Castetner liegt im Einzugsgebiet des FlussesAdour. Der Ruisseau de Géu Mort, ein Zufluss desGave de Pau und der Arrieusec, ein Zufluss desLaâ, strömen durch das Gemeindegebiet. Außerdem entspringt der Arriou de Barran auf dem Gebiet der Gemeinde.[3]
Castetner liegt auf einer militärisch interessanten Lage auf einem Höhenzug oberhalb der Täler des Gave de Pau und des Laâ. Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde gab es einrömisches Militärlager, von dem die Gemeinde ihren Namen erhielt und aus dem sich die Siedlung im Laufe der Jahrhunderte entwickelte.[4]
Im 12. und 13. Jahrhundert war Castetner Sitz einesNotariats. In derVolkszählung im Béarn im Jahre 1385 wurden inCasteg-ner 33 Haushalte erfasst. WeitereToponyme und Erwähnungen von Castetner waren in der FolgeCastetne undCastegnee (1538 bzw. 1568,Manuskript des 16. bis 18. Jahrhunderts). Die Gemeinde kennt drei alte Viertel,En-Haut,Enceinte undEn-Bas. Ersteres wurde 1545 alsle toron aperat lo Casteg de Castegner in Manuskripten erwähnt. Castetner hatte eine Blütephase im 16. Jahrhundert als Hauptort derBailliage von Larbaig.[5][6]
Zwischen 1972 und 1979 gehörte Castetner zur GemeindeMaslacq.[7]
Nach einem Höchststand von 340 Einwohnern in der Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die Bevölkerung der Gemeinde bei kurzen Wachstumsphasen bis zu den 1960er Jahren um insgesamt rund zwei Drittel reduziert. Seitdem ist eine gewisse Stabilisierung der Einwohnerzahl rund um 150 zu beobachten.
Jahr
1962
1968
1982
1990
1999
2006
2009
2023
Einwohner
112
114
122
151
147
154
156
140
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Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz Quellen:EHESS/Cassini bis 1999,[7]INSEE ab 2006[8][9]
Ortskirche, gewidmetMaria Magdalena. Während derHugenottenkriege ergriff Castetner die Partei auf derprotestantischen Seite und die damalige Kirche wurde protestantisch. Nach demEdikt von Fontainebleau 1685 wurde diese abgerissen und die Gemeinde besaß fast ein ganzes Jahrhundert lang keine Kirche.[10] 1781 wurde die neue Kirche errichtet, derenArchitektur sich in bestimmten Punkten von der anderer Kirchen der Region unterscheidet. Die Kirche in Castetner ist ein niedriger Steinbau mit einem Dach mit geringer Schräge versehen. DerGlockengiebel ist mit einem Vordach bedeckt. DerTabernakel der Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist als nationales Kulturgut registriert. Das Besondere an ihm ist seine doppelte Öffnung. Er könnte aus einemKloster stammen, denn inKlosterkapellen sind Tabernakel mit spiegelverkehrten Türen auf einem doppeltenAltar oft anzutreffen. Auf diese Wese wird esOrdensgeistlichen ermöglicht,Messen ohne anwesende Gemeinde abhalten zu können.[11]
Ein Schwerpunkt der Wirtschaft bildet die Landwirtschaft. Castetner liegt in der ZoneAOC desOssau-Iraty, ein traditionell hergestellter Schnittkäse aus Schafmilch.[12]
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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[13] Gesamt = 15
↑Castetner. Gasconha.com, abgerufen am 6. April 2017 (französisch).
↑Ma commune : Castetner. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 6. April 2017 (französisch).
↑Conseil régional d’Aquitaine: Camp romain de Castetner. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 7. April 2017; abgerufen am 2. August 2023 (französisch).
↑Conseil régional d’Aquitaine: Castetner. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 7. April 2017; abgerufen am 2. August 2023 (französisch).
↑Conseil régional d’Aquitaine: Église Sainte-Marie-Madeleine. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 7. April 2017; abgerufen am 2. August 2023 (französisch).