DieBundesstraße 281 (Abkürzung:B 281) ist eine deutscheBundesstraße inThüringen. Sie verbindet über 100 Kilometer Länge im Südosten des Landes dieA 73 beiEisfeld über dasThüringer Schiefergebirge,Saalfeld und dieOrlasenke mit derA 9 beiTriptis. Die B 281 dient neben dem Lokalverkehr auch dem Fernverkehr von und nach Saalfeld und wird deshalb seit der Wiedervereinigung insbesondere im östlichen Streckenteil ausgebaut, der zwischen Saalfeld und der A 9 täglich von etwa 10.000 Fahrzeugen genutzt wird. Die Verkehrsdichte des westlichen Abschnitts durch das Gebirge lag 2015 bei knapp 5.000 Fahrzeugen am Tag.
Mit einer Scheitelhöhe von rund 850 Metern über NN zwischenSteinheid undNeuhaus am Rennweg ist die B 281 eine bedeutende Passstraße über das Schiefergebirge.

Die B 281 beginnt südwestlich von Eisfeld an einem Kreisverkehr mit derB 89, wo Anschluss in RichtungHildburghausen,Coburg undSonneberg besteht. Anschließend führt sie als Ortsumgehung westlich und nördlich um die Stadt mit Anschluss zurA 73, Anschlussstelle Eisfeld-Nord. Als einziger weiterer Ort imWerratal folgtSachsenbrunn mit den weiteren OrtsteilenSchirnrod undSaargrund. Hier beginnt die westliche Rampe hinauf auf die Hochfläche desThüringer Schiefergebirges, die sich durch das Tal derSaar hinauf nachSiegmundsburg zieht und mit einigen Serpentinen rund 260Höhenmeter überwindet. Im folgenden Abschnitt verläuft die Straße parallel zumRennsteig und der Wasserscheide zwischenRhein undElbe auf dem Kamm des Gebirges über die OrteLimbach undSteinheid nachNeuhaus am Rennweg, der größten Stadt im Thüringer Schiefergebirge. Von hier geht es zunächst hinab ins Tal derLichte durch das langgezogene StraßendorfLichte, wo die B 281 ins Tal derPiesau übergeht und erneut etwas ansteigt. Ein kurviger Verlauf führt durch die auf der Hochfläche gelegenen DörferSchmiedefeld,Reichmannsdorf,Hoheneiche undArnsgereuth.
Im anschließenden Arnsgereuther Tal liegt die Ostrampe, die vom Schiefergebirge hinab insSaaletal führt, wobei rund 290 Höhenmeter überwunden werden. In diesem Bereich kam es in den letzten Jahren zu schweren LKW-Unfällen. So durchbrachen LKW aufgrund zu geringem Bremsvermögens Leitplanken und stürzten steile Abhänge hinunter. Im Ortseingang von Saalfeld fuhr ein LKW in ein Gebäude. Zum Schutz der Einwohner und Fahrer wurden ein Schutzwall errichtet und eineNotfallspur gebaut.
Saalfeld wird im Bereich derFeengrotten erreicht. Ursprünglich führte die B 281 über die Sonneberger Straße in die Altstadt, später wurde sie westlich in die Melanchthonstraße verlegt. Anschließend führt die B 281 nördlich aus der Stadt heraus auf die neu gebaute nördliche Ortsumgehung, gemeinsam mit derB 85. Dieser Abschnitt ist mit rund 16.000 Fahrzeugen am Tag der höchstfrequentierte im gesamten Verlauf.
DerBundesverkehrswegeplan 2030 sieht zwei Ausbaumaßnahmen in diesem Abschnitt vor. Im vordringlichen Bedarf ist die westliche Ortsumgehung Saalfelds enthalten, die von den Feengrotten überBeulwitz zur Bundesstraße 85 führen soll, um den verbliebenen Innenstadtabschnitt vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Als zweite Maßnahme – im weiteren Bedarf mit recht geringen Realisierungschancen – ist eine komplette Neutrassierung für den Abschnitt westlich von Neuhaus am Rennweg bis östlich von Reichmannsdorf geplant. Die Strecke soll südlich der alten Trasse verlaufen und die zahlreichen engen Ortsdurchfahrten in diesem Abschnitt entlasten sowie die Anbindungen in RichtungSonneberg verbessern (durch neue Anschlüsse in den Süden vonLauscha sowie in den BereichHasenthal). Problematisch sind die schwierige Topografie sowie ökologische Risiken durch das Führen durch bisher unzerschnittene Wälder. Ursprünglich hatte das Land Thüringen für den Bundesverkehrswegeplan 2030 sogar eine komplett neue B 4n angemeldet, die von Sonneberg-Köppelsdorf bis östlich vonErnstthal führen sollte. Diese wurde jedoch aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit nicht aufgenommen.
Der östliche Abschnitt der B 281 ist eine der wichtigsten Bundesstraßenverbindungen in Thüringen und stellt für den Fernverkehr den Anschluss zurA 9 her. Mit rund 10.000 Fahrzeugen pro Tag ist die Verkehrsdichte entsprechend hoch, einige Abschnitte sind daher vierspurig ausgebaut. Ferner sind längere Abschnitte (bis Unterwellenborn und wieder ab Neustadt) alsKraftfahrstraßen gewidmet und nach 1990 neu trassiert worden.
Östlich von Saalfeld führt die B 281 auf einer neuen Trasse anGorndorf vorbei durch die Anlagen desStahlwerk Thüringen (ehemaligeMaxhütte Unterwellenborn) über den Sattel zwischen Saale undOrla in das breite Tal derOrlasenke. Auf dem Sattel liegt der letzte verbliebene Bahnübergang mit derBahnstrecke Leipzig–Probstzella, der für regelmäßige Verkehrsbehinderungen sorgt und dessen Beseitigung daher von lokalen Akteuren gefordert wird. Es folgen die Ortsdurchfahrten vonRockendorf undKrölpa, für die im Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf eine nördliche Umgehung festgeschrieben ist. Im Stadtbereich vonPößneck wurde die B 281 bereits einmal nach Norden verlegt, aus der alten Hauptstraße heraus in die Aue derKotschau. Eine weiträumigere nördliche Ortsumgehung ist hier im weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans ebenfalls vorgesehen. Östlich von Pößneck folgt die B 281 dem Tal der Orla nachNeustadt an der Orla, das durch eine südliche zur Schnellstraße ausgebaute Ortsumgehung umfahren wird. DieOrlatalbrücke und dieSchlossmühlentalbrücke als größere Bauwerke befinden sich in diesem Bereich. Im östlichen Abschnitt von Neustadt über dieA 9 bis nachMittelpöllnitz wurde die B 281 nach 1990 komplett neu trassiert und der Autobahnanschluss inTriptis zum Vollkleeblatt ausgebaut. Bei Mittelpöllnitz endet die B 281 und geht in dieBundesstraße 2 über, die weiter in RichtungWeida führt. Der nachSchleiz führende Streckenast der B 2 wurde zur Landesstraße herabgestuft.
DieBundesstraße 281a führte vonBrünn überCrock undHirschendorf nachSachsenbrunn und war rund sieben Kilometer lang. Sie wurde zu DDR-Zeiten eingerichtet, um den Fernverkehr weiter von dem Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze entfernt zu führen und die Verbindung zwischen der BezirksstadtSuhl und der KreisstadtNeuhaus am Rennweg zu verbessern. Mit der Veränderung der Verkehrsströme nach der Wiedervereinigung und dem Neubau der Ortsumgehung Eisfeld bis 2008 wurde die Verbindung überflüssig und als eigene Nummer aufgehoben. Der westliche Abschnitt wurde zu einer Kreisstraße herabgestuft, der östliche in die reguläre B 281 als Zubringer zur Eisfelder Ortsumgehung integriert.