Die Gemeinde Darois liegt zwölf Kilometer nordwestlich der GroßstadtDijon in einem hügeligen Gebiet südlich desPlateaus von Langres auf etwa 500 m über dem Meer. Das 8,12 km² umfassende Gemeindegebiet von Darois reicht im Nordwesten bis in das Tal desSuzon, eines Nebenflusses derOuche. Hier und im Südosten der Gemeinde hat Darois Anteile am WaldgebietForêt Domaniale de Val-Suzon. Die höchste Erhebung bildet ein flacher Bergrücken im Norden namensButte de Corniot mit 546 m über dem Meer.Nachbargemeinden von Darois sindÉtaules im Norden,Hauteville-lès-Dijon im Südosten,Daix im Süden,Prenois im Westen sowieVal-Suzon im Nordwesten.
Erste menschliche Siedlungsspuren in und um Darois lassen sich auf dieJungsteinzeit zurückdatieren. An einem Felsvorsprung namensChâtelet Etaules – heute am Rand einer Felsformation des bewaldeten SpornsLa Motte – wurden Reste eines Lagers gefunden. Ein frühes Gotteshaus ist in Darois bereits für das Jahr 438 belegt. Im 11. und 12. Jahrhundert – zur Zeit PapstInnozenz II. – hatte diese Kirche schon eine Filiale im benachbartenÉtaules.Der Name des Dorfes entwickelte sich wie folgt:
802Darilla
1245Daurois
1387Darroy
1423Derrois
1646Darroye
1793Darois
Über die Namensherkunft des Dorfes gibt es zwei Theorien: eine lautet, dass er vom Namen eines Kriegers abgeleitet wurde; die zweite Hypothese deutet als Ursprung das gallischederwo fürEiche.Ab 1429 gehörte Darois zur Vogtei Dijon. 1677 wurde anstelle der alten baufälligen eine neue Kirche errichtet. Um die Hoheit über die kirchlichen Abgaben wurde lange zwischen den Äbten von Saint-Etienne und Saint-Seine gerungen. Schließlich entschied die apostolische Autorität des Abtes vonCîteaux, dass es eine jährlich abwechselnde Zugehörigkeit geben sollte.Darois lag an der historisch wichtigen Straßen- und Postverbindung vonLyon überDijon zurSeine-Quelle und weiter seineabwärts überTroyes nachParis und war lange eine Pferdewechsel-Station.Über den Status eines kleinen Bauerndorfes kam Darois aber nie hinaus (Ende des 18. Jahrhunderts zählte man etwa fünfzig Einwohner). Erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte ein signifikantes Bevölkerungswachstum ein, was auf preiswerten Wohnraum im Grünen für die Großstädter aus dem nahen Dijon zurückzuführen ist.[1]
Im Jahr 1926 wurde mit 35 Bewohnern die bisher niedrigste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von cassini.ehess[2] und INSEE[3].
Ein traditionell wichtiger Beschäftigungszweig in Darois ist die Landwirtschaft. Zu den landwirtschaftlichen Produkten aus Darois gehören Käse (Emmental français est-central), Geflügel-, Schweine- und Rindfleisch sowie Senf (Moutarde de Bourgogne). Viele Arbeitsplätze bieten auch die FlugzeugwerftenFinch Aircraft (Bau des populären einmotorigen TiefdeckersRobin DR 400 in Holzbauweise) undDyn'Aéro (u. a. Produktion desDynAero MCR01). Die Betriebe nutzen den südöstlich von Darois liegendenFlugplatz Dijon-Darois zur Erprobung der Fluggeräte. Der Flugplatz ist darüber hinaus seit 1957 vomLuftsportvereinAéroclub de la Côte-d’Or genutzt. Dieser betreibt dort auch eineFlugschule für Motorflieger, Ultraleichtflieger und Helikopterpiloten.
Durch Darois verläuft die Fernstraße D 971 (frühereRN 71) vonDijon überChâtillon-sur-Seine nachTroyes. Weitere Straßenverbindungen führen von Darois nachPrenois undÉtaules. Der nächste Autobahnanschluss liegt im zwölf Kilometer entferntenPlombières-lès-Dijon an derAutoroute A38 über den 1040 m hohenCol de Pennes in Richtung Südwesten. Im nahen Verkehrsknoten Dijon bestehen Bahnanschlüsse in alle Richtungen.