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Drakenburg

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WappenDeutschlandkarte
Drakenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Drakenburg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:52° 41′ N,9° 12′ O52.6833333333339.224Koordinaten:52° 41′ N,9° 12′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis:Nienburg/Weser
Samtgemeinde:Heemsen
Höhe:24 m ü. NHN
Fläche:11,72 km²
Einwohner:1812 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:155 Einwohner je km²
Postleitzahl:31623
Vorwahl:05024
Kfz-Kennzeichen:NI
Gemeindeschlüssel:03 2 56 005
Adresse der Verbandsverwaltung:Wilhelmstraße 4
31627 Rohrsen
Website:www.drakenburg.de
Bürgermeister:Olaf Mielke (SPD)
Lage der Gemeinde Drakenburg im Landkreis Nienburg/Weser
Karte
Karte
Luftbildpanorama

Die GemeindeDrakenburg ist ein Mitglied derSamtgemeinde Heemsen imniedersächsischenLandkreis Nienburg/Weser. Sie bezeichnet sich alsFlecken.

Geografie

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Drakenburg liegt am Ostufer derWeser, gleich nördlich der KreisstadtNienburg.

Geschichte

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Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1025 Demeborg, 1227 Drakenburg, 1288 Drakenburg und 1294 Drakenburch. Der Wortteil „Drake“ könnte von „Drachen“ abgeleitet sein. Da Drachen jedoch selten in alten Namen vorkommen, geht man eher davon aus, dass es sich auf den alten Vornamen „thraka“ – „Kampf, Andrang, Stärke“ bezieht oder auf „Dreck“ im Sinne von „Morast, Sumpf“. Am wahrscheinlichsten kommt es aus dem mitteldeutschen „Drake, Dragge“ – „Anker, Klammer“. Das würde bedeuten, dass die Burg als „Ankerburg“ oder „Klammerburg“ zu verstehen wäre.[2]

Die mittelalterlicheDrakenburg (Niederdeutsch fürDrachenburg), die dem Ort seinen Namen gab, war eine unmittelbar an der Weser gelegene Burganlage und diente als Sperr- und Zollbefestigung zur Kontrolle der Weserschifffahrt und eines Flussübergangs.[3] Über ihr Aussehen ist so gut wie nichts bekannt. Sie war im Besitz der Grafen vonWölpe, die ab 1277 hier mehrfach urkundeten. Drakenburg war nach dem Erlöschen des Wölper Grafengeschlechtes 1302 als Lehen desHerzogtums Braunschweig-Lüneburg im Besitz derGrafen von Hoya. Entstanden war die Burg vermutlich bereits im 12. Jahrhundert. Sie wurde im 14. Jahrhundert während derMandelsloher Fehde zerstört, wahrscheinlich 1381. In welchem Umfang die Burg danach wieder aufgebaut wurde, ist unbekannt. Bis etwa 1450 wird die Burg in den Quellen erwähnt. Eindeutige Zeugnisse eines Fortbestehens der Burg nach 1450 gibt es nicht. Die wenigen Erwähnungen der Burg in Quellen der Zeit von 1390 bis 1450 und ihr Verschwinden sprechen ohnehin gegen eine besondere Bedeutung. Ihre Reste wurden zu einem unbekannten Zeitpunkt, wahrscheinlich durch einHochwasser derWeser im 17. Jahrhundert zusammen mit dem Boden auf dem sie stand abgetragen. Ihr Standort ist nicht mehr lokalisierbar, da das Gelände heute zum Flusslauf der Weser gehört.

1547 kam es nach dem Abbruch der kaiserlichen Belagerung Bremens während desSchmalkaldischen Krieges zurSchlacht bei Drakenburg. Dabei trafen bei Drakenburg in Wesernähe in einer offenen Feldschlacht die Truppen des HerzogErich II. zu Braunschweig-Lüneburg und die des Schmalkaldischen Bundes unter dem GrafenAlbrecht von Mansfeld zusammen.

Neben der mittelalterlichen Drakenburg gab es im Ort eine dreiflügelige Schlossanlage, wohl erbaut vonHeinrich Rantzau, der durch seine Ehe mitChristine von Halle Herr des größten Rittergutes in Drakenburg geworden war. Sie wurde imDreißigjährigen Krieg 1627 ebenso wie der Ort Drakenburg während der zweiten Belagerung Nienburgs durchJohann T’Serclaes von Tilly von den dänischen Verteidigern Nienburgs niedergebrannt. Damit sollte verhindert werden, dass Tilly sich wie bei der ersten Belagerung Nienburgs in Drakenburg einquartieren konnte. Diese Maßnahme konnte jedoch die Einnahme Nienburgs durch die Kaiserlichen nicht verhindern. Das Schloss war 1790 von einem weiteren Brand betroffen. Erhalten sind das Hoftor imRenaissancestil (Prachtportal von Drakenburg) sowie ein Flügel des Hauptgebäudes.

BeimWeihnachtshochwasser 2023/2024 wurde mit 8,42 Meter der historische Wasserstand vomWeserdurchbruch 1981 in Drakenburg mit 8,34 Meter überschritten.

Religion

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Die Evangelisch-lutherische St.-Johannis-Kirchengemeinde in Drakenburg wurde am 1. Februar 2012 mit der St.-Michaelis-Kirchengemeinde in Heemsen zur Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Drakenburg-Heemsen zusammengeschlossen.[4]

Politik

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Gemeinderatswahl 2021
Wahlbeteiligung: 58,73 %
 %
40
30
20
10
0
38,7 %
26,2 %
26,0 %
9,1 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
bWählergemeinschaft Flecken Drakenburg

Gemeinderat

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DerGemeinderat hat elf gewählte Mitglieder, die durch eineKommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt werden.

Bei der letztenKommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[5]

Bürgermeister

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Bürgermeister ist Olaf Mielke (SPD).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Ortskern mit Kirche
Siehe auch:Liste der Baudenkmale in Drakenburg undListe der Bodendenkmale in Drakenburg

Kirche

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Hauptartikel:St. Johannis der Täufer (Drakenburg)

Die mittelalterliche Pfarrkirche Johannis-der-Täufer steht mitten im Ortskern des Fleckens.

Burgmannshöfe und Rittergüter

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Heimatmuseum

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  • Ole Schüne (Alte Scheune), heute Heimatmuseum

Grünflächen und Naherholung

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  • Wassarium, Info-Park zum Thema Trinkwasser

Veranstaltungen

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  • Maibaumpflanzen
  • Scheibenschießen (erste volle Juli-Woche)
  • Erntefest
  • Internes Hallenturnier vom TuS Drakenburg

Verkehr

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Drakenburg liegt an derBahnstrecke Wunstorf–Bremen.

Söhne und Töchter der Gemeinde

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  • Heinrich Friedrich Ludwig Adolph Zinne (1853–1930), Porträt- und Atelierfotograf, Vertrauensmann des Rechtsschutzverbandes Deutscher Photographen
  • Hermann Benjes (1937–2007), Naturfotograf, Schriftsteller, Landschaftsgärtner und Erfinder derBenjes-Hecken
  • Jan Timke (* 1971), Politiker (STATT, Schill, BIW), Vorsitzender und Mitbegründer der 2004 gegründeten rechtspopulistischen Wählervereinigung Bürger in Wut (BIW) und Mitglied derBremischen Bürgerschaft

Literatur

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  • Bernd Ulrich Hucker:Geschichte des Fleckens Drakenburg. Hrsg.: Heimatverein Drakenburg, Verden, 2000

Weblinks

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Commons: Drakenburg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2024 (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: WebsiteNDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. Januar 2016; abgerufen am 3. August 2019. 
  3. Stefan Eismann: Drakenburg in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts, abgerufen am 15. Juli 2021.
  4. Kirchliches Amtsblatt für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers 2/2012, S. 61ff.
  5. https://votemanager.kdo.de/20210912/032565402/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&stimmentyp=0&id=ebene_8_id_275
Gemeinden im Landkreis Nienburg
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