| Bugzilla | |
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Bugzilla-basierte Fehlerverwaltung im Einsatz beim KDE-Projekt | |
| Basisdaten | |
| Entwickler | Mozilla Foundation |
| Erscheinungsjahr | 26. August 1998[1] |
| Aktuelle Version | 5.2[2] (3. September 2024) |
| Aktuelle Vorabversion | 5.1.1 (16. Mai 2016) |
| Betriebssystem | plattformunabhängig |
| Programmiersprache | Perl |
| Kategorie | Bug-Verwaltung |
| Lizenz | MPL/GPL/LGPLMehrfachlizenzierung |
| deutschsprachig | ja |
| bugzilla.org | |
Bugzilla ist einfreierwebbasierterBugtracker, also ein Werkzeug zur Verwaltung von Fehlern (englisch:bug reports) und Erweiterungswünschen (Feature-Request) inSoftwareprodukten. Der Name setzt sich zusammen ausBug (englischer Ausdruck für einen Programmfehler) undMozilla. Das Maskottchen des Projekts istBuggie, eine nachdenklich, alarmiert, hellwach und etwas mürrisch aussehende Wanze.
Bugzilla ist eine inPerl geschriebenefreie Software, die unter derMozilla Public License steht und damit auch kostenlos erhältlich ist. Sie setzt auf dieCGI-Schnittstelle einesWebservers auf; die Benutzung erfolgt über eineHTML-Oberfläche – aus Anwendersicht funktioniert Bugzilla wie eine Webseite; daher ist ein Webbrowser zur Nutzung nötig. Eine englischsprachige Oberfläche wird mitgeliefert, Sprachpakete lassen sich einfach hinzuinstallieren. Als Datenbanksystem kann derzeit (Version 5.1.2) zwischenMariaDB,MySQL,PostgreSQL undOracle gewählt werden.[3]
Bugzilla ist damit auf jedem Betriebssystem lauffähig, für das eine Perl-Distribution, ein geeigneter Webserver und ein entsprechendes Datenbanksystem existieren.
Viele große Open-Source-Projekte verwenden Bugzilla, um Fehlermeldungen und Wünsche von Benutzern zu sammeln.[4] Neben diesen Grundaufgaben dienen manche Installationen noch für den Aufruf, bestimmte Paketversionen zu testen (zum Beispiel umProgrammpakete bei derLinux-DistributionGentoo aus dem instabilen in den stabilen Zweig zu überführen) oder den Fortschritt einer Aufgabe zu dokumentieren.
Bugzilla wurde ursprünglich zur reinen Softwarefehlerverfolgung beiNetscape inTcl entwickelt, entsprechend war der Quellcode noch nicht offengelegt. Nachdem sich Netscape entschlossen hatte, denQuelltext des Browsers Netscape Navigator freizugeben, wurde auch Bugzilla freigegeben. Bei der freigegebenen Version, mit der Versionsnummer 2.0, handelte es sich um einePortierung der Netscape-internen, in Tcl geschriebenen Version aufPerl. Seitdem wird sie von einer Gruppe von Entwicklern um die Mozilla Foundation weiterentwickelt. Mit der im Mai 2007 veröffentlichten, komplett überarbeiteten Version 3.0 wurdeUnicode-Unterstützung integriert.