Bruno Goller (*5. November1901 inGummersbach; †29. Januar1998 inDüsseldorf) war eindeutscherMaler.

Goller begann bereits als Jugendlicher mit der Malerei. Der LandschaftsmalerJulius Jungheim unterrichtete Goller von 1919 bis 1921 in Düsseldorf. 1924 unternahm er eine Reise nach Italien. Ab 1927 lebte und arbeitete Bruno Goller in Düsseldorf. Diese Stadt verließ er fast nie,[1] ein Verhalten, das mit einerOknophilie erklärt wird.[2]
1927 wurde Goller Mitglied in der KünstlergruppeDas Junge Rheinland und beteiligte sich 1927/28 beteiligte an deren Ausstellungen. 1928 war er Mitbegründer derRheinischen Sezession. 1930 schloss er sich derRheingruppe an. Am 15. August 1933 heirateten Bruno Goller und Elisabeth Nipshagen.[3]
Während derZeit des Nationalsozialismus lebte der Künstler weitgehend in derInneren Emigration. Von 1940 bis 1945 war er während desZweiten Weltkrieges eingezogen.[3] 1943 zerstörtenBrandbomben sein Atelier und vernichteten den größten Teil seines Frühwerkes. Nach dem Krieg war er Mitglied derNeuen Rheinischen Sezession. Zum Wintersemester 1949/50 erhielt Goller einen Ruf an dieStaatliche Kunstakademie Düsseldorf, an der er von 1953 bis 1964 eine Professur für Malerei innehatte. Seine Schüler waren u. a.Jörg Boström,J. Siegfried Dammrath,Helmut Sundhaußen,Johannes Geccelli,Blinky Palermo,Konrad Fischer,Erhardt Jakobus Klonk,Konrad Klapheck undGerda Kratz.
Seit 1967 war Goller Ordentliches Mitglied der BerlinerAkademie der Künste, und 1984 wurde er Ehrenmitglied der Kunstakademie Düsseldorf.
Den Nachlass verwaltete sein 2017 verstorbener Biograph Volker Kahmen, heute verwaltet ihn das Bruno-Goller-Archiv. Seit 1989 existierte in Gollers Heimatstadt Gummersbach dasBruno-Goller-Haus als ein städtisches Kulturzentrum, das Ende 2013 geschlossen wurde und in die neueHalle 32 auf dem Steinmüllergelände aufging. Dort ist Bruno Goller ein Raum gewidmet, in dem auch einige seiner Werke zu sehen sind.
Gollers Motivwahl war zeitlebens beeinflusst durch denHutmacher-Laden seiner Mutter, so dass Schaufenster, Dekorationen und ähnliche Einrichtungen zu den bevorzugten Themen seiner Bilderwelt gehören. Bei allen Würdigungen steht im Vordergrund, dass Goller einen eigenständigen Stil geschaffen hat, der „trotz der in der Nachkriegszeit vorherrschenden Tendenz zur Abstraktion […] seinem Malstil eines ‚magischen‘ Realismus weiterhin treu“[4] blieb. Zahlreiche Ausstellungen haben den in der Öffentlichkeit wenig bekannten Maler Bruno Goller gezeigt. Allgemein wird Gollers Kunst zwischenJugendstil,Expressionismus undSurrealismus angesiedelt. Doch der KunsthistorikerWerner Schmalenbach vertritt die Ansicht, dass Goller nie einer war, der irgendwo dazugehörte. Der Künstler lässt sich stilistisch nirgends unterbringen.[1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Goller, Bruno |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 5. November 1901 |
| GEBURTSORT | Gummersbach |
| STERBEDATUM | 29. Januar 1998 |
| STERBEORT | Düsseldorf |