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Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)

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Deutsches ReichDeutsches Heer

Stander
desDeutschen Kaisers,
desObersten Kriegsherrn
Führung
Oberbefehlshaber
de jure:
Deutscher Kaiser (in Friedenszeiten mit Ausnahme derbayerischen,sächsischen undwürttembergischen Heereskontingente)
zuletzt:Wilhelm II.
Oberbefehlshaberde facto:bis 1914:Deutscher Kaiser
ab 1914: Chef desGeneralstabes des Feldheeres
zuletzt:
Paul von Hindenburg
Sitz des Hauptquartiers:Kaiserliches Hauptquartier in Berlin
1914/18:Großes Hauptquartier
Militärische Stärke
Aktive Soldaten:794.000
Stand: 1914
Wehrpflicht:SieheUnterkapitel
Wehrtauglichkeitsalter:Vollendetes 17. Lebensjahr
Anteil Soldaten an Gesamtbevölkerung:Zwischen 1 % (Jahr 1890) und 1,20 % (Jahr 1914)
Haushalt
Militärbudget:2.224 MillionenMark
Stand: 1914
Geschichte
Gründung:1871
Ablösung:19. Januar 1919(Friedensheer)
Schwarzes Kreuz (umgangssprachlich auchEisernes Kreuz) als Erkennungszeichen für Flugzeuge sowie Panzer aus dem Deutschen Reich und aus Österreich-Ungarn imErsten Weltkrieg
Die erste – von 1892 bis 1903 verwendete –Reichskriegsflagge

Deutsches Heer war die offizielle Bezeichnung derLandstreitkräfte desDeutschen Kaiserreiches von 1871 bis 1918. DieVerfassung des Deutschen Reiches verwendet daneben noch den Begriff „Reichsheer“ in Anlehnung an dasBundesheer desNorddeutschen Bundes.Oberbefehlshaber des deutschen Heeres war derdeutsche Kaiser. Die Truppenkontingente der deutschen Bundesstaaten standen aufgrund vonMilitärkonventionen unter preußischem Kommando oder waren inspreußische Heer eingegliedert. Ausnahmen waren dieBayerische Armee,Sächsische Armee undWürttembergische Armee. Die KönigreicheBayern,Sachsen undWürttemberg hatten sichbeim Beitritt zum Norddeutschen Bund sogenannteReservatrechte ausgehandelt oder entsprechende Regelungen mitPreußen vereinbart.

Die drei Armeen standen im Frieden unter dem Befehl ihres jeweiligen Landesherrn. Ihre Verwaltung unterstand eigenen Kriegsministerien. Das sächsische und das württembergische Heer bildeten jeweils ein in sich geschlossenesArmeekorps innerhalb des deutschen Heeres. Das bayerische Heer stellte drei eigene Armeekorps und stand bei der Nummerierung der Truppenteile außerhalb der Zählung des restlichen Heeres. Die Kontingente der kleineren deutschen Staaten bildeten in der Regel geschlossene Verbände innerhalb des preußischen Heeres. Württemberg stellte zu AusbildungszweckenOffiziere zum preußischen Heer ab. Neben Preußen mit derPreußischen Kriegsakademie verfügte lediglich Bayern noch über eine eigene Kriegsakademie, dieBayerische Kriegsakademie. Die Trennung nach Herkunftsstaaten wurde unter den Notwendigkeiten desErsten Weltkrieges zwar gelockert, aber nicht aufgegeben.

Der Kaiser hatte auch im Frieden das Recht, die Präsenzstärke festzulegen, dieGarnisonen zu bestimmen,Festungen anzulegen und für einheitliche Organisation und Formation, Bewaffnung und Kommando sowie Ausbildung der Mannschaften und Qualifikation der Offiziere zu sorgen. Das Militärbudget wurde durch die Parlamente der einzelnen Bundesstaaten festgelegt. Als Streitkräfte außerhalb des Heeres standen dieSchutztruppen derdeutschen Kolonien und Schutzgebiete und dieKaiserliche Marine einschließlich ihrer dreiSeebataillone unter direktem Oberbefehl des Kaisers und der Verwaltung des Reichs. Die 1913 aufgestelltenLuftstreitkräfte waren, abhängig von Verwendung bzw. Einsatzort, Teil des Heeres oder Teil der Marine. Nach derNiederlage im Ersten Weltkrieg diktierten die Siegermächteim Friedensvertrag von Versailles, dass Deutschland sein (bereits weitgehend demobilisiertes) Heer auf eine Friedensstärke von 100.000 Mann reduzieren musste. Aus den Resten der Streitkräfte und einigenFreikorps wurde dieReichswehr aufgestellt.

Übersicht

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Kaisermanöver imOdenwald im Jahr1888
Husaren derPreußischen Armee bzw. des deutschen Heeres bei einem Manöver im Jahr1912
Ausbildung und Exerzieren 1912 (Nachgestellt im Freilichtmuseum Roscheider Hof inKonz)

Das Heer war zusammen mit der Marine dem Kaiser unterstellt. Eine parlamentarische Kontrolle erfolgte durch die Bewilligung der finanziellen Mittel durch denReichstag. Die Grenzen derKommandogewalt waren allerdings kaum definiert, eine wirksame Kontrolle durch das Parlament war schwierig. Unterhalb des „obersten Kriegsherren“ (des Kaisers) existierten mit demMilitärkabinett, dempreußischen Kriegsministerium und demGeneralstab drei Institutionen, die zeitweise untereinander um Kompetenzen stritten. Insbesondere der Generalstab versuchte – bereits unterHelmuth Karl Bernhard von Moltke und späterAlfred von Waldersee –, Einfluss auch auf politische Entscheidungen zu nehmen. Dasselbe galt fürAlfred von Tirpitz in Marinefragen.[1]
Die enge Verbundenheit mit der Monarchie spiegelte sich im anfangs noch sehr starkadlig geprägtenOffizierskorps wider. Auch später behielt der Adel eine starke Stellung, insbesondere in den höheren Rängen. Allerdings stieg mit der Vergrößerung der Armee und Flotte auch dort der bürgerliche Anteil immer mehr an. Die Vorbildfunktion des Adels sorgte neben der inneren Sozialisation im Militär dafür, dass sich das Selbstverständnis der bürgerlichen Gruppe kaum von dem der adligen Offiziere unterschied. Zwischen 1848 und den 1860er Jahren hatte die Gesellschaft das Militär eher mit Misstrauen betrachtet. Dies änderte sich nach den Siegen in dendeutschen Einigungskriegen zwischen 1864 und 1871. Das Militär wurde zu einem Element des entstehenden Reichspatriotismus. Kritik am Militär galt als unziemlich.

Dennoch unterstützten die Parteien eine Vergrößerung der Armee nicht unbegrenzt. So erreichte diebewaffnete Macht erst 1890 mit einer Friedenspräsenzstärke von fast 490.000 Mann ihre von der Reichsverfassung vorgegebene Stärke von einem Prozent der Bevölkerung (Zum Vergleich: vor der Wiedervereinigung betrug der Anteil derBundeswehr rund 0,9 Prozent, der derBewaffneten Organe der DDR rund 1,5 Prozent der Bevölkerung. Heute liegt er im wiedervereinigten Deutschland bei nur noch 0,3 Prozent). In den folgenden Jahren wurden die Landstreitkräfte weiter verstärkt. Zwischen 1898 und 1911 forderte die kostspielige Flottenrüstung Einschränkungen beim Landheer. Bemerkenswert ist, dass sich in dieser Zeit der Generalstab selbst gegen einen Ausbau der Truppenstärke gewandt hatte, weil er eine Verstärkung des bürgerlichen zu Lasten des adligen Elements im Offizierskorps befürchtete.

In dieser Zeit entstand mit demSchlieffen-Plan das Konzept für einen möglichenZweifrontenkrieg gegenFrankreich undRussland unter Berücksichtigung einer TeilnahmeGroßbritanniens auf Seiten der Gegner. Nach 1911 wurde die Heeresrüstung intensiv vorangetrieben. Die für die Durchführung des Schlieffen-Planes notwendige Truppenstärke wurde dabei letztlich nicht erreicht. Das Heer gewann während des Kaiserreichs starkes gesellschaftliches Ansehen. Das Offizierskorps galt den tonangebenden Teilen der Bevölkerung als „Erster Stand im Staate“. Dessen Weltbild war dabei geprägt von der Treue zur Monarchie und der Verteidigung der Königsrechte, es war konservativ, antisozialistisch und grundsätzlich antiparlamentarisch geprägt. Der militärische Verhaltens- und Ehrenkodex wirkte weit in die Gesellschaft hinein. Auch für viele Bürger wurde der Status einesReserveoffiziers nunmehr zu einem erstrebenswerten Ziel.

Von Bedeutung war das Militär zweifellos auch für die innere Nationsbildung. Der gemeinsame Dienst verbesserte etwa die Integration der katholischen Bevölkerung in das mehrheitlich protestantische Reich. Selbst die Arbeiter blieben gegenüber der Ausstrahlung des Militärs nicht immun. Dabei spielte der langeWehrdienst von zwei bzw. drei Jahren bei der sogenannten „Schule der Nation“, als welche man die Armee zu sehen begann, eine prägende Rolle. Überall im Reich wurden die neuenKriegervereine zu Trägern militärischer Wertvorstellungen bzw. einer militaristisch geprägten Weltsicht. Welche Breitenwirkung diese Gruppen entfalteten, zeigt die Mitgliederzahl von 2,9 Millionen imKyffhäuserbund 1913. Der Bund war damit die stärkste Massenorganisation des Reiches. Die vom Staat geförderten Vereine sollten eine militärfromme, nationale und monarchische Gesinnung pflegen und die Mitglieder gegenüber der Sozialdemokratie immunisieren.[2][3]

Geschichte

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Das Deutsche Reich war der 1870 reformierteNorddeutsche Bund. Dessen Verfassung brachte die Vereinheitlichung der Streitkräfte durch Eingliederung der Truppen der kleineren Bündnisstaaten in die preußische Armee. Lediglich das Königreich Sachsen hatte sich beim Beitritt zum Norddeutschen Bund Sonderrechte für seine Armee vorbehalten können. Während desKrieges gegen Frankreich 1870/71 traten auch die süddeutschen Staaten, also die GroßherzogtümerBaden undHessen, sowie die Königreiche Bayern und Württemberg, dem Norddeutschen Bund bei.

Die Königreiche Württemberg und Bayern behielten sich aber einigeReservatrechte vor, zu denen auch die Beibehaltung einer eigenen Heeresorganisation gehörte. Erst im Bündnisfall, also im Krieg, erfolgte die Unterstellung der bayerischen Truppen, während die württembergischen und sächsischen Truppen schon im Frieden dem Großen Generalstab unterstellt waren. Die Verwaltung derwürttembergischen und sächsischen Truppen erfolgte jedoch von Kriegsministerien inStuttgart und Dresden aus. Dieses Nebeneinander war zu Beginn des Ersten Weltkrieges Ursache für organisatorische Schwierigkeiten, da die Kriegsministerien in Berlin, Stuttgart, München und Dresden ihrBeschaffungswesen nicht koordiniert hatten und die Ausrüstung der einzelnen Armeen teilweise erheblich voneinander abwich. Deshalb wurde am 22. Dezember 1917 derNormenausschuss der deutschen Industrie gegründet (seit 1975Deutsches Institut für Normung (DIN); die von ihm erarbeiteten Normen heißenDIN-Norm).

Rechtliche Grundlagen

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Die Grundzüge für die Stärke und Organisation des Deutschen Heeres waren insbesondere festgelegt durch:

  1. die Reichsverfassung vom 16. April 1871[4]
  2. den Bündnisvertrag zwischen dem Norddeutschen Bund und Bayern vom 23. November 1870[5]
  3. die Militärkonvention zwischen dem Norddeutschen Bund und Württemberg vom 21./25. November 1870[6]
  4. dieMilitärkonvention zwischen Preußen und Sachsen vom 7. Februar 1867
  5. die Konventionen zwischen Preußen und den sonstigen Bundesstaaten
  6. das Reichsmilitärgesetz vom 2. Mai 1874[7]
  7. die Gesetze betreffend die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres.[8]

Führungsprinzipien

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Erste SeiteAus den Verordnungen für die höheren Truppenführer vom 24. Juni 1869 vonHelmuth von Moltke

Der israelische MilitärhistorikerMartin van Creveld bemerkte hierzu in seinem BuchKampfkraft: „Im Gegensatz zu den weitverbreiteten Klischees vom ‚Kadavergehorsam‘ und der ‚preußischen Disziplin‘ hatte das deutsche Heer spätestens seit der Zeit desälteren Moltke immer die entscheidende Bedeutung der Eigeninitiative und Eigenverantwortlichkeit, selbst auf der untersten Ebene, betont“. Bereits seitFriedrich II. wurden die Offiziere konsequent zu selbständigem Handeln erzogen. Ein Ausspruch Friedrichs II. hierzu:

„Ich habe ihn zum General gemacht, damit er weiß, wann er ungehorsam sein muß.“

Als Beispiel für die Auslegung preußischen Gehorsams kann eine Begebenheit aus derSchlacht von Zorndorf herangezogen werden.Friedrich Wilhelm von Seydlitz verweigerte mehrmals den Befehl des Königs, mit seinenKavallerieeinheiten in die Schlacht einzugreifen, obwohl ihm gedroht wurde „er hafte mit seinem Kopf für den Ausgang der Schlacht“. Seydlitz griff erst dann an, als er durch einen Angriff in die Flanke die maximale Wirkung erzielen konnte. Dies trug zum siegreichen Ausgang der Schlacht maßgeblich bei. Seydlitz gehorchte dem Befehl seines Königs nicht dem Wort nach, sondern nach dem Sinn.

Eine beschleunigte Entwicklung setzte in Preußen ab 1806 ein, ab 1888 wurde dieAuftragstaktik mit dem „Exerzierreglement für die Infanterie“ verbindlich für die preußische Armee und wurde durch die anderen deutschen Armeen übernommen und später durch dieReichswehr weiter ausgebaut. Weitere Elemente waren die Grundsätze wie beispielsweise des „Führens von vorne“. Auch hier war einegroße Selbständigkeit und Verantwortungsbewußtsein der Soldaten Voraussetzung. Der höheren Flexibilität und Reaktionsmöglichkeiten standen hier die Gefahr des Abgeschnittenwerdens des Führers und die hohe Zahl von Offiziersverlusten gegenüber. Trotz dieses Risikos war es ein fester Grundsatz im deutschen Heer.

Ein weiterer Grundsatz aus dem Exerzierreglement von 1888: „Unterlassen belastet schwerer als ein Fehlgreifen in der Wahl der Mittel“. Dahinter verbarg sich die Erkenntnis, dass zögerliches und abwartendes Verhalten im Zweifel immer schlimmer sind als ein, vielleicht auch nicht optimales, Handeln. Die preußischen bzw. deutschen Soldaten wurden dazu erzogen, mit allen Mitteln die Initiative zu behalten. Eine englische Studie nach demDeutsch-Französischen Krieg urteilte wie folgt: „Nirgends werden Unabhängigkeit des Urteils und Freiheit des Wollens, vomKommandierenden General bis zumUnteroffizier, so gepflegt und gefördert wie in der deutschen Armee“. Verantwortungsfreude galt als wichtigste Führereigenschaft in der preußischen bzw. deutschen Armee, verpönt war das Abschieben von Verantwortung.

DerSPD-Abgeordnete im württembergischen Landtag Hermann Mattutat schrieb 1914 in denSozialistischen Monatsheften: „Die heutige Art der Kriegführung unterscheidet sich ganz gewaltig von derjenigen früherer Zeiten. Vor allem werden an die Persönlichkeit der Offiziere wie der Soldaten ganz beträchtliche Anforderungen gestellt. Ein Kadavergehorsam würde vollständig versagen, da er ohne fortgesetzte Antreiberei und Beaufsichtigung zu keinerlei aktiven Handlungen befähigt. Stattdessen werdenheute von den Soldaten verlangt: Ausdauer, Selbständigkeit, gutes Orientierungsvermögen, schnelles Anpassen an die jeweilige Lage […] sowie weitgehende Initiative auch ohne Führung. Alles das sind Eigenschaften, die nur auf Grund einer sorgfältigen geistigen und körperlichen Ausbildung erworben werden können.“[9]

Derartige Führungsprinzipien hatten ihren Anteil an der evidenten operativen Überlegenheit der preußisch-deutschen Armeen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. DieBundeswehr und andere Streitkräfte werden bis heute nach diesem Beispiel geführt. Moderne Managementmethoden wie das Führen mit Zielen durch Treffen von Zielvereinbarungen sind auf diesen Grundsätzen aufgebaut.[10]

Gliederung

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Standorte der Armee-Inspektionen 1914
Divisionsstandorte
Brigadestandorte

In Friedenszeiten war die höchste Führungs-, Ausbildungs- und Verwaltungsebene dasArmee-Korps. Die Überwachung aller Maßnahmen der Armee-Korps oblag den Armee-Inspizienten, die in Vertretung des OberstenKriegsherrn ausschließlich Inspektionsrecht bis in die unterste Ebene, aber keinerlei Führungsaufgaben hatten. Insbesondere bei den jährlichen Manövern traten die Armee-Inspizienten in Erscheinung. Dafür wurde das Heer inArmee-Inspektionen mit zugeteilten Armee-Korps gegliedert. Ursprünglich waren fünf Inspektionen, 1914 dann acht Inspektionen vorhanden. Im Kriegsfall wurden diese Inspektionen inArmeen umgegliedert.[11] Der Stab bestand aus dem Armee-Inspizienten, einem Generalstabsoffizier sowie gegebenenfalls aus einem Adjutanten und einem weiteren Offizier; der Sitz war am jeweiligen Wohnort des Armee-Inspizienten. Daneben existierten noch die General-Inspektionen und Inspektionen derWaffengattungen. Sie hatten sich um waffengattungsspezifische Angelegenheiten (Ausrüstung, Remontierung etc.) zu kümmern.

InspektionStandortinspizierte Armeekorps
I. Armee-InspektionHannover,
ab 1900Berlin,
ab 1914Danzig
1871: I. Armee-Korps, II. Armee-Korps, IX. Armee-Korps, X. Armee-Korps
ab 1906: I. Armee-Korps, II. Armee-Korps, IX. Armee-Korps, X. Armee-Korps, XVII. Armee-Korps
ab 1914: I. Armee-Korps, XVII. Armee-Korps, XX. Armee-Korps
II. Armee-InspektionDresden,
ab 1906Meiningen,
ab 1914 Berlin
1871: V. Armee-Korps, VI. Armee-Korps, XII. Armee-Korps
ab 1906: V. Armee-Korps, VI. Armee-Korps, XII. Armee-Korps, XIX.Armee-Korps
ab 1914: Garde-Korps, XII. (1. Kgl. Sächsisches) Armee-Korps, XIX. (2. Kgl. Sächsisches) Armee-Korps
III. Armee-InspektionDarmstadt,
ab 1906Hannover
1871: VII. Armee-Korps, VIII. Armee-Korps, XI. Armee-Korps
ab 1906: VII. Armee-Korps, VIII. Armee-Korps, XI. Armee-Korps, XIII. Armee-Korps, XVIII. Armee-Korps
ab 1914: VII. Armee-Korps, IX. Armee-Korps, X. Armee-Korps
IV. Armee-InspektionBerlin,
ab 1906München
1871: III. Armee-Korps, IV. Armee-Korps
zugeteilt I. Bayerisches Armee-Korps, II. Bayerisches Armee-Korps
ab 1906: III. Armee-Korps, IV. Armee-Korps
zugeteilt I. Bayerisches Armee-Korps, II. Bayerisches Armee-Korps
ab 1914: III. Armee-Korps
zugeteilt I. Bayerisches Armee-Korps, II. Bayerisches Armee-Korps, III. Bayerisches Armee-Korps
V. Armee-InspektionKarlsruhe1871: XIV. Armee-Korps, XV. Armee-Korps
ab 1906: XIV. Armee-Korps, XV. Armee-Korps, XVI. Armee-Korps
ab 1914: VIII. Armee-Korps, XIV. Armee-Korps, XV. Armee-Korps
ab 1908
VI. Armee-Inspektion
StuttgartIV. Armee-Korps, XI.Armee-Korps,XIII. (Kgl. Württembergisches) Armee-Korps
ab 1913
VII. Armee-Inspektion
SaarbrückenXVI. Armee-Korps, XVIII. Armee-Korps, XXI. Armee-Korps
ab 1914
VIII. Armee-Inspektion
BerlinII. Armee-Korps, V. Armee-Korps, VI. Armee-Korps

Daneben bestand ab 1898 dieGeneralinspektion der Kavallerie, der die Kavalleriebrigaden der Divisionen jedoch nicht unterstellt waren.

InspektionStandort
Generalinspektion der KavallerieBerlin
1. Kavallerie-InspektionKönigsberg
2. Kavallerie-InspektionStettin
3. Kavallerie-InspektionMünster
4. Kavallerie-InspektionSaarbrücken, 1900/02 in Potsdam
Deutsche Korpsbereiche 1914

Den 25 Armeekorps, davon drei bayerische mit separater Nummerierung, zwei sächsische und ein württembergisches, unterstanden in der Regel zweiDivisionen. Die Gesamtstärke eines Armeekorps betrug 1554 Offiziere, 43.317 Mann, 16.934 Pferde und 2933 Fahrzeuge. Die Divisionen umfassten in der Regel zweiInfanteriebrigaden zu je zweiRegimentern, eine Kavalleriebrigade zu zwei Kavallerie-Regimentern und eineFeldartilleriebrigade zu zwei Regimentern. Ein Infanterie-Regiment bestand normalerweise aus dreiBataillonen zu je vierKompanien, pro Regiment also zwölf Kompanien. Die Aufrüstung der Jahre 1912/1913 brachte für nahezu alle Regimenter die Aufstellung einer 13. (Maschinengewehr-)Kompanie.

Ein Kavallerie-Regiment bestand aus fünfEskadronen, in Bayern zum Teil nur aus vier Eskadronen. Daneben standen einem Armeekorps alsKorpstruppen ein bis zweiFußartillerieregimenter, einJägerbataillon, ein bis zweiPionierbataillone, einTrainbataillon sowie teilweise verschiedene weitere Verbände, wie beispielsweise ein Telegraphenbataillon, ein bis zwei Feldpionierkompanien, ein bis zwei Sanitätskompanien, Eisenbahnkompanien usw. zur Verfügung.

Ein Infanterieregiment hatte 1900 eine Friedensstärke von 69 Offizieren, 6 Ärzten, 1977 Unteroffizieren und Mannschaften sowie 6 Militärbeamten, insgesamt also 2058 Mann. Ein Kavallerieregiment kam auf 760 Mann und 702 Dienstpferde. Diese Stärke galt für Regimenter mit hohem Etat. Regimenter mit mittlerem oder niedrigerem Etat hatten eine geringere Stärke. Eine Infanteriekompanie mit hohem Etat hatte 5 Offiziere und 159 Unteroffiziere und Mannschaften, mit niedrigerem Etat 4 Offiziere und 141 Unteroffiziere und Mannschaften. Bei der Kavallerie bestanden im Frieden keine Korps, nur eine Division, dieGarde-Kavallerie-Division. Bei derMobilmachung zum Ersten Weltkrieg wurde die Kavallerie aufgeteilt inHeereskavallerie undDivisionskavallerie. Das Reichsheer umfasste 1914:[12]

Stäbe

  • 25 Generalkommandos
  • 50 Infanteriedivisionen und 1 Kavalleriedivision
  • 25 Landwehrinspektionen
  • 106 Infanterie-, 55 Kavallerie-, 50 Feldartillerie-, 7 Fußartillerie- und 2 Eisenbahn-Brigaden

Infanterie

  • 651 Infanteriebataillone in 217 Regimentern zu je drei Bataillonen
  • 18 Jäger- und Schützenbataillone
  • 233 MG-Kompanien, je eine für jedes Infanterieregiment und für 16 Jägerbataillone
  • 11 MG-Abteilungen für die bei Mobilisierung zu bildenden Kavalleriedivisionen
  • 15 Festungs-MG-Abteilungen
  • 9 Unteroffiziersschulen, 1 Lehr-Infanteriebataillon, 1 Infanterie-Schießschule, 1Gewehr-Prüfungskommission

Kavallerie

  • 547 Kavallerieeskadrons in 107 Regimentern zu je fünf und 3 Regimentern zu je vier Eskadrons

Feldartillerie

  • 600 fahrende und 33 reitende Feldartilleriebatterien in 100 Regimentern zu je zwei oder drei Abteilungen
  • Feldartillerie-Schießschule mit Feldartillerie-Lehrregiment zu 3 Abteilungen zu je 3 Batterien

Fußartillerie

  • 190 Fußartilleriebatterien in 24 Regimentern zu je zwei Bataillonen
  • 30 Bespannungsabteilungen der Fußartillerie
  • Fußartillerieschießschule mit Fußartillerie-Lehrregiment zu 2 Bataillonen, jedes Bataillon zu 4 Batterien und einer Bespannungsabt.

Pioniere

  • 35 Pionierbataillone mit 26 Scheinwerferzügen
  • 9 Kommandos der Pioniere für je zwei unterstellte Pionierbataillone

Verkehrstruppen

  • 8 Eisenbahnbataillone, 6 davon in 3 Regimentern zu je zwei Bataillonen, 2 selbstständig
  • 9 Telegrafenbataillone
  • 8 Festungs-Fernsprechkompanien
  • 5 Luftschifferbataillone
  • 5 Fliegerbataillone
  • 1 Kraftfahrbataillon
  • 1 (bayerisches) Luft- und Kraftfahrbataillon

Train

  • 25 Trainabteilungen zu je 4 Kompagnien

außerdem

  • 317 Bezirkskommandos

Entwicklung der Mannstärke des deutschen Heeres zu ausgewählten Zeitpunkten:[12]

Jahr18751888189118931899190219061908191119131914
Soldaten420.000487.000507.000580.000591.000605.000610.000613.000617.000663.000794.000

Truppengattungen

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1870 gab es noch die bisherigenklassischenTruppengattungenInfanterie,Kavallerie undArtillerie,Pioniere,Train. In der Folgezeit entstanden neue Waffengattungen: 1872 wurde die Artillerie in Feldartillerie undFußartillerie geteilt, 1875 wurde aus derPioniertruppe dasEisenbahnregiment, 1884 dieLuftschiffertruppe, 1899 dieTelegraphentruppe gegründet, die schließlich zusammen mit dem neu gegründeten Kraftfahrbataillon und den Fliegerbataillonen zu den „Verkehrstruppen“ als eigene Waffengattung zusammengeschlossen wurden.

Bewaffnung und Ausrüstung

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„DasNachrichtenwesen im Deutschen Heere“, Titel derIllustrirten Zeitung von 1918,signiertKarl Albrecht 18;
Nr. 3911 vom 13. Juni 1918,Kriegsnummer 202

Die Bewaffnung der Infanterie bestand aus demGewehr 88, späterGewehr 98, beide für die Patrone 7,92 × 57 mm; das Gewehr 88 bewährte sich nicht und wurde relativ schnell durch die leistungsfähigere Konstruktion des Gewehrs 98 ersetzt, dessen Nachfolger in der Karabiner-Version alsHauptordonnanzwaffeKarabiner 98k imZweiten Weltkrieg geführt wurde, und demSeitengewehr.Portepee-Unteroffiziere hatten den sogenanntenReichsrevolver und das Offizier-Seitengewehr.Jäger trugen statt des Seitengewehres einenHirschfänger. Hintergelagerte und spezialisierte Truppenteile zu Fuß wurden erst mit einer verkürzten Versionen des Gewehr 88 ausgerüstet, dies war das Gewehr 91.[13] Später wurde dieses durch eine verkürzte Versionen des Gewehr 98 ersetzte, dem Karabiner 98 Artillerie.[14] Um eine einheitliche kurze Waffe für berittene und unberittene Truppen zu schaffen, wurde mit dem Karabiner 98A ein Einheitskarabiner geschaffen. Da der Karabiner 98A wegen seines kurzen Laufes ein enormes Mündungsfeuer erzeugte, wurde mit dem Karabiner 98AZ eine verlängerte Version geschaffen.[15] Der Kar98AZ wurde vor allem bei den Sturmtruppen im Ersten Weltkrieg verwendet und später in der Reichswehr in Karabiner 98a (klein a) umbenannt.[16]

Bei der Kavallerie gab es statt desGewehres denKarabiner 88 bzw. Karabiner 98 Kavallerie undDegen, Portepee-Unteroffiziere trugen stattdessen den Offizierssäbel. Dazu wurde auch noch dieLanze geführt. Der Karabiner 88 war eine gekürzte Version des Gewehr 88 und erhielt, aufgrund seines Ganzschaftes den Namen Kommissionsstutzen.[17] Wegen der Probleme des 88-Systems wurde mit dem Karabiner 98 Kavallerie eine Karabinerversion des Gewehr 98 eingeführt.[18] Später wurde mit dem Karabiner 98A eine einheitliche kurze Version für Infanterie und Kavallerie geschaffen.[19]

Uniform

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Zwar wurden die unterschiedlichen Kontingente des Heeres nach der Reichsgründung sukzessive nach einheitlichen Vorgaben ausgestattet, doch folgte man bei Kopfbedeckung sowie Farbgebung und Schnitt dem Grundsatz der Vielfalt in der Einheitlichkeit. Unterscheidungsmerkmale waren:

Beispiele Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere:
  • Deutsche Aufschläge (nur in Sachsen)
    Deutsche Aufschläge (nur in Sachsen)
  • Brandenburgische Aufschläge, Garde, Mannschaften
    Brandenburgische Aufschläge, Garde, Mannschaften
  • Schwedische Aufschläge, Garde, Mannschaften
    Schwedische Aufschläge, Garde, Mannschaften
  • Schwedische Aufschläge mit weißen Knöpfen, Ärmellitzen Unteroffiziere
    Schwedische Aufschläge mit weißen Knöpfen, Ärmellitzen

    Unteroffiziere
  • Achselklappen Leib-Drag.Rgt Nr. 20 Bay.Inf.-Leib-Rgt Kürassier Rgt Nr. 2 Mannschaften
    Achselklappen
    Leib-Drag.Rgt Nr. 20
    Bay.Inf.-Leib-Rgt
    Kürassier Rgt Nr. 2

    Mannschaften
  • Achselklappen InfRgt Nr. 168[A 1] Füsilier Rgt Nr. 36 InfRgt Nr. 18 Mannschaften
    Achselklappen
    InfRgt Nr. 168[A 1]
    Füsilier Rgt Nr. 36
    InfRgt Nr. 18

    Mannschaften
  • v. l. n. r.: Achselklappe, Schulterstück, 2 Epauletten, Achselklappenletten Großherzogl. Badische Dragoner-Regimenter Nr. 21–22
    v. l. n. r.: Achselklappe, Schulterstück, 2 Epauletten, Achselklappenletten

    Großherzogl. Badische Dragoner-Regimenter Nr. 21–22
  • Epaulette, Schulterstück, Achselklappe Infanterieregiment König Wilhelm I. (6. württembergisches) Nr. 124
    Epaulette, Schulterstück, Achselklappe

    Infanterieregiment König Wilhelm I. (6. württembergisches) Nr. 124

Infanterie

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Zwei Soldaten der Kaiserlichen Armee im Ersten Weltkrieg. Koloriertes Familienfoto, aufgenommen in Niederschlesien (ca. 1914–1918).
Seconde-Leutnant des 1. Ostpreußischen Regiments Kronprinz, 2. Hälfte 19. Jh.

DerWaffenrock war einreihig mit acht Knöpfen. Die Hosen waren schwarz, im Sommer wurden auch weiße Hosen getragen. Stiefel waren die sogenannten„Knobelbecher“.Der Waffenrock der Infanterie war dunkelblau, der der Jäger und Schützen dunkelgrün. Als einziger Verband der Linieninfanterie trug dasSchützen-(Füsilier-)Regiment „Prinz Georg“ (Königlich Sächsisches) Nr. 108 grüne Waffenröcke. Die bayerische Infanterie und auch die Jäger trugen hellblaue Waffenröcke. DieMaschinengewehr-Abteilungen trugen graugrüne Waffenröcke. Der deutsche Soldat bekam einmal im Jahr eine neueUniform, insgesamt gab es bis zu fünf Garnituren. Die erste Garnitur wurde zurParade angelegt, die zweite als Ausgehuniform, die dritte und vierte Garnitur zum täglichen Dienst und die fünfte Garnitur, sofern vorhanden, lag für den Kriegsfall in der Kammer.

Die Kontingente der meisten deutschen Staaten waren bereits durch Militärkonventionen in der preußischen Armee aufgegangen oder ihr angegliedert und hatten nur noch kleineReservatrechte, so den Anspruch auf eigene Kokarden an den Kopfbedeckungen, der unterschiedlichen Helmzier und sonstige Unterscheidungsmerkmale. Zu welchem Kontingent ein Soldat gehörte, konnte an der Landeskokarde der Kopfbedeckung, den Ärmelaufschlägen und den Schulterklappen erkannt werden. Im Jahre 1914 existierten insgesamt 272 verschiedene Variationen in der Uniformierung. Es handelte sich dabei zum Teil nur um Kleinigkeiten (zum Beispiel hatte einzig das Hessische Leibgarde-Infanterie-Regiment Nr. 115 die Knopfleisten der Gardelitzen nicht in der Grundfarbe der Ärmelaufschläge, sondern in Weiß unterlegt).

Die fünf hessischen Infanterie-Regimenter trugen auf den Ärmelpatten nicht die Farbe ihres(XVIII.) Armeekorps, sondern jedesRegiment hatte eine andere Farbe, die jedoch eifersüchtig beachtet wurden. Die Landesfarben tauchten auch noch in anderen Bekleidungsstücken und Abzeichen auf, wie beispielsweiseSchulterstücken,Feldbinden,Portepees,Einjährigenschnüren und den Auszeichnungsknöpfen fürUnteroffiziere undGefreite.

Sachsen hatte insbesondere folgende Abweichungen: die Schulterklappen waren eckig, der Vorstoß an der Vorderseite des Rockes wurde um die unteren Schoßkanten des Rockes herumgeführt. Die grundsätzliche Kopfbedeckung war die bekannte „Pickelhaube“.Jäger, Schützen undMG-Abteilungen trugen einenTschako. Zur Parade die zwei preußischen Garderegimenter Grenadiermützen in altpreußischem Stil. Für manche Anzugarten war die Schirmmütze oder für Mannschaften auch das „Krätzchen“ (Mütze ohne Schirm) befohlen. Die Uniformen blieben bis zum Kriegsausbruch weitgehend unverändert. Ab 1897 wurde neben derLandeskokarde nun auch die Reichskokarde getragen.

1907 wurde versuchsweise die erstefeldgraue Uniform eingeführt, die nur im Kriegsfalle angelegt werden sollte, aber bereits seit 1909/1910 bei Manövern verwendet wurde. Bis zum Kriegsbeginn und während des Krieges erfuhr die feldgraue Uniform noch einige Änderungen; so wurde die Farbe beispielsweise eher graugrün, der Name „Feldgrau“ aber beibehalten. ImWeltkrieg wurde ausschließlich diese „feldgraue“ Uniform getragen, anfangs die „Pickelhaube“ mit Überzug, ab Mitte des Krieges wurde flächendeckend derStahlhelm M1916 eingeführt.

Kavallerie

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DieKürassiere trugen einenKoller aus weißemKirsey mit gleichfarbigem Kragen und Schulterklappen, je nach Regiment mit verschiedenfarbigen Ärmelaufschlägen, Borten, Vorstößen und Kragenpatten. Kopfbedeckung der Kürassiere war eine Pickelhaube mit metallener Glocke, deren Nackenschirm tief nach hinten gezogen war. Die Schweren Reiter, zu denen man die Kürassiere in Sachsen 1876 und in Bayern 1879 umgewandelt hatte, trugenkornblumenblaue Koller (Sachsen) bzw. Waffenröcke. Während die Sachsen den preußischen Kürassierhelm führten, trugen die Bayern den Lederhelm für Berittene.

DieUlanen trugen eine dunkelblaue (in Sachsen hellblaue, in Bayern dunkelgrüne)Ulanka mitEpauletten und je abzeichenfarbigen Kragen, Aufschlägen und Vorstößen. Als Kopfbedeckung wurde eineTschapka getragen. DieDragoner trugen einen kornblumenblauen (in Hessen: dunkelgrünen) Waffenrock mit abzeichenfarbigen Kragen, Aufschlägen und Schulterklappen. Helm für Berittene mit Spitze (ähnlich dem der Infanterie). Die Uniform der nur in Bayern vorhandenenChevaulegers ähnelte derjenigen der Ulanen, war jedoch dunkelgrün und hatte eckige Schulterklappen und lederne Pickelhauben.

DieHusaren trugen eineAttila in Regimentsfarben mit Schnurbesatz und Achselschnüren. Als Kopfbedeckung diente derKolpak. Einige Regimenter trugen dazuPelz. Die ab 1901 aufgestelltenJäger zu Pferde trugen Koller undWaffenrock aus graugrünem Tuch. Schulterklappen und Aufschläge waren hellgrün und mit farbigenPaspeln abgesetzt. Die Regimenter Nr. 1 bis Nr. 6 trugen geschwärzte Kürassierhelme und Kürassierstiefel. Bei den Regimentern Nr. 7 bis Nr. 13 waren nur die Offiziere so ausgestattet, die Unteroffiziere und Mannschaften dagegen mit Dragonerhelmen und Dragonerstiefeln ausgerüstet.

(Die Nachrüstung mit den Kürassierhelmen erfolgte erst 1915, bis dahin hatten diese Helme noch nicht zur Verfügung gestanden.) Für den Feldanzug wurden 1909 feldgraue Uniformen eingeführt, bei denen die abzeichenfarbigen Elemente meist nur mehr in der entsprechenden Farbe paspelliert waren. Einige neu aufgestellte Truppenteile wie das Husaren-Regiment Nr. 21 erhielten gar keine bunte Friedensuniform mehr. Die Jäger zu Pferde, die ja ohnehin bereits eine etwas grünlichere tarnfarbene Uniform hatten, behielten diese bei.

  • Husar des Husaren-Regiments v. Schill Nr. 4 Ohlau/Schlesien (Husar im Dienstanzug)
    Husar des Husaren-Regiments v. Schill Nr. 4 Ohlau/Schlesien (Husar im Dienstanzug)
  • Dragoner-Regiment Albrecht von Preußen Nr. 1 Tilsit/Ostpreußen (Rittmeister im Dienstanzug)
    Dragoner-Regiment Albrecht von Preußen Nr. 1 Tilsit/Ostpreußen (Rittmeister im Dienstanzug)
  • 3. Garde-Ulanen-Regiment Potsdam/Brandenburg (Ulan im Dienstanzug)
    3. Garde-Ulanen-Regiment Potsdam/Brandenburg (Ulan im Dienstanzug)
  • Kürassier-Regiment Königin Nr. 2 Pasewalk/Pommern (Leutnant im Dienstanzug)
    Kürassier-Regiment Königin Nr. 2 Pasewalk/Pommern (Leutnant im Dienstanzug)
  • Königs-Jäger zu Pferd Posen/Westpreußen (Rittmeister im Dienstanzug)
    Königs-Jäger zu Pferd Posen/Westpreußen (Rittmeister im Dienstanzug)
  • I. Schweres Reiter-Regiment/Bayern (Unteroffizier im Ausgehanzug)
    I. Schweres Reiter-Regiment/Bayern (Unteroffizier im Ausgehanzug)
  • Garde-Reiter-Regiment/Sachsen (Gardereiter im Paradeanzug)
    Garde-Reiter-Regiment/Sachsen (Gardereiter im Paradeanzug)
  • 8. Chevaulegers-Regiment/Bayern (Chevauleger im Reitanzug)
    8. Chevaulegers-Regiment/Bayern (Chevauleger im Reitanzug)

Artillerie, Train und Technische Truppen

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DieArtillerie trug einen dunkelblauen Waffenrock mit schwarzen Abzeichen. Statt der Helmspitze wurde zur Vermeidung von Verletzungen eine Kugel getragen, nur in Bayern trug man auch hier die Spitze. Die Soldaten desTrains hatten dunkelblaue Waffenröcke mit hellblauen Abzeichen und einenTschako. In Sachsen hatten Artillerie, Pioniere und Train dunkelgrüne Waffenröcke, die Abzeichen waren rot bzw. beim Train hellblau.Pioniere undEisenbahntruppen trugen die Uniform der Artillerie, jedoch mit weißen statt gelben Knöpfen.Flieger-, Luftschiffer- undTelegraphentruppe trugen die Uniform der Artillerie, jedoch statt des Helms den Tschako.

Feldzeichen

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  • Bad. Fußartillerie Regiment Nr. 14 in Straßburg (Rückseite)
    Bad. Fußartillerie Regiment Nr. 14 inStraßburg (Rückseite)
  • Badische Infanterie
  • Anhaltisches InfRgt Nr. 93
    Anhaltisches InfRgt Nr. 93
  • Kgl. Bayerische Truppenfahne (Vorderseite)
    Kgl. Bayerische Truppenfahne (Vorderseite)
  • Herzogl. Braunschweigisches InfRgt Nr. 92 (Vorderseite)
    Herzogl. Braunschweigisches InfRgt Nr. 92 (Vorderseite)
  • Großherzogl. Sächsisches InfRgt Nr. 94 (Rückseite)
    Großherzogl. Sächsisches InfRgt Nr. 94 (Rückseite)
  • Hessische Truppenfahne (Vorderseite)
    Hessische Truppenfahne (Vorderseite)
  • Mecklenburgische Truppenfahne
    Mecklenburgische Truppenfahne
  • Kgl. Sächsische Truppenfahne (Rückseite)
    Kgl. Sächsische Truppenfahne (Rückseite)
  • Kgl. Württembergische Truppenfahne
    Kgl. Württembergische Truppenfahne
  • Kgl. Preußische Garde (Vorderseite)
    Kgl. Preußische Garde (Vorderseite)
  • Kgl. Preußische Linieninfanterie (Vorderseite)
    Kgl. Preußische Linieninfanterie (Vorderseite)
  • Oldenburgische Truppenfahne
    Oldenburgische Truppenfahne

Dienstgrade

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Hauptartikel:Dienstgrade des Deutschen Heeres (Deutsches Kaiserreich)

Dienstgradgruppen

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Im Deutschen Heer gab es sechsDienstgradgruppen:

  1. Mannschaften (Gemeine)
  2. Unteroffiziere (mit und ohnePortepee)
  3. Subalternoffiziere,
  4. Hauptleute,
  5. Stabsoffiziere und
  6. Generale.
Siehe auch:Militärärzte der Preußischen Armee

DieDienstgrade der preußischen Armee bildeten die Grundlage für die Dienstgrade des Deutschen Heeres bis zur heutigenBundeswehr.

FußtruppenKavallerieArtillerieBeschreibung
Mannschaften
Grenadier, Füsilier, Jäger, Musketier, Gardist, Infanterist, Soldat, PionierDragoner, Husar, Jäger, Kürassier, Ulan, Reiter, ChevaulegerKanonier, FahrerKeine Befehlsgewalt. Der dienstgradlose Soldat wurde auchGemeiner genannt.
GefreiterGefreiterGefreiterDer Gefreite war der Stellvertreter des Korporals.
nicht vorhandennicht vorhandenObergefreiter /
Bombardier
Der Obergefreite ersetzte in der preußischen Fußartillerie 1859 die UnteroffizierschargeBombardier. Beide Ränge zeichneten gewöhnlich dieRichtschützen aus.
Unteroffiziere ohne Portepee
Unteroffizier /KorporalUnteroffizier / KorporalUnteroffizier / KorporalDer Korporal (ab 1856Unteroffizier) kommandierte eine bis zu 30 Mann starke „Korporalschaft“. Drei pro Kompanie. Bei den Jägern hieß der UnteroffizierOberjäger.
SergeantSergeantSergeantGleich dem Unteroffizier stand der Sergeant einer Korporalschaft vor.
Unteroffiziere mit Portepee
Vizefeldwebel/
Vice-Feldwebel
Vizewachtmeister/
Vice-Wachtmeister
Vizewachtmeister/
Vice-Wachtmeister
Der Rang wurde 1873 im gesamten Heer eingeführt. In Kompanien mit nicht mehr als zwei Offizieren fungierten Vizefeldwebel als Zugführer – eine Dienststellung, die allgemein einem Leutnant oder Oberleutnant oblag. Die Anrede seitens dienstgradniederer Soldaten war stetsFeldwebel bzw.Wachtmeister.
etatmäßigerFeldwebeletatmäßigerWachtmeisteretatmäßiger WachtmeisterHöchster Unteroffiziersrang. Der etatmäßige Feldwebel/Wachtmeister war mit den inneren Dienst und Verwaltungsaufgaben betraut („Spieß“ / „Mutter der Kompanie“) und arbeitete eng mit dem Kompanie- bzw. Batteriechef zusammen.
OffizierstellvertreterOffizierstellvertreterOffizierstellvertreterDie Dienststellung wurde 1887 geschaffen. Dazu konnten aktive Vizefeldwebel und Feldwebel nach mindestens vier Jahren tadelsfreier Führung ernannt werden. Im Ersten Weltkrieg wurden zwei Planstellen pro Kompanie eingerichtet. Nach dem Kriegsende oder bei einer Entlassung war die Rückstufung in den alten Dienstgrad vorgesehen. Anrede war stets „Vizefeldwebel“ (Ausnahme siehe oben) oder „Feldwebel“.
FähnrichFähnrichFähnrichOffiziersanwärter im Unteroffiziersrang.
Subalternoffiziere
FeldwebelleutnantFeldwebelleutnantFeldwebelleutnantSeit 1877 der unterste Offiziersdienstgrad. Der Feldwebelleutnant hatte zwar den Rang eines Leutnants inne, rangierte jedoch stets hinter dem Inhaber des „wirklichen“ Dienstgrads, da er keinOffizierspatent besaß. Zwitterstellung zwischen Unteroffizier undOffizier. Zur Beförderung vorgesehen waren die Unteroffiziere des Beurlaubtenstandes (Reserve), nicht aber die „aktiven“ (d. h. die Berufs-)Unteroffiziere, die – allerdings nur im Kriegsfall – zu regulären Offizieren aufsteigen konnten.
Leutnant / SecondelieutenantLeutnant / SecondelieutenantLeutnant /

Feuerwerksleutnant

Zugführer, Kontrolle des praktischen Dienstes und der Unteroffiziere.
Oberleutnant /

Premierlieutenant

Oberleutnant /

Premierlieutenant

Oberleutnant /

Feuerwerksoberleutnant

Stellvertreter des Hauptmanns, Zugführer, Kontrolle des praktischen Dienstes und der Unteroffiziere.
Hauptleute und Rittmeister
Hauptmann / KapitänRittmeisterHauptmann / KapitänKompaniechef bzw. Batteriechef
Stabsoffiziere
MajorMajorMajorBataillonskommandeur
OberstleutnantOberstleutnantOberstleutnantVertreter des Regimentskommandeurs
OberstOberstOberstKommandeur eines Regiments
Generäle
GeneralmajorGeneralmajorGeneralmajorFührer eines aus drei bis sechs taktischen Einheiten bestehenden Verbandes, Brigadekommandeur.
GeneralleutnantGeneralleutnantGeneralleutnantKommandeur eines Flügels bzw. einer Division, mit Anspruch auf die Anrede „Exzellenz“.
General der InfanterieGeneral der KavallerieGeneral der ArtillerieBefehlshaber eines Treffens (Teil einer in Schlachtordnung aufgestellten Armee, normalerweise zwei Treffen in einer Schlacht) bzw.Kommandierender General einesArmeekorps (größter militärischer Verband in Friedenszeiten). Mit Anspruch auf die Anrede „Exzellenz“.
GeneraloberstGeneraloberstGeneraloberstSeit 1854, Generaloberst war die Bezeichnung des höchsten regulär erreichbaren Generalsranges in der preußischen Armee. Oberbefehlshaber einerArmee (im Krieg) bzw. Inspekteur einer Armee-Inspektion (im Frieden). Mit Anspruch auf die Anrede „Exzellenz“.
Generaloberst (mit dem Rang als Generalfeldmarschall)Generaloberst (mit dem Rang als Generalfeldmarschall)Generaloberst (mit dem Rang als Generalfeldmarschall)Seit 1911, Verleihung ehrenhalber. Ersetzte den bis dahin verliehenen Titel „charakterisierter Generalfeldmarschall“. Mit Anspruch auf die Anrede „Exzellenz“.
GeneralfeldmarschallGeneralfeldmarschallGeneralfeldmarschallTitel für besondere Verdienste, z. B. eine gewonnene Schlacht, eine erstürmte Festung oder einen erfolgreichen Feldzug. Da ein Ehrentitel in Kriegszeiten, hatte ein Gfm. dieselben Befugnisse wie ein Generaloberst. Mit Anspruch auf die Anrede „Exzellenz“, auch „Herr Feldmarschall“.

Dienstgradabzeichen

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Mannschaften

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Die Gefreiten trugen an jeder Kragenseite einen Auszeichnungsknopf, den sogenannten Gefreitenknopf. Die Obergefreiten trugen an jeder Kragenseite den größeren Auszeichnungsknopf derFeldwebel undSergeanten außerdem dieSäbeltroddel der Unteroffiziere.

Unteroffiziere ohne Portepee

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Goldene oder silberneTresse am Kragen und den Aufschlägen des Waffenrocks. Säbeltroddel oderFaustriemen mit einem in der Landesfarbe gemischten Quast.

Epauletten und Achselstücke der Offiziere

DieSergeanten trugen dazu einen großen Auszeichnungsknopf.

Unteroffiziere mit Portepee

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Uniform wie Sergeanten.Feldwebel bzw.Wachtmeister undVizefeldwebel bzw. Vizewachtmeister trugen dazu das Offiziersseitengewehr (z. B. Degen, Säbel usw.) mit Portepee, Feldwebel bzw. Wachtmeister außerdem eine zweite Metalltresse über den Ärmelaufschlägen („Kolbenringe“).

Offizierstellvertreter

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Sie trugen die Abzeichen der Vizefeldwebel bzw. Vizewachtmeister mit dem Unterschnallkoppel der Offiziere und die Schulterklappen hatten eine Tresseneinfassung in Knopffarbe.

Feldwebelleutnants

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trugen die Uniform der Vizefeldwebel bzw. Vizewachtmeister, dazu aber dieSchulterstücke der Leutnante.

Leutnante und Oberleutnante

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trugen Schulterstücke (Achselstücke) aus mehreren nebeneinander liegenden silbernen Pattschnüren. Diese waren mit dünnen Fäden in den Landesfarben durchwirkt (Preußen: schwarz, Bayern: blau, Sachsen: grün, Württemberg: schwarz-rot, Hessen: rot, Mecklenburg: blau-gelb-rot usw.). Darauf aus Metall geprägt die Nummern oder Namenszüge, die auch die Mannschaften trugen. Leutnant ohne Stern, Oberleutnant ein goldener Stern unterhalb der Nummern/Namenszüge. Die Epaulettenfelder und die Unterlagen der Schulterstücke (Vorstöße) hatten in den meisten Fällen die Farbe der Schulterklappen der Mannschaften. Die Monde der Epauletten in Knopffarbe. Keine Fransen.

Hauptleute bzw. Rittmeister

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Wie Oberleutnante, jedoch zwei Rangsterne. Einer oberhalb und einer unterhalb der Nummern/Namenszüge auf den Schulterstücken. Auf den Epauletten links und rechts davon.

Stabsoffiziere

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Geflochtene silberne, mit Landesfarben durchzogene Schnüre. Major ohne Stern, Oberstleutnant ein goldener Stern unterhalb, Oberst je ein goldener Stern unter- und oberhalb der Nummern/Namenszüge. Auf den Epauletten jedoch links und rechts davon.Epauletts mit silbernen Fransen, sonst wie Leutnante und Hauptleute.

Generale

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Am Kragen und den Aufschlägen eine Eichenlaubstickerei. Schulterstücke: Geflochtene goldene runde Schnüre mit einer silbernen Kantschnur dazwischen. Diese mit dünnen Fäden in den Landesfarben durchwirkt. Generalmajor ohne Stern, Generalleutnant ein Stern (mittig), General der Infanterie/Kavallerie/Artillerie zwei Sterne (übereinander), Generaloberst drei Sterne (unten zwei nebeneinander, oben einer), Generaloberst mit dem Rang als Generalfeldmarschall vier Sterne (jeweils zwei nebeneinander oben und unten) und der Generalfeldmarschall zwei gekreuzte Kommandostäbe (hochkant). Die Rangsterne und Kommandostäbe waren auf den Schulterstücken silbern und auf den Epauletts golden. Epauletten: Die Rangsterne des Generals der Infanterie usw. lagen nebeneinander. Beim Generaloberst waren sie im Dreieck angeordnet. Beim Generaloberst mit dem Rang als Generalfeldmarschall waren sie trapezförmig verteilt. Die Kommandostäbe des Generalfeldmarschalls lagen quer auf dem Epaulettenfeld. Die Monde waren silbern, ebenso die Felder. Dicke steife silberne Kantillen (Fransen).

Militärische Ausbildung, Alltag und Rekrutierung

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Allgemeines

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JedesArmeekorps hatte seinen eigenen Ersatzbezirk, aus dem der Personalbedarf zum allergrößten Teil gedeckt wurde. Die allgemeine Wehrpflicht war aus heutiger Sicht in dem sich rapide modernisierenden deutschen Kaiserreich ein wichtiger Integrationsfaktor. Bei rund 200.000 bis 300.000 jährlich eingezogenen Männern wurden längst nicht alle Wehrpflichtigen gezogen; Rekruten vom Land waren deutlich bevorzugt. Die Einziehungsquote von „Großstädtern“ oder Arbeitern war dagegen deutlich niedriger. Die jungen Männer erlebten eine Organisation mit strenger Disziplin, in der versucht wurde, Gerechtigkeit zu praktizieren. Die Anforderungen und Bedingungen des Dienstes waren im Allgemeinen hart. Missstände und Übergriffe gegen Wehrpflichtige wurden aber zunehmend von der Presse aufgegriffen und teilweise sogar imReichstag diskutiert. Die obere Führung sah sich veranlasst, den gröbsten Fehlentwicklungen gegenzusteuern. Der Dienst im Heer wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts deutlich attraktiver und so meldeten sich 1912 bereits 64.000 Männer freiwillig.[20]

Die Masse der Unteroffiziere ging aus den Reihen derKapitulanten hervor –Wehrpflichtige, die ihren zweijährigenWehrdienst freiwillig um ein Jahr verlängert hatten. Ein Aufstieg zumOffizier war so gut wie ausgeschlossen. So dienten die meisten zwölf Jahre und wurden dann als sogenannte „Militäranwärter“ vorrangig in der gesamten unteren zivilen Verwaltung, bei Post und Eisenbahn usw. untergebracht. Beim Offiziersnachwuchs musste immer mehr auf nichtadlige Bevölkerungsschichten zurückgegriffen werden. Voraussetzung war in Preußen für den Offiziersbewerber diePrimareife, inBayern dasAbitur, vor dem Ersten Weltkrieg hatten aber bereits zwei Drittel der Offiziersbewerber das Abitur. 1913 waren 70 Prozent der Offiziere Bürgerliche.

DasOffizierskorps hatte vor allem in Preußen eine herausragende gesellschaftliche Stellung inne, weniger in den süddeutschen Bundesstaaten. So war in Preußen bereits der Leutnanthoffähig, in Bayern erst derStabsoffizier. Das Renommée des Offiziers war hoch, beispielsweise wegen der großen Bedeutung der durch das Militär erkämpften Einheit Deutschlands. Dementsprechend stand in bürgerlichen Kreisen eineReserveoffizierslaufbahn hoch im Kurs.Wilhelm II. hatte nachdrücklich betont, dass die Reserveoffiziere nur den sogenannten „offizierfähigen Schichten“ entnommen werden sollten.[21]Juden zählten aufgrund eines ungeschriebenen Gesetzes nicht dazu. Nur in der bayerischen Armee war es ihnen möglich, Reserveoffizier zu werden.

Jeder Offizier war verpflichtet, die Standesehre zu wahren und zu verteidigen. Sie war nicht nur etwas Persönliches und Individuelles, sondern Gemeingut des gesamten Korps. Die Standesehre beinhalteteTreue gegenüber demMonarchen undVolk undVaterland, das „preußische“ Pflichtbewusstsein unter dem Überbegriff des „Dienens“, aber auch Treue nach unten, eine persönlicheFürsorgepflicht für seine Untergebenen. Dieser Ehrbegriff führte zu einem homogenen Offizierskorps, das über einheitlicheNormen und Wertvorstellungen verfügte.[20]

Wehrpflicht

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Wehrpflichtige 1898 inZabern

Jeder Deutsche – sofern tauglich und nicht wegen entehrender Strafen ausgeschlossen – war vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahrwehrpflichtig. Jeder Wehrpflichtige konnte vom 20. bis zum 39. Lebensjahr zum Dienst im Heer oder derMarine herangezogen werden.

Die Dienstpflicht gliederte sich in:

  1. die aktive Dienstpflicht
  2. die Reservepflicht
  3. die Landwehrpflicht
  4. die Ersatz-Reserve-Pflicht.

Wer keiner dieser Kategorien angehörte, gehörte zumLandsturm.

Die aktive Dienstpflicht dauerte seit 1893 bei derInfanterie und allen übrigen Fußtruppen zwei Jahre, bei derKavallerie und der reitendenArtillerie drei Jahre, beim Train ein oder zwei Jahre und bei derMarine drei Jahre. Junge Männer, die eine wissenschaftliche Befähigung (zum Beispiel Zeugnis nach einjährigem Besuch der Untersekunda, Reifezeugnis) nachweisen konnten oder die Einjährigen-Prüfung bestanden hatten, sowie finanziell in der Lage waren, sich selbst einzukleiden, konnten ihrer Dienstpflicht als sogenannteEinjährig-Freiwillige genügen. Sie mussten sich zwischen dem vollendeten 17. und 23.[22] Lebensjahr freiwillig melden.

Die Prüfung erstreckte sich auf drei Sprachen (Deutsch und zwei Fremdsprachen) sowie Geographie, Geschichte, Literatur, Mathematik, Physik und Chemie. Die Einstellung erfolgte zum 1. Oktober eines jeden Jahres, ausnahmsweise auch zum 1. April eines Jahres. Die Einjährig-Freiwilligen durften – sofern möglich – sich den Truppenteil selbst aussuchen und dienten ein Jahr. Nach sechs Monaten aktiver Dienstzeit konnten sie zum Gefreiten befördert werden. Die Einjährig-Freiwilligen wurden, sofern sie sich eigneten, zu Offizieren derReserve und derLandwehr ausgebildet, ansonsten zu Unteroffizieren der Reserve und Landwehr.

Die aus dem aktiven Dienst Entlassenen traten zur Reserve über. Die Reservepflicht dauerte so lange, bis zusammen mit der aktiven Dienstpflicht sieben Jahre erreicht waren. Reservisten waren zur Teilnahme an Übungen von acht Wochen Dauer verpflichtet. Bei der Landwehr gab es das erste und das zweite Aufgebot. Nach der Reservezeit trat man zum ersten Aufgebot über. Bei bis zu zweijährigem aktivem Dienst dauerte die Dienstpflicht fünf Jahre. Männer mit mindestens dreijährigem Aktivdienst verblieben nur drei Jahre im ersten Aufgebot. Die Männer des ersten Aufgebotes konnten zu Übungen herangezogen werden. Landwehrleute gehörten bis zum 31. März des Jahres, in welchem sie das 39. Lebensjahr vollendeten, zum zweiten Aufgebot. Für diejenigen, die vor dem 20. Lebensjahr mit dem Dienst begonnen hatten, endete die Dienstpflicht entsprechend früher.

Männer, die zwar tauglich gemustert, aber nicht zum aktiven Wehrdienst herangezogen worden waren, wurden, soweit Bedarf vorlag, zur Ersatz-Reserve überwiesen. Diese Mannschaften waren zur Ergänzung des Heeres im Kriegsfalle bestimmt. Der Personenkreis war sehr umfangreich, denn 1914 war fast die Hälfte aller Tauglichen jedes Jahrgangs nicht zum Aktivdienst einberufen worden. Die Ersatzreservepflicht dauerte zwölf Jahre, vom 20. bis zum 32. Lebensjahr. Alle Personen vom 17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahr, die nicht zu den obigen Gruppen gehörten und wehrwürdig oder -fähig waren, gehörten zum Landsturm. Außerdem wurden die Angehörigen der Landwehr nach dem vollendeten 39. Lebensjahr und die ungeübten Ersatzreservisten nach dem vollendeten 32. Lebensjahr dem Landsturm überwiesen. Geregelt wurde es nach den Paragraphen 14 und 20 der Deutschen Wehrordnung vom 22. November 1888. Übungen gab es in Friedenszeiten nicht.

Zivilversorgungsschein (1905)

Jedes Armeekorps hatte einen eigenen Ersatzbezirk, aus dem die korpsangehörigen Truppen in erster Linie ergänzt wurden. Die Korpsbezirke waren weiter untergliedert in Landwehrbezirke, geführt von einem Bezirkskommando. Die Landwehrbezirke wiederum setzten sich aus mehreren unteren Verwaltungsbezirken (preußischen Landkreisen, bayerischen Bezirksämtern, sächsischen Amtshauptmannschaften usw.) zusammen. Darüber hinaus waren Meldeämter und Hauptmeldeämter zur Überwachung der Wehrpflichtigen eingerichtet. DasGardekorps hatten keinen eigenen Korpsbezirk, der ausgesuchte Mannschaftsersatz der preußischen Garde kam aus ganz Preußen und den weiteren Bundesstaaten Nord- und Mitteldeutschlands.

Der Wehrdienst begann im Oktober eines jeden Jahres. Die Vereidigung erfolgte, nach dem Verlesen der Kriegsartikel und Vorbereitung durch Geistliche, konfessionsweise in den Kirchen undSynagogen, mit der Hand auf der Fahne oder bei der Artillerie auf der Kanone. JederBundesstaat hatte eine eigene Eidesformel. Die Vereidigung erfolgte auf den jeweiligen Landesherrn und den Kaiser. Elsässer und Lothringer wurden nur auf den Kaiser vereidigt. Leisteten Wehrpflichtige in einem anderen Bundesstaat ihren Wehrdienst ab, leisteten sie den Eid ihres eigenen Bundesstaates mit Belehrung, dem Landesherrn ihres Truppenteiles ebenfalls verpflichtet zu sein.

Es gab die Möglichkeit, sich freiwillig zu zwei-, drei- oder vierjährigem aktiven Dienst zu melden – mit dem Vorteil, die bevorzugte Waffengattung wählen zu dürfen, anstatt zugeteilt zu werden. Auch konnte der Wehrdienst freiwillig verlängert werden, diese Freiwilligen hießen dannKapitulanten, aus ihnen wurden bevorzugt die Unteroffiziere rekrutiert.Unteroffiziere, die nach zwölfjähriger Dienstzeit ausschieden, erhielten einen Zivilversorgungsschein, der ihnen eine bevorzugte Einstellung im Staatsdienst ermöglichte. Darüber hinaus erhielten Verabschiedete eineDienstprämie (Unteroffiziersprämie) von (1911) 1000 Mark.

Lebensverhältnisse im deutschen Heer

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Verdienst und Unterhalt um 1900

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DasEinkommen (Löhnung) der Mannschaften[A 2] und Unteroffiziere bestand aus der alle zehn Tage im Voraus gezahlten Löhnung sowie dem Brotgeld, dem Beköstigungsgeld und der Bekleidung und Wohnung mit Heizung, Beleuchtung usw. In besonderen Fällen wurde hierfür eine finanzielle Entschädigung gezahlt. Dazu kostenlose ärztliche Behandlung und Arzneien. Verheiratete Unteroffiziere bekamen auch für ihre Familiekostenlose ärztliche Behandlung und Arzneien.[23]

Einige Unteroffiziere, wie z. B.Wallmeister undZeugfeldwebel, bekamen ähnlich den Offizieren ein monatlichesGehalt.

DienstgradGehalt oder LöhnungBeköstigungsgeld bzw. ServisWohnungsgeldzuschuß
Mannschaften und Unteroffiziere – Löhnung monatlich in Mark
Gemeine6,60 *ca. 9Unterkunft wird gestellt
Gefreiter8,10
Unteroffizier21,60ca. 13
Sergeant32,10
Vizefeldwebel41,10
Feldwebel56,10
Offiziere – Gehalt jährlich in Mark
Zeugfeldwebel
(kein Offizier, aber Gehaltsempfänger)
1104 bis 1404300Dienstwohnung
Leutnant900 bis 1188288 bis 420216 bis 420 (unverheiratete Leutnante
6Tischgeld)
Hauptleute und Rittmeister II. Klasse3900432 bis 972360 bis 900
Hauptleute und Rittmeister I. Klasse5850
Stabsoffiziere
(kein Regimentskommandeur)
594 bis 1314540 bis 1200
Stabsoffiziere
(als Regimentskommandeur)
7800600 bis 1500
Kommandierender General12.0001188 bis 2520Dienstwohnung mit Einrichtung

Im Vergleich dazu verdiente 1910 ein Metallarbeiter (Dreher, Schlosser, Eisenbieger, Schleifer usw.) wöchentlich zwischen 20 und 40 M[24] (~ 1040 bis 2080 M pro Jahr).

Lebensumstände der Offiziere

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Die finanziellen Verhältnisse der unteren Offiziersdienstgrade waren ausgesprochen karg. Die Leutnante waren auf Zulagen von zu Hause angewiesen. Je nach der Exklusivität des Regiments und des daraus resultierenden Lebensstiles waren Zulagen von 50 bis 200 Mark monatlich nötig. Von seinem Gehalt konnte ein Leutnant nicht leben. Dies sorgte natürlich auch für eine soziale Auswahl. Die angehenden Offiziere stammten in der Regel aus Familien, die zur finanziellen Unterstützung ihrer Söhne in der Lage waren. Im Regelfall vergingen bis zur Beförderung zum Hauptmann rund zehn Jahre, die nächste Beförderung zum Major dauerte dann noch einmal rund 15 Jahre. Die wenigsten Offiziere schafften es bis zum Stabsoffizier. Die meisten verließen vorher das Heer, was jederzeit problemlos möglich war. Feste Verpflichtungszeiten gab es nicht.

Für eine Ehe wurde ein Jahreseinkommen von wenigstens 4000 M als notwendig angesehen, was erst der ältere Hauptmann erreichte. Vorher konnte der Offizier nur heiraten, wenn die Braut genügend Geld mit in die Ehe brachte. Für die Eheschließung musste eine vom Vorgesetzten erteilte „Heiratserlaubnis“ vorliegen. Die finanzielle Lage war bei der Erteilung dieser Erlaubnis sehr wichtig, ebenso die „standesgemäße“ Herkunft der Braut. Erst ab dem Hauptmann aufwärts wurden die Offiziersgehälter denen der höheren Beamten vergleichbar.[25]

Literatur

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  • Curt Jany:Die Königlich Preußische Armee und das Deutsche Reichsheer 1807 bis 1914 (= Geschichte der preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914.Band 4). Biblio, Osnabrück 1967,OCLC916256365. 
  • Bernd-Felix Schulte:Die deutsche Armee 1900–1914. Zwischen Beharren und Verändern. Droste, Düsseldorf 1977,ISBN 3-7700-0451-5. 
  • Hans Meier-Welcker (Hrsg.):Militärgeschichte im 19. Jahrhundert (= Handbuch zur deutschen Militärgeschichte 1648–1939.Band 2). Bernard & Graefe, München 1979,OCLC490758485. 
  • Hans Meier-Welcker (Hrsg.):Von der Entlassung Bismarcks bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1890-1918 (= Handbuch zur deutschen Militärgeschichte 1648–1939.Band 3). Bernard & Graefe, München 1979,OCLC490762228. 
  • Karl-Volker Neugebauer (Hrsg.):Historischer Überblick (= Grundzüge der deutschen Militärgeschichte.Band 1). Rombach, Freiburg 1993,ISBN 3-7930-0602-6. 
  • Karl-Volker Neugebauer (Hrsg.):Arbeits- und Quellenbuch (= Grundzüge der deutschen Militärgeschichte.Band 2). Rombach, Freiburg 1993,OCLC165151943. 
  • Max Hein:Das kleine Buch vom deutschen Heere : ein Hand- und Nachschlagebuch zur Belehrung über die deutsche Kriegsmacht. Lipsius & Tischer, Kiel 1998,ISBN 3-8289-0271-5. 
  • Ralf Raths:Vom Massensturm zur Stoßtrupptaktik. Die deutsche Landkriegtaktik im Spiegel von Dienstvorschriften und Publizistik 1906 bis 1918. Freiburg 2009,ISBN 978-3-7930-9559-0. 
  • Christian Stachelbeck:Deutschlands Heer und Marine im Ersten Weltkrieg. Oldenbourg, München 2013,ISBN 978-3-486-71299-5. 

Weblinks

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Commons: Deutsches Heer (bis 1919) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Fahnen und Standarten im Kaiserreich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Themenseite Militär u. a. mit vielen Rechtstexten, Gesetzen und Verordnungen – Quellen und Volltexte

Anmerkungen

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  1. In dieser Farbkombination nur bei diesem einen Regiment.
  2. Mannschaften bekamen einen Tagessold von 22 Pfennig. Diese 22 Pfennige werden auch in dem volkstümlichen Text desPräsentiermarsches Friedrich Wilhelms III. besungen. Soldaten derGarde erhielten 1 Pfennig Gardezulage und kamen so auf 23 Pfennige.

Einzelnachweise

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  1. Hans-Ulrich Wehler:Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Band 3, S. 877 f.
  2. Hans-Ulrich Wehler:Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Band 33, S. 873–885, 1109–1138.
  3. Thomas Nipperdey:Deutsche Geschichte 1866–1918. Machtstaat vor der Demokratie. München 1992, S. 230–238.
  4. Reichsverfassung vom 16. April 1871
  5. Bündnisvertrag zwischen dem Norddeutschen Bund und Bayern vom 23. November 1870
  6. Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde, Baden und Hessen einerseits und Württemberg andererseits, betreffend den Beitritt Württembergs zur Verfassung des Deutschen Bundes.
  7. Reichsmilitärgesetz vom 2. Mai 1874
  8. Gesetze betreffend die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres
  9. Hermann Mattutat:Jugendwehr und Arbeiterbewegung. 1914 veröffentlicht in den Sozialistischen Monatsheften.
  10. Stephen Bungay:Moltke – Master of Modern Management. europeanfinancialreview.com vom 25. April 2011, abgerufen am 6. Januar 2017 (englisch).
  11. Das kleine Buch vom deutschen Heere. Verlag von Lipsius & Tischler, Kiel und Leipzig 1901, S. 24 ff.
  12. abKarl-Volker Neugebauer/Heiger Ostertag:Grundzüge der deutschen Militärgeschichte. Band 2:Arbeits- und Quellenbuch. Rombach-Verlag, Freiburg 1993, 1. Auflage, S. 212.
  13. Hans-Dieter Götz:Die deutschen Militärgewehre und Maschinenpistolen 1871–1945. 3. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart,ISBN 3-87943-350-X,S. 105. 
  14. Hans-Dieter Götz:Die deutschen Militärgewehre und Maschinenpistolen 1871–1945. 3. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart,ISBN 3-87943-350-X,S. 144. 
  15. Hans-Dieter Götz:Die deutschen Militärgewehre und Maschinenpistolen 1871–1945. 3. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart,ISBN 3-87943-350-X,S. 149. 
  16. Hans-Dieter Götz:Die deutschen Militärgewehre und Maschinenpistolen 1871–1945. 3. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart,ISBN 3-87943-350-X,S. 159. 
  17. Niel Grant:Weapon Band 39 Mauser Military Rifles. Osprey Publishing, Oxford 2015,ISBN 978-1-4728-0594-2,S. 12 (englisch). 
  18. Niel Grant:Weapon Band 39 Mauser Military Rifles. Osprey Publishing, Oxford 2015,ISBN 978-1-4728-0594-2,S. 17 (englisch). 
  19. Niel Grant:Weapon Band 39 Mauser Military Rifles. Osprey Publishing, Oxford 2015,ISBN 978-1-4728-0594-2,S. 19 (englisch). 
  20. abKarl-Volker Neugebauer:Grundzüge der deutschen Militärgeschichte. Rombach-Verlag, Freiburg 1993, S. 220 ff.
  21. Kabinettsorder vom 29. März 1890.
  22. § 14 Reichsmilitärgesetz
  23. Das kleine Buch vom deutschen Heere. Verlag von Lipsius & Tischler, Kiel und Leipzig 1901, S. 124 ff.
  24. Adolf Levenstein:Die Arbeiterfrage mit besonderer Berücksichtigung der sozialpsychologischen Seite des modernen Großbetriebes und der psychophysischen Einwirkungen auf die Arbeiter. München 1912, S. 68–75.
  25. Karl-Volker Neugebauer:Grundzüge der deutschen Militärgeschichte. Band 1, Rombach-Verlag, Freiburg 1993, S. 223–224.
Armeekorps desDeutschen Heeres im Kaiserreich

Gardekorps |I. |II. |III. |IV. |V. |VI. |VII. |VIII. |IX. |X. |XI. |XII. |XIII. |XIV. |XV. |XVI. |XVII. |XVIII. |XIX. |XX. |XXI.

Bayerische Korps:I. |II. |III.

Zusätzliche Verbände imErsten Weltkrieg

Reservekorps:Garde |I. |III. |IV. |V. |VI. |VII. |VIII. |IX. |X. |XII. |XIV. |XV. |XVII. |XVIII. |XXII. |XXIII. |XXIV. |XXV. |XXVI. |XXVII. |XXXVIII. |XXXIX. |XXXX. |XXXXI.

Bayerische Reservekorps:I. |II. |XV.

Generalkommandos:51 |52 |53 |54 |55 |56 |57 |58 |59 |60 |61 |62 |63 |64 |65 |66 |67 |68

Sonstige Korps:Ersatzkorps |Landwehrkorps |Marinekorps

Divisionen desDeutschen Heeres im Kaiserreich

Divisionen desGardekorps:1. |2. |Kavallerie

Allgemeine Divisionen:1. |2. |3. |4. |5. |6. |7. |8. |9. |10. |11. |12. |13. |14. |15. |16. |17. |18. |19. |20. |21. |22. |23. |24. |25. |26. |27. |28. |29. |30. |31. |32. |33. |34. |35. |36. |37. |38. |39. |40. |41. |42.

Bayerische Divisionen:1. |2. |3. |4. |5. |6.

Zusätzliche Verbände imErsten Weltkrieg

Divisionen des Gardekorps:3. |4. |5. |1. Reserve |2. Reserve |Ersatz

Kavallerie-Divisionen:1. |2. |3. |4. |5. |6. |7. |8. |9. |Bayerische

Kavallerie-Schützen-Divisionen:Garde |6. |7.

Allgemeine Divisionen:50. |52. |54. |56. |58. |83. |84. |86. |87. |88. |89. |91. |92. |93. |94. |95. |96. |101. |103. |105. |107. |108. |109. |111. |113. |115. |117. |119. |121. |123. |183. |185. |187. |192. |195. |197. |199. |200. |201. |202. |203. |204. |205. |206. |207. |208. |211. |212. |213. |214. |215. |216. |217. |218. |219. |220. |221. |222. |223. |224. |225. |226. |227. |228. |231. |232. |233. |234. |235. |236. |237. |238. |239. |240. |241. |242. |243. |255. |301. |302. |303.

Reserve-Divisionen:1. |3. |5. |6. |7. |9. |10. |11. |12. |13. |14. |15. |16. |17. |18. |19. |21. |22. |23. |24. |25. |26. |28. |30. |33. |35. |36. |39. |43. |44. |45. |46. |47. |48. |49. |50. |51. |52. |53. |54. |75. |76. |77. |78. |79. |80. |81. |82.

Landwehr-Divisionen:1. |2. |3. |4. |5. |7. |8. |9. |10. |11. |12. |13. |14. |15. |16. |17. |18. |19. |20. |21. |22. |23. |25. |26. |38. |44. |45. |46. |47. |48. |85.

Ersatz-Divisionen:4. |5. |8. |10. |19.

Bayerische Divisionen:10. |11. |12. |14. |15. |16.

Bayerische Reserve-Divisionen:1. |5. |6. |8. |9. |30. |39.

Bayerische Landwehr- und Ersatz-Divisionen:1. |2. |6. |Ersatz

Weitere Divisionen:Alpenkorps |Jäger |Ostsee

Brigaden desGardekorps:1. |2. |3. |4. |5. |1. Garde-Kavallerie |2. Garde-Kavallerie |3. Garde-Kavallerie |4. Garde-Kavallerie |1. Garde-Feldartillerie |2. Garde-Feldartillerie

Infanterie:1. |2. |3. |4. |5. |6. |7. |8. |9. |10. |11. |12. |13. |14. |15. |16. |17. |18. |19. |20. |21. |22. |23. |24. |25. |26. |27. |28. |29. |30. |31. |32. |33. |34. |35. |36. |37. |38. |39. |40. |41. |42. |43. |44. |45. |46. |47. |48. |49. |50. |51. |52. |53. |54. |55. |56. |57. |58. |59. |60. |61. |62. |63. |64. |65. |66. |67. |68. |69. |70. |71. |72. |73. |74. |75. |76. |77. |78. |79. |80. |81. |82. |83. |84. |85. |86. |87. |88. |89.

Kavallerie:1. |2. |3. |4. |5. |6. |7. |8. |9. |10. |11. |12. |13. |14. |15. |16. |17. |18. |19. |20. |21. |22. |23. |24. |25. |26. |27. |28. |29. |30. |31. |32. |33. |34. |35. |Leib-Husaren |37. |38. |39. |40. |41. |42. |43. |44. |45.

Feldartillerie:1. |2. |3. |4. |5. |6. |7. |8. |9. |10. |11. |12. |13. |14. |15. |16. |17. |18. |19. |20. |21. |22. |23. |24. |25. |26. |27. |28. |29. |30. |31. |32. |33. |34. |35. |36. |37. |38. |39. |40. |41. |42.

Fußartillerie:1. |2. |3. |4. |5. |6.

Eisenbahn:1. |2.

Garde-Regimenter: Feldartillerie:1 |2 |3 |4 |Fußartillerie:Garde

Feldartillerie-Regimenter:1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |13 |14 |15 |16 |17 |18 |19 |20 |21 |22 |23 |24 |25 |26 |27 |28 |29 |30 |31 |32 |33 |34 |35 |36 |37 |38 |39 |40 |41 |42 |43 |44 |45 |46 |47 |48 |49 |50 |51 |52 |53 |54 |55 |56 |57 |58 |59 |60 |61 |62 |63 |64 |65 |66 |67 |68 |69 |70 |71 |72 |73 |74 |75 |76 |77 |78 |79 |80 |81 |82 |83 |84

Fußartillerie:1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |13 |14 |15 |16 |17 |18 |19 |20

Bayerische Artillerie-Regimenter: Feldartillerie:1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |Fußartillerie:1 |2 |3

Zusätzliche Verbände imErsten Weltkrieg

Feldartillerie-Regimenter:85 |86 |87 |88 |89 |90 |91 |92 |93 |94 |95 |96 |97 |98 |99 |100 |101 |102 |103 |104 |107 |108 |111 |112 |115 |116 |183 |185 |192 |201 |204 |205 |209 |213 |217 |219 |220 |221 |223 |225 |227 |229 |231 |233 |235 |237 |238 |241 |244 |245 |246 |247 |248 |249 |250 |251 |252 |253 |254 |255 |256 |257 |258 |259 |260 |261 |263 |264 |265 |266 |267 |268 |269 |270 |271 |272 |273 |274 |275 |276 |277 |278 |279 |280 |281 |282 |283 |284 |287 |301 |302 |402 |403 |405 |406 |408 |500 |501 |502 |503 |504 |505 |600 |601 |602

Reserve-Feldartillerie-Regimenter:1. Garde |3. Garde |1 |3 |5 |6 |7 |9 |10 |11 |12 |13 |14 |15 |16 |17 |18 |19 |20 |21 |22 |23 |24 |25 |26 |27 |28 |29 |30 |32 |33 |35 |36 |40 |43 |44 |45 |46 |47 |48 |49 |50 |51 |52 |53 |54 |55 |56 |57 |58 |59 |60 |61 |62 |63 |64 |65 |66 |67 |68 |69 |70 |239

Landwehr-Feldartillerie-Regimenter:1 |2 |3 |4 |5 |8 |9 |12 |13 |15 |19 |250 |251 |252 |253 |254 |255 |256 |258

Bayerische Artillerie-Regimenter: Feldartillerie:19. |20. |21. |22. |23. |24.

Reserve-Fußartillerie-Regimenter:1. |5. |6. |8. |9. |10. |11.

Landwehr-Fußartillerie-Regimenter:1. |2. |6.

Infanterieregimenter desHeeres im Deutschen Kaiserreich

Gardekorps:Garde-Füsilier-Regiment |zu Fuß:1 |2 |3 |4 |5 |Grenadiere:1 |2 |3 |4 |5

Grenadiere:1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |100 |101 |109 |110 |119 |123

Infanterie:13 |14 |15 |16 |17 |18 |19 |20 |21 |22 |23 |24 |25 |26 |27 |28 |29 |30 |31 |32 |41 |42 |43 |44 |45 |46 |47 |48 |49 |50 |51 |52 |53 |54 |55 |56 |57 |58 |59 |60 |61 |62 |63 |64 |65 |66 |67 |68 |69 |70 |71 |72 |74 |75 |76 |77 |78 |79 |81 |82 |83 |84 |85 |87 |88 |89 |91 |92 |93 |94 |95 |96 |97 |98 |99 |102 |103 |104 |105 |106 |107 |111 |112 |113 |114 |115 |116 |117 |118 |120 |121 |124 |125 |126 |127 |128 |129 |130 |131 |132 |133 |134 |135 |136 |137 |138 |139 |140 |141 |142 |143 |144 |145 |146 |147 |148 |149 |150 |151 |152 |153 |154 |155 |156 |157 |158 |159 |160 |161 |162 |163 |164 |165 |166 |167 |168 |169 |170 |171 |172 |173 |174 |175 |176 |177 |178 |179 |180 |181 |182

Füsiliere:33 |34 |35 |36 |37 |38 |39 |40 |73 |80 |86 |90 |108 |122

Infanterie des Ostasiatischen Expeditionskorps:1. |2. |3. |4. |5. |6.

Bayerische Infanterie:Leibregiment |1. |2. |3. |4. |5. |6. |7. |8. |9. |10. |11. |12. |13. |14. |15. |16. |17. |18. |19. |20. |21. |22. |23.

Zusätzliche Verbände im Ersten Weltkrieg

Infanterie:183 |184 |185 |186 |187 |188 |189 |190 |192 |193 |329 |330 |331 |332 |333 |334 |335 |336 |341 |342 |343 |344 |345 |346 |347 |351 |352 |353 |354 |357 |358 |359 |360 |361 |362 |363 |364 |365 |368 |369 |370 |371 |372 |373 |374 |375 |376 |377 |378 |380 |381 |389 |390 |391 |392 |393 |394 |395 |396 |397 |398 |399 |400 |401 |402 |403 |404 |405 |406 |407 |408 |409 |410 |411 |412 |413 |414 |415 |416 |417 |418 |419 |420 |421 |422 |423 |424 |425 |426 |427 |428 |431 |432 |433 |434 |437 |438 |439 |442 |443 |444 |445 |446 |447 |448 |449 |450 |451 |452 |453 |454 |455 |456 |457 |458 |459 |460 |461 |462 |463 |464 |465 |466 |467 |468 |469 |470 |471 |472 |473 |474 |475 |476 |477 |478 |479 |603 |604 |605 |609 |610 |613 |614 |615 |616 |617 |618 |619 |620 |621 |622 |623 |624 |625 |626 |627

Garde-Reserve-Infanterie:1 |2

Reserve-Infanterie:1 |2 |3 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |13 |15 |16 |17 |18 |19 |20 |21 |22 |23 |24 |25 |26 |27 |28 |29 |30 |31 |32 |34 |35 |36 |37 |38 |39 |40 |46 |48 |49 |51 |52 |53 |55 |56 |57 |59 |60 |61 |64 |65 |66 |67 |68 |69 |70 |71 |72 |73 |74 |75 |76 |77 |78 |79 |80 |81 |82 |83 |84 |86 |87 |88 |90 |91 |92 |93 |94 |98 |99 |100 |101 |102 |103 |104 |106 |107 |109 |110 |111 |116 |118 |119 |120 |121 |122 |130 |133 |201 |202 |203 |204 |205 |206 |207 |208 |209 |210 |211 |212 |213 |214 |215 |216 |217 |218 |219 |220 |221 |222 |223 |224 |225 |226 |227 |228 |229 |230 |231 |232 |233 |234 |235 |236 |237 |238 |239 |240 |241 |242 |243 |244 |245 |246 |247 |248 |249 |250 |251 |252 |253 |254 |255 |256 |257 |258 |259 |260 |261 |262 |263 |264 |265 |266 |267 |268 |269 |270 |271 |272 |273 |440 |441

Landwehr-Infanterie:1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |13 |15 |16 |17 |18 |19 |20 |21 |22 |23 |24 |25 |26 |27 |28 |29 |30 |31 |32 |33 |34 |35 |36 |37 |38 |39 |40 |46 |47 |48 |49 |51 |52 |53 |55 |56 |57 |60 |61 |65 |66 |68 |71 |72 |73 |74 |75 |76 |77 |78 |80 |81 |82 |83 |84 |85 |86 |87 |89 |93 |94 |99 |100 |101 |102 |103 |104 |105 |106 |107 |109 |110 |111 |116 |118 |119 |120 |121 |122 |123 |124 |125 |126 |127 |133 |153 |327 |328 |349 |350 |379 |382 |383 |384 |385 |386 |387 |388 |429 |430 |435 |436

Bayerische Infanterie:Königlich Bayerisches 16. Reserve-Infanterie-Regiment |24 |25 |26 |27 |28 |29 |30 |31 |32

Gebirgsregimenter:Königlich Württembergisches Gebirgs-Regiment

Garde-Regimenter:Gardes du Corps |Dragoner:1 |2 |Husaren |Kürassier |Ulanen:1 |2 |3

Dragoner-Regimenter:1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |13 |14 |15 |16 |17 |18 |19 |20 |21 |22 |23 |24 |25 |26

Husaren-Regimenter:1 |2 | 3 |4 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |13 |14 |15 |16 |17 |18 |19 |20

Jäger-Regimenter zu Pferde:1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |13

Kürassier-Regimenter:1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |Schwere Reiter:1 |2

Ulanen-Regimenter:1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |9 |10 |11 |12 |13 |14 |15 |16 |17 |18 |19 |20 |21

Bayerische Kavallerie-Regimenter:Chevaulegers1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 |Schwere Reiter:1 |2 |Ulanen:1 |2

Normdaten (Körperschaft):GND:25881-7 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS) |VIAF:158863077
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