| Carhartt Automobile Corporation | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| Gründung | 1910 |
| Auflösung | 1912 |
| Auflösungsgrund | Geschäftsaufgabe |
| Sitz | Detroit,Michigan,USA |
| Leitung | Hamilton Carhartt Jr. |
| Branche | Automobile |
Carhartt Automobile Corporation war einUS-amerikanischer Hersteller vonAutomobilen.[1][2]
Der GeschäftsmannHamilton Carhartt († 1937) hatte 1889Detroit inMichigan eine Fabrik zur Herstellung von Berufskleidung gegründet, die alsCarhartt, Inc. bis heute besteht. Über private Kontakte mit führenden Automobilherstellern dieser Zeit,Henry B. Joy vonPackard,Walter P. Chrysler vonBuick undRoy D. Chapin vonHudson, kam er zum Automobilbau.[3]
Im März 1910 gründete er dieCarhartt Automobile Corporation zur Herstellung vonPersonenwagen derMittelklasse.[3] Geschäftsführer und Vizepräsident des Unternehmens wurde sein SohnHamilton Carhartt Jr. Der Firmensitz befand sich an der Kreuzung vonJefferson Avenue undTownsend Street (heuteBaldwin Street) in Detroit. Im August 1910 begann die Produktion von Automobilen, die bereits demModelljahr 1911 zugeordnet wurden. Der Markenname lauteteCarhartt. Es scheint, dass dieAssociation of Licensed Automobile Manufacturers (A.L.A.M.)Carhartt zunächst die Erteilung einerSelden-Lizenz zusagte, diese dann aber doch verweigerte.[4] Das Unternehmen hatte bereits in Maschinen und Material investiert und produzierte ohne solche Lizenz, was das Risiko barg, von der A.L.A.M. verklagt zu werden. DasSelden-Patent war ein eher dubioses aber in seiner Rechtswirksamkeit 1909 bestätigtes Universalpatent auf alle in den USA hergestellten oder importiertenKraftfahrzeuge mitVerbrennungsmotor. Nach anfänglichem Erfolg wurde auch eineNutzfahrzeugproduktion ins Auge gefasst. Wegen wirtschaftlicher Probleme kam es nicht mehr dazu. Um einer drohenden Insolvenz zuvorzukommen, beschloss Hamilton Carhartt Anfang 1912, aus der Automobilherstellung auszusteigen. Im März 1912 endete die Produktion. Insgesamt wurden ca. 500Carhartt-Automobile hergestellt, von denen wohl keines mehr existiert.[3]
DieMonarch Motor Car Company übernahm das Werk.
Im Angebot standen ausschließlich Fahrzeuge mitVierzylindermotoren vonContinental.[3]
1911 gab es denJunior alsModel J. Sein Motor leistete 25PS. DerRadstand betrug 300 cm. Überliefert sindRoadster undTourenwagen. Die ModellreiheFour hatte einen stärkeren Motor mit 35 PS. Der Radstand war identisch. Zur Wahl standenModel A alsGunboat Special,Model B alsPhaeton,Model C alsRunabout,Model D alsCoupé,Model G alsLandaulet undModel H alsLimousine.
1912 erhielt derJunior alsModel J einen kürzeren Radstand von 274 cm. Die Motorleistung wurde auf 30 PS gesteigert. Neben einemFore-Door Tourist Runabout gab es Limousine und Coupé. Die größere Modellreihe wurde nun nur nochModel B genannt. Der Radstand desFahrgestells blieb unverändert. Der Motor leistete nun 50 PS. Die Karosserieformen beschränkten sich aufFore-Door Touring Flyabout, Limousine und Coupé.
| Jahr | Modell | Ausführung | Zylinder | Leistung (PS) | Radstand (cm) | Aufbau |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1911 | Four | Model A | 4 | 35 | 300 | Gunboat Special |
| 1911 | Four | Model B | 4 | 35 | 300 | Phaeton |
| 1911 | Four | Model C | 4 | 35 | 300 | Runabout |
| 1911 | Four | Model D | 4 | 35 | 300 | Coupé |
| 1911 | Four | Model G | 4 | 35 | 300 | Landaulet |
| 1911 | Four | Model H | 4 | 35 | 300 | Limousine |
| 1911 | Junior | Model J | 4 | 25 | 300 | Roadster, Tourenwagen |
| 1912 | Junior | Model J | 4 | 30 | 274 | Fore-Door Tourist Runabout, Limousine, Coupé |
| 1912 | Model B | 4 | 50 | 300 | Fore-Door Tourist Flyabout, Limousine, Coupé |