| Film | |
| Titel | Die Duellisten |
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| Originaltitel | The Duellists |
| Produktionsland | Großbritannien |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1977 |
| Länge | 100 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Ridley Scott |
| Drehbuch | Gerald Vaughan-Hughes |
| Produktion | Ivor Powell David Puttnam |
| Musik | Howard Blake |
| Kamera | Frank Tidy |
| Schnitt | Pamela Power |
| Besetzung | |
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Die Duellisten ist einbritisches Historiendrama aus dem Jahr1977 unter Regie vonRidley Scott, für den es der erste größere Spielfilm war. Er basiert auf der ErzählungDas Duell vonJoseph Conrad.
D’Hubert und Feraud sind Offiziere derHusaren dernapoleonischen Armee. Feraud verwundet in einem Duell den Neffen des Bürgermeisters vonStraßburg und wird dafür von seinem Vorgesetzten unter Hausarrest gestellt. D’Hubert überbringt ihm die Nachricht darüber, was Feraud als Beleidigung auffasst und ihn zu einem Duell auffordert. D’Hubert verletzt Feraud bei diesem Kampf. Feraud gibt sich damit aber nicht zufrieden, und so eskaliert die Situation zu einer verzehrenden Passion, die in den nächsten 15 Jahren das Leben der beiden Männer bestimmt.
1801 treffen sich die beiden Offiziere inAugsburg wieder, wo D’Hubert von Feraud schwer verwundet wird. 1806 kommt es inLübeck erneut zum Duell – diesmal zu Pferde. Dieses Duell endet mit einer schweren Verwundung von Feraud.
Im Winter 1812 treffen sie sich an derrussischen Front wieder. Dort müssen sie jedoch ihre persönlichen Animositäten ruhen lassen, als sie vonKosaken angegriffen werden. D’Hubert bietet daraufhin Feraud an, den Konflikt beizulegen, was Feraud ablehnt.
Nach dem Russlandfeldzug Napoleons werden beide zu Generälen ernannt. D’Hubert erholt sich inTours von seinen im Krieg erlittenen Verletzungen und heiratet. Wenig später erfährt er, dass Feraud inParis gegen ihn intrigiert und seinen Ruf beschmutzt.
Als Napoleon entmachtet wird, übernimmt D’Hubert eine Kavalleriedivision der Armee vonLudwig XVIII. inReims, während Feraud als Anhänger Napoleons verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Als D’Hubert davon erfährt, veranlasst er Ferauds Begnadigung.
Feraud, verarmt und verbittert, sucht daraufhin D’Hubert in Reims auf und fordert ihn zu einem letzten Duell in einer verlassenen Burg heraus. D’Hubert stimmt widerwillig zu. Beide erhalten je zwei Pistolen und können nach Belieben schießen. Während des Duells verbraucht Feraud seine beiden Schüsse, ohne D’Hubert zu treffen. D’Hubert, der noch einen Schuss übrig hat, schießt nicht, sondern erklärt Feraud für tot. Somit kann es keine weitere Duelle mehr geben. Feraud akzeptiert und D’Hubert kehrt zu seiner schwangeren Ehefrau zurück.
„Die Bilder sind inspiriert von zeitgenössischen Malern: einige Werke vonWilson undGainsborough, die frühe Phase vonTurner, vor allem aber die Gemälde vonJohn Constable, dem Inbegriff des traditionellen Landschaftsmalers. Die atmosphärische Qualität und Intensität einer Landschaft, mit der der Mensch sich identifizieren kann, wird kongenial in Kameraeinstellungen und -bewegungen übertragen, wie man sie sonst nur beiWerner Herzog,Jan Troell und zuletzt inStanley Kubricks 'Barry Lyndon' sehen konnte […] Die Schauspieler, von den Haupt- bis zu den Nebenrollen, sind durchweg hervorragend.“
Der Film wurde auf demCannes Filmfestival von 1977 als bester Debütfilm ausgezeichnet. Der KameramannFrank Tidy und der KostümbildnerTom Rand wurden im Jahr 1979 für den britischenBAFTA Award nominiert. Frank Tidy wurde außerdem 1978 für denBritish Society of Cinematographers Award nominiert.
Der deutsche Titel beruht auf einem Übersetzungsfehler; die richtige Übersetzung wäre „Die Duellanten“.