Clark Air Base

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Vorfeldpositionen der Clark Air Base, 1989

Clark Air Base war bis 1992 einLuftwaffenstützpunkt derUS Air Force auf derphilippinischen InselLuzon. Das Gelände befindet sich rund 80 (Straßen-)km nordwestlich vonManila in der ProvinzPampanga und ist von Manila aus über denNorth Luzon Expressway (NLEX) erreichbar.

Clark Air Base war einer der größtenMilitärstützpunkte in der Geschichte und die größte amerikanische Basis außerhalb derUSA. Seit 1903 befand sich dort ein 37 km² großer Luftwaffenstützpunkt auf einem riesigen Militärgelände von 596 km². Zeitweise lebten dort ständig 15.000 Menschen. Bis 1975 war Clark Air Base Rückgrat derlogistischen Versorgung der US Army und US Air Force während desVietnamkriegs. Dazu unterhielt Clark Air Field u. a. ein Lager mit insgesamt 128.500 m² Fläche sowie ausgedehnteMunitionsdepots und vier riesige, unterirdischeLagerhallen. ZurTreibstoffversorgung war Clark Air Base durch eine 60 km langePipeline mit dem MarinestützpunktUnited States Naval Base Subic Bay verbunden. Inzwischen gibt es mit dem SCTEX (Subic-Clark-Tarlac Expressway) auch eine Autobahnverbindung zwischen diesen Orten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

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Clark Air Base, von Asche bedeckt, 1991

Clark Air Base wurde ursprünglich 1903 alsFort Stotsenberg unter der Kontrolle derUS Army gegründet. 1912 wurde eineFlugschule, seit 1919 die Clark Air Field errichtet.

Im Jahre 1942, also während desZweiten Weltkriegs, eroberte diejapanischen Armee den Stützpunkt, den US-Streitkräfte erst nach drei Monaten heftiger Kämpfe im Januar 1945 zurückerobern konnten.

Am 14. März 1947 unterzeichneten die USA und die Philippinen ein Militärstützpunkteabkommen, nachdem die Clark Air Base bis 2046 (1966 durch dasRusk-Ramos-Abkommen auf 1991 verkürzt) der USA verpachtet wurde. 1949 wurde der Stützpunkt von derArmy derUS Air Force übertragen und seitdem als Clark Air Base bezeichnet.

Aufgrund der bevorstehendenEruption des nur 16 km entfernten MountPinatubo wurde Clark Air Base am 10. Juni 1991 großteils evakuiert. Etwa 1500 Personen blieben und flüchteten erst einige Tage später, unmittelbar vor der Haupteruption, im schon dichtem Ascheregen.

DerPhilippinische Senat lehnte im September desselben Jahres die Verlängerung des Militärstützpunkteabkommens ab, und so wurde die unter Vulkanasche begrabene und dadurch völlig unbrauchbar gewordene Basis am 26. November 1991 der philippinischen Regierung wieder zurückgegeben.[1]

Flugzeuge und Militäreinheiten

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Clark Air Base warHeimatstützpunkt der13. US-Luftflotte, des 405. Jagdgeschwaders, des 3. taktischen Jagdgeschwaders, der 3. Kampfunterstützungsgruppe, der 3. Sicherheitspolizeigruppe und der 31. Aerospace Rescue and Recovery Squadron (ARRS).

Die Hauptstreitmacht derKampfflugzeuge auf Clark Air Base während der 1970er und 1980er Jahre bestand ausF-4E und F-4G Kampfjets. Darüber hinaus waren dortT-33 Ausbildungsflugzeuge,C-130Transportflugzeuge, HH-3ERettungshubschrauber und eine kleine Anzahl vonF-5 Kampfflugzeugen der 26. Aggressor Squadron des 3. taktischen Jagdgeschwaders stationiert.

Verschiedene Flugzeuge, speziellFrachtflugzeuge, waren vorübergehend dort. Kampfflugzeuge besuchten regelmäßig den Stützpunkt, um anLuftkampfübungen im Crow Valley etwa 50 km nördlich teilzunehmen. Das riesige Areal von Clark Air Base ermöglichte Luftkampf-,Tiefflug- undBombenabwurfübungen.

Clark Air Base wurde regelmäßig durch Fracht- undPassagierflugzeuge von und nachAndersen Air Force Base,Guam,Kadena Air Base auf der japanischen InselOkinawa,Diego Garcia im Indischen Ozean,Jakarta,Indonesien und bis 1975Saigon verbunden. In den 1970er Jahren kamen Passagiere überTrans-International-Airlines-Flüge mitDouglas DC-8 vonTravis Air Force Base,Kalifornien (überHonolulu und Guam) an.

Ab 1980 war der Stützpunkt soweit gewachsen, dass er wöchentlich mit einerBoeing 747 derFlying Tiger Line mitSt. Louis (über Kadena Air Base in Japan,Anchorage inAlaska undLos Angeles) verbunden wurde. In den späten 1980er Jahren übernahmTower Air den Dienst mit der 747 und wurde durch eine wöchentliche Verbindung über Guam, Honolulu nach Los Angeles derHawaiian Airlines mit einerL-1011 verstärkt.

Einrichtungen

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Wohn- und Gewerbegebiete befanden sich weiter westlich. Am Fuße des Mount Pinatubo gab es zwei ausgedehnte Wohngebiete mit Zugang zu einem großenGolfplatz. Die Basis wurde kreuz und quer von fünf Hauptboulevards von 10 km Länge durchzogen.

Die Basis verfügte über ein 200-Betten-Hospital, einKaufhaus, eine Mini-Mall, diverseRestaurants und ein sechsstöckiges Wohnheim. Auf Clark Air Base befand sich dieWagner High School, die Wagner Middle School und die Lily Hill Middle School. Außerdem verfügte der Stützpunkt über drei Grundschulen, der Wurtsmith-, der MacArthur- und der V.I. Grissom Grundschule. Die meisten Lehrer waren amerikanische Zivilisten, während die Schulen vomVerteidigungsministerium betrieben wurden.

Obwohl sich zahlreiche, ziemlich legendäre Bars inAngeles City befanden, bestanden innerhalb des Militärgeländes Alternativen: DerOffiziersclub (CABOOM) nahe dem Paradeplatz, der Top Hat Club für Unteroffiziere unweit des Lily Hill (1986 zum nahegelegenen Silver Wing verlegt) und der Coconut Grove Airmen’s Club. Der Unteroffiziersclub war besonders attraktiv, da regelmäßig bedeutende Bands und Künstler zu Veranstaltungen aus den USA eingeflogen wurden. Bis zu 100 gesponserte Clubs und Organisationen waren auf der Basis tätig, einschließlich der Knights of Columbus, eines Lateinamerikanischen Clubs und vieles mehr, darunter Kampfsportarten sowie zwei Kinos.

Zur Information der Residenten verfügte Clark über einen recht aktivenRadiosender namens Far East Network Philippines (FEN), einer Abteilung vonAmerican Forces Network (AFN). DerFernsehsender strahlte ein 20-stündiges Tagesprogramm aus, das bis 1983 die drei großen amerikanischen Sender mit Lokalnachrichten und Unterhaltungsprogrammen verband. Danach wurde das Programm von Los Angeles übertragen. FEN strahlte zwei 24-stündige Radioprogramme aus, einUKW-Programm mit Musik imeasy listening-Stil sowie klassischer Musik und ein Mittelwellen-Programm mit Nachrichten undPopmusik.

Drei größere Filipino-Siedlungen lehnten sich an Clark Air Base, Angeles City an der Südostecke, Mabalacat an der Nordostecke und Sapangbato an der Südseite. Die Anwesenheit der vielen amerikanischen Soldaten war mit vielen Vergnügungsbetrieben, Spielhöllen, Massagesalons und ausgedehnterProstitution im benachbarten Angeles City verbunden.

Witterung

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Clark Air Base hat zwei ausgeprägteJahreszeiten, dieTrockenzeit von November bis April und dieRegenzeit von Mai bis Oktober.Taifune kommen aus dem Osten im Sommer und Herbst. Zu den schwersten Stürmen, die die Basis zerstörten, gehörten am 28. November 1974 Taifun Rita, am 24. November 1981 Taifun Irma, am 25. Oktober 1988 Taifun Ruby und am 15. Juni 1991 Taifun Yunya, der mit dem Ausbruch von Vulkan Pinatubo zusammentraf.

Abzug und Rückgabe von Clark Air Base

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1992 verließen die USA Clark Airfield. Die Luftwaffenbasis wurde danach in eine Sonderwirtschaftszone umgewandelt.

1995 begannen Jahre der Vernachlässigung, des Aufräumens und der Beseitigung derVulkanasche. Die frühere Luftwaffenbasis nahm nach ihrerKonversion alsDiosdado Macapagal International Airport (Clark International Airport,IATA-Code CRK) und alsClark Special Economic Zone (CSEZ) ihre neuen Funktionen auf. Die Flughafeninfrastruktur wurde zu einer der modernsten in Asien verbessert und erhielt eine zweite Parallelstartbahn. Außerdem erhielt sie ein neues Golfresort, eine Reihe von Industriegebäuden, Sehenswürdigkeiten und Handelseinrichtungen.

Zwischenfälle

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  • Am 19. Dezember 1950 wurde eineDouglas DC-4/C-54E-5-DO derUnited States Air Force (USAF)(44-9096) in die Flanke des Berges Tabayoc (Philippinen) geflogen, 168 Kilometer nordnordöstlich des Zielflughafens Clark Air Base. Die aus Japan kommende Maschine kollidierte in 8.000 Fuß (2.438 Meter) Höhe mit dem 9.252 Fuß (2.820 Meter) hohen Berg. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 37 Insassen getötet, sieben Besatzungsmitglieder und 30 Passagiere.[3]

Weblinks

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Commons: Clark Air Base – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. vierteilige SerieDem Pinatubo entkommen aufYouTube
  2. Flugunfalldaten und -bericht C-46 44-78263 imAviation Safety Network (englisch), abgerufen am 18. November 2023.
  3. Flugunfalldaten und -bericht DC-4 44-9096 imAviation Safety Network (englisch), abgerufen am 30. Juli 2022.

15.183055555556120.54972222222Koordinaten:15° 10′ 59″ N,120° 32′ 59″ O

Normdaten (Geografikum):LCCN:n85149544 |VIAF:157170962
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