Die Gemeinde Dignac liegt in einer Höhe von etwa 170 Metern ü. d. M. etwa 20 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich vonAngoulême in der alten Kulturlandschaft desAngoumois. Das FlüsschenÉchelle entspringt auf dem Gemeindegebiet.
Im 19. Jahrhundert hatte die Gemeinde meist zwischen 1000 und 1650 Einwohner; infolge derReblauskrise im Weinbau und derMechanisierung der Landwirtschaft sank die Einwohnerzahl seit etwa 1880 kontinuierlich auf die Tiefststände in den 1960er und 1970er Jahren ab.
Die Einwohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang nach den Prinzipien der Selbstversorgung von der Landwirtschaft; Marktstädte waren zu weit entfernt. Die Böden der Gemeinde gehören zwar noch zu denBons Bois des WeinbaugebietesCognac, doch sind die Absätze bei teuren Weinbränden und selbst bei Wein in den letzten Jahrzehnten eher rückläufig, so dass der Weinbau keine Rolle mehr spielt. Einnahmen aus dem Tourismus, insbesondere der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes), sind dagegen seit den 1960er Jahren deutlich wichtiger geworden.
DiePfarrkircheSaint-Cybard stammt aus dem 12. und 15. Jahrhundert. Der einschiffige Bau mit seiner eher einfachen Fassaden- undApsisgestaltung wird dominiert von einem gedrungen wirkenden dreigeschossigenVierungsturm, dessen mittlere Ebene vonBlendarkaden umstellt ist, während die Arkaden des darüber befindlichen Glockengeschosses geöffnet und durchDoppelsäulen unterteilt sind. ImtonnengewölbtenKirchenschiff sind Freskenreste aus dem 12. und 16. Jahrhundert erhalten. Der Kirchenbau ist seit 1980 alsMonument historique[1] anerkannt.
DasChâteau de Breuil (45° 33′ 42″ N,0° 17′ 27″ O45.5616666666670.29083333333333) ist ein Baukomplex mit Bauten aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Beeindruckend ist vor allem der spätmittelalterliche Bergfried (donjon), in dessen Kapelle noch Freskenreste der Zeit erhalten sind. Der in Privatbesitz befindliche Bau ist seit 1964 alsMonument historique[2] anerkannt.
Das Bauensemble desChâteau du Pouyaud (45° 33′ 17″ N,0° 15′ 58″ O45.5547222222220.26611111111111) besteht aus Bauten des 15. bis 18. Jahrhunderts. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist seit 1966 alsMonument historique[3] anerkannt.
Im WeilerCloulas steht eine einschiffige romanische Kapelle mit einem zweiteiligenGlockengiebel über einem zurückhaltend dekoriertenArchivoltenportal und einer ungegliedertenApsis.
An die äußerst schlichte Kirche des WeilersBeaulieu wurde im 15. Jahrhundert eine rechteckig ummantelte Apsis angebaut.
In beiden Weilern findet sich darüber hinaus ein nicht überdachter Waschplatz (lavoir).