Dimbsthal (deutschauchDimbstal) ist einefranzösische Gemeinde mit 326 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartement Bas-Rhin in derEuropäischen Gebietskörperschaft Elsass und in derRegionGrand Est.
Die Gemeinde Dimbsthal liegt am Fuß derVogesen, sieben Kilometer südlich derZaberner Steige. Die Nachbargemeinden sindMarmoutier im Nordosten,Singrist im Osten,Salenthal im Südosten undBirkenwald undHengwiller im Südwesten.
Wappenbeschreibung: In Rot ein silbernerKrummstab.
Dimbsthal gehörte zurHerrschaft Ochsenstein. Es war einLehen desBischofs von Metz.[1] Als die Familie derer vonOchsenstein im Mannesstamm mit Georg von Ochsenstein 1485 ausstarb, gelangte das Erbe über dessen Schwester an die Grafen vonZweibrücken-Bitsch.
1570 kam es zu einem weiteren Erbfall, der Dimbsthal zurGrafschaft Hanau-Lichtenberg brachte: GrafJakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) und sein schon 1540 verstorbener BruderSimon V. Wecker hinterließen nur jeweils eine Tochter als Erbin. Die Tochter des Grafen Jakob,Margarethe (* 1540; † 1569), war mitPhilipp V. von Hanau-Lichtenberg (* 1541; † 1599) verheiratet. Zu dem sich aus dieser Konstellation ergebenden Erbe zählte auch die Herrschaft Ochsenstein. In der Verwaltungsstruktur der Grafschaft Hanau-Lichtenberg wurde Dimbsthal demAmt Westhofen zugeschlagen.[2] Philipp V. von Hanau-Lichtenberg führte in den ererbten Gebieten sofort dieReformation durch, die wie sein übriges Herrschaftsgebiet nunlutherisch wurden.
Mit derReunionspolitik Frankreichs unter KönigLudwig XIV. kamen das Amt Westhofen und Dimbsthal unter französische Oberhoheit. Im 18. Jahrhundert aber gehörte Dimbsthal nicht mehr zum Amt Westhofen, das nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen,Johann Reinhard III., 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter,Charlotte, den Erbprinzen und späteren LandgrafenLudwig (IX.) vonHessen-Darmstadt fiel.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2010 | 2021 |
|---|
| Einwohner | 200 | 207 | 214 | 217 | 235 | 278 | 302 | 325 |
| Quellen: Cassini und INSEE |
Südseite der Kirche
Altar
Orgel
- Friedrich Knöpp:Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden inHessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
- Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999,ISBN 2-84234-055-8, S. 637.
- ↑Knöpp, S. 17.
- ↑Knöpp, S. 17.