Chèvremont
Chèvremont | ||
---|---|---|
![]() | ||
Staat | Frankreich![]() | |
Region | Bourgogne-Franche-Comté | |
Département (Nr.) | Territoire de Belfort (90) | |
Arrondissement | Belfort | |
Kanton | Châtenois-les-Forges | |
Gemeindeverband | Grand Belfort | |
Koordinaten | 47° 38′ N,6° 55′ O47.6291666666676.9230555555556Koordinaten:47° 38′ N,6° 55′ O | |
Höhe | 341–391 m | |
Fläche | 8,83 km² | |
Einwohner | 1.566(1. Januar 2022) | |
Bevölkerungsdichte | 177 Einw./km² | |
Postleitzahl | 90340 | |
INSEE-Code | 90026 | |
Website | www.chevremont.fr | |
![]() Mairie (Bürgermeisteramt) |
Chèvremont (deutsch früherGeisenberg) ist einefranzösischeGemeinde mit 1566 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2022) imTerritoire de Belfort in derRegionBourgogne-Franche-Comté. Die Bewohner werdenChèvremontois undChèvremontoises genannt.
Geographie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Chèvremont liegt auf einer Höhe von355 m, etwa fünf Kilometer östlich der StadtBelfort (Luftlinie). Das ehemaligeStraßenzeilendorf erstreckt sich im Flachland derBurgundischen Pforte, auf dem Plateau zwischen Belfort und den ausgedehnten Wäldern Grands Bois und Bois de Bessoncourt, beidseits des Baches Trovaivre.
Die Fläche des 8,83 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der nur schwach reliefierten Landschaft im Bereich der Burgundischen Pforte (Trouée de Belfort). Der zentrale Teil des Gebietes wird von der weiten Fläche von Chèvremont eingenommen. Diese wird durch die beiden BächeTrovaivre undNeuf Fontaines, die sich zurClavelière vereinigen, nach Osten entwässert. Das Plateau liegt durchschnittlich auf355 m und ist überwiegend mit Acker- und Wiesland bedeckt, zeigt aber auch einige Waldflächen. Auf der Anhöhe beim Fort wird mit391 m die höchste Erhebung von Chèvremont erreicht. Nach Süden erstreckt sich das Gemeindeareal in das Waldgebiet derGrands Bois. Mit einem schmalen Streifen reicht der Gemeindeboden ostwärts über die breite Talaue derAutruche bis in die ausgedehnte Waldung desBois de Bessoncourt und an den Flusslauf derMadeleine. Diese sorgt für die Entwässerung des Gebietes nach Süden zurBourbeuse und damit zurAllaine.
Nachbargemeinden von Chèvremont sindBessoncourt im Norden,Petit-Croix undFontenelle im Osten,Vézelois im Süden sowiePérouse im Westen.
Geschichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Erstmals urkundlich erwähnt wird Chèvremont bereits im 11. Jahrhundert. Zunächst im Einflussbereich der Herren von Montbéliard stehend, gelangte das Dorf Mitte des 14. Jahrhunderts unter die Oberhoheit derHabsburger. Zusammen mit demSundgau kam Chèvremont mit demWestfälischen Frieden im Jahr 1648 an die französische Krone.
Seit 1793 gehörte das Dorf zumDépartement Haut-Rhin, verblieb jedoch 1871 als Teil des Territoire de Belfort im Gegensatz zum restlichenElsass bei Frankreich. Ab 1889 wurde das Fort von Chèvremont errichtet, das einen Teil des Befestigungsringes um Belfort bildete. Zu einer Gebietsveränderung kam es 1973, als Chèvremont mit Fontenelle zur Doppelgemeinde Chèvremont-Fontenelle fusionierte. Die beiden Ortschaften trennten sich jedoch bereits 1977 wieder und bilden seither wieder eigenständige Gemeinden. Seit 1998 war Chèvremont zunächst Teil des GemeindeverbandesCommunauté d'agglomération Belfortaine, der 2017 in derGrand Belfort Communauté d’Agglomération aufging.

Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Kreuzerhöhungs-Kirche (Église de l’Exaltation-de-laSainte-Croix) wurde 1784 an der Stelle eines früheren Gotteshauses neu erbaut. Sie ist in Teilen seit 1992 alsMonument historique eingeschrieben.[1]
Siehe auch:Liste der Monuments historiques in Chèvremont
Bevölkerung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2007 | 2013 | 2020 |
Einwohner | 526 | 634 | - | 905 | 1040 | 1220 | 1402 | 1593 | 1572 |
Mit 1566 Einwohnern (1. Januar 2022) gehört Chèvremont zu den kleineren Gemeinden des Départements Territoire de Belfort. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stets im Bereich zwischen 500 und 700 Personen gelegen hatte, wurde seit Beginn der 1970er Jahre ein kräftiges Bevölkerungswachstum verzeichnet. Seither hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Chèvremont war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute verschiedene Betriebe des Klein- und Mittelgewerbes, darunter eine Textil- und eine Sauerkrautfabrik. Mittlerweile hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den Agglomerationen Belfort undMontbéliard ihrer Arbeit nachgehen.
Die Ortschaft befindet sich zwar abseits der größeren Durchgangsstraßen, ist aber verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt an einerDepartementsstraße, die von Belfort nachMontreux-Château führt. Der nächste Anschluss an die AutobahnA36 befindet sich in einer Entfernung von ungefähr drei Kilometern. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Bessoncourt und Vézelois. Chèvremont besitzt einen Bahnhof an derBahnstrecke Paris–Mulhouse, an diesem halten Züge desTER Grand Est undTER Bourgogne-Franche-Comté.
Fußnoten
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 20. Januar 2012 (französisch).