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Dargun

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WappenDeutschlandkarte
Dargun
Deutschlandkarte, Position der Stadt Dargun hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:53° 54′ N,12° 51′ O53.89694444444412.85527777777813Koordinaten:53° 54′ N,12° 51′ O
Bundesland:Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis:Mecklenburgische Seenplatte
Höhe:13 m ü. NHN
Fläche:118,01 km²
Einwohner:4100 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:35 Einwohner je km²
Postleitzahl:17159
Vorwahl:039959
Kfz-Kennzeichen:MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel:13 0 71 027
LOCODE:DE DGU
Stadtgliederung:19Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathaus Dargun,
Platz des Friedens 6
17159 Dargun
Website:www.dargun.de
Bürgermeisterin:Jana Böttcher (parteilos)
Lage der Stadt Dargun im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Karte
Karte

Dargun ist eine amtsfreieLandstadt im Norden desLandkreises Mecklenburgische Seenplatte inMecklenburg-Vorpommern. Der Ort imPeenetal ist einGrundzentrum.[2]

Geografie

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Klostersee

Dargun liegt in einem Seitental derPeene, wenige Kilometer nördlich desKummerower Sees und derMecklenburgischen Schweiz. Das durch Eingemeindungen vergrößerte Gemeindegebiet Darguns grenzt im Norden an denLandkreis Vorpommern-Rügen und im Westen an denLandkreis Rostock. Die Gemarkung reicht vomTrebelufer bis zur fast auf Meeresspiegelhöhe liegenden Peene. Die Hügel der Umgebung erreichen ca.40 m ü. NHN. Dargun liegt am Nordrand desNaturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See.

Nachbargemeinden

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Nachbargemeinden (im Uhrzeigersinn) sindGrammendorf,Nossendorf,Warrenzin,Verchen, StadtNeukalen,Altkalen,Finkenthal undBehren-Lübchin.

Stadtgliederung

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Zur Stadt Dargun gehören folgende Ortsteile:[3]

Wohnplätze der Stadt sind:

Geschichte

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Name

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Der Name Dargun ist elbslawischer Herkunft, die Grundform lautete ursprünglich*Dargunj oder verkürzt*Dargun'. Diese geht auf den elbslawischen Personennamen*Dargun zurück, Kurzform zu Namen wie z. B.Dargomer.[4]

Altertum

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Die steinzeitlicheKultanlage von Dargun wurde 2013 entdeckt.

Mittelalter

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Nahe dem späteren Dorf Röcknitz entstand, wahrscheinlich in der Zeit zwischen dem 7. und dem 10. Jahrhundert, eine 1171 erwähnteelbslawische Burgsiedlung mit Burg, Wall und Wallgraben, die dann von den Dänen zerstört wurde. 1216 wurde der NameRokitnitze und 1219Rokenitze genannt. Dieelbslawische GrundformRokytnica geht auf den FlurnamenRokytina mit der Bedeutung Weidenbüsche zurück (elbslawischrokyta: Weide),[4] die am Röcknitz-Bach (1174rivulus [lat.kleiner Bach]Rokenize) sehr wahrscheinlich standen. Nahe Wagun befand sich zu dieser Zeit die heutigeWüstungClubuchziz, nahe Dargun die heutige WüstungCoueniz.

In der Nähe der Burg entstand ab 1172 eineZisterzienserabtei, zunächst als eineFilia desKlosters Esrom. 1173 wurde die ersteAltarweihe durch BischofBerno von Schwerin vorgenommen. Um 1200 siedelte nach einer ersten Zerstörung derKonvent nachEldena über. Die Neubesetzung erfolgte dann 1209 vomKloster Doberan aus. 1236 fiel das Kloster anMecklenburg, und 1242 wurde ihm dieMarktgerechtigkeit verliehen. Die Klosterkirche St. Marien – heute eine Ruine – entstand vom 13. bis zum 15. Jahrhundert alsgotische Backsteinkirche.

1500 bis 1700

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1552 wurde das Klostersäkularisiert und warNebenresidenz des HerzogsUlrich von Mecklenburg und seiner Nachfahren. Die Klosteranlage wurde ab 1590 zunächst als Jagdschloss und später zur Nebenresidenz im Stil derRenaissance umgebaut. ImDreißigjährigen Krieg wurde das Schloss erheblich zerstört.

Nach 1657 wurde es vonCharles Philippe Dieussart zu einem dreigeschossigen Bau mit Ecktürmen und Arkaden im Innenhof umgestaltet. Auch der Teepavillon im neugestalteten Park und das Gelbe Tor stammen von diesem Baumeister.

18. und 19. Jahrhundert

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Eine Blüte erlebte das Schloss von 1720 bis 1756 unterPrinzessin Augusta, der jüngsten Tochter Herzog Gustav-Adolfs zu Mecklenburg-Güstrow, die 1720 das Amt Dargun alsApanage erhielt. Sie war für ihre Frömmigkeitpietistischer Prägung und ihren Einsatz für den Glauben bekannt und förderte die Bildung und das Gesundheitswesen im Bereich Dargun. Augusta schuf durch den Einsatz sogenannter „Zugehfrauen“ eine Vorstufe der späteren Gemeindeschwester.

Bereits im 18. Jahrhundert siedelten sichJuden im Ort an, sie errichteten einen jüdischen Friedhof, der bis 1923 genutzt wurde. Er wurde in derZeit des Nationalsozialismus zerstört und erst 1963 wiederhergestellt.

Dargun war einMarktflecken im gleichnamigenDominialamt innerhalb der Herrschaft Rostock des GroßherzogtumsMecklenburg-Schwerin. Über den schiffbaren Darguner Kanal gab es eine Verbindung zur Peene und damit zum Kummerower See. 1851 erfolgte die Vereinigung mit dem DorfRöcknitz. 1865 wurde das Gebäude für dieLanddrostei Dargun gebaut. Neben Post- und Telegraphenamt waren eine Forstinspektion, ein Amtsgericht, zwei Kirchen, eine Industrieschule, einenVorschussverein, zwei Mühlen und eine Dampfmolkerei entstanden. Der Ort wurde alsLuftkurort besucht.[5]

Neuere Zeit

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Schloss und Klosterkirche (Modell)

1907 erhielt Dargun Anschluss an dieBahnstrecke Malchin–Dargun. Erst 1938 erhielt Dargun dasStadtrecht.[6]

In den letzten Kriegstagen 1945, nach dem Einmarsch derRoten Armee, wurde der gesamte Schlosskomplex mit Schlosskirche (ehemalige Klosterkirche, evangelisches Gotteshaus) durch mutmaßliche Brandstiftung zerstört und zur Ruine; die Täterschaft blieb ungeklärt.[7] Der Abbruch der Ruinen konnte verhindert werden. In den 1950er Jahren wurden jedoch Steine und wertvolle Verzierungen entwendet. Seit nach 1945 war bis 1995 in der Landdrostei dasAlte Rathaus. 1979 erfolgte die Eintragung des gesamten Komplexes von früherem Schloss und Schlosskirche in die Denkmalliste der DDR. Seit den 1980er Jahren engagierten sich Bürger für die Erhaltung und Sicherung der Ruinen. 1991 gründete sich ein Förderverein. DieDeutsche Stiftung Denkmalschutz und andere Institutionen ermöglichten die Sicherung der Mauern und den Ausbau des Mittelrisalits im Westflügel mit Schaffung von Raum für die Stadtinformation, die Stadtbibliothek und das Archiv.

1963 entstand hinter dem Sportplatz eine zweigeschossige Schule mit zehn Klassenräumen. 1973 wurde in Plattenbauweise ein zweiter Schulneubau für 13 Klassenräume errichtet.

Der Kern von Dargun mit seinen dörflichen Straßen wurde im Rahmen derStädtebauförderung seit 1991 grundlegend saniert. Dabei wurde auch der Wiederaufbau des Schlosses in Angriff genommen. 1996 wurde das Museum im ehemaligen Herbergsgebäude des Klosters eröffnet.

Von 1952 bis 1994 gehörte Dargun zumKreis Malchin (bis 1990 im DDR-Bezirk Neubrandenburg, danach im Land Mecklenburg-Vorpommern). 1994 wurde die Stadt in denLandkreis Demmin eingegliedert. Seit derKreisgebietsreform 2011 liegt die Stadt imLandkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Geschichte der Ortsteile und Wohnplätze

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Aalbude befand sich im 14. Jahrhundert auf einer Insel, die im Westen von der heute zugeschütteten und verlandeten Achterpeene umflossen wurde. 1997 entstand der Wasserwanderrastplatz.

Brudersdorf: Dieneugotische Kirche stammt von 1863/66.

Glasow wurde erstmals 1216 urkundlich erwähnt. Der Name bedeutetOrt auf steinigem Boden. Glasow gehörte im 13. Jahrhundert zumKloster Dargun. Das niederdeutscheHallenhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Groß Methling: Die neugotische Kirche stammt von 1891.

Levin: Diespätromanische,zweijochigeJohanniskirche aus Feldstein mit eingezogenem quadratischenChor wurde bis 1256 erbaut. Der quadratische Westturm, unten aus Feldstein und oben aus Backstein, stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Röcknitz war im 16. Jahrhundert ein Burgflecken und im 17. Jahrhundert ein Städtchen. Eine zwei Kilometer lange Straße verband das Dorf mit dem Schloss als Endpunkt. 1854 wurde Röcknitz alsDargun amtlich erwähnt, und 1875 wurden Dorf- und Schlosssiedlung eine Gemeinde.

Schwarzenhof: Das Gutshaus entstand um 1850, wurde um 1904 umgebaut und nach 2004 saniert.

Stubbendorf wurde 2004 nach Dargun eingemeindet.

Wagun war ein Gutsdorf. 1937 war das Gut 552 Hektar groß. Das Gutshaus stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es war nach 1945 Wohnhaus, Kindergarten, Schule und Sitz des Gemeinderats. Heute befindet sich hier u. a. eine kleine Kunstwerkstatt.

Eingemeindungen

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Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Altbauhof eingegliedert. Am 1. Januar 1951 wurden Barlin, Dörgelin, Glasow und Neubauhof eingemeindet. Der Ortsteil Lehnenhof der damals aufgelösten Gemeinde Darbein kam am selben Tag hinzu.[8] Aus dem ehemaligen Amt Dargun wurden am 13. Juni 2004 die Gemeinden Brudersdorf, Stubbendorf, Wagun und Zarnekow in die Stadt eingegliedert und das Amt aufgelöst.[9]

Bevölkerung

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JahrEinwohner
18802278
18902206
JahrEinwohner
19904201
19954001
20003830
20055097
20104621
20154436
JahrEinwohner
20204331
20214334
20224371
20234318

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres[10]

Der starke Anstieg der Einwohnerzahl zwischen 2000 und 2005 ist auf die Eingemeindung von vier Orten von 2004 zurückzuführen.

Politik

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Stadtvertretung

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Wahl zur Stadtvertretung Dargun 2024[11]
 %
30
20
10
0
20,3
18,9
18,1
16,3
14,8
10,4
1,0
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2018
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
−1,7
+5,6
+10,3
−4,0
+1,6
−3,1
+1,0
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
g Einzelbewerber Robby Noland
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Altes Ergebnis nicht 100%Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Sitzverteilung Stadtvertretung Dargun[12]
3
3
3
2
2
2
Insgesamt 15 Sitze

DieStadtvertretung ist die kommunaleVolksvertretung der Stadt Dargun. Sie besteht aus 15 Mitgliedern, über ihre Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. DieKommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 67,7 % zu folgendem Ergebnis:[13]

Partei / WählergruppeStimmenanteil
2019[14]
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
Wählergemeinschaft Darguner Ortsteile (WGDO)21,9 %320,4 %3
Die Linke13,3 %218,9 %3
AfD07,8 %118,1 %3
SPD20,3 %316,4 %2
Wählervereinigung Dargun (WVD)13,2 %214,8 %2
CDU13,5 %210,4 %2
Einzelbewerber Robby Noland01,0 %
Einzelbewerberin Susan Schwebke10,1 %1
Insgesamt100 %14100 %15

Bei der Wahl 2019 entfielen auf Susan Schwebke zwei Sitze. Daher blieb in der Stadtvertretung ein Sitz unbesetzt.

Bürgermeister

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  • 1921–1933: Friedrich Karl Decker (Obervorsteher) (SPD)[6]
  • Mai 1945–Oktober 1945: Friedrich Karl Decker (SPD)
  • 1990–2002: Hartmut Claassen (WVD)
  • 2002–2016: Karl-Heinz Graupmann (Die Linke)
  • 2016–2024: Sirko Wellnitz (parteilos)
  • seit 2024: Jana Böttcher (parteilos)

Wellnitz wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 18. September 2016 mit 61,8 Prozent der gültigen Stimmen gewählt.[15] In der Bürgermeisterstichwahl am 23. Juni 2024 wurde Jana Böttcher mit 65,4 Prozent der gültigen Stimmen zu seiner Nachfolgerin gewählt.[16] Ihre Amtszeit beträgt acht Jahre.[17] Sie tritt ihr Amt am 1. Dezember 2024 an.[18]

Wappen

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Wappen der Stadt Dargun
Wappen der Stadt Dargun
Blasonierung: „Halb gespalten und geteilt; oben: vorn in Gold ein hersehender, golden gekrönter schwarzer Stierkopf mit aufgerissenem roten Maul, silbernen Zähnen, ausgeschlagener roter Zunge, in sieben Spitzen abgerissenem Halsfell und silbernen Hörnern; hinten in Silber ein aufgerichteter, golden bewehrter roter Greif; unten in Blau ein querrechter goldener Abtsstab.“[19]
Wappenbegründung: In dem Wappen erinnert der Abtsstab an das von den pommerschen Fürsten gestiftete Zisterzienserkloster, den eigentlichen Ursprung und Kern des Ortes. Während der rote Greif die pommersche Landeshoheit über dieses Gebiet bis 1236 bzw. 1291 symbolisiert, soll mit dem Stierkopf als kleines landesherrliches Symbol des mecklenburgischen Herrscherhauses die spätere Zugehörigkeit zum Herzogtum, ab 1815 Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin gekennzeichnet werden.

Das Wappen wurde am 9. November 1875 von GroßherzogFriedrich Franz II. vonMecklenburg-Schwerin verliehen, 1998 neu gezeichnet und unter der Nr. 166 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Historisches Wappen
Wappen der Stadt Dargun 1939–1945
Wappen der Stadt Dargun 1939–1945
Blasonierung: „Geteilt; oben in Silber ein wachsender roter Greif, unten in Blau drei silberne Treuerunen übereinander.“[19]
Wappenbegründung: Das Wappen verlor schon bald nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges seine Gültigkeit.

Das Wappen wurde von demHeraldikerHans Herbert Schweitzer gestaltet und am 30. September 1939 durch denReichsstatthalter in Mecklenburg verliehen.

Flagge

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Die Flagge wurde am 25. Juni 1998 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Die Flagge ist Blau – Gelb (1:1) längs gestreift. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils zwei Drittel der Höhe des blauen und des gelben Streifens übergreifend, das Stadtwappen. Die Höhe des Flaggentuchs verhält sich zur Länge wie 3:5.[20]

Dienstsiegel

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DasDienstsiegel zeigt das Wappen der Stadt mit der UmschriftSTADT DARGUN.[20]

Partnerstädte

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Partnerschaften

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Sehenswürdigkeiten

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Ruine von Schloss Dargun und Klosterkirche
  • Schloss Dargun mit der ehemaligen Klosterkirche, aus einemZisterzienserkloster hervorgegangen. Es wurde 1945 durch Brandstiftung zerstört. Baumaßnahmen zum Erhalt der Ruine und der teilweisen Neunutzung haben begonnen. Das Schloss war Nebenresidenz der Güstrower Herzöge aus dem Kloster entstanden und ist im 18. Jahrhundert als Apanage an Prinzessin Augusta, eine Tochter des letzten Mecklenburg-Güstrowschen Herrschaftshauses, gegangen. Im 19. Jahrhundert wurde es die erste Ackerbauschule Mecklenburgs und hatte Bestand bis Mai 1945.
  • Klosterkirche Sankt Marien mit ehemals vielen Kunstschätzen. DieArp-Schnitger-Orgel mit 23 Registern auf zwei Manualen und Pedal stammte von 1700, wurde 1911 vom OrgelbauerCarl Börger aus Rostock-Gehlsdorf völlig umgebaut und verlor nahezu ihre gesamte historische Substanz. 1945 war von der Originalsubstanz bis auf den Prospekt nichts mehr erhalten. 1989/90 wurde die Kirchenruine gesichert und das Langhaus überdacht. Es wird wieder für Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Gegen Chor und Querhaus ist das Langhaus durch eine Glaswand abgetrennt.
Pfarrkirche
  • Pfarrkirche Dargun, früher Dorfkirche Röcknitz, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der Schlosssiedlung und der sogenannten „Neubaute“ zum Flecken zusammenwuchs. Eine Kirche wurde zum ersten Mal 1178 von Bischof Berno erwähnt. Sie war ursprünglich eingotischer Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde 1753 und die Vorhalle 1861 in Ziegelbauweise erneuert. Der Altar ist ein spätgotischesTriptychon mit bemalten Flügelaußenseiten und filigranen Schnitzereien (Kreuzigungsgruppe und Aposteldarstellungen) im Innenbereich. Die Orgel von 1860 baute Friedrich Hermann Lütkemüller aus Wittstock, sie wurde 1995 restauriert.
Ortsteil Aalbude an der Peene
  • Katholische Kapelle von 1998 im neuen Gemeindehaus
  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) in derSchloßstraße 58
  • Jüdischer Friedhof nahe dem Gelände einer früheren slawischen Burg im Wald nordwestlich von Dargun. Ein Gedenkstein von 1963 erinnert an die Opfer derShoa.
  • Heimatmuseum Dargun beim Schloss (ehemaliges Gästehaus aus dem 14. Jh.)[22]
  • EhemaligeLanddrostei von 1865 bzw.Altes Rathaus, Platz des Friedens 8
  • Rathaus Dargun, davor Brunnen von 2000 mit Bronzefigur vonGünther Kaden
  • Wohngebäude und Haustüren wie Amtsstraße 2, Schlossstraße 28 und 58
  • DenkmalMönche in Dargun auf dem Platz des Friedens von Günther Kaden (1999)
  • Bahnhofsgebäude von 1907
  • Klostersee mit Bademöglichkeit undEisenbahn-Draisinen-Ausleihstation an der stillgelegtenBahnstrecke Malchin–Dargun
  • Brudersdorf:Neugotische Kirche von 1863/66 als Feldsteinbau auf einem rechteckigen Grundriss mit polygonalem Chorschluss,Lütkemueller-Orgel von 1865
  • Groß Methling: Neugotische Kirche aus roten Backsteinen von 1891 nach Plänen vonGotthilf Ludwig Möckel mit schlichten Gewölbeausmalungen, Orgel von F. H. Lütkemueller (1859)
  • Kützerhof: Gutshaus als eingeschossiger Fachwerkbau
  • Levin:Spätromanische Johanniskirche von 1256 aus Feldstein mit eingezogenemChor und quadratischem Westturm aus Feldstein und Backstein aus dem 15. Jahrhundert, Orgel vonHeinrich Rasche von 1743, Innenausmalung von 1885, daneben das Pfarrhaus von 1750
  • Schwarzenhof: Gutshaus von um 1850, Umbau 1904, heute Ferienanlage
  • Stubbendorf: Europäische KooperativeLongo maï im Hof Ulenkrug.[23]Ralph Giordano widmete seinem Besuch auf dem Anwesen ein Kapitel in seinem BuchDeutschlandreise.
  • WohnhausSchloßstraße 71
  • Schlossruine
    Schlossruine
  • Klosterkirche
    Klosterkirche
  • Gelbes Tor und Schloss
    Gelbes Tor und Schloss
  • Wassermühle am Klosterdamm
    Wassermühle am Klosterdamm
  • Kriegerdenkmal 1870–71 und Rathaus
    Kriegerdenkmal 1870–71 und Rathaus
  • Kirche Brudersdorf
    Kirche Brudersdorf
  • Kirche Groß Methling
    Kirche Groß Methling
Siehe auch:Liste der Baudenkmale in Dargun

Wirtschaft und Infrastruktur

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Brauerei

Unternehmen

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Verkehr

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Dargun liegt an derBundesstraße 110 zwischenGnoien undDemmin sowie an derLandesstraße20 nachMalchin. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sindTessin undBad Sülze an derA 20 zwischenRostock undNeubrandenburg (jeweils etwa 25 km entfernt).

Dargun verfügt über keinen Eisenbahnanschluss. Der ehemaligeBahnhof Dargun steht an derBahnstrecke Malchin–Dargun, die nach ihrer Stilllegung 1997 seit 2002 fürDraisinenfahrten zur Verfügung steht.[25] Der nächstgelegene Bahnhof istDemmin in etwa 15 km Entfernung. Er wird von derRegional-Express-LinieRE 5 (StralsundBerlin-Südkreuz) bedient.

Bildung

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Kirchen

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  • Klosterkirche Sankt Marien im Schloss
  • EvangelischePfarrkirche Dargun, Burgstraße 9
  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), Schloßstraße 58
  • Katholische Pfarrgemeinde mit Kapelle, Röcknitzstr. 15

Sport

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In Dargun gibt es drei Fußballvereine: SV Concordia 1919 Zarnekow, SV Traktor Dargun und Borussia Barlin.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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Mit Dargun verbundene Persönlichkeiten

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  • Jakob Baumann (um 1491–1562), letzter Abt des Zisterzienserklosters Dargun und erster evangelischer Pastor im Ort
  • Samuel Starck (1649–1697), Pastor in Dargun
  • Emil Lemcke (1870–1946), Amtsverwalter in Dargun
  • Marie Hager (1872–1947), Malerin, lebte eine Zeitlang in Dargun
  • Hans Werner Ohse (1898–1991), evangelisch-lutherischer Geistlicher, wuchs in Dargun auf
  • Werner Krolikowski (1928–2016), Politiker (SED), lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Dargun

Literatur

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  • BIG Städtebau Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.):Dargun – 10 Jahre Stadterneuerung. 2002,DNB965578283.
  • Ralph Giordano:Deutschlandreise. Aufzeichnungen aus einer schwierigen Heimat. Dort: „Longo maï“ oder „Hier gibt es kein Reglement“ (über Longo maï im Hof Ulenkrug in Dargun–Stubbendorf). Kiepenheuer & Witsch, Köln 1998,ISBN 3-462-02739-5, S. 310–329.
  • Heinz Krüger:Das alte Dargun. Ein historischer Streifzug durch den Flecken. Kunsthaus, Boddin 2005,ISBN 3-933274-54-0.
  • Dorothee Reimann:Der Himmel über dem Chor. In:Monumente. Magazin für Denkmalkultur in Deutschland. Heft 5/6 (2010), S. 58–61.
  • Georg Christian Friedrich Lisch (Hrsg.):Mecklenburgische Urkunden. Band 1:Urkunden des Klosters Dargun. Schwerin 1837 (Digitalisat).

Weblinks

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Commons: Dargun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise und Gemeinden 2024 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Regionales Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte (2011), Regionaler Planungsverband, abgerufen am 12. Juli 2015
  3. § 12 der Hauptsatzung der Stadt Dargun@1@2Vorlage:Toter Link/www.dargun.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023.Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. abErnst Eichler, Werner Mühlmer:Die Namen der Städte in Mecklenburg-Vorpommern. Ingo Koch Verlag, Rostock 2002,ISBN 3-935319-23-1.
  5. Dargun, in:Brockhaus’ Konversations-Lexikon. F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894–1896, 4. Band, S. 803.
  6. abNiemand feiert: 75 Jahre Stadtrecht Dargun. In:Nordkurier, 4. April 2013.
  7. Joachim Schultz-Naumann:Mecklenburg 1945. Hrsg.: Universitas Verlag. 1990,ISBN 3-8004-1215-2,S. 199. 
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.):Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995,ISBN 3-8246-0321-7.
  9. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  10. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Statistischer Bericht. Bevölkerungsstand. Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden
  11. Stadtvertretungswahl am 9. Juni 2024: Amtliches Endergebnis. Abgerufen am 1. August 2024. 
  12. Ermittlung Ergebnis Wahl der Stadtvertretung Dargun am 09.06.2024 abgerufen am 1. August 2024
  13. Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
  14. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  15. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 18. September 2016
  16. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 23. Juni 2024
  17. Hauptsatzung der Stadt Dargun. § 7. In: dargun.de. Abgerufen am 12. August 2024. 
  18. Darguner wählen ihren Bürgermeister ab. In: Nordkurier. 23. Juni 2024, abgerufen am 12. August 2024. 
  19. abHans-Heinz Schütt:Auf Schild und Flagge - Die Wappen und Flaggen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seiner Kommunen. Hrsg.: produktionsbüro TINUS; Schwerin. 2011,ISBN 978-3-9814380-0-0,S. 281/282. 
  20. ab§ 1 der Hauptsatzung der Stadt Dargun (PDF; 0,1 MB).
  21. Klosterstadt lädt Rekruten gleich noch zum Urlaub ein. In:Nordkurier, 8. Mai 2013.
  22. Homepage des Museum Dargun. Abgerufen am 24. Januar 2021. 
  23. Hof Ulenkrug (Memento desOriginals vom 7. April 2020 imInternet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prolongomai.ch
  24. Homepage des Klosterladen Dargun. Abgerufen am 24. Januar 2021. 
  25. Naturpark-Draisine Dargun

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