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Competition Pro

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Urversion des Competition Pro
Competition-Pro-Joystick

DerCompetition Pro ist eine Serie von digitalenJoysticks des HerstellersKempston Micro Electronics für klassische Computersysteme wieC64 undAmiga vonCommodore oder die Geräte vonAtari undSchneider. FürPCs gibt es auch eineUSB-Variante des Competition Pro.

Überblick

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Das Wort „Competition“ stammt aus demEnglischen und bedeutet „Wettkampf“. Der Competition Pro soll also einen für den Wettkampf geeigneten Joystick darstellen. Die Form von Steuerknüppel undFeuertasten ist eng an die der Spielhallenkonsolen seiner Zeit angelehnt. Die Bezeichnung „Pro“ (professionell) suggeriert, dass es auch andere Versionen gebe, war jedoch Teil der Bezeichnung für die gesamte Serie. Das Modell Competition Pro 5000 war bei der Markteinführung 1983 das einzige erhältliche. Die ersten Exemplare verfügten noch über konventionelle Metallzungen-Kontakte für Feuertasten und Richtungsangaben, die durch Verschleiß oft zu unterschiedlich langen Kontaktwegen führten oder komplett ausfielen. Zu seinem Ruhm kam der Competition Pro durch die bei späteren Versionen verwendetenMikroschalter, die ihn extrem robust, präzise und damit wahrlich wettkampftauglich machten.

Konstruktion

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Blick ins Innere der zweiten Modellserie. In Blau die vier Mikroschalter zur Steuerung der Richtung. Links die Metallzungen der Feuerknöpfe, wo die jeweils untere Zunge durch manuellen Eingriff näher an ihr Gegenstück herangebogen wurde.

Der Competition Pro hat ein robustes Gehäuse, in dem bei den ersten Exemplaren des Competition Pro 5000 noch Metallzungenkontakte über den Stick betätigt wurden. Die Feuertasten schalteten ebenfalls über Metallzungenkontakte. Die Nullstellung des Sticks wurde über eine dicke Gummischeibe in der Aufnahme des Gehäuses gelöst.[1]

Diese Technik war noch sehr anfällig, denn oft brachen die Metallzungen der Kontakte ab oder gaben keinen präzisen Kontakt mehr. Ein entscheidender Vorteil der Metallzungen gegenüber den späteren Varianten mit Mikroschaltern war jedoch, dass diese mit weniger Kraftaufwand und dadurch viel schneller zu bedienen waren und somit eine höhere Feuergeschwindigkeit erreicht wurde. Auch war es möglich, durch manuellen Eingriff den Abstand der Zungen zueinander durch Biegen zu verringern und somit die Feuergeschwindigkeit noch zusätzlich zu erhöhen.

Die späteren und bekannteren Varianten wurden im Inneren schrittweise verändert: Zunächst wurden im Competition Pro 5000 die Kontaktgeber des Sticks durch langlebige Mikroschalter ersetzt. Ein Vorteil war dabei das hör- und spürbareFeedback der Mikroschalter, wenn ein Kontakt geschlossen wurde. Als nächste Variante wurde die Gummischeibe zur Zentrierung durch eine große Stahlfeder ersetzt. Danach ersetzte man auch bei den Feuertasten die Kontakte durch Mikroschalter.

Das meist schwarze Gehäuse blieb in seiner Form fast unverändert. Leichte Änderungen am Kabeleingang und in der Oberflächenstruktur sind aber erkennbar.

Designvarianten

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Vom Competition Pro gibt es verschiedenste Ausführungen. Das Ur-Modell des Competition Pro 5000 (sehr selten) hat ein schwarzes Gehäuse mit schwarzem Steuerknüppel und roten Feuertasten, gefolgt von einem Modell mit schwarzem Gehäuse, rotem Steuerknüppel und roten Feuertasten. Der Competition Pro Extra wurde optisch aufgewertet mit einem durchsichtigen Gehäuse und roten Bedienelementen, der Competition Pro Star mit blau-transparentem Gehäuse und verchromten Bedienelementen. Customizer bauten aus diesen Modellen auch schon mal einen Joystick mit transparentem Gehäuse und verchromten Bedienelementen, den es so nie offiziell zu kaufen gab. Weitere Designvarianten waren der Competition Pro 5000 Spezial mit grünem Stick, pinken Feuertasten und schwarzem Gehäuse mit hellen Punkten, der Competition Pro GLO Extra in Neonfarben mit halbtransparentem Gehäuse und der Competition Pro Mean Green mit giftgrünem Gehäuse sowie gelbem Stick und Feuertasten. Ende 1993 erschien zum zehnjährigen Jubiläum des Competition Pro eineLimited Jubilee Edition mit vier verschiedenen Designs in einer Gesamtauflage von 9999 Stück.

Der Competition Pro PC hatte die für Bürogeräte Ende der 1980er Jahre übliche Farbgebung mit grauen Bedienelementen und beigem Gehäuse. Bei der PC-Version des Competition Pro Star waren das Gehäuse graublau und halbtransparent sowie der Schiebeschalter und die dreieckigen Tasten in gelb gehalten, Stick und Feuertasten verchromt.

Der 1992 erschienene Competition Pro Mini entspricht optisch exakt den anderen Ausführungen des Competition Pro und war ebenfalls in unterschiedlichen Farben erhältlich, ist jedoch um rund ein Viertel verkleinert und längst nicht so stabil wie das Original. Auch die kleineren Schalter dieses Modells sind nicht so robust.

Die 2004 neu aufgelegte PC-Version mit USB-Anschluss kommt dagegen wieder im klassischen rot-schwarzen Design des ursprünglichen Competition Pro und seit kurzem auch in blau-transparenten Gehäuse mit verchromten Steuerknüppel und Feuertasten daher. Auffällig hier jedoch die zusätzlichen Feuertasten und der Autofeuerschalter durch die im Laufe der Zeit vorgenommenen technischen Veränderungen.

Zum 25. Jubiläum des Competition Pro wurde eine goldene Version herausgebracht, die auf 10.000 Stück limitiert ist.[2]

Funktionen

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Die Funktionen sind je nach Modell unterschiedlich. Bei jedem Modell gibt es aber vorne zwei flache Feuerknöpfe und natürlich einen Steuerknüppel. Die Feuerknöpfe haben in der klassischen Version beide die gleiche Funktion (sie sind einfach parallel geschaltet), somit ist der Competition Pro für Rechts- wie für Linkshänder gleichermaßen geeignet. Bei demGameport-basierten PC-ModellCompetition Pro PC von 1989 haben die beiden Feuerknöpfe dagegen unterschiedliche Funktionen (je nach Spiel). Beim Modell Competition Pro Extra wurde ein Schiebeschalter fürDauerfeuer,Slowmotion- oder normale Funktion ergänzt. Das Modell Competition Pro Star erhielt schließlich noch zwei weitere dreieckige Feuertasten am Sockel des Sticks, insgesamt also vier theoretisch unterscheidbare Tasten. Die dritte und vierte Taste werden oft für Dauerfeuer sowie eine Slowmotion-Funktion verwendet, dies ist aber je nach Spiel verschieden. Der Competition Pro Star erschien unter gleicher Bezeichnung auch als PC-Modell mit Gameport-Stecker.

Der Competition Pro ist eindigitaler Joystick, was bedeutet, dass die Steuerbefehle für Richtungsangaben nur als Absolutwerte, also entweder vor, links, rechts, zurück oder null, bzw. in Kombinationen diagonal rechts-vor, rechts-zurück, links-zurück und links-vor ausgegeben werden. Dagegen wird nicht unterschieden, wie weit der Joystick in eine Richtung gedrückt ist. Die Funktion ist ähnlich zu sehen wie bei einemJoypad mit Steuerknüppel.

Anschluss

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Der Joystick kann direkt an viele klassische Systeme mit 9-poligemD-Sub-Stecker nach dem vomAtari 2600 eingeführtenDe-facto-Standard angeschlossen werden. Darunter sind zum Beispiel die meistenHomecomputer vonCommodore (VC20,C64,C128,Amiga) undAtari (2600,7800,800XL,ST,STE undMega ST), aber auch Geräten vonSega,Amstrad/Schneider (Schneider/Amstrad CPC, wobei aber die Schneider-spezifische Durchschaltbuchse für den zweiten Joystick fehlt),Sinclair ZX Spectrum (benötigt zusätzlichesInterface) oder Geräte inMicrosoftsMSX-Standard. Die ModelleC16/C116/Plus4 von Commodore haben eineMini-DIN-Buchse zum Anschluss von Joysticks. Über einen Adapter auf D-Sub kann man den Competition Pro jedoch auch hieran benutzen.

Später existierten auch Versionen mit einem 15-poligenGameport-Anschluss, die sich an IBM-Kompaktiblen PCs mit Gameport oder MIDI-Anschluss anschließen ließen. Die Gameport-Version lässt sich leicht modifiziert auch amApple II betreiben.

Die aktuelle PC-Version wird zeitgemäß an derUSB-Schnittstelle angeschlossen. Sehr zum Unmut vieler Benutzer gibt jedoch die USB-Elektronik der ersten Version des Competition Pro nur 12,5 Mal pro Sekunde den Richtungs- und Feuerknopfstatus an den Computer weiter (üblich sind beiUSB-HID-Geräten 100 Abfragen pro Sekunde). Bei einer Abfrage seitens des Computers mit einer Frequenz von 50 Abfragen pro Sekunde kommt es hierdurch zu Fehlern, mitunter werden Feuerknopfdrücken oder sehr schnelle Richtungswechsel nicht erkannt. Der Joystick ist daher für sehr reaktionsschnelle Spiele weniger geeignet. Dieses Problem wurde mit einer Nachfolgeversion behoben, indem die Frequenz auf 125 Abfragen pro Sekunde erhöht wurde[3]. Allerdings gibt es auch Rezensionen, welche sagen, dass der Widerstand beim Klicken und Bewegen des eigentlichen Sticks zu hoch sei[4].

  • Links das Modell mit einem 9-Pin-D-SUB-Anschluss, rechts das mit einem USB-Anschluss
    Links das Modell mit einem 9-Pin-D-SUB-Anschluss, rechts das mit einem USB-Anschluss
  • Variante für Gameport-Anschluss
    Variante für Gameport-Anschluss

Hersteller

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Hersteller der ursprünglichen Modelle war die FirmaKempston Micro Electronics ausKempston,Vereinigtes Königreich.[5][1]

Das Originalmodell wurde von der FirmaDynamics Marketing GmbH aus Hamburg verkauft, einem Vertrieb für Computerspiele.1986 lag der Verkaufspreis für einen Competition Pro bei 49,-DM.1993 musste Kempston Micro Electronics schließen, womit auch die Produktion eingestellt wurde.

Ab 2004 wurde in Deutschland die USB-VersionSL-6603 von der FirmaSpeedlink vertrieben. Inzwischen stellt der Hersteller Speedlink die USB-Variante für den Onlinehändler Koka her.

Individual Computers bietet, in Zusammenarbeit mitSpeedlink, eine Neuauflage des Joysticks unter den NamenCompetition Pro Retro an. Der Competition Pro Retro verfügt, wie der originale Joystick, über ein 9-poliges D-Sub-Kabel und lässt sich somit an alten Computer-Systemen von Commodore, Amiga, Amstrad und Atari betreiben.[6]

Siehe auch

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Einzelnachweise

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  1. abMarkus Will: Zahlen, bitte! Competition Pro 5000 - Joystick der Homecomputer-Ära. In: heise.de. 6. Juni 2023, abgerufen am 7. Juni 2023. 
  2. Lars Craemer: Special Edition des Competition Pro – Rückkehr einer Legende. In: PC Games Hardware (Memento vom 7. September 2014 imInternet Archive). 26. Januar 2011, archiviert vom Original am 7. September 2014; abgerufen am 11. März 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pcgameshardware.de 
  3. COMPETITION PRO EXTRA USB Joystick, schwarz-rot | SL-650212-BKRD. Abgerufen am 22. April 2022 (deutsch). 
  4. Amazon.de. Abgerufen am 22. April 2022. 
  5. Mark J. P. Wolf (Hrsg.):Encyclopedia of Video Games: The Culture, Technology, and Art of Gaming. 2. Auflage. ABC-CLIO,Santa Barbara 2021,ISBN 978-1-4408-7019-4,S. 542. 
  6. Individual Computers Wiki - Competition Pro Retro

Weblinks

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Competition Pro im C64-Wiki

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