DasDeutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik (meist nurDeutsches Museum genannt) inMünchen ist nach Ausstellungsfläche eines der größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt.[3][4] Es betreibt alsAnstalt des öffentlichen Rechts neben dem Stammhaus auf der MünchnerMuseumsinsel vier Außenstellen inBonn (Deutsches Museum Bonn), München (Verkehrszentrum),Nürnberg (Deutsches Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum) undOberschleißheim (Flugwerft Schleißheim). Erklärtes Ziel ist es, dem interessierten Laien in verständlicher Weise naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse möglichst lebendig nahezubringen. Dazu zeigt es die geschichtliche Entwicklung der Naturwissenschaften und der Technik sowie deren Bedeutung für die technische und die gesellschaftliche Entwicklung anhand ausgewählter Beispiele.
Das Museumsgebäude liegt auf derMünchner Museumsinsel. Diese ist eine ehemalige Kiesbank in derIsar. Die Insel wurde seit dem Mittelalter alsFloßlände und Materiallager genutzt, daher rührt auch ihr alter NameKohleninsel. Aufgrund der ständigenHochwassergefahr wurde die Insel zunächst nicht bebaut. Erst 1772 entstand mit derIsarkaserne für dieBayerische Armee ein festes Bauwerk auf der Insel. Nach demHochwasser von 1899 wurde die Insel befestigt und flutsicher ausgebaut. Nachdem mehrere Pläne zur Nutzung der alten Kohleninsel vorlagen, unter anderem für den Bau eines Bahnhofs, erklärte sich derMünchner Stadtrat 1903 bereit, das Gelände für den Neubau des Deutschen Museums durchErbbaurecht zur Verfügung zu stellen: 1906 wurde der Grundstein für den Museumsbau gelegt,[11] Baubeginn war jedoch erst 1909. Unterbrochen durch denErsten Weltkrieg zog sich der Bau nach Entwürfen des ArchitektenGabriel von Seidl knapp zwanzig Jahre hin. Selbst zur Eröffnung des Museums am 7. Mai 1925 waren die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen.
Seit Mitte der 1930er Jahre besteht das Museum hauptsächlich aus drei Bauten, die nacheinander fertiggestellt wurden:[12]
Das Deutsche Museum von der Zenneckbrücke aus gesehenHinweisschild vor dem Haus in München zum über 100-jährigen Bestehen (2025)
DerSammlungsbau befindet sich auf dem isaraufwärts gelegenen Teil der Museumsinsel zwischenBosch- undZenneckbrücke im Norden sowie derCorneliusbrücke im Süden. Der Sammlungsbau war eines der ersten größeren Gebäude, die ausStahlbeton errichtet wurden. Die Verwendung dieses damals noch neuen und fortschrittlichen Baumaterials wurde bewusst gewählt, um denStand der Technik aufzuzeigen und somit auch das Gebäude selbst quasi zu einem Teil der Ausstellung zu machen.[13] Der Sammlungsbau wurde im südwestlichen Bereich der Museumsinsel um die in zwei Schritten 1937 und 1938 eröffneteKraftfahrzeughalle (späterEisenbahnhalle, dannZentrum Neue Technologien) erweitert.[14] 1984 wurde der Sammlungsbau im südöstlichen Teil der Museumsinsel um die vonSep Ruf[15] entworfene Halle für Luft- und Raumfahrt erweitert.[12]
Nördlich des Sammlungsbaus und von diesem durch den Museumshof getrennt schließt sich der 1932 fertiggestellteBibliotheksbau an, in dem sich unter anderemBibliothek undArchiv des Deutschen Museums sowie Verwaltung und museumseigene Werkstätten befinden.
Zwischen dem Bibliotheksbau und derLudwigsbrücke wurde 1935 derKongressbau fertiggestellt, nachdem 1928 in Anwesenheit desReichspräsidentenPaul von Hindenburg die Grundsteinlegung erfolgt war.[16] Der im Kongressbau befindliche Kongresssaal war bis zur Fertigstellung des nahe gelegenen Kulturzentrums amGasteig im Jahre 1985 Münchens größter Konzertsaal. Nach dem Verkauf des Kongressbaus durch das Deutsche Museum im Jahr 1989 wurden dort unter anderem das ersteIMAX-Kino Deutschlands und ein Großplanetarium betrieben. Nach dem 2010 erfolgten Rückkauf des Kongressbaus durch das Deutsche Museum stand das Gebäude jahrelang leer.[16] In der Folge war das Grundstück, auf dem sich der Kongressbau befindet, als Standort für ein neuesKonzerthaus im Gespräch.[17] 2016 wurde bekanntgegeben, dass Teile des Gebäudes ab 2017 für zunächst fünf Jahre als Veranstaltungsort mitGastronomie genutzt werden sollen. Danach sollte über die weitere Nutzung entschieden werden.[18] Seit 2017 befindet sich derBlitz Club im Kongressbau.[16] Seit Juli 2022 gibt es an der Dachterrasse das RestaurantFrau im Mond; es kann auch unabhängig vom Museum besucht werden.[19][20]
Neben dem Stammhaus auf der Museumsinsel betreibt das Deutsche Museum vier Zweigmuseen. Teile der Luftfahrtausstellungen befinden sich in der historischenFlugwerft desFlugplatzes Oberschleißheim. Neben einer 1992 errichteten neuen Ausstellungshalle werden die ab 1912 errichteten historischen Gebäude Werfthalle und Kommandantur für die Luftfahrtausstellungen genutzt.[21] Das in mehreren Schritten ab 2003 eröffneteVerkehrszentrum auf derTheresienhöhe in München, welches die Ausstellungen im Bereich Landverkehr beherbergt, nutzt die historischen Hallen I, II und III des alten Münchner Messegeländes.[22] DasDeutsche Museum Bonn befindet sich im Untergeschoss desWissenschaftszentrums Bonn und dasDeutsche Museum Nürnberg in der Nähe desHauptmarktes in der Nürnberger Altstadt gelegenen GebäudekomplexAugustinerhof. Das Deutsche Museum betreibt in Kooperation mit der StadtFreilassing dasEisenbahnmuseumLokwelt Freilassing.[23]
Bereits 2009 existierten Pläne des Deutschen Museums, in unmittelbarer Nachbarschaft der Flugwerft in Oberschleißheim einSchaudepot zu errichten.[24] 2014 erwarb das Deutsche Museum ein 20.000 Quadratmeter großes Grundstück inErding, um dort ein zentrales museumseigenes Schaudepot zu errichten.[25] Da der Depotbau in Erding aus Geldmangel zunächst nicht zustande kam,[26][27] wurden stattdessen unter anderem inIngolstadt[28] und inKirchheim bei München[24] Lagerhallen alsDepots angemietet.
Nationale und internationale Vorbedingungen der Museumsgründung
→Zur Geschichte und Bedeutung des Museum-Begriffs:Museum
Mit denSäkularisierungsbestrebungen desRenaissance-Zeitalters begannen Herrscher und wohlhabende Bürger, Sammlungen nach unterschiedlichsten Ordnungskriterien anzulegen, oft, um sich kulturell, sozial und politisch zu profilieren. DieseWunderkammern wurden nicht nach pädagogischen Aspekten angelegt; dieses Kriterium trat erst im Zeitalter derAufklärung ab dem 17. Jahrhundert und verstärkt ab dem 18. Jahrhundert hervor. Die Ausstellungen dieses Zeitalters sollten die Vorteile des aufklärerischen Fortschritts bezeugen. Mitte des 18. Jahrhunderts begann die Trennung zwischen Ausstellungen derSchönen Künste und solchen der nützlichen Künste. Die letztgenannten Ausstellungen zeigten insbesondere handwerklich und manufakturiell hergestellte Objekte.
Wirtschaftlich-technische Ausstellungen sind inFrankreich ab dem frühen 19. Jahrhundert bekannt. Die Präsentation moderner Industrietechnik sollte der Bevölkerung vermitteln, wie sich der technologische Fortschritt positiv auf die Lebensverhältnisse (Wohlstand und Komfort) sowie auf die Beherrschung der Natur auswirkte, und betonte die Bedeutung des Nationalstaates.
Gegen die Verherrlichung der Technik wurde die Verarmung breiter Schichten der Industrie- und Landarbeiter angeführt. In die Darstellung der technologischen Errungenschaften floss ein sozialer Aspekt ein – es sollte vermittelt werden, wie der „Kampf gegen die Natur“, beispielsweise imHygienebereich, durch technologischen Fortschritt gewonnen werden könne. Auf derLondonerWeltausstellung von 1851 wurde ein Modell für ein kostengünstiges Arbeiterwohnhaus vorgestellt – ein Projekt, das inEngland zwar scheiterte, aber in Kontinentaleuropa aufgegriffen wurde. Auf derWeltausstellung von 1862 – wiederum in London – bildeten sich erste Arbeiterrechts-Vereinigungen. DiePariserWeltausstellung 1867 zeigte konsequenterweise Haushaltsgeräte,Unterrichtsmittel oder Kleidung als neue, „volksnahe“ Ausstellungsstücke. In London folgte 1868 eine Arbeiter-Industrieausstellung.
Auf derWeltausstellung 1873 inWien stellte der Bereich Sicherheits- und Rettungswesen die zweitgrößte Exponatzahl nach dem großindustriellen Bereich mit Exponaten zuEisenbahnen undDampfmaschinen. Mit den Verwerfungen der 1870er Wirtschaftskrise rückten die Belange der Arbeiter noch weiter in den Vordergrund. InBrüssel fand 1876 die „Internationale Ausstellung für Gesundheitspflege und Rettungswesen“ statt; im Jahre 1882 wurde inBerlin die „Allgemeine Deutsche Ausstellung auf dem Gebiete der Hygiene und des Rettungswesens“ gezeigt.
Ende des 19. Jahrhunderts rücken nationale Interessen wieder ins Blickfeld der Museumsgestalter. Frankreich feierte die Republik, dasDeutsche Reich seine Anstrengungen auf dem Gebiet desTransportwesens und derFernmeldetechnik. Die museale Würdigung des allgemeinen technologischen Fortschritts, der derIndustrialisierung zugrunde lag, war inPreußen bereits 1867 gescheitert. Auch eine für 1879 im Deutschen Reich geplante Weltausstellung kam nicht zustande, da sich Industrie und Staat stritten, wie weit staatliche Eingriffe in unternehmerische Belange zum Schutz der Arbeiter gehen sollten. Diese sozialen Fragen waren durchOtto von Bismarcks anti-sozialistische Maßnahmen ein besonderes Anliegen des jungen Staates; mit ihnen sollte der innere Zusammenhalt des Reiches gefördert werden. Daraus folgte, dass auch im Deutschen Reich Sozialausstellungen gezeigt wurden, so 1882 beispielsweise die „Allgemeine Deutsche Ausstellung auf dem Gebiete der Hygiene und des Rettungswesens“. Eine Ausstellung zum Thema Unfallschutz folgte 1889; eine dauerhafte Hygiene-Ausstellung war 1886 in Berlin eingerichtet worden. Ebenfalls in Berlin wurde 1891 die „Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrteinrichtung“ gegründet, die sich den Aufbau eines „Sozialen Museums“ zur Aufgabe machte. Am 10. Februar 1900 beschloss derReichstag die Einrichtung einer solchen Ausstellung, die 1903 eröffnet wurde.
In München kristallisierten sich zwei rivalisierende technische Museen heraus.Karl Poellath sammelte Maschinen mit Arbeitsschutzvorrichtungen in seinem Privathaus und regte 1895 ein Museum für Unfallverhütung und Gewerbehygiene an. Der Polytechnische Verein unterstützte dieses, und im Jahre 1900 resultierten die Bemühungen in der Gründung des „Museum für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen“, das 1906 in ein staatliches Institut umgewandelt und in „Königlich Bayrisches Arbeitermuseum“ umbenannt wurde.
Als Kontrast zu diesem Museum entwickelte sich die Idee einer wissenschaftlich fundierten Ausstellung, die die Technik nicht auf der Ebene sozialen Fortschritts, sondern naturwissenschaftlicher Bildung präsentieren sollte. Führend bei dieser Linie waren dieIngenieure und ihre Vereinigungen, die mit dem 1899 gewährtenPromotionsrecht eine erhebliche gesellschaftliche Aufwertung erfahren hatten. Diese Linie vertrat auchOskar von Miller, der seine Idee eines naturwissenschaftlich-technischen Museums 1903 vorstellte.
Die Geschichte des Museums ist mit seinem GründerOskar von Miller eng verwoben. Seine Vorstellungen bestimmten maßgeblich die Konzeption und die Gestaltung der Sammlungen. Sein organisatorisches Talent nutzte er erfolgreich zur Anwerbung von Geldgebern und Unterstützern.
Miller, 1855 als Sohn vonFerdinand von Miller – einem bekannten Münchner Erzgießer – geboren, hatte sich als Bauingenieur einen Namen gemacht. Mit einem Reisestipendium ausgestattet, besuchte er unter anderem 1881 diePariser Internationale Elektrizitätsausstellung, unter deren Eindruck er 1882 die erste elektrotechnische Ausstellung in München organisierte, bei der die erste Fernübertragung vonStarkstrom (57 Kilometer vonMiesbach nach München) gelang. Im Jahr 1883 ging von Miller nach Berlin zur damaligenDeutschenEdison-Gesellschaft für angewandte Elektricität, aus der später dieAllgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) entstand. Er gründete sechs Jahre später ein Ingenieurbüro in München. InFrankfurt am Main organisierte er die „Internationale Elektrotechnische Ausstellung 1891“, wo erstmals die Fernübertragung von 20.000-V-Wechselstrom über eine Strecke von 175 Kilometer vonLauffen am Neckar nach Frankfurt präsentiert werden konnte. Sein Ingenieurbüro projektierte großeKraftwerksanlagen, so beispielsweise dieEtschwerke, diePfalzwerke und dieBrennerwerke. Miller wurde so zu einer gefragten Fachkraft für die Energieversorgung von Städten.
Wann Miller sich erstmals ernsthaft mit Plänen für ein Technisches Museum befasste, ist unbekannt, da dessen Privathaus imZweiten Weltkrieg zerstört wurde, wobei ein Großteil seiner Korrespondenz verloren ging. Bei der Konzeption des Museums konnte sich Miller auf seine Erfahrungen aus der Organisation der beiden elektrotechnischen Ausstellungen in München (1881) und Frankfurt (1891) stützen. Der Aufbau und die Gestaltung des Museums gingen maßgeblich auf Millers Initiative und sein Organisationstalent zurück. Er verstand es, einflussreiche Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft einzubinden. Auch die Art und Weise der Präsentation der Exponate wurde von Miller stark beeinflusst, während Kritiker wie der Berliner ProfessorAlois Riedler weitestgehend ignoriert wurden. Von Millers Gestaltungswille prägte das Deutsche Museum bis zu seinem Rücktritt 1933.
Er steht für das bildungsorientierteMitmachprinzip, bei dem Exponate zu kleinen physikalischen Experimenten einladen oder auf Knopfdruck automatisierte Miniaturen wie etwa einWarenfluss einesBuchhandels-Barsortiments im Maßstab 1:20 ablaufen.
In diese Periode fallen der Neubau der Ausstellungsgebäude auf der Kohleninsel, die Einwerbung von Geld- und Sachspenden zur Finanzierung des Neubaus und der Sammlungen sowie die Erarbeitung der Sammlungspolitik und die Organisation der Museumsverwaltung. Diese Aufbauzeit ist durch den Einfluss Oskar von Millers gekennzeichnet und wird durch denErsten Weltkrieg und die Verwerfungen der Nachkriegszeit geprägt.
Die Gründungsphase ist zeitlich kompakt zwischen dem 1. Mai 1903 und dem 28. Juni 1903 anzusetzen. Am 1. Mai verschickte Oskar von Miller ein Rundschreiben, das die Gründung eines Museumsvereins zum Inhalt hatte.[29] Adressaten dieses Schreibens waren reichsweit bekannte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Industrie, mit denen Miller zum Teil seit seiner Schulzeit bekannt war – so zum BeispielWalther von Dyck undWilhelm Conrad Röntgen, des WeiterenCarl von Linde,Georg Krauß,Hugo von Maffei,Carl Duisberg undRudolf Diesel.
Aus diesen Persönlichkeiten bildete sich ein enger Kreis von 37 Personen, aus deren Mitte sich bereits am 5. Mai 1903 ein perAkklamation gewähltes provisorisches Komitee konstituierte, in dessen Rahmen 260.000 ℳ (entspricht heute etwa 2.200.000 EUR[30]) gespendet wurden.
Am 28. Juni 1903 fand im Vorfeld der44. Hauptversammlung desVereins Deutscher Ingenieure (VDI) in München im Festsaal der Akademie der Wissenschaften die Gründungssitzung des „Vereins des Museums von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik“ statt.[31] Den Vorsitz führtePrinz Ludwig, der das „Protektorat“ übernommen hatte.[32] Weitere Sitzungsteilnehmer waren StaatsministerClemens von Podewils-Dürniz,Maximilian von Feilitzsch sowieAnton von Wehner.[31] Oskar von Miller berichtete über die „Tätigkeit des provisorischen Comités“, und die Versammlung sandte ein Huldigungstelegramm an Kaiser Wilhelm II.[32] Über Oskar von Millers Bruder,Ferdinand von Miller, war der Kontakt zuPrinz Ludwig hergestellt worden, der ebenso wie Kaiser Wilhelm II. als „Protektor“ gewonnen werden konnte.
Dem Gründungsaufruf folgten weitere bekannte Persönlichkeiten wieMax Planck,Gustav Krupp von Bohlen und Halbach und Millers früherer Chef bei der AEG,Emil Rathenau, und boten ihre Mithilfe an. Der Magistrat der Stadt München unterWilhelm von Borscht stellte einen Teil der alten Kohleninsel in der Isar als Baugrund für einen neu zu errichtenden Museumsbau zur Verfügung. Den Grundstock der Sammlungen stellten Stiftungen aus der Industrie und insbesondere die Übertragung der Sammlung derBayerischen Akademie der Wissenschaften.
Am 12. November 1906 erfolgte im Beisein des deutschen KaisersWilhelm II. die Eröffnung einer provisorischen Ausstellung des Deutschen Museums im ehemaligen Bayerischen Nationalmuseum an der Maximilianstraße (heute ist dort dasMuseum Fünf Kontinente untergebracht).[33] Die Resonanz der Bevölkerung auf das neue Museum war gut; in den ersten 25 Besuchstagen kamen über 26.000 zahlende Besucher, dazu mindestens 4.000 Museumsmitglieder, zusammen also über 1.200 pro Tag, darunter Schulklassen, die 15 Karten für 1 ℳ erwerben konnten.[34] Im ersten vollständigen Betriebsjahr 1907 verzeichnete das Deutsche Museum ca. 211.000 Besucher. Die Bibliothek und Plansammlung wurde 1908 eröffnet. Ab 1909 betrieb das Deutsche Museum eine Zweigstelle in der damaligenSchwere-Reiter-Kaserne, die Ende 1914 infolge des Ausbruches desErsten Weltkrieges geschlossen wurde.[12]
Etwa Anfang Mai 1906 begann derArchitekturwettbewerb für den Museumsneubau (heute Sammlungsbau) auf der Kohleninsel.[35] Die Preise für die Vorschläge, die bis zum 20. September 1906 einzureichen waren, waren mit 15.000 ℳ für den 1. Preis, 10.000 ℳ für den 2. Preis sowie 5.000 ℳ für den 3. Preis dotiert.[36] Es gingen 31 Projektvorschläge ein, davon 24 aus München. Der erste Preis wurde einstimmig dem unter dem Kürzel „D. M.“ eingereichten Entwurf zugebilligt. Hierbei handelte es sich um den ArchitektenGabriel von Seidl.[37][38] Der zweite und dritte Preis wurde in zwei gleiche Preise zu je 7.500 ℳ umgewandelt und ging an die Entwürfe mit den Kennworten „Deutsches Museum“ (Paul Ludwig Troost undCarl Jäger) sowie „Vorhof“ (Hermann Buchert).[37]
Am 13. November legte Kaiser Wilhelm II. den Grundstein für den Neubau und stiftete „für das Museum das Schnittmodell eines Linienschiffes neuester Bauart“.[39] In einer Ansprache betonte Wilhelm Conrad Röntgen, „daß durch die Anwesenheit des deutschen Kaisers der nationale Charakter des geschaffenen Werkes bekundet werde“, und reichte „dem Prinz-Regenten den Hammer. Unter Glockengeläute fielen die ersten Schläge. Nach dem Regenten führten sie der Kaiser, die Prinzen und der Bürgermeister.“[40] Der Neubau verzögerte sich wegen des schwierigen Untergrundes der Kohleninsel. Aufgrund des Schwemmsand-Bodens mussten mehrere tausend Betonpfähle in den Boden getrieben werden, um dasFundament zu stabilisieren.
Am 5. Oktober 1911 fand in Anwesenheit von rund 1.600 Personen – darunter Prinz Ludwig als Protektor sowieFerdinand von Zeppelin – das Richtfest des Museumsneubaus statt. Zu diesem Zeitpunkt plante man die Eröffnung für das Jahr 1913.[41] Der Eröffnungstermin wurde bereits im folgenden Jahr auf 1915, später dann auf 1916 verschoben. Kriegsbedingt mussten jedoch die Bauarbeiten 1916 unterbrochen werden.[12]
Bereits 1913 war der Architekt Gabriel von Seidl gestorben, 1919 starb auchEmanuel von Seidl, der den Bau nach dem Tod seines Bruders Gabriel fortgeführt hatte. Nachfolger von Emanuel von Seidl wurdeOswald Bieber. Mit den politischen Umwälzungen am Ende desErsten Weltkrieges wurde dem Deutschen Museum ein wesentlicher Teil seiner finanziellen Mittel entzogen. Die Inflation vernichtete das Barvermögen der Stiftung, während sich die Unterstützung durch Staat und Wirtschaft ebenfalls verringerte und die Besucherzahlen zurückgingen. Aufgrund der desolaten Kapitallage war die Fortführung des Museumsneubaus zeitweise stark gefährdet. Aus diesen Gründen konnte der Bau bis zur geplanten Eröffnung nicht fertiggestellt werden. Trotz alledem wurde der Neubau des Deutschen Museums am 7. Mai 1925 – zu Oskar von Millers 70. Geburtstag – mit einem pompösen Fest eröffnet.Gerhart Hauptmann hatte ein Bühnenstück gedichtet, und bereits am 5. Mai fand ein Umzug im Stil der Münchner Künstlerfeste des 19. Jahrhunderts statt, bei dem sich die einzelnen Disziplinen auf künstlerisch gestalteten Wagen präsentierten.
Das größteThermometer in Deutschland am Turm des Deutschen Museums, 1930
Nach der Eröffnung des Neubaus auf der Kohleninsel begann 1925 die zweite Periode der Museumsgeschichte. Die organisatorischen Strukturen wurden gefestigt, es ging in den politisch instabilen Jahren der späten Weimarer Republik und derZeit des Nationalsozialismus darum, die Selbstbestimmung der Museumsleitung zu erhalten.
Die Museumsverwaltung hatte die Umbruchjahre nach dem Ersten Weltkrieg nahezu unverändert überstanden. Die Leitungsgremien wurden nicht verändert und von konservativen Eliten dominiert. Die Museumsleitung verstand das Deutsche Museum als unpolitische Institution, die es aus der Tagespolitik herauszuhalten galt. Innerhalb der neuen demokratischen Regierungen suchte das Deutsche Museum nach Verbündeten, hielt jedoch an alten Traditionen fest. Das Amt des Schirmherren wurde beibehalten und vom Kronprinzen Rupprecht besetzt, was aufgrund des labilen Verhältnisses zwischen alten monarchischen und neuen demokratischen Machthabern gelegentlich für Unstimmigkeiten sorgte. Um die finanzielle Unterstützung durch den Staat nicht zu verlieren, trug die Museumsverwaltung repräsentative Ämter den jeweiligen Machthabern an, so wurde beispielsweise jeder neue Reichskanzler auch zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Das Deutsche Museum entwickelte sich ab 1925 zu einem Publikumsmagneten. Die Besucherzahl, die seit 1914 mit zwei Ausnahmen unter 200.000 Gästen pro Jahr lag, erhöhte sich 1925 schlagartig auf 787.523 und pegelte sich bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges bei etwa 500.000 Besuchern ein. Millers Museum stand Pate für eine Reihe von Neugründungen im Ausland, so wurden beispielsweise dasMuseum of Science and Industry inChicago und dasTekniska museet inStockholm nach dem deutschen Vorbild aufgebaut. Oskar von Millers Ruhm als Elektroingenieur trat hinter seine Bekanntheit als Museumsgründer zurück. DieHapag und der Norddeutsche Lloyd schenkten ihm je eine Weltreise, die er nutzte, um als Berater für Museumsgründungen im Ausland zu arbeiten. In München selbst besuchten viele bekannte Persönlichkeiten das Deutsche Museum, so beispielsweiseHenry Ford,Robert Millikan oderNiels Bohr.
Der Vorstand um Oskar von Miller vertrat die Auffassung, das Deutsche Museum müsse unpolitisch bleiben, was bereits Mitte der 1920er Jahre zu Anfeindungen durch dieNationalsozialisten führte. Auch die international ausgerichtete Sammlungspolitik wurde von rechtsnationalen Kreisen scharf kritisiert. Diese Vorbelastung führte 1933 dazu, dass das Verhältnis von Museumsleitung und politischer Führung angespannt war. Als besonderes Politikum erwies sich Anfang der 1930er Jahre eineBismarck-Statue, die für die Ehrenhalle des Museums gestiftet wurde, deren Aufstellung dort von Miller aber verweigerte. Während einer Sitzung des Vorstands mit dem Vorstandsrat schlug der GroßindustriellePaul Reusch vor, eine Statue des ehemaligen ReichskanzlersOtto von Bismarck im Ehrensaal aufzustellen. Obwohl der Vorschlag angesichts der konservativen und meist monarchistisch eingestellten Vorstands- und Vorstandsratsmitglieder konsequent schien, lehnte ihn von Miller ab. Seine Begründung lautete, dass Bismarck selbst nichts für Naturwissenschaft und Technik getan habe, so dass eine solche Ehrung politischer Natur wäre, was dem unpolitischen Standpunkt des Museums widerspräche. Es ist wahrscheinlich, dass bei Millers Ablehnung traditionell bayerische Ressentiments gegen alles Preußische eine Rolle spielten – inBayern war die Vorstellung populär, Bismarck habe Ludwig II.bezüglich der Kaiserfrage „ausgetrickst“. Die Debatte schwelte bis 1931 weitgehend museumsintern; erst als sich der Münchner Stadtrat 1931 mit der Denkmalfrage auseinandersetzte, entwickelte sie sich zum Politikum.
Miller wurde Zielscheibe öffentlicher polemischer Anwürfe seitens derNSDAP-Fraktion und besondersHermann Essers, von 1923 an Propagandaleiter der NSDAP. Nach der oben erwähnten Stadtratssitzung veröffentlichten die Nationalsozialisten Zeitungsartikel, in denen sie Miller mangelnden Patriotismus vorwarfen; die Tatsache, dass Bismarck nicht wenigen als Symbolfigur gegen die republikanische Ordnung galt, wurde heruntergespielt. Insbesondere versuchten die Miller-Gegner, über den Münchner Stadtrat einzugreifen, da die Stadt das Museum mitfinanzierte. Aufgrund der sorgfältig ausbalancierten Organisationsstruktur war diesen Bestrebungen allerdings kein Erfolg beschieden. Der Stadtrat verabschiedete lediglich einen Beschluss, wonach das Denkmal vor dem Museum aufgestellt werden sollte. Seit März 1931 wurde die Frage in der Öffentlichkeit diskutiert. Zusätzliche Brisanz erhielt das Thema dadurch, dass der BildhauerFritz Behn, der die Statue entworfen hatte, diese in einer Nacht-und-Nebel-Aktion am Morgen des 12. Septembers 1933 auf städtischem Grund vor der Kongresshalle aufstellte und einen Kranz niederlegte.[42]
Miller konnte sich mit seiner Auffassung durchsetzen. Die Statue musste außerhalb des Museums bleiben; 1934 wurde sie an ihren heutigen Standort an der Boschbrücke versetzt.[42] Nachdem die Nationalsozialisten am 9. März 1933 auch in München an die Macht gelangt waren, wirkte der Bismarckstreit noch nach und belastete die Beziehung zwischen dem Museum und den neuen Machthabern. Das angetragene Ehrenpräsidentenamt wurde vonAdolf Hitler abgelehnt, die traditionellen Jubiläumsfeierlichkeiten zum Jahrestag fielen 1933 aus. Am 30. März 1933 erklärte Miller seinen Rückzug aus der Museumsleitung,[43] da sich die Kritik vornehmlich an seiner Person entzündete. Neben seiner Haltung im Bismarckstreit verziehen ihm die Nationalsozialisten auch nicht, dass er nach 1918 mit derMünchner Räterepublik kooperiert und nach einer Studienreise in dieSowjetunion jenes Land überschwänglich gelobt hatte. Noch im Mai wurde die Hakenkreuz-Fahne auf dem Museumsturm gehisst.
1933 bis 1945: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
Nachfolger Millers als Vorsitzender des Vorstandes des Deutschen Museums wurde zunächst der Münchner VerlegerHugo Bruckmann. Er war ein früher Förderer Hitlers mit Einfluss in der gehobenen Gesellschaft Münchens. Bruckmann machte erwartungsgemäß seinen Einfluss bei Hitler und anderen NS-Größen zugunsten des Deutschen Museums geltend. Noch im Jahr 1933 übernahm der PhysikerJonathan Zenneck die Nachfolge Bruckmanns.[44] Bis Mitte der 1930er Jahre wurden durch „Umstrukturierungen“ jüdische Mitglieder aus den Museumsgremien ausgeschlossen.[45] Dies betraf auch den langjährigen Vertrauten von Millers,Arthur Schönberg. Der Cousin des KomponistenArnold Schönberg, welcher unter anderem als wissenschaftlicher Sammlungsleiter fungierte und der die ursprüngliche Fachgebietseinteilung des Deutschen Museums konzipierte, wurde mit seiner Ehefrau 1942 in dasKonzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er 1943 starb.[46][47][48]
Im Frühjahr 1934 gelangte mitFritz Todt der einzige höhere NS-Funktionär in den Vorstandsrat. Die Museumsleitung hatte ihn wegen seiner Leistungen als Ingenieur vorgeschlagen und erhoffte sich – wie von Bruckmann – Einwirkung auf die Funktionärseliten von Regierung und Partei zum Vorteil des Deutschen Museums. Todt besaß jedoch anders als Bruckmann einen starken Gestaltungswillen. Seinem Verständnis nach hätten technische Geräte nicht nur einen ökonomischen, sondern auch einen kulturellen Wert. Er versuchte, das Museum in den von ihm geleitetenNationalsozialistischen Bund deutscher Technik einzubinden. Ebenso forcierte er die Repräsentation moderner Industriezweige, wie den desAutomobilbaus.
Obwohl sowohl die Museumsleitung, wie Todt, eine Expansion der Ausstellungsräume anstrebten, handelte es sich um konträre Positionen. Während Todt die Integration in Parteiformationen zu erreichen suchte, versuchte der Vorstand, mit einer aggressiven Erweiterungspolitik die Souveränität des Museums weitgehend zu erhalten. Unter anderem über Interventionen Bruckmanns bei Hitler wurde Todt umgangen. So wurde die von der Museumsleitung angestrebte Nutzung deralten Schwere-Reiter-Kaserne auf der dem Museum stadtwärts gegenüber liegenden Seite der Isar von Hitler persönlich genehmigt. Todt erkannte dieses Problem durchaus, seine Beschwerden blieben jedoch folgenlos, da sich die Museumsleitung hütete, offen gegen ihn, beziehungsweise die von ihm propagierte Ideologie, zu opponieren. Anfang 1939 versuchte er mit Zenneck (der ihm besonders skeptisch gegenüberstand) in einem offenen Gespräch, die Missstimmigkeiten auszuräumen. Mit Beginn desZweiten Weltkriegs wurden Todts Ambitionen ohnehin obsolet, da er sich ab diesem Zeitpunkt auf die Rüstungswirtschaft konzentrieren musste.
In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre fanden im Bibliotheksbau mehrere Propagandaschauen statt, die jedoch nicht in der Verantwortung des Deutschen Museums konzipiert, sondern im Auftrag derNSDAP von GaupropagandaleiterWalter Wüster inszeniert wurden, so 1936 die „Grosse antibolschewistische Schau“ und 1937 „Der ewige Jude“.[49]
Die ab 1940 stattfindendenLuftangriffe auf München überstand das Museum lange unbeschadet. Der erste schwere Schaden entstand während eines Nachtangriffs am 24./25. April 1944.Brandbomben lösten im Bibliotheksbau ein Großfeuer aus, durch das auch die Betonstruktur des Gebäudes angegriffen wurde. Am 12. Juli 1944 traf ein amerikanischer Angriff das Museum so schwer, dass der Betrieb eingestellt werden musste. Weitere Treffer folgten bei Luftangriffen am 16. Juli und am 21. Juli, wobei letzterer mit zehn Volltreffern quantitativ der schwerste Angriff war. Die größten Zerstörungen richteten jedoch vier Treffer eines britischen Nachtangriffs am 17./18. Dezember 1944 an. Die letzten Bomben trafen die Isarinsel in der Nacht vom 7. zum 8. Januar 1945. Gegen Kriegsende waren 80 Prozent der Bausubstanz zerstört, auch der Exponat-Bestand war beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Obwohl besonders wertvolle (und transportierbare) Schätze in Luftschutzkeller oder außerhalb Münchens (Kloster Benediktbeuern) ausgelagert waren, gingen einige (besonders große und immobile) Werke verloren. Darunter war beispielsweise derDornier Wal, mit demRoald Amundsen sich demNordpol bis auf 250 Kilometer genähert hatte, ein Junkers-Ganzmetallflugzeug und einige Lokomotiven.
Der Wiederaufbau hatte noch während der nationalsozialistischen Herrschaft im Februar 1945 begonnen. Von August 1945 bis Mitte 1947 waren die Räumlichkeiten des Deutschen Museums vonUNRRA als Quartier für sogenannte „Displaced Persons“ (D. P.) genutzt worden. Von Februar 1946 bis Mai 1947 wurde hier eine Internationale Universität mit bis zu 2000 Studierenden betrieben.[50][51] Die Menschen, die hier eine Unterkunft gefunden hatten, gaben eine eigene Wochenzeitung heraus, denD.P. Express.[52] Nach der starken Zerstörung im Krieg wurde unter der Leitung seines seit 1933 amtierenden VerwaltungsdirektorsKarl Bäßler[53] am 25. Oktober 1947 die Ausstellung50 Jahre Dieselmotor gezeigt und das Deutsche Museum am 7. Mai 1948 offiziell wiedereröffnet.[54] 1953 wurde Jonathan Zenneck vonOtto Meyer (1882–1969) als Vorsitzender des Vorstandes abgelöst. 1963 erfolgte die Gründung des dem Deutschen Museum angegliedertenForschungsinstituts des Deutschen Museums für die Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik (Conrad-Matschoß-Institut) unter der kommissarischen Leitung des TechnikhistorikersFriedrich Klemm. Im selben Jahr wurde Otto Meyer als Vorsitzender des Vorstandes vonSiegfried Balke abgelöst. Im Jahr 1963 war auch der Wiederaufbau des Deutschen Museums weitgehend abgeschlossen.[55] Die Gebäude wurden in ihrer ursprünglichen Form wiederaufgebaut, während die Präsentation der Sammlungen neu gestaltet wurde. Die begrenzte Ausstellungsfläche auf der Münchner Museumsinsel wurde ab den 1960er Jahren zunehmend als Problem für die Weiterentwicklung des Deutschen Museums gesehen. Planungen, die zwei Innenhöfe des Bibliotheksbaus für eine bauliche Erweiterung zu nutzen, zerschlugen sich jedoch.[56]
Ab 1970: Professionalisierung der Museumsstruktur, Erweiterungen und Generalsanierung
Mit der Berufung des Pädagogen und ArchitektenTheo Stillger zum ersten hauptamtlichen Generaldirektor im Jahre 1970[12] anstelle der bislang ehrenamtlich als Museumsleitung agierenden Vorsitzenden des Vorstandes (zuletzt Siegfried Balke) wurde die Museumsverwaltung professionalisiert. Der Gründungsdirektor desBerliner Museums für Verkehr und Technik (heuteDeutsches Technikmuseum Berlin),Günther Gottmann, war von 1972 bis 1980 Stellvertreter des Generaldirektors.[57] In diese Zeit fällt die Gründung des Kerschensteiner-Kollegs 1976 sowie das Erscheinen der ersten Ausgabe der MuseumszeitschriftKultur & Technik im Jahr 1977.[12][58] Nach dem plötzlichen Tod Theo Stillgers wurde 1983 der TechnikhistorikerOtto Mayr Generaldirektor. Ab 1993 hatte diese Position der ChemikerWolf Peter Fehlhammer inne, ab 2004 der PhysikerWolfgang Heckl und ab 2025Michael Decker, ebenfalls Physiker.[59][60] 2020 wurde mit Henrik Häcker erstmals ein kaufmännischer Direktor in die Museumsleitung berufen.[61]
1984 erfolgte zunächst die Erweiterung des Sammlungsbaus auf der Museumsinsel durch die neue Luft- und Raumfahrthalle. In der Folgezeit wuchs das Deutsche Museum erstmals seit Eröffnung des Sammlungsbaus durch die Einrichtung von Zweigmuseen außerhalb der Münchner Museumsinsel. Die erste Außenstelle wurde 1992 mit derFlugwerft Schleißheim auf dem Gelände des altenSchleißheimer Flughafens eröffnet. Als Zweigmuseum zur Darstellung der Entwicklung der Wissenschaft und Technik in Deutschland nach 1945 wurde 1995 dasDeutsche Museum Bonn eingerichtet. 2003 und 2006 wurde in zwei Schritten dasVerkehrszentrum des Deutschen Museums auf derTheresienhöhe (dem ehemaligen Messegelände) in München eröffnet. Am 17. September 2021 erfolgte die Eröffnung desDeutschen Museums Nürnberg im GebäudekomplexAugustinerhof, der von der Alpha-Gruppe des Nürnberger UnternehmersGerd Schmelzer errichtet worden war.[62] Die Beteiligung des FreistaatesBayern an denBaukosten sowie die Ausgestaltung desMietvertrages mit dem Deutschen Museum waren Gegenstand kontroverser politischer Diskussionen und führten zu Kritik von Seiten derOpposition imBayerischen Landtag[63] sowie von Seiten desBayerischen Obersten Rechnungshofes.[64]
Ende der Nullerjahre wurde massive Kritik am baulichen und kuratorischen Zustand des Deutschen Museums und insbesondere des Sammlungsbaus geübt.[65] Am 20. November 2009 wurde als Maßnahme zur inhaltlichen Modernisierung des Deutschen Museums in der vormaligen Eisenbahnhalle auf der Museumsinsel einZentrum Neue Technologien mit Exponaten aus in den Nullerjahren aktuellen Wissenschaftsbereichen, wie derBio- undNanotechnologie, eröffnet.[66] Im Rahmen der sogenannten Zukunftsinitiative werden seit 2015 der Sammlungsbau des Deutschen Museums auf der Museumsinsel umfassend saniert und die dort befindlichen Ausstellungen grundlegend modernisiert. Hierfür war ursprünglich eine Summe von 445 Millionen Euro vorgesehen.[67] Am 17. Oktober 2015 startete der etwa den halben Sammlungsbau umfassende erste Bauabschnitt.[68] Im November 2019 wurde bekannt, dass die ZuwendungsgeberBund und Freistaat Bayern weitere 300 Millionen Euro für die Generalsanierung des Sammlungsbaus bereitstellen.[69][70] Am 8. Juli 2022 erfolgte die Eröffnung der neu konzipierten Ausstellungen im fertiggestellten ersten Bauabschnitt,[71][72] während die bis dahin zugänglichen Ausstellungen im Zuge des zweiten Bauabschnitts geschlossen wurden. Weiterhin wurde der Museumseingang in einen von derCorneliusbrücke aus zugänglichen Interimsbau verlegt. Stand 2022 wurden die Gesamtkosten für die Sanierung auf rund 750 Millionen Euro geschätzt.[73]
Mehrmals wurden Exponate des Deutschen Museums bei Bränden zerstört oder beschädigt. Am 10. Dezember 1953 wurden durch fahrlässige Brandstiftung Teile der Bergbauabteilung zerstört. Am 21. März 1983 zerstörte ein durch Fremdeinwirkung ausgelöstes Feuer große Teile der Abteilungen Schifffahrt und Kraftmaschinen.[74] Einige wertvolle Exponate gingen dabei verloren. Das Feuer war von einem Passanten bemerkt worden, Rauchmelder oder gar Sprinkler gab es in diesen Abteilungen damals nicht. Am 6. Oktober 2015 wurde das Deutsche Museum nach dem Fund einer 250-kg-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg beim Haupteingang evakuiert.[75] Im Oktober 2018 wurden beim Brand einer als Depot genutzten Lagerhalle in Ingolstadt 8000 Exponate beschädigt.[28] Im November 2022 führte ein Kurzschluss zu einem Stromausfall und Rauchentwicklung im Gebäudekomplex auf der Museumsinsel. Das Museum wurde daraufhin für mehrere Tage geschlossen.[76]
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Deutschen Museums1953, des 75-jährigen Bestehens des Deutschen Museums1978 und des 100-jährigen Bestehens des Deutschen Museums2003 gaben dieDeutsche Bundespost beziehungsweise dieDeutsche Post jeweilsSondermarken heraus.
1983 Zerstörung der Abteilungen Schifffahrt und Kraftmaschinen durch ein Großfeuer
1984 Eröffnung der neuen Halle für Luft- und Raumfahrt; vorübergehende Schließung einiger Abteilungen nach Hagel- und Wasserschaden. (→ Hagelsturm von München)
Das Deutsche Museum sammelte in seiner Gründungs- und Aufbauphase Exponate aus allen Bereichen der Technik sowie der Naturwissenschaften, soweit letztere sich nicht primär mitLebewesen beschäftigten. Die Sammlungsgebiete wurden mittels einer strikten Systematik in Abteilungen und diese wiederum in Gruppen unterteilt. Bei Eröffnung des Sammlungsbaus auf der Münchner Museumsinsel 1925 wurden die Besucher entlang von Führungslinien durch die wie folgt in Abteilungen gegliederte Ausstellung geleitet:[78]
Teil B: 5 Kraftmaschinen – 6 Landtransportmittel – 7 Straßentransportmittel – 8 Wasserbau, Wasserstraßen und Hafenbau – 9 Schiffbau
Teil C: 10 Luftschifffahrt – Ehrensaal und Bildersaal (mit Büsten und Porträts von Wissenschaftlern und Erfindern) – 11 Mathematik und Physik – 12 Musikinstrumente – 13 Chemie
Teil D: (1925 noch nicht fertiggestellt) 14 Baumaterialien, Wohnungs- und Städtebau – 15 Wasserversorgung und Abwasserreinigung – 16 Heizung und Lüftung – 17 Beleuchtungswesen – 18 Glastechnik – 19 Elektrotechnik – 20 (bereits geöffnet) Lesesaal und Bücherverkauf
Teil E: 21 Astronomie – 22 Geodäsie – 23 Textilindustrie – 24 Papierfabrikation – 25 Schreib- und Vervielfältigungstechnik, Reproduktion – 26 Landwirtschaft, Müllerei- und Molkereiwesen – 27 Brauerei und Brennerei – 28 Turm Meteorologie
Die Sammlungsgebiete und Ausstellungen wurden im weiteren Verlauf kontinuierlich aktualisiert und an neue Entwicklungen angepasst, soweit dies mit den zur Verfügung stehenden Mitteln möglich war. Im Zuge der sogenannten Zukunftsinitiative wurden die abzudeckenden Themengebiete in Form der übergeordneten Themencluster „Kommunikation, Information, Medien“, „Mensch und Umwelt“, „Naturwissenschaften“, „Verkehr, Mobilität, Transport“ sowie „Werkstoffe, Energie, Produktion“ strukturiert.[79]
Der Themencluster „Kommunikation, Information, Medien“ umfasst die Bereiche Drucktechnik, Elektronik, Foto- und Filmtechnik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Mathematik. Seit dem 8. Juli 2022 sind im fertiggestellten ersten Sanierungsabschnitt des Sammlungsbaus die weitgehend neu konzipierten AusstellungenBild Schrift Codes,[80]Elektronik (inklusiveAmateurfunk),[81]Foto und Film[82] sowieMathematik[83] zu besichtigen.
Die Grundlagen derElektronik werden anhandelektronischer Bauelemente erklärt, von denen eine Vielzahl in der Ausstellung zu sehen ist. DasIkonenfeld zeigt Meilensteine der Elektronikgeschichte, darunter dieElektronenröhre, die erstenTransistoren und derSycamore-Quantenprozessor. Wie aus Bauelementen funktionierendeSchaltungen werden, lässt sich auf einem interaktiven Schaltungstisch ausprobieren. Der Versuchsaufbau eines„aufrechten Pendels“ demonstriert die Signalverarbeitung in derRegelungstechnik.Integrierte Schaltungen ermöglichen die Miniaturisierung elektronischer Geräte, wie das BeispielTaschenrechner zeigt. Solche Mikrochips vereinen eine Vielzahl winziger Bauelemente auf einemHalbleitermaterial, dessen Herstellung vomRohstoff überEinkristalle zuWafern erläutert wird. Im einenReinraum darstellenden Ausstellungsteil veranschaulichen Produktionsanlagen und Zwischenprodukte die weiteren Verarbeitungsschritte. Bei Vorführungen zeigt einBestückungsautomat, wie Bauteile auf einerLeiterplatte platziert werden. Wie Elektronik unseren Alltag verändert hat, zeigt eine zeitlich geordnete Reihe von Exponaten vomFernsprechapparat undFernsehgerät über denersten Apple Computer bis zumMobiltelefon undSmart Home. Themeninseln befassen sich mit Chancen und Risiken, beispielsweise in derMedizintechnik und derTelekommunikation. Im AusstellungsbereichAmateurfunk wird der technisch-experimentelleFunkdienst vorgestellt und an der museumseigenenStation DLØDM vorgeführt. Eine Zeittafel informiert über die Geschichte der Elektronik, bedeutende Personen und Innovationen und die Entwicklung derElektronikindustrie. Die ausElektroschrott bestehende Kunstinstallation „Schrotttornado“ will auf Rohstoffverbrauch und Umweltgefahren aufmerksam machen.
Historische Kameras und Projektoren in der AusstellungFoto und Film
Im Zentrum der Ausstellung steht eine Großvitrine, in der mehr als 300 Geräte die Entwicklung derFoto- undFilmtechnik von den Anfängen bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts repräsentieren. Das Prinzip derCamera obscura war schon in der Antike bekannt. Um die Bilder festzuhalten, experimentierteFranz von Kobell mitSalzpapier-Negativen. Seine 1837 in München angefertigten Aufnahmen, die als älteste erhaltene Fotografien Deutschlands gelten, sind in Kopie zu sehen.[84] 1839 veröffentlichteLouis Daguerre seinDaguerreotypie genanntes Verfahren, das versilberte und mit Jod bedampfte Kupferplatten verwendet. Zu den ältesten ausgestelltenKameras zählen die vonAlphonse Giroux gebaute hölzerne SchiebekastenkameraLe Daguerreotype und eineVoigtländer Ganzmetallkamera mitPetzval-Objektiv. Die Weiterentwicklung derFotoplatte und die Einführung desRollfilms machten dieFotografie alltagstauglich. Die Ausstellung zeigt eine Reihe von Atelier- und Reisekameras. Ab 1889 gelang es, bewegte Bilder imFilm festzuhalten. Die ausgestelltenFilmkameras und-projektoren zeigen die Entwicklung derNormalfilm- undSchmalfilmtechnik. Mit dem Kleinbildformat wurde der35-mm-Film auch inFotokameras benutzt. Die 1925 vorgestellteLeica wurde ein großer Erfolg; verschiedene Modelle sind in der Ausstellung zu sehen. 1975 entstand der Prototyp einer tragbarenDigitalkamera. Mehrere Exponate zeigen die Entwicklung derDigitalfotografie, die ab den 1990er Jahren Verbreitung fand. Professionelle Kameras für dieFilm- und Fernsehproduktion ergänzen die Ausstellung. In Themeninseln werden dieChronofotografie zur Aufzeichnung von Bewegungsabläufen, dieStereo- undPanoramafotografie, dieFarbfotografie und dieLichtfeldfotografie veranschaulicht sowieSofortbild-,Miniatur- undGeheimkameras gezeigt. Anhand von Exponaten, Modellen und Beispielaufnahmen werden Bauelemente und Funktionen der Bildtechnik erklärt. Eine Bildergalerie zeigt Projektionsbilder derLaterna magica und imAutochromverfahren erstellte Farbfotografien.[85]
Medien- und Mitmachstationen sollenMathematik spielerisch begreifbar und verständlich machen. Zudem ist eine Auswahl historischer mathematischer Instrumente und Modelle zu sehen. Die Methoden der Mathematik werden an den BeispielenAbstraktion,Beweis und dem Begriff derUnendlichkeit erklärt. Ein Zeitstrahl zeigt Meilensteine aus 5000 JahrenGeometrie, die als Themenschwerpunkt gewählt wurde. Der BereichDimension befasst sich mitKurven,Flächen undKörpern. Ein in der Museumswerkstatt konstruierterHarmonograf zeichnetLissajous-Figuren auf Papier. In einemKreiskegel lassen sichKegelschnittkurven entdecken. EineSeifenhaut auf einem Drahtmodell bildet eineMinimalfläche, wie sie in der Architektur für Dachkonstruktionen genutzt wird. Die Ausstellung zeigt Beispiele fürplatonische undarchimedische Körper und lädt zum Puzzeln ein. MittelsPerspektive können räumliche Objekte in einer Bildebene anschaulich abgebildet werden. Welche Rolle der Blickwinkel dabei spielt, zeigen die Illusion eines„unwirklichen Dreiecks“,Anamorphosen und Modelle zur Reliefperspektive nachLudwig Burmester. Reliefperspektivische Darstellungen sind auch in denDioramen in anderen Bereichen des Museums zu sehen.Symmetrie lässt sich in der Natur, Architektur und Kunst finden. Viele Pflanzenteile, die meisten Tiere und Menschen sind äußerlich betrachtet annähernd spiegelsymmetrisch. Weitere Beispiele sind Kristalle, Wendeltreppen und Fliesenmuster. Die Ausstellung zeigt und erklärtParkettierungen und deren Eigenschaften. An der Wand ist einePenrose-Parkettierung zu sehen, die ein quasi-periodisches Muster bildet.[86]
Der Themencluster „Mensch und Umwelt“ umfasst die Bereiche Gesundheit, Landwirtschaft und Ernährung, Pharmazie, Technisches Spielzeug und Umwelt. Die neu konzipierten AusstellungenGesundheit[87] sowieLandwirtschaft und Ernährung[88] im fertiggestellten ersten Sanierungsabschnitt des Sammlungsbaus wurden am 8. Juli 2022 eröffnet.
Der Themencluster „Naturwissenschaften“ umfasst die Bereiche Akademiesammlung, Astronomie mit Planetarium, Atomphysik, Chemie, Geodäsie, Geophysik, Life Sciences, Maß und Gewicht, Musikinstrumente, Optik, Physik und Zeitmessung. Die AusstellungenAtomphysik,[89]Chemie,[90]Klassische Optik[91] undMusikinstrumente[92] wurden am 8. Juli 2022 in neu konzipierter Form im fertiggestellten ersten Sanierungsabschnitt des Sammlungsbaus eröffnet. Auch dasFoucault’sche Pendel im Museumsturm ist seit diesem Datum wieder zugänglich. Der für den zweiten Modernisierungabschnitt geplante AusstellungsteilLicht und Materie ist vom 19. Juni 2024 bis Ende 2025 als Sonderausstellung zu sehen.[93]
Periodensystem der Elemente in derChemie-Ausstellung
ImPeriodensystem der Elemente sind vielechemische Elemente in Reinform zu sehen. Mittels Medienstation und LED-Wand lässt sich das Ordnungsprinzip erkunden. Mitchemischer Bindung,Struktur undReaktion werden weitere Grundlagen erklärt. Themeninseln veranschaulichen beispielhaft die Rolle derChemie in unterschiedlichen Lebensbereichen. In unserem Körper bewirken chemische Reaktionen das Sehen mitSehzellen imAuge, die Reizleitung imNervensystem und den Sauerstofftransport imBlut. Im Haushalt sorgenSeife undTenside inWasch- undReinigungsmitteln für Sauberkeit. Schautafeln und eine Medienstation erläutern die Rolle der Chemie inLebensmitteln und deren Zubereitung. In der Landwirtschaft steigernDüngemittel undPestizide die Erträge und verändern unserÖkosystem. Ein historischer Versuchsaufbau veranschaulicht dasHaber-Bosch-Verfahren, mit dem seit Anfang des 20. JahrhundertsAmmoniak als Grundstoff fürStickstoffdünger hergestellt wird.Kartoffelkäfer undBlattläuse weisen auf das ThemaPflanzenschutz hin. Am Beispiel Sportausrüstung werden Aufbau und Eigenschaften vonKunststoffen undChemiefasern erklärt und den früher verwendeten Naturmaterialien gegenübergestellt. In Dioramen dargestellte Szenarien zeigen, wie Methoden derchemischen Analyse, beispielsweiseChemolumineszenz,Röntgenfluoreszenz und verschiedeneSpektroskopieverfahren, bei der Klärung von Kriminalfällen helfen können. Auf demHahn-Meitner-Straßmann-Tisch ist eine Zusammenstellung der Versuchsanordnung zu sehen, mit der 1938 dieKernspaltung entdeckt wurde.Kalkstein wird schon seit Jahrtausenden als Baumaterial verwendet; die Ausstellung zeigt, wie durch BrennenKalkmörtel oderZement alsBindemittel für dieBetonherstellung entsteht.Batterien undAkkumulatoren werden als Zukunftsthemen betrachtet, ebenso wieSeltene Erden und deren Verwendung sowieWasserstoff als Energieträger. Ein Funktionsmodell demonstriert, wie Wasser durchElektrolyse zerlegt wird und durch „kalte Verbrennung“ in einerBrennstoffzelle wieder elektrische Energie entsteht. Um einen Reaktionskessel, der dieChemieindustrie symbolisiert, werden Fragen zur Nutzungfossiler Rohstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas gestellt und mögliche Alternativen aufgezeigt. Im Hörsaal des Laborbereichs finden täglich Vorführungen mit wechselnden Themen statt. Eigene Experimente können bei Workshops im Besucherlabor oder an Experimentierstationen durchgeführt werden. Der AusstellungsbereichHistorische Chemie gibt Einblicke in einalchemistisches Laboratorium mit Öfen und Destillationsapparaturen, ein Laboratorium zur ZeitLavoisiers im 18. Jahrhundert undJustus von Liebigs Studentenlabor Mitte des 19. Jahrhunderts in München.
Bereits im Eröffnungsjahr 1925 hing einFoucaultsches Pendel im Museumsturm. Mit diesem einfachen Experiment führte der PhysikerLéon Foucault 1851 im PariserPanthéon den Nachweis derErdrotation vor. Im Museum machen Kegelreihe und Klangplatte die Erddrehung sicht- und hörbar. Als weiteres Exponat ist eine mehr als fünf Tonnen schwere Bleikugel zu sehen, mit derPhilipp von Jolly 1879/1880 die Dichte der Erde bestimmte.[94]
Schatzkammer optischer Instrumente in der AusstellungKlassische Optik
Der erste Teil derOptik-Ausstellung befasst sich mitgeometrischer Optik undWellenoptik. Drei Dioramen, in denen die Beobachtung des Phänomens derCamera obscura in der griechischen Antike, im arabischen Mittelalter und der europäischen Neuzeit um 1600 dargestellt wird, veranschaulichen die Optikgeschichte in verschiedenen Zeitaltern und Kulturen. In derSchatzkammer sind rund 200 Objekte aus der Museumssammlung zu sehen, die die Entwicklung optischer Instrumente bis zum frühen 20. Jahrhundert repräsentieren. Die Ausstellung zeigtMikroskope verschiedener Bauformen und Herstellungszeit seit dem 17. Jahrhundert und einen Nachbau des 1933 vonErnst Ruska vorgestelltenElektronenmikroskops. Zu den optischen Messinstrumenten zählenPhotometer,Polarisationsapparate,Refraktometer und einMach-Zehnder-Interferometer.Prismen- undGitterspektralapparate wurden in der Chemie und Astronomie eingesetzt. Bei denTeleskopen finden sichLinsenfernrohre der Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelten und vonGalileo Galilei verbesserten Bauart,Keplersche Fernrohre sowieSpiegelteleskope, darunter ein Nachbau desNewton-Teleskops von 1668. Neben optischen Bauteilen und Apparaten sind auch Kuriosa wie ein „Lerchenspiegel“ zur Vogeljagd ausgestellt. Die Funktion vieler Exponate lässt sich imExperimentierbereich erkunden. Wie derBrennpunkt einessphärischen Spiegels wirkt, kann am Zugang zur Ausstellung beobachtet werden. Experimente zur geometrischen Optik zeigen die Wirkung verschiedenerLinsen,Brechung undReflexion. Funktionsmodelle demonstrieren die Anwendung im Mikroskop und Fernrohr. Im Bereich Wellenoptik lassen sichfarbige Schatten werfen undRegenbogen erzeugen. Experimente zeigen, wie aus weißem Licht durchDispersion imPrisma,Transmission undAbsorption farbiges Licht entsteht. Versuche mit Wasserwellen demonstrieren Phänomene, die auch bei der Überlagerung vonLichtwellen auftreten. An weiteren Stationen könnenBeugung,Streuung,Polarisation undInterferenz beobachtet werden. Ein Versuchsaufbau veranschaulicht die Entstehung einesHologramms. ImMikroskopischen Theater werden bei Vorführungen mitLichtmikroskopen und einemRasterelektronenmikroskop Organismen und Materialien untersucht und Aufnahmen gezeigt.[95]
Die Ausstellungen im Themencluster „Verkehr, Mobilität, Transport“, die den Landverkehr betreffen (unter anderem Automobile und Eisenbahn) befinden sich seit dessen Eröffnung im Verkehrszentrum auf der Münchner Theresienhöhe. Die AusstellungenBrücken und Wasserbau,Historische Luftfahrt,[98]Moderne Luftfahrt[99] sowieRaumfahrt[100] und die gleichfalls neu konzipierteModellbahn[101] befinden sich auf der Münchner Museumsinsel, wo diese seit dem 8. Juli 2022 in überarbeiteter Form besichtigt werden können.
Eine begehbare, 27 Meter langeHängebrücke aus Stahl und Glas führt über die Ausstellungsfläche. Die Bauweise der einseitig gestützten Kreisringträgerbrücke wird an Demonstrationsmodellen und einer Medienstation erklärt. Ein fünf Meter hoherTensegrity-Turm erhält seine Stabilität durch das Zusammenwirken vonDruck- undZugkräften, die auch für die Konstruktion vonBrücken bestimmend sind. Die Ausstellung gliedert sich nach denTragwerkstypen in die Bereiche Balkenbrücken,Bogenbrücken und seilverspannte Brücken. In jedem Bereich sind Modelle realer Brücken unterschiedlicherBauformen,Baustoffe und Entstehungszeiten zu sehen. Zu den Balkenbrücken zählt auch ein Demonstrationsobjekt ausCarbonbeton undInfraleichtbeton.Kohlenstofffasern stattBewehrungsstahl verhindernKorrosion und reduzieren den Materialeinsatz und die damit verbundenenCO2-Emissionen. VerschiedeneVerfahren des Brückenbaus werden ebenfalls in Modellen dargestellt, beispielsweise der Bau derNormandiebrücke über dieSeinemündung, der bei Fertigstellung 1995 größtenSchrägseilbrücke der Welt. Ein Filmdokument zeigt den Einsturz derTacoma-Narrows-Brücke im US-BundesstaatWashington im Jahr 1940. Die Ursache lässt sich in einemWindkanalversuch nachvollziehen.[102] Die Ausstellung zum ThemaWasserbau befasst sich mitWasserwirtschaft, Wasserstraßen und der Nutzung der Wasserkraft. Die ältestenWasserstraßen sind frei fließendeFlüsse. Modelle zeigen, wie Flüsse mitBuhnen,Wehren undSchleusenausgebaut werden. DieWasserkraft wurde zuerst inMühlen und Hammerwerken genutzt, seit Ende des 19. Jahrhunderts auch inWasserkraftwerken. Ein Diorama zeigt den Bau desSpeicherkraftwerks Kaprun in den 1950er Jahren.
DieModellbahn auf 44 Quadratmetern Fläche im Maßstab1:87 stelltBahnhof und Umland der fiktiven StadtWernmünden am Main Mitte der 1990er Jahre dar. Um die Aufmerksamkeit der Betrachtenden auf das Verkehrsgeschehen zu lenken, sind Landschaft und Gebäude in neutralem Weiß gehalten. Auf rund 750 MeternGleisen, von denen nur etwa ein Viertel sichtbar sind, fahrenZüge imPersonennah- undFernverkehr,Güter- undRangierverkehr sowie eineZahnradbahn und eineWaldbahn. ImStadtverkehr sindTrambahn,Busse und weitereStraßenfahrzeuge unterwegs. Bei den mehrmals täglich stattfindenden Vorführungen wird ein auf 20 Minuten verkürzter Tagesablauf gezeigt. Kameras und ein Fenster an der Stirnseite geben Einblicke ins Innere der Anlage mitGleiswendel undSchattenbahnhöfen.[103]
DieRaumfahrt-Ausstellung ist als Dunkelausstellung konzipiert. Bei einer Fahrt mit dem virtuellen „Atmosphären-Fahrstuhl“ werden physikalische Parameter undWetterphänomene erklärt. Experimente veranschaulichen die Grundlagen derRaketentechnik. Ausgestellt sind ein Nachbau vonRobert Goddards erster flugfähigerFlüssigkeitsrakete undMax Valiers RaketenschlittenRAK BOB 2 und Raketenwagen Rak. 7. In den 1930er Jahren übernahm dasHeereswaffenamt die deutsche Raketenforschung. Unter Leitung vonWernher von Braun wurde inPeenemünde dasAggregat 4 entwickelt, besser bekannt als „Vergeltungswaffe“ V2. In der Ausstellung sind Antriebstechnik und Steuerungselemente zu sehen. Exponate und Schnittmodelle zeigen die weitere Entwicklung derRaketenantriebe bis zumVulcain-Triebwerk, dem Hauptantrieb derAriane-5-Trägerrakete. Eine Zeitleiste dokumentiert denWettlauf im All vomSputnikschock bis zur internationalen Kooperation beim Bau und Betrieb derRaumstationISS. Zurbemannten Raumfahrt sind der Nachbau einerMercury-Raumkapsel, ein Diorama derApollo-15-Mondlandemission und ein originalgroßer Nachbau desMondfahrzeugs sowie eine Reihe vonRaumanzügen und Ausrüstung derRaumfahrer zu sehen.Spacelab war ein wiederverwendbares Forschungslabor, das in der Ladebucht einesSpace Shuttle transportiert wurde.Satelliten sind künstliche Flugkörper, die die Erde umrunden.Raumsonden verlassen den Anziehungsbereich der Erde, um weit entfernte Himmelskörper zu erforschen. Mit Medienstation, Schautafeln und Komponenten werdenSatellitenbahnen,Lageregelung,Energieversorgung,Wärmehaushalt, Datenspeicherung und Kommunikation erklärt. In der Ausstellung sind Modelle, Prototypen und Nachbauten von Forschungs-,Nachrichten- undFernerkundungssatelliten sowie Sonden zu sehen. Das Originalexponat ASTRO-SPAS wurde viermal von einem Space Shuttle in der Erdumlaufbahn ausgesetzt und wieder eingefangen; das mitgeführte InfrarotteleskopCRISTA diente der Ozon- und Klimaforschung. An einer Empfangsstation und auf einem virtuellen Globus werden aufbereitete Satellitendaten verschiedenerWettersatelliten gezeigt.[105]
Der Themencluster „Werkstoffe, Energie, Produktion“ umfasst die Bereiche Bergbau, Glastechnik, Keramik, Kraftmaschinen, Maschinenelemente, Metalle, Metallbearbeitung, Neue Energietechnik, Papiertechnik, Starkstromtechnik, Robotik sowie Textiltechnik. Seit dem 8. Juli 2022 sind im fertiggestellten ersten Sanierungsabschnitt des Sammlungsbaus die neu konzipierten AusstellungenEnergie – Motoren[106] sowieRobotik[107] zugänglich.
Von der Maschinenfabrik Augsburg im Jahr 1897 hergestellter stationärer Dieselmotor, Prototyp 25/40-B, als Teil der AusstellungEnergie – Motoren
Die Ausstellung befasst sich mitMotoren als Antriebsmaschinen und derEnergiegewinnung aus Wind- und Wasserkraft. Als Alternative zu den aufwendig zu betreibendenDampfmaschinen wurden ab 1860 die ersten stationärenGasmotoren gebaut. Ausgestellt sind einLenoir-Motor und der 1867 vonNicolaus August Otto undEugen Langen vorgestellteFlugkolbenmotor. DerOttomotor von 1876 war der erste in großen Stückzahlen gebauteViertaktmotor.Gottlieb Daimler undWilhelm Maybach entwickelten 1885 einen schnelllaufenden Einzylinder-Viertaktmotor für den Einbau in Fahrzeugen. Der„Standuhr“ genannte Motor ist imMotorenregal zu finden, in dem zahlreiche Exponate die Entwicklungsgeschichte derVerbrennungsmotoren dokumentieren. Ab 1893 experimentierteRudolf Diesel mit einer Verbrennungsmaschine, die durch Kompression der Luft undSelbstzündung desKraftstoffs den Wirkungsgrad deutlich steigern sollte. Der Prototyp des erstenDieselmotors steht im Zentrum der Halle. DieHeißluftmaschine, bekannt alsStirlingmotor, arbeitet mit äußerer Wärmezufuhr; die Ausstellung erläutert das Funktionsprinzip und zeigt Anwendungsbeispiele.Gasturbinen werden vorwiegend in der Energieversorgung und als Flugzeugantrieb eingesetzt. An der zerlegten Turbine einerGasverdichterstation wird die Arbeitsweise erklärt. Modelle und Teile vonWindgeneratoren veranschaulichen die Nutzung derWindenergie. An der Decke aufgehängte Schnittteile eines 55 Meter langen Rotorblatts demonstrieren die Ausmaße einer mittelgroßen Onshore-Windkraftanlage.Wasserkraft kann auf verschiedene Weise genutzt werden – mitWellen- undGezeitenkraftwerken im Meer, mitLaufwasserkraftwerken an Flüssen und alsSpeicherkraftwerk zum Ausgleich vonLastspitzen. Die Ausstellung erläutert die Funktion und Bauformen vonWasserturbinen und deren Einsatzbereiche. An der Decke dreht sich ein originalgroßes Modell einerKaplan-Turbine, wie sie in Flusskraftwerken zum Einsatz kommt. DieErfinderwand zeigt eine Zeitleiste mit Persönlichkeiten und ihren Beiträgen zum ThemaEnergie.
Ältestes Exponat derRobotik-Ausstellung ist der „Predigende Mönch“, eine Automatenfigur aus dem 16. Jahrhundert. Mechanische Automaten können als Vorläufer heutigerRoboter betrachtet werden. Seit Anfang der 1960er Jahre kommenIndustrieroboter in der Automobilproduktion zum Einsatz. Ausgestellt ist unter anderem einPUMA des HerstellersUnimation. Am Beispiel einesLieferroboters und eines Saatroboters wirdautonomes Fahren erklärt. Andere Exponate sind für den Einsatz an schwer zugänglichen oder gefährlichen Orten bestimmt, darunter die militärische AufklärungsdrohneLUNA. Die ausgestelltenStaubsauger undFensterputzer sind schon in vielen Haushalten zu finden, ebensoSpielzeugroboter vom Bausatz bis zum künstlichen Haustier. HelpMate wurde als erster kommerziellerServiceroboter ab 1989 in Kliniken getestet. In der Ausstellung sind weitere Anwendungen in der Medizin und Pflege zu sehen, darunter elektronisch gesteuerteProthesen und die RobbeParo zur Unterstützung der Therapiedemenzkranker Menschen. Im Ausstellungsbereich Forschung wird die Entwicklung vom Telemanipulator der 1970er Jahre zum teilautonomen Roboter erklärt. Forschungsprojekte und Produkte demonstrieren Methoden der Fortbewegung, das Überwinden von Hindernissen und das Greifen von Gegenständen. ImDemolabor lassen sich einige Funktionen erkunden.Roboterfußball ist ein Testfeld um Orientierung, Bewegung, Strategie und Kooperation zu erproben. In der Ausstellung sindRoboCup-Teilnehmer verschiedener Ligen zu sehen. In Literatur und Film sind Roboter schon lange präsent, wie Figuren und Filmausschnitte zeigen. „Fingers“ war Gitarrist der RoboterbandCompressorhead. Er besteht überwiegend aus recyceltem Schrott und kann mit 78 pneumatischen FingernE-Gitarre spielen. In derHighlight Arena sollen zweihumanoide Roboter auf das Phänomen des „unheimlichen Tals“ (englischuncanny valley) aufmerksam machen.
Im Februar 2003 wurde im Untergeschoss der Luft- und Raumfahrthalle auf der Münchner Museumsinsel dasKinderreich eröffnet.[108] Dieses bietet für drei- bis achtjährige Kinder eine Vielzahl von Experimentier- und Mitmachstationen mit naturwissenschaftlich-technischem Bezug an, die optische, akustische oder mechanische Phänomene erfahrbar machen, so etwa ein Feuerwehrfahrzeug, einen Lichtspieltisch, eine Riesengitarre, Flaschenzüge, ein Pedalokopter und einen Wasserspielbereich mit Schleuse und Schöpfrad.[109]
Das Deutsche Museum zeigt seit 2006 im Sammlungsbau auf der Münchner Museumsinsel eine Dauerausstellung zum jährlich vergebenenDeutschen Zukunftspreis desBundespräsidenten für Technik und Innovation, mit dem Wissenschaftler geehrt werden, die hervorragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche sowie Software- oder Algorithmen-basierte Innovationen hervorgebracht haben.[110] Hierbei werden jeweils zehn der preisgekrönten Projekte im Hinblick auf wissenschaftliche Exzellenz und nachhaltige Wirkung der jeweiligen Innovation durch Projektinseln inszenatorisch präsentiert und die beteiligten Forscher als Vorbilder dargestellt.[111]
Folgende Ausstellungen und Museumsbereiche wurden im Zuge der Generalsanierung des Sammlungsbaus auf der Museumsinsel geschlossen:[112]
Akademiesammlung. Diese stellt die Gründungssammlung des Deutschen Museums dar und umfasst rund 2000 Objekte aus der mathematisch-physikalischen Sammlung derBayerischen Akademie der Wissenschaften, die 1905 an das Deutsche Museum übertragen wurden.[113]
Altamira-Höhle. Hierbei handelt es sich um eine detailgetreue Nachbildung der weltberühmten steinzeitlichen Deckenmalereien in der nordspanischen Altamira-Höhle.
Bergbau. Das im Untergeschoss und einer speziellen Unterkellerung im Ostteil des Sammlungsbaus befindliche Anschauungsbergwerk nahm am 7. Mai 1925 seinen Betrieb auf. Die Bergbau-Ausstellung umfasste realistische Inszenierungen verschiedener Bergwerksszenarien, war profilbildend für das Deutsche Museum und gehörte zu dessen beliebtesten Ausstellungen.[114] Der größte Teil der Bergbauausstellung stand als Teil der Erstausstattung des Sammlungsbaus von 1925 unterDenkmalschutz.[115] Im Zuge des zweiten Abschnittes der Sanierung des Sammlungsbaus ist der Ausbau der denkmalgeschützten Kulissen der Ausstellung vorgesehen.[116] Die Kosten für den denkmalgerechten Ausbau und Wiederaufbau der Bergbauausstellung wurden zunächst auf zehn Millionen Euro geschätzt.[117][118] Da aufgrund der erheblichen Kosten die Finanzierung des Wiederaufbaus der Bergbauausstellung Stand 2022 nicht gesichert war und die unter Denkmalschutz gestellte historische Ausstellung nach Auffassung der zuständigen Kuratoren fachliche und didaktische Defizite aufwiese, kam es 2022 zu erheblichen Konflikten zwischen dem Deutschen Museum und dembayerischen Landesamt für Denkmalpflege.[117][118][119] Zur Finanzierung des Wiederaufbaus sollte eineCrowdfunding-Kampagne gestartet werden.[120] Anfang 2023 wurde bekannt, dass im Rahmen eines Kompromisses mit dem bayerischen Landesamt für Denkmalpflege ein Großteil der Gesteinskulissen entsorgt werden dürfe, wodurch sich die Kosten für den Ausbau der Bergbauausstellung von sieben Millionen Euro um mehrere Millionen Euro reduzieren könnten.[119]
Ehrensaal. Der Ehrensaal wurde 1925 als „Tempel der Technik und Naturwissenschaft“ eröffnet. Insgesamt befinden sich 24Büsten mit Nobelpreisträgern und Ingenieuren an den Wänden, darunter als einzige Frau die KernphysikerinLise Meitner.[121][122]
Energietechnik. In der Abteilung wurden grundlegende Informationen aus dem Bereich der Energietechnik zumEnergieverbrauch, zurEnergieumwandlung und zur Energieverwendung geboten. Die verschiedenenPrimärenergien wurden dargestellt und besonders auf die Nutzung derSonnenenergie eingegangen. Die Möglichkeiten und Probleme derEnergiespeicherung wurden aufgezeigt. Im ThemenkomplexKernenergie werden die physikalischen Grundlagen derKernspaltung, der grundsätzliche Aufbau vonKernkraftwerken und Konzepte zur Gefahrenabwehr vorgestellt. Die beim Betrieb von Kernkraftwerken entstehende künstlicheRadioaktivität wurde mit anderen Formen der künstlichen und der natürlichen Radioaktivität verglichen und die verschiedenen Arten der Lagerung von radioaktiven Abfällen aufgezeigt.
Geodäsie. In der Abteilung wurden die Methoden der Geodäsie und deren Entwicklungen dargestellt, um dieErdoberfläche zu vermessen und die Gestalt derErde zu bestimmen. Bei denMessmethoden sah man Geräte, mit denen manLängen,Winkel undHöhen misst, um damit die Lage eines Ortes zu bestimmen. Auch Messungen mittelsAstronomie oderSatelliten wurden vorgestellt. Ein besonderer Bereich befasste sich mit demKataster, demGrundbuch und derFlurkarte. Auch auf die Methoden derIngenieurvermessung von Bauwerken, technischen Anlagen und sportlichen Leistungen wurde eingegangen. Schließlich wurden die unterschiedlichen Darstellungen der Erde mittelsGloben undLandkarten an Beispielen veranschaulicht. In dem BereichOrientierung mit Landkarte undKompass konnte man lernen, wie man sich damit in der Natur zurechtfindet.
Glastechnik. Die Abteilung gliederte sich in die vier Bereiche Glas als Werkstoff,Hohlglas,Flachglas undSpezialglas. Im ersten Teil wurden die Bestandteile, wichtige Eigenschaften des Glases und die geschichtliche Entwicklung der Glasherstellung in Modellen gezeigt. Die Herstellung von Hohlgläsern war von derGlasmacherpfeife bis zur modernen Massenherstellung zu sehen. Die Herstellung von Flachglas konnte man anhand der alten Techniken zur Herstellung aus Hohlglas und die Massenfertigung, die erst im 20. Jahrhundert erfunden wurde, kennenlernen. Die unterschiedlichen Grundstoffe und Eigenschaften von Spezialgläsern wurden an Beispielen aus den Anwendungsbereichen Optik, Elektrotechnik, Chemie und Pharmazie verdeutlicht.
Historische Luftfahrt bis 1918
Informatik. In dieser Abteilung wurden unter anderem ein Nachbau desZ3 sowie der originaleZ4 des ComputerpioniersKonrad Zuse präsentiert. Der Z3 gilt als erste vollständig programmierbare Rechenmaschine der Welt.
Schifffahrt, unter anderem mit dem ersten U-Boot der Kaiserlichen Deutschen Marine,U 1
Sonnenuhrengarten
Starkstromtechnik. Die Ausstellung befasste sich mit der Erzeugung, Verteilung und Anwendung der elektrischen Energie im großen Maßstab. Die Abteilung zeigte neben vielen Exponaten aus der Hochspannungstechnik u. a. den originalen Drehstrom-Generator vonFriedrich August Haselwander der ersten Hochspannungsübertragung von Lauffen am Neckar nach Frankfurt am Main (Klauenpolläufer) sowie das Original des ersten elektrischen Generators von Werner Siemens (dynamoelektrisches Prinzip). Mehrere Exponate verdeutlichten die Funktionsweise der elektrischen Maschinen, Gleich-, Wechsel- und Umrichter sowie demFreileitungsbau. In der Starkstromtechnik fand dreimal täglich auch die bei Museumsbesuchern beliebteste Vorführung der Hochspannungsanlage statt – die Besucher lernten hier das Verhalten von Wechselspannungen bis 300.000 Volt und Stoßspannungen bis 1,2 Millionen Volt kennen.
Noch vor der feierlichen Eröffnung des Museums-Neubaus am 7. Mai 1925 präsentierte das Museum ein Planetarium, das weltweit erste permanent betriebene moderneProjektionsplanetarium. Die technische Neuheit wurde am 21. Oktober 1923 offiziell vorgestellt und 1925 in Betrieb genommen.[134] Mittels optisch-mechanischer Lichtprojektion in eine Kuppel mit zehn Meter Durchmesser ist das Planetarium in der Lage, das Aussehen und die Bewegungen desFixsternhimmels, derPlaneten, derSonne und desMondes zu visualisieren. Den Auftrag hierfür erteilte Oskar von Miller im Jahr 1913 der FirmaCarl Zeiss. Gleich im ersten Jahr erlebte das Planetarium einen großen Andrang von Besuchern. DieMünchner Neuesten Nachrichten, Vorgängerzeitung der heutigenSüddeutschen Zeitung schrieben dazu im Januar 1924: „Wer Gelegenheit hatte, in der ersten Besuchswoche des Deutschen Museums den gewaltigen Andrang nach den Planetarien und die helle Begeisterung der Besucher zu beobachten, der mußte die Überzeugung gewinnen, daß hier ein Bildungsmittel von unschätzbarem Wert geschaffen ist.“[134] Anlässlich einer Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum des Planetariums im Jahr 2023 wies MuseumsdirektorWolfgang Heckl darauf hin, dass es inzwischen 4000 Projektionsplanetarien weltweit gibt. Der Kurator der Jubiläumsausstellung Christian Sicka meinte zum damaligen „Riesenerfolg“ des Planetariums, dass die Menschen es als eine „Erfindung wahrnahmen, die den Himmel auf Erden holte“.[134] Zum Jubiläum präsentiert das Museum ein Exponat aus dem Jahr 1925, den unter Federführung vonWalther Bauersfeld entwickelten Planetariumsprojektor Modell I der Firma Carl Zeiss, der bis 1960 im Planetarium eingesetzt wurde, in der dazu gehörenden Patentschrift wird er bezeichnet als „Vorrichtung zum Projizieren von Gestirnen auf eine kugelförmige Projektionswand“.[135][136] Das Planetarium selbst ist bis voraussichtlich 2028 sanierungsbedingt geschlossen.
Von 1993 bis 2005 gab es ein zweites Planetarium im privatisierten Forum der Technik im Kongressbau. Das Großplanetarium mit 20 Meter Kuppeldurchmesser und einem Zeiss Modell VII Sternenprojektor musste am 23. Februar 2005 wegen Insolvenz schließen.[137] Beim 2022 erstmals stattfindendenFestival der Zukunft wurde die Kuppel des Planetariums mit animierten Kunstwerken bespielt.[138]
Ab den 1960er Jahren wurden sogenannte Druckknopfexperimente, bei denen ausgelöst durch Betätigung eines Schalters („Druckknopf“) bestimmte Demonstrationen ablaufen, zum Markenzeichen des Deutschen Museums.[139] Das Deutsche Museum ist berühmt für seine hauseigenenWerkstätten unter anderem in für Ausstellungsbau und Ausstellungsgestaltung relevanten Bereichen wie Ausstellungsmalerei,Bildhauerei,Elektronik, Fahrzeugrestaurierung, Flugzeugrestaurierung oderModellbau.[140][141] Ebenfalls großer Berühmtheit erfreuen sich die zahlreichen Modelle undDioramen in den Ausstellungen.[142] Ab 1950 bis zuletzt 1996 schufGünter Voglsamer einen großen Teil der Wandgemälde und Dioramen.
In zahlreichen Abteilungen werden zu bestimmten Tageszeiten Führungen angeboten, an denen Besucher kostenlos und ohne Voranmeldung teilnehmen können.[143] Führungen für Schulklassen, Fachführungen und Führungen in Fremdsprachen können gebührenpflichtig auf Voranmeldung durchgeführt werden. Die Ausstellungen des Deutschen Museums können im PortalDeutsches Museum Digital virtuell erkundet werden, teilweise jedoch im Zustand vor der Modernisierung im Rahmen der Zukunftsinitiative.
Das Deutsche Museum bietet zahlreiche Live-Vorführungen und Demonstrationen an. So ist die Vorführung der Hochspannungsanlage im Erdgeschoss des Sammlungsbaus seit 1953 eine der populärsten Attraktionen des Deutschen Museums, die jedoch bis zur Fertigstellung des zweiten Sanierungsabschnittes des Sammlungsbaus (voraussichtlich 2028) nicht stattfinden kann. In dieser Vorführung werden spektakuläre Experimente gezeigt, wie etwa die Vorführung einesFaradayschen Käfigs, in dem ein Mensch Platz nimmt, oder Blitzeinschläge in ein Miniaturhaus.[144]
Um die Grundlagen des Rundfunks zu vermitteln, betreibt das Museum den eigenenMittelwellensender „Radio Eule“ auf 1500 kHz. Der Probebetrieb startete im Oktober 2018 in derLangen Nacht der Museen. Im Sommer 2019 wurde der provisorische Sender gegen einen leistungsstärkeren ausgetauscht.[145]
Schatzkammer Deutsches Museum – Giganten der Geschichte. (=Aus dem Leben – Die Reportage. Folge 80). Reportage, 30 Min., Buch und Regie: Andreas Dorner, Produktion: Südkino Filmproduktion,ServusTV. Erstausstrahlung: 10. August 2012.[146]
Deutsches Museum, München (=Museums-Check. Folge 80). Reportage, 30 Min., Moderation:Markus Brock, Produktion:3sat. Erstausstrahlung: 2. April 2023 (Online in derARD Mediathek. Video verfügbar bis 3. April 2028).[147]
Das Deutsche Museum – 120 Jahre Naturwissenschaft und Technik. (=Planet Wissen. Folge 829). 60 Min. Deutschland 2023 (Online in derARD Mediathek).[148]
Dirk Bühler:Building a Masterpiece of Concrete-Technology: The Deutsches Museum in Munich (1906–1911). In:Karl-Eugen Kurrer,Werner Lorenz, Volker Wetzk (Hrsg.):Proceedings of the Third International Congress on Construction History. Neunplus, Berlin 2009,ISBN 978-3-936033-31-1, S. 257–266 (PDF (PDF)).
Wolf Peter Fehlhammer (Hrsg.):Deutsches Museum. Geniale Erfindungen und Meisterwerke aus Naturwissenschaft und Technik. Prestel, München/Berlin 2003,ISBN 978-3-7913-2816-4.
Menso Folkerts (Hrsg.):Gemeinschaft der Forschungsinstitute für Naturwissenschafts- und Technikgeschichte am Deutschen Museum 1963–1988. Deutsches Museum, München 1988,ISBN 3-924183-10-4.
Bettina Gundler u. a. (Hrsg.):Unterwegs und mobil. Verkehrswelten im Museum. (=Beiträge zur Historischen Verkehrsforschung des Deutschen Museums. Sonderband). Campus, Frankfurt am Main 2006,ISBN 978-3-593-37251-8.
Ulf Hashagen, Oskar Blumtritt, Helmuth Trischler (Hrsg.):Circa 1903 – Artefakte in der Gründungszeit des Deutschen Museums. Deutsches Museum, München 2003,ISBN 978-3-924183-45-5.
Wolfgang M. Heckl (Hrsg.):Technik Welt Wandel. Die Sammlungen des Deutschen Museums. 3., überarbeitete und aktualisierte Neuauflage. Deutsches Museum, München 2014,ISBN 978-3-940396-41-9.
Helmut Hilz:Theatrum machinorum. Das technische Schaubuch der frühen Neuzeit. Deutsches Museum, München 2008,ISBN 978-3-940396-03-7.
Helmut Hilz:Die Bibliothek des Deutschen Museums. Geschichte – Sammlung – Bücherschätze. Deutsches Museum, München 2017,ISBN 978-3-940396-55-6.
Cornelia Kemp:Licht – Bild – Experiment. Franz von Kobell, Carl August Steinheil und die Erfindung der Fotografie in München. Wallstein Verlag, Göttingen 2024,ISBN 978-3-8353-5557-6. [mit einem einhundertseitigen Katalog der bildlichen und plastischen Arbeiten von Franz von Kobell und Carl August Steinheil in den Sammlungen des Deutschen Museums sowie aller dort erhaltenen wissenschaftlichen Instrumente in Verbindung zur Frühzeit der Fotografie in München]
Otto Mayr (Hrsg.):Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik. Beck, München 1990,ISBN 3-406-34104-7.
Otto Mayr:Wiederaufbau. Das Deutsche Museum 1945–1979. Abhandlungen und Berichte, Neue Folge, Band 18. Deutsches Museum, München 2003,ISBN 3-924183-89-9.
Sabine Pelgjer, Claudia Hellmann, Kathrin Mönch:Deutsches Museum. 19 neue Ausstellungen. 1. Auflage. Deutsches Museum, München 2022,ISBN 978-3-948808-07-5.
Elisabeth Vaupel, Stefan L. Wolff (Hrsg.):Das Deutsche Museum in der Zeit des Nationalsozialismus – Eine Bestandsaufnahme. Wallstein-Verlag, Göttingen 2010,ISBN 978-3-8353-0596-0.
↑Dirk Bühler:Museum aus gegossenem Stein – Betonbaugeschichte im Deutschen Museum. In: Wilhelm Füßl, Ulf Hashagen, Ulrich Kernbach, Helmuth Trischler (Hrsg.):Deutsches Museum Studies.Band1. Deutsches Museum Verlag, München 2015,ISBN 978-3-95645-650-3.
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↑Dominik Hutter: Neues Tor zum alten Blech. In: Süddeutsche Zeitung. 17. Mai 2010, abgerufen am 3. Juli 2022.
↑Ferdinand Werner:Der lange Weg zum neuen Bauen. Band 1:Beton: 43 Männer erfinden die Zukunft. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2016.ISBN 978-3-88462-372-5, S. 322–330:Walhalla der Technik – Das Deutsche Museum in München.
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