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Donnelay

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Donnelay
Donnelay (Frankreich)
Donnelay (Frankreich)
StaatFrankreich Frankreich
RegionGrand Est
Département (Nr.)Moselle (57)
ArrondissementSarrebourg-Château-Salins
KantonLe Saulnois
GemeindeverbandSaulnois
Koordinaten48° 45′ N,6° 41′ O48.7522222222226.6811111111111Koordinaten:48° 45′ N,6° 41′ O
Höhe206–259 m
Fläche13,02 km²
Einwohner193(1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte15 Einw./km²
Postleitzahl57810
INSEE-Code57183

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Rathaus (Mairie)
Kirche Mariä Himmelfahrt

Donnelay (deutschDunningen) ist einefranzösischeGemeinde mit 193 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartement Moselle in derRegionGrand Est (bis 2015Lothringen). Sie gehört zumArrondissement Sarrebourg-Château-Salins, zumKanton Le Saulnois und zumKommunalverbandSaulnois.

Geographie

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Donnelay liegt inLothringen, 65 Kilometer südöstlich vonMetz, 19 Kilometer südöstlich vonChâteau-Salins und zwölf Kilometer südöstlich vonVic-sur-Seille (Vic an der Seille) imSaulnois (Salzgau) auf einer Höhe zwischen 206 und 259 Metern über dem Meeresspiegel. Das 13,02 km² umfassende Gemeindegebiet ist Teil desRegionalen Naturparks Lothringen. Zu Donnelay gehört der OrtsteilBrû(Bruch) am StauweiherÉtang de Brû (Brucher Weiher). Das Gemeindegebiet wird vom FlüsschenNard durchquert.

Geschichte

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Die Ortschaft gehörte einst zumHerzogtum Lothringen und kam dann an dasBistum Metz. Im Jahr 736 erhielt dasKloster Neuweiler imElsass hier Güter, das sich noch im 12. Jahrhundert im Besitz des Dorfs befand.[1]

Donnelay wurde 1178 alsVilla de Dunningen[2] urkundlich imKopialbuch desStifts vonFénétrange (Finstingen) erwähnt. Spätere Ortsbezeichnungen sindDonnereys (1183),Donneris (1273),Donneney (1553) undDomeley (1594)[3],Duningen (1322)[4],Dunninga (1311),Donnyngen (1461),Dynnyngen (1513).[5] Donnelay war im 15. Jahrhundert nochdeutschsprachig. Gerichtsakten in deutscher Sprache aus dem Jahre 1416 waren im 19. Jahrhundert noch vorhanden.[6]

1461 kaufte Johann von Finstingen (Fénétrange) den Landbesitz desKlosters Saint-Pierre-et-Saint-Paul inNeuwiller-lès-Saverne in den Ortschaften Donnelay,Ley undAbaucourt auf. Er schenkte das Land, mit dem auch einigeseigneuriale Rechte verbunden waren, dem Stift von Fénétrange. 1565 wurde Fénétrangereformiert, wodurch das Stift seine dortigen Güter verlor und sich nach Donnelay zurückzog.[7] Bis Dezember 1593 gehörte Donnelay demBistum Metz, danach demHerzogtum Lothringen.Kardinal Charles de Lorraine (1567–1607) tratHerzog Charles III. de Lorraine (1543–1608) die OrtschaftenGeuvelise,Haraucourt-sur-Seille,Saint-Médard und Donnelay im Tausch für die OrtschaftenRéméréville,Velènes,Herbéviller undBuissoncourt ab.[8] Verwaltet wurde Donnelay im Herzogtum Lothringen von derKastellanei vonMarsal, die 1698 zurBailliage erhoben wurde.[3] 1602 wurde das Stift in Donnelay aufgelöst und seine Besitztümer an diePfarreien der jeweiligen Ortschaften verteilt. Im selben Jahr wurden hier ein Mann und eine Frau wegen angeblicherHexerei verbrannt.[1]

Im Jahr 1661 wurde Donnelay durch denVertrag von Vincennes Frankreich einverleibt. 1667 gründeteCharles Henri de Lorraine-Vaudémont (1649–1723) das Stift erneut und verschaffte ihm die alten Besitztümer, darunter auch die Ländereien in Donnelay. Das Stift bestand bis zurFranzösischen Revolution (1789–1799). 1790 wurden seine Besitztümer versteigert.[7]

1793 erhielt Donnelay im Zuge der Französischen Revolution alsDonneley den Status einer Gemeinde und 1801 unter dem heutigen Namen das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Von 1801 bis 1871 gehörte sie zum früherenDépartement Meurthe, das 1871 inDépartement Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde.

Durch denFrankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutscheReichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde demKreis Château-Salins imBezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Gemüse-, Obst- und Hopfenbau. Am Ort gab es eine Spinnerei, eine Färberei, eine Brauerei und eine Mühle.[1]

Donnelay gehörte alsfranzösischsprachige Ortschaft im Ersten Weltkrieg zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915, demJahrestag der Schlacht von Sedan, eingedeutscht wurde: bis 1919 galt der amtliche OrtsnameDunningen.[9]

Nach demErsten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen desVersailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden und wurde Teil desDépartement Moselle.[10] ImZweiten Weltkrieg wurde die Region im Zuge desWestfeldzugs von der deutschenWehrmacht besetzt und unter deutsche Zivilverwaltung gestellt (CdZ-Gebiet Lothringen). Von 1940 bis 1944 trug die Gemeinde den von den deutschen Behörden erfundenen NamenKarpfendorf.

Demographie

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Unter den 683 Einwohnern des Jahres 1871 befanden sich 60 Juden.[1][11] Die Volkszählung von 1910 ergab 455 Einwohner. Die höchste Einwohnerzahl hatte Donnelay 1836 (847), seitdem ist die Einwohnerzahl rückläufig.

Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten Weltkriegs
Jahr19621968197519821990199920082019
Einwohner308280264216216218200189
Quellen: Cassini und INSEE

Wappen

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DasWappen der Gemeinde ist rot und zeigt zwei diagonal gekreuzte, goldeneSchlüssel. Über den Schlüsseln steht ein silbernesSchwert mit goldenem Knauf auf einem silbernenliegenden Mond. Diemetallischen Farben silber und gold werden auf Wappen als weiß und gelb dargestellt.[12]

Literatur

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  • Georg Lang:Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 182 (books.google.de).

Weblinks

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Commons: Donnelay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. abcdEugen H. Th. Huhn:Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 516 (google.books.de).
  2. Franz Xaver Kraus:Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III:Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 101 (books-google.de).
  3. abHenri Lepage:Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d’archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.):Dictionnaire topographique de la France. 6. Auflage.Band 14,Nr. 18. Imprimerie impériale, Paris 1862,S. XVI+44+87 (französisch,eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  4. Adolf Schiber - Die fränkischen und alemannischen Siedlungen in Gallien
  5. Onoma 36 - (2001)
  6. H. Witte: Das deutsche Sprachgebiet Lothringens und seine Wandlungen. Verlag von J. Engelhorn, Stuttgart 1894, S. 458.
  7. abSociété d’histoire et d’archéologie de Lorraine (Hrsg.):Annuaire de la Société d’histoire et d’archéologie lorraine. Jahr-Buch der Gesellschaft für lothringische Geschichte und Altertumskunde.Band 12. Nancy 1900,S. 460 (auf Gallica [abgerufen am 4. Mai 2010]). 
  8. Société d’Archéologie Lorraine (Hrsg.):Recueil de documents sur l’histoire de Lorraine. Documents sur l’histoire de Lorraine.Band 3. Nancy 1858,S. 118 (französisch,auf Gallica [abgerufen am 4. Mai 2010]). 
  9. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch) Abgerufen am 4. Mai 2010
  10. Donnelay auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 5. Mai 2010
  11. Georg Lang:Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 182 (books.google.de).
  12. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch) Abgerufen am 10. Juli 2022
Gemeinden imArrondissement Sarrebourg-Château-Salins

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