Dambach ist einefranzösischeGemeinde mit 757 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartementBas-Rhin in derRegionGrand Est (bis 2015Elsass).
Dambach ist einHaufendorf. Durch den Dorfkern führt dieDépartementsstraße 35 sowie der Schwarzbach, der in dieModer fließt. Zu Dambach gehört der OrtsteilNeunhoffen, früher ein eigenständiges Dorf.
Wappenbeschreibung: In Gold ein roterBalken.
Dambach war einLehen desBischofs von Straßburg,[1] das 1301 als Teil des zurBurg Schöneck zählenden Besitzes zu einem Viertel an dieHerren von Lichtenberg vergeben wurde.[2] 1398 wurde es anZweibrücken-Bitsch verpfändet.[3] Das lichtenbergische Viertel war demAmt Wörth zugeordnet,[4] das im 13. Jahrhundert entstanden war. Als 1480 mitJakob von Lichtenberg das letzte männliche Mitglied des Hauses verstarb, wurde das Erbe zwischen seinen beiden Nichten,Anna und Elisabeth, geteilt. Anna hatte GrafPhilipp IV. von Hanau (1514–1590) geheiratet,Elisabeth von Lichtenberg (* 1444; † 1495)Simon IV. Wecker von Zweibrücken-Bitsch. Das Amt Wörth – und damit auch das Dambacher Viertel – kamen bei der Teilung zu Zweibrücken-Bitsch.
1570 kam es zu einem weiteren Erbfall, der das Amt Wörth zurGrafschaft Hanau-Lichtenberg brachte: GrafJakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) und sein schon 1540 verstorbener BruderSimon V. Wecker hinterließen nur jeweils eine Tochter als Erbin. Die Tochter des Grafen Jakob,Margarethe (* 1540; † 1569), war mitPhilipp V. von Hanau-Lichtenberg (* 1541; † 1599) verheiratet. Zu dem sich aus dieser Konstellation ergebenden Erbe zählte auch die zweite, nicht bereits durch Hanau-Lichtenberg regierte, Hälfte der ehemaligen Herrschaft Lichtenberg.
Mit derReunionspolitik Frankreichs unter KönigLudwig XIV. kam das Amt Wörth und damit auch Dambach unter französische Oberhoheit. Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen,Johann Reinhard III., fiel das Erbe – und damit auch Dambach – 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter,Charlotte, den Erbprinzen und späteren LandgrafenLudwig (IX.) vonHessen-Darmstadt. Mit dem durch dieFranzösische Revolution begonnenen Umbruch wurde das Amt Wörth Bestandteil Frankreichs und in den folgenden Verwaltungsreformen aufgelöst.
| 1798[5] | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2017 |
|---|
| 55 | 574 | 633 | 679 | 652 | 702 | 729 | 755 | 736 |
Château de Wittschlœssel
Château de Hohenfels
Château de Wineck
- Fritz Eyer:Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts. In:Schriften derErwin-von-Steinbach-Stiftung. 2. Auflage.Band 10. Pfaehler, Bad Neustadt an der Saale 1985,ISBN 3-922923-31-3 (268 Seiten, Im Text unverändert, um eine Einführung erweiterter Nachdruck der Ausgabe Strassburg, Rhenus-Verlag, 1938).
- Friedrich Knöpp:Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden inHessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
- Alfred Matt:Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480–1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.
- Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999,ISBN 2-84234-055-8, S. 868–869.
- ↑Eyer, S. 57.
- ↑Eyer, S. 57, 147f.
- ↑Eyer, S. 107.
- ↑Knöpp, S. 19; Matt, S. 7.
- ↑Matt, S. 7.