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Coupé

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterCoupé (Begriffsklärung) aufgeführt.
Packard Modell 733 Standard Eight als Dreifenster-Coupé (1930)
Delahaye Type 135 Coupé vonPourtout (1946)
Mercedes-Benz W 111, Coupé in klassischer Bauweise
Viele Coupés haben rahmenlose Seitenscheiben wie hier beimInfiniti Q60

DasCoupé (französisch für „geschnitten“ oder „abgeschnitten“) ist im klassischen Sinne ein geschlossener zweitüriger Wagen mit einem sportlichen und eleganten Erscheinungsbild. Die Bezeichnung ist deutlich älter als das Kraftfahrzeug und setzte sich bereits im Bau vonKutschen durch. Gegenüber derLimousine hat dieseKarosseriebauform ein verkürztes, „abgeschnittenes“ oder stark nach hinten abfallendes Dach, das häufig von nur zweiSäulenpaaren getragen wird. Ursprünglich waren Coupés Zweisitzer, im heutigen Sinne werden auch Vier- oder Fünfsitzer dazu gezählt, derenFond jedoch weniger komfortabel ist als die Plätze für Fahrer und Beifahrer (2+2-Sitzer).

Coupés können eigenständige Fahrzeuge sein, wie derAudi TT, andere waren oder sind durch Verkürzung und Änderung des Dachs oder auch der Seitenlinie von einer Limousine abgeleitet. Zu vielen Coupés gibt es ein entsprechendesCabriolet.

Ferrari unterscheidet traditionell zwischen Coupé undBerlinetta (ital. Verkleinerungsform von „Berlina“;dt. etwa: kleine Limousine). Alle Berlinettas von Ferrari sind Zweisitzer mit geschlossenem Cockpit.

Weitere begriffliche Überlappungen gibt es mitGran Turismo,Personal Luxury Cars undCoach.

Bereits vor derRechtschreibreform 1996 gab es für „Coupé“ auch die eingedeutschte SchreibweiseKupee, die jedoch 2011 wieder abgeschafft wurde.[1]

Begriffsentwicklung

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HistorischesLancia Flaminia Coupé, trotz B-Säule ein Coupé
Goggomobil Coupé – die Bezeichnung Coupé wurde auch für weniger sportliche Fahrzeuge verwendet
Renault Laguna Coupé mit Fließheck

Die Bezeichnung Coupé stammt von einem vierrädrigenKutschenmodell mit zwei Sitzplätzen in der Kabine, bei dem der Fahrer weit vorne und außerdem draußen saß. Von der Seite betrachtet ähnelte dieses Fahrzeug einer viersitzigen Kutsche, bei der der Teil, in dem sich normalerweise die vorderen Sitzplätze befanden, abgeschnitten (franz.: coupé) war.[2]

Auch bei Kraftfahrzeugen wurden mit dem Begriff Coupé anfangs Fahrzeuge beschrieben, die im Gegensatz zu einer Limousine nicht vollständig geschlossen waren. Bei ihnen saß derChauffeur vorne im Fahrzeug ohne ein Dach im Freien, während die Fahrgäste hinten in einem geschlossenen Abteil Platz fanden. Ein Beispiel hierfür ist dasBugatti Royale Coupé „Napoleon“.

In den 1950er-Jahren wurde der Begriff Coupé für besonders sportliche oder exklusive Limousinen mit zwei Türen, aber auch fürSportwagen gebraucht. Coupés hatten in dieser Zeit oft nur zwei Sitzplätze. Seit den 1960er- und 1970er-Jahren wird der Begriff Coupé zunehmend für sportliche, zweitürige Limousinen mit oft flach abfallendemSchrägheck gebraucht.

Während daher bei den hiesigen Herstellern ein Coupé oft eine Karosserievariante bekannter Limousinen war, mit gleicher Frontpartie und in der Gesamterscheinung den direkt verwandten Modelltypen sehr ähnlich, wurden in Italien und teils auch in Frankreich in den 1960er, 1970er sowie teils noch in den 1980er Jahren Coupé-Varianten mit völlig eigenständigen Karosserien geschaffen. Diese hatten in der Regel sogar eigenständige Innenräume und teilten sich oft nur wenige Technikbaugruppen mit ihren Typengeschwistern. Das traf auf exzentrische Kleinhersteller wie Lancia genauso zu wie auf die beiden Großhersteller Fiat und Alfa Romeo und ist offenbar in der aus der automobilen Anfangszeit erhaltenen Tradition der vielen Karosserie- und Design-Unternehmen in Italien und Frankreich begründet. Die Fahrzeuge dieser etwas weiter gefassten Coupé-Definition verfügen meist über mehr als zwei Sitze, jedoch ist der Platz auf der Rücksitzbank meist sehr beengt und wenig komfortabel. Das ist darauf zurückzuführen, dass derRadstand im Vergleich zur viertürigen Variante gekürzt wird.

Manche Modelle werden als Zwei- bzw. Dreitürer angeboten und sind dadurch billiger als die Limousine, zusätzlich gibt es sie eventuell aber auch als exklusives Coupé, Beispiele sind derFord Taunus 20M P7 oder in jüngerer Zeit derOpel Astra G: Der Wagen wurde als zweitürige Variante der Limousine bei Opel gefertigt sowie als Coupé in Kleinserie vonBertone.

Eine Kuriosität ist derRenault Avantime. Der Wagen erfüllt die Kriterien eines Coupés und war nicht minder exklusiv, der hohe Schwerpunkt und der große Innenraum machen den Wagen aber zum Unikat in der Gattung „Van-Coupé“.

Erweiterungen des Begriffes

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Das positive Image des exklusiven eleganten Coupés hat zu einer Projektion des Begriffs auf einfache Dreitürer oder gar auf sportliche Limousinen geführt.

Sportcoupé

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Die erste Projektion war dasSportcoupé. Dabei handelte es sich um einfachere sportliche Zwei-/Dreitürer wie denOpel Manta oder denFord Capri.

In den 1990er Jahren wurde der dreitürige Citroën Xsara als Coupé vermarktet, ebenso die dreitürige Variante derMercedes-Benz A-Klasse, die mit dem ursprünglichen Verständnis des Begriffs „Coupé“ nichts gemeinsam hat.

Viertüriges Coupé

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LaFayette Model 134 Four Door Coupe (1921)
Das erste ausdrücklich als viertüriges Coupé vermarktete Großserienfahrzeug: derRover P5 von 1958
In der Presse als Begründer des Segments viertüriger Coupés angesehen: derMercedes-Benz CLS von 2004

Viertürige Coupés sind keine Coupés im klassischen Sinne. Sie verbinden einzelne Konstruktions- und Gestaltungsmerkmale von Coupés mit denen einer Limousine. Spätere Interpretationen weisen allgemein ein im Vergleich zu herkömmlichen Limousinen abgesenktes Dach auf, meist auch eine flacher oder fließend verlaufende Dachlinie im Bereich derC-Säule sowie meistens rahmenlose Seitenscheiben. In technischer Hinsicht sind die viertürigen Coupés heute in der Regel von Limousinen abgeleitet, die als Volumenmodelle breite Käuferschichten ansprechen sollen. Im Gegensatz zu den Limousinen sollen viertürige Coupés höherpreisige Marktnischen abdecken.

Der Begriff des viertürigen Coupés hat seinen Ursprung imProduktmarketing. Dabei wird zunächst von der Erwartung ausgegangen, dass der Prestigewert eines Coupés höher ist als der einer Limousine.[3] Mit der Formulierung „viertüriges Coupé“ werden bewusst zwei Merkmale miteinander verbunden, die sich nach herkömmlichem Verständnis gegenseitig ausschließen. Dadurch wird der Eindruck erweckt, es sei ein gänzlich neues Karosseriekonzept entwickelt worden.

Nachweisbar ist der Begriff seit den frühen 1920er Jahren, als gelegentlich verkürzte Innenlenker mit integriertem Kofferraum so bezeichnet wurden. Eine sehr frühe Darstellung findet sich in einer Anzeige derLaFayette Motors Company von 1921. Das gezeigte Fahrzeug wurde vonLeBaron für LaFayette entworfen und beiSeaman inMilwaukee in kleiner Auflage produziert.[4] Zumindest in den USA waren die BezeichnungenBrougham,Club Sedan oderSport Sedan geläufiger als4-Door Coupé. Nachdem Ende der 1940er Jahre zweitürige Hardtops dasClub Coupé ablösten – Coupés ohneB-Säule, aber mit abgeflachtem Dach und rahmenlosen Seitenscheiben –, wurde diese Gestaltung ab Mitte der 1950er Jahre auch auf Viertürer ausgedehnt, die parallel zu herkömmlichen Limousinen angeboten wurden. Nicht dem Namen, aber dem Zweck nach erfüllten sie die Aufgabe des viertürigen Coupés.

Ab den späten 1950er-Jahren wurden wieder vermehrt viertürige Fahrzeuge unter dem Begriff Coupé vermarktet. Dazu gehört derRover P5, der 1958 auf den Markt kam und in einer Version mit abgeflachtem Dach als Coupé vermarktet wurde.[2][5] In den folgenden Jahrzehnten wurden wiederholt Fahrzeuge angeboten, die einzelne oder mehrere der vorstehend genannten Kriterien eines viertürigen Coupés erfüllten. Hierzu gehören der 1988 vorgestellte und dem asiatischen Markt vorbehalteneNissan Cefiro, der in der Presse ausdrücklich als viertüriges Coupé bezeichnet wurde.[6]

Mercedes-Benz griff dieses Konzept mit dem im Herbst 2004 eingeführtenMercedes-Benz CLS als erster Anbieter wieder auf und etablierte es in der Oberklasse. Im Frühjahr 2013 wurde das Konzept in der Kompaktklasse mit demCLA nochmals realisiert.

Die Presse sieht vielfach Mercedes-Benz als „Begründer des Segments der viertürigen Coupés“[7][8] und hat den Begriff auch für andere Modelle ähnlicher Bauweise übernommen. Angesichts dieses Erfolgs zogen andere Hersteller nach und präsentierten ihrerseits Fahrzeuge – wie etwa VW 2008 denVW Passat CC.

Teilweise werden auch Fahrzeuge wie derPorsche Panamera, derAudi A7,Kia Stinger oder derCitroën DS4 hierzu gezählt; auch denAston Martin Rapide und denLamborghini Estoque kann man als viertüriges Coupé bezeichnen. Allerdings ist die begriffliche Abgrenzung zur herkömmlichenFließhecklimousine unscharf.

SUV-Coupé

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DerSsangYong Actyon gilt als einer der Begründer der SUV-Coupés
Rahmenlose Seitenscheiben wie beimAudi Q8 werden gerne als Reminiszenz zu den klassischen Coupés eingesetzt
Siehe auch:Sport Utility Vehicle#SUV-Coupé

Seit der Einführung des auf demBMW X5 basierendenBMW X6 im Jahr 2008 verbreitet sich der Begriff desSUV-Coupés.[9] Dabei handelt es sich häufig um Fahrzeuge mit einer Fließheckform auf Basis eines normalen SUV, die zu einem höheren Preis verkauft werden können, da der emotionale Nutzen für den Kunden im Vordergrund steht.[10] Ein großer Beitrag zur Entwicklung dieser Fahrzeugklasse liegt in China, wo die Kunden einen ausdrucksstarken und dominanten Designstil bevorzugen, um ihren individuellen sozialen Aufstieg zu demonstrieren.[11] So verkaufen beispielsweise Mazda zwischen 2016 und 2023 denCX-4 auf Basis desCX-5, Škoda seit 2018 denKodiaq GT auf Basis desKodiaq I oder Volkswagen seit 2019 denTeramont X auf Basis desTeramont nur in China.[12][13][14] Die SUV-Coupés sind wie die viertürigen Coupés keine Coupés im klassischen Sinne.

Schon vor der Vorstellung des X6 auf derIAA 2007 wurde derSsangYong Actyon im Jahr 2006 als Sport-Utility-Coupé (SUC) bezeichnet.[15] Erst 2011 kam mit demRange Rover Evoque ein weiteres Fahrzeug in den Handel, das es in einer Coupé-Variante gab. Im Gegensatz zu den meisten anderen Modellen hat dieses Coupé aber tatsächlich nur zwei Türen.[16][17] Auch der ab 2013 angeboteneMini Paceman stellt eine zweitürige Variante eines anderen Modells (Mini Countryman) dar.[18] 2014 führte BMW mit demX4 eine Klasse tiefer ein weiteres Modell ein.[19] Mercedes-Benz folgte 2015 mit demGLE Coupé[20] und 2016 mit demGLC Coupé.[21] Porsche führte 2019 dasCayenne Coupé ein.[22] Ein weiteres Merkmal, das SUV-Coupés von den klassischen Coupés des Öfteren übernehmen, sind rahmenlose Scheiben wie beimMaserati Levante oder demAudi Q8.[23]

Auch chinesische Automobilhersteller bezeichnen einige ihrer Modelle als Coupé. Zu nennen sind hier unter anderem derChangan CS85[24], derGeely Xingyue S[25], dasHaval H6 Coupé[26], derHaval F7x[27], derLynk & Co 05[28] oder dasZotye T600 Coupé.[29]

Bei den SUV-Coupés ist die Abgrenzung zu den herkömmlichen SUV unscharf. Teilweise werden auch Modelle wie derToyota C-HR[30], derMitsubishi Eclipse Cross[31] oder derTesla Model X[32] als SUV-Coupé bezeichnet.

Sonderformen

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Es gibt geschlossene Fahrzeuge, die weitgehend der Definition Coupé entsprechen, aber weniger als zwei Türen haben. Dazu gehört der Nova vonNova Cars mit einem vorne angeschlagenen Dach, das zum Ein- und Aussteigen aufgeklappt wird. Der Nova wird in der Literatur als Coupé bezeichnet.[33][34] Das Gleiche gilt für denBond Bug.[35]

Außerdem gibt es geschlosseneKleinstwagen mit nur einer Tür. Da sie nur eine Sitzreihe haben, können es keine Limousinen sein. So wird derPeel P50 in einer Quelle als Coupé bezeichnet.[36]

Ehemalige Bauformen

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Opera Coupé

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DasOpera Coupé (in Europa auch:Coupé Opéra) ist eine der ältesten Varianten des Coupés mit vier Plätzen, davon zwei auf einer Sitzbank im Fond. Neben dem Fahrer gibt es nur einenNotsitz, um den Zugang zur Rückbank zu erleichtern.[37] Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Coupés mit etwas größerem Innenraum, vier bis fünf Sitzen und breiteren Türen so bezeichnet. Sie hatten oft ein rundes oder ovales Fenster im hinteren Teil des Daches, manchmal mit lederbezogenem Dach und/oder Sturmbügeln. Es gibt demnach Überschneidungen zumFive-Window Coupé, zumSport Coupé und zumClub Coupé; Letzteres löste dasOpera Coupé Ende der 1920er-Jahre ab.[38]

Business Coupé

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Chevrolet Master Series GB Business Coupé (1937, mit fünf Fenstern)

DasBusiness Coupé war in den USA von den frühen 1920er- bis etwa Mitte der 1950er-Jahre weit verbreitet. Es hatte einen nach vorn verlängerten, von außen zugänglichen Kofferraum statt Rücksitzen. Von außen sind diese Fahrzeuge kaum von anderen Coupés zu unterscheiden. Oft war dasBusiness Coupé die preiswerteste Variante einer Modellreihe. Es war beliebt bei Handelsreisenden, die ihre Musterkoffer im abschließbaren, von außen nicht einsehbaren Kofferraum lassen konnten und nicht ins Hotelzimmer mitnehmen mussten. Bis Mitte der 1950er-Jahre war dasBusiness Coupé vom praktischerenStation Wagon mit drei oder fünf Türen abgelöst worden.[37]

Three-Window Coupé

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Packard Twelve Modell 1507 als Dreifenster-Coupé (Karr. #1037; 1937)

Three-Window Coupé ist eine vor allem in den USA gebräuchliche Bezeichnung für ein Coupé mit Seitenscheiben in den Türen, nicht aber im hinteren Teil des Dachs. Der Name bezieht sich auf die Seiten- und die Heckscheibe; die Frontscheibe wird als selbstverständlich vorausgesetzt. In der Regel gab es eine Sitzbank für drei Personen, manche Versionen hatten zusätzlich eine Zweierbank oder einen quer zur Fahrtrichtung angebrachten Einzelsitz im Fond. DasSport Coupé (siehe unten) ist davon abgeleitet. Das Dreifenster-Coupé kam in den 1940er-Jahren aus der Mode.[39]

Five-Window Coupé

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Perfekt restauriertes Ford Modell A Deluxe Coupé mit fünf Fenstern (1930)

VomDreifenster-Coupé unterschied sich die fünffenstrige Version durch zusätzliche Scheiben im hinteren Dachteil. Der Name bezieht sich auf die je zwei Seiten- und die Heckscheibe. Versionen ohne Passagierraum im Fond sind die Ausnahme.[39] DasFive-Window Coupé wurde länger gebaut als die drei-fenstrige Variante.

Sport Coupé

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Das Dach desSport Coupés (nicht zu verwechseln mit dem oben erwähntenSportcoupé) ist mit Leder, Kunstleder oder textilem Material bezogen, um den Eindruck einesCabriolets zu erwecken. Dieser Eindruck wurde oft durch Zierteile am Dachabschluss verstärkt, die die Sturmbügel echter Cabriolets imitierten. Sport Coupés waren etwas luxuriöser als normale Ausführungen. Der Stil kam nach 1930 schnell aus der Mode.[37][40]

Rumble Seat Coupé

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Ford Model A Standard Rumble Seat Coupe (1928). Die gepolsterte Rückenlehne in der Klappe und verchromte Haltegriffe sind gut zu sehen; auf der abgewandten Seite findet sich eine Trittstufe auf dem Kotflügel.

Eine Unterform des 3/5-fenstrigen Coupés und des Sport Coupés. Unter dem „Kofferraumdeckel“ befindet sich einNotsitz, im Volksmund auch „Schwiegermuttersitz“ genannt. Die Innenseite des nach hinten öffnenden Deckels ist gepolstert. Üblicherweise wird das Sitzabteil über das Trittbrett und eine Stufe am Kotflügel betreten. Teurere Ausführungen haben gelegentlich eine seitliche Tür.

Sedanca Coupé

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Bentley Mark VI Sedanca (1948)

Das luxuriöseSedanca Coupé hat ein abnehmbares oder zu öffnendes vorderes Dachteil und ist damit ein Vorläufer des Coupés mitTargadach. Diese auch alsSedanca bezeichnete Bauform sollte weder mit demSedanca de Ville verwechselt werden (ein teilweise geschlossenes Repräsentationsfahrzeug)[41] noch mit demSedanca Three Position Drophead Coupé, einem Cabriolet mit drei verschiedenen Dachstellungen.[42]

Club Coupé

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Lincoln Continental der ersten Generation als Club Coupé (1948)

In den USA von den frühen 1920er- bis Anfang der 1950er-Jahre war dasClub Coupé eine verbreitete Mischform aus Coupé und zweitürigemSedan. Nachfolger desClub Coupés wurden dasHardtop Coupé einerseits und derClub Sedan (zweitürig, mit B-Säule und längerem Dach) andererseits.[37]

Hardtop Coupé

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DerPackard Executive (1956) ist ein typischer Vertreter der US-Hardtop-Coupés mit sechs vollwertigen Sitzen. In Europa wurde diese Bauform auch alsFaux cabriolet bezeichnet.
Hauptartikel:Hardtop

Aus der Vorkriegszeit sind einige handgefertigte Einzelstücke bekannt, derCadillac Coupé DeVille gilt jedoch als erstes serienmäßig hergestelltesHardtop Coupé. Die Fahrzeuge wurden in der Regel auf demChassis eines Cabriolets aufgebaut, das bereits verstärkt war. Dies war notwendig, weil das Dach nicht zurSteifigkeit der Konstruktion ohneB-Säule beitragen konnte.

Faux Cabriolet

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Das Faux Cabriolet ist ein geschlossenes Fahrzeug mit einem Dach aus Wachstuch oder Kunstleder, das den Eindruck erweckt, es sei ein Cabriolet, obwohl das Dach sich nicht öffnen lässt. Die Bezeichnung war in Europa verbreitet für dasSport Coupé und wurde mit dem Aufkommen desHardtop Coupés wiederbelebt.[43]

Weitere Formen

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  • Coupé Fiacre (auch als Cabriolet): Die Linienführung war demFiaker nachempfunden. DasCoupé Fiacre kann man daher als eines der ersten Automobile imRetrostil bezeichnen.
  • Goutte d’Eau („Wassertropfen“, auch als Cabriolet): Eine sehr extravagante Karosserie mit stark gerundeten, ausladenden Formen. Entwickelt wurde dieser Stil vom französischenKarosseriebauunternehmenFigoni & Falaschi.
  • Coupé de Ville: Diese Bauform hat wenig zu tun mit dem Coupé, wie es in diesem Artikel definiert wird. DasCoupé de Ville ist eine Chauffeur-Limousine mit offenem Fahrerabteil.

Historische Coupés: Bildergalerie

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Literatur

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  • Richard Lentinello, Terry McGean (Hrsg.):The Hemmings Collector-Car Encyclopedia (2011); Hemmings Motor News, Bennington VT,ISBN 978-0-615-55029-9 (englisch)

Weblinks

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Wiktionary: Coupé – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Coupé / Kupee, Julian von Heyl, www.korrekturen.de.
  2. abHalwart Schrader:Oldtimer Lexikon. Geschichte – Marken – Technik. 1. Auflage. Motorbuch Verlag, 2007,ISBN 978-3-613-02734-3. 
  3. Martin Buckley, Chris Rees:Cars. An encyclopedia of the world’s most fabulous automobiles. Anness Publishing Ltd. 2001 (London), S. 12 f.
  4. Seaman Body Corp., W.S. Seaman Company, Rothschild-Seaman Co., Thomas B. Jeffery Company, Nash Motors, Harley-Davidson - CoachBuilt.com. Abgerufen am 3. Mai 2024. 
  5. Deutschsprachiger Verkaufsprospekt zum Rover P5 Saloon und Coupé von 1964 (abgerufen am 5. Januar 2011).
  6. Auto Katalog Nr. 34 (1990/91), S. 144.
  7. Beitrag auf der Internetseite www.auto-motor-und-sport.de (abgerufen am 5. Januar 2011)
  8. Beitrag zu Mercedes-Benz CLS 500 auf der Internetseite www.shortnews.de (Memento vom 28. Dezember 2013 imInternet Archive) (abgerufen am 5. Januar 2011).
  9. Thomas Imhof: Markt-Trend: Warum immer mehr Automodelle erfunden werden. In: welt.de. 27. April 2014, abgerufen am 30. Juli 2018. 
  10. Franz-Rudolf Esch:Strategie und Technik des Automobilmarketing. Springer Gabler, Oestrich-Winkel 2013,ISBN 978-3-8349-3391-1,S. 344. 
  11. Niklas Schaffmeister:Erfolgreicher Markenaufbau in den großen Emerging Markets. Springer Gabler, Köln 2018,ISBN 978-3-658-14111-0,S. 323. 
  12. Holger Wittich, Uli Baumann: Mazda CX-4 in Peking: Und noch ein SUV-Coupé. In: auto-motor-und-sport.de. 24. April 2016, abgerufen am 30. Juli 2018. 
  13. Holger Wittich, Uli Baumann: Skoda Kodiaq GT (2018): Alle Fotos und Daten zum neuen SUV-Coupé. In: auto-motor-und-sport.de. 17. Oktober 2018, abgerufen am 18. Mai 2019. 
  14. Anthony Karr: VW Teramont X: Coupé-SUV nur für China. In: de.motor1.com. 15. April 2019, abgerufen am 18. Mai 2019. 
  15. Frankfurter Rundschau: : SsangYong Actyon: Das Sports-Utility-Coupé. In: fr.de. 1. November 2006, abgerufen am 29. Juli 2018. 
  16. Dani Heyne: Range Rover Evoque 2.2 SD4 im Test: Aufsehen erregendes SUV-Coupé. In: auto-motor-und-sport.de. 13. Oktober 2011, abgerufen am 30. Juli 2018. 
  17. Günter Weigel: Der Reiz des schönen Scheins: Test: Range Rover Evoque SD4 Coupe. In: welt.de. 14. April 2013, abgerufen am 29. Juli 2018. 
  18. Timothy Pfannkuchen: Zehn sinnlose Autos, deren Konzept wir bis heute nicht wirklich verstehen. In: blick.ch. 4. Mai 2021, abgerufen am 8. Mai 2021. 
  19. Markus Mechnich: Gegen den Strom. In: tagesspiegel.de. 9. Juni 2014, archiviert vom Original; abgerufen am 12. Januar 2023. 
  20. BMW X6 – gebraucht tut er's auch? In: t-online.de. 26. Juli 2018, abgerufen am 29. Juli 2018. 
  21. Christopher Clausen, Peter R. Fischer: Mercedes GLC Coupé (2016): Marktstart, Preis und Motoren vom SUV. In: autobild.de. 16. Juni 2016, abgerufen am 29. Juli 2018. 
  22. Gregor Hebermehl, Holger Wittich: Porsche Cayenne Coupé (2019): Sportliche Lifestyle-Version des SUV. In: auto-motor-und-sport.de. 15. Mai 2019, abgerufen am 18. Mai 2019. 
  23. Jan Götze: Neuer Q8 – Das ist Audis fettester Q. In: bild.de. 30. Juli 2018, abgerufen am 30. Juli 2018. 
  24. Unlock all the possibilities of future life with CS85! In: globalchangan.com. 23. November 2018, abgerufen am 18. Mai 2019. 
  25. Thomas Harloff: Geely FY11 Coupé-SUV (2019): Erste Fotos zeigen den BMW-X4-Klon. In: auto-motor-und-sport.de. 22. Januar 2019, abgerufen am 18. Mai 2019. 
  26. Tycho de Feijter: New Haval H6 Coupe Launched On The 2017 Guangzhou Auto Show. In: carnewschina.com. 21. November 2017, abgerufen am 29. Juli 2018 (englisch). 
  27. Das neue Crossover-Coupé Haval F7x von Great Wall debütiert im März. In: carnews24x7.com. 28. Januar 2019, abgerufen am 18. Mai 2019. 
  28. Uli Baumann,uba: Lynk & Co 05: Erste Bilder vom Volvo V40-Klon. In: auto-motor-und-sport.de. 29. November 2019, abgerufen am 6. Oktober 2020. 
  29. W.E. Ning: This Is The Zotye T600 Coupe For China. In: carnewschina.com. 24. September 2017, abgerufen am 29. Juli 2018 (englisch). 
  30. Christoph Ostheimer: Alle SUV-Coupés 2018: Diese SUV sind schön und geländetauglich. In: firmenauto.de. 25. Mai 2018, abgerufen am 30. Juli 2018. 
  31. Mitsubishi Eclipse Cross: SUV trifft auf Coupé. In: derstandard.de. 31. Mai 2018, abgerufen am 29. Juli 2018. 
  32. Angesagt: Tesla Model X 100D – DW – 20. September 2017. In: dw.com. 20. September 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juli 2018; abgerufen am 30. Juli 2018. 
  33. Harald H. Linz,Halwart Schrader:Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008,ISBN 978-3-8032-9876-8, Kapitel Nova (I). 
  34. George Nicholas Georgano (Hrsg.):The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile.Band 2:G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001,ISBN 1-57958-293-1,S. 1123 (englisch). 
  35. George Nicholas Georgano (Hrsg.):The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile.Band 1:A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001,ISBN 1-57958-293-1,S. 180–181 (englisch). 
  36. George Nicholas Georgano (Hrsg.):The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile.Band 3:P–Z. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001,ISBN 1-57958-293-1,S. 1201 (englisch). 
  37. abcdcoachbuilt.com: Terminology
  38. Lentinello / McGean:The Hemmings Collector-Car Encyclopedia (2011) S. 90
  39. abLentinello / McGean:The Hemmings Collector-Car Encyclopedia (2011) S. 92
  40. Lentinello / McGean:The Hemmings Collector-Car Encyclopedia (2011) S. 99
  41. 1949 Rolls-Royce Silver Wraith. Abgerufen am 3. Mai 2024 (englisch). 
  42. 1934 Rolls-Royce Phantom II. Abgerufen am 3. Mai 2024 (englisch). 
  43. Automobil-Revue Jahreskataloge; z. B. 1956 (Packard) oder 1959 (europäische und US-Hardtops generell)
Normdaten (Sachbegriff):GND:4236654-9 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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