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Deutsche Demokratische Partei

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(Weitergeleitet vonDeutsche Staatspartei)
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zur Kleinpartei im 21. Jahrhundert sieheDeutsche Demokratische Partei (2004).
Deutsche Demokratische Partei
Partei­führersieheAbschnitt Parteivorsitzende
Gründung20. November 1918(DDP)
9. November 1930(DStP)
Gründungs­ortBerlin
Auflösung8. November 1930(DDP)
28. Juni 1933(DStP)
Haupt­sitzBerlin
Jugend­organisationDeutsche Jungdemokraten
ZeitungDer Demokrat(1920–1930)
Aus­richtungLinksliberalismus
Farbe(n)Schwarz, rot, gold
Parlamentssitze(1920)
Mitglieder­zahl117.000
Frauen­anteil7 %
Papierfähnchen aus dem Wahlkampf der DDP bei der Wahl zur Berliner Stadtverordnetenversammlung 1929

DieDeutsche Demokratische Partei (DDP) war einelinksliberalePartei in derWeimarer Republik. Neben derDeutschen Volkspartei (DVP) repräsentierte sie den politischen Liberalismus zwischen 1918 und 1933. Sie ging 1918 aus derFortschrittlichen Volkspartei hervor, die 1917/1918 mitFriedrich von Payer an den letzten zwei Reichsregierungen desKaiserreichs beteiligt gewesen war.

Ab 1919 hatte die DDP in wechselndenKoalitionen – beginnend mit derWeimarer Koalition – bei allen Reichsregierungen bis 1932 Anteil an denKabinetten der Weimarer Republik. Vor derReichstagswahl 1930 (14. September 1930) vereinigte sie sich mit derVolksnationalen Reichsvereinigung, die zum nationalistischen und antisemitischenJungdeutschen Orden gehörte. Die Partei nannte sich fortanDeutsche Staatspartei (DStP) und behielt den Namen bei, obwohl die Volksnationalen schon bald wieder die Partei verließen. Wegen der Volksnationalen hatten Mitglieder des linken DDP-Flügels ihre Partei verlassen und gegen Ende der Republik die parlamentarisch erfolgloseRadikaldemokratische Partei gegründet. Andere traten zurSPD über.

Nach derMachtergreifung der Nationalsozialisten wurde die Deutsche Staatspartei im Rahmen derGleichschaltung am 28. Juni 1933 aufgelöst.

Geschichte

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Weimarer Republik

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Entstehung der DDP

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Am 16. November 1918, genau eine Woche nach derRevolution in Berlin, erschien in der Morgenausgabe desBerliner Tageblatts unter der ÜberschriftDie große demokratische Partei ein vom Chefredakteur des Berliner TageblattsTheodor Wolff verfasster und von sechzig namhaften Persönlichkeiten unterzeichneter Aufruf zur Gründung einer neuen demokratischen Partei. „Am 20. November 1918 haben sich“ – so wörtlich imTageblatt und fast gleichlautend in der mit der neuen Partei ebenfalls sympathisierendenVossischen Zeitung – „die Fortschrittliche Volkspartei und ein erheblicher Teil der Nationalliberalen mit den Unterzeichnern des Aufrufes vom 16. November auf die Grundsätze dieses Aufrufes vereinigt.“[1] Vier Tage später gründeten Mitglieder der Fortschrittlichen Volkspartei sowie des liberalen Flügels der Nationalliberalen Partei mit dem Publizisten Theodor Wolff und Professoren wieMax Weber (1864–1920),Alfred Weber (1868–1958) undHugo Preuß (1860–1925) die Deutsche Demokratische Partei (DDP).

Die 1910 aus derFreisinnigen Volkspartei, derFreisinnigen Vereinigung und derDeutschen Volkspartei (DtVP) desKaiserreichs hervorgegangene eher linksliberale Fortschrittliche Volkspartei und der vergleichsweise kleine „linke“ Flügel der vormaligenNationalliberalen Partei des Kaiserreichs gingen 1918 in der neuen Partei auf. Die DDP vereinte demokratische, liberale, nationale und soziale Positionen, grenzte sich aber von der Annexionspolitik der früherenNationalliberalen des Kaiserreiches ab. Der Hauptvertreter dieser RichtungGustav Stresemann (er verstand sich damals noch als Monarchist) betrieb daraufhin die Gründung einer der Republik eher feindselig gegenüberstehenden Partei, derDeutschen Volkspartei (DVP).

Keine andere Partei identifizierte sich so uneingeschränkt mit derparlamentarischen Demokratie der Weimarer Republik wie die DDP; keine andere Partei bekannte sich so eindeutig zu individueller Freiheit und sozialer Verantwortung. Mit Hugo Preuß, Max Weber,Friedrich Naumann (1860–1919; er wurde auf dem 1. Parteitag im Juli 1919 zum DDP-Vorsitzenden gewählt) und mitConrad Haußmann (1857–1922, Vizepräsident und Vorsitzender des Verfassungsausschusses der Nationalversammlung) kamen die entscheidenden Gestalter derWeimarer Verfassung aus den Reihen der DDP.

Die Partei strebte einen föderalen Einheitsstaat an und forderte – wie nahezu alle anderen Parteien auch – die Revision desVersailler Vertragswerks. Die DDP bekannte sich zumVölkerbund als Institution eines friedlichen Interessenausgleichs zwischen den Staaten. Sozialpolitisch stand die Partei den Reformbestrebungen derHirsch-Dunckerschen Gewerkvereine nahe und suchte über die Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) einen Ausgleich zwischen den sozial- und wirtschaftspolitischen Vorstellungen von Arbeiterschaft und Bürgertum. Die DDP unterstützte das Prinzip der Privatwirtschaft, forderte jedoch staatliche Interventionsmöglichkeiten. Wegen ihres klaren Bekenntnisses zumLiberalismus und zum parlamentarischen System war die DDP Ziel ständiger Angriffe aus den Reihen der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) und der Deutschvölkischen.[2]

Porträt vonFriedrich Naumann, erster Vorsitzender der DDP, vonMax Liebermann

Das Programm der DDP war eine Synthese aus liberalem und sozialem Gedankengut. In der Vorkriegszeit hatte solches bereits Friedrich Naumann versucht, der auch erster Vorsitzender der Partei wurde; er war evangelischer Theologe und kam aus der christlich-sozialen Bewegung. Anhänger und Mitglieder der Partei rekrutierten sich vor allem aus den freien Berufen, Lehrern und Hochschullehrern, also aus demBildungsbürgertum. Weiter wurde sie getragen von leitenden Angestellten und Beamten, von vorwiegend der Chemie- und der Elektroindustrie zugehörigen Industriellen, von Mittelständlern sowie vonliberalen Juden.

Prominente Mitglieder der DDP waren neben NaumannHugo Preuß (der „Vater“ derWeimarer Verfassung), der AußenministerWalther Rathenau, die PublizistenTheodor Wolff undGeorg Bernhard von derVossischen Zeitung, der spätere ersteBundespräsidentTheodor Heuss,Wilhelm Külz, der PhilosophErnst Cassirer, der FriedensnobelpreisträgerLudwig Quidde, der PazifistHellmut von Gerlach,Eduard Hamm, der GewerkschaftsführerAnton Erkelenz, ReichsjustizministerErich Koch-Weser, ReichswehrministerOtto Geßler, der langjährige Hamburger BürgermeisterCarl Wilhelm Petersen, der Berliner OberbürgermeisterGustav Böß, der Reichstagsabgeordnete und spätere BundesministerErnst Lemmer, der spätere erste Ministerpräsident vonBaden-Württemberg,Reinhold Maier, der spätere erste Ministerpräsident vonSachsen-Anhalt,Erhard Hübener (einziger nicht-kommunistischer Ministerpräsident derSowjetischen Besatzungszone Deutschlands), der Landtagsabgeordnete und Leiter des Hirsch-Dunckerschen Holzarbeiterverbandes Fritz (Friedrich Heinrich) Varnholt, der nachmalige ReichsbankpräsidentHjalmar Schacht, der Schriftsteller und PazifistHarry Graf Kessler sowie kurzzeitig der SoziologeMax Weber. Die DDP bot politisch aktiven Frauen der Weimarer Republik eine Heimat. Beispielhaft genannt seien hierGertrud Bäumer,Helene Glaue,Helene Lange,Adelheid Steinmann,Marianne Weber sowieMarie-Elisabeth Lüders, die spätere Alterspräsidentin desDeutschen Bundestags.

Die DDP war neben der SPD eine der entschiedensten Befürworterinnen der Weimarer Republik. Hochburgen der Partei fanden sich inBerlin,Potsdam,Schleswig-Holstein,Württemberg, dem BereichWeser-Ems und ganz besonders inHamburg, wo der zeitweilige Parteivorsitzende Carl Wilhelm PetersenErster Bürgermeister und damit Regierungschef war.

Bei den ersten reichsweiten Wahlen der noch jungen Republik zurNationalversammlung erreichte die DDP 18 Prozent und bildete 1919/1920 mitSPD undZentrum die „Weimarer Koalition“ als erste Regierung der Weimarer Republik. Zählte die Partei ein Jahr nach ihrer Gründung rund 800.000 Mitglieder, so sank die Mitgliederzahl der DDP bis 1927 auf 117.000.[3] Trotz ihrer stetig schwindenden Größe spielte die DDP in den ersten Jahren der Republik eine wichtige politische Rolle. Zum einen half sie durch ihre Mittelposition zwischen SPD und Zentrum die Weimarer Koalition in Deutschland und insbesondere inPreußen zu stabilisieren. Als Beispiel kann hier der Staatssekretär im preußischen InnenministeriumWilhelm Abegg gelten, der die preußische Polizei neu organisierte und modernisierte. Zum anderen bildeten die Mitglieder der DDP ein bedeutendes Personalreservoir für hohe Positionen in deröffentlichen Verwaltung. Keine andere Partei konnte in diesem MaßeBeamte zur Verfügung stellen, die sowohl die fachliche Ausbildung besaßen als auch dem demokratischen System der Weimarer Republikloyal gegenüberstanden, was bei den meisten aus der Monarchie übernommenen monarchistisch und antidemokratisch gesinnten Beamten zu dieser Zeit nicht der Fall war.

Niedergang in den 1920er Jahren

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Willy Hellpach am Rednerpult (obere Bildhälfte), 1925 der DDP-Kandidat imBerliner Sportpalast beim ersten Wahlgang zur Reichspräsidentenwahl
Otto Geßler, langjähriger Reichswehrminister und zeitweise kommissarischer Reichskanzler mit Parteimitgliedschaft in der DDP

Bei derReichstagswahl am 6. Juni 1920 erhielt die DDP 8,3 Prozent der Stimmen (nach 18,5 Prozent bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919). Die DDP verlor ab 1920 viele Stimmen anDVP,DNVP undInteressenparteien, da Uneinigkeit über den Umgang mit demFriedensvertrag von Versailles bestand, den einige Abgeordnete billigten. Damit einher ging ein Verlust an Mitgliedern, Finanzen und Publikationsorganen. Bedeutende Zeitungen wie dieVossische Zeitung oder dieFrankfurter Zeitung waren zwar DDP-nah, die Partei konnte aber nie ein wichtiges eigenes Parteiblatt wie denVorwärts (SPD) oder später denVölkischen Beobachter (NSDAP) etablieren. Teile der Öffentlichkeit pflegten das – faktisch falsche und antisemitisch aufgeladene – Vorurteil, die DDP sei die „Partei des Hochkapitals“. In den späteren Jahren nutzte die NSDAP dies aus und diffamierte die DDP als „die Judenpartei“.

Ein weiterer Grund für den Abstieg war ein Programm des „sozialen Kapitalismus“, in dem Arbeiter und Unternehmer gegenseitig „Pflicht, Recht, Leistung und Gewinn“[4] anerkennen undSolidarität zwischen Angestellten, Arbeitnehmern und Unternehmern herrschen sollte. Diese visionäre Vorstellung war angesichtsInflation, steigender Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichen Schwierigkeiten unter dem Druck des Versailler Vertrages jedoch realitätsfremd.

Umbenennung in Deutsche Staatspartei

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Erich Koch-Weser, Parteivorsitzender und Minister

Im Juli 1930 vereinigte sich die DDP mit derVolksnationalen Reichsvereinigung zunächst für die anstehendeReichstagswahl zurDeutschen Staatspartei. Das brachte heftige Konflikte innerhalb der Partei mit sich, denn es handelte sich um den politischen Arm des konservativ-antisemitischenJungdeutschen Ordens vonArtur Mahraun.[5] Nach dieser Fusion traten viele Mitglieder des linken Flügels, darunter auchLudwig Quidde undHellmut von Gerlach, aus der Partei aus und gründeten noch 1930 die politisch weitgehend erfolgloseRadikaldemokratische Partei. Der Jungdeutsche Orden löste sich jedoch direkt nach der Reichstagswahl wieder von der DDP, die sich im November 1930 trotzdem auch formell inDeutsche Staatspartei umbenannte.[6]

Bis 1932 war die DStP an der Mehrzahl derReichsregierungen beteiligt, erhielt aber bei den beiden Reichstagswahlen 1932 (eineim Juli und eineim November) nur noch ein Prozent der Stimmen und sank zur Bedeutungslosigkeit herab. Ihre fünf Sitze im Reichstag nach derWahl vom 5. März 1933 erhielt die DStP mit Hilfe einerListenverbindung mit der SPD.[7] Die fünf Abgeordneten der DStP stimmten im Gegensatz zur SPD für dasErmächtigungsgesetz vom 24. März 1933, das die juristische Grundlage für die Errichtung der NS-Diktatur bildete.[8] Ihr „Ja“ zum Ermächtigungsgesetz wurde von dem AbgeordnetenReinhold Maier begründet. Der Schlusssatz seiner Rede lautete:

„Im Interesse von Volk und Vaterland und in der Erwartung einer gesetzmäßigen Entwicklung werden wir unsere ernsten Bedenken zurückstellen und dem Ermächtigungsgesetz zustimmen.“

Reinhold Maier[9]

Parteivorsitzende der DDP und der DStP

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JahrParteiVorsitzender
1919DDPFriedrich Naumann
1919–1924DDPCarl Wilhelm Petersen
1924–1930DDPErich Koch-Weser
1930–1933DStPHermann Dietrich
Gertrud Bäumer, 1927

Bekannte Mitglieder der DDP bzw. DStP

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Ordentliche und außerordentliche Parteitage der DDP und der DStP

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Ordentliche Parteitage der DDPDatumOrt[10]
1. Ordentlicher Parteitag19.–22. Juli 1919Berlin
2. Ordentlicher Parteitag11.–14. Dezember 1920Nürnberg
3. Ordentlicher Parteitag12.–14. November 1921Bremen
4. Ordentlicher Parteitag9.–10. Oktober 1922Elberfeld
5. Ordentlicher Parteitag5.–6. April 1924Weimar
6. Ordentlicher Parteitag4.–6. Dezember 1925Breslau
7. Ordentlicher Parteitag21.–24. April 1927Hamburg
8. Ordentlicher Parteitag4.–6. Oktober 1929Mannheim
Außerordentliche Parteitage der DDPDatumOrt
Außerordentlicher Parteitag13.–15. Dezember 1919Leipzig
Außerordentlicher Parteitag1.–2. November 1924Berlin
Außerordentlicher Parteitag8. November 1930Hannover
Parteitage der DStPDatumOrt
1. Ordentlicher Parteitag27.–28. September 1931Berlin

Entwicklung nach der NS-Machtergreifung

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Selbstauflösung 1933

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Da sie mittels Wahlvorschlägen der Sozialdemokratischen Partei errungen worden waren, erloschen die Mandate der Reichstagsabgeordneten der DStP im Juli 1933 aufgrund der Vorschrift des § 1 derVerordnung zur Sicherung der Staatsführung des nationalsozialistischen ReichsinnenministersFrick, die dieser mit Berufung auf § 18 desGleichschaltungsgesetzes vom 31. März 1933 (Reichsgesetzblatt I, S. 153) am 7. Juli 1933 erließ.[11]

Die von denNationalsozialisten erzwungene Selbstauflösung der DStP erfolgte am 28. Juni 1933. Mit dem am 14. Juli erlassenenGesetz gegen die Neubildung von Parteien wurde kurze Zeit später die Existenz einer einzigen Partei imNS-Staat, derNSDAP, gesetzlich festgeschrieben und jegliches Wirken für andere Parteien unter Strafe gestellt.[12]

Widerstand gegen den Nationalsozialismus

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Einzelne Mitglieder der DStP beteiligten sich amWiderstand gegen den Nationalsozialismus. Eine linksliberale Widerstandsgruppe, dieRobinsohn-Strassmann-Gruppe, bestand im Wesentlichen aus ehemaligen DDP/DStP-Mitgliedern. Ein bürgerlicher Widerstandszirkel mit rund sechzig Mitgliedern war derSperr-Kreis in Bayern. Er bestand aus dem DiplomatenFranz Sperr sowie den früheren Weimarer Reichsministern und DDP-MitgliedernOtto Geßler undEduard Hamm.[13] Viele ehemalige Mitglieder der DDP bzw. der Radikaldemokratischen Partei sahen sich wegen ihrer Haltung gegen das Regime oder ihrer pazifistischen Einstellung auch zur Flucht insExil gezwungen, unter ihnen beispielsweiseLudwig Quidde oderWilhelm Abegg, andere wurden von den Nationalsozialisten ermordet, unter ihnenFritz Elsas.[14]

DDP-Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg

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Frühere Mitglieder der DDP waren nach demZweiten Weltkrieg maßgeblich an der Gründung derFDP (z. B.Theodor Heuss,Thomas Dehler oder Reinhold Maier) bzw.LDPD (z. B.Wilhelm Külz,Eugen Schiffer oderWaldemar Koch) beteiligt, andere gingen zurCDU (unter anderemErnst Lemmer undAugust Bach) oderSPD (unter anderemErich Lüth). Vereinzelt gab es auch ehemalige DDP-Politiker in anderen deutschen Parteien.

Die seinerzeit DDP-nahe JugendorganisationJungdemokraten bestand, nach wechselvollerGeschichte, bis 2018 fort.

Wahlergebnisse der DDP beziehungsweise (ab 1930) der DStP

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Reichstagswahlen 1919 bis 1933

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Ergebnisse derReichstagswahlen einschließlich der Wahl
zur VerfassunggebendenNationalversammlung (1919).

19. Januar 191918,5 %75 SitzeListe der Mitglieder
6. Juni 19208,3 %39 SitzeListe der Mitglieder
4. Mai 19245,7 %28 SitzeListe der Mitglieder
7. Dezember 19246,3 %32 SitzeListe der Mitglieder
20. Mai 19284,9 %25 SitzeListe der Mitglieder
14. September 19303,8 %20 SitzeListe der Mitglieder
31. Juli 19321,0 %4 SitzeListe der Mitglieder
6. November 19321,0 %2 SitzeListe der Mitglieder
5. März 19330,9 %5 SitzeListe der Mitglieder

Preußische Landtagswahlen 1919 bis 1933

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Wahlen zumPreußischen Landtag 1919 bis 1933
191916,2 %65 Sitze
192105,9 %26 Sitze
192405,9 %27 Sitze
192804,4 %21 Sitze
193201,5 %02 Sitze
193300,7 %03 Sitze

Siehe auch

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Quellen

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  • Rainer Erkens,Horst R. Sassin:Dokumente zur Geschichte des Liberalismus in Deutschland 1930–1945. Comdok, St. Augustin 1989,ISBN 3-89351-026-5.
  • Volker Stalmann:Bernhard Falk (1867–1944). Erinnerungen eines liberalen Politikers (=Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band III/12). Droste, Düsseldorf 2012,ISBN 3-7700-5310-9.
  • Konstanze Wegner (Bearb.):Linksliberalismus in der Weimarer Republik. Die Führungsgremien der Deutschen Demokratischen Partei und der Deutschen Staatspartei 1918–1933. Eingeleitet vonLothar Albertin (=Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band III/5). Droste, Düsseldorf 1980,ISBN 3-7700-5104-1.

Literatur

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  • Lothar Albertin:Liberalismus und Demokratie am Anfang der Weimarer Republik. Eine vergleichende Analyse der Deutschen Demokratischen Partei und der Deutschen Volkspartei (=Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 45). Droste, Düsseldorf 1972,ISBN 3-7700-5070-3.
  • Bruce B. Frye:Liberal Democrats in the Weimar Republic. The History of the German Democratic Party and the German State Party. Southern Illinois University Press, Carbondale 1985,ISBN 0-8093-1207-7.
  • Ewald Grothe:Linksliberalismus in der Weimarer Republik. Eine Skizze. In: Ders.,Aubrey Pomerance,Andreas Schulz (Hrsg.):Ludwig Haas. Ein deutscher Jude und Kämpfer für die Demokratie. Droste, Düsseldorf 2017,ISBN 978-3-7700-5335-3, S. 177–186.
  • Jens Hacke:Existenzkrise der Demokratie. Zur politischen Theorie des Liberalismus in der Zwischenkriegszeit. Suhrkamp, Berlin 2018,ISBN 978-3-518-29850-3 (zugleich: Humboldt-Universität, Habilitationsschrift, 2017).
  • Jürgen C. Heß:Das ganze Deutschland soll es sein. Demokratischer Nationalismus in der Weimarer Republik am Beispiel der Deutschen Demokratischen Partei (=Kieler historische Studien. Band 24). Klett-Cotta, Stuttgart 1978,ISBN 3-12-910820-3.
  • Larry Eugene Jones:German Liberalism and the Dissolution of the Weimar Party System 1918–1933. University of North Carolina Press, Chapel Hill 1988,ISBN 0-8078-1764-3.
  • Dieter Langewiesche:Liberalismus in Deutschland, Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1988,ISBN 3-518-11286-4, S. 240–286.
  • Werner Schneider:Die Deutsche Demokratische Partei in der Weimarer Republik. 1924–1930. Fink, München 1978,ISBN 3-7705-1549-8.
  • Joachim Stang:Die Deutsche Demokratische Partei in Preußen. 1918–1933 (=Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 101). Droste, Düsseldorf 1994,ISBN 3-7700-5178-5.
  • Werner Stephan:Aufstieg und Verfall des Linksliberalismus 1918–1933. Die Geschichte der Deutschen Demokratischen Partei. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1973,ISBN 3-525-36162-9.

Weblinks

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Commons: Deutsche Demokratische Partei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Horst Wagner:Die Gründung der DDP 1918. In:Berlinische Monatsschrift (Luisenstädtischer Bildungsverein). Heft 11, 1998,ISSN 0944-5560 (luise-berlin.de). 
  2. Die Deutsche Demokratische Partei (DDP) auf der Website des Deutschen Historischen Museums, Berlin.
  3. DHM-LEMO:DDP als Hüterin der Demokratie, 3. Abschnitt.
  4. Wahlaufruf der DDP. In:Der Demokrat 5, 1924, S. 86, zitiert in Werner Schneider:Die Deutsche Demokratische Partei in der Weimarer Republik. 1924–1930. Fink, München 1978, S. 58.
  5. Heinrich August Winkler:Der lange Weg nach Westen. Deutsche Geschichte 1806–1933, Bonn 2002, S. 487.
  6. Christof Brauers:Die FDP in Hamburg 1945 bis 1953. München 2007, S. 75 ff.
  7. Deutsche Demokratische Partei (DDP) / Deutsche Staatspartei 1918–1933 (Deutsches Historisches Museum).
  8. Amtliches Protokoll der Reichstagssitzung vom 23. März 1933, s. DStP.
  9. Verhandlungen des Reichstags, stenographischer Bericht, 23. März 1933, S. 25 C, S. 38.
  10. Konstanze Wegner (Bearb.):Linksliberalismus in der Weimarer Republik. Die Führungsgremien der Deutschen Demokratischen Partei und der Deutschen Staatspartei 1918–1933. Eingeleitet von Lothar Albertin (=Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band III/5). Droste, Düsseldorf 1980, S. XX.
  11. Text derVerordnung zur Sicherung der Staatsführung vom 7. Juli 1933 imReichsgesetzblatt in retrodigitalisierter Form beiALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online.
  12. Text desGesetzes gegen die Neubildung von Parteien vom 14. Juli 1933 (Memento vom 21. Dezember 2008 imInternet Archive) bei verfassungen.de.
  13. Dazu: Manuel Limbach:Bürger gegen Hitler. Vorgeschichte, Aufbau und Wirken des bayerischen »Sperr-Kreises«. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2019 (=Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 102).
  14. Dazu: Rainer Erkens,Horst R. Sassin:Dokumente zur Geschichte des Liberalismus in Deutschland 1930–1945, Sankt Augustin 1989; Eric Kurlander:Living with Hitler. Liberal Democrats in the Third Reich, New Haven/London 2009; Horst Sassin:Liberale im Widerstand. Die Robinsohn-Strassmann-Gruppe 1934–1942, Hamburg 1993; Horst R. Sassin:Widerstand, Verfolgung und Emigration Liberaler 1933–1945, Bonn 1983.
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