| Deutsches Adelsblatt | |
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| Beschreibung | Mitteilungsblatt derVereinigung der Deutschen Adelsverbände |
| Verlag | Verlag Deutsches Adelsblatt GmbH (Deutschland) |
| Hauptsitz | Kirchbrak |
| Erstausgabe | 1883 / 1948 |
| Erscheinungsweise | monatlich |
| Verkaufte Auflage | 3500 Exemplare |
| Chefredakteur | DorotheeGräfin von Walderdorff |
| Herausgeberin | Christinavon Flotow |
| Weblink | deutsches-adelsblatt.de |
| ISSN (Print) | 0012-1193 |
DasDeutsche Adelsblatt erscheint seit 1883 bis heute als Organ derdeutschen Adelsverbände. Das heute monatlich herauskommende Blatt hat etwa 3500 Abonnenten. Unterbrochen wurde sein Erscheinen nur durch denZweiten Weltkrieg. Sein Ziel ist, den Zusammenhalt des Deutschen Adels zu fördern und die Aktivitäten der Adelsverbände und derFamilienverbände auch überregional bekannt zu machen.

Das Adelsblatt erschien anfangs im BerlinerCarl Heymanns Verlag, von Januar 1922 an beimWirtschaftsbund für den Deutschen Adel GmbH und ab dem 11. Juli 1923 im neu gegründetenVerlag Deutsches Adelsblatt Graf Wilhelm v. Schlieffen in Berlin. DieAuflage des Adelsblattes betrug 1930 insgesamt 14.500 Exemplare, fiel dann bis 1935 auf 10.000. 1934 forderte der Schriftleiter Walter von Bogen und Schönstedt analog zur Praxis derSS Sippenwarte zur Überwachung der Fortpflanzung des deutschen Adels.[1] 1944 fiel das Adelsblatt der letzten der drei großen, kriegsbedingten Stilllegungswellen deutscher Zeitungen und Zeitschriften zum Opfer und stellte sein Erscheinen ein.
1945 waren mit derFlucht und Vertreibung und dem gewaltsamen Tod von etwa 10.000 Angehörigen des deutschen Adels auch die Aktivitäten derDeutschen Adelsgenossenschaft erloschen. In dieser Situation gründetenJürgen von Flotow undHans Friedrich von Ehrenkrook aufSchloss Wrisbergholzen, Ehrenkrooks damaliger Wohnsitz, dasDeutsche Adelsarchiv. Bereits im Oktober 1945 brachten sie dieFlüchtlingsliste Nr. 1 heraus, deren Zweck die Zusammenführung der aus dem Osten vertriebenen Adelsfamilien war. Im Juni 1948 erscheint die letzte der Ausgaben unter diesem Titel, in denen nicht nur neue Anschriften, sondern auch Verlobungen, Vermählungen, Geburten und Todesfälle veröffentlicht wurden.
Von August 1948 an erschien das erste Heft unter dem NamenDeutsches Adelsarchiv. 1961 wurde der alte NameDeutsches Adelsblatt von den Erben des Schlieffen-Verlages übernommen. Nach dem Ausscheiden der Erben des verstorbenenHans Friedrich von Ehrenkrook wurde die Verlag Deutsches Adelsblatt GmbH gegründet. Geschäftsführerin dieser GmbH und Herausgeberin des Adelsblattes ist, nach dem Tode ihrer Mutter Amélie von Flotow, Christina von Flotow. Seit 2011 erscheint das Deutsche Adelsblatt in einer neuen modernen Aufmachung.
Innerhalb des sich noch alsStand verstehendendeutschen Adels, dessen Privilegien 1919 verfassungsrechtlich abgeschafft wurden, ist dasDeutsche Adelsblatt das führendemeinungsbildende Periodikum, unter anderem zu rechtlichen Fragen (Namensrecht,Wappenrecht,Erbrecht).
Besonders beliebt sind dieFamilienanzeigen, die über Geburten, Hochzeiten und Todesfälle in adligen Familien unterrichten.