1946 gründeteTadao Kashio (1917–1993) den damals kleinen ElektronikbetriebKashio Seisakujo (樫尾製作所, deutsch „Kashio-Werk“) imTokioer StadtbezirkShibuya.
Um außerhalb Japans Produkte verkaufen zu können, entstand 1957 die heutige Casio Computer Co., Ltd. Mit seinen drei Brüdern Toshio (1925–2012), Kazuo (1929–2018) und Yukio (* 1930) gelang es Tadao Kashio aus dem kleinen Elektronikbetrieb Kashio Seisakujo den weltweit bekannten Elektronik-KonzernCasio zu etablieren. Jeder Bruder brachte seine einzigartige Spezialität und Stärke mit: Tadao im Finanzwesen, Toshio in der Entwicklung, Kazuo im Vertrieb und Yukio in der Produktion.[3] Im Jahr 1957 begann auch die Serienproduktion vonRechenmaschinen. Ab 1965 wurden die ersten elektronischenTischrechner mit Speicher produziert. 1974 brachte Casio seine ersteDigital-Armbanduhr, dieCasiotron, auf den Markt. 1984 wurde der erste Casio-Synthesizer vermarktet, der CZ-101. Seit 1995 werdenDigitalkameras vertrieben. 1996 präsentierte das Unternehmen seinen erstenPDA mitMicrosoft Windows CE unter dem NamenCasio Cassiopeia.[4]
AstronautThomas Reiter während derExpedition 14 mit einer Casio G-Shock auf der Internationalen Raumstation ISS
Casio war einer der ersten Produzenten von digitalenArmbanduhren und ist dafür bekannt, viele Funktionen in kleine Armbanduhren einzubauen (etwaStoppuhr, Digitalkompass, Höhen- und Luftdruckmesser, Thermometer,GPS,Digitalkamera,Fernbedienung). Seit 2000 werden von Casio auch weltweit funktionierendeFunkuhren und klassisch gestaltete Analoguhren angeboten. 2017 gab Casio in einerPressemitteilung bekannt, dass im August 2017 die einhundertmillionste G-Shock-Armbanduhr produziert wurde. Damit sieht sich das Unternehmen als Marktführer für Outdoor-Uhren.[5]
Ein früher programmierbarer Taschenrechner war der FX-201P, der 1976 produziert wurde. Programmierbar waren Sprungbefehle, Schleifen, Unterprogramme. 1/x und die Wurzel wurden auf 10, die anderen Funktionen auf 8 Stellen berechnet.[7] Aktuelle wissenschaftliche Taschenrechner von Casio unterstützen Tabellenkalkulation, numerisches Lösen von Gleichungen, Primfaktorzerlegung, Matrixrechnung und bieten perQR-Code die Möglichkeit, Ergebnisse online weiterzubearbeiten.[8]