Seit dem DebütalbumEaten Back to Life versuchten US-Politiker wieTipper Gore,Joe Lieberman oderBob Dole, die Musik und Konzerte zu verbieten. InAustralien,Neuseeland undKorea waren Cannibal Corpse lange Zeit komplett verboten. In Deutschland sind die ersten drei Alben, die AlbenEvisceration Plague undTorture sowie dieEPsHammer Smashed Face undWorm Infestedindiziert. GegenButchered at Birth besteht einBeschlagnahmebeschluss[1] nach§ 131 StGB und§ 184 StGB des AG Stuttgart vom 3. März 1994 Tonträger, Cover und Werbematerial betreffend. Die Initiative des Indizierungsverfahrens ging dabei von der LehrerinChrista Jenal aus.[2] Nachdem Bassist Alex Webster in Interviews zugab, dass indizierte Titel live gespielt, aber nicht angesagt werden, erstattete die Saarländerin Strafanzeige gegen ihn.
Auch infolgedessen wurden fast alle Alben abTomb of the Mutilated mit zwei unterschiedlichen Covern veröffentlicht, um einer Indizierung in Deutschland beziehungsweise einem Verbot in anderen Ländern zu entgehen. Der Zeichner heißtVincent Locke; von ihm stammen Albumcover, T-Shirt-Motive und ein Comic zu dem LiedUnleashing the Bloodthirsty, welcher der limitierten Edition des AlbumsThe Wretched Spawn beigelegt ist.
Im Jahr 1993 traten sie für den FilmAce Ventura – Ein tierischer Detektiv mitJim Carrey auf. Gemäß Schlagzeuger Paul Mazurkiewicz wurde die Band auf Wunsch von Jim Carrey zu den Dreharbeiten eingeladen. Zunächst lehnten die Musiker das Angebot ab, da sie am geplanten Drehtermin auf Europatournee waren. Daraufhin wurde der Drehplan angepasst.[3]
Nach dem AlbumThe Bleeding verließ Chris Barnes Cannibal Corpse und widmete sich nun vollkommen seinem NebenprojektSix Feet Under. Seinen Platz übernahmGeorge Fisher, der vorher bei der BandMonstrosity für den Gesang zuständig war. Mit ihm wurde unter anderem das AlbumVile aufgenommen, das sich als erstes Death-Metal-Album in denBillboard-Album-Charts platzieren konnte.[4][5]
Im Jahr 1997 verließ Rob Barett die Band und wurde von Pat O’Brien ersetzt, der zuvor bei der BandNevermore gespielt hatte. NachThe Wretched Spawn verließ Jack Owen überraschend die Band, um bei der Death-Metal-BandDeicide einzusteigen. Erst am 11. Dezember 2005 gab die Band offiziell den Namen seines Nachfolgers bekannt: Gitarrist Rob Barrett, der schon von 1993 bis 1997 auf den AlbenThe Bleeding undVile zu hören war.
Kill ist der Name des zehnten Studioalbums, das am 31. März 2006, zwei Wochen nach dem internationalen Veröffentlichungsdatum, in Deutschland erschien.
Im Jahr 2007 spielten Cannibal Corpse auf demWacken Open Air in Deutschland.
Am 30. Januar 2009 veröffentlichte die Band ihr elftes StudioalbumEvisceration Plague in Deutschland.[6]
Nach drei Jahren Pause veröffentlichte die Band am 9. März 2012 ihr neues und mittlerweile zwölftes StudioalbumTorture. In Deutschland gab es ein entschärftes Coverartwork, und im Booklet sind aus Jugendschutzgründen keine Songtexte enthalten.
Das dreizehnte Studioalbum der Band mit dem TitelA Skeletal Domain erschien in Deutschland am 12. September 2014.[7]
Nachdem das Haus des Leadgitarristen Pat O’Brien am 10. Dezember 2018 in Brand geraten war, brach dieser wenig später bewaffnet in ein Haus ein. Zeugen berichteten, dass O’Brien sich zuvor noch in der Nähe seines Hauses befand und unter Drogeneinfluss wirre Dinge rief. Er griff eine Frau an und bedrohte hinzugezogene Polizisten mit einem Messer, woraufhin er mit einem Elektroschocker ruhiggestellt werden musste. Der Hausbrand gefährdete das Feuerwehrpersonal, da in dem Haus mehrere Dutzend Feuerwaffen gelagert wurden. Er wurde wegen Einbruchs und des Richtens einer Waffe auf Polizisten festgenommen. Am 16. März 2021 wurde O’Brien zu fünf Jahren Haft auf Bewährung, 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit und knapp 24000 Dollar Geldstrafe verurteilt. Zusätzlich muss er sich regelmäßigen Drogentests unterziehen und bei Bedarf psychiatrische Beratung in Anspruch nehmen.[8][9]
Im Februar 2021 wurde bekanntgegeben, dassErik Rutan als neuer Gitarrist bei Cannibal Corpse in Erscheinung tritt.[10]
Stilistische Merkmale der Band sind komplexe Liedstrukturen, unvermittelteTempo- undTaktwechsel. DasSchlagzeugspiel ist geprägt von schnellenBlastbeats und aggressivenGrooves auf mittlerem Tempo. Neben den tiefenGitarrenriffs und den teils mehrstimmigenGitarrensoli ist derBass sehr präsent, was nicht zuletzt an der virtuosen Spielweise vonAlex Webster liegt, auch Basssoli werden in den Stücken verwendet. Der Gesang besteht meistens aus dem tiefenGrowling, manchmal werden aber auch hohe Schreie eingesetzt. Die Thematik ihrer Lieder beschäftigt sich mitHorror,Mord undGore. Aufgrund ihrer aggressiven Texte sind Auftritte und Alben der Band in mehreren Ländern zum Teil oder komplett verboten.