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Dendera

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
In diesem Artikel fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Der Artikel behandelt im Moment fast ausschliesslich den Ruinenkomplex im Süden. Tatsächlich ist Dendera aber ein ganzer Ort weiter nördlich direkt am Nil, siehe Google Maps wenn man mit den angegebenen Koordinaten weit genug raus scrollt.
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Dendera inHieroglyphen
N16
N35
D21
D21
X1
O49

N16
N35
F31
W7
X1
O49

Tantarer / Taentem
T3 n trr /T3 n tm
Dendera

O28W24
X1
,
O28n
X1
O49

Iunet
Jwnt
Dendera

GriechischTentyris, Tentyra
KoptischTentore
Der Tempelkomplex zu Dendera
Dendera (Ägypten)
Dendera (Ägypten)
Dendera
Lage in Ägypten

Dendera (auchDendara,Dandara,Dendrah;altägyptischIunet,Tantarer,Taentem;altgriechischΤέντυραTentyra;arabisch دندرة,DMGDandara) ist ein Ort imoberägyptischenGouvernement Qina mit einemarchäologisch bedeutendenHathor-Tempel.

Dendera liegt etwas mehr als 55 km nördlich vonLuxor am linken Ufer desNil gegenüber der StadtKena (Kene) am Rande der Wüste. Die Ruinen der altägyptischen Stadt befinden sich in der Nähe des Ortes am Rande der Wüste auf einer Bergebene.

Geschichte

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Gemälde von David Roberts

Die Geschichte des Ortes begann bereits in derprädynastischen Zeit. Dies wird dokumentiert durch einen uralten Friedhof unweit der Mauern um den Hathor-Tempel.

Dendera war die Hauptstadt dessechsten Gaues von Oberägypten, die Lokalgöttin warHathor. Der Plan des Haupttempels geht aufCheops zurück.Pepi I. restaurierte ihren Tempel später.

Bis zu Beginn der Ausgrabungen war der Tempel bis zur Hälfte im Wüstensand versunken, was viele der Fresken vorBildersturm undVandalismus bewahrte. Die oberen Räume wurden als Stallungen und Behausungen mit offenen Feuerstellen genutzt, weshalb die Decken noch immer rußgeschwärzt sind und die ehemalige Bemalung nicht rekonstruierbar ist.

Ruinen

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Nekropole

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Außenmauer des Hathor-Tempels von Dendera

Hinter der Stadt, in der Wüste, befindet sich ein umfangreicher Friedhof. Diverse Grabungen erbrachten hier vor allem großeMastabas des spätenAlten Reiches und der1. Zwischenzeit. Diese Grabanlagen waren teilweise reich mit Inschriften dekoriert und sind eine wertvolle Quelle für diese Periode. Andere Grabanlagen datieren aus derptolemäischen undrömischen Zeit.

Tempel von Dendera

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Hauptartikel:Tempel von Dendera

Umfassungsmauern

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Ursprünglich gab es drei Umfassungsmauern im Bezirk der Göttin Hathor, von denen lediglich diejenige für den großen Hathor-Tempel gut erhalten ist. Sie ist etwas mehr als 290 m lang, und 280 m breit, hat eine Basisbreite zwischen 10 und 12 m und erreicht eine Höhe von 10 m.

Hathor-Tempel

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Die Säulenhalle des Tempels

Berühmt ist besonders ein derHathor gewidmeter Tempel, der, zur Zeit der6. Dynastie entstanden, später umgebaut wurde. Er ist nord-südlich orientiert und auf den Nil ausgerichtet. Seine sichtbare Gestalt erhielt er, als Kopie des uraltenHeiligtums, unter den letztenPtolemäern und erstenrömischen Kaisern. Die Bauarbeiten am Tempel begannen unter den Ptolemäern und wurden erst bei denRömern abgeschlossen.

Das Gebäude, an dessen Vollendung 200 Jahre gearbeitet wurde, ist gut erhalten und ausgezeichnet durch die Einzigartigkeit derArchitektur sowie durch Reichtum und saubere Ausführung der Bildwerke undHieroglyphen. Wände und Säulen sind mit feinen Skulpturen ganz bedeckt. Die Wandskulpturen im Inneren stellen dieOpfer darbringenden KaiserAugustus,Tiberius,Claudius undNero im altägyptischen Stil dar.

Durch dasPortal führt der Weg in eine unter Augustus begonnene, unter Nero vollendete imposante Halle, die von 24 Säulen in vier Reihen getragen wird und im Inneren 27,5 m hoch und 43 m lang ist. Darauf folgen drei Säle von verschiedener Größe und ein von elf Zellen umgebenesAdyton. Der ganze Tempel hat eine Länge von 81 m und ist 34 m breit. Die Freilegung des Hathor-Tempels begann 1875 durchJohannes Dümichen.

Heiligtum der Isis und Mammisi

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Neben der westlichen Ecke des großen Baues liegt ein kleines, unter Nero vollendetes Heiligtum derIsis, zu dessenPylonen einDromos von 170 Schritt Länge führte. 90 Schritt nördlicher vom Heiligtum der Isis liegt das der Hathor gewidmeteMammisi (Geburtshaus), früher fälschlichTyphonium genannt.

Weitere Anlagen

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Westlich des Tempels liegt der Heilige See, der mit Palmen bewachsen ist. Der unterirdisch angelegte Stollen zum Nil ist immer noch intakt und der Pegelstand kann in einem der beiden Stollenzugänge geprüft werden, weshalb man diese Einrichtung auchNilometer nennt.

Hinter dem großen Hathor-Tempel befinden sich der Tempel derIsis und die Typhonien. Der Isis-Tempel ist sehr klein und steht hinter der Westecke des Hathor-Tempels. Er wurde unter Augustus gebaut und ausgeschmückt. Der zweite, größere Tempel steht im Norden des Hathor-Tempels und wurde unterTrajan errichtet. Einige Darstellungen dort stammen aus der Zeit vonHadrian undAntoninus Pius.

Fragwürdige „Glühbirnen“ von Dendera

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Umstrittene Darstellung einer „Glühbirne“ von Dendera
Hauptartikel:Glühbirnen von Dendera

In derÄgyptologie wird eine Motivgruppe, die im Hathortempel an mehreren Stellen zu sehen ist, als Darstellung des „Gottes auf der Blüte“ interpretiert.

Manche bezeichnen diese Motivgruppe auch als „Glühbirnen von Dendera“, was Anlass ist fürparawissenschaftliche Spekulationen zu der Frage, ob die alten Ägypterelektrisches Licht in Form von Glühlampen kannten.

Tierkreise von Dendera

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Hauptartikel:Astronomie im Alten Ägypten

An der Decke der Halle des Haupttempels wurden während derExpeditionNapoleons neben der riesenhaften Gestalt der HimmelsgöttinNut (daher auchHimmelssaal genannt) zwei berühmteTierkreise gefunden, von denen einer im Jahr 1820 von einem Franzosen ausgesägt wurde und seit 1822 in der ägyptischen Abteilung desLouvre inParis ausgestellt wird. Frankreich hat später für Ägypten eine Kopie anfertigen lassen.

Tierkreiszeichen

Auf diesem Tierkreis erscheint derLöwe als Anfangszeichen nach dem Schnittpunkt vonEkliptik undErdäquator. Von der Lage dieser Durchschnittspunkte hängt aber der Ort derSonnenwende (Solstitium) ab, der immer in der Mitte von beiden liegen muss. Auf dem Tierkreis von Dendera ist er imKrebs verzeichnet. Aus dieser Abweichung vom gegenwärtigen Stand derSonne glaubten die Wissenschaftler, auf das Alter dieses Tierkreises schließen zu können. Es ergab sich nur eine Differenz, je nachdem ob jenes Solstitium als Winter- oder als Sommersonnenwende betrachtet wurde.

Der Streit darüber hat die verschiedensten Behauptungen hervorgerufen, wie z. B. Fourier die Entstehung desselben zwischen 2500 v. Chr. und 2100 v. Chr., Lalande um 1300 v. Chr. oder 1200 v. Chr., Biot nicht vor 716 v. Chr. und Visconti nicht vor 328 v. Chr. setzt. Die Entdeckungen vonJean-François Champollion beendeten diese Spekulationen.

Heiliger See, vom Dach des Tempels aus gesehen

Nach Angaben des Louvre wird er auf 51 v. Chr. geschätzt, alsPtolemaios XII. (Theos Philopator Philadelphos Neos Dionysos) ihn neu anlegte, wie dieKrypten des Unterhauses zeigen. Die Darstellungen stammen teilweise aus der Regierung der KöniginKleopatra, die auf der äußeren Hinterwand des Tempels zusammen mit ihrem SohnCäsarion in 4 m hoher Gestalt abgebildet ist.

Die Vorhalle des Tempels, die den zweiten Tierkreis enthält, wurde zwischen 32 und 37 n. Chr. von den Bewohnern Tentyras unter KaiserTiberius errichtet. Die Wandskulpturen des hinteren Tempels sind in der Regierungszeit von Kleopatra undAugustus, die desPronaos unter Tiberius,Caligula,Claudius und Nero angefertigt worden.

Siehe auch

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Literatur

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  • Dieter Arnold:Die Tempel Ägyptens. Götterwohnungen, Baudenkmäler, Kultstätten Bechtermünz, Augsburg 1996,ISBN 3-86047-215-1, S. 164–168.
  • Dieter Arnold:Dendera. In:Lexikon der ägyptischen Baukunst. Artemis & Winkler, Zürich 1997,ISBN 3-7608-1099-3, S. 64–66.
  • Mariette Auguste:Dendérah: description générale du grand temple de cette ville. 5 Bände. Paris 1870–1874 (online).
  • Hans Bonnet:Dendera. In:Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. Nikol, Hamburg 2000,ISBN 3-937872-08-6, S. 155f.
  • Sylvie Cauville, Anni Gasse:Fouilles de Dendara. In:Bulletin de l'Institut français d'archéologie orientale. Nr. 88, Kairo 1988,ISSN 0255-0962
  • Sylvie Cauville, Alain LeclerLe temple de Dendera. Guide archéologique. Institut Franc̣ais d'Archéologie Orientale, Kairo 1990,ISBN 2-7247-0095-3, S. 34–37 u. S. 73–75 (Digitalisat.).
  • Sylvie Cauville:Le temple d'Isis à Dendera. In:Bulletin de la Société française d'égyptologie. Nr. 123, Paris 1992.
  • Sylvie Cauville: Dendera. In: Kathryn A. Bard (Hrsg.):Encyclopedia of the Archaeology of Ancient Egypt. Routledge, London 1999,ISBN 0-415-18589-0, S. 252–54..
  • E. Winter:A Reconsideration of the Newly Discovered Building Inscription on the Temple of Denderah. In:Göttinger Miszellen. Nr. 108, Göttingen 1989,ISSN 0344-385X.

Weblinks

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Commons: Tempelkomplex von Dendera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Dendera – Reiseführer

26.14219444444432.669722222222Koordinaten:26° 9′ N,32° 40′ O

Normdaten (Geografikum):GND:4011435-1 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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