Kanada ist seit ihrer Gründung im Jahre 1949 Mitglied derNATO. Diekanadischen Streitkräfte in ihrer jetzigen Form entstanden erst am 1. Februar 1968, als die kanadische Regierung die bisherigen Teilstreitkräfte Canadian Army, die Royal Canadian Navy und die Royal Canadian Air Force organisatorisch zusammenführte, das Heer wurde in Folge alsCanadian Forces Land Force Command bezeichnet. Kanada war einer der wenigen Staaten, die ihre Streitkräfte so eng zusammengefasst haben. Im Sommer 2011 wurden die historischen Bezeichnungen jedoch wieder eingeführt.
Seit der letzten Reform sind die kanadischen Landstreitkräfte in die folgenden fünf Divisionen gegliedert:
2nd Canadian Division (entstanden ausLand Force Quebec Area)
3rd Canadian Division (entstanden ausLand Force Western Area)
4th Canadian Division (entstanden ausLand Force Central Area)
5th Canadian Division (entstanden ausLand Force Atlantic Area)
Canadian Army Doctrine and Training Centre (die Aus- und Weiterausbildungsorganisation des Heeres auf Divisionsebene)
Die1st Canadian Division ist ein integriertes Einsatzführungskommando im Kanadischen Gemeinsamen Einsatzkommando (Canadian Joint Operations Command) für Auslandseinsätze für Heeres-, Marine- und Luftwaffeneinheiten und somit außer Kanadischen Heeresorganisation.[3]
Kanadisches und US-amerikanisches Flaggenhissen in Afghanistan 2009
Eine erneute Umgliederung in vier Divisionen – Defence of Canada Division, Manoeuvre Division, Support Division und Training Formation – wurde 2025 angeschoben.[4]
Zum 1. Februar 1968 wurden die drei kanadischen Teilstreitkräfte (in traditioneller Reihung die Königliche Kanadische Marine, das kanadische Heer und die Königlichen Kanadischen Luftstreitkräfte) fusioniert und so entstand eine kombinierte Streitkraft – dieCanadian Armed Forces / Forces armées canadiennes. In dieser neuen Struktur wurden die drei ehemaligen Teilstreitkräfte in sechs funktionelle Kommandos gegliedert – Seekommando (Maritime Command), Mobiles Kommando (Mobile Command), Luftverteidigungskommando (Air Defence Command), Lufttransportkommando (Air Transport Command), Versorgungskommando (Materiel Command) und das Ausbildungskommando (Training Command). Im Mobilen Kommando wurden die Heereskampfverbände, die Heeresfliegerverbände und die taktischen Jagdbomberverbände zusammengebunden.
Im Jahre 1975 wurde die Luftkomponente des Mobilen Kommando im neuentstandenen Luftkommando (Air Command) eingegliedert und so wurde das Mobile Kommando generell eine Heereskomponente.
Im späterenKalten Krieg waren die Heeresverbände in zwei Kategorien organisiert. Die regulären Einheiten bildeten zweimechanisierte Brigadegruppen (die englischsprachige1 Canadian Mechanized Brigade Group mitHauptquartier in CFB Calgary und die französischsprachige5e Groupe-brigade mécanisé du Canada mit Hauptquartier in CFB Valcartier) sowie eine kombinierte Schnelleingreifformation auf Brigadenebene –Special Service Force mit Hauptquartier in CFB Petawawa. Die in derBundesrepublik Deutschland basierte4 Canadian Mechanized Brigade Group (mit Hauptquartier inCFB Lahr in Baden-Württemberg) unterstand dem Kommando derCanadian Forces Europe. Die Heeresmilizverbände waren in fünf territorielle Milizbezirke auf Divisionsebene organisiert und jeder Bezirk enthielt Milizdistrikte auf Brigadenebene –Atlantic Militia Area mit sechs,Quebec Militia Area mit drei,Central Militia Area mit sechs,Prairie Militia Area mit fünf undPacific Militia Area mit sechs.
Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden die kanadischen Streitkräfte grundsätzlich umstrukturiert. Die4 Canadian Mechanized Brigade Group-Brigade und das4 Wing-Jagdfliegergeschwader in der BRD wurden zurück nach Kanada gebracht und dasCanadian Forces Europe-Kommando wurde aufgelöst. DieSpecial Service Force-Eingreifbrigade wurde auch aufgelöst. Die regulären und Milizverbände wurden in vier neuen Landstreitkräftengebieten (Land Forces Area) integriert.Atlantic Militia Area wurde das neueLand Forces Atlantic Area,Quebec Militia Area wurdeLand Forces Quebec Area,Central Militia Area wurdeLand Forces Central Area und dasPrairie Militia Area undPacific Militia Area wurden im neuenLand Forces Western Area zusammengebracht. Die Milizverbände wurden in motorisierten Kanadischen Brigadegruppen (Canadian Brigade Group (CBG)) neuorganisiert, ähnlich den regulären Heeresverbänden, die in Kanadischen Mechanisierten Brigadegruppen (Canadian Mechanised Brigade Group (CMBG)) organisiert sind. Mit dieser Umstrukturierung wurde dasMobile Command inLand Forces Command umbenannt.
Aus traditionellen Gründen wurden im Jahre 2011 das Landkommando, Seekommando und das Luftkommando in Heer, Königliche Kanadische Marine und Königliche Kanadische Luftstreitkräfte sowie im Jahre 2013 die vier Landstreitkräftekommandos in Heeresdivisionen umbenannt. Die integrierte Struktur der kanadischen Streitkräfte wurde jeweils beibehalten. Die wiederaufgestellten Heeresdivisionen sind eigentlich nicht taktische Großverbände, sondern territorielle Heeresbezirke. Aus diesem Grund sind diese Formationen zusätzlich zu den regulären und Milizbrigaden auch für Ausbildungszentren, Logistik- und Infrastruktureinheiten und für Patrouillenverbände derKanadischen Rangers verantwortlich.
Am 1. April 2015 wurde die1st Canadian Division als integriertes Einsatzführungskommando imCanadian Joint Operations Command für Auslandseinsätze für Heeres-, Marine- und Luftwaffeneinheiten verlegt und ist somit kein Heeresgroßverband mehr. Im Jahr 2017 hat das kanadische Heer die folgende Gliederung:
2e Bataillon, Royal 22e Régiment (Québec, QC) – mechanisierte Infanterie
3e Bataillon, Royal 22e Régiment (BFC Valcartier, QC) – leichte Infanterie (je eine Fallschirmjägerluftlande-, Hubschrauberluftlande- und Gebirgsjägerkompanie)
5e Régiment d’artillerie légère du Canada (BFC Valcartier, QC) – gezogenes Artilleriebataillon
5e Régiment de Génie de combat (BFC Valcartier, QC) – Kampfpionierbataillon
5e Bataillon des services (BFC Valcartier, QC) – Unterstützungsbataillon
5.Militärpolizeizug / 5. Militärpolizeiregiment (Land Force Military Police Group / Canadian Forces Military Police)
5. Feldambulanz / 4. Gruppe der Gesundheitsdienste (Canadian Forces Health Services Group)
Groupe de soutien de la 2e Division du Canada (BFC Montréal, QC) – Unterstützungsgruppe der 2. Kanadische Division
Quartier général du Groupe de soutien de la 2e Division du Canada – Stab der UG 2. KD
Escadron des transmissions du Groupe de soutien de la 2e Division du Canada (BFC Valcartier) – Fernmeldeschwadron der UG 2.KD
Base des Forces canadiennes / Unité de soutien de secteur Montréal (Montréal) – Kanadische Streitkräftestützpunkt / Sektorunterstützungseinheit Montréal
Base de soutien de la 2e Division du Canada Valcartier (BFC Valcartier) – Unterstützungsbasis der 2. Kanadische Division Valcartier
Base des Forces canadiennes Saint-Jean (Saint-Jean-sur-Richelieu) – Kanadische Streitkräftestützpunkt Saint-Jean
Centre d'instruction de la 2e Division du Canada (BFC Valcartier, QC) – Ausbildungszentrum der 2. Kanadischen Division
The Royal Montreal Regiment (Westmount) – leichte Infanterie
2e Régiment d'artillerie de campagne, Régiment royal de l'Artillerie canadienne (Montreal) – gezogenes Artilleriebataillon
34 Régiment du Génie (Westmount) – Kampfpionierbataillon
34e Bataillon des services (Saint-Hubert) – Unterstützungsbataillon
35e Groupe-brigade canadienne (Ville de Québec, QC)
Quartier général du 35e Groupe-brigade du Canada (Ville de Québec) – Brigadestab
35e Régiment des transmissions (Ville de Québec) – Fernmeldebataillon
Sherbrooke Hussars (Sherbrooke) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
12e Régiment blindé du Canada (Milice) (Trois-Rivières) – das Reservebataillon des 12. Kanadischen Gepanzerten Regiments, gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
Le Régiment de la Chaudière (Lévis, Québec) – leichte Infanterie
Le Régiment du Saguenay (Chicoutimi) – leichte Infanterie
Les Fusiliers de Sherbrooke (Sherbrooke) – leichte Infanterie
Les Fusiliers du St-Laurent (Rimouski) – leichte Infanterie
Les Voltigeurs de Québec (Ville de Québec) – leichte Infanterie
6e Régiment d’artillerie de campagne, Régiment royal de l'Artillerie canadienne (Lévis, Québec) – gezogenes Artilleriebataillon
62e Régiment d’artillerie de campagne, Régiment royal de l'Artillerie canadienne (Shawinigan) – gezogenes Artilleriebataillon
35e Régiment de Génie de combat (Ville de Québec) – Kampfpionierbataillon
35e Bataillon des services (Ville de Québec) – Unterstützungsbataillon
4e Compagnie du Renseignement (Montreal) – Militärnachrichteinheit
34 Compagnie des activités d'influence (Montreal) – psychologische Kriegsführung
35 Compagnie des activités d'influence (Québec) – psychologische Kriegsführung
sekundäre Reserve
2e Groupe de patrouilles des Rangers canadiens (Saint-Jean-sur-Richelieu, QC) –Canadian Rangers, 23 Patrouilleneinheiten
3rd Canadian Division (CFB Edmonton, Alberta; für British Columbia (BC), Alberta (AB), Manitoba (MB), Saskatchewan (SK) Bundesprovinzen verantwortlich, sowie für einen Teil von Ontario – Thunder Bay und westlich von der Stadt)[6]
reguläre Kräfte
1 Canadian Mechanized Brigade Group (CFB Edmonton, AB)
1 CMBG Headquarters & Signal Squadron (CFB Edmonton)
Lord Strathcona's Horse (Royal Canadians) (CFB Edmonton) – gepanzertes Bataillon (Panzer und Schützenpanzer)
1. Militärpolizeizug / 1. Militärpolizeiregiment (Land Force Military Police Group / Canadian Forces Military Police)
1. Feldambulanz / 1. Gruppe der Gesundheitsdienste (Canadian Forces Health Services Group)
3rd Canadian Division Support Group (CFB Edmonton, AB)
3rd Canadian Division Support Group HQ (CFB Edmonton) – Stab der UG 3. KD
3rd Canadian Division Support Group Signal Squadron (CFB Edmonton) – Fernmeldeschwadron der UG 3. KD
Canadian Forces Base / Area Support Unit Shilo – Kanadische Streitkräftestützpunkt / Sektorunterstützungseinheit Shilo
3rd Canadian Division Support Base Edmonton – Unterstützungsbasis der 3. Kanadische Division Edmonton
Canadian Forces Base Suffield – Kanadische Streitkräftestützpunkt Suffield
Royal Canadian Artillery Band – Militärmusikkorps
3rd Canadian Division Training Centre (Wainwright, AB) – Ausbildungszentrum der 3. Kanadischen Division
primäre Reserve
38 Canadian Brigade Group (Winnipeg, MN)
38 Canadian Brigade Group HQ (Winnipeg) – Brigadestab
38 Signal Regiment (Regina, Saskatoon, Winnipeg, Thunder Bay) – Fernmeldebataillon
The Saskatchewan Dragoons (Moose Jaw) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen[7]
The Fort Garry Horse (Winnipeg) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
The Royal Winnipeg Rifles (Winnipeg) – leichte Infanterie
The Lake Superior Scottish Regiment (Thunder Bay) – leichte Infanterie
The North Saskatchewan Regiment (Saskatoon und Prince Albert) – leichte Infanterie
The Royal Regina Rifles (Regina) – leichte Infanterie
The Queen’s Own Cameron Highlanders of Canada (Winnipeg) – leichte Infanterie
10th Field Artillery Regiment, Royal Canadian Artillery (Regina und Yorkton) – gezogenes Artilleriebataillon
26th Field Artillery Regiment, Royal Canadian Artillery (Brandon und Portage la Prairie) – gezogenes Artilleriebataillon
116th Independent Field Battery, Royal Canadian Artillery (Kenora) – gezogene Artilleriebatterie
38 Combat Engineer Regiment (Saskatoon und Winnipeg) – Kampfpionierbataillon
38 Service Battalion (Regina, Saskatoon, Winnipeg und Thunder Bay) – Unterstützungsbataillon
39 Canadian Brigade Group (Vancouver, BC)
39 Canadian Brigade Group HQ (Vancouver) – Brigadestab
39 Signal Regiment (Vancouver, Victoria und Nanaimo) – Fernmeldebataillon
The British Columbia Regiment (Duke of Connaught's Own) (Vancouver) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
The British Columbia Dragoons (Kelowna und Vernon) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
The Rocky Mountain Rangers (Kamloops and Prince George) – leichte Infanterie
The Royal Westminster Regiment (New Westminster and Chilliwack) – leichte Infanterie
The Seaforth Highlanders of Canada (Vancouver) – leichte Infanterie
The Canadian Scottish Regiment (Princess Mary’s) (Victoria, Nanaimo and Comox) – leichte Infanterie
5th (British Columbia) Field Artillery Regiment, RCA (Victoria und Nanaimo) – gezogenes Artilleriebataillon
15th Field Artillery Regiment, RCA (Vancouver und Aldergrove) – gezogenes Artilleriebataillon
39 Combat Engineer Regiment (Vancouver, Chilliwack und Trail) – Kampfpionierbataillon
39 Service Battalion (Richmond und Victoria) – Unterstützungsbataillon
41 Canadian Brigade Group (Calgary, AB)
41 Canadian Brigade Group HQ (Calgary)
41 Signal Regiment (Calgary, Edmonton und Red Deer) – Fernmeldebataillon
The South Alberta Light Horse (Edmonton und Medicine Hat) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
The King's Own Calgary Regiment (Royal Canadian Armoured Corps) (Calgary) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
The Loyal Edmonton Regiment (4th Battalion, Princess Patricia's Canadian Light Infantry) (Edmonton und Yellowknife) – leichte Infanterie
The Calgary Highlanders (Calgary) – leichte Infanterie
20th Field Artillery Regiment, Royal Canadian Artillery (Edmonton und Red Deer) – gezogenes Artilleriebataillon
20th Independent Field Battery, Royal Canadian Artillery (Lethbridge) – gezogene Artilleriebatterie
41 Combat Engineer Regiment (Calgary und Edmonton) – Kampfpionierbataillon
41 Service Battalion (Calgary und Edmonton) – Unterstützungsbataillon
6 Intelligence Company (CFB Edmonton) – Militärnachrichteneinheit
1 Military Police Regiment (CFB Edmonton) (Land Force Military Police Group / Canadian Forces Military Police)
sekundäre Reserve
4th Canadian Ranger Patrol Group (CFB Victoria, BC) –Canadian Rangers, 43 Patrouilleneinheiten
4th Canadian Division (Denison Armoury, Toronto, Ontario; für Ontario (ON) verantwortlich)[8]
reguläre Kräfte
2 Canadian Mechanized Brigade Group (CFB Petawawa, ON)
2 CMBG Headquarters & Signal Squadron (CFB Petawawa) – Brigadestab und Fernmeldeschwadron
The Royal Canadian Dragoons (CFB Petawawa) – gepanzertes Bataillon (Kampfpanzer und Schützenpanzer, ein Panzerschwadron unter 5. Kanadischen Division in Gagetown, NB)
(2nd Battalion, The Royal Canadian Regiment (CFB Gagetown) – mechanisierte Infanterie, unter 5. Kanadischen Division in Gagetown, NB)
3rd Battalion, The Royal Canadian Regiment (CFB Petawawa) – leichte Infanterie (mit zwei Fallschirmjägerluftlande-, eine Hubschrauberluftlande- und eine Gebirgsjägerkompanie)
2nd Regiment, Royal Canadian Horse Artillery (CFB Petawawa) – gezogenes Artilleriebataillon
The Queen’s York Rangers (1st American Regiment) (Royal Canadian Armoured Corps) (Toronto und Aurora) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
The Queen’s Own Rifles of Canada (Toronto und Scarborough) – leichte Infanterie
The Royal Regiment of Canada (Toronto) – leichte Infanterie
The Lincoln and Welland Regiment (St. Catharines und Welland) – leichte Infanterie
The Lorne Scots (Peel, Dufferin and Halton Regiment) (Brampton, Oakville und Georgetown) – leichte Infanterie
48th Highlanders of Canada (Toronto) – leichte Infanterie
The Toronto Scottish Regiment (Queen Elizabeth the Queen Mother's Own) (Toronto und Mississauga) – leichte Infanterie
7th Toronto Regiment, Royal Canadian Artillery (Toronto) – gezogenes Artilleriebataillon
56th Field Artillery Regiment, Royal Canadian Artillery (Brantford) – gezogenes Artilleriebataillon
2 Intelligence Company (Toronto) – Militärnachrichteneinheit
7 Intelligence Company (Ottawa) – Militärnachrichteneinheit
sekundäre Reserve
3rd Canadian Ranger Patrol Group (CFB Borden) – 15 Patrouilleneinheiten
5th Canadian Division (CFB Halifax, Nova Scotia; für New Brunswick (NB), Nova Scotia (NS), Prince Edward Island (PE) und Newfoundland and Labrador (NL) Bundesprovinzen verantwortlich)[9]
reguläre Kräfte
Canadian Combat Support Brigade (CCSB) (Kingston, ON)[10] Der Brigadestab befindet sich außerhalb von der geografischen Verantwortung der 5. Kanadischen Division (in Kingston, Ontario). Sie ist aber vorerst ein Ausbildungszentrum für Informationseinsätze und kommt dafür unter dieser meistens Ausbildungsdivision.
Influence Activities Task Force (Halifax) – PsyOps und CiMiC
4th Artillery Regiment (General Support), Royal Canadian Artillery (CFB Gagetown) – Lenkwaffenfliegerabwehr
4 Engineer Support Regiment (CFB Gagetown) – Pionierunterstützung
CFB Gagetown ist der größte Ausbildungsstützpunkt des kanadischen Heeres. Dort werden Einheiten der drei reguläre Brigadegruppen geübt. Dazu sind auch das 2. Bataillon, Königliches Kanadisches Regiment, sowie eine gemischteLeopard 2 Kampfpanzerschwadron von Angehörigen der Königliche Kanadische Dragoner und des 12. Kanadischen Gepanzerten Regiments unter der 5. Kanadischen Division.
C. Squadron, The Royal Canadian Dragoons, Royal Canadian Armoured Corps (CFB Gagetown) – Kampfpanzer
2nd Battalion, The Royal Canadian Regiment (CFB Gagetown) – mechanisierte Infanterie
folgende Einheiten unterstützen die Heereseinheiten in CFB Gagetown:
3 Military Police Regiment Detachment Gagetown (Land Force Military Police Group / Canadian Forces Military Police)
42 Canadian Forces Health Services Centre Gagetown (Canadian Forces Health Services Group)
Canadian Army Trials and Evaluation Unit
5th Canadian Division Support Group (Oromocto, NB) – Unterstützungsgruppe der 5. Kanadischen Division
5th Canadian Division Training Centre (Oromocto, NB) – Ausbildungszentrum der 5. Kanadischen Division
primäre Reserve
36 Canadian Brigade Group (Halifax, NS)
36 Canadian Brigade Group HQ (Halifax) – Brigadestab
36 Canadian Brigade Group (NS) Band (Halifax) – Militärmusikkorps
36 Signal Regiment (Halifax, Glace Bay und Charlottetown) – Fernmeldebataillon
The Halifax Rifles (Royal Canadian Armoured Corps) (Halifax) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
The Prince Edward Island Regiment (Royal Canadian Armoured Corps) (Charlottetown) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
The Princess Louise Fusiliers (Halifax) – leichte Infanterie
The West Nova Scotia Regiment (Aldershot) – leichte Infanterie
1st Battalion, The Nova Scotia Highlanders (North) (Truro, Amherst und Springhill) – leichte Infanterie
The Cape Breton Highlanders (Sydney) – leichte Infanterie
1st (Halifax-Dartmouth) Field Artillery Regiment, Royal Canadian Artillery (Halifax) – gezogenes Artilleriebataillon
84th Independent Field Battery, Royal Canadian Artillery (Yarmouth) – gezogene Artilleriebatterie
36 Combat Engineer Regiment (Sydney und Halifax) – Kampfpionierbataillon
36 Service Battalion (Halifax und Sydney) – Unterstützungsbataillon
37 Canadian Brigade Group (Moncton, NB)
37 Canadian Brigade Group HQ (Moncton) – Brigadestab
37 Signal Regiment (Saint John und St John’s) – Fernmeldebataillon
8th Canadian Hussars (Princess Louise's) (Moncton) – gepanzertes Aufklärungsbataillon mit Textron TAPV und Mercedes-Benz G-Wagen
The Royal New Brunswick Regiment (Carleton and York) (Fredericton) – leichte Infanterie
The North Shore (New Brunswick) Regiment (Bathurst) – leichte Infanterie
2nd Battalion, The Royal Newfoundland Regiment (Corner Brook) – leichte Infanterie
3rd Field Artillery Regiment, Royal Canadian Artillery (Saint John) – gezogenes Artilleriebataillon
37 Combat Engineer Regiment (St. John’s und Fredericton) – Kampfpionierbataillon
37 Service Battalion (Saint John) – Unterstützungsbataillon
3 Intelligence Company (Halifax) – Militärnachrichteneinheit
sekundäre Reserve
5th Canadian Ranger Patrol Group (Gander, NL) – 32 Patrouilleneinheiten
Canadian Army Doctrine and Training Centre (CFB Kingston, ON)[11]
Canadian Army Command and Staff College (CFB Kingston, ON)
Peace Support Training Centre Kingston (CFB Kingston, ON)
Canadian Manoeuvre Training Centre (CFB Wainwright, AB)
Combat Training Centre (CTC) (CFB Gagetown, NB) (die Lehrverbandbrigade des kanadischen Heeres)
Die drei Bundesterritorien in nördlichen Kanada verfügen über keine reguläre oder Milizbrigaden. Einsätze in diesen Gebieten sind nicht in der Verantwortung des Heeres, sondern direkt vomCanadian Joint Operations Command (CJOC) / Commandement des opérations interarmées du Canada (COIC) durchJoint Task Force (North) geführt.
Im Herbst 2025 gab der Chef der Canadian Army bekannt, dass die Landstreitkräfte insgesamt umfassend restruktiert werden sollen. Die vier regional gegliederten Divisionen werden demnach in vier Großverbände mit verschiedenen Aufgaben umgegliedert.[12][13]
Heeresführungskommando (Commander of the Canadian Army and Chief of the Army Staff, imNational Defence Headquarters in Ottawa integriert)
Defence of Canada Division (entsteht aus der2. Canadian Division)
Manoeuvre Division (entsteht aus der3. Canadian Division)
Support Division (entsteht aus der2. Canadian Division)
Die Streitkräfte des Dominions Kanada entstanden aus den lokalen Milizeinheiten und aus in Kanada dienenden regulären Einheiten der britischen Streitkräfte. Aus diesem Grund folgen sie ihren Traditionen. So bildet das kanadische Heer Regimenter in Bataillonsstärke. Die einzigen Ausnahmen sind die drei regulären Regimenter der Infanterie, das ReserveRoyal Newfoundland Regiment der Infanterie und das integrierte12e Régiment blindé du Canada der Kavallerie, das ein reguläres und ein Reservebataillon (beide Regimenter genannt) hat.
Infanterie oder Fußtruppen sind zu Fuß kämpfende, mit Handwaffen ausgerüstete Soldaten der Bodenstreitkräfte. Ausrüstung des gesamten Heer sind der Maschinenkarabiner Colt Canada C7A1 (kanadische Version desM16), als Ordonnanzwaffe die9-mm-Pistole Browning und als Standardmaschinengewehr dasFN MAG (C6 GPMG). Die Infanterie nutzt Radpanzer des TypsLAV III (Light Armoured Vehicle III). Die kanadische Infanterie ist imKöniglichen Kanadischen Infanteriekorps (Royal Canadian Infantry Corps / Corps d'infanterie royal canadien) zusammengefasst.
Drei Regimenter bilden die reguläre Infanterie des kanadischen Heeres – die englischsprachigenThe Royal Canadian Regiment undPrincess Patricia's Canadian Light Infantry und das französischsprachigeRoyal 22e Régiment. Als Mobilisierungsverband hat das Royal Canadian Regiment ein Milizbataillon und das Royal 22e Régiment zwei. Die regulären Kräfte der drei Regimenter stellen zwei mechanisierte Infanterie- und ein Jägerbataillon. Die mechanisierten Bataillone gliedern sich in drei Schützenpanzerkompanien, eine Kampfunterstützungs- und eine Stabs- und Versorgungskompanie. Die Jägerbataillone bestehen aus drei Jägerkompanien – je eine Fallschirmjägerkompanie, eine Luftmobile Kompanie und eine Gebirgsjägerkompanie, mit einer Kampfunterstützungs- und einer Stabs- und Versorgungskompanie. Die Reserve-Bataillone der Infanterie sind motorisierte Einheiten ohne Spezialisation.
Die Kampfpanzer- und Panzeraufklärungseinheiten des kanadischen Heeres sind aus traditionellen Gründen als Kavallerie kategorisiert. Die kanadische Kavallerie ist imKöniglichen Kanadischen Kavalleriekorps (Royal Canadian Armoured Corps / Corps blindé royal canadien) organisiert. Im Gegensatz zu den anderen Heeren der NATO-Mitgliedsländer sind die gepanzerten Einheiten nicht getrennt, sondern die Kampfpanzer- und Spähpanzerkompanien (Schwadronen genannt) sind zusammen in regulären Kavallerieregimentern integriert. Die gleiche Situation erscheint auch in der Reserve der Kavallerie, wo Spähpanzer- und leichte Aufklärungskompanien (auch Schwadronen) zusammengebunden sind. Zur Ausrüstung gehören unter anderem: der Spähpanzer Coyote (Variante des Piranha) undLeopard-2-Panzer der Typen A6M CAN und A4M CAN.
Pioniereinheiten beim Militär dienen dazu, im Krieg zerstörte Infrastrukturen und andere Einrichtungen wieder nutzbar zu machen. Die kanadischen Pioniertruppen sind imKorps der Königliche Kanadische Pioniere (The Corps of Royal Canadian Engineers / Corps du génie royal canadien) organisiert. Diese Truppengattung wird auch als Nachfolger der Kavallerie gesehen und so werden ihre Bataillone Regimenter und ihre Kompanien Schwadronen genannt. Die regulären Regimenter sind aus Schwadronen verschiedener Spezialisierungen gebildet (gepanzerte Kampfpionierkompanien, Brückenleger, Sprengstoffexperten, Baupioniere usw.). Die Reserve-Regimenter bestehen aus gemischten Feldpionierschwadronen, die generell an verschiedenen Standorten stationiert sind. Diese Einheiten verfügen über Basisfähigkeiten und haben neben Krisenreaktion und Bevölkerungsschutz die Aufgaben, die regulären Regimenter bei Auslandseinsätzen mit Personal zu verstärken und die Milizeinheiten der anderen Truppengattungen in Pionierwesen auszubilden. Zur Ausstattung gehören unter anderem das Badger Armoured Engineering Vehicle (AEV), Taurus – Armoured Recovery Vehicle (ARV) und die Pioniervariante des LAV III.
Die Artillerie sichert die Streitkräfte mit einer starken Feuerkraft. Die kanadische Artillerie ist unter anderem mit 105-mm- und 155-mm-Haubitzen sowie mit 81-mm-Mörsern ausgerüstet. Die Artillerie des kanadischen Heeres folgt im Gegensatz zu der Infanterie, zu der Kavallerie und zu den Pionieren die Traditionen von zwei verschiedenen Militärkorps. Die Artilleriebataillone der drei regulären Kanadischen Mechanisierten Brigadegruppen sind Regimenter genannt und gehören traditionell zu derKöniglichen Kanadischen Reitenden Artillerie (Royal Canadian Horse Artillery, auf Französisch eigentlich Kanadische Leichte Artillerie (Artillerie légère du Canada) genannt). Die Artilleriebataillone der Reserve Kanadischen Brigadegruppen sind Feldregimenter oder Feldartillerieregimenter genannt und gehören traditionell zurKöniglichen Kanadischen Artillerie (Royal Canadian Artillery / Artillerie royale canadienne). Dazu kommen auch einige selbstständige Feldbatterien. Die kanadische Artillerie ist generell Feldartillerie, die mit gezogenen Haubitzen ausgerüstet ist. Die einzige Ausnahme von diesen Regeln ist das 4th Artillery Regiment (General Support), Royal Canadian Artillery. Sie ist die einzige reguläre Einheit der Königlichen Kanadischen Artillerie, die einzige selbstfahrende kanadische Artillerieeinheit und auch die einzige kanadische Flugabwehr-Artillerieeinheit.
Die Fernmeldeeinheit ermöglichen einen direkten Funk, Telefon oder Computerdaten Verbindung über Satellitensysteme während eines Einsatzes. Ausgestattet sind diese mit Funkgeräten, Satellitentelefonen und Tactical-Command- und Control-Communications-Systemen.
Die kanadischen Fernmeldetruppen sind eigentlich nicht eine Heerestruppengattung, sondern eine unifizierte Truppengattung der Streitkräfte generell. Das ist dieKommunikations- und Elektronikbranche (Communications and Electronics Branch / Branche des communications et de l'électronique) und die dazugehörenden Heeresuniformträger bilden dasKöniglich Kanadische Fernmeldekorps (Royal Canadian Corps of Signals / Corps des transmissions royal du Canada).
Darunter fallen vor allem logistische Einheiten, welche die benötigten Kriegsmaterialien transportieren (Lebensmittel und andere Materialien). Nach der Unifizierung der drei Teilstreitkräfte wurden die verschiedenen Logistikkorps des Heeres, der Marine und der Streitkräfte in einer einzelnen Truppengattung – die Logistische Branche (Logistics Branch / Branche de la logistique) gebunden. Diese sind unter anderem ausgerüstet mit leichten Unterstützungs-Fahrzeugen (Light Utility Vehicle Wheeled), ungeschützten schweren Transportfahrzeugen (Heavy Logistics Vehicle Wheeled – HLVW) und seit 2007 mit geschützten Transport- und Bergefahrzeugen desArmoured Heavy Support Vehicle System (AHSVS). Das AHSVS basiert auf den geländegängigen Mercedes-Benz-Lastwagen derActros-Serie 4100. Sie sind nach dem NATO-StandardSTANAG 4569 gepanzert und bieten Schutz gegen Beschuss aus Handwaffen, Minen- und IED-Explosionen. Die eingeführten Varianten erstrecken sich dabei auf Transportfahrzeug mit Ladekran, Berge- und Instandsetzungsfahrzeuge, Schwerlastsattelzüge und Wechselladerfahrzeuge.
Die kanadische Militärpolizei ist (wie die kanadischen Fernmelde-, Logistik- und Sanitätstruppen) eine unifizierte Branche der Streitkräfte –Militärpolizei der Kanadischen Streitkräfte (Canadian Forces Military Police / Police militaire des Forces canadiennes). Diese Branche ist weiter in verschiedene Gattungen gegliedert, welche die Einsätze des Heeres, der Marine, der Luftstreitkräfte, der Spezialkräfte und die gemeinsame Operationen unterstützen. DieMilitärpolizeigruppe des Kanadischen Heeres (Land Force Military Police Group / Groupe de la Police militaire de l'Armée canadienne). Die Gruppe hat ein Hauptquartier in der Hauptstadt Ottawa und vier Regimenter – eines für jede Heeresdivision.
Zwei Soldaten des „Royal 22e Régiment“ (links im „Ceremonial Dress“, rechts im „Service Dress“)Soldaten im „Operational Dress“ (hier in „Field Combat Clothing“)
In der kanadischen Armee werden neben der Einsatz- und Felduniform (Operational Dress) eine Vielzahl verschiedener Uniformen getragen, darunter eine zeremonielle Uniform (Ceremonial Dress), eine Gesellschaftsuniform (Mess Dress) und eine Dienstkleidung (Service Dress). Die kanadischen Uniformen entwickelten sich dabei von 1900 bis zur Vereinigung der kanadischen Streitkräfte im Jahr 1968 parallel zu denen der britischen Armee, wiesen jedoch deutliche Unterschiede auf.
Mit demCADPAT (CAnadian Disruptive PATtern) führte die kanadische Armee im Jahr 2002 für ihre „Field Combat Clothing“ ein eigenes Tarnmuster ein. Es ist das weltweit erste computergestützt entwickelte Tarnmuster.
Kanada ist eine Industrienation mit einem hochentwickelten Forschungs-, Entwicklungs- und Technologiesektor. Seit demErsten Weltkrieg produziert Kanada seine eigenen Infanteriefahrzeuge mit Schießausstattung, Panzerabwehrkanonen, Handfeuerwaffen und Sturmgewehre für die kanadischen Streitkräfte. Trotz der Budgeteinsparungen zwischen 1960 und 2000 ist das Heer relativ gut ausgestattet. Die kanadische Army verfügt über etwa 10.500 Fahrzeuge wie beispielsweise denG-Wagon und dasNavistar 7000 series sowie etwa 2.700 Panzer; unter anderem denLAV-III-Radpanzer vonGeneral Dynamics Canada und denLeopard 2. Weiterhin verfügt die Army über 150 Feldhaubitzen wie dieM777 und dasGIAT LG1.
Bei der Infanterie wurde dasC7 Rifle / C8 Carbine als Standardsturmgewehr eingeführt, sowie als Ergänzung die C7 mit einemM203 Granatwerfer und die C9. Die C7/C8 wurde zur Variante C7A2 nachgerüstet.
500 Textron Tactical Armoured Patrol Vehicle (TAPV), in diversen Ausführungen als Taktisches gepanzertes Patrouillen- und Aufklärungsfahrzeug, vor allem im Einsatz bei den Reserveverbänden