbereich „American Politics“ sogar den siebten Platz, wodurch etwa dieColumbia University übertroffen wurde.[20] Das Terry Sanford Institute of Public Policy wurde 2008 auf dem sechsten Platz des Graduate School-Rankings der US-Universitäten im Bereich „Public Policy Analysis“ eingereiht.[21]

DasWall Street Journal wählte Duke 2005 auf Platz 6 der besten US-Unis. Im weltweiten Ranking vonTimes Higher Education im Jahr 2013 lag Duke auf Platz 17.[22]

Im Doktoranden-Ranking von U.S. News lag Duke in den Jahren 1998 bis 2008 jeweils zwischen Platz drei und acht. Im U.S. News & World Report 2009 lag die Medizinische Fakultät auf Platz 6 und die Juristische Fakultät auf Platz 10. DieFuqua School of Business lag im Jahr 2007 auf Platz 12 von U.S. News & World Report und im Jahr 2006 auf Platz 9 vonBusinessWeek. Außerdem lag Duke im 2008er Ranking von U.S. News & World Report auf Platz 1 in Englischer Literatur, auf Platz 5 in Biologie und in Biomedizintechnik.

Die Studiengebühren an der Hochschule gehören zu den höchsten in den USA, im Jahr 2010 betrug diese USD 39.000 für College-Studenten und USD 44.000 für Studenten der juristischen Fakultät. Zum Vergleich die Gebühren an der UniversitätHarvard: USD 37.000 bzw. 41.500. Laut offiziellen Angaben der Duke University gab im Akademischen Jahr 2010/11 im Schnitt jeder Student USD 40.575 für Studiengebühren und Beiträge aus. Die durchschnittliche Stipendienzuwendung durch die Universität zur Finanzierung von Studiengebühren und Lebenshaltungskosten betrug in diesem Zeitraum im Schnitt pro Student USD 35.520.[23] Wie viele andere US-Eliteuniversitäten nimmt auch Duke für sich in Anspruch, bei der Zulassung von Studenten „auf dem finanziellen Auge blind zu sein“; dies bedeutet, dass die Zulassung der Studenten im undergraduate-Bereich nach dem Bewerbungsverfahren unabhängig von ihren tatsächlichen finanziellen Möglichkeiten erfolgt und nötigenfalls alle mit dem Studium verbundenen Kosten durch die Universität getragen werden. Man spricht hierbei von einer sog.need-blind admission policy.

Stiftungsvermögen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der Wert des Stiftungsvermögens der Duke University wurde für 2021 mit 12,69 Milliarden US-Dollar angegeben. Damit lag sie auf dem 14. Platz der vermögendsten Universitäten.[4] 2020 war es noch mit 8,47 Milliarden US-Dollar angegeben worden (ebenfalls 14. Platz in der Vermögensreihenfolge);[24] der Anstieg um 49,8 % war weit überdurchschnittlich.[4] Im März 2011 waren es etwa 4,8 Mrd. US-Dollar gewesen,[25] zwei Jahre zuvor, also vor Beginn derWeltfinanzkrise, 6,1 Mrd. US-Dollar. Durch die Weltfinanzkrise schrumpfte das Stiftungsvermögen somit also um über 21 %, womit Duke relativ gesehen ähnlich hart von der Weltfinanzkrise getroffen wurde wie etwa dieHarvard University[26] und viele andere Eliteuniversitäten in den USA. Die Vermögenswerte der Duke University stiegen über 6,84 Mrd. $ 2016, 7,91 Mrd. $ 2017 auf 8,52 Mrd. $ 2018. Grundlage des Vermögens der Duke war die Stiftung von 40 Millionen US-Dollar durch James Buchanen Duke am 11. Dezember 1924.[27][28]

Sport

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

College-Sport hat an der Duke University eine lange Tradition. Teil dieser Tradition ist auch einBasketballspiel, das am 12. März 1944 stattfand und unter dem NamenSecret Game in die Geschichte einging. DasSecret Game war das erste Basketballspiel in den Südstaaten der USA, das zwischen einer weißen und einer schwarzen Mannschaft ausgetragen wurde, und zwar zwischen einem weißen Team der Duke University (nicht denBlue Devils, sondern einem Team des Militärpersonals von der medizinischen Fakultät) und dem schwarzen Team derNorth Carolina Central University (NCCU), damals nochNorth Carolina College for Negroes (NCC). Erst am 31. März 1996 wurde dieses Spiel, welches „has become symbolic of how resistance to Jim Crow occurred outside the traditional civil rights movement“, einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Scott Ellsworth, ein Historiker und Duke-Absolvent[29] schrieb damals darüber einen Artikel in derNew York Times.[30] Im Jahre 2015 hat er die Geschichte dieses Spiels unter dem TitelThe Secret Game. A Wartime Story of Courage, Change, and Basketball’s Lost Triumph als Buch veröffentlicht.

Innenansicht des Cameron Indoor Stadium

Duke betreibt heute ein sehr erfolgreiches Sportprogramm. Besonders die Basketballabteilung gehört zu den besten des Landes. DieBlue Devils gewannen in den 1990er-Jahren dreimal dieNCAA Division I Basketball Championships. Die Hochschule ist Mitglied in derAtlantic Coast Conference.

Duke brachte im Lauf der Zeit vieleNBA-Spieler hervor, darunter Stars wieGrant Hill,Christian Laettner,Elton Brand,Carlos Boozer,Kyrie Irving undLuol Deng. Des Weiteren genießen die Duke-Absolventen den Ruf, hervorragend ausgebildet zu sein, was unter anderem an „Coach K“Mike Krzyzewski liegt, welcher zugleich Trainer der US-Nationalmannschaft und Olympiasieger von Peking 2008 sowie London 2012 war. 2010 führte Krzyewski Duke zum Sieg in denFinal Four, wo sich dieDuke Blue Devils im Finale mit 61:59 Punkten gegen die Butler University durchsetzen konnten.[31] Der sportliche Erfolg von Duke ist sehr ungewöhnlich, da Eliteuniversitäten in aller Regel im amerikanischen College-Sport keine Rolle spielen.

Sportliche Rivalität mit der University of North Carolina in Chapel Hill

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Basketball

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Außenansicht des Cameron Indoor Stadium vonKrzyzewskiville aus gesehen; dies ist der Ort, an welchem die Studenten der Duke oftmals tagelang warten und campen, um Einlass für eines der Spiele zu erhalten

Eine bereits seit dem Jahr 1920 bestehende starke Rivalität im Basketball verbindet die Duke mit ihrer „Nachbaruniversität“, der nur etwa 13 km entferntenUniversity of North Carolina inChapel Hill. Diese Rivalität ergab sich aus mehreren Gründen, so spielte zum einen die geringe Distanz zwischen den Hochschulen eine Rolle, ferner trugen die unterschiedlichen Finanzierungsstrukturen der Einrichtungen (Duke alsPrivatuniversität, University of North Carolina in Chapel Hill als staatliche Universität) zu dem Konflikt bei, sowie die Tatsache, dass die Basketball-Teams beider Universitäten in den vergangenen 60 Jahren sich landesweit meist gut behaupten konnten, wodurch die Gelegenheit zu zahlreichen wichtigen und umkämpften Duellen gegeben war. In der Liste derCollege-Basketball-Mannschaften mit den meisten Siegen aller Zeiten führt nämlich dieNCAA die UNC auf Rang 3 und Duke auf Rang 4.[32] Das FachmagazinSports Illustrated führt denBattle of Tabbacco Road, also die Rivalität zwischen Duke und UNC, unter der Bezeichnung „ernsthafteste und heftigsteBlutfehde im gesamten US College-Sport“[33] und auch beim FernsehsenderESPN wird die Auseinandersetzung als „fiercest, most personal rivalry“ im College Basketball bezeichnet.[34]

Folgerichtig geht für viele Anhänger der beiden Basketball-Teams die Auseinandersetzung weit über das Sportliche hinaus, so beschrieb es etwa der AutorWill Blythe mit den folgenden Worten:

To legions of otherwise reasonable adults, it is a conflict that surpasses sports; it is locals against outsiders, elitists against populists, even good against evil. It is thousands of grown men and women with jobs and families screaming themselves hoarse at 18-year-old basketball geniuses, trading conspiracy theories in online chat rooms, and weeping like babies when their teams – when they – lose.[33]

Der Konflikt zwischen Duke und UNC spielt nicht nur für die beiden Universitäten eine überragende Rolle, sondern hat auch eine große landesweite Bedeutung. So erreichte die Begegnung der beiden Mannschaften im März 2008 über 5,6 Millionen Zuschauer auf ESPN, wodurch es zum meistgesehenen College-Basketballspiel der Sendergeschichte wurde.[35]

Der Konflikt mit den Basketballern der UNC in den studentischen Zeitungen der Universitäten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Es ist seit langer Zeit Tradition, dass die studentische ZeitungThe Chronicle am Tag vor dem ersten der beiden jährlichen Aufeinandertreffen mit UNC eine „Sonderausgabe“ unter dem TitelThe Daily Tar Hole (dt.:Das tägliche Teerloch) veröffentlicht, welche die studentische Zeitung der UNCThe Daily Tar Heel veralbern soll und deren Titelseite zahlreiche bewusste Falschmeldungen undEnten über die UNC enthält.[36] Im Gegenzug veröffentlichtThe Daily Tar Heel zu jedem der beiden Duelle unter dem TitelInsider's guide to hating Duke eine Kolumne von Ian Williams. Hierdurch ließen sich die Redakteure von ESPN online zu der leicht entnervten ArtikelüberschriftEven their Newspapers hate each other[37] hinreißen. Derart angespannt wie zwischen den Sportmannschaften ist das Verhältnis zwischen den Studentenzeitungen allerdings nicht, so ist es seit langem Praxis, dass die Zeitung der unterlegenen Universität am Folgetag der Niederlage ihre Titelseite in der Farbe der siegreichen Universität gestaltet, das Logo des gegnerischen Teams an einer auffälligen und hervorstechenden Stelle der Ausgabe positioniert und die siegreiche Universität alsstill the best rühmt.[38][39][40]

Football

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Wallace-Wade-Stadion; hier trägt die Football-Mannschaft der Duke ihre Heimspiele aus

Eine ähnliche – zwar ältere, inzwischen in ihrer Intensität aber leicht „abgekühlte“ – Rivalität verbindet Duke und die UNC im Bereich des College Football. Wenn diese Rivalität somit inzwischen als nicht mehr derart heftig eingestuft werden muss wie diejenige im Basketball, so wurde sie dennoch noch im Jahr 2008 vomDuke Office of News & Communications als „120-jähriger Krieg“ zwischen den beiden Universitäten bezeichnet.[41]

Sportliche Rivalität mit der University of Maryland

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Eine weitere erbitterte Rivalität verbindet die Basketballer der Duke mit derUniversity of Maryland. Angesichts der Tatsache aber, dass für die Angehörigen der Duke das Rivalitätsverhältnis zur UNC deutlich wichtiger ist als dasjenige zur University of Maryland – nicht zuletzt auch weil die Duke von den 170 Aufeinandertreffen mit Maryland zwischen Februar 1925 und Februar 2011 109 gewann und nur 61 verlor und somit die Auseinandersetzung stets klar dominierte – ist für die Angehörigen der University of Maryland dieses Verhältnis wohl als deutlich wichtiger einzustufen als für die Angehörigen der Duke.[42][43] Aber auch für die Duke besitzt das Duell mit Maryland durchaus viel Brisanz, so sprach etwa der SportkolumnistMichael Wilbon von derWashington Post im März 2010 im Bezug auf das damals anstehende Duell zwischen Duke und Maryland vonone of the best (rivalries) in College Basketball.[43]

Der Skandal um das Lacrosse-Team der Duke University im Jahr 2006

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Im März 2006 beschuldigte Crystal Gail Mangum, eine afroamerikanische Studentin derNorth Carolina Central University, welche alsStripperin, Tänzerin undEscortgirl arbeitete, fälschlicherweise drei Mitglieder desLacrosse-Teams der Duke University, sie während einer studentischen Party am 13. März 2006 gemeinschaftlich vergewaltigt zu haben.[44][45] Aufgrund der Konstellation des Falles, eine Afroamerikanerin wurde angeblich von drei weißen Studenten vergewaltigt, sprachen viele Personen, welche mit dem Fall befasst waren bzw. hierüber berichteten, sehr bald von einemrassistischenVerbrechen bzw. einemHassverbrechen.[46][47][48]Jedoch ergaben sich sehr bald – vor allem aufgrund von massiven Inkonsistenzen in der Aussage der Anzeigenerstatterin – Zweifel an den geschilderten Ereignissen, welche allerdings zunächst nicht dazu führten, dass der ermittelnde Staatsanwalt Mike Nifong genauere Recherchen bzgl. der Glaubwürdigkeit der Aussage von Mangum anordnete. Nifong, welcher sich – um den Duke-Studenten das vermeintliche Verbrechen in jedem Falle nachweisen zu können – im Laufe der Ermittlungen verschiedener Straftaten schuldig machte, wurde schließlich der Fall entzogen und am 11. April 2007 erklärte der Generalstaatsanwalt von North Carolina, dass die drei beschuldigten Studenten Opfer eines „tragic rush to accuse“ geworden seien und befand sie für „eindeutig unschuldig“.[49][50] Nifong wurde später des kriminellen Verhaltens während der Untersuchung für schuldig befunden, woraufhin er eine eintägige Gefängnisstrafe verbüßen musste und seine anwaltliche Zulassung verlor.[51][52] Auch die Stadt Durham selbst geriet unter heftige Kritik, da Mitglieder des Durham Police Department Nifong gestattet hatten, entgegen allen Vorschriften de facto als Leiter der Ermittlungen zu fungieren und diese somit massiv zu beeinflussen. Auch nahmen die Polizisten der Kritik zufolge keinen Anstoß daran, dass Mangum bei ihrer Vernahme zur Identifizierung der Täter lediglich deren Fotos – und keine weiteren – vorgelegt wurden, womit deren Identifizierung kaum als belastbar eingestuft werden könne.[53]

Im Jahr 2008 veröffentlichte Mangum ihre MemoirenThe Last Dance for Grace: The Crystal Mangum Story, die sie zusammen mit Vincent Clark geschrieben hat.[54] In dem Buch gab Magnum erneut ihre unbelegte Version der Ereignisse und beharrte weiterhin auf der widerlegten Behauptung, sie sei auf der Party angegriffen worden.[55] Mangum behauptete, dass die Einstellung des Verfahrens politisch motiviert war.[56]

Crystal Gail Mangum, die für ihre Falschaussage nie zur Rechenschaft gezogen wurde, wurde Anfang 2010 wegen versuchten Mordes an ihrem Freund und Brandstiftung angeklagt und zu 15–18 Jahren Gefängnis verurteilt.Auch stellte sich in der Folge des Skandals um die Lacrosse-Spieler heraus, dass dies nicht die erste Gelegenheit war, zu welcher Mangum fälschlicherweise Vergewaltigungsanschuldigungen erhoben hatte.[57]

Duke als „Keimzelle“ des Usenet

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

An der Duke und der UNC in Chapel Hill wurde im Jahr 1979 durch die Verbindung zweierUnix-Rechner dasUsenet aus der Taufe gehoben, welches als freie Alternative zumArpanet, dem Vorläufer des heutigen Internet, dienen sollte. Der Datenaustausch zwischen den beiden Rechnern erfolgte über herkömmliche Telefonleitungen mit dem Unix-ProtokollUUCP. Es wurden relativ bald weitere Rechner in das Netzwerk integriert, wegen des verwendeten UUCP-Protokolls war das Netz jedoch auf UNIX-Rechner beschränkt. Über UUCP bestand die Möglichkeit, zum einen persönliche Nachrichten auszutauschen (E-Mail), zum anderen in öffentlichen Foren teilzunehmen. Mehr als 30 Jahre nach dem Start des Dienstes schaltete die Duke am 20. Mai 2010 ihren Unix-Server ab, begründet wurde dies mit der zunehmend geringeren Bedeutung des Usenets angesichts von „Erben“ wieWeb-Feeds,Facebook undTwitter sowie mit den ständig steigenden Kosten des Projekts.[58][59]

Sehenswürdigkeiten auf dem Campus

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Lehrkörper

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bekannte Absolventen

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Siehe auch

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Duke University – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. About Vincent E. Price. In: Duke University > About > Leadership > Office of the President. Duke University, Durham, abgerufen am 2. Januar 2022 (amerikanisches Englisch). 
  2. abcCollege Navigator – Duke University. In: Integrated Postsecondary Education Data System > College Navigator > Duke University. National Center for Education Statistics (NCES), U.S. Department of Education, Institute of Education Sciences IES, 2020, abgerufen am 2. Januar 2022 (englisch). 
  3. abDuke Facts. In: Duke University > About > Duke Facts. Duke University, Durham, abgerufen am 2. Januar 2022 (amerikanisches Englisch). 
  4. abc2021 NACUBO-TIAA Study of Endowments. U.S. and Canadian Institutions Listed by Fiscal Year (FY) 2021 Endowment Market Value, and Change in Endowment Market Value from FY20 to FY21. In: www.nacubo.org > Resources > Research > NACUBO-TIAA Study of Endowments > Public NTSE Tables > 2021 NACUBO-TIAA Study of Endowments (NTSE) Results > Table. National Association of College and University Business Officers NACUBO® and Teachers Insurance and Annuity Association TIAA, 2022, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Februar 2022; abgerufen am 20. Februar 2022 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nacubo.org 
  5. Wall Street Journal/Times Higher Education College Rankings 2022. In: Times Higher Education. Abgerufen am 5. Juli 2023. 
  6. Yong Tang:“No one can buy their way into Duke”.People’s Daily Online, 11. Januar 2007.
  7. abcA Chronology of Significant Events in Duke University's History (Memento vom 8. März 2012 imInternet Archive)
  8. A Brief Narrative History (Memento vom 12. März 2013 imInternet Archive)
  9. Duke Magazine - Retrospective - November/December 2006 (Memento vom 15. Mai 2011 imInternet Archive)
  10. Austauschprogramm mit der Duke University (Memento vom 14. Juli 2014 imInternet Archive)
  11. Political Science: Exchange Programs (Memento vom 5. März 2011 imInternet Archive)
  12. Duke Graduate School: Foreign Exchange Programs (Memento vom 4. März 2011 imInternet Archive)
  13. Auslandsstudium über Hochschulpartnerschaften (Memento vom 26. Oktober 2014 imInternet Archive)
  14. duke-nus.edu.sg
  15. abDuke Study Abroad: Programs (Memento vom 4. März 2011 imInternet Archive)
  16. nytimes.com
  17. usnews.com
  18. National University Ranking 2013 (Memento desOriginals vom 21. Mai 2011 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/colleges.usnews.rankingsandreviews.com, In: U.S. News & World Report, 2013.
  19. America's Best Graduate, Law, and Medical Schools, (Memento desOriginals vom 24. April 2009 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/grad-schools.usnews.rankingsandreviews.com In: U.S. News & World Report, 2013.
  20. grad-schools.usnews.rankingsandreviews.com
  21. Best Public Policy Analysis Schools (Memento desOriginals vom 8. April 2016 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/grad-schools.usnews.rankingsandreviews.com, in: U.S. News & World Report, 2013.
  22. Top 400 World Universities In: Times Higher Education World University Ranking, 2013.
  23. Duke University Admissions: Cost & Financial Aid (Memento vom 4. März 2011 imInternet Archive)
  24. Historic Endowment Study Data – 2020 Total Market Values. In: NACUBO-TIAA Study of Endowments. National Association of College and University Business Officers NACUBO®, 2021, abgerufen am 5. Dezember 2021 (englisch). 
  25. Duke University’s Endowment - A Snapshot, 2009-10 (Memento vom 4. März 2011 imInternet Archive; PDF)
  26. Christian Füller: Uni-Crash durch Finanzkrise: Harvard verliert gigantische Vermögenswerte. In: Spiegel Online. 16. Dezember 2008, abgerufen am 9. Juni 2018. 
  27. Duke University's Endowment vs. The Duke Endowment (Memento vom 4. März 2011 imInternet Archive)
  28. dukeendowment.org
  29. Kurzbiografie Scott Ellsworth (Memento vom 12. Januar 2016 imInternet Archive)
  30. Thr Secret Basketball Game of 1944 (Memento desOriginals vom 6. Januar 2016 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.northcarolinahistory.org. Link zum Original-Artikel:JIM CROW LOSES; The Secret Game
  31. tagesspiegel.de
  32. fs.ncaa.org
  33. absi.com
  34. sports.espn.go.com
  35. blog.timesunion.com
  36. dailytarhole.com
  37. espn.go.com
  38. dukechronicle.com
  39. collegemediamatters.com
  40. Rivals: Duke vs UNC (Memento vom 20. Juni 2010 imInternet Archive)
  41. goduke.com
  42. dukechronicle.com
  43. abwashingtonpost.com
  44. foxnews.com
  45. Woman behind Duke lacrosse scandal speaks out (Memento vom 17. Mai 2009 aufWebCite)
  46. transcripts.cnn.com
  47. msnbc.msn.com
  48. cbsnews.com
  49. nytimes.com
  50. Prosecutors Drop Charges in Duke Case (Memento vom 26. Mai 2007 imInternet Archive)
  51. nytimes.com
  52. query.nytimes.com
  53. Ex-players seek $30 million settlement (Memento vom 17. November 2011 imInternet Archive)
  54. Duke lacrosse accuser Crystal Gail Mangum promotes book. WRAL-TV, 23. Oktober 2008, abgerufen am 18. Dezember 2023 (englisch). 
  55. Duke lacrosse accuser Crystal Gail Mangum penning memoir. WRAL-TV, 21. August 2008, abgerufen am 18. Dezember 2023 (englisch). 
  56. Andrew Hibbard: Memoir chronicles lax accuser's troubled life. In: Duke Chronicle Print Archives. 6. November 2008, abgerufen am 18. Dezember 2023 (amerikanisches Englisch). 
  57. nydailynews.com
  58. A Piece of Internet History (Memento vom 27. September 2010 imInternet Archive)
  59. heise.de
Staatliche Hochschulen

University of North Carolina:Appalachian State •East Carolina •Elizabeth City State •Fayetteville State •NC A&T •NC Central •NC State •UNC Asheville •UNC-Chapel Hill •UNC Charlotte •UNC Greensboro •UNC Pembroke •UNC School of the Arts •UNC Wilmington •Western Carolina •Winston-Salem State

Private Hochschulen

Barber-Scotia •Barton •Belmont Abbey •Bennett •Brevard •Campbell •Catawba •Chowan •Davidson •Duke •Elon •Gardner-Webb •Greensboro •Guilford •High Point •Johnson C. Smith •Laurel •Lees-McRae •Lenoir-Rhyne •Livingstone •Louisburg •Mars Hill •Meredith •Methodist •Mid-Atlantic Christian •Montreat •Mount Olive •New Life •North Carolina Wesleyan •Pfeiffer •Piedmont Baptist •Queens •St. Andrews •St. Augustine’s •Salem •Shaw •Southeastern Baptist •Southeastern Free Will Baptist •Warren Wilson •Wake Forest •William Peace •Wingate

36.005277777778-78.940277777778Koordinaten:36° 0′ 19″ N,78° 56′ 25″ W

Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Duke_University&oldid=264055435
Kategorien:
Versteckte Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp