Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Donousa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Donousa

Der Hauptort der Insel Donousa
GewässerÄgäisches Meer
InselgruppeKykladen
Geographische Lage37° 7′ N,25° 49′ O37.11180625.8125385
Donousa (Griechenland)
Donousa (Griechenland)
Höchste ErhebungPapas
385 m

Gemeindebezirk Donousa
Δημοτική Ενότητα Δονούσης
(Δονούσα)
Donousa (Griechenland)
Donousa (Griechenland)
Basisdaten
Staat:Griechenland Griechenland
Region:Südliche Ägäisf6
Regionalbezirk:Naxos
Gemeinde:Naxos und Kleine Kykladen
Geographische Koordinaten:37° 7′ N,25° 49′ O37.11180555555625.8125Koordinaten:37° 7′ N,25° 49′ O
Höhe ü. d. M.:386 m
Vardia
Fläche:15,464 km²
Einwohner:167(2011[1])
Bevölkerungsdichte:10,8 Ew./km²
Code-Nr.:670202
Gliederung:f121 Stadtbezirk
f12
f9f8

Die griechische InselDonousa (griechischΔονούσα [ðɔˈnusa] (f. sg.)) gehört innerhalb derKykladen zur Gruppe derKleinen Kykladen. Seit 2011 bildet sie mit einigen weiteren, unbewohnten kleinen Inseln einen Gemeindebezirk der GemeindeNaxos und Kleine Kykladen in der RegionSüdliche Ägäis.

Lage

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Kleine Kykladen

Donousa ist die nordöstlichste Insel der Kleinen Kykladen und liegt etwa 16 km östlich vonNaxos.Amorgos liegt 23 km südöstlich undPano Koufonisi 23 km südwestlich. Die Küstenlinie der 13,652 km².[2] großen, maximal 6 × 6 km großen Insel ist durch längliche Kaps und kleine Buchten stark zergliedert. In unmittelbarer Nähe der Insel liegen weitere kleine Felseninselchen, von denen Skylonisi an der Nordostküste die größte ist. Zur Gemeinde Donousa gehören zwei kleine Inselgruppen, die Inseln der Gruppe Makares (Μάκαρες) liegen 8 km südwestlich. Die drei Felseninseln der Gruppe Melandii (Μελάντιοι) liegen etwa 13,5 km nordöstlich.

Donousa ist hügelig nach Norden und Osten zunehmend bergig. Die höchsten ErhebungenPapas (Πάπας, 383 m) undVardia (Βάρδια, 386 m) liegen im Nordosten und Osten. Die buschigen Vegetationsformen derPhrygana prägen das Landschaftsbild der Insel zu großen Teilen.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Auf Donousa hatten sich bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. beiAchtia ton Agrilion (Αχτιά των Αγριλιών) undMyti tou Trachyla (Μύτη του Τραχύλα) zwei Siedlungen der prähistorischenKykladenkultur etabliert, die auf Fischfang und Viehzucht spezialisiert waren.

Während derGeometrischen Zeit vom 10. bis zum 7. Jahrhundert v. Chr. erfuhr Donousa eine Blütezeit, wie aus Funden der befestigten SiedlungVathy Limenari (Βαθύ Λιμενάρι) im Süden der Insel zu schließen ist, mit einer ausgeprägten Beeinflussung von denDodekanesinseln. Zahlreiche Brandbestattungplätze wurden um die Siedlung freigelegt.

Die Insel war während der römischen Zeit vermutlich ein Verbannungsort.

Im Mittelalter und unter der osmanischen Herrschaft bot Donousa Piraten Unterschlupf.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die InselDenousa (Ντενούσα oder Δενούσα),Stenoza (Στενόζα) oderSpinosa (Σπινόζα) genannt. Um 1830 siedelten sich Hirten aus Egiali auf Amorgos als Pächter an, um das Land zu kultivieren.

Anfang des 20. Jahrhunderts bis 1938 wurden bei Kedros Eisen, Aluminium und Kupfer abgebaut. Zu dieser Zeit lebten etwa 3.000 Menschen auf der Insel. ImZweiten Weltkrieg besetzte zuerst Italien von 1941 bis 1943 und anschließend bis 1944 die deutscheWehrmacht Donousa.[3]

Das britische U-BootHMS Trooper wurde 2024 in einer Tiefe von 253 m nahe Donousa durch die Crew des Suchschiffs Planet Blue gefunden. Das Boot ist in drei Teile zerborsten. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es 1943 durch eine deutsche Seemine gesunken.[4]

Gliederung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Der heutige Gemeindebezirk Donousa zählt 167 Einwohner[1]

  • Donousa (Δονούσα (f. sg.)) auch Stavros (Σταυρός (m. sg.)) oder Kambos (Κάμπος (m. sg.)), 141
  • Kalotaritissa (Καλοταρίτισσα (f. sg.)), 2
  • Mersini (Μερσίνη (f. sg.)), 22
  • Charavgi (Χαραυγή (f. sg.)) oder Mesaria (Μεσαριά (f. sg.)), 2
sowie die unbewohnten Inseln
  • Skylonisi (Σκυλονήσι (n. sg.))
  • Moschonas (Μοσχονάς (m. sg.))
  • Melandii (Μελάντιοι), drei Felseninseln auch als Vouves, Bouve oder Chtenia (Βούβες, Μπουβέ, oder Χτένια) bezeichnet
  • Makares (Μάκαρες) oder Macheres (Μαχαίρες)
    • Megalo Nisi (Μεγάλο Νησί (n. sg.)), Agios Nikolaos
    • Agia Paraskevi (Αγία Παρασκευή (f. sg.))
    • Strongyli (Στρογγυλή (f. sg.))

Wirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Bis in die 1950er Jahre wurden vor allem Tabak und Zwiebeln angebaut. Die schlechter werdende wirtschaftliche Situation seit den 1960er Jahren und die damit zusammenhängende Abwanderung hatte jedoch zur Folge, dass die landwirtschaftlichen Kulturen verödeten.

Erst mit der allmählichen Verbesserung der Schiffsverbindungen und dem langsamen Wachsen des Tourismus verbesserte sich die wirtschaftliche Situation.

Heute erwirtschaften die Einwohner ihr Einkommen hauptsächlich durch den Tourismus. Landwirtschaft und Fischerei werden nur noch in geringem Umfang und vorwiegend zur Deckung des Eigenbedarfs betrieben.

Verkehr

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Donousa wird regelmäßig (zwei- bis viermal pro Woche) von Fähren ausPiräus sowie mehrmals wöchentlich von der "Express Scopelitis" angelaufen, die Donousa mit Amorgos, Naxos und den anderen Kleinen Kykladen verbindet. Weitere Verbindungen gibt es dreimal wöchentlich von Syros. Während der Hauptsaison verkehrt vom Hafen ausgehend mehrmals täglich ein Bus, der nach Bedarf verschiedene Orte und Strände anfährt.

Naturschutz

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Donousa ist Teil desNatura-2000-GebietsGR4220013 Mikres Kyklades: Irakleia, Schinoussa, Koufonisia, Keros, Antikeri kai thalassia zoni (Μικρές Κυκλάδες: από Κέρο μέχρι Ηράκλεια, Σχοινούσσα, Κουφονήσια, Κέρος, Αντικέρι και θαλάσσια ζώνη).

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Donousa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. abErgebnisse der Volkszählung 2011, Nationaler Statistischer Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ)ELSTAT (Excel-Dokument, 3,1 MB)
  2. Ελληνική Στατιστική Αρχή [ΕΛΣΤΑΤ] (Hrsg.):Στατιστική Επετηρίδα της Ελλάδος (Statistical Yearbook of Greece) 2009 & 2010. Piräus 2011,S. 47. 
  3. Donousa Geschichte, Ägäisportalegeonet.gr@1@2Vorlage:Toter Link/www2.egeonet.gr (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018.Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis. (griechisch)
  4. Seit 1943 verschollenes U-Boot entdeckt – woanders als gedacht 20 minuten vom 19. Oktober 2024, abgerufen am 20. Oktober 2024
Inseln und Inselgruppen derKykladen

Agios Andreas |Agios Efstathios |Agios Georgios |Agios Ioannis |Akanthi |Amorgos |Anafi |Andikeros |Andimilos |Andros |Andiparos |Ano Andikeri |Argilos |Arkadio |Aspronisi |Cheronisos |Daskalio |Delos |Despotiko |Didimi |Donousa |Drakonisi |Felouka |Folegandros |Foui |Glaronisi |Glaronisi |Glaronisia |Grambonisi |Gyaros |Ios |Iraklia |Kalogeros |Karavas |Kardiotissa |Kato Andikeri |Kato Koufonisi |Kea |Keros |Kimolos |Klidoura |Klima |Krommidi |Kythnos |Lazaros |Louvardari |Makronisos |Megali Plaka |Megalos Avelas |Megalos Revmatiaris |Mikri Arkadia |Mikri Plaka |Mikros Avelas |Milos |Mykonos |Naxos |Nea Kameni |Nikouria |Ambelos |Gramvousa |Mikros Revmatiaris |Kitriani |Vriokastraki |Ofidoussa |Palea Kameni |Pano Koufonisi |Panderonisi |Paros |Paximadia |Petalidi |Piperi |Plaki |Polyegos |Prasonisi (Ios) |Prasonisi (Kimolos) |Prasoura |Psalida |Psathonisi |Rinia |Saliagos |Schinoussa |Serifos |Sfondili |Sifnos |Sikinos |Skilonisi |Skinopi |Spanopoula |Strongyli |Syros |Thira |Thirasia |Tinos |Tourlitis |Tria Adelfia |Tsouloufi |Venetiko |Voulgaris |Ftena

Inselgruppen:  Andikeria |Christiana-Inseln |Gavrionisia |Kalogeri |Koufonisia |Santorin-Inseln |(Kleine Kykladen)

Normdaten (Geografikum):GND:4819989-8 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Donousa&oldid=252933649
Kategorien:
Versteckte Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp