
Doble war eineUS-amerikanische Automarke.[1][2]
Abner Doble (1895–1961) hatte bereits 1910 einenDampfwagen gebaut. Ab 1910 war er amMassachusetts Institute of Technology. Dort stellte er ab 1914 fünf Fahrzeuge her, von denen er vier verkaufte. Der Markenname lauteteDoble. Erst im Oktober 1914 gründete er dieAbner Doble Motor Vehicle Company inWaltham inMassachusetts. Hier entstand bis 1915 nur einPrototyp. Unterfinanzierung wird als Grund für den Misserfolg angegeben.[1]
1916 traf Doble auf C. L. Lewis, der mit seinerConsolidated Car Company denAbbott-Detroit herstellte. Doble gründete dieGeneral Engineering Company inDetroit inMichigan. Lewis unterstützte ihn dabei. Ein neues Fahrzeug wurde auf derNew York Automobile Show präsentiert und erhielt großen Zuspruch. Das Unternehmen erhielt 50.000 Anfragen von Personen, die Teilhaber oder Händler werden wollten. Innerhalb von drei Monaten gingen 11.000 Bestellungen ein. Kurz nach Beginn der Serienproduktion sorgte die kriegsbedingte Beschränkung vonRohstoffen, insbesondereStahl, für enorme Probleme. Die Fahrzeuge wurden inoffiziellGEC Doble genannt.[1]
1917 folgte die Umfirmierung inDoble-Detroit Steam Motors Company. Der inoffizielle MarkennameDoble-Detroit ist nun überliefert. 1918 endete die Produktion in Detroit. Schätzungen der Produktionszahl belaufen sich auf drei bis zweihundert. Doble verkaufte 1919 die Fertigungsrechte anAmalgamated inChicago.[1]
1920 gründete er dieDoble Steam Motors Corporation inSan Francisco inKalifornien. Seine Brüder John und Warren waren ebenfalls daran beteiligt. 1922 entstand einDoble-Simplex genannter Prototyp auf einemFahrgestell von derJordan Motor Car Company. 1923 wurde ein Werk inEmeryville in Kalifornien bezogen. Die jährliche Produktionskapazität war mit 300 Fahrzeugen angegeben. Die Verkäufe der Luxusautos liefen allerdings schleppend. Die Weltwirtschaftskrise kam dazu. Im April 1931 folgte dieLiquidation. In Kalifornien wurden etwa 45 Fahrzeuge hergestellt.[1]
Im Angebot standen ausschließlich Dampfwagen. DasModel A von 1914 hatte einenDampfmotor mit zweiZylindern und 25PS Leistung. DerRadstand betrug 338 cm. Als Aufbauten sindTourenwagen undRoadster überliefert.
DasModel B von 1915 blieb ein Prototyp.
Von 1916 bis 1917 gab es dasModel C. Es hatte weiterhin einenZweizylindermotor. DasFahrgestell hatte 325 cm Radstand. Zur Wahl standen ein siebensitziger Tourenwagen, ein zweisitziger Roadster, ein fünfsitzigesTown Car und ein viersitziges Roadster-Coupé.
Für das Modell von 1918 ist kein Name bekannt. Der Radstand war auf 343 cm verlängert worden. Lieferbar war nur ein siebensitziger Tourenwagen.
1920 gab es dasModel D mit Zweizylindermotor als Tourenwagen mit sieben Sitzen.
DerSeries E stand von 1923 bis 1931 im Sortiment. DerVierzylindermotor leistete 75 PS. Der Radstand betrug 361 cm. Erhältlich waren fünf- und siebensitzigerPhaeton, fünfsitziger Phaeton in Luxusausführung, fünf- und siebensitzige Limousine, fünfsitzigerVestibule Sedan, dreisitziger Runabout und ein dreisitziger Runabout in Luxusausführung. Bekannt sind mehrere Ausführungen alsE-11 undE-18. Von derSeries E entstanden laut einer Quelle zwölf Fahrzeuge.[2]
Series F folgte und verkaufte sich noch schlechter.[2]
| Jahr | Modell | Zylinder | Leistung (PS) | Radstand (cm) | Aufbau |
|---|---|---|---|---|---|
| 1914 | Model A | 2 | 25 | 338 | Tourenwagen, Roadster |
| 1915 | Model B | ||||
| 1916–1917 | Model C | 2 | 325 | Tourenwagen 7-sitzig, Roadster 2-sitzig, Town Car 5-sitzig, Roadster-Coupé 4-sitzig | |
| 1918 | 2 | 343 | Tourenwagen 7-sitzig | ||
| 1920 | Model D | 2 | Tourenwagen 7-sitzig | ||
| 1923–1931 | Series E | 4 | 75 | 361 | Phaeton 5-sitzig und 7-sitzig, Phaeton De Luxe 5-sitzig, Limousine 5-sitzig und 7-sitzig, Vestibule Limousine 5-sitzig, Runabout 3-sitzig, Runabout De Luxe 3-sitzig |