
DieCastle Motor Company war ein britischer Hersteller vonAutomobilen, der in den Castle Mill Works in der New Road inKidderminster (Worchestershire) produzierte. Die Firma war ursprünglich eine Autowerkstatt, die 1906 von den BrüdernStanley undLaughton Goodwin gegründet wurde, imErsten Weltkrieg Munition herstellte und in der Blütezeit nach dem Krieg ins Automobilgeschäft einstieg.
Von 1919 bis 1922 stellte das Unternehmen einen dreirädrigen Kleinwagen unter dem NamenCastle Three her. Er zielte auf den Markt oberhalb derCyclecars und hatte einen wassergekühlten Vierzylindermotor. Zunächst wurden seitengesteuerte Reihenmotoren vonDorman mit 1094 cm³ Hubraum eingesetzt, dann schwenkte man zu den belgischen 1207 cm³-Motoren der MarkePeters um. Sie waren mit den Getrieben verblockt, die entweder als zweistufigePlanetengetriebe oder Dreigang-Stirnradgetriebe ausgeführt waren. Durch eine Kardanwelle oder schrägverzahnte Stirnräder wurde das einzelne Hinterrad angetrieben.[1]
Der offene, zweisitzige Aufbau mitSchwiegermuttersitz hatte einen vernickelten Kühler und elektrische Beleuchtung. Das Fahrwerk war mit viertelelliptischen Blattfedern vorne und halbelliptischen Blattfedern hinten gefedert. Anders als bei anderen Kleinwagen hatte der Castle Three Holzspeichenräder anstatt Drahtspeichenrädern.
Der neue Wagen war auf derLondon Motor Show 1919 ausgestellt und die Firma erhielt noch während der Ausstellung 2300 Bestellungen. Allerdings wurden nicht alle diese Bestellungen bestätigt und so wurden schließlich 350 Exemplare gebaut. Bis heute haben zwei Stück überlebt.[2] Das Fahrzeug war zu schwer für die Cyclecar-Klasse.[1]
Es entstand auch einPrototyp eines vierrädrigen Fahrzeuges, der alsCastle Four vermarktet werden sollte. Doch dazu kam es nicht mehr. Die Firma schloss 1922 ihre Tore und die Fabrik wurde an einen Teppichhersteller verkauft.