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Das Kriminalmuseum

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Fernsehserie
TitelDas Kriminalmuseum
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
GenreKriminalfilm
Länge60 bis 75 Minuten
Episoden41 (Liste)
Produktions­unternehmenIntertel Television
ProduktionHelmut Ringelmann
MusikMartin Böttcher (Titelmusik + 5 Folgen)
Erstausstrahlung4. Apr. 1963 – 7. Aug. 1970 auf ZDF

Das Kriminalmuseum ist der Titel einer deutschen Fernseh-Krimireihe, deren insgesamt 41 Folgen zwischen 1963 und 1970 produziert und erstmals ausgestrahlt wurden. Die Reihe gilt als erste Krimiserie im Abendprogramm desZDF, das bei der Ausstrahlung der ersten Folge erst vier Tage auf Sendung war. Produziert wurden die Filme von der Intertel Television GmbH, deren Geschäftsführer bis 1968Helmut Ringelmann war. Die ca. 60 bis 75 Minuten langen Episoden mit wechselnden Darstellern basieren laut Abspann auf realen Begebenheiten. Die bis zuletzt erfolgreiche Sendereihe, deren FolgenEinschaltquoten zwischen 45 und 60 Prozent[1] erzielten, wurde 1968 eingestellt und vonDer Kommissar abgelöst. 1969 und 1970 wurden noch zwei Episoden außerhalb der eigentlichen Reihe gesendet.

Hintergrund

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Die ReiheDas Kriminalmuseum besteht aus in sich geschlossenen, selbstständigen Filmen mit Lösung des Falles in der jeweiligen Folge. LautCredits handelt es sich um authentische Fälle mit veränderten Personen- und Ortsnamen, womit man sich deutlich an der seit 1958 vomNDR produzierten SendereiheStahlnetz orientierte.

Der Vorspann der Einzelfolgen beginnt mit einer Kamerafahrt durch ein Kriminalmuseum, die bei einem der Exponate endet, dessen Geschichte dann erzählt wird. Dazu erklärt eine Stimme aus demOff unter anderem, dass es sich um eines jener Kriminalmuseen handle, das jungen Justiz- und Polizeibeamten zeigen soll, wie die moderneKriminalistik stumme Zeugen zum Reden bringt. Der Einleitungstext wurde vonReinhard Glemnitz gesprochen und im Laufe der Zeit mehrmals leicht verändert. Anders als beiStahlnetz beschränkt sich der Off-Kommentar auf den Vorspann. Ab der dritten Folge befindet sich im Abspann der Hinweis „nach einem Fall aus der Kriminalgeschichte“, welcher später in „nach Unterlagen der Kriminalpolizei frei gestaltet“ geändert wurde.

Obwohl die Fernsehreihe bis zuletzt äußerst beliebt war und hohe Einschaltquoten erreichte, wurde sie Ende 1968 eingestellt. Dem damaligen ZDF-ProgrammchefJoseph Viehöver wurde später vorgeworfen, erfolgreiche Intertel-Produktionen wieDas Kriminalmuseum oderDie fünfte Kolonne aus dem Programm genommen zu haben, um dem mit ihm befreundetenHelmut Ringelmann behilflich zu sein. Dieser hatte 1968 die Intertel verlassen und die Neue Münchner Fernsehproduktion gegründet, welche anschließend mit der Herstellung der NachfolgeserieDer Kommissar beauftragt wurde.[1]

Darsteller

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In jeder Episode sind andere Ermittler zu sehen, deren Arbeit den Mittelpunkt der Handlung bildet. Entsprechend wurden diese mit namhaften Schauspielern besetzt, darunterPaul Dahlke,René Deltgen,Heinz Engelmann,Alexander Kerst,Kurt Meisel,Günther Neutze,Werner Peters,Günter Pfitzmann,Alfred Schieske,Günther Ungeheuer,Wolfgang Völz oderHeinz Weiss.

Für die Darstellung weiterer Rollen wurden ebenfalls bekannte Schauspieler verpflichtet, so zum BeispielIvan Desny,Hannelore Elsner,Gustav Fröhlich,Jan Hendriks,Siegfried Rauch,Gustl Weishappel,Wolfgang Kieling,Paul Klinger,Ruth Maria Kubitschek,Helmuth Lohner,Hubert von Meyerinck,Günther Neutze,Eva Pflug,Wolfgang Preiss,Dunja Rajter,Alexander Kerst,Rolf Castell,Franz Schafheitlin,Hannelore Schroth,Erik Schumann,Rudolf Schündler,Karel Štěpánek,Horst Tappert,Gisela Uhlen,Elisabeth Volkmann,Christian Wolff,Hans Zesch-Ballot oderJean-Pierre Zola. Die prominent besetzten Gastrollen trugen wesentlich zum Erfolg der Serie bei und gehörten später ebenso beiDer Kommissar,Derrick undDer Alte zum Markenzeichen der Produktionen von Helmut Ringelmann.

Einige Darsteller wirkten in mehreren Folgen mit, wobei manche sowohl Ermittler als auch andere Rollen spielten.Erik Ode, der in drei Episoden den Ermittler verkörperte, überzeugte laut RegisseurErich Neureuther so gut, dass man ihm deshalb die Rolle des Kommissars Keller in der NachfolgeserieDer Kommissar anbot. Auch die später imKommissar-Team mitwirkenden DarstellerReinhard Glemnitz,Günther Schramm,Emely Reuer undRosemarie Fendel waren bereits in Folgen vonDas Kriminalmuseum zu sehen.

In der Reihe kamen auch Nachwuchsschauspieler wieJürgen Draeger,Horst Janson,Monika Peitsch oderWerner Pochath zum Einsatz, für dieDas Kriminalmuseum einen wichtigen Karriereschritt bedeutete. Daneben wirkten immer wieder Darsteller aus dem komischen Rollenfach mit, darunterKlaus Dahlen,Franz Muxeneder,Kurt Schmidtchen,Walter Sedlmayr undRalf Wolter. Bayerische Volksschauspieler wieLudwig Schmid-Wildy oderKarl Obermayr sorgten in kleinen Nebenrollen für Lokalkolorit in den zahlreichen Folgen, die in München spielen.

Produktionsstab

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Im Gegensatz zum VorbildStahlnetz und zur NachfolgeserieDer Kommissar engagierte man fürDas Kriminalmuseum mehrere Autoren, die neben den wechselnden Darstellern zur Abwechslung innerhalb der Reihe beitrugen. Insgesamt neun und damit am meisten Drehbücher stammen vonBruno Hampel. Die am häufigsten eingesetzten Regisseure warenHelmuth Ashley (13 Folgen),Wolfgang Becker (7 Folgen) undTheodor Grädler (4 Folgen). Bei jeweils acht Episoden fungiertenFranz Xaver Lederle undManfred Ensinger als Kameramänner. Verantwortliche Szenenbildner waren zumeistWolf Englert (15 Folgen) undMax Mellin (12 Folgen).

Martin Böttcher, 2002, Komponist der Titelmelodie

Musik

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DieTitelmelodie schrieb der KomponistMartin Böttcher. Zu fünf Einzelfolgen komponierte er die komplette Musik. Für die EpisodeDer Scheck wurde die Musik – im Gegensatz zu den anderen vier Episoden – in Stereo aufgenommen; das Hauptthema daraus wurde in der KrimiseriePfarrer Braun wiederverwendet, zu der ebenfalls Böttcher die Musik beisteuerte. Die Illustrations- und Abspannmusik zu den übrigen Folgen vonDas Kriminalmuseum stammten aus der Feder weiterer, zum Teil namhafter Filmkomponisten:Horst Dempwolff,Erich Ferstl,Erwin Halletz,Hans Hammerschmid,Herbert Jarczyk,Roland Kovac,Hans-Martin Majewski,Hermann Thieme undEugen Thomass.

Folgen

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Hauptartikel:Episodenliste

Die ReiheDas Kriminalmuseum umfasst insgesamt 41 Episoden, die zwischen 1963 und 1970 produziert wurden. Der reguläre Sendeplatz war bis 1964 donnerstags um 21.00 Uhr, ab 1965 dienstags und ab 1966 freitags um 20.00 Uhr. Damit begann das ZDF erstmals, den Freitagabend als Termin für Fernsehkrimis zu etablieren. Im August 1968 wurde die letzte Folge unter dem SerientitelDas Kriminalmuseum ausgestrahlt. Die Erstsendung der bereits 1967 fertiggestellten EpisodeDie Spur führt nach Amsterdam erfolgte 1969 unter dem TitelKomplizen, allerdings mit neuem Vorspann und ohne Hinweis aufDas Kriminalmuseum. Die Verschiebung erfolgte, da der reale Fall um die sogenannteDominas-Bande 1967 noch nicht abgeschlossen war.

Als 41. und damit letzte Episode gilt schließlich der FernsehfilmWer klingelt schon zur Fernsehzeit aus dem Jahr 1970. Dieser wurde unter dem ArbeitstitelDie Wäscheleine fürDas Kriminalmuseum produziert. Die Erstsendung erfolgte dann jedoch ebenfalls ohne Hinweis auf die Fernsehreihe.

Es kursierten lange Zeit Gerüchte, dass es sich bei dem erstmals 1969 gezeigten FernsehfilmDie Tauben vonGerd Oelschlegel ebenfalls um eine Folge der Reihe handelt. Dies konnte inzwischen widerlegt werden, zumal es sich dabei um eine Produktion derBavaria Atelier GmbH handelt. Der Film befindet sich im Bonusmaterial zur 2010 erschienenen DVD-Veröffentlichung, die alle 41 Folgen vonDas Kriminalmuseum enthält.

Medien

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DVDs

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  • Straßenfeger 21:Das Kriminalmuseum (Folgen 1 bis 16). Studio Hamburg Distribution & Marketing GmbH. 2010.
  • Straßenfeger 22:Das Kriminalmuseum (Folgen 17 bis 29). Studio Hamburg Distribution & Marketing GmbH. 2010.
  • Straßenfeger 23:Das Kriminalmuseum (Folgen 30 bis 40, inkl. „Wer klingelt schon zur Fernsehzeit“, Bonusfilm: „Die Tauben“). Studio Hamburg Distribution & Marketing GmbH. 2010.

Soundtrack

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Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. abUnter den Teppich. In:Der Spiegel.Nr. 26, 1970 (online). 
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