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Die Glücksritter (Film)

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum Film von Arthur Maria Rabenalt mit Heidemarie Hatheyer von 1957 sieheGlücksritter (Film).
Film
TitelDie Glücksritter
OriginaltitelTrading Places
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1983
Länge111 Minuten
Altersfreigabe
Stab
RegieJohn Landis
Drehbuch
ProduktionAaron Russo
MusikElmer Bernstein
KameraRobert Paynter
SchnittMalcolm Campbell
Besetzung und Synchronisation

Die Glücksritter ist einUS-amerikanischerSpielfilm mitDan Aykroyd undEddie Murphy in den Hauptrollen. Der Film basiert lose auf Motiven des RomansDer Prinz und der Bettelknabe sowie auf der KurzgeschichteThe Million Pound Bank Note des US-amerikanischen SchriftstellersMark Twain. Er startete am8. Juni 1983 in den US-Kinos und war ein künstlerischer sowie kommerzieller Erfolg. Der OriginaltitelTrading Places ist ein Wortspiel: Er bedeutet einerseits ‚Handelsplätze‘ – die Warenterminbörse spielt eine wichtige Rolle –, andererseits ‚die Plätze tauschen‘, was mit den beiden Helden des Films geschieht.

Handlung

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Louis Winthorpe III ist der Geschäftsführer vonDuke & DukeCommoditiesBrokers, dem Unternehmen der millionenschweren Brüder Randolph und Mortimer Duke, dasWarentermingeschäfte betreibt und vermittelt. Er wohnt in einem vornehmen Reihenhaus inPhiladelphia und hat einenButler namens Coleman, der ihn umsorgt, ist mit Penelope, der Nichte der Duke-Brüder, verlobt und verkehrt in denbesten Kreisen. Der Gauner Billy Ray Valentine schlägt sich derweil mitBetteln durchs Leben, indem er vorgibt, imVietnam-Krieg Beine und Augenlicht verloren zu haben. Eines Tages treffen beide zufällig aufeinander, als Billy Ray vor einer Polizeikontrolle flieht und dabei Louis umrennt, der gerade aus dem „Heritage Club“ kommt. Es kommt zu einem Gerangel, und Billy Ray wird irrtümlich beschuldigt, Louis ausrauben zu wollen, worauf Billy Ray ins Gefängnis gesteckt wird.

Die Duke-Brüder schließen unterdessen aus einer Laune heraus untereinander eine Wette ab über die Frage, ob das Verhalten des Menschen mehr von seiner Umwelt oder seinen Genen bestimmt wird. Dies wollen sie in einem Experiment klären. Sie beschließen, die Rollen von Billy Ray und Louis zu tauschen und zu prüfen, ob diese sich ihrem neuen Umfeld anpassen werden. Dazu beauftragen sie ihren Handlanger Clarence Beeks, der Louis am nächsten Tag im Heritage Club ein markiertes Geldbündel unterschiebt und ihn vor den anwesenden Clubmitgliedern als Dieb überführt, worauf Louis verhaftet wird. Die Dukes sorgen außerdem dafür, dass ihm die Unterschlagung von Firmengeldern sowie Drogenhandel angehängt werden. Billy Ray wird inzwischen von den Duke-Brüdern gegen Kaution aus dem Gefängnis geholt und in das Haus von Louis gebracht unter dem Vorwand, sie wollten ihn zum neuen Manager des Unternehmens aufbauen. Billy Ray nimmt das Angebot an, braucht jedoch einige Zeit, um sein Glück fassen zu können.

Als Louis anderntags von Penelope aus dem Gefängnis abgeholt wird, sorgt Beeks dafür, dass die Prostituierte Ophelia auf Louis zugeht, ihn küsst und fragt, ob er wieder Drogen für sie habe. Trotz Louis’ Unschuldsbeteuerungen ist Penelope außer sich und verlässt ihn. Da Louis’ Bankkonten gesperrt sind, seine Freunde ihn zurückweisen und sein Butler Coleman leugnet, ihn zu kennen, nimmt Ophelia den am Boden zerstörten Louis mit zu sich nach Hause. In der Zwischenzeit entwickelt sich Billy Ray zu einem fähigen Manager, der das Geschäft der Dukes mit dem einesBuchmachers vergleicht. Er kann schnell die ersten Erfolge verzeichnen und genießt das Leben im Reichtum. Louis hingegen sinnt auf Rache und versucht, als Weihnachtsmann verkleidet bei der firmeninternen Weihnachtsfeier Billy Ray Drogen unterzuschieben, doch das Vorhaben misslingt. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch mit einer Pistole kehrt er in die Wohnung von Ophelia zurück und schluckt Tabletten, um sich das Leben zu nehmen.

Währenddessen wird Billy Ray zufällig und unbemerkt Zeuge eines Gesprächs der Duke-Brüder über ihre Wette. Sie konstatieren, dass das Experiment funktioniert habe, da Louis am Ende und Billy Ray erfolgreich sei. Mortimer bezahlt seinem Bruder den Wetteinsatz von einemDollar und sie beschließen, sowohl Louis als auch Billy Ray loszuwerden. Der eilt daraufhin zu Ophelias Wohnung, um alles aufzuklären. Dort findet er den bereits bewusstlosen Louis und ruft einen Arzt, der Louis das Leben rettet.

Billy Ray, Coleman und Ophelia klären Louis über die Wette auf. Gemeinsam beschließen sie, sich an den Dukes zu rächen. Sie finden heraus, dass Beeks den Duke-Brüdern einen bevorstehenden Berichtvor dessen offizieller Veröffentlichung liefern soll. Dieser vom Landwirtschaftsministerium beauftragte Bericht enthält zur erwarteten Orangenernte einePrognose, die sich auf den Börsenpreis von gefrorenem Orangensaftkonzentrat auswirken wird. Ein Plan der Vier, Beeks' Koffer mit dem Erntebericht auf einer Zugfahrt zu vertauschen, wird von diesem bemerkt. Mit Glück setzen sie ihn außer Gefecht und stecken ihn mit verklebtem Mund in einemGorilla-Kostüm in den Käfig eines Gorilla-Männchens, das zurAuswilderung unterwegs nach Afrika ist.

Louis und Billy Ray arrangieren eine geheime Übergabe des gefälschten Ernteberichts an die Duke-Brüder. Dann sammeln sie alles verfügbare Geld, unter anderem die Ersparnisse von Ophelia und Coleman. An derWarenterminbörseNew York Cotton Exchange imWorld Trade Center kommt es zum Showdown. Louis und Billy Ray mischen sich imHandelsbereich für Orangensaftkonzentrat alsBörsenmakler unter die Menge. Bevor die Börse öffnet, beauftragen die Duke-Brüder im Glauben an eine schlechte Orangenernte ihren Makler, Orangensaftkonzentrat aufzukaufen, auch bei steigenden Preisen. Dies bemerken andere Makler und kaufen ebenfalls, was den Preis nach oben treibt. Louis und Billy Ray hingegen tätigenLeerverkäufe an die Kaufwilligen. Zur Verwunderung der Dukes fällt der Preis zurück auf das Anfangsniveau. Als der Landwirtschaftsminister den echten Bericht vorstellt, der eine gute Orangenernte verheißt, verfällt der Preis des Orangensaftkonzentrats. Der Makler der Dukes schafft es bis Handelsschluss nicht mehr, die vorher aufgekauften Mengen zu verkaufen, während Louis und Billy Ray ihreoffenen Handelspositionen zu günstigen Preisenausgleichen und ein Vermögen machen. Beide erzählen den Dukes, dass sie gewettet haben, sie selbst könnten nicht steinreich werden, ohne dass die Duke-Brüder gleichzeitig bettelarm würden. Der „Verlierer“ Louis zahlt den „Wetteinsatz“ von einem Dollar an Billy Ray. Die Dukes haben 394 Millionen Dollar verloren und sind ruiniert. Ihre Börsensitze werden verkauft und ihre Besitztümer gepfändet, worauf Randolph einenHerzinfarkt erleidet.

Louis und Ophelia finden zueinander und genießen mit Billy Ray und Coleman ihren neu erworbenen Reichtum am Strand in derKaribik, während Beeks mit dem Gorilla-Männchen nach Afrika eingeschifft wird.

Entstehung und Veröffentlichung

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FigurDarstellerDeutscher Sprecher[1]
Louis Winthorpe IIIDan AykroydThomas Danneberg
Billy Ray ValentineEddie MurphyRandolf Kronberg
Randolph DukeRalph BellamyGünther Sauer
Mortimer DukeDon AmecheHarald Leipnitz
OpheliaJamie Lee CurtisKatharina Lopinski
Butler ColemanDenholm ElliottMogens von Gadow
Clarence BeeksPaul GleasonFred Klaus
Penelope WitherspoonKristin HolbyUschi Wolff
DemitriBarry DennenMichael Habeck

Ursprünglicher Arbeitstitel des Films warBlack or White, der jedoch RegisseurJohn Landis nicht gefiel. Schließlich kam ProduzentGeorge Folsey junior die Idee, ihm den TitelTrading Places zu geben.[2] In kleinen Nebenrollen sindFrank Oz als korrupter Polizeibeamter,James Belushi als Partygänger in Gorilla-Verkleidung undKelly Curtis – Schwester von Jamie Lee Curtis (Ophelia) – als Penelopes Freundin zu sehen. Gastauftritte hatten auchAl Franken undBo Diddley. Die Eröffnungsszene wird mit der Ouvertüre vonLe nozze di Figaro unterlegt.[3]

Die deutscheSynchronisation wurde von dercine-adaption GmbH in München erstellt, wobei Jürgen Clause für dasDialogbuch und dieDialogregie verantwortlich war.[1] Gegenüber einem geschätztenBudget von 15 Mio.US-Dollar spielteDie Glücksritter rund 90 Mio. US-Dollar ein und stand damit auf Rang 4 der umsatzstärksten US-Filme des Jahres.[4]Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Einnahmen von etwa 283 Mio. US-Dollar.

Kritik

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QuelleBewertung
Rotten Tomatoes(Tomatometer)87 %[5]
Metacritic(Metascore)69/100[6]
AllMovieSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[7]
MovieMaze84 %[8]
MoviesectionSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[9]

Die Glücksritter erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischerAggregatoren widerspiegelt. So erfasstRotten Tomatoes größtenteils positive Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als „Verbrieft Frisch“ ein.[5] LautMetacritic fallen die Bewertungenim Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.[6]

„Turbulente Komödie nach klassischem Hollywoodmuster, die ihr sozialkritisches Interesse bisweilen etwas vordergründig und klamottenhaft vermittelt, aber größtenteils durch Tempo, ungebrochene Spielfreude und anarchischen Witz gut unterhält.“

Lexikon des internationalen Films[10]

Bei Moviesection lobtThomas Ays die Hauptdarsteller und meint:

„MitDie Glücksritter erzählt [Regisseur John Landis] eine Geschichte, die von Timothy Harris und Herschel Weingrod nicht nur kreativ geschrieben, sondern auch eine Idee umsetzt, die nur als höchst kreativ und originell bezeichnet werden muss. Diese Handlung ist schlicht genial und wurde zudem eindrucksvoll umgesetzt.“

Thomas Ays:Moviesection[9]

Die Glücksritter ist eine Komödie, die vollkommen auf Slapstick verzichtet, stattdessen werden hier bissige Sprüche aneinandergereiht, die bis heute nichts an ihrem Reiz und ihrer Wirkung verloren haben, selbst die deutsche Synchro ist in diesem Fall durchaus gelungen.“

Stefan Retro:Retro-Film[11]

„Die von Mark Twains KurzgeschichteThe Million Pound Note inspirierte Komödie vonBlues Brothers-Regisseur John Landis überzeugt durch ihr konsequent hohes Tempo sowie durch seine beiden überzeugenden Hauptdarsteller Dan Aykroyd und Eddie Murphy. Und auch, wenn nicht immer alle Gags zu einhundert Prozent zünden wollen, macht Die Glücksritter seine gesamte Spielzeit über viel Spaß.“

Florian Tritsch:MovieMaze[8]

Auszeichnungen

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Der Film war 1984 in der KategorieBeste Filmmusik („Best Music, Original Song Score and Its Adaptation or Best Adaptation Score“) für denOscar nominiert.

Denholm Elliott gewann denBAFTA Award als bester Nebendarsteller undJamie Lee Curtis den alsbeste Nebendarstellerin, Timothy Harris undHerschel Weingrod waren für dasbeste Originaldrehbuch nominiert. Im Bereich Komödie/Musical waren der Film sowieEddie Murphy (Kategorie: Bester Hauptdarsteller) für einenGolden Globe nominiert.

Bezug zu anderen Filmen

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WährendDie Glücksritter durch Mark Twains KurzgeschichteThe Million Pound Note lediglich inspiriert worden ist, setzteRonald Neame 1953 in Großbritannien unter dem TitelSein größter Bluff eine getreuere Verfilmung um:Gregory Peck spielt einen Armen, der von zwei reichen Brüdern wegen einer Wette eine Eine-Million-Pfund-Note bekommt, die er zwar nicht einlösen darf, die aber dennoch dazu führt, dass er plötzlich von der Gesellschaft geachtet wird – nur seines Vermögens wegen.

Das Motiv der Wette zwischen zwei Millionären, ob die Gene oder das Milieu für Erfolg im Leben ausschlaggebend sind, findet sich auch in einem Kurzfilm derThree Stooges von 1935 mit dem TitelHoi Polloi.

Die Duke-Brüder haben auch einen Auftritt in John Landis’Der Prinz aus Zamunda (1988), in dem sie obdachlos am Wegesrand liegen. Der Prinz (Eddie Murphy) schenkt Mortimer ein großes Geldbündel, worauf dessen Bruder Randolph ruft: „Mortimer, wir sind wieder da!“. Indessen Fortsetzung (2021) wird darauf Bezug genommen, als der uneheliche Sohn des Prinzen sich bei dem Unternehmen „Duke & Duke“ bewirbt, welches durch die Duke-Brüder gegründet wurde.

Frank Oz spielt den Polizisten, der bei der Verhaftung von Dan Aykroyd die Bestandsaufnahme von dessen persönlichen Gegenständen macht. Dieselbe Rolle spielte Frank Oz bereits im FilmBlues Brothers von 1980, als er die Bestandsaufnahme der persönlichen Gegenstände bei der Entlassung vonJohn Belushi macht. In Blues Brothers spielte Dan Aykroyd „Elwood Blues“, den Bruder von „Jake Blues“, gespielt von John Belushi.

Einzelnachweise

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  1. abDie Glücksritter. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 2. Januar 2018. 
  2. The Movies That Made Us – Filme: Das waren unsere Kinojahre. SechzehnteiligeNetflix-Dokumentarfilmserie in drei Staffeln. Dritte Staffel, Episode 6:Der Prinz aus Zamunda (48 Min.), 2021. Regie:Brian Volk-Weiss. Autoren: Brian Volk-Weiss undBenjamin J. Frost. Eine Produktion von Netflix und The Nacelle Company,Los Angeles,Kalifornien
  3. Die Glücksritter. Internet Movie Database, abgerufen am 7. September 2014. 
  4. Trading Places aufBox Office Mojo (englisch)
  5. abDie Glücksritter. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 53 Kritiken). 
  6. abDie Glücksritter. In: Metacritic. Abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 11 Kritiken). 
  7. Hal EricksonDie Glücksritter (Memento vom 16. April 2019 imInternet Archive) beiAllMovie (englisch)
  8. abFlorian Tritsch:Filmkritik (Memento vom 7. September 2014 im Webarchivarchive.today) beiMovieMaze
  9. abThomas Ays: Die Glücksritter. In: MovieSection. Archiviert vom Original am 7. September 2014; abgerufen am 9. Juli 2019. 
  10. Die Glücksritter. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 29. August 2017. 
  11. Stefan Retro:Filmkritik bei retro-film.info, abgerufen am 7. September 2014.

Weblinks

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Wikiquote: Die Glücksritter – Zitate
Filme vonJohn Landis

Schlock – Das Bananenmonster |Kentucky Fried Movie |Ich glaub’, mich tritt ein Pferd |Blues Brothers |American Werewolf |Die Glücksritter |Unheimliche Schattenlichter |Kopfüber in die Nacht |Spione wie wir |¡Drei Amigos! |Amazonen auf dem Mond |Der Prinz aus Zamunda |Oscar – Vom Regen in die Traufe |Bloody Marie – Eine Frau mit Biß |Beverly Hills Cop III |Eine Familie zum Kotzen |Blues Brothers 2000 |Susan’s Plan |Burke & Hare

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