Caroline Champetier (*16. Juli1954 inParis) ist eine französischeKamerafrau, die an der Realisierung von weit mehr als 100 Filmen beteiligt war. Für ihr „außergewöhnliches Werk, mit dem sie die Sichtweise vieler einzigartiger Filmschaffender mitgestaltet“ habe, wurde sie auf derBerlinale 2023 mit derBerlinale Kamera ausgezeichnet.[1]
Seit 1987 arbeitete sie mit Regisseuren wieJean-Luc Godard,Amos Gitai undJacques Doillon zusammen. Als „unschlagbar“ wurde ihre Kameraführung anlässlich der Präsentation vonTokyo! (Cannes 2008) bezeichnet – Champetier hatte für diesen dreiteiligen Episodenfilm bei der EpisodeMerde (Regie:Leos Carax) mitgewirkt.[3] In den Jahren 2010–2011 war sie Präsidentin des Verbandes der französischen KameraleuteAFC (Association Française des directrices et directeurs de la photographie Cinématographique).[4]
2011 erhielt Champetier für ihre Arbeit anVon Menschen und Göttern sowohl bei denPrix Lumières als auch bei denCésar-Verleihungen die Auszeichnung für die „Beste Kameraarbeit“ („meilleure photographie“). Im Februar 2023 bekam die französische Kamerafrau im Haus der Berliner Festspiele die Lebenswerk-AuszeichnungBerlinale Kamera 2023. In der Preisbegründung hieß es, sie habe durch ihre zahlreichen Arbeiten, angefangen bei der Mitarbeit an einem Film vonFrancois Truffaut sowie einigen Kurz- und Spielfilmen vonJean-Luc Godard bis hin zu Filmen mit „digitalem Potenzial“, „einen Spannungsbogen zwischen derNouvelle Vague und der jüngeren Generation erzeugt“.[5][1]
Neben ihrer Arbeit als Kamerafrau hat Champetier auch einige eigene Filme realisiert, überwiegend kurze Dokumentarfilme für französische Fernsehsender sowie den ebenfalls TV-produzierten Spielfilm über die impressionistische MalerinBerthe Morisot (2012).[6]
↑Erinnerungen von Champetier an ihr Studium am IDHEC werden zitiert in einem Text zu einer ihr im Jahr 2014 gewidmeten Retrospektive in derCinémathèque française, dort im AbschnittÀ l'origine (französisch; abgerufen am 20. August 2024).