Camino del Cid

DerCamino del Cid („Weg des Cid“) ist eine erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts offiziell festgelegte ca. 1350 km lange Wander-, Rad- oder Fahrtroute im NordostenSpaniens, die der Wegbeschreibung der imCantar de mio Cid erwähnten vermeintlichen Route deskastilischen Ritters und späteren spanischen NationalheldenEl Cid folgt. Der Wanderweg wird auch unter der Kurzbezeichnung GR 160 geführt.
Die aus inhaltlichen und verkehrstechnischen Gründen in 5 Abschnitte von je etwa 200 bis 350 km unterteilte Wegstrecke (weitere Unterteilungen und Abstecher sind möglich) führt von derProvinz Burgos inAltkastilien ausgehend über die heutigen ProvinzenSoria,Guadalajara,Saragossa,Teruel,Castellón undValencia nachAlicante. Der Weg führt anfangs durch die teils über1000 m hohen und unwegsamen Berglandschaften im Südosten desIberischen Gebirges(Serranía Celtiberica) hinunter in die fruchtbareren und entwickelteren Regionen amMittelmeer.
- 1. Abschnitt (355 km)El Destierro („Verbannung“) vonVivar del Cid überBurgos,Santo Domingo de Silos,San Esteban de Gormaz undBerlanga de Duero nachAtienza
- 2. Abschnitt (254 km)Tierras de Frontera („Grenzgebiete“) von Atienza überJadraque,Sigüenza,Anguita,Medinaceli undArcos de Jalón nachCalatayud
- 3. Abschnitt (297 km)Las tres Taifas („DreiTaifas“) von Calatayud überDaroca,Molina de Aragón undAlbarracín nachCella
- 4. Abschnitt (202 km)La Conquista de Valencia („Eroberung Valencias“) von Cella überTeruel,Jérica,Segorbe undSagunt nachValencia
- 5. Abschnitt (235 km)La Defensa del Sur („Verteidigung des Südens“) von Valencia überXátiva undElche nachOrihuela
Historischer Hintergrund
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Nachdem Don Rodrigo Díaz de Vivar (El Cid) bei KönigAlfons VI. im Jahr 1079 in Ungnade gefallen war, eroberte er als Kriegsherr und Söldnerführer eigenmächtig große Gebiete im Nordosten der spanischenLevante. Ab dem Jahr 1086 übernahm er vom König offiziell die Schutzmacht über die Region Valencia, die er auch gegen die Ansprüche des katalanischen Grafen Berengar Raimund II. durchzusetzen vermochte. Hier starb er im Jahr 1097 oder 1099.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Zahlreiche landschaftliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten säumen den Weg: Zu den letzteren gehören die mittelalterlichen Kirchen und Burgen im Hochland von Burgos und Soria (z. B. dieKathedrale von Burgos, die mittelalterlichen StädteEl Burgo de Osma oderSan Esteban de Gormaz), dieMudéjar-Kirchen inTeruel, das mittelalterlich anmutende StädtchenAlbarracín oder dasCastillo de Sax beiAlicante.