Cagny (picardisch:Cagnin) ist einenordfranzösischeGemeinde mit 1191 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartement Somme in derRegionHauts-de-France. Die Gemeinde liegt imArrondissement Amiens, ist Mitglied des GemeindeverbandsAmiens Métropole und gehört zumKanton Amiens-5. Die Bewohner werdenCagnisiens undCagnisiennes genannt.
Die Vorortgemeinde vonAmiens liegt rund 4,5 km südöstlich der Départementshauptstadt und unmittelbar an diese anschließend am linken (südlichen) Ufer der versumpftenAvre an der Straße nachBoves. Cagny besitzt einen unmittelbaren Anschluss an dieAutoroute A29.
Umgeben wird Cagny von den vier Nachbargemeinden:
In Cagny befindet sich eine prähistorische Fundstätte im Bois de la Garenne mit Funden vonHomo heidelbergensis, ebenso in L‘Épinette. In der gallo-römischen Epoche war Cagny vom Stamm derAmbianer bewohnt, auch wurden Spuren einer römischen Villa gefunden.
1146 wird der Ort erstmals alsCannicum genannt. Im Hochmittelalter war er von der Kastellanei von Boves abhängig, die hier das Recht der niederen Jagd (droit de garenne) besaß. Nach der Plünderung durch spanische Truppen im Jahr 1643 wurde das Schloss, das imErsten Weltkrieg als Militärkrankenhaus diente, 1650 neu errichtet. ImDeutsch-Französischen Krieg war Cagny 17 Tage lang von preußischen Truppen besetzt. ImZweiten Weltkrieg hatte Cagny unter alliierten Luftangriffen zu leiden, aber weniger als Amiens und Longueau.
Entwicklung der Einwohnerzahl| 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2013 | 2020 |
|---|
| 712 | 730 | 801 | 1026 | 1407 | 1400 | 1305 | 1224 | 1208 |
Bürgermeister (maire) ist seit 2014 Alain Molliens.
Südzucker beabsichtigt, die von der Tochterfirma Saint Louis Sucre S.A. betriebeneZuckerfabrik in Cagny zu schließen.[1]
- Die Pfarrkirche Saint-Honoré, teils aus dem Jahr 1614, teilsneugotisch aus dem Jahr 1868.[2]
- Reste des Priorats Notre-Dame-des-Moutiers, gegründet im 12. Jahrhundert, Reste der Kirche seit 1974 alsMonument historique eingeschrieben.
- Der archäologische Steinbruch der Garenne.[3] Die Fundstätte mit Artefakten aus demMittelpaläolithikum ist seit 1959 alsMonument historique klassifiziert.
- Das Gefallenendenkmal aus dem Jahr 1922.
- ↑Südzucker will den Fortbestand von Saint Louis Sucre nachhaltig sichern. In: Südzucker. 23. Mai 2019, abgerufen am 27. September 2023.
- ↑Inventaire du Patrimoine Culturel de Picardie
- ↑Archéologie en Picardie