Nach der Annexion des Herzogtums Lothringen durch das Königreich Frankreich 1766 trat der Saarbrücker FürstLudwig das Dorf Karlingen durch einen Nachtragsvertrag vom 1. April 1768 an Frankreich ab,[2] im Tausch fürEmmersweiler undBärendorf. Der französische KönigLudwig XV. gliederte Carling der 1767 gegründeten BaronieÜberherrn ein. Die Baronie umfasste auch die 1766 von Saarbrücken eingetauschten OrtschaftenWilhelmsbronn,Diesen und einen Teil vonL’Hôpital.
Im Jahr 1812 wurden Carling und L’Hôpital unter der HerrschaftNapoleons vereinigt. 25 Jahre später forderte die Bürgerschaft die Auflösung dieses Verbundes, die jedoch erst am 1. April 1894 durch eine Verordnung des Bezirkspräsidenten in Metz erfolgte.[3]
Nach demErsten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen desVersailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. ImZweiten Weltkrieg war das Gebiet von der deutschenWehrmacht besetzt, und der Ort stand bis 1944 unter deutscher Verwaltung.
Georg Lang:Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 135 (Google Books).
↑Max Besler:Die Ortsnamen des lothringischen Kreises Forbach, Abhandlung zum Jahresberichte des Progymnasiums zu Forbach i. Lothr., Prog. No. 477, Buchdruckerei Robert Hupfer, Forbach 1888, S. 31 (books.google.de).
↑Maximilian du Prel:Die Deutsche Verwaltung in Elsass-Lothringen 1870-1879. Denkschrift mit Benutzung amtlicher Quellen. Karl J. Trübner, Straßburg 1879, S. 10 (Google Books).
↑Central- und Bezirks-Amtsblatt für Elsaß-Lothingen, Hauptblatt Nr. 10 vom 3. März, Straßburg 1894, S. 96, Ziffer (27) (Google Books).
↑Karlingen, Kreis Forbach, Elsass-Lothringen, in:Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Karlingen (meyersgaz.org).