Bugtracker (von englischbug tracker,dt. etwa[Software-]Fehler-Verfolger oderMangelverfolger) sindFallbearbeitungssysteme (englischissue tracking odertrouble ticket system) für dieSoftwareentwicklung, die als Werkzeug eingesetzt werden, umProgrammfehler zu erfassen und zudokumentieren. Mit ihnen werden – oft interaktiv und im Internet – auch Zustands- oder Feature-Berichte geschrieben.
Der BegriffBugtracking bezeichnet zum einen den Vorgang der Fehlersuche an sich (durch Methoden desDebugging undVersuch und Irrtum), zum anderen den Vorgang, einen Fehler samt seiner Dokumentation über die Zeit zu verfolgen.
Bugtracker können die Kommunikation zwischen Anwendern und Entwicklern von Computerprogrammen verbessern. Häufig erfordert die Eingrenzung eines Programmfehlers eine Folge von Fragen und Antworten zwischen Anwendern und Programmierern. Eine Erfassung dieser Kommunikation in einem Bugtracking-System bedeutet eine zentraleArchivierung und ermöglicht somit spätere Recherchen, z. B. bei ähnlichen Problemen (im Gegensatz zuE-Mail oderTelefon).
Neben Programmfehlern können Bugtracker auch Verbesserungsvorschläge und Wünsche der Nutzer oder allgemeine Vorgänge aufnehmen. Bei manchen Projekten wird dann zum Beispiel von „Metabugs“ gesprochen, wenn ein Fehler oder ein Mangel ein Element einer Aufgabenliste darstellt. Bei anderen Projekten wird stattdessen von „Issues“ (Angelegenheiten, Vorgänge) gesprochen, da sich dieser Ausdruck nicht nur auf Programmfehler beschränkt (Issue-Tracking-System).
Bekanntefreie Bugtracker sindBugzilla,Mantis,Phabricator,Roundup,Redmine,Trac undFlyspray. Bekannte kommerzielle Bugtracker sindTrack+ undJira.
Entwicklungsabteilungen, die ihre Problemerfassung in Form von einfachen Problemdokumenten oder garE-Mail-Sammlungen organisieren, haben mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen; darunter z. B.:
Hingegen können in Bugtrackern mit angebundenerDatenbank Antworten auf folgende Fragen erfasst werden: