| DEFA-Stiftung | |
|---|---|
| Rechtsform | rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts |
| Gründung | 15. Dezember 1998 |
| Sitz | Berlin (⊙52.51274629457713.44016662271Koordinaten:52° 30′ 45,9″ N,13° 26′ 24,6″ O) |
| Zweck | Erhalt und Nutzbarmachung desFilmerbes der DEFA, Förderung der deutschenFilmkunst und Filmkultur |
| Vorsitz | Katrin Schlösser (Stiftungsrat) |
| Geschäftsführung | Stefanie Eckert (Vorstand) |
| Stiftungskapital | 8.000.000 Euro(2006) |
| Beschäftigte | 12(2023) |
| Website | www.defa-stiftung.de |
DieDEFA-Stiftung ist eine rechtsfähige, gemeinnützigeStiftung bürgerlichen Rechts. Seit Dezember 2017 hat die Stiftung ihren Sitz imVerlagsgebäude Neues Deutschland am Berliner Franz-Mehring-Platz.
Die Stiftung wurde am 15. Dezember 1998 von der deutschenBundesregierung errichtet. Als Stiftungsvermögen wurde ihr der Filmbestand derDeutschen Film AG (DEFA), demvolkseigenen Filmunternehmen derDDR übertragen. Zweck der Stiftung ist die Erhaltung desFilmerbes der DEFA sowie die Nutzbarmachung der Produktionen für die Öffentlichkeit als Teil des nationalenKulturerbes. Die Stiftungdigitalisiert kontinuierlich den DEFA-Filmbestand, damit die Filme weiterhin imFernsehen und imKino gezeigt sowie aufDVD veröffentlicht werden können. Zudem fördert die Stiftung die deutscheFilmkunst und Filmkultur durch die Vergabe vonPreisen. Einmal jährlich findet seit 2001 die Preisverleihung der Stiftung in Berlin statt, auf der Personen und Institutionen für ihre filmischen Verdienste geehrt werden. Im Rahmen derInternationalen Filmfestspiele Berlin lobt die Stiftung seit 2013 denHeiner-Carow-Preis aus.
Vorstand ist seit Juli 2020 die MedienwissenschaftlerinStefanie Eckert.[1] Sie übernahm das Amt vonRalf Schenk. Den Vorsitz im Stiftungsrat übt seit 2019 die FilmemacherinKatrin Schlösser aus. Zuvor war RegisseurAndreas Dresen Stiftungsratsvorsitzender.[2]
Die satzungsmäßigenOrgane sind derStiftungsrat und derVorstand.Der Stiftungsrat besteht aus neun Mitgliedern. Die Berufung erfolgt für einen Zeitraum von drei Jahren. Die Mitglieder kommen aus dem Ressort derBeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, demBundesarchiv, derFriedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und den Bundesländern Berlin/Brandenburg und Sachsen. Außerdem benennen die Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen eine Persönlichkeit aus dem Bereich der Kunst und Kultur. Seit dem Jahr 2019 ist die FilmemacherinKatrin Schlösser Vorsitzende des Stiftungsrats.[3]
Der Vorstand leitet die Stiftung nach Maßgabe der Satzung in eigener Verantwortung. Seit 2020 bekleidetStefanie Eckert das Amt. Zuvor warenWolfgang Klaue (1998–2003),Helmut Morsbach (2003–2012) undRalf Schenk (2012–2020) Vorstand.
Das Stiftungsvermögen besteht aus den unveräußerlichen Leistungsschutz- und Nutzungsrechten am Filmbestand der DEFA und dem Verkaufserlös einer BerlinerImmobilie. Die Stiftung verfügt zurzeit über ein Stiftungskapital in Höhe von etwa acht Millionen Euro. Zur Erfüllung des Stiftungszwecks werden nur die Erträge des Stiftungsvermögens und die Einnahmen aus der Auswertung des Rechtebestandes verwendet.Um das Stiftungskapital in seinem Bestand zu erhalten, bildet die Stiftung satzungsgemäß Rücklagen. Zur Sicherung und Erfüllung des Stiftungszwecks sollen die Rücklagen langfristig erhalten bleiben.
Der Filmbestand umfasst die gesamte Kinoproduktion der DDR-Filmstudios aus fast fünf Jahrzehnten. Dazu gehören rund 700Spielfilme und 450 Kurzspielfilme, 950Animationsfilme, 2.000Dokumentarfilme und 2.500 Periodika (Wochenschauen etc.), 6.700 deutschsprachigeSynchronisationen ausländischer Filme, nicht veröffentlichte und Restmaterialien aus der DEFA-Produktion, Fotos, Plakate, Drehbücher und ihre literarischen Vorstufen, Werbematerialien, Partituren und Zulassungsunterlagen.[4] Mit den rund 13.300 Filmen versteht sich die DEFA-Stiftung als eine Institution, die kulturelles Wissen vermitteln möchte. Ihre Filme bilden einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen und zur Lebens- und Werteorientierung. Alle Filme sind mit den relevanten filmografischen Angaben in einerDatenbank auf der Website der Stiftung verzeichnet.[5]
Seit Mai 2004 ist die Stiftung Eigentümer des privaten Zeitzeugen-Archivs vonThomas Grimm. Unter dem Motto „Erinnerungen als Verantwortung“ zeichnete Thomas Grimm 2.500 Stunden Gespräche mit Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts auf. Auf 3.500 sendefähigen Kassetten geben etwa 1.400 Personen zeithistorische Einblicke zur neueren deutschen Geschichte. Es kommen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur zu Wort, aber auch Zeitzeugen der Alltagskultur.
Das Cintec-Archiv der ehemaligen Cintec Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft GmbH wurde im Juli 2005 übernommen und dokumentiert auf mehr als 5.000 Kassetten mit rund 2.200 Stunden Filmmaterial das Ende der DDR und das Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten von 1985 bis 2004. 2010 erwarb die DEFA-Stiftung Bill Meyers Nachlass, dessen ungeschnittenes Material gesichert und in den Rechtebestand der DEFA-Stiftung übernommen wurde. Anfang 2010 wurde das Archiv der TI:ME:CO:DE Berlin zur Sendung „Blickpunkt – Berichte aus den neuen Bundesländern“ von der DEFA-Stiftung erworben.[6]
Um den langfristigen Erhalt des DEFA-Filmerbes zu gewährleisten, befasst sich die Stiftung mit der hochauflösendenDigitalisierung ihres Filmbestandes. Die digitalen Restaurierungen sind notwendig, da das ursprünglicheFilmmaterial einem natürlichen Alterungsprozess unterliegt und dieFilmkopien kaum noch abgespielt werden können.[7]
Seit dem Jahr 2012 hat die DEFA-Stiftung mehr als 600 DEFA-Produktionen digital restauriert. Dazu zählen neben Spielfilmen vonKonrad Wolf,Frank Beyer,Heiner Carow undHerrmann Zschoche sowie Dokumentarfilmen vonVolker Koepp,Helke Misselwitz,Petra Tschörtner undJürgen Böttcher auch vieleAnimationsfilme aus demDEFA-Studio für Trickfilme. Sämtliche Filme liegen nun alsDigital Cinema Package vor.[8] Am 16. Oktober 2014 gab die Stiftung in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie dem Verleih derDeutschen Kinemathek die ersten 100 digitalisierten, hochauflösenden Filmkopien übergeben konnte. Die Stiftung sieht sich damit als „der erste Repertoirefilmanbieter weltweit, der den Kinos DCPs von seinen Filmen in diesem Umfang anbieten kann“.[9] 2019 verkündete die Stiftung, dass mit dem SpielfilmSehnsucht vonJürgen Brauer das 500. Digitalisierungsprojekt abgeschlossen werden konnte.[10]
Unterstützt wird die Stiftung bei ihren Digitalisierungsvorhaben durch Fördermittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, derFilmförderungsanstalt, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, des Ministeriums für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Brandenburg, derThüringer Staatskanzlei, des Hauptstadtkulturfonds Berlin, derStiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung und durch private Spenden.[11]
Seit Ende 2023 ist es möglich, ausgewählte DEFA-Filme über „DEFA-TV“ zu streamen. Dieser Service wird vom VerwerterDEFA Distribution betrieben und ist auf den PlattformenRakuten TV,Freevee undSamsung TV Plus verfügbar.[12][13]
Die Stiftung vergab bis 2013Fördermittel an Privatpersonen,Körperschaften des öffentlichen Rechts und gemeinnützigeInstitutionen. Gefördert wurden die wissenschaftliche und publizistische Erschließung und Auswertung des DEFA-Filmbestands,Ausstellungen,Symposien sowie kinemathekarische und museale Projekte. Weiterhin wurden Stipendien vergeben, die der Entwicklung deutscher Filmkultur und der Vorbereitung filmkünstlerischer Arbeiten dienten. Zur Erforschung der verschiedensten Bereiche der deutschen Filmgeschichte wurde 2013 das Rolf-Richter-Stipendium ins Leben gerufen. Die Namensgebung erfolgte zu Ehren des Filmwissenschaftlers und KünstlersRolf Richter (1932–1992). Zur Entscheidung über Anträge auf Förderung wurde ein Ausschuss aus Mitgliedern des Stiftungsrats gebildet. Am 13. November 2013 beschloss der Stiftungsrat die Förderungen und Stipendien auf unbestimmte Zeit auszusetzen. Grund für diesen Entschluss sind die geringen und unregelmäßigen Zahlungen durch dieVerwertungsgesellschaften, die aus einer Gesetzesänderung imUrheberrecht aus dem Jahr 2008 resultieren.[14] Seitdem beschränken sich die Fördermöglichkeiten der Stiftung auf die Verleihung von Preisen.
Seit ihrem Bestehen hat die DEFA-Stiftung nach eigenen Angaben rund neun Millionen Euro für die Förderung von Filmkunst und Filmkultur zur Verfügung gestellt.[15]
Zur Förderung der deutschen Filmkunst und Filmkultur lobt die Stiftung seit 2001 jährlich mehrere Preise auf einer eigenen Verleihung aus. Zurzeit werden Auszeichnungen in den folgenden Kategorien verliehen: Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk (10.000 Euro), Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film (10.000 Euro), Förderpreis für junges Kino (5.000 Euro) und drei Programmpreise (je 5.000 Euro). Zur Entscheidung über die Vergabe der Preise wird eine Jury aus Mitgliedern des Stiftungsrats gebildet.[16]
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Gudrun Steinbrück-Plenert |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Laila Stieler |
| Förderpreis für junges Kino | Jan Soldat |
| Programmpreise | Latücht, Talking Animals, Kinderkino imLingnerschloss |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Christa Kożik |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Katharina Thalbach |
| Förderpreis für junges Kino | Max Gleschinski |
| Programmpreise | Jan Gympel, Cinema Barby,Filmgalerie 451 |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Hermann Beyer |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Alice Agneskirchner |
| Förderpreis für junges Kino | Annika Pinske |
| Programmpreise | Klaus-Dieter Felsmann, Trickfilmschule Fantasia Dresden, Kino- und Kulturverein Bad Doberan |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Jutta Wachowiak |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Thomas Wendrich |
| Förderpreis für junges Kino | Henrika Kull |
| Programmpreise | Internationales Frauenfilmfestival Dortmund/Köln, CineMova e. V., Filmklub Güstrow e. V. |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Rainer Simon |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Christiane Dorst |
| Förderpreis für junges Kino | Chemnitzer Filmwerkstatt |
| Programmpreise | Günter Jordan,Filmmuseum Potsdam undFilmfest Dresden |
| Aufgrund der Covid19-Pandemie fand keine reguläre Preisverleihung statt. Anstelle wurden insgesamt fünf Programmpreise über je 5.000 Euro an Kinos und Filmverleihe ausgelobt.
|
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Gojko Mitić |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Marion Rasche |
| Förderpreis für junges Kino | Elwira Niewiera undPiotr Rosołowski |
| Programmpreise | Molto Menz,Paul Werner Wagner undKnut Elstermann |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Helga Schütz |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Tamara Trampe |
| Förderpreis für junges Kino | Jan Zabeil |
| Programmpreise | Museumskino "Ernemann VII B" in denTechnischen Sammlungen Dresden Burg Theater Freunde der Freilichtbühne Weißensee e.V |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Roland Dressel |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Sylvester Groth |
| Förderpreis für junges Kino | Anne Zohra Berrached |
| Programmpreise | Lichtspieltheater Wundervoll Rostock Förderverein Kino Völkerfreundschaft Merseburg e. V. Keiko Yamane |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Herrmann Zschoche |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Erika Gregor undUlrich Gregor |
| Förderpreis für junges Kino | Thomas Stuber |
| Programmpreise | Kinderfilmfest in Brandenburg & Filmernst Homunkulus Figurensammlung (Hiddensee) Horst Peter Koll |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Christian Lehmann |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Komplizen Film (Maren Ade,Jonas Dornbach undJanine Jackowski) |
| Förderpreis für junges Kino | Susann Maria Hempel |
| Programmpreise | Basiskulturfabrik Neustrelitz Bundesplatzkino Berlin Internationales Filmfestival Schlingel |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Doris Borkmann |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Romuald Karmakar |
| Förderpreis für junges Kino | Johannes Naber |
| Programmpreise | achtung Berlin Industrie- und Filmmuseum Wolfen Monami Weimar |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk | Günter Reisch |
| Preis für herausragende Leistungen im deutschen Film | Monika Schindler |
| Förderpreis für junges Kino | David Sieveking |
| Programmpreise | Kino im KAFFE Programmkino Ost Real Fiction – Verleih aus Köln |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Roland Gräf |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Nina Hoss |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Hanna Doose |
| Programmpreise | Erika Richter Bernd Steinkopf, Mobiles Kino, Wallwitz Kunstbauerkino e. V. für das Neiße Filmfestival |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Rolf Losansky |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Judith Kaufmann |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Britta Wauer |
| Programmpreise | Kino Toni & Tonino Bundesverband kommunale Filmarbeit e. V. Heinz Kersten |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Kurt Maetzig |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Florian Koerner von Gustorf und Michael Weber von SCHRAMM FILM |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Feo Aladag |
| Programmpreise | Zeughauskino Berlin Kinderkino München e. V. Filmclub 813 e. V., Köln |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Wolfgang Klaue |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Gerd Kroske,Helke Misselwitz undAndreas Voigt |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Revolver – Zeitschrift für Film |
| Programmpreise | Bundesarchiv-Filmarchiv Filmverband Brandenburg e. V. Kino Brotfabrik, Berlin |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Angelica Domröse undRolf Hoppe |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Thomas Plenert |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Anna Ditges |
| Programmpreise | Kino Krokodil, Berlin Kino „8 ½“, Saarbrücken Stadtkino Basel |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Barbara undWinfried Junge,Hans-Eberhard Leupold |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Hans-Christian Schmid |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Cho Sung-hyung |
| Programmpreise | Leokino in Innsbruck Deutsches Institut für Animationsfilm ö Filmproduktion – Löprich & Schlösser GmbH |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Wolfgang Kohlhaase |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Andres Veiel |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Benjamin Heisenberg |
| Programmpreise | Filmkunstfest Schwerin Filmclub Bozen Kinoklub am Hirschlachufer |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Jutta Hoffmann undArmin Mueller-Stahl |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Lutz Dammbeck |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Franziska Meletzky |
| Programmpreise | Landkino Arnsdorf Lux Kino Halle DEFA Film Library |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Kurt Weiler |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Christian Petzold |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Hans Weingartner |
| Programmpreise | Spatzenkino Berlin Metropolis Dresden Internationales Filmfest Braunschweig |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Jürgen Böttcher |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Volker Koepp |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Sebastian Winkels |
| Programmpreise | Filmmuseum Potsdam Kino im Schillerhof, Jena Filmhaus Nürnberg |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis für die Verdienste um den deutschen Film | Egon Günther |
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Thomas Heise |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Fatih Akin |
| Programmpreise | ACUD Kino Berlin Werkstattkino München Wilhelm-Fraenger-Institut, Berlin |
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst | Andreas Dresen |
| Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses | Susanne Schüle undStanisław Mucha |
| Programmpreise | Thüringer Filmbüro, Kromsdorf Filmbetriebe Adrian Kutter, Biberach Filmarchiv Austria, Wien |
Seit 2013 verleiht die Stiftung auf denInternationalen Filmfestspielen Berlin den Heiner-Carow-Preis an einen deutschen Spiel-, Dokumentar- oder Essayfilm. Bis 2019 wurde der Preis in der SektionPanorama verliehen, zur 70. Berlinale 2020 wechselte die Auszeichnung in die SektionPerspektive Deutsches Kino. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis ist dem DEFA-RegisseurHeiner Carow gewidmet. Bisherige Preisträger sindAngela Christlieb (2013),Johann Feindt undTamara Trampe (2014),Jörg A. Hoppe,Klaus Maeck undHeiko Lange (2015),Doris Dörrie (2016),Annekatrin Hendel (2017 und 2019),Wolfgang Fischer (2018),Natalija Yefimkina (2020),Rafael Starmann (2022),Fabian Stumm (2023),Eva Trobisch (2024) undPhilipp Döring (2025).
AufFilmfestivals vergibt die Stiftung Förderpreise in Höhe von 3.000 bis 4.000 Euro. Zurzeit erfolgt eine regelmäßige Verleihung auf demFilmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern inSchwerin, demInternationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm und demFilmfest Dresden. In der Vergangenheit lobte die Stiftung Preise auf demFilmfestival Max Ophüls Preis inSaarbrücken, auf demFilmfestival Cottbus und beimInternationalen Filmfestival Schlingel inChemnitz aus.[17]
| Jahr | Preisträger |
|---|---|
| 2025 | Benjamin Kramme fürIch sterbe. Kommst du? |
| 2024 | Soleen Yusef fürSieger sein |
| 2023 | Clara Stern fürBreaking the Ice |
| 2022 | Sophie Linnenbaum fürThe Ordinaries |
| 2021 | Beniamino Brogi,Sandro Di Stefano undRalf Noack fürPrimavera Duemilaventi - Frühling 2020 |
| 2020 | nicht verliehen |
| 2019 | Nora Fingscheidt fürSystemsprenger |
| 2018 | Julian Pörksen fürWhatever Happens Next |
| 2017 | Mia Spengler fürBack for Good |
| 2016 | Anne Zohra Berrached für24 Wochen |
| 2015 | Andreas Pieper fürNachspielzeit |
| 2014 | Anna Hoffmann fürPoka – heißt Tschüss auf Russisch |
| 2013 | Aron Lehmann fürKohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel |
| 2012 | Marten Persiel fürThis Ain’t California |
| 2011 | Andreas Kannengießer fürVergiss dein Ende |
| 2010 | Dietrich Brüggemann fürRenn, wenn du kannst |
| 2009 | Almut Getto fürGanz nah bei Dir |
| 2008 | Brigitte Maria Bertele fürNacht vor Augen |
| 2007 | Ann-Kristin Reyels fürJagdhunde |
| 2006 | Henner Winckler fürLucy |
| 2005 | Robert Thalheim fürNetto |
| 2004 | Till Endemann fürMondlandung |
| Jahr | Preisträger |
|---|---|
| 2024 | Jennifer Mallmann fürMoria Six |
| 2023 | Julia Charakter fürDie Kinder aus Korntal |
| 2022 | Maksym Melnyk fürDrei Frauen |
| 2021 | Ole Jacobs undArne Büttner fürNasim |
| 2020 | Daniel Kötter fürRift Finfinnee |
| 2019 | Itay Marom fürResonance |
| 2018 | Florian Baron fürStress |
| 2017 | Charly Hübner undSebastian Schultz fürWildes Herz |
| 2016 | Jakob Schmidt fürZwischen den Stühlen |
| 2015 | Matthias Koßmehl fürCafé Waldluft |
| 2014 | Thomas Heise fürStädtebewohner |
| 2013 | Yael Reuveny fürSchnee von gestern |
| 2012 | Mario Schneider fürMansFeld |
| 2011 | Martin Gerner fürGeneration Kunduz |
| 2010 | Maria Speth für9 Leben |
| 2009 | Vadim Jendreyko fürDie Frau mit den 5 Elefanten |
| 2008 | Marcus Vetter undLeon Geller fürDas Herz von Jenin |
| 2007 | Mario Schneider fürHeinz und Fred |
| 2006 | Olaf Winkler fürEggesin möglicherweise |
| 2005 | Babette Ellen Kottkamp fürEnde einer Reise |
| Jahr | Preisträger |
|---|---|
| 2022 | Florence Miailhe fürDie Odyssee |
| 2021 | Karin Heberlein fürSami, Joe und ich |
| 2020 | Teresa Hoerl fürNothing More Perfect |
| 2019 | Luzie Loose fürSchwimmen |
| 2018 | Likarion Wainaina fürSupa Modo |
| 2017 | Helene Hegemann fürAxolotl Overkill |
| 2016 | Martin Zandvliet fürUnter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit |
| 2015 | Burhan Qurbani fürWir sind jung. Wir sind stark. |
| 2014 | Frederik Steiner fürUnd morgen Mittag bin ich tot |
| 2013 | Pola Beck fürAm Himmel der Tag |
| 2012 | Kirsi Marie Liimatainen fürFestung |
| 2011 | Christian Werner fürMonika |
| 2010 | Andreas Arnstedt fürDie Entbehrlichen |
| 2009 | Aelrun Goette fürKeine Angst |
| 2008 | Nicole Weegmann fürIhr könnt euch niemals sicher sein |
| 2007 | Toke Constantin Hebbeln fürNimmermeer |
| 2006 | Matthias Luthardt fürPingpong |
| 2005 | Hendrik Hölzemann fürKammerflimmern |
| 2004 | Kathrin Feistl fürBin ich sexy? |
| Jahr | Preisträger |
|---|---|
| 2015 | Andrea Roggon fürMülheim Texas – Helge Schneider hier und dort |
| 2014 | Noël Dernesch undMoritz Springer fürJourney To Jah |
| 2013 | Andy Wolff fürDer Kapitän und sein Pirat |
| 2012 | Antje Huber fürDas Ding am Deich |
| 2011 | Samira Radsi fürAnduni – Fremde Heimat |
| 2010 | Jessica Hausner fürLourdes |
| 2009 | Christoph Röhl fürEin Teil von mir |
| 2008 | Tamara Staudt fürNur ein Sommer |
| 2007 | Saara Waasner fürDie Gedanken sind frei |
| 2006 | Susanne Jäger fürVater und Feind |
| 2005 | Katarina Peters fürAm seidenen Faden |
| Jahr | Preisträger |
|---|---|
| 2011 | Marc Bauder fürDas System – Alles verstehen heißt alles verzeihen |
| 2010 | Yael Reuveny fürErzählungen vom Verlorenen |
| 2009 | Bernhard Sallmann fürTräume der Lausitz |
| 2008 | Christian Schwochow fürNovemberkind |
| 2007 | Marc Meyer fürWir sagen Du! Schatz. |
| 2006 | Rita Lengyel fürBerlin Budapest |
| 2005 | Thomas Wendrich fürZur Zeit Verstorben |
| 2004 | Irma Stelmach fürJubilate |
Publizistische und wissenschaftliche Arbeiten zur weiteren Erforschung des DEFA-Filmerbes werden in derSchriftenreihe der DEFA-Stiftung veröffentlicht, die imBertz + Fischer Verlag erscheint. Die Reihe umfasst derzeit mehr als 40 Buchbände (Stand: 2022), darunter:
Die gedruckten Publikationen werden durch Internetangebote ergänzt. Neben einer Datenbank, in der alle zum Rechtebestand der DEFA-Stiftung gehörenden Filme erfasst sind, werden auf der Website weitere Datenbestände, zum Beispiel eineChronik undBibliografie zur DEFA, zur Verfügung gestellt.
Mit dem Jahrbuchapropos: Film etablierte die Stiftung in den Jahren 2000 bis 2005 eine Reihe, die über die Aufarbeitung, Präsentation und Rezeption der ostdeutschenKinematographie Auskunft gab und das aktuelle Filmgeschehen sowie die Arbeit der DEFA-Stiftung vorstellte. Mit dem StiftungsjournalLeuchtkraft existiert seit 2018 wieder eine jährlich erscheinende Publikation, die Essays von Forschenden und Filmschaffenden zum DEFA-Filmerbe zusammenstellt. Das Journal ist über die Website der Stiftung abrufbar.
In Zusammenarbeit mit demSchwarzkopf & Schwarzkopf Verlag erschien Ende 2017 eine erweiterte Ausgabe vonDas große Lexikon der DEFA-Spielfilme.
Die Stiftung ist Mitglied imBundesverband Deutscher Stiftungen und kooperiert mit unterschiedlichen Institutionen. DasFilmarchiv des Bundesarchivs verwahrt die filmischen Ausgangsmaterialien der DEFA-Produktionen. DieDeutsche Kinemathek vergibt Lizenzen fürKinovorführungen von DEFA-Filmen.
Das UnternehmenIcestorm Entertainment war bis zur Insolvenz im Sommer 2022 exklusiver Verwerter des DEFA-Filmbestands aufDVD,Blu-ray und anderen Trägermedien, sowie fürFernsehen- undVideo-on-Demand-Angebote. Seit 2023 übernimmt die neugegründete GesellschaftDEFA-Distribution GmbH diese Aufgabe. DVD-Editionen erscheinen beiAbsolut Medien sowie in den Editionen Filmjuwelen undFilmmuseum.
Progress ist Auswerter des DEFA-Filmerbes im Bereich Klammerteilverwertung. Seit April 2019 wird auf der Recherche-Plattformprogress.film das DEFA-Filmerbe sukzessiv für Sichtungszwecke international zugänglich und lizenzierbar gemacht.[18]
DieDEFA Film Library an derUniversity of Massachusetts Amherst ist das einzige Forschungszentrum außerhalb Deutschlands, das sich mit einem breiten Spektrum des DDR-Kinos auseinandersetzt.
DieFriedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung ist als Schwester-Stiftung enger Partner der DEFA-Stiftung.[19]