Droß | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | Osterreich | |
| Land: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Krems(Land) | |
| Kfz-Kennzeichen: | KR | |
| Fläche: | 10,30 km² | |
| Koordinaten: | 48° 27′ N,15° 34′ O48.4515.566666666667394Koordinaten:48° 27′ 0″ N,15° 34′ 0″ O | |
| Höhe: | 394 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.034 (1. Jän. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 100 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 3552 | |
| Vorwahl: | 02719 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 13 56 | |
| NUTS-Region | AT124 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: | Schloßstraße 250 3552 Droß | |
| Website: | dross.gv.at | |
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Lukas Hirmke (ÖVP) | |
| Gemeinderat:(Wahljahr:2025) (19 Mitglieder) | ||
| Lage von Droß im Bezirk Krems(Land) | ||
Blick auf Droß | ||
| Quelle:Gemeindedaten beiStatistik Austria | ||
Droß ist eineGemeinde mit 1034 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) imBezirk Krems inNiederösterreich.
Droß liegt auf einemHochplateau ungefähr zehn Kilometer vonKrems an der Donau entfernt und imWaldviertel. Im Norden beginnt mit dem Gföhlerwald eine sehr waldreiche und hügelige Gegend, während sich im Westen mit demKremstal ein tiefes Flusstal erstreckt.
Das Gemeindegebiet umfasst zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):
Die Gemeinde besteht aus denKatastralgemeinden:
Bei der großen Gemeindereform 1971 wurde Droß mit der benachbarten GemeindeStratzing zusammengelegt. Doch 1993 wurden die beiden Gemeinden wieder getrennt.
| Gföhl | Lengenfeld | |
| Senftenberg | Stratzing |
Durch seine Lage nördlich der Donau war das Gebiet des heutigen Droß in der Antike zu keiner Zeit Teil desRegnum Noricum, oder später desRömischen Reichs, sondern lag in derGermania Magna.
Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1135 alsDrosche im vorletzten RegierungsjahrMarkgraf Leopolds, ebenso wie der erste urkundliche Beleg für die, zumDroßner Schloss zugehörigenGeorgskapelle. Droß bildete vom Mittelalter bis zurRevolution 1848 eine eigeneGrundherrschaft, welche 1828 durchEugen Graf von Falkenhayn mit derHerrschaft Rehberg vereinigt worden war.
Die vereinigten Herrschaften Droß und Rehberg besaßen die Ortsobrigkeit über die Orte Droß,Egelsee und dem MarktRehberg.
1839 umfasste das Dorf Droß 78 Häuser mit 115 Familien (ca. 654 Einwohner). Die Pfarre und Schule waren Teil desDekanats Krems, wobei das darüber befindliche Patronat der Herrschaft Droß oblag, welche auch die Orts- undKonskriptionsobrigkeit über Droß ausübte. Juristisch war es dem Magistrat Krems zugehörig, welches das Landgericht ausübte. Militärisch war es dem Werbbezirk des k. k. Infanterie-Regiment Nr. 49 zugewiesen. Grundherrlichkeiten besaßen im Ort die Herrschaften Droß undSenftenberg sowie auch die PfarrenLengenfeld undMeisling.
Nach der Darstellung inSchweickhardts Topographie „Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens“ befanden sich Ende der 1830er Jahre ein Brauer, ein Wirt, ein Fleischhauer, ein Bäcker, ein Schmied, zwei Maurer, ein Zimmermann, zwei Tischler, ein Wagner, ein Weber, vier Schuster und zwei Schneider im Ort. Ackerbau und Viehzucht spielten nur eine untergeordnete Rolle, da der Haupterwerb der Einwohner der Weinbau darstellte. An Industrie waren eine herrschaftliche Steingutfabrik, eine Ziegelbrennerei und die Bierbrauerei vorhanden.
LautAdressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Droß ein Bäcker, ein Fleischer, ein Friseur, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, einHafner, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, eine Schneiderin, zwei Schuster, zwei Tischler und einige Landwirte ansässig.[2]
Die beiden Gemeinden Droß undStratzing wurden 1971 im Zuge derniederösterreichischen Gebietsreform zusammengelegt, jedoch 1993 wieder getrennt.[3]
| Droß: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 571 | |||
| 1880 | 581 | |||
| 1890 | 540 | |||
| 1900 | 553 | |||
| 1910 | 571 | |||
| 1923 | 589 | |||
| 1934 | 519 | |||
| 1939 | 499 | |||
| 1951 | 515 | |||
| 1961 | 485 | |||
| 1971 | 535 | |||
| 1981 | 591 | |||
| 1991 | 648 | |||
| 2001 | 778 | |||
| 2011 | 951 | |||
| 2021 | 1.025 | |||
| 2025 | 1.034 | |||
| Quelle(n):Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Die Einwohnerzahl von Droß nimmt zu, da sowohl dieGeburtenbilanz als auchWanderungsbilanz positiv sind, seit 1991 ist vor allem die Zuwanderung sehr stark.[4]
Die Religionszugehörigkeit der Droßer Wohnbevölkerung setzt sich laut Volkszählung 2001 wie folgt zusammen:[5]
| römisch-katholisch: | 91 % |
| ohne Bekenntnis: | 6 % |
| evangelisch: | 1 % |
| islamisch: | 0,8 % |
| orthodox: | 0,4 % |
| Sonstige: | 0,4 % |
| Unbekannt: | 0,4 % |



Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 17, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 64. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 357. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,91 Prozent. Es gibt 376 Erwerbspersonen in Droß, 211 Männer und 165 Frauen.[5]
Droß ist eine bekannte Weinbaugemeinde und liegt imWeinbaugebietKremstal. Es gibt sechsHeurige, die zu verschiedenen Terminen im Jahr geöffnet haben. Im Jahr 2005 war Droß Weinherbstgemeinde inNiederösterreich.
Droß liegt etwa 10 km vonKrems an der Donau sowie rund 80 km vonWien entfernt.
Die Volksschule Droß-Stratzing ist zu einem Teil in Droß und zu einem Teil in Stratzing. Die 1. und die 2. Klassen sind in Stratzing und die 3. und 4. Klassen in Droß. Der Kindergarten in Droß ist für Kinder aus Stratzing und Droß. Es gibt drei Gruppen, in denen jeweils drei Kindergärtnerinnen sind. Seit 2006 findet auch die Nachmittagsbetreuung von Volksschul- und Kindergartenkindern im Droßer Kindergarten statt.

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder (Stand seit Gemeinderatswahl 2025). Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

Blasonierung:
Die Lilie ist das Zeichen des Wallfahrtsortes Droß, der Löwe stammt aus dem Wappen des Erbauers des Schlosses, Georg Freiherr von Pichelsdorf. Die Wappenverleihung erfolgte am 18. November 1997.