| Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-A | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bundesautobahn 671 in Deutschland | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Betreiber: | Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Straßenbeginn: | Wiesbaden (50° 2′ 48″ N,8° 15′ 22″ O50.04688.256) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Straßenende: | Mainspitz-Dreieck (49° 58′ 57″ N,8° 20′ 23″ O49.982528.33973) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gesamtlänge: | 12 km | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Straßenverlauf
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DieBundesautobahn 671 (Abkürzung:BAB 671) – Kurzform:Autobahn 671 (Abkürzung:A 671) – ist eine ca. 12 km langeAutobahn imdeutschen BundeslandHessen und führt als östlicher Teil desMainzer Autobahnringes vonWiesbaden zumMainspitz-Dreieck beiGinsheim-Gustavsburg.

Die Autobahn beginnt als Fortsetzung der vom Wiesbadener Stadtzentrum her kommendenB 263 kurz hinter derAutobahnanschlussstelle Wiesbaden-Mainzer Straße derA 66. Der Anschluss zwischen beiden Autobahnen ist nicht vollständig höhenfrei – will man von der A 66 auf die B 263 wechseln, gelangt man in beiden Fahrtrichtungen jeweils an eine Ampelkreuzung, in umgekehrte Richtung ist dies nicht der Fall. Ab der AnschlussstelleWiesbaden/Mainz-Amöneburg (2), die sich allerdings noch aufBiebricher Gebiet befindet, ist die Straße als Autobahn ausgeschildert. Unmittelbar östlich der Fahrbahn befindet sich hier die ehemaligeWuthsche Brauerei mit ihrem markanten Hauptgebäude.
Weiter führt die A 671 an den Gleisanlagen desBahnhofs Wiesbaden Ost vorbei und macht eine Kurve in südöstlicher Richtung, so dass dieUmgehungsbahn Mainz nicht überquert wird. Die AnschlussstelleMainz-Kastel (3) bindetMainz-Kastel an und ist alsKleeblatt ausgebaut. Die hier angeschlosseneB 455 bietet zudem in nördlicher Richtung eine Verbindung zurA 66 in RichtungFrankfurt. Ab der nachfolgenden AnschlussstelleHochheim-Nord (4), an der dieBundesstraße 40 in Richtung Osten abzweigt, schwenkt die Strecke nach Süden. Über die AnschlussstelleHochheim-Süd (5) ist dieKernstadt von Hochheim angeschlossen. Zudem zweigt hier der westliche Ast der Bundesstraße 40 in RichtungMainz-Kostheim undMainz ab. Zwischen den AnschlussstellenHochheim-Süd (5) undGustavsburg (6) wird derMain auf derMainbrücke Hochheim gequert – parallel zurKostheimer Brücke für den Eisenbahnverkehr. Nach der Anschlussstelle Gustavsburg mündet die Autobahn imMainspitz-Dreieck auf dieA 60.
Zwischen den AnschlussstellenHochheim-Nord undMainz-Kastel befindet sich in Fahrtrichtung Wiesbaden ein kleinerRastplatz mit dem NamenZur alten Römerstraße. Auf gleicher Höhe befand sich in der Gegenrichtung ebenfalls ein kleinerParkplatz, der Ende der1980er aufgelassen wurde, dessen Form man aber noch heute an den bewirtschafteten Grundstücksgrenzen von der nahenBrücke über die Autobahn gut erkennen kann.
Erste Pläne für Schnellstraßenverbindungen im westlichenRhein-Main-Gebiet um Mainz und Wiesbaden, seit 1946Landeshauptstädte der neu gegründeten BundesländerRheinland-Pfalz und Hessen, stammen vom Beginn der1950er Jahre. Der einzige Anschluss an das Autobahnnetz im Raum Mainz/Wiesbaden lag zu dieser Zeit an derBundesautobahn Köln–Frankfurt am Main beiWallau, der heutigenA 3, die dort in den erstenNachkriegsjahren ihren südlichen Endpunkt besaß. Die querende Straße, an der die Autobahn endete, wurde landläufig alsWandersmannstraße bezeichnet und einer altenChaussee folgend, wurde Anfang der1930er Jahre zur leistungsfähigen Kraftfahrstraße ausgebaut. 1954 wurde sie schließlich alsRhein-Main-Schnellweg autobahnähnlich um eine zweite Richtungsfahrbahn ergänzt und dasKreuzungsbauwerk mit der vonKöln her kommenden Autobahn vollendet, da diese über denMain hinweg weiter in RichtungFrankfurt am Main geführt wurde. Auf Wiesbadener Gebiet bot sich daher ein Anschluss derRingstraße an denAutobahnzubringer in Richtung Frankfurt an. Aus dem Rhein-Main-Schnellweg ging die heutigeA 66 hervor.
ImBedarfsplan für die Bundesfernstraßen 1956 war im Zuge der Erschließung von Wirtschaftsräumen beiderseits desRheins erstmals der Bau einer ringförmigenUmgehungsstraße um Mainz herum aufgeführt. Im Zuge dieser Ringstraße – nebenKöln undBonn das dritte Projekt dieser Art – sollten drei große Brückenbauwerke errichtet werden, um die Stadtteile beiderseits des Rheins und des Mains – letztere waren als ursprünglich Mainzer Stadtteile nach demZweiten Weltkrieg dem Bundesland Hessen zugeteilt worden – zu verbinden. Westlich und südlich der Mainzer Innenstadt war je eine Rheinquerung, östlich bei Hochheim auf hessischer Seite eine Mainquerung vorgesehen. Die ganze Straße war erstmals 1955 alsKraftfahrstraße geplant – bereits mit getrennten Richtungsfahrbahnen, allerdings im gegenüber Autobahnen schmaleren Querschnitt ohne Seitenstreifen.[1]
Am 13. Juli 1959 erging derPlanfeststellungsbeschluss für dieRheinbrücke beiSchierstein, mit deren Bau dann am 15. September desselben Jahres begonnen wurde. Mit dem Bau derWeisenauer Brücke wurde ebenfalls begonnen, so dass 1962 beide Brückenbauwerke zeitgleich dem Verkehr übergeben wurden. Anschlussstrecken von und zu den Brücken bestanden zu diesem Zeitpunkt noch nicht bzw. befanden sich in Bau. Auf Wiesbadener Gebiet markierte die Fertigstellung derSalzbachtalbrücke die erste Etappe in der Verlängerung des Rhein-Main-Schnellweges nach Westen.
Die östliche Umfahrung von Mainz – ganz auf hessischem Gebiet liegend – wurde ab Beginn der1960er Jahre zusammen mit der Strecke von Mainz nachRüsselsheim geplant und alsSüd-Main-Schnellweg bezeichnet, da der größte Teil dieser Strecke südlich des Mains verläuft und die Ortschaften am südlichen Mainufer anbindet.[2] Bei Rüsselsheim sollte sie in einemAutobahndreieck in die zeitgleich errichteteAutobahn Frankfurt–Heidelberg (Main-Neckar-Schnellweg bzw.BAB-Eckverbindung Mönchhof–Darmstadt) münden. Anders als der eigentliche Schnellstraßenring um Mainz war diese Strecke bereits mit einem breiteren Querschnitt und Seitenstreifen als Autobahn geplant worden, behielt zunächst allerdings den Rang einer Kraftfahrstraße, der bis zur Fertigstellung der Gesamtstrecke auch beibehalten wurde.
Die Mainbrücke bei Hochheim wurde 1966 fertig gestellt, allerdings mit demselben schmaleren Querschnitt, den auch die Schiersteiner und die Weisenauer Brücke aufwiesen. Auch hier war zunächst eine Schnellstraße geplant, die später zur Autobahn aufgestuft wurde. Der Abschnitt südlich der Mainbrücke Hochheim bis zur Einmündung in die Autobahn Mainz–Rüsselsheim entstand gleichzeitig.
Mitte der 1960er Jahre wurde die Autobahn von Hochheim aus weiter in Richtung Wiesbaden gebaut. ImADAC-Generalatlas von 1967 wird die Fertigstellung der Autobahn in zwei Etappen aufgeführt: Der erste Abschnitt nördlich der Mainbrücke Hochheim führte bis zurB 455, der heutigen AnschlussstelleMainz-Kastel, damals alsWiesbaden-Boelckestraße bezeichnet.[3] Die Anschlussstelle Hochheim-Nord wurde erst 1985/86 mit dem Bau der Ortsumfahrung Hochheim der B 40 realisiert.[4][5]
Später wurde sie dann bis zur Einmündung in die Mainzer Straße weitergebaut, wobei das Autobahnende und der Übergang in die B 263 an der AnschlussstelleWiesbaden-Mainzer Straße des Rhein-Main-Schnellweges lag.[6][7] Als voraussichtliches Jahr der Fertigstellung ist 1969 angegeben. Der Bau der Brücke über den Amöneburger Kreisel, die das nördliche Autobahnende darstellt, begann bereits 1967.[8]
Mit der kompletten Fertigstellung der Strecke im Jahr 1969 wurde die bisherige Schnellstraße zur AutobahnA 92 aufgestuft.[9] Diese Nummer teilte sie sich mit der Weiterführung bis zumRüsselsheimer Dreieck und die Einmündung in den Main-Neckar-Schnellweg.[10] Obwohl aus Richtung Rüsselsheim kommend die Hauptfahrbahnen weiter über die Weisenauer Brücke südlich um Mainz herum führen, wurde die Autobahnnummerierung auf die abzweigende Strecke nach Wiesbaden weitergeführt. Die weiter geradeaus führende Strecke wurde nach wie vor als Schnellstraße bzw.Ersatzbundesstraße derB 9 (EB 9) bezeichnet.
Eine wichtige Änderung ergab sich 1975, als ein neues Nummerierungssystem mit Einteilung in überregionale, regionale und lokale Autobahnen sowie der Ausweisung der Nummern auf den Wegweisern eingeführt wurde. Ein zuvor imBedarfsplan Bundesfernstraßen 1971–1985 beschriebenes System, dass den vomBerliner Ring abzweigenden Strecken die einstelligen Nummern A 1 bis A 6 zuordnete, konnte sich, auch im Hinblick auf die damals noch bestehendeDeutsche Teilung, nicht durchsetzen. DerSüd-Main-Schnellweg wurde fortan nicht mehr als einheitliche Autobahn geführt, sondern in die in Ost-West-Richtung verlaufendeA 60 und schließlich die A 671 als östliches Teilstück des Mainzer Ringes aufgeteilt. Die Verbindung zwischen A 671 und dem ehemaligenRhein-Main-Schnellweg, der heutigen A 66, ist nach wie vor nicht durchgehend höhenfrei, da die Autobahn an der kurz zuvor folgenden Anschlussstelle bereits endet und in die B 263 übergeht.
| Abschnitt | Jahr | km | Bemerkungen |
|---|---|---|---|
| AS Wiesbaden/Mainz-Amöneburg – AS Mainz-Kastel | 1969 | 3,5 km | |
| AS Mainz-Kastel – AS Hochheim-Süd | 1967 | 4,3 km | als Schnellstraße, ab 1969 Autobahn (A 92, ab 1975 BAB 671) |
| AS Hochheim-Süd – Mainspitz-Dreieck | 1966 | 3,4 km | als Schnellstraße, ab 1969 Autobahn (A 92, ab 1975 BAB 671) |