Detroit Vipers
Detroit Vipers | |
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Gründung | 1969 |
Auflösung | 2001 |
Geschichte | Salt Lake Golden Eagles 1969–1994 Detroit Vipers 1994–2001 |
Stadion | Palace of Auburn Hills |
Standort | Auburn Hills,Michigan |
Teamfarben | weiß, türkis, schwarz |
Turner Cups | 1996/97 |
DieDetroit Vipers waren eineEishockeymannschaft in derInternational Hockey League. Sie spielten von 1994 bis 2001 inAuburn Hills,Michigan,USA imPalace of Auburn Hills.
Geschichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Eishockey-Tradition in Detroit
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]In Detroit gab es schon eine lange Eishockeytradition, bevor die Detroit Vipers Mitte der neunziger Jahre ihr erstes Spiel bestritten. Mit denDetroit Red Wings spielte eine traditionsreiche Mannschaft derNational Hockey League in der Stadt, die bereits 1926 gegründet wurde und sieben Mal denStanley Cup gewonnen hatte. Immer wieder gab es weitere Mannschaften wie dieDetroit Olympics, die sich in Detroit niederließen und in unterklassigen Ligen spielten, jedoch blieben sie meistens nicht langfristig in der Stadt.
Von Salt Lake City nach Detroit
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]1969 wurde die Mannschaft derSalt Lake Golden Eagles im US-BundesstaatUtah gegründet, die ihre ersten fünf Jahre in derWestern Hockey League bestritten, ehe sie in dieCentral Hockey League wechselten. Als die Liga jedoch 1984 ihren Spielbetrieb einstellte, wurden die Golden Eagles von derInternational Hockey League aufgenommen, wo sie weitere zehn Jahre spielten.
1994 kaufte das Unternehmen Palace Sports and Entertainment dasFranchise und siedelte es nachAuburn Hills, einem Vorort von Detroit, um. Durch einen Sponsorenvertrag mit dem AutobauerChrysler, der mit seiner TochtergesellschaftDodge den WagenDodge Viper vertrieb, erhielt die Mannschaft schließlich den Namen Detroit Vipers.
Rick Dudley, der zuvor schon bei denBuffalo Sabres tätig war, wurde als Cheftrainer verpflichtet, und zur Saison 1994/95 nahmen die Vipers ihren Spielbetrieb auf. Begünstigt durch den verspäteten Beginn derNHL-Saison aufgrund einesLockout, konnte die Mannschaft vor vielen Zuschauern spielen und verbuchte pro Spiel fast 17.000 verkaufte Eintrittskarten. Auch auf dem Eis hatte das Team gleich in der ersten Spielzeit Erfolg, als sie den dritten Rang nach der regulären Saison belegten. Vor allem die StürmerDaniel Shank,Lonnie Loach undPeter Ciavaglia, der über mehrere Jahre ein Führungsspieler der Mannschaft sein sollte, stachen hervor.
Zur Saison 1995/96 konnten die Vipers mitPeter Bondra einen prominenten Neuzugang verbuchen, der mit denWashington Capitals aus der NHL keine Einigung über einen neuen Vertrag erzielen konnte. Beide Seiten einigten sich nach einigen Wochen doch, und Bondra beendete nach sieben Spielen mit acht Toren sein Gastspiel in der IHL. Zudem verpflichteten sie mitRich Parent einen jungen Torhüter, der als Nummer zwei nur eingeschränkt zum Einsatz kam, aber dadurch überzeugen konnte, dass er die gleiche Anzahl an Spielen gewann wie StammtorhüterDarrin Madeley, der doppelt so viele Einsätze hatte. Zudem schloss sich der erfahrene VerteidigerBrad Shaw dem Team an. Die Vipers beendeten die Saison wieder unter den besten Mannschaften, scheiterten aber in denPlayoffs in der zweiten Runde.
Erfolge und Turner-Cup-Sieg
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Sommer 1996 konnte man die Verpflichtung des 17-jährigenSergei Samsonow vermelden, der aus Russland gekommen war und vor seiner ersten Saison in Nordamerika stand. Samsonow verstärkte die gut aufgestellte Offensive um Peter Ciavaglia,Todd Simon undStan Drulia. In der Verteidigung ragten Brad Shaw undPhil Von Stefenelli hervor, und im Tor bildeten Rich Parent undJeff Reese ein gutes Tandem. Zudem stand mitSteve Ludzik ein neuer Trainer hinter der Bande. Die Vipers waren schließlich das stärkste Team während der regulären Saison und ihre Spieler wurden mehrfach ausgezeichnet. So erhielten die Torhüter denJames Norris Memorial Trophy für die wenigsten Gegentreffer und Samsonow dieGarry F. Longman Memorial Trophy als besterRookie. Auch in den Playoffs dominierte die Mannschaft die Konkurrenz und gewannen schließlich denTurner Cup. Peter Ciavaglia erhielt durch seine 33 Scorerpunkte in den 21 Playoffspielen dieN.R. "Bud" Poile Trophy alswertvollster Spieler der Endrunde.
Zur Saison 1997/98 gehörten mitJimmy Carson undBrent Fedyk zwei erfahrene Profis zum Team, wobei Fedyk noch während der Spielzeit wechselte.John Grudden verstärkte die Verteidigung und im Angriff gelangDan Kesa undSteve Walker der Durchbruch, als sie sich innerhalb der Mannschaft zu den besten Offensivkräften der Saison entwickelten. Die Vipers knüpften an die guten Leistungen der Vorjahre an und lagen erneut unter den besten Mannschaften der Liga. Auch in den Playoffs hatten sie wieder Erfolg und erreichten erneut das Finale, wo sie diesmal jedoch denChicago Wolves unterlegen waren.
Ein besonderer Höhepunkt der Saison 1997/98 war ein Kurzeinsatz der 69-jährigen EishockeylegendeGordie Howe, der mit den Detroit Red Wings große Erfolge gefeiert hatte. Mit seinem Comeback wurde Howe der einzige professionelle Eishockeyspieler, der in sechs Jahrzehnte auf dem Eis stand.
Angeführt von Walker, Ciavaglia, Drulia und Shaw absolvierten die Vipers 1998/99 wieder eine erfolgreiche Saison und erreichten zum fünften Mal in Folge die Marke von 100 Punkten in der Hauptrunde. Wichtiger Rückhalt waren dabei aber auch die TorhüterKevin Weekes undAndrei Trefilow, die die wenigsten Gegentreffer in der Liga zuließen. Die Playoffs endeten schließlich in einem umkämpften Halbfinale gegen dieOrlando Solar Bears, das die Vipers erst im siebten und entscheidenden Spiel in der Verlängerung verloren.
Sportlicher und wirtschaftlicher Abstieg
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Sommer 1999 gab es einige Veränderungen in der Organisation der Vipers. Ihre Betreibergesellschaft, Palace Sports and Entertainment, kaufte die NHL-MannschaftTampa Bay Lightning, für die die Vipers ab sofort alsFarmteam fungierten. Ihr bisheriger Trainer Steve Ludzik wurde zum Cheftrainer von Tampa Bay ernannt undPaulin Bordeleau wurde sein Nachfolger in Detroit. Zudem musste die Mannschaft die Abgänge von Stan Drulia, Brad Shaw sowie der beiden Torhüter Weekes und Trefilow verkraften und durch die Abberufung von Spielern in die NHL durch die Lightning wechselte die Stammformation während der Saison häufig. Die Folge war eine sportliche Talfahrt, sodass die Vipers nach fünf sehr erfolgreichen Jahren die Saison 1999/2000 abgeschlagen auf dem letzten Platz der Liga beendeten.
Zur Saison 2000/01 übernahm der ehemalige Verteidiger Brad Shaw das Traineramt in Detroit. Währenddessen verließen auch Peter Ciavaglia und Steve Walker die Mannschaft, die nun fast ausschließlich aus unerfahrenen Spielern im Alter von Anfang 20 Jahren bestand. Die Vipers knüpften an die schlechte Saison des Vorjahres an und belegten erneut mit 25 Punkten Rückstand auf das nächstbeste Team den letzten Platz der IHL.
Die sportliche Krise hatte wirtschaftliche Folgen und die Detroit Vipers verbuchten den schlechtesten Zuschauerschnitt in der Liga. Palace Sports and Entertainment entschloss sich daraufhin ein neues Farmteam für die Tampa Bay Lightning zu suchen. Die Liga selbst hatte in den Jahren zuvor schon mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen gehabt und entschied sich im Sommer 2001 den Spielbetrieb einzustellen. Zum gleichen Schritt entschlossen sich auch die Detroit Vipers.
Erfolge und Ehrungen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Vereinsrekorde
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Karriere
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Name | Anzahl | |
Meiste Spiele | Peter Ciavaglia | 355(in 6 Spielzeiten) |
Meiste Tore | Peter Ciavaglia | 108 |
Meiste Vorlagen | Peter Ciavaglia | 249 |
Meiste Punkte | Peter Ciavaglia | 357(108 Tore + 249 Vorlagen) |
Meiste Strafminuten | Darren Banks | 777 |
Meiste Siege als Torhüter | Rich Parent | 54 |
MeisteShutouts | Rich Parent Jeff Reese | 8 |
Saison
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Name | Anzahl | Saison | |
Meiste Tore | Daniel Shank | 44 | 1994/95 |
Meiste Vorlagen | Peter Ciavaglia | 59 | 1994/95 |
Meiste Punkte | Lonnie Loach | 86(35 Tore + 51 Vorlagen) | 1995/96 |
Meiste Strafminuten | John Craighead | 368 | 1995/96 |
Meiste Siege als Torhüter | Rich Parent | 31 | 1996/97 |
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Saisonstatistiken der Detroit Vipers auf hockeydb.com
- Spielerliste der Detroit Vipers auf hockeydb.com