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Cugy FR

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
FR ist das Kürzel für denKanton Freiburg in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des NamensCugyf zu vermeiden.
Cugy
Wappen von Cugy
Staat:Schweiz Schweiz
Kanton:Kanton FreiburgFreiburg (FR)
Bezirk:Broyew
BFS-Nr.:2011i1f3f4
Postleitzahl:1482
Koordinaten:558192 / 18498746.8147226.89083474Koordinaten:46° 48′ 53″ N,6° 53′ 27″ O; CH1903: 558192 / 184987
Höhe:474 m ü. M.
Kreuzung Grand-Rue/
Chemin Saint Marc
Höhenbereich:445–653m ü. M.[1]
Fläche:9,88 km²[2]
Einwohner:2030(31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte:205 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
21,0 %
(31. Dezember 2024)[4]
Website:www.cugy-fr.ch
Lage der Gemeinde
Karte von Cugy
Karte von Cugy
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Cugy (Freiburger PatoisKudji/?) ist einepolitische Gemeinde imBroyebezirk desKantonsFreiburg in derSchweiz. Am 1. Januar 2005 wurde die vorher selbständige GemeindeVesin nach Cugy eingemeindet.

Geographie

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DasDorf Cugy liegt auf474 m ü. M., 3,5 km westlich vonPayerne (Luftlinie) in der freiburgischen Exklave vonEstavayer-le-Lac. Es erstreckt sich leicht erhöht am Südwestrand derBroyeebene und am Fuss desMolassehügellandes zwischen demNeuenburgersee und dem Broyetal im nordwestlichen FreiburgerMittelland.

Die Fläche des 9,9 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Hügellandes westlich der Broye und im Norden einen kleinen Teil der Broyeebene am FlussPetite Glâne und bis zum BachRuisseau de l’Arignon. Die nördlichste Stelle der Gemeinde befindet sich bei der Autobahnauffahrt «Payerne» auf449 m ü. M. Rund um Cugy liegen mehrere Hügel und dazwischen kleine Tälchen, Geländemulden und Plateaus. Die höchsten Anhöhen sindLa Rapa (527 m ü. M.),Aléri (560 m ü. M.) undBois des Invuardes (569 m ü. M.). Nach Südwesten reicht die Gemeindefläche über das Tal des Dorfbachs von Vesin, der früherRuisseau de Grandvaux und auchRuisseau du Moulin genannt wurde, bis auf die Höhe vonLes Vuarnoz (604 m ü. M.) und auf den östlichen Hang des bewaldeten HügelsBois d'Aumont, auf dem mit651 m ü. M. der höchste Punkt von Cugy liegt.

Der Dorfbach von Cugy, der früher mitten durch die Ortschaft floss, wurde bei Meliorationsarbeiten in unterirdische Leitungen gelegt. Aus den südlichen Tälern beiGrange-des-Bois undAléri fliessen kleine Bäche in die Broyeebene hinunter, die auf einigen Strecken ebenfalls eingedolt sind.

Von der Gemeindefläche entfielen gemäss der Arealstatistik von 1997 acht Prozent auf Siedlungsgebiet, 19 Prozent auf Wald und Gehölze und 73 Prozent auf Landwirtschaftsflächen.

Zu Cugy gehören neben dem Hauptdorf die OrtschaftVesin (515 m ü. M.), die WeilerMoulin de Glâne (456 m ü. M.) in der Broyeebene an der Petite Glâne undGrange-des-Bois (525 m ü. M.) auf einem Plateau am Ostrand des Bois des Invuardes sowie einige Einzelhöfe.

Die Nachbargemeinden von Cugy sindFétigny-Ménières,Les Montets undEstavayer im Kanton Freiburg sowiePayerne im KantonWaadt.

Bevölkerung

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Cugy (inkl. Vesin)

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Mit 2030 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) gehört Cugy zu den mittelgrossen Gemeinden des Kantons Freiburg. Von den Bewohnern sind 90,9 % französischsprachig, 3,3 % deutschsprachig, und 1,3 % sprechen Italienisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Cugy belief sich 1900 auf 997 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts pendelte die Bevölkerungszahl stets im Bereich von 880 bis 1000 Einwohnern. Erst seit 1980 (928 Einwohner) wurde ein deutliches Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten[5][6]

Cugy (ohne Vesin)

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Mit 875 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2000) gehörte Cugy zu den kleineren Gemeinden des Kantons Freiburg. Die Bevölkerungszahl von Cugy belief sich 1900 auf 738 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts pendelte die Bevölkerungszahl stets im Bereich von 630 bis 780 Einwohnern. Erst seit 1980 (753 Einwohner) wurde ein deutliches Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten[5][6]

Wirtschaft

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Cugy war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch dieLandwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben derAckerbau, der Anbau vonTabak sowie dieMilchwirtschaft und dieViehzucht einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In der Gemeinde sind heute Betriebe der Baubranche, der Informationstechnologie und feinmechanische Werkstätten vertreten. Cugy ist seit 1959 Sitz des Agri-Centre de la Broye (ACB), einer Landwirtschaftsgenossenschaft des unteren Broyetals. Von 1965 bis 1975 gab es auch eine Zifferblattfabrik. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in den Regionen Payerne und Estavayer-le-Lac arbeiten.

Verkehr

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Die Gemeinde ist verkehrsmässig gut erschlossen. Sie liegt an der alten Hauptstrasse vonYverdon-les-Bains nachPayerne (heuteHauptstrasse 186) und berührt im Norden die neue Hauptstrasse von Yverdon-les-Bains über Estavayer-le-Lac nach Payerne (Hauptstrasse 181). In Vesin treffen sich zudem dieHauptstrasse 150 und dieHauptstrasse 185.

Der nächste Anschluss an die AutobahnA1 (Lausanne-Bern), die im Jahr 2001 eröffnet wurde und den Norden des Gemeindegebiets durchquert, befindet sich rund drei km vom Ortskern entfernt am Rand des Gemeindegebiets.

Am 1. Februar 1877 wurde die Eisenbahnlinie von Yverdon nach Payerne mit einem Bahnhof in Cugy in Betrieb genommen. Für die Feinverteilung im öffentlichen Verkehr besteht eine Buslinie derTransports publics Fribourgeois, welche von Estavayer-le-Lac aus das hügelige Hinterland bedient.

Geschichte

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Das Gemeindegebiet von Cugy war schon früh besiedelt, was durch Funde von Gegenständen aus derRömerzeit belegt ist. Die römische Fernstrasse vonGenava (Genf) nachAventicum (Avenches), deren Trassee heute alsVy d’Etra bekannt ist, erreichte nördlich von Cugy die Broyeebene.

Die Ortschaft ist erstmals in einer Urkunde vom Jahr 968 in der Formulierungin villa Cuzziaco erwähnt. Später erschienen die BezeichnungenCubizaca,Cubizasca (1079),Cuzei (1142),Cubizacha (1145),Cuzzie (1228),Cugie (1230),Cuzie (1233) undCugiez (1254). Die Herkunft des Ortsnamens ist nicht eindeutig geklärt. Cugy geht wahrscheinlich auf den lateinischen BeinamenCupidus zurück; es könnte seinen Ursprung aber auch imkeltischen Wortschatz haben.

Altes Wappen von Cugy

Das Gebiet um Cugy kam 968 durch eine Schenkung an den Bischof von Lausanne, der hier eine Pfarrei gründete. Auch dasKloster Montheron hatte Grundbesitz auf dem Gemeindegebiet, den es 1230 an das KlosterHauterive abtrat. Seit dem12. Jahrhundert stand Cugy unter der Herrschaft eines Seitenzweiges der Herren von Estavayer, der den Namende Cuzei annahm. Die Herrschaft Cugy, die auch die OrteVesin,Granges-de-Vesin,Fétigny undMénières umfasste, kam 1329 als Lehen an die Barone vonMontagny und 1477 unter die Herrschaft von Freiburg. Dieses teilte das Dorf 1536, nachdem die Berner das Waadtland erobert hatten, der Vogtei Estavayer zu.

Nach dem Zusammenbruch desAncien Régime (1798) gehörte Cugy während derHelvetik und der darauf folgenden Zeit zum Bezirk Estavayer und wurde 1848 in den Bezirk Broye eingegliedert. Im Rahmen der seit 2000 vom Kanton Freiburg geförderten Gemeindefusionen wurde die vorher politisch selbständige GemeindeVesin mit Wirkung auf den 1. Januar 2005 nach Cugy eingemeindet. Gleichzeitig wurde auch ein neues Gemeindewappen eingeführt.

Sehenswürdigkeiten

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Siehe auch:Liste der Kulturgüter in Cugy FR
Kirche

Die Pfarrkirche von Cugy wurde im 16. Jahrhundert erbaut und 1906–1907 umgestaltet und vergrössert. Das Dorf besitzt zwei Schlösser: La Cour (Hof) und Le Château (Schloss) aus dem 16. Jahrhundert, in dem heute die Primarschule untergebracht ist. Entlang der Dorfstrasse steht eine Reihe charakteristischer Bauernhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.

Töchter und Söhne der Gemeinde

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  • Richard Chassot (* 1970), Ex-Präsident des Schweizer Radsportverbandes Swiss Cycling und ehemaliger Radrennfahrer

Weblinks

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Commons: Cugy, Fribourg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späterenGemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst). 
  2. Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späterenGemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst). 
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späterenGemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst). 
  4. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024.Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
  5. abMartin Schuler: Kanton Freiburg - Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene vor 1850. (CSV; 15 kB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 8. Oktober 2025. 
  6. abDaten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 8. Oktober 2025 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich). 
Politische Gemeinden imBroyebezirk

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