Claude Anet studierte an derSorbonne und absolvierte an derÉcole du Louvre ein geisteswissenschaftliches Studium. Ab 1888 arbeitete er als Vertreter einer amerikanischen Firma in Paris. Er reiste per Fahrrad und mit dem Auto durchItalien,Persien undRussland. Über seine Erlebnisse veröffentlichte er Reisebücher und Zeitungsreportagen inLe Temps sowie inLe Journal. Für die Veröffentlichungen wählte er das Pseudonym Claude Anet: Den Namen trug ein mit Jean-Jacques Rousseau rivalisierender Liebhaber derMadame de Warens.[1] DieRussische Revolution erlebte er als Augenzeuge.
Bekannt geworden ist Anet durchReiseliteratur, Romane und Bühnenstücke. Seine Reiseberichte aus Iran oder Russland in der Phase der Revolution erreichten Popularität und drückten sich auch als Hintergrund seiner Romane und Erzählungen aus, die entweder in der französischenProvinz oder in Russland spielten.
Deutsche Ausgabe:Kleinstadt. Liebesgeschichten aus der Provinz. Weller, Leipzig 1927.
1904:Les bergeries. Calman-Lévy, Paris.
1906:La perse en automobile.
1920:Ariane, jeune fille russe. Éditions de la Sirène, Paris.
Ariane, ein russisches Mädchen. Roman. Aus dem Französischen übersetzt von Georg Schwarz. Paul Zsolnay, Wien 1924. (Bis 1933 erreichte das Buch eine Auflage von 200.000 Exemplaren.)
Taschenbuchausgabe:Ariane. Liebe am Nachmittag. Rowohlt, Hamburg 1953 und Reinbek bei Hamburg 1979,ISBN 3-499-14230-9.
Neuübersetzung:Ariane. Liebe am Nachmittag. Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Kristian Wachinger. Dörlemann Verlag, Zürich 2021,ISBN 978-3-03820-078-9.
1922:L'amour en Russie.
Deutsche Ausgabe:Russische Frauen. Novellen. Weller, Leipzig 1926.
1927:Im Banne Asiens. Roman. („La rive d'Asie“). Weller, Leipzig.