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Chronologie des Zweiten Weltkrieges

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Diese kalendarische Übersicht stellt eine unvollständigeChronologie desZweiten Weltkrieges dar. Sie ist keine eigenständige Darstellung des Zweiten Weltkrieges, sondern dient vorrangig dem Auffinden von Wikipedia-Artikeln zu einem Datum oder Ereignis bzw. dessen Zuordnung zu einem Zeitraum.

Vom zweiten Halbjahr 1941 an werden derKrieg in Europa und angrenzenden Gebieten beziehungsweise derKrieg in Asien und dem Pazifik zur besseren Übersichtlichkeit halbjahresweise jeweils nachKriegsschauplätzen getrennt dargestellt. Eine detaillierte zeitliche Abfolge des gesamten Pazifikkrieges findet sich unterChronologie des Pazifikkrieges.

Am Ende der Chronologie aller Ereignisse steht separat eine kurze Übersicht der wichtigen Konferenzen in dieser Zeit.

Animation zum Kriegsverlauf 1939 bis 1945
  • WestlicheAlliierte (unabhängige Länder)
  • Westliche Alliierte (Kolonien oder besetzt)
  • Östliche Alliierte
  • Achsenmächte (Länder)
  • Achsenmächte (Kolonien oder besetzt, einschließlichVichy-Regime)
  • neutral
  • Vorgeschichte

    Hauptartikel:Chronologie des Ersten Weltkrieges
    Hauptartikel:Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges in Europa undVorgeschichte des Zweiten Weltkrieges im Pazifikraum

    Nachkriegsjahre, 1918 bis 1932

    1918

    1919

    1920

    1921

    1922

    1923

    1924

    1925

    1926

    1927

    • 23. Januar: Gründung derOSSOAWIACHIM, einer Wehrorganisation zur militärischen Ausbildung der sowjetischen Jugend
    • August: Während desPhoebus-Skandals (Lohmann-Affäre) wird das geheime Aufrüstungsprogramm der Reichswehr aufgedeckt.

    1928

    1929

    1930

    1931

    • August: Gründung desMitteleuropäischen Wirtschaftstages, der die Vereinigung Mitteleuropas unter deutscher Führung anstrebt
    • 18. September: Mit demMukden-Zwischenfall beginnt dieMandschurei-Krise zwischen Japan und China, die mit der Besetzung Nordostchinas durch Japan endet.[4.4]
    • 7. November:Mao Zedong, inzwischen Vorsitzender des Allchinesischen Exekutivkomitees und Vorsitzender des Rates der Volkskommissare, ruft die „Chinesische Sowjetrepublik“ aus

    1932

    Vorbereitungen, Aufrüstung

    1933 bis 1937

    1933

    1934

    1935

    • 7. Januar:Laval-Mussolini-Pakt zwischen Frankreich und Italien.
    • 13. Januar: Abstimmung imSaarland; 91 Prozent stimmen für eine Rückkehr in das Deutsche Reich, am 17. Januar erfolgt der Anschluss.
    • 16. März: Einführung der allgemeinenWehrpflicht in Deutschland, in der Folge beginnt Deutschland mit dem Ausbau der Luftwaffe und dem Bau vonU-Booten.
    • 11. bis 14. April:Stresa-Front.
    • 2. Mai:französisch-sowjetischer Beistandspakt, einige Historiker vertreten die Meinung, dass die Einführung der Wehrpflicht in Deutschland eine Reaktion auf die Verhandlungen über ein französisch-sowjetisches Bündnis war.
    • 12. Mai: Józef Piłsudski stirbt und wird als Anführer des Sanacja-Regimes durchEdward Rydz-Śmigły ersetzt.
    • 16. Mai: Beistandspakt zwischen der Tschechoslowakei und der Sowjetunion.
    • 21. Mai: Außenpolitische Reichstagsrede Hitlers betont Bereitschaft zum Frieden, zugleich neues Wehrgesetz und ein geheimes „Reichsverteidigungsgesetz“, das die Wirtschaft zurRüstungsproduktion verpflichtet, neu geschaffenes Amt „Generalbevollmächtigter für die Kriegswirtschaft“ wird mitSchacht besetzt.
    • 18. Juni:Deutsch-britisches Flottenabkommen – die Stärke der deutschen Marine darf 35 Prozent der Stärke der britischen Marine nicht überschreiten.
    • 2. August: Der Weltkongress derKomintern bezeichnet denFaschismus als „Stoßtrupp der internationalen Konterrevolution“, der für einen Kreuzzug gegen dieSowjetunion eintritt und ruft dieVolksfront zum Sturz desNationalsozialismus aus.
    • 31. August: ErstesNeutralitätsgesetz in den USA verbietet bei Auseinandersetzungen den Export von Waffen an die Kontrahenten
    • September: Gründung derAnglo-German Fellowship.
    • 15. September:Reichsparteitag in Nürnberg,Nürnberger Gesetze, Juden werden die Bürgerrechte entzogen, die NS-Parteifahne, die Hakenkreuzfahne, wird weitere Reichsflagge.
    • 3. Oktober:Italienischer Überfall auf Äthiopien, der Völkerbund verhängt ein Waffenembargo und verfügt eine Kredit- und Rohstoffsperre gegen Italien, dieUSA liefern weiter Treibstoff.

    1936

    1937

    1938

    Januar bis August 1939

    • 24. Januar:Reinhard Heydrich übernimmt von Göring den Auftrag zur „Lösung der Judenfrage“
    • 27. Januar: derZ-Plan zum Aufbau einer großen Flotte bis 1947/48 tritt in Kraft
    • 30. Januar: Hitler kündigt bei einer Rede imReichstag im Falle eines neuenWeltkriegs die „Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“ an
    • 14. Februar: Stapellauf derBismarck
    • 27. Februar: Frankreich und England erkennen die Regierung Franco an
    • 10. März: die so genannte „Kastanienrede“ Stalins; sie wird allgemein als Signal der Verständigungsbereitschaft der Sowjetunion mit Deutschland aufgefasst
    • 13. März: Hitler setzt den von den Tschechen bereits abgesetzten slowakischen PremierministerJozef Tiso unter Druck, eine unabhängigeErste Slowakische Republik (unter deutschem Schutz/Druck) auszurufen
    • 14. März: das aus Wahlen hervorgegangene slowakische Parlament stimmt einstimmig für die Selbstständigkeit
    • 15. März:Zerschlagung der Rest-Tschechei entgegen demMünchner Abkommen (Einmarsch deutscher Truppen in die als Rest-Tschechei bezeichneten tschechoslowakischen Gebiete), Errichtung desReichsprotektorates Böhmen und Mähren
    • 15. März: Verständigung zwischen der deutschen und britischen Industrie imDüsseldorfer Abkommen
    • 21. März: der deutsche Außenminister führt wieder ein Gespräch mit dem polnischen Botschafter in Berlin über den „Anschluss Danzigs“ an das Deutsche Reich und fordert exterritoriale Zugänge nach Ostpreußen
    • 22. März: erzwungene Rückgabe desMemellandes vonLitauen an das Deutsche Reich
    • 23. März: dieSlowakei wird durch den Schutzvertrag ein eng an Deutschland gebundener Staat
    • 24. März: ein Putschversuch der Nationalsozialisten mit Hilfe derVolksdeutschen Bewegung imFürstentum Liechtenstein scheitert
    • 26. März: Polen weist die seit Oktober gemachten deutschen Angebote zu Danzig und dem Korridor endgültig zurück und leitet eine Teil-Mobilmachung der Streitkräfte ein
    • 27. März: Spanien tritt dem Antikominternpakt bei
    • 28. März: die aufständischen Truppen des spanischen GeneralsFranco erobernMadrid
    • 31. März:britisch-französische Garantieerklärung für Polen
    • 3. April: interneFührerweisung Hitlers an das Militär zur Ausarbeitung eines Angriffskriegsplanes gegen Polen (Fall Weiß)
    • 7. bis 12. April:italienische Besetzung Albaniens
    • 17. April: der amerikanische Präsident Roosevelt fordert von Deutschland und Italien langfristige Nichtangriffserklärungen für 31 Länder
    • 27. April: Beschluss der britischen Regierung zur Einführung der Wehrpflicht für die Altersklassen der 20- und 21-Jährigen
    • 28. April: Hitler kündigt in derReichstagsrede dasdeutsch-britische Flottenabkommen und dendeutsch-polnischen Nichtangriffspakt von 1934
    • 11. Mai – 30. August: japanische Truppen greifen Soldaten der mit der Sowjetunion verbündetenMongolischen Revolutionären Volksarmee an, um Gebietsansprüche durchzusetzen, derJapanisch-Sowjetische Grenzkonflikt beginnt, bei dem von Seiten Japans auchbiologische Waffen zum Einsatz kommen. Hohe japanische Verluste (Battles of Khalkhyn Gol – Battles of Nomonhan), beendet mit Waffenstillstand.
    • 11. Mai: Polen lehnt ein Beistandsangebot der Sowjetunion ab
    • 15. Mai bis 17. Mai: französisch-polnische Militärbesprechungen inParis
    • 19. Mai: Unterzeichnung des französisch-polnischen Militärabkommens durch den französischen GeneralstabschefMaurice Gamelin und dem polnischen KriegsministerTadeusz Kasprzycki, Frankreich verpflichtete sich im Falle eines deutschen Angriffs auf Polen oder Bedrohung seiner Lebensinteressen in Danzig, nach 15 Tagen mit demGros seiner Truppen eine Offensive gegen Deutschland zu beginnen[10.1]
    • 22. Mai: Unterzeichnung desStahlpakts zwischen Deutschland und Italien
    • 23. Mai: Hitler gibt in einer Rede vor den Oberbefehlshabern (Schmundt-Protokoll), seinen Entschluss Polen anzugreifen bekannt, er führt aus:„Es entfällt also die Frage Polen zu schonen und bleibt der Entschluß, bei erster passender Gelegenheit Polen anzugreifen.“
    • 26. Mai: Mit dem „Military Training Act“ führt Großbritannien dieWehrpflicht ein
    • 31. Mai: deutsch-dänischerNichtangriffsvertrag
    • 7. Juni: Mit dem „Strategic and Critical Materials Stock Pilling Act“ beschließt der amerikanische Kongress den Aufkauf und die Bevorratung kriegswichtiger Rohstoffe im Umfang von 100 Millionen Dollar
    • 7. Juni:Estland undLettland schließen einenNichtangriffsvertrag mit Deutschland
    • die einsetzende, bis dahin unterbundene, nationalsozialistischen Propaganda zumPolnischen Korridor weist darauf hin, dass fortanPolen ins Visier genommen wird, darauf unterzeichnen die Regierungen Polens, Großbritanniens und Frankreichs Beistandsverträge
    • die Generalstabs-Planungen für den Krieg gegen Polen, CodenameFall Weiß, werden bis zum 15. Juni abgeschlossen
    • 5. Juli: Beschluss einer Konferenz der SS mit dem OKW unter LeitungHeydrichs zunächst fünf, schließlich 16,Polizei-Einsatzgruppen für Aufgaben hinter der Frontlinie aufzustellen
    • 18. Juli:Wohlthat-Gespräche. Görings VertrauterHelmuth Wohlthat trifft in London ein und führt mit Horace Wilson (Head of the Home Civil Service unterNeville Chamberlain) undRobert Hudson Geheimverhandlungen über eine deutsch-britische Verständigung. Diese geraten durch die britische Presse an die Öffentlichkeit
    • 26. Juli:Nachrichtendienstezweitägiges Geheimtreffen französischer, britischer und polnischer Kryptologen/Codeknacker/Dechiffrierer imKabaty-Wald vonPyry bei Warschau. Polens Geheimdienst übergab sein gesamtes Wissen zurEnigma-Verschlüsselung an die Verbündeten. Dabei verblüffen sie sie mit Enigma-Nachbauten und den Kenntnissen von deren Methodik. In der Folge konnte der vermeintliche geheime Funkverkehr der Wehrmacht inBletchley Park (GB) bald weitgehend dechiffriert werden.
    • 31. Juli: Chamberlain kündigt die Entsendung einer Militärmission in die Sowjetunion an.
    • 6. August: sowjetischer Zehnjahresplan zum Aufbau einer Flotte aus 15 Schlachtschiffen derSowjetski-Sojus-Klasse
    • 11. August: die britische und französische Militärmission trifft inMoskau ein, um über ein Bündnis gegen Deutschland zu verhandeln
    • 17. August: derDeutsch-Sowjetische Wirtschaftsvertrag über sowjetische Rohstofflieferungen ermöglicht Hitler einen Krieg zu planen, ohne die Auswirkungen einer erneutenSeeblockade zu fürchten, die im Ersten Weltkrieg zur deutschen Niederlage führte und 1919 die Zustimmung zumVersailler Vertrag erzwang
    • 19. August: Abschluss desDeutsch-Sowjetischen Wirtschaftsvertrags als Vorstufe zum Molotow-Ribbentrop-Pakt zwischen den beiden Außenministern.
    • 21. August: ausWilhelmshaven: das PanzerschiffAdmiral Graf Spee läuft in Richtung Atlantik und das LinienschiffSchleswig-Holstein zum „Besuch“ nach Danzig aus – mit an Bord versteckten Landungstruppen
    • 22. August: bei derAnsprache Hitlers vor den Oberbefehlshabern am 22. August 1939, verkündet Hitler den bevorstehendenÜberfall auf Polen
    • 24. August:Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt, in einem geheimen Zusatzprotokoll wird Osteuropa inInteressensphären aufgeteilt (auch bekannt als Hitler-Stalin-Pakt bzw. Molotow-Ribbentrop-Abkommen)
    • 24. August: BotschaftRoosevelts an Herrn Hitler, mit der Aufforderung im Interesse des „Weltfriedens“ die „territoriale Intgegrität“ der anderen Nationen im vollen Umfang zu achten, und Streitigkeiten in „direkten Verhandlungen“ zu bereinigen
    • 25. August:
      • Angebot Hitlers / des Deutschen Reichs an Großbritannien, für Handlungsfreiheit im Osten will er auf jegliche Grenzkorrekturen im Westen verzichten und erklärt sich bereit, das britische Empire, im Fall eines Angriffs durch Dritte, mit der deutschen Armee zu verteidigen
      • Unterzeichnung einer Beistandsvereinbarung zwischen Polen und Großbritannien für den Fall eines deutschen Angriffs auf Polen
      • Japan kündigt denAntikominternpakt
      • Beginn der Vermittlungsversuche vonBirger Dahlerus zwischen Hitler und GB/Fr

    Kriegsverlauf 1939 bis 1945

    1939

    Bündnisse, Abhängigkeiten im September 1939

    Danzig und Polen werden besetzt. DieRote Armee marschiert ebenfalls in Polen, Litauen und Finnland ein. Annexion weiter Gebiete und Errichtung einer deutschen besonderen Besatzungszone, dem Generalgouvernement, in Polen. Massive Repressalien gegen die Zivilbevölkerung, insbesondere die massenhafte Verschleppung und Ermordung jüdischer Polen beginnt (als Spezialtruppe hierfür: Polizei-Einsatzgruppen). Ein geplantes Eingreifen Großbritanniens und Frankreichs gegen Deutschland und die Sowjetunion kommt faktisch nicht mehr zustande.

    Ereignisse im Jahr 1939 unmittelbar vor Kriegsbeginn:

    Der Angriff auf Polen

    Gemeinsame deutsch-sowjetische Siegesparade
    Weitere Kriegshandlungen

    1940

    1940 greift das Deutsche Reich Dänemark und Norwegen an, es folgt anschließend deren Besetzung. Einmarsch in Belgien, Luxemburg, den Niederlanden und Nordfrankreich (der so genannteWestfeldzug), der zur Besetzung von Paris führt. Die Evakuierung von über 300.000 alliierten Soldaten bei Dünkirchen gelingt. Deutsche Luftangriffe auf Großbritannien. Hitlers Militär erreichen das Hauptziel, Großbritannien aus dem Krieg herauszuhalten oder zur Aufgabe zu zwingen, nicht. Die Sowjetunion besetzt die baltischen Staaten und das rumänische Bessarabien. Planungen für den Krieg gegen die Sowjetunion. Der Abschluss eines Dreimächtepakts zwischen Italien, Japan und dem Deutschen Reich, dem danach weitere Staaten beitreten, ist ein Erfolg Hitlers in der Außenpolitik.

    Kriegsereignisse 1940

    Westfeldzug 1940
    Foto Rotterdams nach dem Bombenangriff vom 14. Mai 1940 und anschließender Enttrümmerung (aufgenommen 1942)
    • 14. Mai:
    • 15. Mai: das britische Kabinett beschließt, den strategischen Luftkrieg gegen das Deutsche Reich zu führen
    • 17. Mai:
    • 18. Mai: das GebietEupen-Malmedy wird in das Deutsche Reich eingegliedert
    • 19. Mai: die deutsche 6. Armee erreicht den FlussSchelde und stößt bisAbbeville vor. Der Vormarsch erfolgt so schnell, dass die britischen und französischen Einheiten in Nordfrankreich abgeschnitten werden; sie ziehen sich nachDunkerque (Dünkirchen) zurück
    • 20. Mai: DasCommittee to Defend America by Aiding the Allies, welches zur materiellen und moralischen Unterstützung der Alliierten im Kampf gegen Deutschland aufruft, gibt seine Gründung bekannt.
    • 23. Mai: Nach derBesetzung der Niederlande wurde der SS-FührerHanns Albin Rauter zum „Generalkommissar für das Sicherheitswesen“ und Höherer SS- und Polizeiführer „Nordwest“ beim Reichskommissar für die Niederlande Seyß-Inquart ernannt. In seiner Position als Polizeikommandeur und ranghöchster SS-Führer in den Niederlanden verantwortete Rauter die Deportationen von etwa 110.000 niederländischen Juden in die Vernichtungslager (rund 6.000 überlebten), die Bekämpfung des niederländischen Widerstands und die harten Besatzungsbedingungen. Etwa 300.000 Niederländer wurden zur Zwangsarbeit ins Reich verschleppt und ihre Besitztümer beschlagnahmt. Der vom niederländischen Widerstand organisierte Generalstreik im Februar 1941 wurde auf Rauters Befehle blutig niedergeschlagen.
    • 24. Mai: Hitlers umstrittener Stoppbefehl für die Panzerstreitkräfte derHeeresgruppe A
    • 26. Mai – bis 5. Juni: dieSchlacht von Dünkirchen beginnt; am 4. Juni Einnahme von Dunkerque
    • 27. Mai: die britischeOperation Dynamo (Evakuierung von über 300.000 alliierten Soldaten) bei Dünkirchen läuft an. Wird am 4. Juni abgeschlossen.
      • Frankreich bereitet sich auf die Verteidigung vor.Fall Rot ist der deutscheDeckname für die zweite Offensive in Frankreich
    • 28. Mai: Kapitulation der belgischen Armee
    • 29. Mai: deutsch-rumänischer Öl-Waffen-Pakt
    • Mai/Juni: in Polen werden im Rahmen derAB-Aktion und desPalmiry-Massakers polnische Zivilisten massenhaft ermordet
    • 1. Juni: Flugzeuge desKampfgeschwaders 53 „Legion Condor“ überfliegen bei Angriffen auf Frankreich die Grenze zurSchweiz. Schweizer Flieger schießen in der Verteidigungsposition davon elf deutsche Maschinen ab.
    • 4. Juni: bei einer folgenden deutschen „Strafexpedition“ werden drei Flugzeuge der Schweiz abgeschossen[15]
    • 4. Juni: Begin desUnternehmens Juno
    • 5. Juni: deutsche Offensive an derAisne und derSomme
    • 6. Juni: die Reichsregierung protestiert gegen die Schweizer „Luftangriffe“ und fordert den Schweizer Bundesrat zu einer Entschuldigung auf (wiederholt am 19. Juni)
    • 8. Juni: Abzug der bis dahin erfolgreichen alliierten Expeditionskräfte aus dem Gebiet vonNarvik
    • 9. Juni: Soldaten der 6. Infanterie-Division überschreiten dieSeine
    • 10. Juni:
      • dasnorwegische Militär kapituliert, KönigHåkon VII. und die Regierung gehen ins britische Exil
      • ab dieser Zeit:Shetland Bus, mit Fischerbooten flohen 1940 etwa 600 Norweger auf die britischenShetlandinseln. 1941 bis 1945 konnten so 373 Flüchtlinge gerettet werden. Umgekehrt wurden norwegischen Widerstandskämpfer und 192 Agenten über diesen Weg nach Norwegen eingeschleust (Standorte Lunna undScalloway beiLerwick undTelavåg; Verluste: 33 Mann und sieben Schiffe).
      • Mussolini beschließt, in den Krieg gegen die beiden Westalliierten einzutreten
    • 10.–13. Juni: Operation Cycle, Evakuierung von ca. 11.000 britischen und anderen alliierten Soldaten ausLe Havre
    • 11. Juni: Beginn erster italienische Luftangriffe gegen das britischeMalta (Bombardierungen), zunächst kein Versuch der Invasion, Blockade – brit. Bezeichnung:Zweite große Belagerung Maltas (bis Nov. 1942)
    • 14. Juni:
    • Paris wird besetzt, zuvor von französischem Militär teilweise geräumt (Paris im 2. WK)
    • die deutscheHeeresgruppe C durchbricht dieMaginot-Linie und die FestungVerdun wird eingenommen
    • 15.–25. Juni: weitere britische Evakuierung,Operation Aerial, von mehr als 215.000 alliierten Soldaten ausCherbourg,St. Malo und anderen Häfen nach England
    • 17. Juni: … die als Truppentransporter eingesetzteLancastria wird vor derLoiremündung von der deutschen Luftwaffe versenkt.
    • 17. Juni:
      • der Ex-MarschallPhilippe Pétain, Ministerpräsident der neu gebildeten französischen Regierung, erklärt die Niederlage Frankreichs
      • Der sowjetische AußenministerMolotow gratuliert dem Deutschen Reich zum Sieg über Frankreich
      • sowjetische Truppen okkupieren am selben Tag diebaltischen Staaten
    • 18. Juni:Charles de Gaulle, Militär-Staatssekretär im Londoner Exil, fordert in seinem späterApell de Londre genannten Radio-Aufruf überBBC London (mit der Unterstützung Churchills) die Franzosen auf, weiterzukämpfen – derAufruf von London/vom 18. Juni. Er gründet in der Folge dasKomitee freies Frankreich (France libre) und sammelt aus französischen Teilnehmern der Narvik-Expedition und aus den 130.000 Mann, die noch rechtzeitig aus Dünkirchen ausgeschifft worden waren, die ersten Freiwilligen als französische Einheiten in der britischen Armee (Forces françaises libres). In Frankreich entstehen in der Folge verschiedene zivile Gruppen derRésistance, aber auch Partisaneneinheiten.
    • 19. Juni:Le Mans wird eingenommen und besetzt
    • 20. Juni:
      • Der Oberbefehlshaber der Schweizer Armee, GeneralHenri Guisan, ordnete auf Geheiß des Bundesrats an, die eigenen Flugzeuge ab sofort am Boden zu belassen.
      • Der Übertritt des 45. französische Armeekorps beiGoumois im Jura unter GeneralMarius Daille wird vom schweizerischen Bundesrat gewährt (rund 43'000 Soldaten, darunter 12.500 polnische). In der folgenden Zeit war die Schweizer Armee zum Teil bis Kriegsende für die Internierung dieser ausländischen Militärpersonen zuständig.
    • 21. Juni: Hitler verhandelt im Wald vonCompiègne mit derfranzösischen Regierung (État français, Vichy-Regime)
    • 22. Juni: Unterzeichnung desdeutsch-französischen Waffenstillstands (Compiègne), frz.Armistice de Rethondes genannt; (zum Ort undEisenbahnwagen)
    • 25. Juni: der deutsch-franz. Waffenstillstand tritt um 1:35 Uhr in Kraft
    • 25. Juni: Öffentliche Erklärungen des Bundesrats (Regierung) an dasSchweizervolk zum Waffenstillstand im Nachbarland via Radio und in der Neuen Zürcher Zeitung und zeitgleich eine geheime,Rütlirapport genannte, Befehlsausgabe des OberbefehlshabersHenri Guisan zumRéduit-Plan für den Fall eines Angriffs derAchsenmächte. Zwei Teile einer vorsichtigenAbschreckungspolitik gegenüber den Achsenmächten. Benannt nach derRütliwiese amVierwaldstättersee (Ort der Befehlsausgabe in der Innerschweiz).
    • 26. Juni: Dönitz besichtigtLorient. In der Folge werden die Entscheidungen zum Ausbau dieser und der vier anderen Basen für U-Boote getroffen. Die ersten beidenKoroman-Bunker werden bis Dezember 1941 fertiggestellt. Sie waren Teil des „Atlantikwalls“ und der „Atlantikschlacht“ (Handelskrieg mit U-Booten; nebenBrest,Saint-Nazaire,La Rochelle undBordeaux)
    • 28. Juni bis 4. Juli:sowjetische Besetzung Bessarabiens und der Nordbukowina
    • 30. Juni und nächste Tage: die britischenKanalinseln nahe vor der französischen Nordwestküste werden von deutschen Truppen besetzt,Guernsey ergibt sich am 30. Juni,Jersey am 1. Juli,Alderney am 2. Juli undSark am 4. Juli nach einer teilweisen Evakuierung der Zivilbevölkerung
    • Juni:William Stephenson eröffnet dieBritish Security Coordination (BSC, Brit. Geheimdienst-Netzwerk in den USA) in New York City
    • 3. Juli:Operation Catapult, Versenkung der französischen Flotte in Nordafrika inMers-el-Kébir von der britischenForce H (Admiral Somerville). Dabei starben 1297 französische Seeleute, 350 wurden verwundet. Ähnliche Einsätzen vorOran und am 8. Juli inDakar.
    • Juli:
      • Teilung Frankreichs in einen deutsch-besetzten Teil und den unbesetzten Südost-Teil desVichy-Regimes unter MarschallPétain (État fr.)
      • Generalde Gaulle wird ab 1940 Organisator des externen militärischen Widerstandes mit geflohenen Truppenteilen: später „Führer des freien Frankreichs“ genannt, vomExil in London aus (sieheLondoner Apell, Rundfunkansprache, 18. Juni)
      • dieRésistance – der Widerstand innerhalb Frankreichs bildet sich, getragen von Gewerkschaften, den sozialistischen und kommunistischen Parteien aber auch von Konservativen, die nicht mitPétain und den Deutschenkollaborieren wollen
    • Mitte Juli: Gründung der britischenSpecial Operations Executive (verdeckte Militäroperationen)
    • Juli: dieLuftschlacht um England beginnt von derKanalküste des besetzten Frankreich aus mit Angriffen auf den Schiffsverkehr imÄrmelkanal (Teilblockade)
    • 19. Juli: USA, derTwo-Ocean Navy Act sieht eine Vergrößerung der U.S. Navy um 70 Prozent vor
    • 25. Juli:
      • Rütlirapport, Befehlsausgabe des schweizerischen OBGuisan (Rücknahme der Truppen von der Grenze,Réduit-Strategie)
      • DasOtto-Programm, ein „bevorzugtes Wehrmachtsprogramm“ für die danach ab Oktober wiederhergestellten bzw. ausgebauten größeren West-Ost-Eisenbahnstrecken durch das Generalgouvernement, insbesondere die Eisenbahnstrecke von Radom via Demblin nachLublin. Zur Ausarbeitung hatteFranz Halder, seit September 1938 Chef des Generalstabs des Heeres, seinen Stab am 19. Juni oder 3. Juli 1940 beauftragt.[16.1] Dieser Plan wurde nach dem 31. Juli erweitert, mit anderen Plänen zusammengeführt und im Dezember (vgl. 18.) den Kriegsvorbereitungen des OKW und OKH (Fall Barbarossa) zu Grunde gelegt.
    • 31. Juli: Hitler fasst den Entschluss zum Angriff auf die Sowjetunion im Frühjahr 1941, um sie alsFestlandsdegen Englands auszuschalten.
    • 5. August: Das OKH legt denOperationsentwurf Ost vor
    • 6. August: Erzwungener BeitrittEstlands zur Sowjetunion, Annexion
    • 7. August: Churchill und de Gaulle einigen sich auf den Accord des Chequers (Chequers-Abkommen), nach dem Großbritannien die Integrität aller französischen Besitzungen und die „integrale Restauration und Unabhängigkeit und die Größe Frankreichs“ achtet und erhält.
    • 8. August: Der detailliert ausgearbeiteten Invasionsplan gegenIrland unter dem CodenamenUnternehmen Grün wird dem deutschen Oberkommando übergeben – Federführend war GeneralfeldmarschallFedor von Bock. Die Invasion sollte dasUnternehmen Seelöwe (England) flankieren und erledigte sich mit dessen Aufgabe.
    • 11. August: Beginn derOperation Razzle zur Vernichtung der deutschen Ernte durch Brandplättchen
    • 13. August: „Adlertag“ während der Luftschlacht um England: massive Luftangriffe auf südenglische Stützpunkte derRoyal Air Force
    • 17. August: Hitler verhängt eineImportblockade über die Britischen Inseln
    • 20. August: die chinesischenKommunisten eröffnen dieHundert-Regimenter-Offensive, die bis zum 5. Dezember andauert, es kommt gegen deren Ende zum Zerwürfnis zwischenPeng Dehuai, dem militärischen Führer der Kommunisten, undMao Zedong
    • 21. August: durch das brit. GesetzAllied Forces Act 1940 erhalten bestimmte Exilregierungen das Recht eigene Truppen im Ver. Königreich als Ausdruck von deren Souverainität zu stationieren. In der Praxis waren sie dannKombattanten der britischen Streitkräfte und in deren Führungsstruktur eingebunden.
    • 24./25. August: erstmaliger (ungeplanter) Abwurf deutscher Bomben auf die britische HauptstadtLondon, in der Folgenacht folgt der erste britischeLuftangriff aufBerlin
    • 28. August: mit demRüstungsprogramm B wird die deutsche Kriegswirtschaft auf einen Krieg gegen die Sowjetunion umgerüstet
    • 30. August:Zweiter Wiener Schiedsspruch durch Deutschland und Italien: Rumänien muss TeileSiebenbürgens an Ungarn abtreten
    • August: Nutzung des frz. Marine-Hafens alsU-Boot-Basis (dt. und italienische Marine)
    • 2. September:Zerstörer-für-Stützpunkte-Abkommen
    • September: mit demSelective Training and Service Act wird in den USA die Wehrpflicht eingeführt
    • 4. September: Gründung desAmerica First Committee, einerisolationistischen Organisation, welches sich gegen die Kriegsbeteiligung der USA richtet
    • 7. September:Luftangriffe auf London beginnen (300 deutsche Bomber sowie 600 Jagdflugzeugen; bis 16. Mai 1941)
    • 15. September: dieLoßberg-Studie, der Operationsentwurf des OKW für den Krieg gegen die Sowjetunion, erscheint
    • 22. September: Japan marschiert im NordenFranzösisch-Indochinas ein. Darauf verhängen dieUSA undGroßbritannien einEmbargo und frieren die finanziellen Mittel Japans ein
    • In derehemals französischen Kolonie Vietnam befand sich von 1941 bis zum Sommer 1943 und vom Herbst 1944 bis zum Kriegsende das Hauptquartier der japanischenSüdarmee unter MarschallTerauchi Hisaichi. Die französische, an Vichy orientierte Kolonialverwaltung unter AdmiralJean Decoux wurde dabei nicht beseitigt (Kollaboration). Die japanische Besatzungspolitik führte zu einerHungersnot im letzten Kriegsjahr, die über eine Million Menschen das Leben kostete.
    • 23. bis 25. September: imGefecht von Dakar (Operation Menace) scheitert ein britisch-französischer Versuch (mit De GaullesStreitkräften für ein freies Frankreich (Forces fr. libres)), den Hafen und die StadtDakar in Französisch-Westafrika (AOF, im heutigenSenegal) zu erobern
    • 27. September: auf InitiativeAdolf Hitlers wurde derDreimächtepakt zwischen dem Deutschen Reich, demKaiserreich Japan und demKönigreich Italien vereinbart. International verwendete Namen sindPatto tripartito, Tripartite Pactoder Berlin Pact. Er wurde von den Vertragspartnern auch alsAchse Berlin-Rom-Tokio und die drei Beteiligten alsAchsenmächte bezeichnet. Unterzeichnung im Großen Saal derNeuen Reichskanzlei, Berlin; für Japan durch BotschafterSaburō Kurusu.
    • 12. Oktober: dasUnternehmen Seelöwe wird auf unbestimmte Zeit verschoben
    • 23. Oktober: In derKonferenz von Hendaye gelingt es Hitler nicht, Franco zu einem spanischen Kriegseintritt zu bewegen.
    • 28. Oktober: Beginn desGriechisch-Italienischen Krieges, italienische Verbände greifen von der italienischen KolonieAlbanien ausGriechenland an, Italien kannBulgarien nicht als Verbündeten gewinnen
    • 3. November: die griechische Armee geht erfolgreich zum Gegenangriff über, bis zum 14. November geraten die italienischen Verbände in die Defensive und werden über die Grenzen Albaniens zurückgedrängt
    • 8. bis 12. November: Alscampagne du Gabon bzw.bataille deLibreville wird die Über-/Einnahme vonGabun durchForces françaises libres (FFL, unterDe Gaulle) bezeichnet
    • 11. November: vom HilfskreuzerAtlantis wird im Südpazifik der engl. FrachterAutomedon mit einem Postsack an umfangreichem britischem Geheimmaterial an Bord aufgebracht, das Japan zugänglich gemacht werden konnte.Automedon-Vorfall – das Teeservice; eine Lage- und Strategieeinschätzung in Fernost (Stand August 1940;Chiefs of Staff Appreciation of Far Eastern Strategy)
    • 11./12. November:Britischer Angriff auf den italienischen FlottenstützpunktTarent, drei Schlachtschiffe werden insbesondere durch den erstmaligen Einsatz eines Flugzeugträgers, derIllustrious, gegen eine Feindflotte außer Gefecht gesetzt
    • 12. bis 13. November: Besuch des sowjetischen AußenministersMolotow in Berlin, eine Erweiterung des Dreimächtepaktes, zur Bildung einesKontinentalblocks gegen England, auf die Sowjetunion kommt nicht zustande – Hitler ist bereits zum Krieg gegen die Sowjetunion entschlossen
    • 14. November: deutscherLuftangriff auf Coventry (568 Menschen wurden durch diesen Angriff getötet)
    • Sendebeginn vonGermany Calling,Deutscher Propaganda-Kurzwellen-Sender in zirka 30 Sprachen, täglich 147 Stunden Programm (bis 30. April 1945) – KennungGermany calling! Here are the Reichssender Hamburg, station Bremen
    • 8. Dezember: Beginn derOperation Compass, bei der dieAlliierten in Nordafrika unter dem Kommando von GeneralRichard O’Connor vom 8. Dezember bis 9. Februar 1941italienische Truppen südlich vonSidi Barrani inLibyen 800 km weit bisBardia zurückwerfen konnten, nach einem handstreichartigen Sieg beiFort Capuzzo im Juli war dies die erste Operation der Alliierten in Nordafrika
    • 13. Dezember: angesichts der Niederlagen des Achsenpartners erlässt Hitler mit demPlan Marita Weisungen für einen deutschenFeldzug auf dem Balkan
    • 16. Dezember: britischerLuftangriff auf Mannheim (Operation Abigail), gilt als erster britischer Bombenangriff mit Terrorabsicht und Experiment für spätere Brandbombenangriffe, intern als Vergeltung für die Luftangriffe auf Coventry und Southampton gerechtfertigt,
    • 16./17. und 23. Dezember: zwei versehentliche Luftangriffe der Royal Air Force aufBasel undZürich, zwei Tote, evtl. eine Folge der schweizerischen Verdunkelungsmaßnahmen.
    • 18. Dezember: Hitler erlässt dieWeisung Nr. 21 an das OKW, den Krieg gegen die Sowjetunion unter dem neuen DecknamenFall Barbarossa vorzubereiten, bis dahin galt der Deckname „Otto“ (vgl. Juli).
    • 29. Dezember: deutscher Luftangriff auf London führt zum zweiten Stadtbrand (Second Great Fire of London)

    1941

    1941 wurde der Krieg nochmals an vielen Stellen ausgeweitet. Um Italien bei seiner Invasion in Afrika zu unterstützen, befiehlt Hitler den Einsatz deutscher Truppen in Libyen. Ihnen gelingt ein Vorstoß bis Ägypten (der Hafen Tobruk wird von britischen Truppen zunächst gehalten). Der Einmarsch im Balkan führt zur Invasion Kretas und Griechenlands. Die Versenkung des Schlachtschiffs Bismarck steht für Hitlers Schwachstelle Atlantik. In Asien endete die Zusammenarbeit von Kuomintang und den Kommunisten im Krieg gegen Japan. Die Battle of Britain, der deutsche Luftkrieg zur Eroberung Großbritanniens, endete zugunsten der Royal Air Force. Auch durch den Abzug deutscher Truppen aus Frankreich nach Osten bekommt London im wahrsten Sinne wieder Luft. Am 22. Juni startet Hitler mit dem Unternehmen „Barbarossa“' den Krieg gegen den zeitweiligen Vertragspartner Sowjetunion. Mitte August wenden sich Teile der schnell vorstoßenden Wehrmacht südostwärts gegen die Ukraine bis zur Krim und nordwärts gegen Leningrad. Es kommt zum Bündnis zwischenVereinigtem Königreich/Großbritannien und der UdSSR. Großbritannien und dieUSA vereinbaren die Atlantic-Charta. Japan kann durch die Eroberung des südlichen Indochinas bis Malaysia den Druck auf Chinas Nachschubwege erhöhen. Der japanische Vormarsch im Pazifik kommt auf Neuguinea zum Stehen. Der deutsche Angriff gegen die Sowjetunion kommt vor Moskau und Leningrad zum Stillstand, und in der Gegenoffensive folgen erstmals größere Geländegewinne auf alliierter Seite.

    Kriegsereignisse 1941 in Europa und im Mittelmeerraum

    • 10. Januar: Planungen für dasUnternehmen Felix, Angriff auf die FestungGibraltar – vgl. 23. Oktober 1940, wurden eingestellt
    • 19. Januar:Ostafrikafeldzug: Beginn der britischen Offensive gegen die KolonieItalienisch-Ostafrika
    • 22. Januar bis 22. März:Unternehmen Berlin, Atlantikunternehmung der SchlachtschiffeScharnhorst undGneisenau
    • 29. Januar bis 27. März: geheime amerikanisch-britische Stabsgespräche in London führen zum KriegsplanABC-1, darin wird der Grundsatz „Germany first“ begründet.
    • 2. Februar bis 27. März:Schlacht von Keren,Eritrea, britische Truppen besiegen die Italiener
    • der deutsche GeneralRommel bekommt im Februar den Befehl, mit demAfrikakorps, den erfolglosen Bündnispartner Italien bei dessen Verteidigung in Nordafrika zu unterstützen
    • 15. Februar : Ab diesem Datum unterstützten erstmalsCichociemni, nach der Invasion 1939 in Großbritannien als Fallschirmspringer ausgebildete, polnischen Soldaten dieHeimatarmee. Ihr waren sie nach der Landung auch unterstellt. Der erste Absprung fand beiDębowiec statt. Der letzte Absprung fand am 28. Dezember 1944 statt. Von den 316 abgesprungenen Soldaten kamen 112 ums Leben. Neun von ihnen wurden nach dem Krieg von so genannten kommunistischen Volksgerichten zur Zeit des Stalinismusverurteilt. Von den 91 Soldaten der Cichociemni, die 1944 amWarschauer Aufstand teilnahmen, starben 18 während der Kampfhandlungen.
    • 15. und 26. Februar: je ein Deportationszug vomWiener Aspangbahnhof mit etwa 1.000 gefangengenommenenjüdischen Bürgern aus Wien fährt in einSammellagerin den Osten des besetzten Polens nachOpole Lubelskie. (Die nach einem Jahr die Haft noch Überlebenden werden von dort am 31. März 1942 imVernichtungslager Belzec bzw. im Mai und Oktober 1942 imVernichtungslager Sobibor ermordet. Von diesen zwei Deportationstransporten sind lediglich 28 Überlebende bekannt.) Am 19. fährt ein weiterer Zug nach insLager Kielce.
    • 18. Februar: das US-Leih- und Pachtgesetz (englisch: „Lend-Lease Act“) im US-Kongress
    • 22. und 23. Februar: nach einer groß angelegten Razzia gegen Juden in den Niederlanden gab es den „Februarstreik“ gegen dieDeportationen, der blutig niedergeschlagen wurde
    • 28. Februar: Einmarsch der deutschen Armee von Rumänien bei Giurgiu aus südlich von Bukarest über die Donau und bei Dobrudscha inBulgarien (sieheGeschichte Bulgariens)
      • Bulgarien tritt später an der Seite der Achsenmächte in den Krieg gegen Jugoslawien und Griechenland ein
      • im Dezember 1941 erklärte es Großbritannien und den USA den Krieg – jedoch nicht der UdSSR
    • Februar 1941:bemannte deutsche Wetterstationen auf Spitzbergen und NO-Grönland (zuletzt geräumtRipfjorden am 4. September 1945) – dagegen eingesetzte dänischeSirius-Patrouille in Grönland (dän.: Nordøstgrønlands Slædepatrulje)
    • 1. März:Heinrich Himmler und eine Abordnung derI.G. Farben treffen sich zu einer Besichtigung und gemeinsamen Planung beimKZ Auschwitz
    • 9. März: italienische Großoffensive in Albanien gerät zum Desaster
    • 11. März: der US-Kongress schafft mit demLeih- und Pachtgesetz (Lend & lease act) die legale Grundlage für die vorher bereits praktizierte Unterstützung Großbritanniens, das Land wird, wie später dieSowjetunion, in großem Umfang mit Waffen und Hilfsgütern aus den USA beliefert
    • 25. März: Jugoslawien tritt dem Dreimächtepakt bei, die Folge sind Demonstrationen und einPutsch gegen die Regierung des Prinzregenten Paul, worauf der Beitritt 12 Tage später wieder rückgängig gemacht wird
    • 27. März: „Weisung Nr. 25“ zur Zerschlagung Jugoslawiens in Verbindung mit dem geplanten Feldzug gegen Griechenland
    • 28. März: Durch die Niederlage in derSchlacht bei Kap Matapan gegen britische Verbände verliert dieitalienischeFlotte mit den 3 Schweren Kreuzern:Zara, Fiume und Pola die effektive Einsatzfähigkeit im Mittelmeer
    • 30. März: Hitler kündigt in einer Rede vor 200–250 Militärs in der Reichskanzlei den Krieg gegen die Sowjetunion an
    • 1. April:Militärputsch im Irak wird am 31. Mai mit der Einnahme Bagdads durch britische Truppen (auchArabische Legion) beendet
    • 8. April: DieserLuftangriff auf die Stadt Coventry (und der vorhergehende am 14. November) war der schwerste Bombenangriff des Krieges bis dahin und damit auch ein massivesKriegsverbrechen. Diese Angriffe prägten in der deutschenPropaganda den Begriff „Coventrieren“ (Sprachgebrauch der Nationalsozialisten, hier zur Vermeidung inhaltlicher Erklärungen).
    • 6. April ff.:Balkanfeldzug gegenGriechenland undJugoslawien:
      • Verbände der deutschen Wehrmacht überschreiten die jugoslawische und griechische Grenze, Kämpfe um dieMetaxas-Linie Zur Organisation der militärischen Kräfte sieheSchematische Kriegsgliederung der Wehrmacht für den Balkanfeldzug.
      • Serie vonLuftangriffen auf Belgrad beginnen, bis 7. April kommen etwa 500 bis 600 deutsche Flugzeuge zum Einsatz, wegen dieses Angriffes wurde nach Kriegsende der kommandierende GeneralAlexander Löhr verurteilt und hingerichtet
      • 9. April:Saloniki besetzt
      • 10. April: die kroatische HauptstadtZagreb wird besetzt
      • 12. April: Belgrad wird besetzt
      • 17. April:bedingungslose Kapitulation Jugoslawiens
      • 21. April: 223.000 griechische Soldaten kapitulieren inEpirus, nachdem ihr Rückzugsweg abgeschnitten ist
      • Briten, die ebenfalls in Griechenland stationiert worden sind, bauen unterdessen eine Verteidigung an denThermopylen auf
      • 24. April: diese Stellungen werden überrannt, worauf die Alliierten eineamphibische Evakuierungsoperation einleiten, in der 50.000 Soldaten nachKreta undÄgypten verschifft werden
      • 25. April: dasOKW erlässt die „Weisung Nr. 28“(Unternehmen Merkur) zu einer Luftlande-Invasion der Insel Kreta
      • 27. April: die Wehrmacht rückt inAthen ein
    • 8. April: Im Rahmen derOperation Columba gelangte die britische Armee mittels Brieftauben an kriegswichtige Informationen aus den besetzten Ländern Westeuropas
    • 9. April: der dänische Gesandte in Washington unterzeichnet eigenmächtig ein Abkommen über den amerikanischen militärischen SchutzGrönlands
    • 10. April: deutsche Truppen erreichen die FestungTobruk in Libyen und beginnen mit einer siebenmonatigenBelagerung
    • 13. April:Japanisch-Sowjetischer Neutralitätspakt
    • 15. April: Nur in dieser Nacht starben beimBelfast Blitz (Serie von Luftangriffen, Nordirland; 7.4. – 6.5.) im praktisch unverteidigtenBelfast etwa 1000 Menschen.
    • 2. Mai bis 1. Juni: imAnglo-Irakischen Krieg verhindert Großbritannien einen AnschlussIraks an die Achsenmächte
    • 2. Mai bis Juni: Ausarbeitung derGrünen Mappe der wirtschaftlichen Richtlinien für die Besetzung in der Sowjetunion.
    • 5. Mai:Rede Stalins vor den Absolventen der sowjetischen Militärakademien
    • 5. Mai:Haile Selassie kehrt nach den Niederlagen der Italiener in Ostafrika als äthiopischer Kaiser an die Macht zurück.[17.1]
    • 9. Mai: Erbeutung des deutschen U-BootsU 110 mitsamt einer intakten Enigma-M3-Maschine und sämtlicher Geheimdokumente (vgl. „Ultra“) durch den britischen ZerstörerBulldog
    • 10. Mai: der Stellvertreter Hitlers in der NSDAP-Führung,Rudolf Heß, fliegt mit einerMesserschmitt Bf 110 nachSchottland, um mit demDuke of Hamilton angeblich über Frieden zu verhandeln, dabei gerät er in britische Kriegsgefangenschaft und wird später alsKriegsverbrecher verurteilt, sein Flug wird vom NS-Regime in der Öffentlichkeit als Verrat bezeichnet und Heß für verrückt erklärt
    • 13. Mai: Mit demKriegsgerichtsbarkeitserlass desOberkommandos der Wehrmachtfür dasGebiet „Barbarossa“ (Sowjetunion) vom 13. Mai 1941 wurde denKriegsgerichten die Gerichtsbarkeit gegen Zivilpersonen im Kriegsgebiet entzogen (und denHöheren SS- und Polizeiführern (SSPF) übertragen)
    • 20. Mai:Luftlandeschlacht um Kreta (Op. Merkur), 593 Transportflugzeuge bringen deutsche Luftlandeeinheiten nach Kreta, die Alliierten, darunterNeuseeländer undAustralier, verteidigen Kreta eine Woche. Die Operation „Merkur“ wurde durch die deutschen Truppen nur unter starken Verlusten erfolgreich abgeschlossen.
    • 27. Mai: US-PräsidentRoosevelt erklärt einen unbegrenzten nationalen Notstand
    • 30. Mai: In der Nacht bombardierte die Luftwaffe irrtümlich die neutraleirische HauptstadtDublin
    • verstärkt ab Mai:Nordatlantikroute (North Atlantic Route) als Nachschublinie aus USA für GB undNordmeergeleitzüge in die SU, auchHX-Geleitzüge und deren dt. Bekämpfung unter dem OberbegriffAtlantikschlacht
    • 6. Juni: derKommissarbefehl des Chef desOberkommandos der Wehrmacht Keitel – offiziellRichtlinien für die Behandlung politischer Kommissare – zählt zu den gut dokumentierten Völkerrechtsverletzungen der deutschen Wehrmacht, erlassen mit Bezug auf eine Weisung von Hitler vom 14. Mai, fünf Wochen vor derInvasion der Sowjetunion zur Ermordung vonKriegsgefangenen aus der Roten Armee
    • 8. Juni bis 14. Juli: imSyrisch-Libanesischen Feldzug übernehmen Briten und Freifranzosen die Kontrolle über dasVölkerbundmandat für Syrien und Libanon
    • 14. Juni:Hitlers Rede vor den Oberbefehlshabern am 14. Juni 1941 zum Ostfeldzug
    • 15. bis 17. Juni: ein britischer Versuch, die Belagerung von Tobruk aufzuheben (Operation Battleaxe), schlägt fehl
    • 18. Juni: das Deutsche Reich und dieTürkei unterzeichnen einen Freundschafts- und Nichtangriffsvertrag
    • 22. Juni: Beginn desDeutsch-Sowjetischen Krieges
      • für den Angriff standen drei Heeresgruppen (Nord, Mitte, Süd) bereit, dieHeeresgruppe Nord (von Leeb) sollte diebaltischen Staaten erobern und nachLeningrad vorstoßen, auf derHeeresgruppe Mitte (von Bock) lag die Hauptlast, sie sollte nach Moskau vorrücken und war entsprechend stark gerüstet, dieHeeresgruppe Süd (von Rundstedt) sollte dieUkraine erobern, ebenfalls an dem Feldzug beteiligt waren Verbände aus verbündeten bzw. eroberten Ländern der Achsenmächte, auch vom besetzten Norwegen aus werden Angriffe gegen die Sowjetunion unternommen, sie zielen insbesondere aufMurmansk und die dortige Eisenbahnverbindung, die „Murman-Bahn“, sowie den Hafen. Zur Organisation der Kräfte sieheSchematische Kriegsgliederung der Wehrmacht für das Unternehmen Barbarossa undSchematische Kriegsgliederung der Roten Armee am 22. Juni 1941.
      • Generalplan Ost,Hungerplan (strategische Grundlagen)
      • dieMolotow-Linie war ein sowjetisches Verteidigungssystem, das entlang der aufgrund des deutsch-sowjetischen Freundschaftsvertrages von 1939 festgelegten Grenze zum Deutschen Reich beziehungsweiseGeneralgouvernement errichtet worden war
      • derBalkanfeldzug hatte den Angriffszeitpunkt auf die Sowjetunion um vier Wochen verschoben, der Angriff fand deshalb erst am 22. Juni statt, diese Verzögerung und ein ungewöhnlich früh einsetzender Winter führen dazu, dass der Vormarsch nicht wie geplant ablaufen kann und das operative Ziel, das Erreichen der LinieArchangelsk-Astrachan, nicht erreicht wird, obwohl auf deutscher Seite errechnet wurde, dass die Versorgung der Wehrmacht nur bis zu einer Linie ermöglicht werden könnte, die entlangPskow,Kiew und derKrim verläuft, verlangt Hitler die EroberungMoskaus im Rahmen eines einzigen, ununterbrochenenFeldzuges
      • in den frühen Morgenstunden des 22. Juni beginnt der Vormarsch von 149Divisionen über die sowjetische Grenze, zwei Divisionen operieren vonfinnischem Gebiet aus, acht Divisionen waren in Norwegen stationiert, eine Division steht in Dänemark bereit, 38 bleiben im Westen, zwei Divisionen kämpfen zu diesem Zeitpunkt in Nordafrika und sieben Divisionen stehen im Balkan
      • trotz vieler Hinweise sind die untere und mittlere Führung der Sowjetunion nicht auf einen Angriff eingestellt, viele der sowjetischen Soldaten an der Grenze ergeben sich ohne Widerstand, während die motorisierten deutschen Truppen zunächst zügig vormarschieren
      • eine Folge desWinterkriegs in Finnland war, dassStalin in derRoten Armee eine umfassende Reorganisation begann, in deren Verlauf viele Offiziere rehabilitiert werden, die bei den Säuberungen 1936/37 nach Sibirien verbannt worden waren, dies trägt erheblich dazu bei, dass die Rote Armee über eine größereKampfkraft verfügt als es die deutsche Führung erwartet
      • die sowjetische Kriegsproduktion wird hinter denUral verlegt, wo sie unerreichbar für die deutsche Luftwaffe ist
      • als direkte Reaktion auf den sowjetischen Angriff nimmtFinnland 1941 imFortsetzungskrieg am deutschen Russlandfeldzug teil, um sich die verlorenen Gebiete zurückzuerobern
    • 22. Juni: Rumänien und Italien erklären der Sowjetunion den Krieg
    • 23. bis zum 29. Juni:Panzerschlacht bei Dubno-Luzk-Riwne
    • 23. Juni: DasGöring-Programm sieht die Vervierfachung der Luftwaffe vor
    • 24. Juni bis 26. Juni:Panzerschlacht bei Raseiniai
    • 27. Juni:Kriegserklärung Ungarns an die Sowjetunion - Das I. ungarische Korps nahm im Juli 1941 im Rahmen der17. deutschen Armee in Kämpfe um dieStalin-Linie teil.
    • 28. Juni: Deutsche Truppen nehmen die Hauptstadt des sowjetischenBelarusMinsk ein.
    • 29. Juni:
    • Massenmorde im Sommer 1941 inLwiw (Lemberg), Ukraine, nach der deutschen Besetzung
    • 1. Juli: Deutsche Truppen nehmen die sowjetisch-lettische HauptstadtRiga ein.
    • 1. Juli:Fall Broniki, sowjetisches Massaker an deutschen Soldaten
    • 3. Juli: RundfunkanspracheStalins. Er deutet den Krieg nun als „Grossen Vaterländischen Krieg“ bzw. ruft auf zur Befreiung Europas vom Faschismus. Als Kampfmittel nennt er denPartisanenkampf und die Politik derVerbrannten Erde.
    • Juli bis 8. August:Kesselschlacht bei Uman
    • 4. Juli: etwa vier Wochen nach der Einnahme vonPinsk durch die Wehrmacht, ermordet das 2. SS-Kavallerieregiment unter dem Kommando vonFranz Magill zwischen dem 5. und 13. August rund sechs Kilometer außerhalb der Stadt circa 9000 jüdische Zivilisten.
    • 10. Juli – 10. September:Kesselschlacht bei Smolensk
    • 12. Juli: ein gegenseitiges Hilfsabkommen zwischen der Sowjetunion und Großbritannien wird unterzeichnet, beide Seiten vereinbaren, keinen einseitigen Waffenstillstand mit Deutschland schließen zu wollen
    • Zwischen dem 13. Juli 1941 und dem 19. August 1944: lange erfolgloseLuftangriffe auf Ploiești (Ölförderanlagen in Rumänien) der alliierten Mächte
    • 21./22. Juli: Beginn der deutschenLuftangriffe auf Moskau, welches durch ein Radarnetz ausRUS-1 undRUS-2 geschützt ist
    • 26. Juli: die USA und England erklären ein Treibstoffembargo gegen Japan
    • 29. Juli bis 1. August:Harry Hopkins vereinbart in Moskau amerikanische Hilfslieferungen für die Sowjetunion
    • 30. Juli: dasSikorski-Maiski-Abkommen zwischen derpolnischen Exilregierung und der Sowjetunion wird unterzeichnet, es sieht die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und die Aufstellung einerpolnischen Armee in der Sowjetunion vor
    • 31. Juli – 21. August 1941, Planung des Massakers von Kamenez-Podolsk (Durchführung s. u. 27. – 31. August)
    • 7. August: Stalin wird oberster Befehlshaber der Roten Armee
    • 8. August: erstersowjetischer Luftangriff auf Berlin.
    • 14. August: dieAtlantik-Charta von PräsidentFranklin D. Roosevelt und PremierministerWinston Churchill präzisiert die Vorstellungen von einer neuen Weltordnung nach dem Krieg, sie gilt als eines der Geburtsdokumente der späterenVereinten Nationen
    • 23. August bis 26. September:Schlacht um Kiew
    • 25. August bis 17. September: erfolgreicheanglo-sowjetische Invasion des Iran (engl.:Operation Countenance – russ.:Sotschuwstije): die Besetzung des formell neutralen Landes dient der Sicherung der iranischen Ölfelder und der Errichtung einer südlichen Nachschublinie für die Sowjetunion
    • 27. bis 31. August: Massenerschießung von 23.600 deportierten ungarischen Juden durch SS-Einheiten und das Polizeibataillon 320, dasMassaker von Kamenez-Podolsk, insowjetischem Staatsgebiet (Ukraine); zuvor erfolgte die Absprache des Plans mit der Wehrmacht (im Zeitraum 31. Juli – 21. August). Dabei wurden erstmals in der Sowjetunion unterschiedslos Tausende Zivilisten ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht ermordet.
    • 30. August:erste erfolgreiche sowjetische Offensive beiJelnja und zugleich erster Rückzug deutscher Truppen
    • 4. September: „Greer“-Zwischenfall, der amerikanische ZerstörerUSSGreer meldet die Position eines deutschen U-Bootes an ein britisches Flugzeug und verfolgt das U-Boot, das U-Boot schießt einen Torpedo auf den amerikanischen Zerstörer ab, die „Greer“ wirft Wasserbomben, das führt am 11. September zum „Shoot on sight“-Befehl (Schießbefehl bei Sicht) des amerikanischen Präsidenten
    • 8. September: Beginn derLeningrader Blockade (heuteSt. Petersburg). Sie dauert über zwei Jahre bis zum 18. Januar 1944. Die militärische Einnahme der Stadt wurde der Wehrmacht durch Hitler verboten. Die Zivilbevölkerung der Millionenstadt wird von deutschen Truppen systematisch demVerhungern ausgesetzt.
    • 10. September: Ende derKesselschlacht bei Smolensk
    • 13. September: an diesem Tag fuhr die finnischeTarmo im Rahmen des Scheinunternehmens „Nordwind“ – ein deutsch-finnisches Unternehmen zur Deckung der deutschen Besetzung der estnischen InselnHiiumaa undSaaremaa gegen die Flotte der Roten Armee
    • 15. September: DasOKW erlässt einen Befehl zu Geiselnahme und Geiselerschießung von Zivilisten (im Zusammenhang mit Angriffen auf Wehrmachtsangehörige hinter der Front) –Sühnebefehl
    • 30. September:Massenmord im TalBabyn Jar beiKiew an über 30.000 Personen der jüdischen Bevölkerung der Stadt, nachdem die 6. Armee Kiew besetzt hatten überwiegend durch dieEinsatzgruppe C der SS, bis November 1943 fanden weitere Massenerschießungen in der Stadt statt, bei denen insgesamt zwischen 150.000 und 200.000 sowjetische Kriegsgefangene und Zivilisten ermordet wurden.
    Frontverlauf in der Sowjetunion bis Dezember 1941
    • Einrichtung derLondon Controlling Section (LCS) unterOliver Stanley zur Koordination derOperation Bodyguard (Fortitude,Diversion, Verschleierung der späteren Invasion, strategischesTäuschungsmanöver) unterhalb desJoint Planning Staff
    • 2. Oktober: 1. Moskauer Protokoll über Hilfslieferungen nach demLeih- und Pachtgesetz an die Sowjetunion; vorgesehen sind Lieferungen im Wert von 1 Milliarde Dollar bis Juni 1942
    • 2. Oktober bis Ende Oktober: im Zuge des deutschen Angriffs auf Moskau (Unternehmen Taifun) kommt es zurDoppelschlacht bei Wjasma und Brjansk, die herbstlicheSchlammperiode zwingt zur einstweiligen Einstellung der Angriffe
    • 6./7. Oktober: In derPanzerschlacht bei Mzensk kann ein schneller Vorstoß aufTula abgewehrt werden
    • 12. Oktober: amBlutsonntag von Stanislau werden mehr als zehntausend jüdische Männer, Frauen und Kinder erschossen. Dieser Massenmord im heute zur Westukraine gehörendenIwano-Frankiwsk gilt als Beginn der „Endlösung“ imGeneralgouvernement genannten Teil Polens.
    • 22. Oktober: So genannte Geiselerschießung durch die Wehrmacht in einem Steinbruch beiChâteaubriant (Massaker von Ch.) von 27 Gefangenen aus dem Vichy-Lager Camp de Choisel und weiteren 21 Gefangenen andernorts als so genannte Repressalie für den inNantes erschossenen Leutnant Karl Hotz.
    • 31. Oktober: der US-ZerstörerReuben James (neutrales Land) wird bei Island torpediert, über 100 US-Marinesoldaten sterben dabei
    • 1. November: Stationierung von U-Booten für die „Atlantikschlacht“ (Handelskrieg mit U-Booten inLa Rochelle (bis August 1944))
    • 6. November: Stalin spricht über Radio zum zweiten Mal zur gesamten sowjetischen Bevölkerung, er kündigt den baldigen Sieg über Deutschland an
    • 7. November:
      • Militärparade der Roten Armee auf demRoten Platz in Moskau
      • Versenkung des sowjetischen PassagierschiffsArmenija (1928) vorGurzuf (Krim) im Schwarzen Meer. Vor diesem Datum war es alsTruppentransporter eingesetzt. Ob es bei dem Einsatz zur Räumung der Hospitäler von Sewastopol als Hospitalschiff gekennzeichnet war, ist unklar. Durch den Angriff durch (mindestens) ein deutsches Flugzeug starben bei dem schnellen Untergang 4.700 bis 4.800 Menschen, es werden auch Zahlen von über 7000 Toten genannt.
    • 14. November: der britische FlugzeugträgerArk Royal wird vom deutschen U-BootU 81 östlich vonGibraltar versenkt
    • 17. November: so genannterFackelmänner-Befehl
    • noch im November:
      • mit der neuerlichen deutschen Offensive beginnt dieSchlacht um Moskau, auch dieser Anlauf bringt der Wehrmacht keinen durchschlagenden Erfolg (2. Oktober 1941 bis 31. Januar 1942)
      • die USA revidieren ihreNeutralitätsgesetze, US-Handelsschiffe dürfen bewaffnet werden und Kriegsmaterial an kriegführende Staaten liefern
      • 17. November bis 2. Dezember:Schlacht um Rostow
    • 18. November: Beginn der britischen OffensiveOperation Crusader in Nordafrika
      • am 26. November erfolgte ein zweiter Angriff, erfolgreicher Ausbruch ausTobruk
      • am 7. Dezember zieht sich das Afrika-Korps zur Gazala-Linie zurück, das Afrika-Korps unter Rommel greift Tobruk im Januar 1942 wieder an
    • 20. November: Etwa 1.000 Menschen werden in einemersten Zug aus München nach Litauen deportiert und dort ermordet. In weiteren 42 Transporten bis 1945 werden fast alle als Juden verfolgten Münchner in den Osten deportiert.
    • 25. November: Verlängerung des Antikominternpaktes um 5 Jahre, Beitritt Rumäniens, Bulgariens, der Slowakei, Kroatiens, Finnlands und Dänemarks
    • 28. November: Mit der verlorenenSchlacht von Gondar (18. Oktober bis 28. November) gegen Commonwealth-Truppen endete die italienische Kolonialherrschaft in Ostafrika
    • Dezember 1941: Aufstellung derIndischen Freiwilligen-Legion der Waffen-SS, zunächst als Heeres-Organisation aus brit.-ind. Kriegsgefangenen in Nordafrika. Vergleiche: BosesAzad Hind und StaLagAnnaburg
    • 5. Dezember: bei derSchlacht um Moskau beginnt die Rote Armee mit aus Sibirien herangeführten Reserven unter GeneralSchukow ihre umfassende Gegenoffensive
    • 7. Dezember: Großbritannien erklärtUngarn den Krieg.
    • 11. Dezember:Kriegserklärung Deutschlands und Italiens an die Vereinigten Staaten nach dem BeginnPazifikkriegs (s. u.)
    • 14. Dezember: Großbritannien, USA undBulgarien erklären sich wechselseitig den Krieg,Rumänien erklärt ihn den USA;Indien erklärt ihn an Japan
    • 16. Dezember: Hitler gibt denBefehl zum Halten an der Ostfront, bis zum Ende des Jahres wird die Wehrmacht jedoch weiter zurückgedrängt
    • 22. Dezember bis 14. Januar 1942: alliierteArcadia-Konferenz in Washington (D.C.)

    Kriegsereignisse 1941 in Asien und dem Pazifik

    US-Marineeinheiten in Pearl Harbor am 7. Dezember

    1942

    Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor im Dezember wird das Kriegsjahr 1942 von den ersten deutschen Judendeportationen aus Frankreich, den Kämpfen um die Festung Tobruk und El Alamein, zunehmend massivere Luftangriffe auf deutsche Städte aber auch auf Tokio, die Eroberung der Philippinen, dem Anschlag auf Heydrich in Prag gekennzeichnet; deutsche Truppen erreichen den Don, es folgt der deutsche Angriff auf Stalingrad und im Gegenangriff dessen Einkesselung; Beginn des Manhattan-Projekts, die alliierte Landung in Nordwestafrika. Nach der japanischen Invasion von Niederländisch-Indien im Januar und dem Flottenvorstoß in den Indischen Ozean bringt das Jahr erste australische und US-Erfolge gegen Japan in der Midway-Schlacht und auf Neuguinea.

    Kriegsereignisse 1942 in Europa und im Mittelmeerraum

    • 1. Januar: im Weißen Haus in Washington unterzeichnen 26 Nationen dieUN-Erklärung (Declaration), in der sie sich zum gemeinsamen Kampf gegen dieAchsenmächte verpflichten, die 26 Unterzeichnerstaaten nennen sichVereinte Nationen, zu denen u. a. die Sowjetunion, USA, Großbritannien, China, Belgien, Griechenland, Tschechoslowakische Republik, Indien, Luxemburg und Holland zählen, bis zum Oktober 1943 schließen sich sieben weitere, bis zum Ende des Weltkriegs noch weitere zehn Nationen dieser Erklärung an.
    • 2. Januar: 33 deutschenSpione desDuquesne-Spionagerings werden verurteilt. Der größte Spionagefall in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Sie konnten am 29. Juni 1941 vomFederal Bureau of Investigation (FBI) verhaftet werden.
    • 8. Januar: Beginn derKesselschlacht von Demjansk durch die Rote Armee, Kessel bis zum Entsatz am 21. April
    • ab Januar 1942: die ersten „Ostarbeiter“ (Zwangsarbeit) werden mit Zügen ins Deutsche Reich deportiert, von 1942 bis 1944 werden insgesamt etwa drei Millionen Menschen aus der Sowjetunion nach Deutschland geschafft, um hier Zwangsarbeit zu leisten
    • erste Gegenoffensive zur Überwindung der Blockade von Leningrad:Ljubaner Operation. Sie scheiterte. Nach verlustreichen Angriffen wurde die Offensive im April 1942 beendet.
    • 8. Januar bis 20. April:Kämpfe um Rschew (Rschew-Wjasma-Operation und deren Folge-Kämpfe bis Dezember 1942)
    • 14. Januar: Amerikaner und Briten beschließen auf der Arcadia-Konferent die Bildung eines gemeinsamen Komitees ihrer Generalstäbe, denCombined Chiefs of Staff
    • 14. Januar ff: beimUnternehmen Paukenschlag versenken deutscheU-Boote vor der US-Küste 23 Handelsschiffe
    • 18. Januar: Beginn derSchlacht um Cholm
    • 1. Februar:Vidkun Quisling wird Ministerpräsident imbesetzten Norwegen
    • im Februar: Einführung der stärker verschlüsselndenEnigma-M4 (Ultra) zur Chiffrierung des deutschen U-Boot-Funkverkehrs führt auf Seiten der Alliierten für 10 Monate zum so genannten Black-out der Dechiffrierung der Gegner-Funksprüche (seit Januar 1940 erfolgreich)
    • nach dem 8. Februar (tödlicher Flugzeugabsturz vonFritz Todt) ernennt Hitler den ArchitektenAlbert Speer zumReichsminister für Bewaffnung und Munition und zumGeneralinspektor für das deutsche Straßenwesen, Generalinspektor für Festungsbau,Generalinspektor für Wasser und Energie, (zusätzlich 1943 zumReichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion) undFritz Sauckel zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz (GBA)
    • 11. Februar: Baubeginn der britischenMaunsell-Seefestungen, „HM Forts“ zur Luft- und Küstenverteidigung, besonders der Flussmündungen (Maunsell Sea Forts und Maunsell Army Forts, Baubeginn August 1942), Codenamen Uncle (U) und eine Zahl
    • 11. bis 13. Februar:Unternehmen Cerberus: Rückführung der inBrest liegenden KriegsschiffeGneisenau,Scharnhorst undPrinz Eugen durch den Ärmelkanal nach Deutschland
    • 14. Februar: das britischeBomber Command wird in der sogenanntenArea Bombing Directive angewiesen, seine Kräfte uneingeschränkt und mit Schwerpunkt gegen Arbeiterviertel deutscher Industriestädte einzusetzen
    • 15. Februar: Von der Gestapo wird eine Gruppe Juden ausBytom (Beuthen) insHauptlager Auschwitz deportiert und sofort ermordet. Damit beginnt der Massenmord an Juden in diesem deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen.
    • 16. Februar: deutsch-italienischer U-Boot-Angriff auf Aruba (Teil derKaribikschlacht)
    • 25. Februar: Die1. Polnische Panzerdivision wurde auf Befehl von GeneralSikorski im östlichenSchottland aufgestellt.
    • 27./28. Februar: Mit derOperation Biting beiBruneval bei Le Havre erbeutet die britische Armee in einem Luftlandeunternehmen die Hauptbestandteile eines deutschenRadar-Funkmessgerätes. Deren Auswertung ergab wichtige Informationen über den Stand der deutschenRadartechnik.
    • 6. März: Der deutschenSpionageabwehr gelingt inDen Haag mit der Verhaftung der „Gruppe RLS“ (britischer Deckname: “Ebenezer”) die Entschlüsselung des aufgezeichneten Funkverkehrs desSpionagenetzes und der längerfristige Zugriff darauf: dasEnglandspiel, auchUnternehmen Nordpol genannt, führte zur Verhaftung vieler niederländischer Agenten.
    • 27. März: der erste Zug mitjüdischen Deportierten fährt aus Frankreich vonCompiègne aus dem KZ Royallieu in Richtung derVernichtungslager mit 1112 Deportierten ab; davon überlebten bis 1945 nur 19 Personen, es folgen 78 weitere Züge mit 75.721 Deportierten, wovon nur 2500 Personen das Jahr 1945 wieder in Freiheit erleben
    • 28./29. März: schwererLuftangriff auf Lübeck, die militärisch unbedeutende Stadt wurde wegen ihrer günstigen Lage und der Fachwerkbauweise ihrer Altstadt zur Erprobung neuer Angriffsverfahren angegriffen, einen Monat später beginnen deutsche Vergeltungsangriffe (Baedeker Blitz)
    • Im März: beginnen die NS-Deportationen von Juden aus demVasallenstaat Slowakei in Absprache mit demJudenberaterD. Wisliceny, die so gen.Aktion David (ein leicht durchschaubarer Tarnname). Dabei wurden ca. 60.000 Gefangene zur Ermordung in die Konzentrationslager Auschwitz und Lublin deportiert.
    • 3. April: Etwa 1.000 als Juden verfolgte Menschen werden in einem zweiten Zug ausMünchen „in den Osten“ deportiert und dort ermordet; vgl. 20. November 1941
    • 5. April: in der Weisung Nr. 41 zumUnternehmen Blau legte Hitler die Ziele der drei Heeresgruppen in der Sowjetunion für diesen Sommer fest,Heeresgruppe Süd zumDonez-Industriegebiet; Nordflügel der Heeresgruppe mit der6. und4. Panzerarmee sowie derrumänischen 4. Armee den Donbogen und Stalingrad erobern, danach weiterer Vorstoß in Richtung Kaukasus und Baku
    • 11. April:Cowes (Isle of Wight), Luftangriffe (auch an den Folgetagen)
    • 23. April und 27. April: Bombardierung vonRostock
    • 26. – 30. April: Zerstörung des DorfsTelavåg (Norwegen) als so genannte Strafaktion der Gestapo gegen den so genannten Schiffs-FluchtwegShetland Bus und Gefangennahme der Bevölkerung, von den 268 Deportierten kamen 54 Personen ums Leben, weitere starben später an den Folgen
    • April: Die Planungen für dieOperation Roundup (später noch alsOperation Bolero erweitert) und dieOperation Sledgehammer wurden im April 1942 den militärischen Führungsebenen der Alliierten präsentiert. Sie enthielten Grundzüge der späterenOperation Overlord bzw.Operation Neptune. Die so nicht zustande gekommene Ausführung war für die erste Hälfte des Jahres 1943 vorgesehen. Der Ansatz für Personal und Material lag zunächst deutlich niedriger als für die 1944 tatsächlich durchgeführte Landung in der Normandie.
    • 4. Mai: der im Hafen liegende polnischeZerstörerBłyskawica beteiligt sich an der Verteidigung des erneut angegriffenen Cowes (160 Bomber). Nach den deutschen Luftangriffen nahm die Besatzung derBłyskawica auch an der Brandbekämpfung in der Stadt teil. Das Kriegsschiff eskortierte insgesamt im Krieg 83 Konvois, beschädigte durch Beschuss 3 U-Boote und schoss vier Luftwaffenmaschinen ab. Beteiligt an derOperation Torch.
    • 4. Mai und 7. Mai: Bombardierung vonStuttgart
    • 5. Mai:Operation Ironclad, Beginn der engl. Besetzung der von Vichy-Frankreich bis dahin kontrollierten InselMadagaskar (hatte keine Auswirkung auf das Gerede vomMadagaskar-Plan durch die NS-Spitze)
    • 8. bis 20. Mai: imUnternehmen Trappenjagd vertreiben deutsche Verbände die gelandeten Truppen der Roten Armee von derHalbinsel Kertsch, die Deutschen machen 170.000 Gefangene
    • 12. Mai: Beginn einer sowjetischen Offensive zur Einnahme vonCharkow (Schlacht bei Charkow)
    • 23. Mai: Teile der sowjetischen Angriffstruppen werden bei Charkow eingekesselt und bis Monatsende vernichtet (240.000 Gefangene)
    • 26. Mai:
      • Großbritannien und die Sowjetunion unterzeichnen in London einen förmlichen Bündnisvertrag, gültig bis 20 Jahre nach dem Ende des Krieges
      • Beginn desUnternehmens Theseus, des deutschen Angriffs an der Gazala-Front in Libyen, beiBir Hakeim undBir el Harmat halten französische (derForces françaises libres) und jüdische Truppenverbände in der britischen Armee Rommels Angriff soweit auf, so dass sich das Gros der 8. brit. Armee geordnet zurückziehen kann
    • 27. Mai:Operation Anthropoid: Anschlag auf den Leiter des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) und zugleich stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren,Reinhard Heydrich, inPrag, Heydrich erliegt am 4. Juni den Folgen des Anschlags
    • 22. Mai: Mexiko erklärt Deutschland den Krieg
    • 29. Mai: amerikanisch-sowjetische Unterredung in Washington über eine zweite europäische Front im Jahr 1942 (Teilnehmer: Franklin D. Roosevelt, Harry L. Hopkins,George C. Marshall, Ernest J. King und Cordell Hull sowie der sowjetische Botschafter Maxim M. Litwinow)
    • 30. Mai:Operation Millennium: das britischeBomber Command versammelt über 1000 Bomber zum bis dahin größten Luftangriff des Krieges mit ZielKöln; bis 1945 folgen 262 Luftangriffe auf die Stadt
    • Gegen die sowjetische Offensive zur Überwindung der Blockade von Leningrad:Ljubaner Operation gerichteter deutscher Gegenangriff (Vernichtung der sowjetischen 2. Stoßarmee)
    • 2. Juni: Schlacht auf derKrim umSewastopol (7. Juni) endet am 5. Juli
    • 6. Juni: Kriegserklärung der USA an Rumänien, Bulgarien und Ungarn
    • 9. Juni: die bis dahin größte Totenfeier des Dritten Reiches findet für Heydrich in Berlin statt, das DorfLidice und der WeilerLežáky werden als Vergeltungsmaßnahmen zerstört, in ganz Tschechien gibt es etwa 1700 Opfer der Terrorwelle nach dem Heydrich-Attentat
    DasLend-Lease Memorial inFairbanks,Alaska erinnert an die Lieferung von U.S.-Flugzeugen an die Sowjetunion (via Northwest Staging Route und Sibirien)
    • 11. Juni: amerikanisch-sowjetischer Vertrag über die Grundsätze der gegenseitigen Hilfeleistung bei der Kriegführung in Erwägung der amerikanischen Kongressakte vom 11. März 1941 (Leih- und Pachtgesetz)
    • 12. Juni:Operation Squabble: britische Propagandaaktion zum Abwurf französischer Fahnen über Paris
    • 13. bis 27. Juni:Unternehmen Pastorius (deutscher Sabotageversuch in den USA)
    • 19. Juni: imCamp Ritchie, Maryland, wird dasMilitary Intelligence Training Center gegründet, ein Ausbildungslager, in dem im weiteren Verlauf des Krieges vor allem geflohene junge Deutsche zu Nachrichtenspezialisten ausgebildet werden (Ritchie Boys)
    • 21. Juni: Tobruks alliierter Befehlshaber Generalmajor Hendrik B. Klopper kapituliert, Rommel wird zumGeneralfeldmarschall befördert
      • der weitere Vormarsch sollte durch Ägypten erfolgen, die StadtAlexandria sollte fallen und derSueskanal besetzt werden; kurz vorEl Alamein haben britische Verbände einen 65 Kilometer breiten Verteidigungsgürtel aufgebaut
    • 28. Juni: diedeutsche Sommeroffensive (Fall Blau) in der Sowjetunion beginnt mit dem Angriff aufWoronesch
    • 28. Juni bis November: Deutsche Sommeroffensive in Südrussland, geplant als „Fall Blau“. Modifiziert durchgeführt alsUnternehmen Braunschweig. Der Plan umfasst den Vormarsch zum Kaukasus und zum Unterlauf der Wolga.
    • Juli bis November 1943: in derAktion Reinhardt werden fast alle Juden und Roma aus dem besetzten Polen, demGeneralgouvernement, über zwei Millionen Juden sowie rund 50.000 Roma aus fünf Distrikten (Warschau, Lublin, Radom, Krakau und Galizien) in den dreiVernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka ermordet
    • ab 29. Juni: EroberungLiepājas. Die meisten der über 7000 jüdischen Einwohner werden in den folgendenMassakern in Liepāja durch Wehrmachts- und SS-Truppenteile bei von den Tätern so genanntenGeiselerschießungen ermordet. Über 3000 davon vom 15. bis 17. Dezember 1941 nahe bei Šķēde.
    • Juli: im Nordmeer Zerschlagung des alliiertenGeleitzugs PQ 17
    • ab 16. Juli:Paris – am ersten und zweiten Tag der Sommerferien verhaften über 4000 französische Polizisten auf Veranlassung der NS-Behörden in einer Razzia ab den frühen Morgenstunden 13-tausend jüdische Personen, Kinder und Erwachsene, und internieren sie, u. a. namengebend für diese erstmalige Aktion in diesem Umfang im besetzten Frankreich, im Sportpalast für Radrennen:Rafle du Vélodrome d’Hiver. Etwa zehntausend Personen gelingt es noch sich an diesen Tagen durch die Flucht der Gefangennahme zu entziehen. In den folgenden Wochen sindPithiviers undDrancy die wichtigsten Sammellager der Gefangenen bis zum Transport in den NS-Massenmord nachAuschwitz. Weniger als 2 Prozent dieser Gefangenen aus Frankreich erleben das Kriegsende. Neben der franz.Kollaboration ist die Wertung alsKriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung in einem besetzten Land für diese Taten wichtig.
    • 2. – 13. Juli:Unternehmen Seydlitz (Kämpfe von sowjet. und deutschen Kavallerieverbänden bei Rschew)
    • 4. Juli: Ende derSchlacht um Sewastopol 1941–1942, „Unternehmen Störfang“ endet mit der Eroberung der Festung und der Gefangennahme von ca. 100.000 Rotarmisten
    • 1. bis 31. Juli:erste Schlacht von El Alamein; deutsch-italienische Offensive, mit dem Ziel zumSueskanal vorzudringen, bleibt dort stecken
    • 18. Juli: Erstflug derMe 262
    • Gefechte in der deutschen Sommeroffensive in Südrussland
    • 21. Juli: in New York City kommt es zu einer Protestkundgebung gegen den Massenmord an Hunderttausenden Juden in Europa
    • 21. Juli deutsche Kräfte überschreiten denDon, erster Schritt für den Vormarsch aufStalingrad
    • 23. Juli:Rostow wird erobert
    • 23. Juli: in derWeisung Nr. 45 ordnet Hitler an, statt nacheinandergleichzeitig nach Stalingrad und in denKaukasus hinein anzugreifen
    • 4. August:Stawropol wird eingenommen
    • 9. August:Krasnodar und derKuban werden überschritten
    • 28. Juli:Befehl 227 dessowjet. Oberkommandos (später Stawka) mit der Parole: „Keinen Schritt zurück!“
    • 30. Juli bis 1. Oktober:Erste Rschew-Sytschowka-Operation (vgl.Schlacht von Rschew)
    Kriegsschauplatz Europa/Sowjetunion 1942
    • den rumänischen Verbündeten der dt. Armee gelingt es, die sowjetische Verteidigung an der Ostküste desAsowschen Meeres von Norden her aufzurollen und die Taman-Halbinsel von „rückwärts“ her zu öffnen
    • 4. August: DerSchweizer Bundesrat bekräftigt in Kenntnis von deren Verfolgung in einem Beschluss die Rückweisung an den Grenzen insbesondere von jüdischen Deutschen,auch wenn den davon betroffenen Ausländern daraus ernsthafte Nachteile (Gefahren für Leib und Leben) erwachsen könnten. (nach Protokoll Bundesrat 4. August 1942)
    • 8./9. August: Begrenzter sowjet. Angriff gegen die Belagerungstruppen (Operation Sturmwind), um die Aufführung und Radioübertragung derLeningrader Sinfonie von D. Schostakowitsch in der Stadt vorzubereiten (Leningrader Blockade). Per Lautsprecher wurde die Musik dann auch in die dt. Stellungen übertragen. (Vgl. 19. Aug.)
    • 11. August: Beginn desUnternehmens Wirbelwind, einer deutschen Panzeroffensive gegen den sowjetischen „Suchinitschi-Frontbogen
    • 15. August: Nach zwei misslungenen Unternehmen der Royal Navy seit Juni gelangt ein dritter Konvoi mit überlebenswichtigen Versorgungsgütern in die HäfenMaltas (Operation Harpoon,Vigorous,Pedestal im August. Damit ist die Blockade der Mittelmeerinseln wieder aufgebrochen.) Dies sicherte weiterhin die britische Luftüberlegenheit über die sizilianische Meerenge (Straße von Sizilien vor Afrika).
    • 16. August: Dt. Kriegsmarine – Auslaufen des PanzerschiffsAdmiral Scheer zumUnternehmen Wunderland gegen dieNordostpassage und die dortigen sowjetischenEisbrecher
    • 19. August:Operation Jubilee (engl.:Dieppe Raid), das Landungsunternehmen/Invasion beiDieppe an der Mündung der Arques in denÄrmelkanal (ursprünglicher Plan:Operation Rutter) wird nach hohen kanadischen und britischen Verlusten abgebrochen. 6.000 Soldaten der Alliierten landeten in der Normandie. Sie sollten eine zweite Front gegen Hitlerdeutschland eröffnen. Dieser erste Landungsversuch scheiterte – die Alliierten mussten sich unter hohen Verlusten zurückziehen.
    • 19. August:Sinjawinsker Operation (Erste Ladoga-Schlacht), Beginn der zweiten sowjet. Gegenoffensive zur Überwindung derBlockade von Leningrad (bis 10. Oktober, Patt-Situation, Verluste Wehrm/R.A. etwa wie 1:2)
    • 21. August bis 21. September: im sog.Generalkommissariat Weißruthenien werden beimUnternehmen Sumpffieber Massenmorde an Zivilisten begangen (über 11000 Tote)
    • 21. August: deutsche Gebirgsjäger besteigen dasElbrusmassiv und hissen eine Hakenkreuzfahne
    • 22. August:Brasilien erklärt Deutschland und Italien den Krieg. Damit verliert Deutschland einen wichtigen Kautschuklieferanten. Ab Sept. 1944:aktive Teilnahme mit Expeditionskorps
    • 23. August: etwa 1000 Flugzeuge beginnen Brandbomben auf Stalingrad zu werfen, gleichzeitig dringen deutsche Panzer zum ersten Mal in die Außenbezirke ein
    • 26. August: der begonnene Angriff aufTuapse wird nach zwei Tagen angehalten
    • 30. August bis 6. September: die Fortsetzung der deutschen Offensive in Nordafrika scheitert in derSchlacht von Alam Halfa
    • September:Leslie Groves, wird zum Brigadegeneral befördert und übernimmt die Leitung für das Waffenprojekt des OSRD, nun benannt nach dem Standort vonGeorge C. Marshalls Hauptquartier inManhattan Constructions District (Manhattan-Projekt) und beginnt unter größter Geheimhaltung in der Wüste vonNew Mexico mit dem Bau vonSite Y, einerForschungsstadt bei Los Alamos – wissensch. Leitung:J. Robert Oppenheimer – zum Bau der Atombombe; dazu gehörte auch die Spionage derAlsos-Missionen, Grundlage war Roosevelts Unterschrift vom 28. Juni unter den Executive Order 8807 für dasOffice of Scientific Research and Development (OSRD)
    • 31. August: die HafenstadtAnapa wird eingenommen
    • 6. September:Noworossijsk, wichtigster Stützpunkt der Schwarzmeerflotte, wird eingenommen
    • Im Hochgebirge nehmen deutsche Truppen die wichtigsten Passübergänge ein und gehen vorübergehend auf breiter Front nach Süden vor – sie stehen imabchasischen GebirgsdorfPschu, 20 Kilometer vor der Küste des Schwarzen Meeres beiGudauta, östlich des Elbrus stehen die deutschen und rumänischen Truppen an den Flussabschnitten desBaksan und desTerek bisNaurskaja, nördlich davon verliert sich die Front an derKuma, in derNogaier-Steppe und in derKalmückensteppe
    • Maikop mit seinen Ölvorkommen wird eingenommen und bis Januar 1943 gehalten,Grosny, vergl.Transkaukasusfront der Roten Armee
    • 13. September: mit dem deutschen Angriff auf den inneren VerteidigungsgürtelStalingrads beginnt die fünfmonatigeSchlacht von Stalingrad (der deutsche Versuch zur Eroberung der Stadt wird unterAngriff auf Stalingrad beschrieben)
    • 17. September:Laconia-Befehl an deutscheU-Boote zum Verhalten bei der Bergung von Überlebenden eines eigenen Angriffs auf See
    • September: Fertigstellung des „Generalsiedlungsplans“ durch das Planungsamt des RKF. Er beschreibt die bei Kriegsgewinn beabsichtigten Bevölkerungsverschiebungen von ca. 12 Mio. Menschen in der Sowjetunion
    • 24. September: Zwei Agentinnen der britischen Nachrichtdienst-SpezialeinheitSpecial Operations Executive (SOE),Lise de Baissac (1905–2004) undAndrée Borrel (1919–1944, imKZ Natzweiler ermordet) werden per Fallschirm in Nordfrankreich abgesetzt. Sie erkunden u. a. mögliche Anlandeplätze für die alliierte Invasion. (L. Baissac kann nach dem Krieg dafür hoch dekoriert werden)
    • 30. September (bis 12. August 1944): der deutscheFernsehsender Paris, auf franz. Paris-Télévision, nimmt nach ersten Testsendungen in Paris aus dem umgebauten Tanzpalast „Magic City“ die Ausstrahlung eines laufenden Fernsehprogramms zur Betreuung der deutschen Truppen, insbesondere der Verletzten in Militärlazaretten (Lazarettfernsehen), auf.
    • 1. Oktober: Versenkung des in einem Konvoi nachOdessa fahrenden deutschen TransportersSalzburg (1.742 BRT) durch einen Torpedo dessowjetischen U-BootsM-118 südöstlich desSassyksees. An Bord befanden sich rund 2.200 sowjetische Kriegsgefangene, von denen vermutlich rund 2.000 mit dem Schiff untergingen[19]. Das U-Boot wurde seinerseits kurz nach dem Angriff von den beiden rumänischen SicherungsschiffenSublocotenent Ghiculescu undLocotenent-Comandor Stihi Eugen mit Wasserbomben versenkt.
    • 10. Oktober: Beginn derBattle of Bowmanville, einer zweitägigen Kriegsgefangenen-Revolte gegen die Fesselung von gefangenen deutschen Offizieren imKriegsgefangenenlager Bowmanville (Bowmanville (Clarington) prisoner of war camp 30,Ontario, Kanada; Zusammenhang mit dem Dieppe-Unternehmen am 19. August)
    • 10. Oktober: Ende derSinjawinsker Operation (Erste Ladoga-Schlacht) in einer Patt-Situation (Verluste Wehrm/RA etwa wie 1:2)
    • 13./14. Oktober: im so genanntenMisotscher Ghetto kommt es zu Massenerschießungen/-morden an polnischen Zivilisten (Judenverfolgung)
    • 18. Oktober: Nach dem nach der Haager Landkriegsordnung ungesetzlichenKommandobefehl Hitlers an die Wehrmacht wurden AngehörigealliierterKommandotrupps (engl.Commandos) unverzüglich ermordet oder demSicherheitsdienst der SS (SD) übergeben. Der Befehl wurde streng geheim gehalten und in der Regel befolgt.
    • 23. Oktober: der neue britische Befehlshaber in Afrika, FM Bernard Montgomery, startet mit derzweiten Schlacht von El Alamein zum Gegenangriff und erringt am 4. November den Sieg, nun beginnt der lange Rückzug derAchsenmächte nach Westen
    • 30. Oktober:
    • 8. bis 11. November:Operation Torch, britisch-amerikanische Truppen landen beiCasablanca (Marokko) sowieAlgier undOran (Algerien) und leiten somit den Zwei-Fronten-Krieg in Nordafrika ein, die deutsche Seite reagiert mit demUnternehmen Anton (s. u.): die Wehrmacht besetzt Südfrankreich undTunesien. DieTexas gibt dabei effektive Artillerieunterstützung.
    • 9. bis 12. November:Operation Hubertus: deutsche Sturmpioniere sollen im Kampf um die Stalingrader Industriekomplexe die Entscheidung bringen
    • 11. November: Besetzung von Südfrankreich
    • 13. November:
      • Tobruk ist wieder in britischer Hand
      • es kommt zu ersten Kampfhandlungen zwischen US-amerikanischen und deutschen Truppen
    • ab November: VorbereitungenHeeresgruppe Afrika – italienisch/deutscheKämpfe um Tunesien bis 13. Mai 1943
    • 19. – 23. November:Operation Uranus: Gegenoffensive der Roten Armee bei Stalingrad, dabei werden die rumänischen Linien im Norden und Süden durchbrochen, wenige Tage später vereinen sich diese beiden Stoßkeile beiKalatsch am Don, damit ist die 6. Armee in Stalingrad eingekesselt, GeneralPaulus fühlt sich an den Haltebefehl Hitlers gebunden und kann sich nicht dazu durchringen, den Befehl zum damals noch möglichen Ausbruch (Rückzug) zu geben
    • 22. November: der HilfskreuzerAtlantis unterKapt. B. Rogge wird durch den britischen Schweren KreuzerDevonshire zwischen Brasilien und Westafrika versenkt. Er konnte vorher 19 Handelsschiffe mit knapp 128.000 BRT versenken und drei Schiffe mit 18.253 BRT als Prisen aufbringen.
    • Seit November: Vergrabene Leichen im deutschenVernichtungslager Belzec wurden seither massenhaft exhumiert und zur Beseitigung von Spuren derShoah auf großen Rosten aus Eisenbahnschienen verbrannt.
    • 25. November bis 21. Dezember:Zweite Rschew-Sytschowka-Operation (Operation Mars;Teil der Kämpfe um Rschew)
    • 27. November:Selbstversenkung der Vichy-Flotte auf Anordnung der Admiralität desVichy-Regimes nach dem dt.Unternehmen Anton (Mittelmeerflotte imMarinehafen von Toulon)
    • 12. bis 23. Dezember:Unternehmen Wintergewitter: Entsatzangriff der 4. Panzerarmee unter General Hoth, der bis zu 60 Kilometer an die eingeschlossenen Truppen in Stalingrad heranführt, scheitert
    • In der „Aktion Zamość“ (27. November 1942 bis 15. August 1943) wurde von SS-/Polizeikommandos die Bevölkerung zusammengetrieben und in dasSammellager Zamość abtransportiert, 110.000 Polen wurden bis August 1943 aus 300 Dörfern von SS-, Polizei- und Wehrmachteinheiten vertrieben, mit 34 Ortschaften wurde vorgeblich wegen Widerstands- und Partisanentätigkeit ähnlich wie mitLidice verfahren, es folgten die militärischen Antipartisanenaktionen „Aktion Werwolf I/II“, eine Abteilung derpolnischen Heimatarmee und die 3. Kompanie „Grzmot“ derBauernbataillone (Bataliony Chłopskie), zusammen etwa 400 Mann, kämpften gegen die etwa 1900 Mann starken deutschen Sicherungstruppen, bei den deutschen Vergeltungsmaßnahmen für den Widerstand kamen 7000 Menschen ums Leben, am 30. Juni 1943 erklärte Himmler das gesamte „Generalgouvernement“ zumBandenkampfgebiet, Abbruch der Aktion durch O. Globocnik
    • 2. Dezember: erste kontrollierteKettenreaktion in den USA (Manhattan-Projekt)
    • 4. Dezember: amerikanische Bombardierung vonNeapel
    • 12. Dezember: der britische Zerstörer HMS Petard bringt am 30. Oktober 1942 im Mittelmeer das deutsche U-BootU 559 auf -> in der Folge gelingt erneut die Dechiffrierung des mit derEnigma-M4 verschlüsselten deutschen Funkverkehrs
    • 24. Dezember: imRaid auf Tazinskaja wird die Luftversorgung Stalingrads unterbrochen

    Kriegsereignisse 1942 in Asien und dem Pazifik

    1943

    Generalfeldmarschall F. Paulus geht in Stalingrad in Kriegsgefangenschaft, 31. Januar 1943
    Stichworte für das Kriegsjahr 1943 sind: Sowjetische Armeen erreichen den Sieg in Stalingrad – eine erste bedeutende deutsche Kapitulation. Im März erobern deutsche Truppen das Gebiet bis zum mittleren Donez zurück, aber nach mehreren sowjetischen Gegenoffensiven in den folgenden Monaten muss die Wehrmacht an der ganzen Ostfront den Rückzug antreten. Der militärisch unbedeutende Aufstand im Warschauer Ghetto wird ein bleibender moralischer Sieg der jüdischen Häftlinge. Die Atlantikschlacht geht für die deutschen U-Boote verloren. Alliierte Truppen landen in Sizilien. Italien verlässt das Bündnis mit Hitler. Der Ausbau desManhattan-Projekts wird inLos Alamos in New Mexico, USA, vorangetrieben. Die Lufthoheit der Alliierten in Europa wird immer erdrückender. Mit der Rückeroberung der Salomonen beginnt die amerikanische Taktik des Inselspringens im Pazifik.

    Kriegsereignisse 1943 in Europa und im Mittelmeerraum

    • 10. Januar: Beginn der sowjetischen Großoffensive „Operation Kolzo“ gegen die eingekesselte deutsche 6. Armee in Stalingrad
    • 11. Januar:Höfle-Telegramm mit Zahlenangaben über die jüdischen Opfer derVernichtungslager der Aktion Reinhardt im Jahr 1942
    • 12. bis 30. Januar: Beginn derOperation Iskra (2. Ladoga-Schlacht), dabei wird am 18.Schlüsselburg und damit ein schmaler Versorgungskorridor für das belagerteLeningrad zurückerobert
    • 13. bis 27. Januar:Operation Ostrogoschsk-Rossosch (Teiloperation derWoronesch-Charkiwer Operation), führt zur Zerschlagung der mit dem Deutschen Reich verbündetenungarischen 2. Armee und von Teilen deritalienischen 8. Armee.
    • 18. Januar: Besatzungstruppen unterF. v. Sammern, mindestens 1000 Mann, versuchen das erstmal die Gefangenen imWarschauer Ghetto inVernichtungslager zudeportieren und stoßen dabei auf organisierte massive und zunächst erfolgreiche Gegenwehr.
    • 21. Januar: Auf derCasablanca-Konferenz wird dieCombined Bomber Offensive beschlossen
    • 22. Januar: Hitler erlässt dasAdolf-Hitler-Panzerprogramm zur Vervierfachung der Panzerfahrzeugproduktion
    • 23. Januar: britische Einheiten besetzen Tripolis, im März und April werden die Achsenmächte schließlich im Brückenkopf Tunesien eingeschlossen (Tunesien-Feldzug), an derMareth-Linie wird noch Widerstand geleistet, Einsatz von Regimentern derStrafdivision 999
    • 26. Januar: die Alliierten rufen auf derCasablanca-Konferenz als Ziel die Forderung der „Bedingungslosen Kapitulation“ der Achsenmächte aus
    • 29. Januar:Militärgerichtsbarkeit – Für Fälle derWehrkraftzersetzung erhielt durch die Verordnung vom 29. Januar 1943 (RGBl. I S. 76) derVolksgerichtshof grundsätzlich die Zuständigkeit für Fälle „öffentlicher Zersetzung“ sowie auf Antrag auch Fälle „vorsätzlicher Wehrdienstentziehung“ (§ 5 Absatz 1 Nr. 1 und 3 der Kriegssonderstrafrechtsverordnung. Das hob die Zuständigkeit derKriegsgerichte bzw. desReichskriegsgerichts auf).
    • 31. Januar: ImSchlacht -/ Kessel von Stalingrad drangen morgens Truppen der Roten Armee in dasKaufhaus „Univermag“ ein, in dessen Keller sich dasHauptquartier der 6. Armee befand. Nach weiteren Angriffen der sowj. Truppen gab die71. Infanterie-Division im Südkessel auf (Gen. F. Roske). GFF. Paulus wurde nach der Übergabe gefangen genommen. Am gleichen Tag kapitulierte auch der Mittelkessel (Gen. W. Heitz).
    • Februar bis April:Operation Winterzauber, ein Massenmord durch SS-Kräfte im Rahmen der vorgeblichen Partisanenbekämpfung im Norden Weißrusslands und dem Westen Russlands
    • 2. Februar: Letzte isolierte Einheiten kapitulieren. Paulus, noch am 30. zumGeneralfeldmarschall befördert, bleibt angesichts der aussichtslosen Lage nur die Möglichkeit derKapitulation, worauf knapp 100.000 Soldaten in Gefangenschaft geraten. Von ihnen werden nur etwa 6.000 nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehren. Die Todeszahlen sind auf beiden Seiten um ein Vielfaches höher, die Schlacht von Stalingrad markiert auch einen psychologischen Wendepunkt im Krieg.
    • 16. Februar: die StadtCharkow wird von Truppen der Wehrmacht undWaffen-SS gegen den Befehl Hitlers aufgegeben, um einer drohenden Einkesselung zu entgehen
    • 18. Februar: NS-PropagandaministerJoseph Goebbels fordert in derSportpalastrede den „totalen Krieg
    • 21. Februar: eine deutsche Gegenoffensive beginnt („dritte Schlacht um Charkow“), bis zum 5. März wird das Gebiet bis zum mittlerenDonez zurückerobert; dabei erhebliche Geländegewinne und wieder eine geschlossene Front hergestellt, der im Frühjahr 1943 potentiell bevorstehende Zusammenbruch der Ostfront wird so verhindert, bis zum 14. März wird Charkow durch Truppen der Waffen-SS zurückerobert
    • 22. Februar:Sophie (1921–1943) undHans Scholl (1918–1943) sowie ihr FreundChristoph Probst werden als Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet
    • 27. Februar: Beginn desRosenstraße-Protests von Frauen gegen dieDeportation von Juden aus Berlin
    • 5. März: mit einem Luftangriff aufEssen beginnt die fünfmonatigeBattle of the Ruhr
    • 8. März: Abfahrt des alliiertenGeleitzuges HX 229 aus New York, der bis zu seinem Zielhafen Liverpool die meisten Verluste allerHX-Geleitzüge erlitt.
    • 13. März: Attentat auf Hitler auf dem Rückflug von Smolensk bei OBGünther von Kluge scheitert. Beteiligt warenHenning von Tresckow undFabian von Schlabrendorff
    • 22. März: im weißrussischen DorfChatyn werden 152 Personen (darunter 76 Kinder) von derSS-Sondereinheit Dirlewanger ermordet und das Dorf zerstört, in Chatyn steht heute dieGedenkstätte der Republik Belarus stellvertretend für 185 weitere mit ihren Bewohnern niedergebrannte Dörfer dieser damaligen Teilrepublik
    • 27. März: Beim erfolgreichenAnschlag auf das Einwohnermeldeamt Amsterdam wurden Einwohner-Unterlagen zerstört um die Verfolgungsmaßnahmen der Gestapo in der Stadt zu erschweren
    • 1. April: BeiBombenabwürfen der Alliierten auf die Schweiz starben in den Jahren 1939 bis 1945 insgesamt 84 Menschen. Bei der versehentlichen Bombardierung der auf deutschen Druck hinverdunkelten StadtSchaffhausen kamen an diesem Tag davon 40 Menschen ums Leben und 270 wurden zum Teil schwer verletzt. Seit Oktober 1943 nahm die Schweizer Luftwaffe ihre seit Juni 1940 auf deutschen Druck hin eingestellten Abfangmassnahmen wieder auf und versuchte, alliierte Bomber zur Landung in der Schweiz zu zwingen.
    • 19. April:Aufstand im Warschauer Ghetto: die verbliebenen Ghettobewohner sollen in Vernichtungslager, die meisten nachTreblinka, verschleppt werden, die Jüdische Kampforganisation (polnischŻydowska Organizacja Bojowa oder ŻOB beziehungsweise ZOB) wehrt sich im mehrere Wochen dauernden Aufstand im Ghetto. Der Aufstand wird bis zum 16. Mai von der SS unter Jürgen Stroop blutig niedergeschlagen, später gab es noch einKZ in Warschau auf diesem Gelände
    • 13. Mai: Kapitulation der deutschen Truppen inTunesien
    • 15. Mai: Operation desXXXXVII. Panzerkorps imUnternehmen Zigeunerbaron gegen Partisanen beiBrjansk
    • Mai: dieAtlantikschlacht ist für die deutschen U-Boote verloren
    • 2. Juni: Rund 600 deutsche Flugzeuge versuchen beimUnternehmen Carmen den sowjetischenEisenbahnknotenKursk auszuschalten
    • 11. bzw. 13. Juni: Die Garnisonen der InselnPantelleria undLampedusa kapitulierten nach einer Serie von Bombardierungen (Operation Corkscrew; mit Mussolinis Zustimmung wegen Wassermangels) kampflos gegenüber brit. Truppen.
    • 5. bis 16. Juli: dasUnternehmen Zitadelle soll den sog. Frontbalkon beiKursk ausräumen und große Teile der Roten Armee einkesseln und vernichten. Die Operation gipfelt in der größtenPanzerschlacht der Geschichte; der von der Roten Armee vorausgesehene Angriff bleibt stecken
    • 10. Juli:Operation Husky, Landung der Alliierten aufSizilien
    • 12. Juli bis 18. August: sowjetische Gegenoffensive beiOrjol (Orjoler Operation) mit dem Ziel, Teile derHeeresgruppe Mitte einzukesseln
    • 12. Juli: Gründung desNationalkomitee Freies Deutschland
    • 19. Juli:Rom/Feltre: NachLuftangriffen auf Genua, Turin und Mailand durch die brit. Luftwaffe kam es zum ersten Angriff des Kriegs aufRom, an dem über 500 US-Bomber beteiligt waren. Italiens DiktatorMussolini erfährt davon bei Besprechungen mit Hitler in Feltre (Venetien).
    • 22. Juli: die sizilianische RegionalhauptstadtPalermo wird von den Alliierten besetzt
    • 24./25. Juli: Beginn massiver Luftangriffe auf Hamburg (vor allem von jeweils über 700 RAF-Bombern, auch 2 Angriffe von US-Bombern; Tarnname in der Planungsphase warOperation Gomorrha; Dauer bis zum 3. August; im Schnitt erfolgte jede zweite Nacht ein Großangriff.) Mind. 35.000 Menschen, fast nur Zivilisten, sterben.
    • 25. Juli: derGroße Faschistische Rat wirft seinem Führer Mussolini Versagen vor, der „Duce“ wird daraufhin auf Befehl des italienischenKönigs Viktor Emanuel III. verhaftet. Als neuer Ministerpräsident wirdPietro Badoglio eingesetzt
    • ab Juli: Internierung von ca. 20.000 italienischen Militärangehörigen in derSchweiz, welche über die Grenze im Tessin fliehen
    • 1. August:Operation Tidal Wave: bei einem Luftangriff auf die Ölfelder vonPloiești (Rumänien) werden 53 von 177 eingesetzten US-Bombern abgeschossen
    • 3. AugustOperation Schienenkrieg Schlag gegen das deutsche Schienennetz
    • 3. bis 23. August: dieBelgorod-Charkower Operation (Schlacht am Kursker Bogen) führt zur endgültigen Rückeroberung Charkows
    • 7. August bis 2. Oktober:Smolensker Operation (auch Operation Suworow)
    • 10. bis 17. August:Unternehmen Lehrgang, Räumung Siziliens nach der erfolgreichen Landung der Alliierten (Operation Husky) über die Seestraße von Messina aufs Festland. Insgesamt wurden über 100.000 Soldaten, ca. 10.000 Fahrzeuge Material etc. evakuiert.
    • 14. August:Rom wird wiederholt zur offenen Stadt erklärt. (Anfang Juni 1944 erklärte FMKesselring Rom zur „offenen Stadt“ und zog bis auf eine Nachhut alle Truppen ab.)
    • August/September: Beginn derOperation Barclay, Täuschungsmanöver mit einer fiktiven britischen 12. Armee, die überwiegend inÄgypten stationiert sei durch fingierten Funkverkehr und regelmäßige Übungen. Der deutsche Gegner sollte vom Ziel der nächsten Invasion abgelenkt werden.
    • 16. August bis 22. September: dieDonezbecken-Operation führt zur Rückeroberung des wirtschaftlich bedeutendenDonezbeckens
    • 17. August:
    • 18. August:Operation Hydra, Luftangriff derRoyal Air Force auf dieRaketen-Versuchsanstalt Peenemünde
    • 26. August bis 20. Dezember: dieSchlacht am Dnepr führt u. a. zur RückeroberungKiews
    • nach mehreren sowjetischen Gegenoffensiven muss die Wehrmacht an der ganzen Front den Rückzug antreten
    • 3. September:
    • 8. September: nach dem Waffenstillstand Italiens mit den Alliierten wird von der deutschen Wehrmacht der Plan zumFall Achse umgesetzt, in dem alle italienischen Truppenverbände entwaffnet werden undRom besetzt wird (September 1943 bis Juni 1944, s. u.). In deren Folge kam es u. a. zumMassaker in den Ardeatinischen Höhlen bei Rom.
    • 9. September:Operation Avalanche: Landung der5. US-Armee im Golf vonSalerno
    • Die Wehrmacht besetzt die noch nicht von den Alliierten befreiten Teile Italiens einschließlich der HauptstadtRom (nicht desVatikanstaates)
    • 12. September: imUnternehmen Eiche gelingt es deutschen Fallschirmjägern,Mussolini aus der italienischen Gefangenschaft amGran Sasso in den Abruzzen zu befreien. Mussolini wird zunächst nachOstpreußen, dann nachSchloss Hirschberg gebracht, um wenig später eine Marionetten-Regierung in Norditalien zu leiten (Republik von Salò) und damit nur noch scheinbar den Kampf Italiens als deutscher Verbündeter fortzusetzen
    • 21./22. September:Massaker auf Kefalonia: nachdem sich die auf der griechischen InselKefalonia stationierten italienischen Soldaten ihrer Entwaffnung widersetzen, werden zwischen dem 18. und 23. September etwa 5000 gefangengenommene Italiener von deutschen Gebirgsjägertruppen erschossen (Kriegsverbrechen)
    • 23. September (bis zum 25. April 1945): Die vom NS-Staat abhängigeItalienische Sozialrepublik (auch italienisch Repubblica Sociale Italiana – RSI, Republik von Salò). Regierungssitz warSalò am Gardasee bzw. ab 1944Mailand mit dem pro forma-Staatschef B. Mussolini.
    • 27. September: Beginn des als dieVier Tage von Neapel bezeichneten Aufstands der Zivilbevölkerung bis zum 30. September, in dem sie sich selbst von der Besatzung deutsche Truppen kurz vor den heranrückenden alliierten Truppen befreite.
    • 29. September: ein zweiter alliierter-italienischerWaffenstillstand von Malta wird an Bord derNelson von den GenerälenDwight D. Eisenhower undPietro Badoglio unterzeichnet, auch ital.Armistizio lungo. Er erweiterte den vom 3. September.
    • Die Täuschungs-Operation Fortitude (North/South) beginnt (getrennt für Norwegen und die Kanalküste mitGeneral Patton als alliiertemOB) der Schattenarmee ab Herbst 1943 bis hin zur Scheininvasion amPas de Calais am 5. Juni 1944
    • 1. Oktober: Einnahme vonNeapel (5. US-Armee)
      • danach: Rückzug der deutschen Truppen bis auf dieGustavlinie, ungefähr 100 Kilometer südlich von Rom, über die Volturno-, Barbara- und Bernhardt-Line
    • 5. Oktober: ganzKorsika ist befreit (ab 11. November 1942 gab es zunächst eine italienische und später auch deutsche Besatzung), damit war die Befreiung Europas vom Süden her an das Festland Frankreichs herangerückt
    • 13. Oktober: Kriegserklärung Italiens – dieRegierung Badoglio erklärt, als eine damit erfüllte Waffenstillstandsbedingung, dem Deutschen Reichden Krieg, an der Seite der offiziellen italienischen Verbände operiert eine kampfstarkePartisanenarmee von 256.000 Frauen und Männern, die 1944 mit ihren Kampfhandlungen etwa zehn Wehrmacht-Divisionen binden
    • 16. Oktober: deutsche Truppen (Beteiligung der Wehrmacht fragl.? Unter dem Kommando vonTheodor Dannecker) nehmen in einer Razzia über 1000 jüdische Bewohner von Rom gefangen und deportieren sie am 18. in dasKonzentrationslager Auschwitz-Birkenau (Nur 16 dieser 1023 italienischen gefangenen Juden werden das Kriegsende erleben)
    • 26. Oktober: derShetland Bus, statt mit Fischerbooten fahren erstmals die drei umgebauten amerikanischen U-Boot-Jäger Hessa, Hitra und Vigra unter norwegischem Kommando die Route
    • 30. Oktober: die Außenminister der drei führenden Alliierten beschließen dieMoskauer Deklaration über die Grundlagen ihrer weiteren Zusammenarbeit
    • 18. November: britische Luftverbände bombardierenLund in Schweden
    • ab 18. November: die abschließendenLuftangriffe auf Berlin beginnen
    • Dezember 1943 bis Juli/August 1944: Einrichtung derAbwehrstelle Arras (kurz Abwehr Arras oder Ast Arras, auch 430) der militärischen deutschen Abwehr in Arras, Département Pas-de-Calais, zur Sicherung derV1-Flugbomben-Abschuss-Stellen und zum Begleitschutz der Flugkörperteile dorthin (V1 = Fieseler Fi 103;s.a.:Vergeltungswaffe)
    • Im Dezember überträgt US-Präsident Roosevelt GeneralEisenhower das Amt desSupreme Allied Commander in Europe (dt. etwa OB Europa),SHAEF. Er bezogThatched House Lodge imRichmond Park als Quartier südwestlich von London für die Zeit bis Mai 1945. Das HQ steht ab März 1944 nahe imCamp Griffiss imBushy Park.
    • 6. Dezember: Genehmigung derOperation Bodyguard, einemAblenkungsmanöver der Alliierten vor der für 1944geplanten Invasion in Frankreich. Mit der Geheimdienstoperation gelang es, das deutsche Oberkommando über Zeit und Ort der Invasion in die Irre führen. Der Plan umfasste mehrere Operationen und gipfelte in der taktischen Überraschung der Deutschen über den Termin derLandung in der Normandie am 6. Juni 1944. Er verzögerte das Hinzuziehen deutscher Verstärkungen in diese Region um mehrere Wochen.
    • 20. bis 28. Dezember:Schlacht um Ortona, auch „Italienisches Stalingrad“ genannt, um den für den Nachschub wichtigenTiefwasserhafen an der Ostküste (deutsches Fallschirmjägerreg. 3 der 1. Division und kanadische 1. Infanteriedivision)
    • ab 24. Dezember:Dnepr-Karpaten-Operation der Roten Armee (bis 17. April 1944)

    Kriegsereignisse 1943 in Asien und dem Pazifik

    Pazifikkrieg 1937–1942

    1944

    Das Kriegsjahr 1944 ist vor allem durch wichtige Erfolge der Alliierten gekennzeichnet: Im Januar wird der Belagerungsring um Leningrad aufgebrochen. Im Westen gelingt die Invasion in die Normandie; Paris wird befreit. Im Osten gelingt es der Roten Armee die Heeresgruppen Mitte und Süd entscheidend zurückzuwerfen. Erst in Ostpreußen kommt die Offensive im Oktober vorübergehend zum Stehen. In Italien gelangen die Alliierten bis nördlich einer Linie Rimini-Rom voran. Allein in Asien führt eine japanische Offensive in China zu einer Landverbindung nach Indochina und damit zu einem Teilerfolg der Achsenmächte. Aber im Oktober gelingen dieRückeroberung der Philippinen und die Vernichtung der kaiserlich japanischen Marine.
    (Für dieses Jahr wurde eine zusätzliche Unterteilung für die Kriegsschauplätze in Ost- und Westeuropa vorgenommen).

    Kriegsereignisse 1944 in Osteuropa

    • 14. Januar: Beginn des erfolgreichen sowjetischen Angriffs auf den deutschenBelagerungsring um Leningrad, dieLeningrad-Nowgoroder Operation, (bis zum 1. März; Unteroperationen: Krasnoseljsk – Ropschaer, Nowgorod – Lugaer, Kingissepp – Gdower und die Staraja Russa – Noworschewer Operation)
      • die Sowjetunion setzt nach: ihre Frühjahrsoffensive bringt weitere Gebietsgewinne und die Wehrmacht zieht sich bis zumPeipussee zurück
    • 7. – 27. Februar: eine Serie sowjetischer Luftangriffe aufHelsinki mit über 2000 Bombern (6./7., 16./17., 26./27. Febr.). Sie wurden mit Angriffen auf Flugplätzen bei Leningrad beantwortet.
    • 22. Februar: sowjetische Bombardierung vonStockholm (ca. 30 Bomben, Grund blieb unbekannt)
    • 2. März:Kugel-Erlass des OKW, Geheimbefehl zur Erschießung (Kriegsverbrechen) von aus deutschenKriegsgefangenenlagern (Stalag,Oflag) entwichenen Offizieren durch den SD/SS (nicht generell bei wiederergriffenen Offizieren derbritischen undamerikanischen Streitkräfte)
    • Im März: Beginn der bis Sommer 1944 anhaltendenHeu-Aktion. Dabei wurden 30.000 bis 50.000 zehn- bis fünfzehnjährige Kinder aus Osteuropa nach Deutschland verschleppt, um als Zwangsarbeiter eingesetzt zu werden.
    • 12. bis 19. März: imWehrmacht-Konzentrationslager Osaritschi für 40.000 so genannte arbeitsunfähige Zivilisten (südlich der weißrussischen StadtBobrujsk) werden unter Beteiligung des Sonderkommandos 7a derEinsatzgruppe B durch die9. Armee in nur einer Woche mindestens 9000 Menschen ermordet. Nicht nur auf dem Transport, sondern auch nach erfolgter Internierung schossen dieWachmannschaften der 35. Infanterie-Division oft beim geringsten Anlass oder ganz ohne Grund, auch auf Kinder. Nach weißrussischen Quellen kann es dort insgesamt 20.000 Todesopfer gegeben haben.
    • 19. März:Unternehmen Margarethe, Besetzung des bis dahin verbündetenUngarns durch deutsche Truppen
    • 8. April: Beginn derSchlacht um die Krim
    • 25. April: Beginn derBraunschweig Offensive der SS-Verbände inKroatien
    • 12. Mai:
    • 9. Juni: die Offensive an der finnischen Front auf derKarelischen Landenge, dieWyborg-Petrosawodsker Operation, beginnt (bis 9. August), Ende Juni kommt dieser Angriff auf Höhe der alten Grenze von 1940 zum Halt
    • 22. Juni:Operation Bagration, auch Großoffensive im RaumWitebsk-Orscha – Beginn der Zerschlagung derHeeresgruppe Mitte, wodurch die Rote Armee bis kurz vorWarschau und Ostpreußen gelangt, am 3. Juli wirdMinsk von der sowjetischen Armee zurückerobert, 100.000 deutsche Soldaten geraten in Gefangenschaft
    • 25. Juni:Schlacht von Tali-Ihantala zwischen Streitkräften der Sowjetunion und den von Deutschland unterstütztenfinnischen Truppen
    • 26. Juni:Ryti-Ribbentrop-Einverständniserklärung, Militärbündnis zwischen der Republik Finnland und dem Deutschen Reich
    • 3. Juli: Die Rote Armee erobertMinsk zurück.
    • 13. Juli 1944 bis 29. August: Offensive der1. Ukrainischen Front der Roten Armee:Lwiw-Sandomierz-Operation, bestehend aus drei Unteroperationen:Lwiwer, dieStanislawower und dieSandomierzer Operation; wichtigste Resultate waren die Zerschlagung großer Truppenteile derHeeresgruppe Süd im Kessel vonBrody, die Eroberung der westlichenUkraine und der südöstlichen Gebiete Polens, dieWeichsel wird erreicht
    • 17. Juli: 57.000 deutscheKriegsgefangene werden durch Moskau in die Gefangenschaft geführt.
    • 23. Juli: DasKZ Majdanek (in Vorort vonLublin) wird als erstes der deutschen Vernichtungslager durch alliierte Truppen, hier der Roten Armee, befreit, es folgen international beachtete Presseberichte.
    • 24. Juli: Rückzug der deutschen Truppen aus demNarva-Brückenkopf
    • Anfang August: Bildung eines sowj. Brückenkopfs an der Weichsel beiSandomir
    • 1. August: DerWarschauer Aufstand derPolnischen Heimatarmee beginnt, am 2. Oktober, nach 64 Tagen – ohne Unterstützung durch die sowjetische Armee – kapituliert das Oberkommando derPolnischen Heimatarmee.
    • 5. August:
      • Ein alliierter Luftangriff aufMagdeburg tötet 683 Menschen.
      • Im Schwarzen Meer versenkt das sowjetische U-BootSC-215 dasMS Mefküre, die über dreihundert jüdische Flüchtlinge an Bord hat. Das Schiff fuhr untertürkischer Registrierung und führte dieneutralen Fahnen derRepublik Türkei sowie desRoten Kreuzes. Es fuhr im Konvoi mit den SchiffenBulbul undMorina, von denen jedes mit über 300 Passagieren unterwegs war. Es gab elf Überlebende.
    • 16. bis 20. August: ImUnternehmen Doppelkopf gelingt es der deutschen 3. Panzerarmee, die Landverbindung zwischen den Heeresgruppen Mitte und Nord zeitweilig wiederherzustellen
    • 18. August: Die Rote Armee erreicht die GrenzeOstpreußens.
    • 20. August:Operation Jassy-Kischinew: die2. und3. Ukrainische Front der Roten Armee beginnen mit etwa 900.000 Soldaten eine Sommeroffensive gegen dieHeeresgruppe Südukraine in Rumänien.
    • 23. August:König Michael von Rumänien erklärt einen Waffenstillstand mit der Sowjetunion (Königlicher Staatsstreich in Rumänien 1944), wenig später tritt Rumänien in den Krieg gegen Deutschland ein, nachdem die Luftwaffe am 23. und 24.Bukarest bombardiert hat, dieser Frontwechsel war bereits mehrere Monate zuvor in Verhandlungen mit den alliierten Mächten geplant worden. Die Sowjetunion besetzt das Land.
    • Rückzug der deutschen Wehrmacht aus Griechenland
    • 26./27. August: ersterBombenangriff auf Königsberg durch britische Bomber
    • 29./30. August: Beim zweiten Nachtangriff aufKönigsberg wird die Innenstadt fast vollständig zerstört.
    • 29. August: DerSlowakische Nationalaufstand bricht aus. Am 27. Oktober wird er blutig niedergeschlagen.
    • 2. September:Finnland verlangt von Deutschland die Räumung seines Territoriums, Beginn des so genannteLapplandkriegs am 19. September. Finnland wurde imWaffenstillstand mit Moskau verpflichtet, die bisher verbündeten deutschen Truppen mit militärischen Mitteln innerhalb von 14 Tagen zu vertreiben. Da diese Frist nicht eingehalten werden konnte, entstand ein Scheinkrieg. Durch ein Feuer, ausgelöst durch die Explosion eines Munitionszuges, brannte dabei die StadtRovaniemi restlos nieder. Die Kampfhandlungen zogen sich bis zum Frühling 1945 hin. Die deutschen Truppen zogen sich dabei nach Norden zurück, um nach Norwegen zu entkommen. Der letzte besetzte Ort Finnlands war am 27. April geräumt, das Dorf Kilpisjärvi.
    • 3. September: Die 20. Gebirgsarmee leitet dasUnternehmen Birke, die Absetzbewegung in Finnland, ein
    • 5. September: Die Rote Armee nimmtBulgarien ein; Bulgarien erklärt Deutschland den Krieg, dem folgt am 9. September dort ein kommunistischer Staatsstreich.
    • 14./15. September: Die Wehrmacht versucht imUnternehmen Tanne Ost vergeblich, die finnische InselHogland zu besetzen.
    • 16. September bis 24. November: In derBaltischen Operation der Roten Armee gerät das Baltikum wieder weitgehend unter die Kontrolle der Sowjetunion, die deutsche Heeresgruppe Nord wird imKurland-Kessel abgeschnitten und muss über die Ostsee versorgt werden.
    • 19. September: Finnland muss im Waffenstillstand das Gebiet vonPetsamo an die Sowjetunion abtreten.
    • 1. Oktober: Truppen der Roten Armee betreten zum ersten Mal jugoslawisches Gebiet.
    • 2. Oktober: DerWarschauer Aufstand endet mit derKapitulation derPolnischen Heimatarmee, die sich der Londoner Exilregierung unterordnete, und der fast völligen Zerstörung der Stadt durch die Deutschen
    • 6. Oktober: Beginn derDebrecener Operation der verbündeten sowjetischen und rumänischen Truppen gegen die deutsch-ungarischeHeeresgruppe Süd
    • 7. Oktober: Im deutschenKZ Auschwitz-Birkenau findet ein Aufstand des jüdischenSonderkommandos (die Häftlinge, die dieGaskammern und Krematorien bedienen mussten) statt, weibliche Gefangene hatten Sprengstoff von ihrer Zwangsarbeit in einer Waffenfabrik her eingeschmuggelt und das Krematorium IV wurde damit teilweise zerstört.
    • 10. Oktober: Die Rote Armee erreicht die deutsche Grenze inOstpreußen.
    • 7. bis 29. Oktober: in derPetsamo-Kirkenes-Operation erobert die Rote Armee die deutschen Stützpunkte in Nordfinnland.
    • 13. Oktober:
    • 15. Oktober:
    • 19. Oktober: Die von Adolf Hitler befohleneZerstörung Warschaus beginnt.
    • 20. Oktober: Sowjetische Einheiten und jugoslawischePartisanen unterJosip Broz Tito erobern im Zuge derBelgrader Operation die HauptstadtBelgrad.
    • 21. Oktober:Massaker von Nemmersdorf: DieRote Armee erobert für wenige Stunden das Dorf Nemmersdorf und erschießt dort mindestens 23 Zivilpersonen, in der Mehrzahl Frauen und Kinder, dies gilt als das erste dokumentierteVerbrechen der Roten Armee auf deutschem Boden.
    • 24. November: Das unbewaffnete schwedische PassagierschiffHansa wird in der Ostsee vor der InselGotland ohne Vorwarnung von einem sowjetischen U-Boot versenkt, 84 Zivilisten sterben
    • 25. Dezember:Schlacht um Budapest, es ist vollständig von der Roten Armee eingeschlossen
    Fototitel:Into the Jaws of Death amD-Day, die Landung in der Normandie

    Kriegsereignisse 1944 in Westeuropa

    Hauptartikel:Deutsche Westfront 1944/1945
    Siehe auch:Situation der deutschen Streitkräfte in der Normandie im Jahr 1944
    • Januar: In Irland findet das erste großangelegte Übungsmanöver (Duck) für dieOperation-Neptune-Invasion statt.
    • 1. Januar: GeneralfeldmarschallErwin Rommel wird neuer Oberbefehlshaber derHeeresgruppe B.
    • 2. Januar: schwerer Luftangriff der britischen Luftwaffe aufBerlin
    • 21./22. Januar: Beginn desUnternehmens Steinbock derLuftwaffe, das bis zum 29. Mai wieder eine Verschärfung der Luftangriffe auf London und andere englische Städte zur Folge hat (s. u.)
    • 22. Januar:Schlacht von Anzio (englisch Operation Shingle): Alliierte Verbände landen in Italien südlich von Rom überraschend im Rücken der deutschen Frontlinie und bilden dort einenBrückenkopf
    • Januar: Der Ausbau vonLajes Field auf der Azoren-Insel Terceira ist abgeschlossen. Wichtiger Flugzeug-Nachschubweg der USA im Atlantik (Nutzung seit 2. Dezember 1943).
    • 30. Januar bis 8. Februar: Bei derKonferenz von Brazzaville trafen sichDe Gaulle und weitere Vertreter desFrance Libre mit 20 Gouverneuren aus den afrikanischenKolonien Frankreichs. In derDeklaration von Brazzaville wurden u. a. die Ziele formuliert: parlamentarische Beteiligung, den öffentlichen Dienst für dieindigene Bevölkerung zu öffnen, Abschaffung der Zwangsarbeit.
    • 8. Februar: Die alliierten Planungen zurOperation Overlord, der Landung in Nordfrankreich, sind abgeschlossen
    • 13. Februar: In der Bucht vonHustadvika wird derHurtigruten-PassagierdampferIrma durch zwei Motortorpedoboote dernorwegischen Marine versenkt; 61 Menschen sterben.
    • 15. Februar:Schlacht um Monte Cassino um dasBergkloster Monte Cassino – Schlussoffensive 11. bis 18. Mai
    • 22. Februar: Bombardement der niederländischen StadtNimwegen durch amerikanische Flugzeuge; etwa 800 Todesopfer, der Angriff hatte die deutsche StadtKleve zum Ziel
    • 18. März: Bei einem Luftangriff der Alliierten aufInnenstadt von Frankfurt am Main brennt u. a. diePaulskirche aus
    • 22. März: Ein weiterer schwererBombenangriff auf Frankfurt am Main löscht die historischeAltstadt aus; unter anderem wird dieKatharinenkirche zerstört, 1001 Menschen sterben.
    • 24. März: auf Befehl des SS-Polizeichefs vonRom H. Kappler ermorden 80 bis 90 SS-Männer beimMassaker in den Ardeatinischen Höhlen 335 Geiseln (322 der Opfer konnten identifiziert werden, als Täter werden u. a. 1947/48 Generalfeldmarschall Kesselring, SS-Obersturmbannführer Kappler, Generalleutnant Mälzer und Generaloberst Eberhard von Mackensen wegen Geiselerschießungen verurteilt)
    • 26./27. März: Massaker auf demPlateau des Glières in den Savoier Alpen nordöstlich vonAnnecy undThônes – nach Kämpfen seit Januar – durch Verbände der157. Reserve-Gebirgsdivision, und der französischen Vichy-Miliz.
    • 1. April: US-Flugzeuge bombardieren unabsichtlich die StadtSchaffhausen in derSchweiz.
    • 2. April: BeimMassaker von Ascq werden durch Angehörige der 12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“ 86 Zivilisten ermordet.
    • 27./28. April: Ca. 1000 alliierte Tote bei einer Landungsübung inDevon,Exercise Tiger, durchfriendly fire und einem deutschen Schnellbootangriff aus Cherbourg darauf. (DasSlapton Sands-Memorial erinnert daran. Die Übung liefert wichtige Informationen zur Vorbereitung der Landung vier Wochen später.)
    • 12. Mai: In Italien beginnt der Vorstoß alliierter Truppen auf Rom.
    • 12. Mai: Beginn derAlliierten Luftoffensive auf die deutsche Treibstoffindustrie
    • 18. Mai: Das 2. polnische Korps unter Führung von GeneralWładysław Anders nimmt nach massiven alliierten Verlusten den Monte Cassino ein. Direkt danach beginnt der weitere Vormarsch auf dasnoch besetzte Rom (Kesselring).
    • 25. Mai: Die alliierten Kräfte vereinen ihre beiden Fronten in Italien und drängen die deutschen Truppen auf die „Grüne Linie“ zwischenLa Spezia undRimini zurück.
    • 21. Januar bis 29. Mai:Unternehmen Steinbock, die Bombardierung Londons und englischer Häfen (von den Briten im Nachhinein auch alsBaby Blitz bezeichnet), wird nach Verlustquoten bis 10 Prozent eingestellt.
    • 4. Juni: Das besetzteRom wird widerstandslos verlassen/befreit. GeneralfeldmarschallAlbert Kesselring, Oberbefehlshaber der deutschen 10. Armee in Italien, lehnt es ab, in der „ewigen Stadt“ zu kämpfen. Er erklärt es zur offenen Stadt. Zieht bis auf eine Nachhut seine Truppen ab. Truppen der5. US-Armee können kampflos die Stadt einnehmen.
    • 5. Juni: DieLuftlandeoperation Tonga gehört zur Vorbereitung der Invasion in Nordfrankreich, u. a. Einnahme der für Nachschub wichtigenPegasusbrücke (bis 1944 Bénouville-Brücke) und derHorsabrücke südlich vom Strandabschnitt Sword bei Ranville/Caen
    • 6. Juni:D-Day für dieOperation Overlord (Deckname für die alliierte Befreiung Nordfrankreichs), die westlichen Alliierten landen in derNormandie (die Landung selbst verläuft unter dem CodenamenOperation Neptune) und errichten einen schnell ausgeweiteten Brückenkopf, um den in den nächsten Wochen erbittert gekämpft wird, die Operation fußt auf ab 1941 ausgearbeiteten Invasionsplänen, die ab 1943 durch den britischen GeneralFrederick E. Morgan in konkreter Form erarbeitet worden waren.
    • 8. bis 15. Juni:Schlacht um Carentan zur Verbindung der amerikanischen BrückenköpfeUtah Beach undOmaha Beach
    • die Kämpfe im britisch-kanadischen Sektor (Sword – (GB),Juno – (Ca),Gold Beach (GB)) sind alsSchlacht um Caen bekannt oder englisch
      • Battle for Caen; einzelne Operationsnamen im Zusammenhang damit (Juni–Aug. 1944) sind: die Operation Perch (9. bis 14. Juni, s. u.); Epsom (25. bis 30. Juni), Windsor (4. bis 5. Juli), Charnwood (7. bis 9. Juli), Jupiter (10. bis 11. Juli), Goodwood (18. bis 20. Juli), Spring (25. bis 27. Juli), Bluecoat (30. Juli bis 7. August), das deutsche Unternehmen Lüttich (Gegenangriff, 6. bis 8. August), Totalize (7. bis 10. August), Tractable (14. bis 15. August) und die Schlusskämpfe in der Falaise Pocket, dem Kessel von Falaise (16. bis 20. August, s. u.).
    • 9. Juni: Résistance-Kämpfer riegeln ein Gebiet beiGrenoble östlich derRhone ab, das ab 3. Juli als erstebefreite Zone innerhalb Frankreichs gilt – (Partisanen-)République du Vercors. Von der Wehrmacht ab 21. Juli zurückerobert (Aktion Bettina, siehe dort).
    • 10. Juni:
      • Massaker von Oradour inOradour-sur-Glane bei Limoges, die 3. Kompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 4 „Der Führer“ ermordet fast alle Einwohner (642 Personen) des Dorfes, angeblich als Repressalie, und zerstört die ganze Ortschaft
      • Massaker von Distomo (218 Opfer der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division) bei Delphi, Griechenland
    • 12. Juni: Die deutsche Luftwaffe beschießt erstmals London mitV-1-Raketen (Fi 103).
    • 13. Juni: Bei demPanzergefecht bei Villers-Bocage kam es zu Verlusten der im Rahmen derOperation Perch vorrückenden britischen Panzerstreitkräften und angreifendenTiger-Panzern der SS.
    • 17. Juni:
      • Beginn derSchlacht um Cherbourg durch Luftangriffe und Beschießung der Stadt und der Festung. Am 21. beginnt dieTexas mit der Artillerieunterstützung.
      • Das seit 10. Mai 1940 von britischen bzw. seit 1941 von U.S.-amerikanischen Truppen besetzte dänische GebietIsland erklärt sich zur selbständigen Demokratischen Republik (isländischLýðveldið Ísland). Dänemark steht zu diesem Zeitpunkt noch unterdeutscher Besatzung.
    • 25. Juni: Opération Zebra, zur Unterstützung derRésistance intérieure française mit Waffen fliegen die Alliierten von Italien aus tagsüber mit ca. 200 Bombern Fallschirm-Container mit Waffen zu vier Stützpunkten des Maquis. Ähnlich wieder am 14. Juli.
    • 26. Juni: Einnahme desHafens Cherbourg nach einer deutschen Teilkapitulation
    • 19. Juli:Caen wird vollständig von den Alliierten eingenommen – siehe oben ab 8. JuniSchlacht um Caen
    • 20. Juli: DasAttentat des 20. Juli durchClaus Graf Schenk von Stauffenberg auf Hitler und der damit verbundene Militär-Putsch („Unternehmen Walküre“) misslingen vollständig (Attentat auf Hitler im HauptquartierWolfsschanze beiRastenburg in Ostpreußen).
      • 200 Personen aus demKreis der Verschwörer werden in den nächsten Tagen und Wochen deshalb hingerichtet (darunter 20 Generäle, 26 Oberste, Diplomaten, ein Minister, der Chef des Reichskriminalpolizeiamts; Oberpräsidenten, Polizeipräsidenten und Regierungspräsidenten)
    • 25. Juli:Operation Cobra: In der Normandie unternehmen die US-Amerikaner im RaumSaint-Lô einen Ausbruchsversuch aus ihrem Brückenkopf-Sektor, der in den Folgetagen im Westen zur Abschnürung derCotentin-Halbinsel bis nachAvranches führt.
    • 31. Juli: Nach derPanzerschlacht von Avranches gelingt ihnen der Durchbruch durch die deutscheWestfront.
    • 6. August:Unternehmen Lüttich: Die Deutschen unter dem leitendenOB West, GeneralfeldmarschallGünther von Kluge, beginnen einen Gegenangriff beiMortain, das Unternehmen wird schon nach zwei Tagen wieder gestoppt – siehe oben unterSchlacht um Caen
    • 12. bis 21. August: Ein großer Teil der deutschen Truppen in der Normandie wird imKessel von Falaise aufgerieben.
    • 12. August: Vier Kompanien der Waffen-SS erschießen nach Partisanenangriffen fast alle Bewohner des italienischen DorfsSant’Anna di Stazzema; 560 Opfer, darunter überwiegend Frauen und 116 Kinder.
    • 12. August: Mit derOperation PLUTO (Pipe-Lines Under The Ocean) gelingt es den Verbündeten, eine 130 Kilometer lange unterseeisch verlaufende Kraftstoff-Pipeline zwischen derIsle of Wight undCherbourg zu verlegen. Im Oktober 1944 folgte eine Pipeline vonDungeness nach Cherbourg und noch später eine durch dieStraße von Dover.
    • Alliierte Luftkriegsplanungen:Operation Thunderclap (so nicht umgesetzt)
    • 15. August: mitOperation Dragoon beginnt einezweite Invasion in Südfrankreich an derCôte d’Azur zwischenToulon undCannes, die Franzosen und US-Amerikaner können ohne entscheidenden Widerstand zügig in das Landesinnere vorstoßen
    • 17. August: Nach heftigen BombardierungenSaint-Malos kapituliert der StadtkommandantOberst Aulock.
    • 22. August:
      • Grenoble wird von den deutschen Truppen geräumt und gemeinsam vomMaquis de l'Oisans und amerikanischen Truppen befreit.
      • Die VerhaftungswelleAktion Gitter wird im gesamten Reich von der Gestapo gestartet; dabei werden viele ehemalige politische Gegner verhaftet und interniert.
    • 25. August: Beginn derBefreiung von Paris
      • Der deutsche Stadtkommandant GeneralDietrich von Choltitz verweigert Hitlers Befehl, die Stadt zu zerstören und ergibt sich mit seinen Truppen kampflos.
      • Die Alliierten überdehnen bei ihrem schnellen Vorstoß zum deutschenWestwall ihre Versorgungslinien, der Aufbau neuer Nachschubwege gelingt durch denRed Ball Express. Vom 25. August bis 16. November der Codename für die Versorgungsfahrten für den militär.Nachschub (Munition, Treibstoff, Nahrung – Im Durchschnitt wurden weit mehr als 3 Millionen Liter Benzin pro Tag verbraucht!) mit ca. 6.000 Lkw über eine dafür abgesperrte Route vonCherbourg bis hinter die sich jeden Tag weiter entfernende Front jenseits von Paris. Diese Organisation und ihre Bedeutung zeigt auch den historischen Wandel zum ersten großen motorisierten Krieg – zugleich eine Weiterentwicklung der Overlord-Planung – abgelöst durch die Nutzungsmögl. desHafens von Antwerpen. Die Streckenführung wurde u. a. durch Werkstätten und Ruhezonen für die Fahrer ergänzt.
      • bis zum 1. September deutscher Luftangriff auf Paris und mitRaketen (V1,V2) auf Nordfrankreich und London
    • 28. August: InMarseille kapitulieren nach einwöchigem Kampf die Einheiten der Wehrmacht gegenüber französischen Truppen.
    • 29. August: Französische und amerikanische Truppen halten in Paris eine Siegesparade ab.
    September 1944: Vorstoß der alliierten Armeen zur deutschen und niederländischen Grenze nach dem Fall von Paris
    • Der südliche Teil der Niederlande wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 von den vorrückenden Alliierten befreit; der Norden des Landes erst am Kriegsende
    • 1. / 2. September: In der Nacht werden 107 gefangengehaltene Mitglieder des französischen Spionagenetzes (Réseau, S.R.)Alliance durch SS-Angehörige imKZ Natzweiler-Struthof ermordet.
    • 1. September: Die kanadische 2. Infanteriedivision (zwei Jahre früher am Dieppe-Raid beteiligt) marschiert kampflos in das aufgegebene Dieppe ein. Im Hafen vonDieppe landeten ab 7. September die alliierten Versorgungsschiffe.
    • 3. September:Brüssel wird befreit.
    • 4. September:Antwerpen wird befreit und britische Truppen besetzen es (weitere Orte in den Niederlanden werden zunächst nicht befreit –Dolle Dinsdag)
    • ab 6. September: ca. 3200 deutsche Luftangriffe mitV2-Raketen auf Städte, vor allem auf London (1358) und Antwerpen (Belgien, 1610) bis März 1945
    • 6. September: Bombereinheiten zerstören rund 80 Prozent der Innenstadt vonEmden, der dortige U-Bootbau ist kaum betroffen.
    • ab 10. September:Partisanenrepublik Ossola (italienischRepubblica dell’Ossola) eine während 44 Tagen von Partisanen gegründete (eine von ca. 20 sich zeitweise behauptenden)Partisanenrepubliken oder „befreiten Zonen“, zona liberata, im Norden Italiens umDomodossola (bis 19. Oktober 1944; Teil der Resistenza in Italien gegen denFaschismus)
    • 11. September: Amerikanische Einheiten überschreiten nordwestlich vonTrier die deutsche Reichsgrenze.
    • 11./12. September:
    • 12. September:Roetgen wird als erste Gemeinde auf deutschem Boden durch alliierte Streitkräfte besetzt.
    • 12./13. September: insgesamt gab es 53 Nächte mit Luftangriffen aufStuttgart, bei diesem durch die britische RAF auf die Altstadt werden 75 schwereLuftminen, 4.300 Sprengbomben und 180.000 Brandbomben abgeworfen. Dem anschließenden Feuersturm fallen mehr als 1000 Menschen zum Opfer
    • 14. September: Maastricht (NL) wird von US-Truppen befreit
    • 16. September:Generalmajor Elster ergibt sich mit 19.600 Mann auf derLoire-Brücke vonBeaugency amerikanischen Truppen, Elster befehligte dieNachhut beim Rückzug deutscher Truppen aus Frankreich, sie waren größtenteils zu Fuß und kaum noch kampffähig, seine beispielloseKapitulation führt zu einer Verurteilung durch ein deutschesMilitärgericht.
    • 17. September: Die1. Polnische Panzerdivision befreit zusammen mit belgischen Widerstandskämpfern die StadtGent.
    • 17. bis 27. September: bei derLuftlandeoperation Market Garden kämpft u. a. das II. SS-Panzerkorps gegen britische und amerikanische Einheiten umArnheim. Das Überqueren desRheins gelingt nicht.
    • nach dem Verlust derAtlantikhäfen am Ärmelkanal (Schlacht um die Bretagne) setzt die deutsche Marine ihrenU-Boot-Krieg vonNorwegen aus fort
    • 20. September: Von der britischen Regierung wurde in einem Kommuniqué die Bildung derJüdischen Brigade (Jewish Brigade) innerhalb der 8. britisch Armee aus Freiwilligen des Mandatsgebiets in Palästina bekannt gegeben
    • 25. September: Hitler ordnet die Aufstellung des paramilitärischen „Volkssturms“ aus Älteren, Jugendlichen unduk-Gestellten von 16 bis 60 Jahren an.
    • 29. September: Die1. Polnische Panzerdivision befreit die niederländische StadtBreda nach zwei Tagen harter Kämpfe ohne Verluste unter den Zivilisten. Alle Soldaten der Division wurden dafür zu Ehrenbürgern der Stadt ernannt.
    • Auf Anordnung vonPrinz Bernhard und der niederländischen Exilregierung in London bestreikten im September 1944 viele niederländischen Eisenbahner den Bahnbetrieb und tauchten in den Untergrund ab, um den deutschen Nachschub lahmzulegen.
    • September bis April 1945:Hongerwinter (deutsch Hungerwinter) gegen Ende derdeutschen Besetzung der Niederlande, insbesondere während der Monate Oktober 1944 bis April 1945. Hauptsächlich betroffen war das dicht besiedelte GebietHolland der Niederlande. Eine deutsche Blockade verhinderte ab September 1944, dass diese Region mit Nahrung und Brennstoffen aus den ländlicheren Regionen versorgt wurde (Kriegsverbrechen). Von derHungersnot, die im Oktober 1944 einsetzte, waren 4,5 Millionen Menschen betroffen, deren Lebensmittelversorgung bereits in den vorherigen Kriegsjahren einer Rationierung unterlegen war. Indirekt wird der vorgenannte Bahnstreik als Auslöser angesehen. Die Zahl der Menschen, die auf Grund dieser Hungersnot starben, wird heute auf 18.000 bis 22.000 geschätzt.
    • 1. Oktober: imMassaker von Marzabotto ermordenWehrmacht undSS über 800 Zivilisten naheBologna.
    • 2. Oktober bis 8. November:Schlacht an der Scheldemündung (französisch:Bataille de l’Escaut, englischBattle of the Scheldt) zur Öffnung desHafens von Antwerpen für den alliierten Nachschubverkehr
    • 5. Oktober: Luftangriff inSaarbrücken; es sterben 361 Menschen
    • 6. Oktober: Beginn derDebrecener Operation der Roten Armee
    • 7. Oktober: Beginn derPetsamo-Kirkenes-Operation der Roten Armee
    • 7. Oktober:Kleve wird durch zwei britische Luftangriffe zu etwa 80 % zerstört, ebenso das etwa zehn Kilometer entfernt liegendeEmmerich
    • 15. Oktober: Luftangriff aufBraunschweig
    • 18. Oktober:
    • 21. Oktober:Schlacht um Aachen: Die Alliierten erobern mitAachen die erste deutsche Großstadt und dringen an dieser Stelle erstmals durch denWestwall.
    • 31. Oktober: DerLuftangriff auf die Gestapozentrale Aarhus wird mit 24 britischen Bombern geflogen.
    • 6. November: britischeLuftangriff auf Koblenz
    • 8. November: Die am 2. Oktober begonneneSchlacht an der Scheldemündung ist zu Gunsten derkanadischen Streitkräfte entschieden, die deutsche Wehrmacht muss das Gebiet vonAntwerpen bis zurMaas räumen.
    • 12. November bis 19. Dezember:Kämpfe um Elsass und Lothringen
    • 16. November: Bombardierung der rheinischen StädteHeinsberg,Jülich,Euskirchen undDüren im Rahmen derOperation Queen, dabei werden vor allem Euskirchen und Düren zerstört
    • 22. November: Die US-Armee nimmtMetz ein.
    • 23. November: Vorstoß auf und Befreiung vonStraßburg durch US-Truppen und die französische2e division blindée
    • 25. November: Das brasilianische ExpeditionskorpsForça Expedicionária Brasileira in den Reihen der Alliierten eröffnet mit einem Angriff auf Stellungen der Wehrmacht beiBologna dieSchlacht von Monte Castello.
    • 29. November: Die Wehrmacht räumtShkodra; ganzAlbanien ist befreit.
    • 30. November: Beginn derOperation Elster, Infiltrationsversuch (Spionage, Diversion) gegen die USA, insbesondere dasManhattan-Projekt
    • 4. Dezember:Luftangriff auf Heilbronn – 282 Lancaster-Bomber der RAF; dabei sterben 6500 Menschen
    • 5. Dezember: Die gegen die griechische VolksbefreiungsarmeeELAS gerichtete militärische InterventionGroßbritanniens inGriechenland beginnt.
    • 16. Dezember 1944: Die deutscheArdennenoffensive wird eingeleitet; sie soll das weitere Vorrücken der Alliierten verhindern.
    • 17. Dezember: Eine Kampfgruppe der1. SS-Panzer-Division Leibstandarte SS Adolf Hitler unter dem KommandoJ. Peipers ermordet imMalmedy-Massaker US-amerikanische Kriegsgefangene.
    • 24. Dezember: Der belgische TruppentransporterLéopoldville wird im Ärmelkanal vor Cherbourg von einem deutschen U-Boot versenkt, 736 Menschen sterben.

    Kriegsereignisse 1944 in Asien und dem Pazifik

    Pazifikkrieg 1943–1945

    1945

    Das letzte Kriegsjahr wurde zunächst von einer Konferenz der absehbaren Sieger gekennzeichnet: der Konferenz von Jalta. Die Befreiung der Konzentrationslager war in den folgenden Wochen für die alliierten Soldaten mit fürchterlichen Beobachtungen verbunden. Im Pazifikraum werden die Philippinen, Indochina, Burma und China befreit. Der Sieg in der Schlacht um die Seelower Höhen öffnet den Weg nach Berlin. Im März wird der Rhein überschritten. Am 30. April hisst die Rote Armee eine Fahne auf dem Reichstag. Europa ist nach der Kapitulation am 7. Mai vom NS-Regime befreit. Am 6. August wird die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen. Nach der Kapitulation des Kaisers wurde der japanischen Armee am 16. August die Einstellung aller Kampfhandlungen befohlen und am 2. September beendet die Unterschriftszeremonie auf dem Schlachtschiff USS Missouri in der Bucht von Tokio den Zweiten Weltkrieg.

    Kriegsereignisse 1945 in Europa und dem Atlantik

    Frontenverlauf in Deutschland am 1. Mai 1945
    • 1.Mai: Nach dem Tod Hitlers wird der AdmiralDönitz gemäß der testamentarischen Verfügung Hitlers faktisch „Reichspräsident“ ohne eine dafür vorgesehene Wahl, er ruft im Radio dazu auf, den Krieg im Osten weiterzuführen.
    • 2. Mai:
    • 3. Mai:
      • um 8:00 Uhr trifft eine Delegation unter Leitung des an Stelle von Dönitz neu ernannten Oberbefehlshabers derKriegsmarine Generaladmiralsvon Friedeburg imbritischen Hauptquartier ein und verliest einen BriefKeitels, in dem die Kapitulation der im Gebiet zwischen Berlin und Rostock operierenden Wehrmachtteile angeboten wurde.
    • 4. Mai:
      • DerReichssender Hamburg beginnt mit der Ansage „This is Radio Hamburg, a station of the allied military Government“ unter britischer Leitung
      • Von Friedeburg unterzeichnet im Auftrag Dönitz’ die Teilkapitulation der Truppen des Oberbefehlshabers Nordwest gegenüber dem britischen Feldmarschall Montgomery, diese tritt am Morgen des 5. Mai im Nordwesten Deutschlands, in denNiederlanden undDänemark in Kraft
      • Gemäß dem lange bestehenden, allerdings von Dönitz noch am Abend des 4. Mai 1945 aufgehobenenRegenbogen-Befehls werden viele in den Häfen liegenden U-Booteselbstversenkt; die U-Boote, die noch im Einsatz waren, laufen nach dem 8. Mai britische oder amerikanische Häfen an.
      • AmBrennerpass treffen nach Süden vorstoßende US-Truppen mit Einheiten der5. US-Armee zusammen, die von Süden her Oberitalien inklusive des sichItalienische Sozialrepublik nennenden faschistischen Reststaates besetzt hatten.
      • Salzburg wird kampflos von US-Truppen eingenommen.
      • ImBergungsort Salzbergwerk Altaussee der NS-Raubkunst gelang es Bergmännern und der Salinenleitung, die eingebrachten Sprengmittel aus dem Bergwerk zu entfernen und Stolleneingänge durch Sprengung vorläufig zu verschließen. Die dort untergebrachten Kunstschätze wurden dadurch vor einer Zerstörung bewahrt und konnten wenige Wochen später durch die US-Amerikaner geborgen und zum großen Teil restituiert werden.
    • 5. Mai:
    • 6. Mai:
      • Berlin wird insgesamt von der Roten Armee eingenommen.
      • Eine deutsche Delegation (Jodl, von Friedeburg,Oxenius) trifft im Hauptquartier desSHAEF inReims ein, sie lässt sich dort von Dönitz schließlich telefonisch zur Unterzeichnung einerbedingungslosen Kapitulation bevollmächtigen
    Montreal Daily Star: „Germany Quit“, 7. Mai 1945
    • US-Truppen unterGeorge S. Patton erreichen das tschechischePilsen.
    • 7. Mai:
    • 8. Mai:VE-Day (für EnglischVictory in Europe Day, Tag des Siegs in Europa, oft mit Tag derBefreiung übersetzt. Gemeint ist damit der Sieg über Nazi-Deutschland bzw. die Befreiung vom Nationalsozialismus), auf Fotos feiernder Menschen wird von diesen oft dasV-Zeichen aus Zeige- und Mittelfinger gezeigt
      • Der AdmiralKarl Dönitz verkündet als Nachfolger Hitlers zwischen 12:30 und 12:40 Uhr über denFlensburger Radiosender die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht.
      • Sowjetische Truppen besetzenDresden.
      • Britische Truppen undJugoslawische Partisanen erreichenKlagenfurt (Kärnten), Beschluss desVerbotsgesetzes durch die neue provisorische Regierung derRepublik Österreich.
      • Im Westen befinden sich am 8. Mai noch dieKanalinseln und die StädteLorient,Saint-Nazaire undLa Rochelle, nach Süden der Alpenraum sowie Inseln derÄgäis und im Norden Schleswig-Holstein sowie Norwegen noch unter Kontrolle deutscher Truppen.
      • 8. und 9. Mai: Fast zwei Millionen deutsche Soldaten fliehen aus dem sowjetischen Machtbereich in die von den Westalliierten kontrollierten Gebiete, insbesondere gelingt das aus dem anfangs nicht besetzten Böhmen (Tschechoslowakei).
      • sieben deutsche U-Boote im Atlantik-Einsatz,U 190,U 234,U 805,U 858,U 873,U 889 undU 1228 nehmen Kurs auf die amerikanische Küste und ergeben sich dort bis 19. Mai 1945. Die BooteU 530 undU 977 flüchten nach Argentinien und treffen dort Monate später ein
      • Für die meisten Menschen in Europa war das Kriegsende ein Freudentag – in Deutschland war es „Befreiung“ zunächst für viele Gefangene, Untergetauchte, Zwangsarbeiter und Regimegegner der besiegten Regime; ein großer Teil der Bevölkerung erlebte den Tag jedoch mit zwiespältigen Gefühlen: einerseits eine erwartete militärische Niederlage und ein moralischer „Zusammenbruch“ (der Selbsttötungen „überzeugter“ oder prominenter nationalsozialistischer Aktivisten und -Funktionäre auslöste), andererseits die aufkeimende Hoffnung auf einen Neuanfang
    • 9. Mai:
      • Wiederholung der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation in Berlin-Karlshorst gegenüber der Sowjetunion, auf deutscher Seite unterschreibt GeneralfeldmarschallWilhelm Keitel
      • Die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht tritt an allen Fronten in Europa in Kraft.
      • Sowjetische Truppen rücken kampflos inGraz (Steiermark) ein.
    • 22. Mai: Mit diesem Datum endet dasKriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht.
    • 17. Juli: Beginn derDreimächtekonferenz in Berlin – Potsdamer Konferenz (17. Juli bis 2. August)

    Kriegsereignisse 1945 in Asien und dem Pazifik

    Atompilz über Hiroshima
    Japans AußenministerShigemitsu unterzeichnet auf derMissouri die Kapitulationsurkunde; ihm links gegenüber GeneralMacArthur

    Nachkriegs-Ereignisse

    • Gründung derVereinten Nationen (UN; die Charta wurde am 26. Juni 1945 in San Francisco unterzeichnet)

    Europa 1945

    Internationaler Militärgerichtshof für den Fernen Osten 1946, Vorsitzender Richter:William F. Webb

    Kriegsverbrechen und Kriegsverbrecherprozesse

    Hauptartikel:Holocaust undNS-Zwangsarbeit

    1947

    • 11. bis 29. März 1947: Höß-Prozess inWarschau, Polen; gegen den ehemaligen KZ-KommandantenHöß (Auschwitz)
    • 24. November bis 22. Dezember 1947:Krakauer Auschwitzprozess,Kraków, Polen
    • 2. Januar 1947 Beginn eines vierwöchigen Kriegsverbrecherprozesses gegen den ProfessorSolms Wilhelm Wittig (Generaldirektor der DASAG) und andere vor dem Britischen Militärgericht inBraunschweig wegen ihrer Beteiligung amMineralölsicherungsplan, auchGeilenberg-Programm genannt, zu dessen Umsetzung 350.000 Menschen, darunter 100.000 KZ-Häftlinge, arbeiten und Tausende sterben mussten

    1948

    • Februar bis Oktober 1948: DerProzess Oberkommando der Wehrmacht, auchGeneralsprozess genannt, ist der letzte und einer der längsten der zwölfNürnberger Nachfolgeprozesse gegen NS-Verantwortliche. Die Anklageschrift gegen Generäle des OKW wird am 17. November 1947 eingereicht, die Verhandlungen dauern von Februar bis Oktober 1948 (169 Tage); das Urteil wird am 14. April 1949 verkündet.
    • Dänemark, Kopenhagen: AlsGroßer Kriegsverbrecherprozess wird das Gerichtsverfahren vor dem Kopenhagener Amtsgericht gegen die vier deutschen AngeklagtenWerner Best,Hermann von Hanneken,Günther Pancke undOtto Bovensiepen bezeichnet. Sie wurden für in Dänemark begangene Verbrechen während der deutschen Besetzung Dänemarks verurteilt. Hanneken wurde von der Berufungsinstanz freigesprochen.

    1955

    • die letzten deutschen Soldaten und SS-Angehörigen kehren aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück

    1963 und später

    • alsFrankfurterAuschwitzprozesse werden sechs deutsche Strafprozesse gegen Mitglieder der SS-Wachmannschaft des Konzentrationslagers vor demSchwurgericht in Frankfurt am Main in den Jahren 1963/1966 und in den 1970er-Jahren bezeichnet, sie sind Auslöser derVerjährungsdebatte

    2002

    Aufhebung von Verurteilungen durch dieWehrmachtjustiz wegenFahnenflucht

    Wirtschaft und Politik

    • 10. Juni 1945: MarschallSchukow ordnet in seinem Befehl Nr. 2 in dersowjetischen Besatzungszone an, „die Bildung und Tätigkeit antifaschistischer Parteien zu erlauben“
    • 23. November: in der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland werden Parteien auf Länderebene zugelassen
    • 27. Dezember: derInternationale Währungsfonds (IWF) wird gegründet

    Asien und Pazifik

    Nachkriegs-Epoche 1945 bis 1949 Folgen und Auswirkungen

    An den Kriegsschauplätzen und in den Hauptstädten wurden bald Gedenksteine undGräber des Unbekannten Soldaten errichtet. Sie wurden Ort jährlicher Dank- und Gedenkfeiern. Mit etwas zeitlichem Abstand folgten Friedensmahnmale undMuseen über den Zweiten Weltkrieg.

    Europa

    1946
    • 11. Januar 1946: Abschaffung der Monarchie, Proklamation der VolksrepublikAlbanien durchEnver Hoxha
    • DieAbschiebung/Vertreibung von über 2 Mio. Deutschen aus der Tschechoslowakei (Ausbürgerung) in den Jahren 1945 und 1946 beginnt offiziell im Januar (vgl.Beneš-Dekrete)
    • 25. Mai 1946: UnabhängigkeitJordanien
    • Pariser Friedenskonferenz (29. Juli bis 15. Oktober), auchKonferenz der 21 Nationen genannt, die Sieger verhandeln auf dieser Konferenz die Friedensbedingungen mit den „kleineren“ KriegsverlierernItalien,Rumänien,Ungarn,Bulgarien undFinnland
      • Erst 1990 kommt es zumZwei-plus-Vier-Vertrag (vollständig: Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland), einem Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Demokratischen Republik sowie Frankreich, der Sowjetunion, Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika zurFriedensregelung der Alliierten mit Deutschland. Er trat am 15. März 1991 in Kraft. Deutschland ist endgültig von besatzungsrechtlichen Beschränkungen gelöst.
    • 6. September 1946: der amerikanische Außenminister verkündet, dass er die Wirtschaft derBesatzungszonen in Deutschland vereinen will, nur Großbritannien erklärt sich noch dazu bereit
    • Massenhafter Aufbau vonNissenhütten (Nissen-Huts bzw. Quonset huts) zur Unterbringung von ausgebombter Bevölkerung undFlüchtlingen in Schleswig-Holstein und Hamburg im folgenden Winter
    • 20. Oktober 1946: letzte freieLandtagswahl in dersowjetischen Besatzungszone
    • DieOperation Black Tulip, die Vertreibung von ca. 3.700 Deutschstämmigen aus den Niederlanden, begann im Jahre 1946 und wurde Ende 1948 eingestellt (Legalisierung der damit verbundenen Enteignungen 1967)
    1947
    1948
    ab1949
    • GG der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949, am 7. Oktober 1949 tritt der bereits zuvor in der SBZ durch den DrittenVolkskongress gewählte Zweite Deutsche Volksrat alsProvisorische Volkskammer zusammen und erklärte die „Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik“ zu dort geltendem Recht)
    • Wirtschaftswunder – circa 1948–1965
    1955
    • 15. Mai 1955: DerÖsterreichische Staatsvertrag (sein Langtitel: Staatsvertrag betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreich, gegeben zu Wien am 15. Mai 1955; juristisch kurz: Staatsvertrag von Wien, StV) wurde von Vertretern der alliierten Besatzungsmächte USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien sowie der österreichischen Bundesregierung in Wien unterzeichnet.
    • 26. Okt. 1955: Gesetz über dieÖsterreichische Neutralität
    nach1980
    • 1990:Zwei-plus-Vier-Vertrag (vollständig: Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland), ein Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Demokratischen Republik sowie Frankreich, der Sowjetunion, Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Friedensregelung der Alliierten mit Deutschland. Er trat am 15. März 1991 in Kraft. Deutschland ist endgültig von besatzungsrechtlichen Beschränkungen gelöst.

    Amerika

    Nach dem Zweiten Weltkrieg befürchten liberale amerikanische Wirtschaftskreise wegen des wirtschaftlichen Niederganges Europas dort den Verlust wichtiger Absatzmärkte bzw. Handelspartner. Das wirtschaftliche Erstarken Europas nütze auch dem amerikanischen Export.

    Siehe auch:Marshallplan

    Ab 1947 verfolgen die USA eine so genannteEindämmungspolitik, alsTruman-Doktrin gegenüber der UdSSR formuliert. Dabei sollen Regierungen und Volkswirtschaften der europäischen Länder inklusive derTürkei auch an die USA gebunden werden. Sie bilden eine Schutzzone vor einer sowjetischen Westexpansion.

    Asien und pazifischer Raum

    1948
    1951 /1952
    • 8. September: DerFriedensvertrag von San Francisco zwischen Japan und den USA wird unterzeichnet, zusammen mit demVertrag über gegenseitige Sicherheit.
      • Beide Verträge treten im April 1952 in Kraft.
      • Bei den sie unterzeichnenden 50 Ländern fehlten die Republik China(Taiwan), die Volksrepublik China, die Sowjetunion und Indien. Mit den auf die Insel Taiwan geflüchteten Vertretern der Republik China wurde im Jahr 1952 ein separater Friedensvertrag (Vertrag von Taipeh) geschlossen. Mit der Volksrepublik China kam es im Jahr 1978 zum Abschluss eines Friedensvertrags. Friedensverhandlungen mit der Sowjetunion (und ab 1992 mit der Russischen Föderation) sind immer wieder gescheitert.
    1974
    • LeutnantOnoda Hirō (1922–2014) war ein japanischer Offizier, der nach dem Ende des Weltkriegs noch bis 1974 auf der im Februar 1945 von amerikanischen Truppen eroberten philippinischen InselLubang in einer kleinen Gruppe vonHoldouts auf Befehle zum Kampf wartete und erst viele Jahre später von seinem ehemaligen Vorgesetzten vom Kriegsende überzeugt werden konnte. Er hatte ungefähr 30 Menschen getötet und ca. 100 weitere verwundet und wurde vom philippinischen PräsidentenMarcos begnadigt. Vergleiche dazuNakamura Teruo (entdeckt Dezember 1974 inIndonesien; 1919–1979).
    • 1978: Abschluss des Friedensvertrags zwischen der Volksrepublik China und Japan
    Jalta, 1945; vorne v. l.:Winston Churchill,Franklin D. Roosevelt,Josef Stalin

    Übersicht wichtiger Konferenzen

    Daten von Konferenzen zum/im Krieg im Zeitraum 1936–1945

    Siehe auch:Liste von Konferenzen der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs

    Siehe auch

    Literatur

    Weblinks

    Einzelnachweise

    1. Bernd Januschke et al.:Chronik des 20. Jahrhunderts. Georg Westermann Verlag, Braunschweig 1982,ISBN 3-14-509077-1. 
      1. 232
      2. 259
      3. 260
      4. 284
      5. 290
      6. 292
      7. 298
      8. 300
      9. 301 ff.
      10. 305
      11. 309
      12. 312
      13. 334
    2. bundestag.de
    3. Margaret Macmillan:Paris 1919: Six Months That Changed The World. Random House, 2001,ISBN 0-375-50826-0 (englisch). 
      1. 368
    4. Janusz Piekalkiewicz:Der Zweite Weltkrieg. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaften mbH, Herrsching 1986,ISBN 3-88199-298-7. 
      1. 13
      2. ab14
      3. 14 f.
      4. 19
    5. J. M. Roberts:Twentieth Century: The History of the World, 1901 to 2000. Viking, New York 1999,ISBN 0-670-88456-1 (englisch). 
      1. abcd273
    6. William L. Shirer:Aufstieg und Fall des Dritten Reiches. Komet, Frechen 1960,ISBN 3-933366-61-5. 
      1. 158 f.
      2. 170 f.
      3. 180 ff.
    7. Wolfgang Michalka, Dokumente, 1999
      1. 112
    8. Hermann Graml:Europas Weg in den Krieg. München 1990
      1. 105
    9. Jutta Sywottek:Mobilmachung für den totalen Krieg. Die propagandistische Vorbereitung der deutschen Bevölkerung auf den Zweiten Weltkrieg. Opladen 1976
      1. 166
    10. Text des Abkommens gedruckt bei:Walther Hofer:Die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Eine Studie über die internationalen Beziehungen im Sommer 1939. Frankfurt a. M. 1960
      1. 172 f.
    11. Klaus Larres: Churchill’s Cold War. The Politics of Personal Diplomacy. New Haven 2002
      1. 31 f.
    12. Hubert Fischer: Der deutsche Sanitätsdienst 1921–1945, Bd. 1; Osnabrück 1982
      1. 236
    13. Alexander Kranz (Militärgeschichtliches Forschungsamt, Hrsg.):Reichsstatthalter Arthur Grieser und die »Zivilverwaltung« im Wartheland 1939/40. Die Bevölkerungspolitik in der ersten Phase der deutschen Besatzungsherrschaft in Polen.ISBN 3-941571-05-2,S. 19.
      1. 19
    14. OKŚZpNP w Lublinie poszukuje osób mających wiedzę dot. zbrodni popełnionych we wrześniu 1939 przez żołnierzy 29 Dywizji Wehrmachtu na terenie Lipska, Ciepielowa i okolic. Instytut Pamięci Narodowej, abgerufen am 24. Februar 2019 (polnisch). 
    15. Tanner, 2015
    16. Gerhard Schreiber, 2007, S. 36; 3. Juli: Jürgen Förster
      1. 9 f.
    17. Cathal J. Nolan:The Concise Encyclopedia of World War II. Greenwood Press, 2010,ISBN 978-0-313-33050-6. 
      1. 4
    18. Der für ihn genau festgelegte Aushändigungstermin, nicht vor 7. Dezember 1941 13.00 Uhr Eastern Standard Time, des letzten Teils einer bereits für die Botschaft vorbereiteten Note an die USA als Telegramm war am 6. Dezember 1941 von US-Geheimdiensten entschlüsselt worden —Joint Committee on the Investigation of the Pearl Harbor Attack (Final report issued : Jun 20, 1946)
    19. Wrecksite: SS Salzburg (+1942). Abgerufen am 30. Mai 2022. 
    20. Frank McLynn:The Burma Campaign: Disaster Into Triumph, 1942–45. Yale University Press, 2010,ISBN 978-0-300-17162-4 (englisch). 
      1. 253
    21. Hemant Singh Katoch:Imphal 1944: The Japanese invasion of India. Osprey Publishing, 2018,ISBN 978-1-4728-2016-7 (englisch). 
      1. 7
      2. 88
    22. Zitat nachGötz Aly: Er berichtete: „Man schrieb Montag, den 23. April 1945. Als es 15 Uhr war, durchschritt das Tor unseres Friedhofs der erste sowjetische Soldat! Aufrecht und gerade war sein Gang. Ich hatte das Gefühl, dass er mit jedem Schritt bei seinem Kommen zu uns ein Stück des verruchten Hakenkreuzes zertrat. Wir umarmten diesen Boten der Freiheit, wir küssten ihn – und wir weinten!“
    Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Chronologie_des_Zweiten_Weltkrieges&oldid=264162217
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