Braunschweigs Ursprünge gehen bis in das frühe 9. Jahrhundert zurück.[4] Insbesondere durchHeinrich den Löwen entwickelte sich die Stadt schnell zu einer mächtigen und einflussreichen Handelsmetropole, die ab Mitte des 13. Jahrhunderts derHanse angehörte. Braunschweig warHauptstadt desFreistaats Braunschweig, bis dieser 1946 im neu geschaffenen Land Niedersachsen aufging. Braunschweig war bis 1978 Sitz eines Verwaltungsbezirkes, zwischen 1978 und 2004 einesRegierungsbezirkes. Dieser wurde danach durch eine Regierungsvertretung und 2014 durch die heutigenRegionalbeauftragten für Südostniedersachsen ersetzt.
DieRegion Braunschweig ist ein bedeutender europäischer Standort für Wissenschaft und Forschung: Im Jahre 2015 wurden 9,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung investiert.[5] Innerhalb derEuropäischen Union ist Braunschweig seit 2007 die intensivste Region in Bezug aufForschung und Entwicklung.[6] 2010 war Braunschweig bezüglich der Ausgaben für Forschung und Entwicklung als Anteil amBruttoinlandsprodukt (BIP) mit 5,83 Prozent die führende EU-Region.[7] DerStifterverband für die Deutsche Wissenschaft verlieh Braunschweig für das Jahr 2007 den Titel „Stadt der Wissenschaft“.[8]
Der Fluss wird im Süden durch einWehr gestaut und umfließt den Stadtkern westlich und östlich in zwei Umflutgräben, die zur besseren Verteidigung imMittelalter angelegt wurden und sich im Nordwesten der Stadt wieder vereinigen. Durch zwei weitere Wehre wird der Wasserstand im Stadtgebiet reguliert. Weitere Gewässer sind dieWabe und dieMittelriede, die in Braunschweig in dieSchunter münden.
Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 192 km2, umschlossen von einer Stadtgrenze mit einer Länge von 98 km. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 19,1 km und die West-Ost-Ausdehnung 15,7 km. Das innere Stadtgebiet befindet sich auf einer mittleren Höhe von 70 m überNormalhöhennull (NHN). Die höchste Erhebung bildet derGeitelder Berg mit einer Höhe von 111 m über NHN; die tiefste Stelle ist die alte OkerschleifeFettwinkel mit 62 m über NHN im Nordwesten.[10][11]
Das Stadtgebiet wurde ab November 1981 gemäß der damals geltendenNiedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) in 22Stadtbezirke eingeteilt. Deren Zahl reduzierte sich nach zehn Jahren auf 21 (durch Verschmelzung von Lehndorf-Lamme-Kanzlerfeld und Watenbüttel-Ölper-Völkenrode zu Lehndorf-Watenbüttel), nach weiteren zehn Jahren auf 20[12] (durch Verschmelzung von Südstadt-Rautheim und Mascherode zu Südstadt-Rautheim-Mascherode) und erneut nach zehn Jahren auf 19[13] (durch Verschmelzung von Wabe-Schunter und Bienrode-Waggum-Bevenrode zu Wabe-Schunter-Beberbach). Infolge einer Neuordnung der niedersächsischen Landtagswahlkreise, aus deren Wahlkreisnummer die erste Ziffer der Stadtbezirksnummer abgeleitet wird, erfolgte außerdem eine Änderung der amtlichen Stadtbezirksnummern.[14] Im November 2021 wurden die bis dahin bestehenden 19[15] zu 12 neuen Stadtbezirken zusammengefasst, wobei 6 Stadtbezirke unverändert blieben.
111 – Hondelage-Volkmarode (alt: 113 Hondelage und 114 Volkmarode)
112 – Wabe-Schunter-Beberbach
120 – Östliches Ringgebiet
130 – Mitte (alt: 131 Innenstadt und 132 Viewegsgarten-Bebelhof)
211 – Braunschweig-Süd (alt: 211 Stöckheim-Leiferde und 212 Heidberg-Melverode)
322 – Nördliche Schunter-/Okeraue (alt: 322 Veltenhof-Rühme und 323 Wenden-Thune-Harxbüttel)
330 – Nordstadt-Schunteraue (alt: 331 Nordstadt und 332 Schunteraue)
Gliederung der Stadtbezirke 2011 bis 2021
Für jeden Stadtbezirk ist ein Stadtbezirksrat gewählt – mit einer in der städtischen Hauptsatzung[16] festgelegten Zahl von, je nach Einwohnerzahl, mindestens 7 und höchstens 19 Mitgliedern, die aus ihrer Mitte als Vorsitzenden jeweils einen Bezirksbürgermeister und dessen Stellvertretung gewählt haben. Neben der allgemeinen Vertretung der Interessen ihres jeweiligen Stadtteils und der Förderung derer positiven Entwicklung innerhalb der Braunschweiger Gesamtstadt gehören zum Aufgabenbereich der Stadtbezirksräte Entscheidungen über die ihnen durch das (die NGO ersetzende)Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) und dieHauptsatzung zugewiesenen Angelegenheiten deseigenen Wirkungskreises und überBürgerbefragungen im Stadtbezirk. Außerdem haben die Stadtbezirksräte das Recht, zurBauleitplanung sowie zu weiteren Fragen des eigenen undübertragenen Wirkungskreises vor Beschlussfassungen des Rates und desVerwaltungsausschusses angehört zu werden, durch denHauptverwaltungsbeamten durchzuführendeEinwohnerversammlungen zu verlangen, Vorschläge zu unterbreiten, Anregungen zu geben und Bedenken zu äußern.[17]
Für die Stimmabgabe bei politischenWahlen ist die Stadt in 169 allgemeineWahlbezirke und 36Briefwahlbezirke eingeteilt.[18][19] BeiKommunalwahlen besteht das Wahlgebiet für die Wahl der Stadtbezirksräte aus dem Gebiet des jeweiligen Stadtbezirks, für die Wahl der Vertretung (Rat der Stadt) und die Direktwahl des Hauptverwaltungsbeamten (Oberbürgermeisters) aus dem gesamten Stadtgebiet, das dabei in achtWahlbereiche gegliedert ist. Die Gemeindewahlbereiche[20] sind:
Fürstatistische Zwecke ist das Stadtgebiet Braunschweig in insgesamt 74statistische Bezirke eingeteilt, die fortlaufend nummeriert sind und meist historische Namen tragen.
Die größten statistischen Bezirke sind von der Einwohnerzahl her08 Prinzenpark mit 13.802 Einwohnern (5,59 % der Stadteinwohner), flächenmäßig66 Hondelage mit 861,8 Hektar (4,49 % der Stadtfläche); die kleinsten Bezirke sind50 Naturschutzgebiet mit 27 Einwohnern (0,01 %) und04 Hohetor mit 34,4 Hektar (0,18 %).[23]
Die Stadt Braunschweig liegt im Übergangsbereich vom maritimen Klima im Westen und kontinentalem Klima im Osten. Dazu ist die Nähe zurNordsee ein entscheidender Klimafaktor. Diemittlere Jahrestemperatur beträgt 8,8 °C, pro Jahr fallen etwa 600 bis 650 mm Niederschlag. Die mittlere Temperatur im Juli beträgt 17,5 °C, im Januar 0,2 °C.
Teilweise bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in Braunschweig das Brunswieker Platt gesprochen und wird vereinzelt bis heute gepflegt. Es stellt eine regionale Variante des offiziell alsOstfälisch benannten Dialektes desNiedersächsischen dar. Ab etwa dem 17./18. Jahrhundert wurde es zunehmend durch Hochdeutsch verdrängt. Dasmundartlich gefärbte Hochdeutsch der Braunschweiger Region wirdBraunschweigisch genannt und zeichnet sich besonders durch das „klare A“ (langgezogene Aussprache des BuchstabensA, klingt aber etwas in Richtung offenesO) aus. Allgemein gilt das in der Region Braunschweig-Celle-Hannover gesprocheneHochdeutsch als bundesweit am reinsten, da das Plattdeutsche in diesem niedersächsischen Raum über den besten Vorrat an Lauten verfügte, um das vereinheitlichteSchriftdeutsch wiederzugeben.[26]
Trotzdem gibt es viele lautliche Eigenheiten, die das Braunschweigische zu einer eigenständigen Mundart haben werden lassen. So spricht man z. B. von „Tüsch“, „Füsch“ und von „Köache“, „Höasch“ oder „Köaschen“ – gemeint sind Tisch, Fisch, Kirche, Hirsch und Kirschen. Ebenso tendiert das Braunschweigische zu einem sehr offenen kurzen u, das dem o nahekommt: „Gorke“, „korz“, „Korve“, „Borg“, „Worst“ (für nhd. Gurke, kurz, Kurve, Burg und Wurst).Diphthonge werden „geglättet“, aber im Allgemeinen nicht vollständig: „Broounschwaaich“. Die heute in der Stadt vorherrschende Umgangssprache ist ein unauffälliges, nur noch leicht gefärbtes Standarddeutsch.
Nach dem neuesten Stand derOrtsnamenforschung aus dem Jahre 2018 vonHerbert Blume et al.[29] erscheint es wahrscheinlich, dass die ursprüngliche Form „Brūnes-wīk“ unter Umständen bis in die (Vor-)Völkerwanderungszeit zurückgeht und die Bedeutung „Siedlung oberhalb einer Kante, auf einer höheren Uferstelle“ (im Sinne von „auf einem Uferabschnitt oberhalb des Flusses Oker“) ist.[30] DerSprach- undNamensforscherWerner Flechsig hatte bereits 1954 auf die Möglichkeit hingewiesen, es könne sich um eine durchBrandrodung entstandene Siedlung handeln.[31] Anfang der 2000er Jahre hatteJürgen Udolph gleichfalls seine Interpretation der Namensbedeutung vorgelegt, in der er, wie bereits Flechsig zuvor, ebenfalls zu dem Schluss gelangte, dass der Ursprungsbestandteil des Ortsnamens auf eine durch Brandrodung am späteren Siedlungsort zurückzuführen sei.[32]
Die ältesten Funde imBraunschweiger Land, die sogenanntenSchöninger Speere, haben ein Alter von etwa 300.000 Jahren. Aber auch im Stadtgebiet selbst, insbesondere in der Umgebung des heutigen Stadtteils Wenden, wurden Funde aus derJungsteinzeit, derBronze- und derEisenzeit gemacht, die auf eine sehr frühe erste Besiedlung hindeuten.
Ingermanischer Zeit war das heutige Braunschweiger Land wahrscheinlich Siedlungsgebiet derCherusker und derAngrivarier, oder möglicherweise derElbgermanen. Diese wurden jedoch alle nach und nach unterworfen, vertrieben oder schlossen sich demSachsenbund an. DieSachsen waren ab etwa 500 n. Chr. die dominierende Macht in der Region. Seit dieser Zeit sind zudem sächsische Siedlungen nachweisbar. Unklar ist, ob damals bereits ein Dorf an der Stelle des heutigen Braunschweigs bestand, welches im Laufe derSachsenkriege zerstört wurde.
Großen Einfluss auf die Stadtgründung und Entwicklung hatte diedie Stadt durchfließende Oker. Diese stellte seit etwa 800 n. Chr. die Grenze zwischen den BistümernHalberstadt undHildesheim dar und begünstigte durch eine für den Handel wichtigeFurt die Entwicklung der Stadt. Auf beiden Seiten der Oker entstanden wahrscheinlich schon im 9. Jahrhundert[4] die Siedlungen Brunswik und Dankwarderode. Der Legende derBraunschweigischen Reimchronik zufolge soll die erste Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Braunschweig im Jahr 861 gegründet worden sein. Die Seriosität dieser Quelle wird heute jedoch von Experten bezweifelt, weshalb das Jahr 1031 als erster urkundlicher Nachweis der Existenz einer Siedlung gilt. Die Grundlage dafür ist dieWeiheurkunde derMagnikirche.
Braunschweiger Dom und RathausturmGrabmal Heinrichs des Löwen und seiner Gemahlin Mathilde im Dom
Unter dem Einfluss Heinrichs entwickelte sich Braunschweig zu einer mächtigen Stadt, die er zu seinerResidenz ausbaute.[34] So ließ er dieBurg Dankwarderode erweitern und denBraunschweiger Dom errichten. Heinrich wählte den Löwen zu seinem Wappentier und ließ dessen bronzenes Abbild um 1166 vor dem Dom auf dem Burgplatz aufstellen. Seitdem ist derBraunschweiger Löwe dasWahrzeichen undWappentier der Stadt.
Auch dasHerzogtum Braunschweig-Lüneburg geht auf Heinrich den Löwen zurück und war Teil des Landes derWelfen. Namensgebend waren die beiden größten Städte Braunschweig undLüneburg. Bereits 1267/1269 kam es zur Teilung des Herzogtums in die FürstentümerLüneburg undBraunschweig. Die Stadt Braunschweig blieb gemeinsames Herrschaftsgebiet, aber auch Residenz der Braunschweigischen Linie der Welfen. Die sich im frühen 14. Jahrhundert entwickelndeJüdische Gemeinde umfasste 1350 etwa 150 Personen.[35]
1432 erhielt Braunschweig seine städtische Unabhängigkeit, nachdem die Landesherren ihre Residenz aufgrund zunehmender Spannungen mit der Braunschweiger Stadtbevölkerung in das naheWolfenbüttel verlegt hatten. Braunschweig galt nebenParis undGent als eine der unruhigsten Städte des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa, da immer wieder Verfassungskonflikte durch revolutionäre Bürgerunruhen, dieBraunschweiger Schichten, ausbrachen.
Wirtschaftlich entwickelte sich Braunschweig durch seine günstige Lage an der Oker, die ab Braunschweig schiffbar war. Hierdurch entwickelte sich Braunschweig zu einer wichtigen Handelsstadt, was ab Mitte des 13. Jahrhunderts zur Mitgliedschaft in derHanse führte, in der Braunschweig alsVorort besondere Bedeutung erlangte. Nachdem Braunschweig 1296 die Münzstätte als Pfand und 1412 als Eigentum erhalten hatte, wurde die den Handel störendeMünzverrufung und Erneuerung derBrakteatenpfennige durch die eigene Münzprägung, den sogenanntenEwigen Pfennig, beseitigt.[36]
Nach dem Beschluss des Hansetages 1494 teilte sich die Hanse statt in drei (Drittel) jetzt in vier (Quartiere) Machtblöcke. Braunschweig entwickelte sich nebenMagdeburg zum Vorort des sächsischen Städtebundes und führte somit das sogenannte „Sächsische Quartier“ und damit die Hansestädte zwischen Weser und Elbe an. 1669 gehörte Braunschweig zu den letzten neun in der Hanse verbliebenen Städten. In wirtschaftlicher Hinsicht war Braunschweig nicht nur Handelsstadt, sondern auch Produktionsstandort, in erster Linie für Tuche, Metallwaren und landwirtschaftliche Produkte. International bekannt war damals und ist bis heute das BierBraunschweiger Mumme.[37]
An der Spitze der Stadt Braunschweig stand ursprünglich ein herzoglicherVogt, das Amt wurde jedoch bereits im 12. Jahrhundert anBürger verliehen. Einen Rat gab es in den dreiWeichbildenAltstadt,Hagen undNeustadt in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die drei Räte schlossen sich 1269 zu einem einzigen Rat zusammen. Die Zusammensetzung des Rates variierte im Laufe der Geschichte mehrfach, 1386 hatte er 105 Mitglieder, ab 1614 nur noch 56. Die laufende Verwaltung oblag einem Ausschuss des Rates, dem „Engen Rat“, der ab 1386 25, ab 1614 15 Mitglieder hatte.
Brunopolis vulgo Brunsvicum, Braunschwich. Urbs maxima, universae Saxoniae metropolis. Ansicht von Westen am Ende des 16. Jahrhunderts[38]
1528, als der Landesherr HerzogHeinrich der Jüngere auf Kriegszug inItalien weilte, setzte sich mit der Annahme der vonJohannes Bugenhagen ausgearbeiteten Kirchenordnung durch Rat und Bürger dieReformation in der Stadt Braunschweig durch. 1531 trat die Stadt demSchmalkaldischen Bund bei. Als man damit begann, die mit dem Herzogshaus verbundenen StifteSt. Blasii und St. Cyriaci, Stützpunkte des Katholizismus in der Stadt, zu säkularisieren, beschlagnahmte Herzog Heinrich mit Rückendeckung des Kaisers sämtliche städtischen Güter außerhalb der Stadtmauern und betrieb offene Aufrüstung. Er wollte nicht nur seinePatronatsrechte wiederherstellen, sondern auch das Übergreifen der Reformation auf das restliche Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel verhindern. Das Vorgehen gegen die Stadt Braunschweig sowie seine Interventionen im benachbartenFürstentum Calenberg-Göttingen, in dem HerzoginElisabeth die Reformation einführte, boten den Anlass für den Einfall des Schmalkaldischen Bundes ins Fürstentum Wolfenbüttel im Sommer 1542.[39]
Braunschweiger Schloss
War 1615 noch eine dreimonatige Belagerung der Stadt durch HerzogFriedrich Ulrich erfolglos, wurde sie 1671 dagegen durch eine Streitmacht der Welfen-Fürsten erobert und wieder unter die Herrschaft desFürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel gestellt. Damit war die Epoche der unabhängigen, nahezureichsunmittelbaren Stadt Braunschweig beendet. 1753 wurde der Residenzsitz zurück nach Braunschweig in das neu gebauteBraunschweiger Schloss verlegt. Über 4000 Personen folgten der herzoglichen Familie und siedelten ebenfalls nach Braunschweig über, was gleichzeitig den Niedergang Wolfenbüttels zur Folge hatte.
Nachdem die Stadt 1671 ihre Unabhängigkeit verloren hatte, gab es nur noch einen aus 16 Senatoren bestehenden Rat, der vom Herzog zu bestätigen war. Dem Rat stand ein Bürgermeister vor.
Die alte Verfassung mit dem Rat, der sich nunmehr „Stadtgericht“ nannte, wurde wieder eingeführt. Nach Trennung von Justiz und Verwaltung im Jahr 1825 führte der Rat die BezeichnungMagistrat. Bereits ab 1813 trug das Stadtoberhaupt den Titel „Stadtdirektor“, seit 1848 hat Braunschweig einenOberbürgermeister.
1825 erhielt die Stadt den Status einer landesunmittelbaren Stadt. 1833 wurde sie Sitz einer eigenen Kreisdirektion (aus der später derLandkreis Braunschweig hervorging), bevor sie 1850 erneut landesunmittelbar wurde. Ab 1870 gehörte die Stadt endgültig zur Kreisdirektion Braunschweig. 1871 wurde das Herzogtum ein Bundesstaat desDeutschen Reiches.
Vom 6. bis 8. September 1868 fand in Braunschweig der 7.Deutsche Feuerwehrtag statt.
Als WelfenherzogWilhelm 1884 ohne legitimen Erben verstarb, übernahm zunächst ein „Regentschaftsrat“ die Regierungsgeschäfte in Braunschweig. Erst 1913 kam es zur Aussöhnung zwischen denHohenzollern und demHaus Hannover, und mitErnst August regierte bis zur Abdankung 1918 der letzte Welfe dasHerzogtum Braunschweig.
Ebenso wie im Rest desDeutschen Kaiserreiches kam es gegen Ende desErsten Weltkrieges in Braunschweig zu einer wirtschaftlichen, sozialen und politischen Krise, die zurNovemberrevolution in Braunschweig führte. Nachdem der Arbeiter- und Soldatenrat unterAugust Merges am 8. November 1918 die Abdankung des letzten Herzogs,Ernst August von Braunschweig-Lüneburg, erzwungen hatte, übernahm der Rat die politische Führung und rief die „Sozialistische Republik Braunschweig“ unter Führung des Präsidenten Merges aus.
Die Lage in der Stadt Braunschweig spitzte sich zu, als dieSpartakisten am 9. April 1919 einen Generalstreik ausriefen. Der Streik führte dazu, dass man die Züge nicht mehr abfertigte und damit der wichtige Ost-West-Verkehr blockiert wurde. Die Folge war ein Rückstau, der in ganz Deutschland ein Verkehrschaos auslöste. Ab dem 11. April kam das öffentliche Leben in der Stadt zum Erliegen. Um Recht und Ordnung wiederherzustellen, verhängte die Reichsregierung denBelagerungszustand über die Stadt und denFreistaat Braunschweig. Am 17. April rückten 10.000 Mann derFreikorps-Truppen unter GeneralGeorg Maercker in die Stadt ein und übernahmen sie friedlich. Nach der Bildung einer neuen Regierung unter MinisterpräsidentHeinrich Jasper verließen die Truppen Braunschweig bereits im Mai wieder. Knapp ein Jahr nachdem die Freikorps-Truppen abgezogen waren, kam es in Berlin am 13. März 1920 zumKapp-Putsch, der zwar bereits nach 100 Stunden scheiterte, aber auch in Braunschweig politische und gesellschaftliche Auswirkungen hatte; u. a. kam es zu einemGeneralstreik 141 Braunschweiger Betriebe und zu bürgerkriegsähnlichen Zwischenfällen mit Verletzten und Toten. Am Ende trat dieRegierung Jasper zurück und es kam zu Neuwahlen.[40][41] Neuer Ministerpräsident wurdeSepp Oerter von der USPD. Infolge derHyperinflation von 1922 kam es europa- und weltweit zu Arbeitslosigkeit, Armut, Unruhen und politischen Krisen, von denen auch Braunschweig nicht verschont blieb.
Diese Betriebe zogen Tausende neuer Arbeitskräfte an, für die schnell erschwinglicher Wohnraum geschaffen werden musste. In Anlehnung an dieNS-Ehrentitel deutscher Städte gab Braunschweig sich selbst den Beinamen „Deutsche Siedlungsstadt“.[48] Parallel zum Ausbau der Industrie entstanden „nationalsozialistische Mustersiedlungen“, so die „Dietrich-Klagges-Stadt“ (heuteGartenstadt), dieLehndorf-Siedlung,Mascherode-Südstadt, Schunter- und Wabetalsiedlung.[49]
Mit fortschreitender Dauer des Krieges sank jedoch der Personalstand der Betriebe nicht nur dadurch, dass Arbeiter zum Kriegsdienst eingezogen wurden (und fielen oder verwundet wurden), sondern auch durch Opfer in der Zivilbevölkerung aufgrund von Kriegseinwirkung. Da die Rüstungsindustrie aber gleichzeitig wuchs und mehr kriegswichtiges Material produzierte, musste „Nachschub“ an Arbeitskräften herbeigeschafft werden. Wie im übrigen Reichsgebiet, wo Ende 1944 ca. sechs Millionen zivileZwangsarbeiter, etwa zwei MillionenKriegsgefangene und mehr als 700.000KZ-Häftlinge für diedeutsche Kriegswirtschaft arbeiten mussten,[50] geschah dies in kleinerem Maßstab auch in Stadt und Land Braunschweig. Hier existierten 802 Lager jeder Art.[51] Unter anderem wurden ausländische Arbeitskräfte angeworben, hauptsächlich aber mussten Zwangsarbeiter die Arbeit leisten. Diese Zwangsarbeiter lebten meist in Lagern in der Nähe der Fabriken. So gab es zwei Außenlager desKZ Neuengamme in der Stadt: dasKZ Schillstraße und dasKZ SS-Reitschule. Darüber hinaus gab es zahlreiche weitere Lager, wie das „Lager Schützenplatz“[52] oder das Lager Ackerstraße,Frankfurter Straße, das „Voigtländerlager“[53] oder dasEntbindungsheim für Ostarbeiterinnen.[54] Auch außerhalb der Stadt waren mehrere Lager, die zum Teil bis kurz vor Kriegsende bestanden. Im Herbst 1944 war der Höchststand an Zwangsarbeitern erreicht: Etwa 43.000 zivile Zwangsarbeiter, davon etwa 15.000 Frauen, mussten zusammen mit ca. 8.800 KZ-Insassen arbeiten. Allein beim Lkw-Hersteller Büssing NAG, unter GeneraldirektorRudolf Egger-Büssing, mussten 1.300 KZ-Häftlinge (davon 1.200 Juden) arbeiten.[55] Die meisten dieser Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge warenOstarbeiter, mehrheitlich aus der Sowjetunion und Polen.[53]
Während desZweiten Weltkrieges war Braunschweig Ziel zahlreicheralliierter Luftangriffe. Diese zerstörten etwa 90 Prozent der Innenstadt und 42 Prozent der gesamten Stadt.[56] Der verheerendste war derBombenangriff auf Braunschweig am 15. Oktober 1944, bei dem 233Lancaster-Bomber derNo. 5 Bomber GroupRoyal Air Force (RAF) durch den Abwurf von etwa 200.000Phosphor-,Brand- undSprengbomben einen zweieinhalb Tage wütendenFeuersturm entfachten. Mehr als tausend Menschen starben bei diesem Angriff. Während des gesamten Krieges starben etwa 3.500 Menschen durch Bombenangriffe; fast die Hälfte von ihnen waren Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge.
Luftbild des zerstörten Braunschweig, sog. „Trolley Mission“ derUSAAF, 12. Mai 1945. Rechts unten dieTH Braunschweig
Ein US-Flugzeug fliegt im Juni 1945 über das zerstörte Braunschweig. (Zu den genauen Flugrouten siehe Anmerkungen.[Anm. 1])Schadensplan der Braunschweiger Innenstadt vom Mai 1945: Legende: grau = vollständig zerstört; rot = erhalten
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte Braunschweig 202.284 Einwohner; bei Kriegsende hatte sich diese Zahl um 26 Prozent, also um mehr als ein Viertel auf 149.641 verringert. Die Stadt gehörte zu den am schwersten zerstörten deutschen Städten. Der Zerstörungsgrad der Innenstadt (innerhalb desOkerringes) lag bei 90 Prozent, der Gesamtzerstörungsgrad der Stadt bei 42 Prozent. Das gesamte Volumen an Trümmern belief sich auf rund 3,7 Millionen Kubikmeter.[59] Die Trümmerräumung dauerte 17 Jahre, bis sie 1963 offiziell für beendet erklärt wurde. Tatsächlich wurde sie jedoch noch Jahrzehnte danach in geringem Umfang fortgesetzt.
1946 führte die Militärregierung (Control Commission for Germany) derBritischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen von der Bevölkerung gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, der ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichenOberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Eine jüdische Gemeinde existiert wieder seit 1945. Anfangs stand sie unter dem Schutz der Militärregierung.
Durch den akuten Bedarf an Wohnraum schritt der Wiederaufbau in den 1950/60er Jahren schnell voran. Da die Innenstadt nahezu vollständig zerstört war, bautenStadtplaner undArchitekten eine neue, moderne und vor allem „autogerechte Stadt“, wobei sie unter anderem die Maxime der an derTechnischen Hochschule entwickelten „Braunschweiger Schule“ umzusetzen versuchten. Hierzu wurde erheblich in den Restbestand der über Jahrhunderte gewachsenenStadtlandschaft eingegriffen, was beispielsweise für neu angelegte Straßenschneisen an vielen Stellen zu weiterem Abriss noch intakter Bauten führte. Mehr als hundert Gebäude wurden allein für den 1960 eröffnetenHauptbahnhof südöstlich des Stadtzentrums abgerissen, der alsDurchgangsbahnhof denalten Kopfbahnhof ersetzte. Diese Abbrüche waren jahrzehntelang Anlass für kontrovers geführte Diskussionen.
Zahlreiche Neubauten entstanden, zum Beispiel das neueKarstadt-Kaufhaus nach Plänen des ArchitektenErnst Kreytenberg.[60]
In einer 2010 durchgeführten repräsentativen EU-Bürgerbefragung „Urban Audit“ wird Braunschweig eine hohe Lebensqualität bescheinigt. So liegt Braunschweig beispielsweise bei der Zufriedenheit der Bürger, in der Stadt zu wohnen, deutschlandweit auf Rang 5. Ansonsten punktet Braunschweig vor allem durch Sauberkeit, das Erscheinungsbild der Stadt und die öffentliche Sicherheit.[61] Das hohe Maß an öffentlicher Sicherheit wird durch eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2012 bestätigt, wonach Braunschweig unter den 50 größten Städten Deutschlands aufgrund hoher Aufklärungsquoten und einer niedrigen Anzahl an Delikten bundesweit auf Platz 1 liegt.[62] Im Städteranking derWirtschaftswoche, in dem 71 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern untersucht wurden, erwies sich Braunschweig auf Platz 7 als eine der sich am stärksten entwickelnden Städte und punktete vor allem bei Kinderbetreuung und mit starken Wirtschaftsdaten.[63] Für die Zukunft prognostiziert die StudieZukunftsatlas 2013 für Braunschweig „sehr hohe Chancen“, da es neben universitärer Spitzenforschung auch einen Großteil derVW-Wertschöpfung beherbergt.[64][65] Auch aus diesen Gründen gilt Braunschweig als „Schwarmstadt“, also eine der wenigen Städte, in der sich besonders viele 25- bis 34-Jährige niederlassen.[66]
März 2020: Die sonst viel befahreneA 2 bei Braunschweig an einem Sonntagnachmittag.
April 2021: „Schnelltestzentrum Alte Waage“ auf demWollmarkt.
Die Anfang 2020 in Deutschland erstmals aufgetreteneAtemwegserkrankungCOVID-19 breitete sich auch nach Braunschweig aus.[69] Der erste in der Stadt medizinisch nachgewiesene und offiziell registrierte Fall wurde am 4. März 2020 dokumentiert.[70][71] Der ersteSARS-CoV-2-bedingte Todesfall wurde am 30. März 2020 registriert.[72]
COR-101 wird aktuell inKlinische Studien getestet.[91][92] Im Juli 2021 hat die FirmaDermapharm sich an Corat Therapeutics für die weitere Entwicklung von COR-101 beteiligt.[93][94]
Für die 22 Stadtteile wurden zu diesem Zeitpunkt zwölf Ortschaften mit je einem Ortsrat gebildet. Diese Ortsräte blieben bis 1981 bestehen und gingen anschließend in den Stadtbezirken auf.
Einwohnerentwicklung von Braunschweig von 1871 bis 2017
Im Jahr 1867 hatte Braunschweig mehr als 50.000 Einwohner. 1890 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch sie zurGroßstadt wurde. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf 200.000. Im Oktober 1944 lebten in der bereits stark zerstörten Stadt noch knapp 150.000 Menschen.[96] In der Nachkriegszeit erreichte sie 245.551 (1961) und fiel beispielsweise durch Abwanderungen in Umlandgemeinden bis auf 218.233 (1973). Die Bevölkerungszahl stieg durch die Gebietsreform 1974 mit 271.213 auf ihren bisherigen Höchststand. Danach sank die Einwohnerzahl durch weitere Abwanderungen und die allgemeine demografische Komponente bis Ende 2004 auf 240.000. Seit 2005 ist durch familienfreundliche Siedlungsangebote eine Umkehr eingetreten. Am 31. Dezember 2010 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Braunschweig nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 248.867 (nurHauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Somit ergibt sich eineBevölkerungsdichte von 1.295 Menschen pro Quadratkilometer. Seitdem ist die Bevölkerung kontinuierlich bis auf 252.492 am 31. Dezember 2012 gewachsen.[97] DerZensus 2011 des statistischen Bundesamtes korrigiert die Einwohnerzahl allerdings auf 242.537 rückwirkend zum 5. Mai 2011.[98] Bis zum 30. Juni 2015 stieg diese Zahl auf 249.135 Einwohner.[99]
Die Stadt Braunschweig gibt die Einwohnerzahl laut Melderegister nach dem Hauptwohnsitz von Ende 2011 mit 244.806 und von Ende 2012 mit 246.742 an.[100] Ende 2013 wurden mit 248.424 Einwohnern erneut steigende Zahlen gemeldet.[101] Zum 31. Dezember 2015 betrug die Zahl 252.768.[102] 2023 betrug die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner 255 307.[103]
Im Jahr 2024 lag der Anteil von Menschen mit einem erweiterten Migrationshintergrund bei 32 %.[104] Im Jahr 2024 haben 26 % der Einwohner eine ausländische Staatsangehörigkeit oder eine doppelte Staatsangehörigkeit, das entspricht 66.200 Menschen, wobei die Mehrheit der Menschen aus Asien und Afrika kommt.[105]
Größte Einwohnergruppenohne deutsche Staatsangehörigkeit (Stand: 31. Dez. 2024)[106]
Gemäß demZensus 2011 waren 39,5 % der Einwohner evangelisch, 14,0 %römisch-katholisch, und 46,4 % gehörten entweder einer anderen oder keinerGlaubensgemeinschaft an.[98] Seitdem ist der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung beträchtlich kleiner geworden. Laut Statistikstelle der Stadt Braunschweig waren Ende 2024 von den Einwohnern 28,3 % evangelisch, 11,0 % katholisch und 60,7 % gehörten einer anderen oder keiner Glaubensgemeinschaft an.[107][108][109]
Nach einer Berechnung aus den Zensuszahlen für die Personen mitMigrationshintergrund lag der Bevölkerungsanteil der Muslime in Braunschweig im Jahr 2011 bei 5,0 %.[110]
Die Wahlbeteiligung bei der Wahl desRates am11. September 2016 lag bei 55,6 Prozent, das waren 5,1 Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Wahl. DieSPD löste dieCDU nach 35 Jahren als stärkste Fraktion ab. Dem Rat der Stadt gehören mit Beginn der neuen Wahlperiode am 1. November 2016 neben dem Oberbürgermeister 54 Ratsfrauen und Ratsherren an, die sich folgendermaßen auf die Fraktionen oder Einzelmitglieder verteilen.[111] Bei derKommunalwahl am 12. September 2021 konnte die SPD den Status als stärkste Partei trotz Stimmenverlusten verteidigen. Zweitstärkste Kraft wurden die Grünen vor der CDU. Im Einzelnen ergab sich folgendes Ergebnis:[112]
Im Jahr 2001 wurde in Braunschweig die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seitdem gibt es nur noch den hauptamtlichenOberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und oberster Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt von der Bevölkerung gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.
Die Direktwahl des Oberbürgermeisters am 12. September 2021 ergab das folgende Ergebnis (Wahlbeteiligung 55,4 %):[114]
Da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen konnte, war eine Stichwahl erforderlich, die gemeinsam mit derBundestagswahl am 26. September 2021 stattfand. Die BraunschweigerGrünen unterstützten den SPD-Kandidaten Thorsten Kornblum.[115] Die Stichwahl ergab das folgende (vorläufige) Endergebnis (Wahlbeteiligung: 62,6 %):[116]
Kandidat und Partei
Wählerstimmen
Stimmanteil
Thorsten Kornblum (SPD)
79.861
65,9 %
Kaspar Haller (CDU)
41.401
34,1 %
Thorsten Kornblum hat sein Amt am 1. November 2021 angetreten. Er folgte damit auf den seit 2014 amtierendenUlrich Markurth (SPD), der nicht mehr kandidiert hatte.
Für Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern sieht dasNiedersächsische Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) die Möglichkeit vor, die Stadt in Stadtbezirke einzuteilen und dort Stadtbezirksräte einzurichten (vgl. § 90 Abs. 2 NKomVG). Von dieser Möglichkeit hat der Rat der Stadt Braunschweig in der Hauptsatzung Gebrauch gemacht. Ab dem 1. November 2021 ist Braunschweig in zwölf Stadtbezirke eingeteilt. Ihre Nummerierung haben sie anhand der acht Braunschweiger Gemeindewahlbezirke erhalten.
Die Stadtbezirksräte haben gemäß §§ 93 und 94 NKomVG gewisse Entscheidungs- und Mitwirkungsrechte, soweit es sich um eigene Angelegenheiten des Stadtbezirks betreffen. Vor der Befassung mit einer Angelegenheit eines Stadtbezirks muss der Rat der Stadt den jeweiligen Stadtbezirksrat anhören. Die Zahl der Mitglieder bestimmt sich nach der Einwohnerzahl der Stadtbezirke (vgl. § 91 Abs. 1 NKomVG) und liegt in der Stadt Braunschweig zwischen 7 und 19. Der Stadtbezirksrat wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden, die oder der Bezirksbürgermeisterin oder Bezirksbürgermeister heißt (§ 92 Abs. 1 NKomVG).
Die Stadtbezirksräte der Stadt Braunschweig wurden zuletzt im Rahmen derKommunalwahl am 12. September 2021 gewählt. Die Wahlperiode beträgt fünf Jahre und beginnt am 1. November 2021.
Ergebnisse der Wahlen zu den Stadtbezirksräten in %
Die Gesamtsumme der Schulden beim öffentlichen Bereich der Stadt Braunschweig belief sich zum Jahresende 2012 auf 345,1 Millionen Euro. Jeder Einwohner war damit mit 1134 Euro verschuldet.[118] Von den 103 kreisfreien Städten in Deutschland hatte Braunschweig damit die zweitgeringste Pro-Kopf-Verschuldung. Nach einer Studie der WirtschaftsprüfungsgesellschaftErnst & Young aus dem Jahr 2015, war Braunschweig zwischen 2012 und 2014 von 72 deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern mit großem Abstand die Stadt mit der geringstenPro-Kopf Verschuldung in Deutschland. Sie betrug 452 Euro pro Bürger. Auf Platz zwei folgteJena mit 724 Euro, auf Platz dreiDüsseldorf mit 1137 Euro. Die Durchschnittsverschuldung belief sich in diesem Zeitraum auf 4299 Euro.[119] Die Gesamtverschuldung der Stadt betrug Ende 2021 rund 644,4 Mio. Euro (ca. 2.600 Euro pro Kopf).[120]
Wappenbegründung: Dieses Stadtwappen ist seit mindestens 1366/1367 bekannt und seitdem – lediglich mit einigenstilistischen Veränderungen – in Gebrauch. Es wurde von KönigAlbrecht II. im Wappenbrief von 1438 bestätigt. Neben der Gesamtstadt führen die fünfWeichbildeAltewiek,Altstadt,Hagen,Neustadt undSack eigene Wappen, die sämtlich Variationen des Löwenmotivs zeigen.[122]
Für dieheraldische Gestaltung des Wappens ist derWappenbrief vom 15. Oktober 1438 maßgebend.
Weiter führt die Hauptsatzung bzgl. der Farben der Stadt aus:
„Die Farben der Stadt sind Rot und Weiß. Die Stadtflagge zeigt in gleichbreiten Querstreifen oben die Farbe Rot und unten die Farbe Weiß.“
Neben dem imWappenbrief enthaltenen Wappen zeigt dieser ebenfalls die Farben der Stadt. Die fünf Weichbilde, die Bürgergarde und die Stadtverwaltung führen neben dieser offiziellen Stadtflagge eine Vielzahl weiterer (eigener) Flaggen, die, gleich dem Wappen, wiederum Variationen des Löwenmotivs aufweisen.[122]
DerBraunschweiger Löwe ist das WahrzeichenHeinrichs des Löwen, der die Stadt im Mittelalter zu einem bedeutenden Gemeinwesen ausbaute. Daher wurde der Löwe zum Wahrzeichen Braunschweigs. Auf der wahrscheinlich um 1300 entstandenenEbstorfer Weltkarte ist Braunschweig mit dem Löwenstandbild eingezeichnet – so bekannt war der Braunschweiger Löwe bereits im ausgehenden Mittelalter. Die heutige offizielle Festlegung als Wahrzeichen der Stadt erfolgte erst 1953 in derHauptsatzung der Stadt.
Als „inoffizielles“, ebenfalls sehr altes Wahrzeichen der Stadt, gelten die Türme derAndreaskirche, die von alters her schon von weitem den Weg nach Braunschweig wiesen.
Die Stadt Braunschweig war von 1973 bis 1978 eines der zunächst acht (später sieben) Verbandsglieder desGroßraumverbandes Braunschweig und ist seit 1991 neben zwei weiteren kreisfreien Städten und fünf Landkreisen Verbandsglied desZweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB). Daneben besteheninterkommunale Kooperationen als öffentlich-rechtliche Zusammenarbeit mit benachbarten Landkreisen (z. B. bei derIntegrierten Regionalleitstelle – IRLS) und in Formen privatrechtlicher Zusammenarbeit durch direkte oder indirekte Beteiligungen oder Mitgliedschaften der Stadt bei verschiedenen Gesellschaften und Vereinen (z. B. bei derProjekt Region Braunschweig, bei demVerkehrsverbund Region Braunschweig, beim LandschaftsverbandBraunschweigische Landschaft).
Stadt und Region Braunschweig haben in ihrer Geschichte mehrere Strukturwandel erlebt. Bis nach demZweiten Weltkrieg war Braunschweig ein Zentrum derKonservenindustrie mit vielen verarbeitenden Betrieben sowie einer spezialisiertenMaschinenbau-Industrie, unter anderemSchmalbach-Lubeca.
Mit dem Niedergang der Konservenindustrie und der Abwanderung der Industrie in andere Länder verschob sich der Schwerpunkt in RichtungAutomobilindustrie, aber auch zu den BereichenVerkehrstechnik,Biotechnologie,Gesundheitswirtschaft sowieFinanzwirtschaft. Ebenfalls Geschichte ist dieFotowirtschaft mit den traditionsreichen Firmen Voigtländer undRollei. Repräsentative Studien bescheinigen der Stadt Braunschweig bundesweit die mit Abstand höchste Wirtschaftsfreundlichkeit.[133]
Im Jahre 2016 betrug das Bruttoinlandsprodukt von Braunschweig, innerhalb der Stadtgrenzen, 11,733 Milliarden € und lag damit auf Platz 32 in derRangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 46.928 € (Niedersachsen: 34.812 €/Deutschland 38.180 €). In der Stadt waren 2017 ca. 163.800 Erwerbstätige beschäftigt.[134] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 4,9 % und damit leicht unter dem niedersächsischen Durchschnitt von 5,0 %.[135]
ImZukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Braunschweig Platz 36 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „sehr hohen Zukunftschancen“.[136]
Braunschweig war Sitz derBüssing Automobilwerke, die bis 1972 von der FirmaMAN übernommen wurde. Die Fahrzeuge der MAN tragen noch heute das Logo der Firma Büssing, einen stilisierten Braunschweiger Löwen, auf demKühlergrill, werden jedoch inSalzgitter, 20 Kilometer südlich von Braunschweig, produziert.
Die Stadt ist Sitz eines traditionsreichen Werkes derSiemens AG, das gleichfalls aufHeinrich Büssing zurückgeht und weltweit führend in der Bahnautomation ist (sieheSiemens-Werk Braunschweig) und unter anderem die Bahnbetriebstechnik für denTransrapid inShanghai entwickelt hat. Der UnternehmensbereichSiemens Mobility schätzt Braunschweig unter anderem wegen derTechnischen Universität Braunschweig und der Niederlassung desDeutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das als Kompetenzzentrum fürVerkehrstechnik auchaerodynamische Forschung für die Bahnindustrie durchführt. Ein weiteres Unternehmen aus der Mobilitätsbranche istBombardier Transportation, das genau wie dieBosch Engineering GmbH in Braunschweig einen seiner Standorte hat. Neuerdings ist in Braunschweig dieDB ProjektBau GmbH ansässig. Schwerpunkte dieser Bahntochter liegen im Bereich Leit- und Sicherungstechnik.[139] Zudem haben zahlreicheAutomobilzulieferer ihren Sitz in Braunschweig. Im Umfeld des Flughafens haben zahlreiche High-Tech-Unternehmen ihren Sitz z. B. dieAerodata AG, gegründet als Aerodata Flugmesstechnik GmbH, welche weltweit größter Anbieter von Flugvermessungssystemen ist.[140]
DieVoith Turbo Aufladungssysteme GmbH & Co. KG unterhält in Braunschweig ein Entwicklungszentrum. Das UnternehmenAlstom plant das bestehende Wartungszentrum zu erweitern und innerhalb der nächsten Jahre zum „nationalen Kompetenzzentrum für Wartung und Service von Zügen“ auszubauen.[141] Auch eine Vielzahl an technischen Dienstleistern wie dieBrunel GmbH sowie technischen Unternehmensberatungen, wie die m+p-Gruppe, agieren von Braunschweig ausgehend. Ergänzend dazu ist mit derAction Europe GmbH (ehemaligeDevil AG) ein großer IT Distributor und eines der umsatzstärksten Unternehmen Niedersachsen niedergelassen.
Mit rund 3900 Mitarbeitern (Stand 2014)[142] an seinen drei Standorten zählt dasStädtische Klinikum Braunschweig zu den größten Arbeitgebern der Stadt.
Nach einer Studie des WirtschaftsforschungsinstitutsPrognos zählt Braunschweig im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik zu den erfolgreichsten Städten in Deutschland.[143] Dadurch hat sich in der Stadt eine Vielzahl national und international bekannter Werbeagenturen niedergelassen. Insgesamt entwickelt sich die wirtschaftliche Situation überdurchschnittlich gut. So erlebte die Stadt im Zeitraum 2005 bis 2010 ein Beschäftigungswachstum von 8,6 %; ihre Einkommensteuerkraft wuchs im selben Zeitraum um 31,1 %.[144] Dies ist auf die zahlreichen Neugründungen zurückzuführen. Im bundesweiten Vergleich erreichte Braunschweig hier in einer Studie derInitiative Neue Soziale Marktwirtschaft aus dem Jahr 2011 den ersten Platz. Dabei kamen auf 10.000 Erwerbsfähige 146 Jungunternehmer. Im Jahr 2012 gehört Braunschweig zu den zehn dynamischsten Großstädten Deutschlands.[145] Außerdem ist Braunschweig zusammen mit Stuttgart die Region in der Europäischen Union, in der prozentual die meisten Arbeitnehmer in Spitzen- und Hochtechnologiesektoren arbeiten, nämlich jeweils 22 %.[146]
Exemplar der „Goldenen Edition“ desCommodore 64 vom Dezember 1986
Bis zu ihrem Niedergang Anfang der 1990er Jahre unterhielt die in den 1980er Jahren sehr erfolgreiche ComputerfirmaCommodore International in Braunschweig ein Werk. Unter anderem wurde hier der legendäreC64 gefertigt. Bis 2014 war Braunschweig Sitz vonIntels größtem Chip-Entwicklungszentrum in Europa mit rund 120 Mitarbeitern.[147] Seit 2000 wurden hier bereits sechs Chips entwickelt, die gegenwärtig im Einsatz sind. Im Europäischen Kompetenzzentrum für High-Performance-Computing (HPC)-Technologie werden in Braunschweig außerdem Chips für Höchstleistungsrechner bzw. Supercomputer entwickelt. An der TU Braunschweig finanziert Intel den Hauptstudiengang „AdvancedVLSI-Design“ (Very Large Scale Integrated Circuits), der sich intensiv mit der Entwicklung hochkomplexer Mikrochips befasst, um die Ausbildung hoch qualifizierter Arbeitskräfte am Standort zu fördern.[148] Im Herbst 2013 erfolgte jedoch die Ankündigung,[149] diesen Standort zu schließen. Der Standort und die Mitarbeiter wurden daraufhin vonFujitsu übernommen.[150] Heute ist Braunschweig als IT-Hochburg in Deutschland anerkannt. Der Anteil der IT-Fachkräfte ist hier dreimal so hoch wie im Bundesdurchschnitt und doppelt so hoch wie in vergleichbaren Großstädten.[151]
Die „Kooperationsinitiative im Maschinenbau“ ist ein Zusammenschluss mittelständischer Maschinenbau-Unternehmen aus der Region Braunschweig, die gemeinsam einkaufen, die Qualifikation der Mitarbeiter erhöhen und auch auf anderen Gebieten zusammenarbeiten. Eine ähnliche Kooperationsvereinbarung haben auch Unternehmen aus der IT-Branche unter dem Namen „Federated IT“ getroffen, um die gemeinsame Durchführung von Projekten zu ermöglichen.[152] Ein bekanntes Maschinenbauunternehmen mit Standort in Braunschweig istBühler.
Traditionell ist Braunschweig aufgrund des intensiven Anbaus vonZuckerrüben im Braunschweiger Raum seit etwa 1850 ein Zentrum derZuckerindustrie. Die durch einen Zusammenschluss aus mehreren Zuckerfabriken hervorgegangeneNordzucker AG hat Braunschweig als Unternehmenssitz gewählt. Sie ist jetzt der zweitgrößte deutsche Produzent von Zuckererzeugnissen. Auch im Bereich der Forschung wird dieser Themenkomplex thematisiert. DieTechnische Universität Braunschweig hat seit Jahrzehnten ein eigenes Forschungsinstitut für Zuckerherstellung und -verarbeitung.
DieBraunschweigische Maschinenbauanstalt (BMA AG) ist eines der führenden Unternehmen auf dem Gebiet des Maschinenbaus für die industrielle Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe. Mit der AnwaltskanzleiAppelhagen und Partner ist die größte Anwaltskanzlei Niedersachsens und Sachsen-Anhalts in Braunschweig ansässig.[153]
Braunschweig ist Sitz des international tätigen TextilunternehmensNew Yorker und dessen Tochterunternehmen „Ann Christine“. Weitere bekannte Unternehmen und Institutionen sind der 1880 gegründete KaffeerösterHeimbs, das HerrentextilunternehmenDittmar (Signum-Hemden) und dieWestermann Gruppe. Auch dieRichard Borek Unternehmensgruppe hat ihren Sitz in Braunschweig. „Borek“ ist eines der ältesten Versandhäuser Deutschlands (seit 1906). 1996 wurde das KüchenfachmarktunternehmenKüchen Aktuell gegründet.
DieBraunschweiger Versorgungs AG & Co. KG gehört zu den 50 größten Unternehmen in Niedersachsen.
Mit über 1300 Einzelhandelsgeschäften ist Braunschweig ein zentraler Einkaufsstandort für die Region und seit 2014 auchFair-Trade-Stadt.[154]
RegionaleTageszeitung ist dieBraunschweiger Zeitung (BZ), die auch in der Region unter verschiedenen Titeln mit unterschiedlichen Lokalteilen vorherrscht. Im Jahr 2007 wurde die Braunschweiger Zeitung von derWAZ-Mediengruppe (heute: Funke Mediengruppe) übernommen. Als kostenloseWochenzeitungen werden die im BZ-Verlag erscheinendenNeue Braunschweiger undNeue Braunschweiger am Sonntag in die Haushalte verteilt. Online-Zeitungen für Braunschweig sind die seit April 2013 erscheinende TageszeitungNEUESausBraunschweig[155] sowie seit 2014regionalBraunschweig.de (als BraunschweigHeute).[156] Seit Mai 2016 istnews38.de online, ein Gratis-Nachrichtenportal, das vor allem Informationen aus der Postleitzahlregion 38, aber auch überregionale Nachrichten bietet.
Stadtmagazine: Das FamilienmagazinClicclac erscheint monatlich mit einer Auflage von 25.000 Stück und 560 Verteilstellen. Das MagazinSubway erscheint monatlich mit einer Auflage von 20.000 Heften und 300 Verteilstellen.Die StadtteilmagazineDruff,Nordlicht,Tangente undWestblick erscheinen mit kleineren Auflagen in verschiedenen Stadtteilen Braunschweigs. Das MagazinStadtglanz erscheint vierteljährlich. Früher erschienen auch die MonatsmagazineDa Capo (1989–6/2017)COCKTA!L (1990–2005),[157]chexx (1999–2007)[158] undBackstage (2005–2014) sowie die Sportmagazine33 (1994–1995)[159] undabseits mit Schwerpunkt Braunschweiger Fußballregion.[160]
Zudem existiert ein selbstständiges Verlagsunternehmen, das Anzeigenzeitungen für Braunschweig und den Braunschweiger Raum herausgibt. Produkte sind derBraunschweig Report, dasWochenblatt zum Sonntag sowieAmbiente. Eine weitere Anzeigenzeitung istExtra am Sonntag für Braunschweig.
In Braunschweig und der näheren Umgebung senden das nichtkommerzielle, lokaleBürgerradio „Radio Okerwelle“ auf derUKW-Frequenz 104,6 MHz und der kommerzielle SenderRadio 38 auf der Frequenz 100,3 MHz. Außerdem unterhält „TV38“, ein nichtkommerzielles Community-TV, ein Studio in der Stadt (neben weiteren Studiostandorten in Wolfsburg und Salzgitter). Radio Okerwelle und TV38 sind zwei von 15 niedersächsischen Veranstaltern von Bürgerrundfunk. Darüber hinaus betreibt die BraunschweigerIdeeal Werbeagentur auf der Frequenz 90,5 MHz einVeranstaltungsradio mit dem Schwerpunkt Eintracht Braunschweig.
Die Region Braunschweig ist lautEurostat die forschungsintensivste Region Europas. FürForschung und Entwicklung wurden 2017 in der Region Braunschweig 8,52 % desBruttoinlandsproduktes (BIP) aufgewendet.[161] Im bundesweiten Vergleich verfügt die Region Braunschweig mit 3,9 % Beschäftigtenanteil in Forschung und Entwicklung neben Stuttgart über die höchste Wissenschaftlerdichte.[162] In der Region Braunschweig arbeiten und forschen mehr als 17.300 Menschen[163] in 27 Forschungseinrichtungen. Die Konzentration von Beschäftigten in Forschung und Entwicklung ist am Standort Braunschweig etwa fünfmal so hoch wie im Bundesdurchschnitt.[164] Des Weiteren wird der Ausbau der Forschung kontinuierlich vorangetrieben. So wurden alleine in den Jahren 2012 bis 2014 über 200 Millionen Euro für den Aufbau neuer Forschungsinfrastruktur verwendet.[165][166]
Die Stadt beheimatet drei Hochschulen, eine Berufsakademie und eine Vielzahl vonBundesanstalten und Forschungseinrichtungen. DieTechnische Universität Carolo-Wilhelmina wurde 1745 als „Collegium Carolinum“ gegründet und ist damit die älteste technisch-naturwissenschaftliche Universität in Deutschland. 1862 wurde dieses zur „Herzoglichen Polytechnischen Schule“ umgewandelt und 1877 zur „Technischen Hochschule“ erhoben. Seit der Erweiterung um eine Philosophische und eine staatswissenschaftliche Fakultät 1968 ist sie „Technische Universität“. DieHochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) wurde 1963 aus der früheren Werkkunstschule Braunschweig gegründet. Dieses architektonisch-technische Zeicheninstitut wurde 1790 im Auftrag des Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand eröffnet.[167] 1972 wurde sie eine wissenschaftliche Hochschule und seit 1978 hat sie den Status einer künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschule. Sie ist die einzige Kunsthochschule Niedersachsens und unter den fünf größten Europas. Europaweit gibt es über 300.[168] Seit 2023 hat auch dieHochschule Fresenius einen Standort in Braunschweig. Am Health Campus kann ein Bachelor of Science und ein Master of Science Bereich der Chiropraktik sowie ein Bachelor of Science im BereichPhysician Assistance erworben werden[169][170]. Das Chiropraktik-Studium in Braunschweig ist der erste akademische Chiropraktikabschluss nach internationalem Standard derWeltgesundheitsorganisation (WHO)[171] in Deutschland[172]. An der staatlich anerkanntenWelfenakademie kann ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre absolviert werden. An derDeutschen Müllerschule Braunschweig kann der weltweit einzige staatlich geprüfte Abschluss als Verfahrenstechniker fürMühlenbau, Getreide- und Futtermittelwirtschaft erlangt werden.
In Braunschweig sind dasLuftfahrt-Bundesamt und dieBundesstelle für Flugunfalluntersuchung ansässig. DiePhysikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) hat aufgrund desZeitgesetzes seit 1978 den Auftrag, mit ihrenAtomuhren die Zeit in Deutschland festzulegen. Der Impuls für die Steuerung von Funkuhren kommt von der PTB, ausgestrahlt wird der Takt jedoch über den LangwellensenderDCF77 südöstlich von Frankfurt am Main. Neben der Zeit ist PTB für verschiedene technische und wissenschaftliche Messgrößen zuständig wie Länge und Masse.[173]
Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Konzentration von Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen im Bereich Mobilität, speziell der Luftfahrttechnologie, Luftverkehrssicherheit, Raumfahrt und Verkehr. AmFlughafen Braunschweig-Wolfsburg befindet sich ein Standort desDeutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das 1969 (zunächst als „DFVLR“) aus der 1936 gegründetenDeutschen Forschungsanstalt für Luftfahrt (DFL) hervorging. Hauptarbeitsgebiete sindFlugmechanik, Flugführung undFlugsicherung,Aerodynamik und die Entwicklung leistungsfähiger Werkzeuge für Berechnungen sowie Struktursysteme (Adaptronik und extremer Leichtbau). Der Standort arbeitet eng mit dem benachbarten Luftfahrt-Bundesamt, der Technischen Universität, Technologietransferstellen[174] und anderen ansässigen Forschungseinrichtungen zusammen. Beispielsweise waren Forscher der TU Braunschweig und des DLR an der Entwicklung desLandersPhilae und der RaumsondeRosetta beteiligt und damit an der ersten Landung eines vom Menschen geschaffenen Objektes auf einem Kometen.[175] Eine Besonderheit des Standortes ist die stark ausgebaute Infrastruktur mit Forschungsflugzeugen, Windkanälen, Simulatoren und Prüfständen, die neben der Flughafeninfrastruktur konzentriert auf einem Ort vorhanden ist.[176] Insgesamt arbeiten am Flughafen über 2800 Mitarbeiter in Grundlagenforschung und der anwendungsnahen Technologieentwicklung und -erprobung.[177] Bereits 1990 erfolgte am Flughafen Braunschweig die weltweit erste automatische satellitengesteuerte Flugzeuglandung.[178]
Leonie, das autonome Fahrzeug des ProjektsStadtpilot
Im Patentatlas des Deutschen Patent- und Markenamtes liegt die Region Braunschweig mit 1200 Patentanmeldungen für das Jahr 2005 in Niedersachsen auf Platz eins und im bundesweiten Vergleich auf Platz sieben. Dies gilt insbesondere bei Patenten aus den technischen Gebieten „Fahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge“ und „Messen, Prüfen, Optik, Photographie“. Beispielhaft ist hierbei das ProjektStadtpilot zu nennen. Das weltweit erste selbstfahrende Auto („Leonie“ genannt) bei hohem innerstädtischen Verkehrsaufkommen wurde 2011 auf dem Wilhelminischen Ring erfolgreich getestet. Die Erforschung und Erprobung moderner Ampel- und Autosysteme auf Grundlage derAnwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM) sowie die Auszeichnung als Schaufenster für Elektromobilität machen Braunschweig zum Zentrum deutscher Mobilitätsforschung.[179] Diese Spitzenstellung wird im internationalen Kontext durch den starken Ausbau der Forschung am NFF unterstrichen. Dort arbeiten zukünftig über 200 Wissenschaftler an Mobilitätskonzepten der Zukunft.[180]
DasHelmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), früher Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF), ist ein Zentrum für Infektionsforschung. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Erregern, die medizinisch relevant sind oder als Modell für die Untersuchung von Infektionsmechanismen genutzt werden. Träger des HZI sind die Bundesrepublik Deutschland (90 %) und das Land Niedersachsen (10 %).
Weitere Bundesanstalten und Forschungseinrichtungen in Braunschweig sind oder waren:
Fraunhofer-Zentrum für Energiespeicher und Systeme ZESS[187]
Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit Hauptsitz auf der Insel Riems (Greifswald) (hervorgegangen aus der aufgelösten FAL)
Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen mit Hauptsitz in Quedlinburg (hervorgegangen aus der aufgelösten FAL und der BBA)
DerStifterverband für die Deutsche Wissenschaft verlieh der Stadt den Titel „Stadt der Wissenschaft 2007“. Mit der Auszeichnung wurde auch das Engagement gewürdigt, mit dem sich verschiedene Akteure für Vernetzungen der Wissenschaft insbesondere mit Wirtschaft und Kultur sowie für eine Öffnung der Wissenschaft für die Bürger der Stadt einsetzen. Der Bewerbung Braunschweigs unter dem Motto „Ideenküche Braunschweig“ mit einem experimentell angelegten Konzept bescheinigte die Jury dabei „Originalität und Verständlichkeit“.[196]
Mit der „Ideenküche Braunschweig“ 2007 entstand die Idee, einen Ort zu schaffen, der den Dialog mit der Wissenschaft auch in Zukunft befördern würde. In der ehemaligen Pädagogischen Hochschule in der Pockelsstraße wurde dieHaus der Wissenschaft Braunschweig GmbH gegründet. Das Haus setzt auf interaktive Veranstaltungen und fördert gleichzeitig den Austausch zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Wirtschaft, Kultur und Bildungseinrichtungen.
Gegenwärtig wird versucht, Braunschweig als Messe- und Kongressstandort zu stärken. So wurden unter anderem umfangreiche Modernisierungsarbeiten an derStadthalle durchgeführt. Damit einher geht die komplette Neuorganisation und Aufwertung des Bahnhofquartiers durch den Bau des BraWoParks, verbunden mit dem Bau eines InterCityHotels und eines Fachmarktzentrums.[197] Der Neubau derJugendherberge an derWendenstraße, Ecke Neuer Geiershagen, wurde am 23. April 2015 eröffnet.[198]
Braunschweig befand sich seit dem Mittelalter am Kreuzungspunkt mehrerer Fernhandelsstraßen. Die die Stadt durch- und umfließende Oker war bis in die Neuzeit schiffbar.
Weltweit erstmals werdenBatteriebusse im öffentlichen Nahverkehr mit Induktionstechnik betrieben.[202]
Bereits im April 1904 hatte Heinrich Büssing auf der StreckeWendeburg–Braunschweig dieKraftomnibus-Linie der „Automobil-Omnibus-Betriebs-Gesellschaft Braunschweig“ (AOBG) eröffnet. Sie diente dem Praxistest für dieOmnibusse, die er in seinem Werk bauen ließ. Sie ist zugleich die erste und älteste Omnibuslinie der Welt, die bis heute noch befahren wird. Befördert wurden damals bis zu zwölf Fahrgäste pro Fahrt bei einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.[203]
Bereits 1909 wurde der „Braunschweigische Verein für Luftschiffahrt“ gegründet.[204] Am 13. Oktober 1912 landete dasLuftschiff „Hansa“ in der Stadt. In der Folge wurde Braunschweig als „Stadt der Flieger“ bezeichnet.[205] Vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Braunschweig zweiFlugplätze: in Waggum und Völkenrode. Ein dritter, in Broitzem, folgte 1916. Braunschweig-Waggum war ein bedeutender Flugplatz in Deutschland.
DerRadverkehr spielt in Braunschweig eine bedeutsame Rolle und hatte 2012 einen Anteil von rund 21 % werktags und knapp 24 % sonntags.[207] Im Stadtgebiet gibt es ein dichtes Netz fahrradgeeigneter Wege.[208] DerFahrradtourismus hat in Braunschweig und Umgebung eher eine Bedeutung für Wochenendausflüge, der Fern-Radtourismus ist nur wenig entwickelt: Braunschweig ist nicht an das primäre deutscheFernradwegenetz derD-Routen angebunden.
Die Verteilung des Trinkwassers wird überwiegend vonBS Energy übernommen. Es wurde bis 2024 größtenteils aus Oberflächenwasser gewonnen. 97 % des Wassers kamen aus derEcker- und derGranetalsperre imHarz, wo dieHarzwasserwerke jeweils ein Wasserwerk betreiben. Seit Februar 2024 wird Grundwasser aus dem WasserwerkBörßum in das Netz übernommen, mit Stand 2025 waren es 5 von 13,4 Millionen Kubikmetern, tagesaktuell bis zu 43 %.[209] Das Wasserwerk Bienroder Weg 48a mit 70 Brunnen steht als Notfallversorgung zur Verfügung, für Testläufe wird sein Grundwasser mit dem regulären Wasser vermischt.[210]
Die Ableitung und Reinigung des anfallenden Abwassers fällt in den Zuständigkeitsbereich der Stadtentwässerung Braunschweig. Das Kanalnetz hat eine Länge von 1.300 Kilometern. Insbesondere in der Innenstadt gibt es eineMischkanalisation, während die äußeren Stadtbereiche überwiegend im Trennsystem entwässert werden. Im Netz gibt es 73 Schmutz- und 13 Regenwasserpumpwerke. Das Hauptpumpwerk Ölper befördert 90 % des Abwassers über eine 1.500 m lange Leitung unter dem Mittellandkanal hindurch in das Klärwerk Steinhof52.317510.4445.[212]
Die Anlage hat eine Ausbaugröße von 275.000Einwohnerwerten, ist aber mit 350.000 EW belastet. Das behandelte Abwasser wird im Anschluss in denBraunschweiger Rieselfeldern verrieselt oder in der Landwirtschaft verregnet. Durch diese zusätzliche natürliche Reinigung ist trotz der überschrittenen Auslastung eine ausreichende Abwasserreinigung sichergestellt. Jährlich werden 22 Mio. m³ Abwasser behandelt. Der anfallendeKlärschlamm wird verfault und in der Vegetationszeit dem Verregnungswasser zugemischt. Im Winter wird der Schlamm getrocknet, eingelagert und im August/September als Dünger abgegeben. Das bei der Faulung entstehendeKlärgas wird zur Stromerzeugung verwendet.[213]
Frontseite derMars-la-Tour-Kaserne mit dem SpruchbandPENINSULA • SICILIEN •WATERLOO •MARSLATOUR als Hinweis auf die Feldzüge und Schlachten, an denen Braunschweigische Einheiten im 18. und 19. Jahrhundert teilgenommen haben
Durch die weitgehende Zerstörung der Braunschweiger Innenstadt durch zahlreiche Luftangriffe während des Zweiten Weltkrieges, insbesondere denLuftangriff vom 15. Oktober 1944, haben sich von ehemals etwa 800 Fachwerkhäusern nur etwa 100 erhalten. In der Innenstadt bewahrte das Konzept der Traditionsinseln die wichtigsten Plätze und Straßenzüge. Geschehen ist dies beispielsweise mit derAlten Waage und – mit Einschränkungen – demBraunschweiger Schloss, das zwischen 2005 und 2007 rekonstruiert wurde. Es enthält jedoch zu großen Teilen ein Einkaufszentrum, das sich in einem modernen Anbau fortsetzt. Auf dem Schloss ist die größteQuadriga Europas platziert. Gelenkt wird dieBraunschweiger Quadriga vonBrunonia, der Symbolgöttin des Braunschweiger Landes.
Unzerstörtes, Restauriertes oder Wiederaufgebautes findet sich heute vor allem innerhalb der fünf „Traditionsinseln“ der Innenstadt: rund um denDom, dieAegidienkirche,Magnikirche (Magniviertel),Martinikirche und um dieMichaeliskirche. Die Traditionsinseln wurden schon kurz nach dem Krieg vom damaligenLandeskonservatorKurt Seeleke ins Leben gerufen und genießen seit 1963 gesetzlichen Schutz. Der Dom gehört heute zu den zehn meistbesuchten evangelischen Kirchen Deutschlands.[214]
Die Weiheurkunde der Magnikirche aus dem Jahre 1031. Sie ist gleichzeitig der älteste urkundliche Nachweis des Namens „Brunesguik“(2. Zeile, mittig), aus dem im 16. Jahrhundert „Braunschweig“ wurde.
Zu den ältesten Kirchenbauten zählen unter anderem dieJakobskirche aus dem 9. Jahrhundert und dieMagnikirche aus dem 11. Jahrhundert, in deren Weiheurkunde aus dem Jahre 1031 Braunschweig erstmals alsBrunesguik urkundlich erwähnt wird.[215] Weitere bedeutende Kirchen des Mittelalters sind derDom St. Blasii, die Bartholomäuskirche, dieMichaeliskirche, diePetrikirche und die PfarrkirchenSt. Martini,St. Katharinen und dieAndreaskirche mit ihrem 93 m hohen Südturm, der über Jahrhunderte das höchste Bauwerk der Stadt war.
Beachtenswerte Kirchenbauten aus der neueren Zeit sind die zwischen 1899 und 1906 geschaffenen Kirchen St. Jakobi sowie die neugotischenSt. Johannis undSt. Pauli. Ebenfalls interessant sind die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichteten Kirchen, so die 1952 erbauteHeilig-Geist-Kirche mit Werken der KünstlerToni Zenz undDominikus Böhm oder die 1958 erbauteDominikanerkircheSt. Albertus Magnus, deren künstlerische Ausstattung vonGerd Winner stammt.
Zwischen 2005 und 2007 errichtete das UnternehmenECE Projektmanagement am Ort des 1960 abgerissenenBraunschweiger Schlosses dieSchloss-Arkaden, ein Einkaufszentrum, das neben einer Stahl-Glas-Konstruktion auch drei unter Einbeziehung erhaltener Originalteile rekonstruierte Fassaden des einstigen Residenzschlosses umfasst. DerSchlosspark wurde 2005 komplett beseitigt.
Das höchste Wohngebäude der Stadt ist das 22-geschossige Hochhaus amSchwarzen Berge mit 66 m, derFernmeldeturm im Stadtteil Broitzem erreicht die Höhe von 155 m. Überragt wird die Stadt seit 1983 vom höchsten Bauwerk, dem Schornstein desHeizkraftwerks Mitte mit einer Gesamthöhe von 198 m.
Über die Stadt verstreut finden sich zahlreicheDenkmale, Standbilder,Reliefs, Gedenksteine und -tafeln, die im Laufe der Jahrhunderte zu unterschiedlichen Anlässen geschaffen wurden. Einige dieser Werke sind allerdings mittlerweile aus verschiedenen Gründen (meist aufgrund von Kriegseinwirkung) nicht mehr vorhanden. Die zweifellos kunsthistorisch und stadtgeschichtlich wichtigsten Werke sind auch gleichzeitig die ältesten:
Das nach seinem Erschaffer benannte „Imervard-Kreuz“ im Braunschweiger Dom gilt als eine der bedeutendstenromanischen Skulpturen auf deutschem Boden. Bei der Holzskulptur handelt es sich um einViernagelkreuz aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Wenige Meter weiter in derBurg Dankwarderode befindet sich derBraunschweiger Löwe. Er ist die älteste erhalteneGroßplastik des Mittelalters nördlich der Alpen und erster größerer figürlicherHohlguss seit derAntike.
Das GrabmalHeinrichs des Löwen und seiner zweiten GemahlinMathilde von England gehört zu den ersten Grabmälern, bei denen ein naturalistischer Stil Einzug hielt. Es wurde um 1230 errichtet und befindet sich im Braunschweiger Dom.
Das 2,6 m hoheLessing-Denkmal des Braunschweiger ErzgießersGeorg Howaldt aus dem Jahr 1853 ist das erste Standbild in der Stadt, das einen Menschen darstellt. AnTill Eulenspiegel, der (wahrscheinlich) nicht weit von Braunschweig geboren wurde, erinnert derEulenspiegel-Brunnen. Er steht an der Stelle, wo sich der Überlieferung nach jene Bäckerei befunden haben soll, in der Till den Bürgern Eulen und Meerkatzen buk, die sich heute als Figuren um den Brunnen herum befinden.
DasBaumdenkmal für die Deutsche Einheit befindet sich im südlichen Teil der Parkanlage Viewegs Garten, gegenüber dem Hauptbahnhof. Es wurde am 2. Oktober 2014 anlässlich des 24. Jahrestages der Deutschen Einheit gepflanzt.[218][219] Die Große Säulenkaryatide „Stütze und Last“ des deutschen KünstlersFritz Koenig im Zentrum der Baumgruppe steht dort bereits seit 1967. Sie lässt dem Betrachter freien Raum für die individuelle Interpretation des Themas „Wiedervereinigung“. Seit dem 3. Oktober 2019 erläutert ein Schild die Bedeutung und Geschichte des Denkmals.[220][221]
Die Stadt hat – vor allem nach der Erweiterung durch die Gebietsreform von 1974 – einen besonders hohen Anteil an Grün- und naturnahen Flächen.Der Wallring, der dem Verlauf der Okerumflutgräben folgt, umschließt als durchgängiger Grünbereich die Braunschweiger Innenstadt und ist eines der bedeutendsten städtebaulichen und stadthistorischen Elemente der Braunschweiger Stadtgestalt.[222]
In der Weststadt wird seit 1980 in mehreren Bauabschnitten derWestpark gebaut. Das 240 Hektar große Gebiet vereint dabei an angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen Erholungsgebiete,Kleingartenanlagen sowie Sport- und Spielflächen.[223]
AmRinggleis reihen sich mehrere Anlagen aneinander: In einem 2014 errichteten Mehrgenerationenpark auf dem Gelände des ehemaligen Westbahnhofs können Bewegungs-, Koordinations- und Geschicklichkeitsübungen auf 12.500 m2 absolviert werden.[224] Richtung Norden schließt der Jugendplatz Westbahnhof an, zu dem auch eine überdachte Skateanlage gehört. Es folgt der Industriepfad mit verschiedenen Installationen zur örtlichen und städtischen Industriegeschichte sowie die denkmalgeschützte GrünanlageJödebrunnen.[225]
DerRichmondpark wurde 1768 von der englischen Prinzessin und späteren Braunschweiger Herzogin Augusta Friederike Louise angelegt. Mit dem zeitgleich entstandenenWörlitzer Park bei Dessau zählt der Richmondpark zu den frühestenLandschaftsgärten in Norddeutschland.[226]
DerTheaterpark erstreckt sich um den Hügel des ehemaligen Antonbollwerks und wird besonders durch seine großzügigen Rasenhänge und die gute Aussicht von der Hügelkuppe geprägt.[227] Südlich liegt derMuseumpark. In der Südstadt findet sich auf rund 20.000 Quadratmetern derHermann-Löns-Park.[228]
DerBürgerpark ist eine der ältesten und mit rund 42 Hektar viertgrößte Parkanlage der Stadt. Er befindet sich auf der ehemaligen südöstlichen Okeraue, südlich des Stadtzentrums. In nördlicher Richtung geht er in denKiryat-Tivon-Park (den früheren Park des Braunschweiger Bahnhofs) über.
DerSchul- und Bürgergarten am Dowesee ist eine 9,07 Hektar große Parkanlage im nördlichen Braunschweig. Er liegt in denSchutzzonen II und IIIa des Trinkwasserschutzgebiets Bienroder Weg, das große Teile des nordöstlichen Stadtgebietes umfasst und im Osten bisCremlingen reicht.[229][230]
Der an der nordwestlichen Biegung und dem Zusammenfluss der Umflutgräben liegendeInselwallpark bildet zusammen mit demGaußberg eine rund zehn Hektar große Parkanlage. Die südlichen NaherholungsgebieteKennel undSüdsee erstrecken sich auf rund 21⁄2 Kilometer Länge am westlichen Ufer der Oker. Hier kann unter anderem gesegelt und gesurft werden. Weitere Naherholungsgebiete befinden sich mit demHeidbergsee im Heidbergpark im Südosten sowie mit demÖlpersee im Nordwesten der Stadt. Darüber hinaus ist auch derBienroder See ein beliebtes Badeziel. DerMoorhüttenteich in Volkmarode, welcher aus einer ehemaligen Tongrube entstanden ist, ist heute als Biotop, Freizeit- und Angelrevier bekannt. DerBotanische Garten der Technischen Universität Braunschweig, der vonJohann Heinrich Blasius angelegt wurde, bietet darüber hinaus eine Vielzahl verschiedener Pflanzenarten, zudem dient er als Freilandlabor für experimentelle Pflanzenforschung.
Die Stadt hat den kleinenZoo Braunschweig. In der 1964 eröffneten Anlage werden 300 Tiere aus 50 Arten in naturnahen Gehegen und zum Teil frei umherlaufend gehalten. Der Zoo ist im Familienbesitz und hat einen etwa 15 Kilometer entfernten Schwesterzoo, denTierpark Essehof inLehre.
Im StadtteilBebelhof entstand 2015 mit dem Stadt-/StattGarten Bebelhof auf dem ehemaligen Gelände der Fachbereichs Stadtgrün und Sport der Stadt Braunschweig ein Gemeinschaftsgarten. In Hochbeeten wird auf versiegelter Fläche, ähnlich wie in den BerlinerPrinzessinnengärten, vorwiegend Gemüse angebaut.
Im Stadtgebiet befinden sich nebenLandschaftsschutzgebieten undNaturdenkmalen drei ausgewieseneNaturschutzgebiete (Stand Februar 2017).Die größte Grünfläche Braunschweigs stellt dasNaturschutzgebiet Riddagshausen dar. Das seit 1962 ausgewieseneEuropareservat beheimatet viele seltene Vogelarten, zum Beispiel dieKrickente und denZwergtaucher. Die ausgedehnte Teichlandschaft des heutigen Riddagshausen ist auf die Tätigkeit derZisterziensermönche zurückzuführen, die die damals sehr sumpfige Gegend entwässerten und Fischteiche anlegten.[223] Das 25 Hektar große NaturschutzgebietLammer Holz liegt im Westen der Stadt im Stadtteil Lehndorf-Watenbüttel. Es besteht im Wesentlichen aus Bruchwald und auwaldartigen Baumbeständen.
Ab 1521 hielt dieReformation Einzug und fand zunächst durch den ReformatorGottschalk Kruse Verbreitung.[231] Die ersteMesse in deutscher Sprache wurde an Ostern 1526 im Dom gefeiert.[232] Ab 1528 wurde die Reformation nachlutherischem Bekenntnis durchLuthers MitstreiterJohann Bugenhagen weiter vorangetrieben: Die Stadt bekam eine über ihre Grenzen hinaus berühmteKirchenordnung.[233] Am 6. September 1528 wurde die offiziell besiegelte Einführung der Reformation in Braunschweig von allen Kanzeln der Stadt verkündet; fortan war die Stadt über viele Jahrhunderte überwiegend evangelisch-lutherisch. Sie regelte ihre kirchlichen Angelegenheiten weitgehend autonom. Der Rat der Stadt unterzeichnete 1580 die lutherischeKonkordienformel von 1577.[234] Hauptpredigtstätte desLandesbischofs ist seit 1923 derBraunschweiger Dom.
Erst 1671 wurde die Kirchenverwaltung in die Evangelisch-lutherische Landeskirche desHerzogtums Braunschweig eingegliedert. Hier wurde die Stadt alsbald Sitz einerSuperintendentur, heute bezeichnet man diese Verwaltungsebene alsPropstei. 1887 wurde der Hauptfriedhof eingeweiht, der heute mit einer Größe von 42 Hektar und 40.000 Gräbern nach demSüdwestkirchhof Stahnsdorf bei Potsdam der zweitgrößte kirchliche Friedhof in Deutschland ist.[235]Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt gehören zurPropstei Braunschweig derEvangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. 2007 waren in der Landeskirche 414 Gemeinden mit ca. 405.000 Mitgliedern organisiert.
Im Mittelalter gehörte die Stadt Braunschweig zumBistum Hildesheim undBistum Halberstadt, wobei die Oker deren Grenze bildete. Das Hildesheimer Gebiet gehörte zumArchidiakonat Stöckheim, das Halberstädter zum Archidiakonat Atzum. 1391 wurde von beiden Bischöfen in Braunschweig einOffizialat eingerichtet, das die kirchlichen Angelegenheiten der Stadt im Auftrag beider Bistümer erledigte. In der Reformation wurden die Kirchen evangelisch-lutherisch, katholische Gottesdienste fanden nicht mehr statt.
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde denKatholiken in Braunschweig wieder erlaubt, Gottesdienste abzuhalten, so dass sich bald eine katholische Gemeinde gründen konnte.[236] Diese gehörte ab 1824 zum neu festgelegten Bistum Hildesheim, das bis 1930 zurKirchenprovinz Köln (Erzbistum Köln), dann zur Kirchenprovinz Paderborn (Erzbistum Paderborn) und seit 1995 zur neu gegründeten Kirchenprovinz Hamburg (Erzbistum Hamburg) gehört. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören zumDekanat Braunschweig, dessen Gebiet auch Gemeinden außerhalb der Stadt Braunschweig umfasst. Katholische Hauptkirche in Braunschweig ist das LiebfrauenmünsterSt. Aegidien, die Kirche eines ehemaligenBenediktinerklosters. Die katholische Kirche in Braunschweig besteht aus sechs Pfarrgemeinden mit 13 Kirchen.Seit 1958 gibt es in der Stadt wieder ein Dominikanerkloster. DieDominikaner, die im Zuge der Reformation ihr 1310 am Bohlweg gegründetes Kloster im Jahr 1528 auf Weisung des Rates der Stadt aufgeben und die Stadt verlassen mussten, kehrten nach mehr als 400 Jahren zurück und errichteten eine moderne Klosteranlage, zu der auch die KircheSt. Albertus Magnus mit der gleichnamigen Pfarrei gehört.[237]
Im 18. Jahrhundert gründeten sich in Braunschweig deutsch-reformierte und französisch-reformierte Gemeinden, die sich 1811 zu einerreformierten Gemeinde vereinigten. Die Gemeinde war selbständig und wurde 1928 Gründungsmitglied desBunds Evangelisch-reformierter Kirchen Deutschlands, der eine kleine Anzahl reformierter Gemeinden umfasst, die nicht Mitglied in einer Landeskirche sind, und in Braunschweig seinen Sitz hat. Die Selbständigkeit endete 2012 durch den Beitritt zur Evangelisch-reformierten Kirche. Dort gehört sie zum Synodalverband X.
Dieneuapostolische Gemeinde Braunschweig verfügt über eine Kirche an der Körnerstraße. Zum Kirchenbezirk Braunschweig derNeuapostolischen Kirche Mitteldeutschland gehören Kirchen bis hin nach Helmstedt, Salzgitter, Peine und Gifhorn.
Seit dem Mittelalter gab es in Braunschweig ein vielgestaltiges jüdisches Leben. Erstmals wird im Jahre 1282 eine jüdische Gemeinde mitSynagoge, Schule, Gericht und Vorsteher erwähnt. Hauptsächlich wurde im nördlichen Teil derAltstadt und in derNeustadt gesiedelt. Der erste jüdische Friedhof ist für 1584 belegt; noch heute besteht ein 1797 an derHamburger Straße eingerichteterFriedhof, der während derZeit des Nationalsozialismus geschändet worden war, aber später wieder instand gesetzt wurde. Die 1873–1875 vonConstantin Uhde entworfene „Neue Synagoge“ wurde in der, von denNationalsozialisten lancierten, sogenannten „Reichskristallnacht“ vom 9. auf den 10. November 1938 schwer beschädigt und 1940 wegen Baufälligkeit abgerissen. Aufgrund der Verfolgung während des Dritten Reiches reduzierte sich die jüdische Bevölkerung Braunschweigs von ehemals 682 im Jahr 1933 dramatisch (sieheJudenverfolgung). Nachweislich wurden 196 Braunschweiger Juden zwischen 1939 und 1945 ermordet. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass die tatsächliche Anzahl weitaus höher liegt.[238]
Nach dem Kriegsende bildete sich bereits ab 1945 wieder eine neue jüdische Gemeinde in der Stadt. Sie bestand aus überlebenden Braunschweiger Juden und Hinzugezogenen. 1995 wurdeBea Wyler als erste in Deutschland nach demHolocaust eingestellte Rabbinerin zur Leitung der jüdischen Gemeinde bestellt, die 2008 wieder etwa 600 Mitglieder umfasst.[239] Am 6. Dezember 2006 wurde die neueBraunschweiger Synagoge feierlich eingeweiht.
In Braunschweig sind mehrereFreimaurerlogen beheimatet, neben den LogenZum neuen Tempel,[245]Friedrich zur Beständigkeit,Via Lucis undJonathan auchCarl zur gekrönten Säule.[246] Alle Logen residieren im „Haus der Bruderschaft“,Löwenwall 9.Carl zur gekrönten Säule ist eine der ältesten bestehenden Logen in Deutschland und die älteste in Niedersachsen.[247] Sie gehört derGroßloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland (A.F.u.A.M.v.D.) an und hat dieMatrikelnummer 15.CzgS wurde am 12. Februar 1744 als LogeJonathan gegründet und 1802 inCarl zur gekrönten Säule umbenannt.[248]
Das bedeutendste Museum Braunschweigs ist dasHerzog Anton Ulrich-Museum. Es geht auf das Jahr 1754 zurück und hat kunsthistorisch internationale Bedeutung. Es ist sowohl das älteste Museum Deutschlands, als auch das drittälteste öffentlich zugängliche Museum der Welt. Zu seiner Sammlung zählen u. a. Gemälde von Rubens, Vermeer und Rembrandt.
Im Vieweg-Haus amBurgplatz befindet sich dasBraunschweigische Landesmuseum, kurzBLM. Es wurde 1891 als „Vaterländisches Museum für Braunschweigische Landesgeschichte“ in der StraßeHagenscharrn gegründet und ist das einzige Geschichtsmuseum in derTrägerschaft des Landes Niedersachsen. Auch die Ausstellung in der gegenüber liegendenBurg Dankwarderode gehört zu diesem Museum. Die Außenstelle des BLM imChor des ehemaligenPaulinerklosters aus der Mitte des 14. Jahrhunderts beherbergt das älteste jüdische Museum der Welt. Im Ausstellungszentrum Hinter den Aegidien entsteht ein Museum der Religionen.[249]
Das 1865 eröffneteStädtische Museum am Löwenwall zeigt die Geschichte Braunschweigs; zu ihm gehören auch die Formsammlung sowie das Museum Altstadtrathaus, das in seinen Kellergewölben und im Erdgeschoss eine Dauerausstellung zur Geschichte der Stadt zeigt. In seinem Besitz befindet sich zudem derBallon „Ad astra“ aus dem Jahr 1783, welcher das älteste erhaltene Flugobjekt der Welt ist.[250]
DasNaturhistorische Museum wurde 1754 alsHerzogliches Kunst- und Naturalienkabinett eröffnet und ist das älteste Naturkundemuseum in Deutschland.[251] Als Museum der Geschichte derZoologie umfasst es eine wissenschaftliche Sammlung von mehreren zehntausendExemplaren. Neben Dauerausstellungen zu verschiedenen Themen gibt es einen Lichtsaal, in dem die bedeutendsten Stücke zu sehen sind.
In derGedenkstätteKZ-Außenlager Braunschweig Schillstraße erinnert einOffenes Archiv an die Opfer des KZ-Außenlagers. Die seit Mai 2000 von der KünstlerinSigrid Sigurdsson konzipierte Gedenkstätte umfasst Dokumente, Erlebnisberichte, Erinnerungen und Forschungen zur Geschichte des Lagers. Texte aus dem offenen Archiv sind auf Tafeln an Mauern auf dem Gelände angebracht.
Das Raabe-Haus,Wilhelm Raabes letztes Wohnhaus, wurde 1948 als Gedenkstätte zu Ehren des Schriftstellers gegründet.
Der VereinFriedrich-Gerstäcker-Gesellschaft betrieb von 1982 bis 2016 im sogenanntenCavaliershaus vonSchloss Richmond eine Ausstellung über den SchriftstellerFriedrich Gerstäcker, der in Braunschweig seine Jugend und letzten Lebensjahre verbrachte. Die Ausstellung beinhaltete unter anderem eine umfangreiche Sammlung mit Originalen und Repliken von „Feuerwaffen desWilden Westens“.
Mineralien-Kabinett derTechnischen Universität Braunschweig, in den Räumlichkeiten des allgemeinen Konsumvereins[253] sowie imZisterziensermuseum Riddagshausen weitere Ausstellungen. In der „Torhaus Galerie“ werden zeitgenössische Werke bildender Künstler aus der Stadt und der Region Braunschweig gezeigt. Die Schwerpunkte liegen im Bereich Malerei, Objektkunst, Bildhauerei, Video und Photographie.
Firmenmuseum in der Zweigniederlassung vonBall Packaging Europe mit einem Überblick über die Entwicklung von den Anfängen der Konservendosenherstellung bis zur modernen Getränkedose.
Die größte Bibliothek der Region Braunschweig ist dieUniversitätsbibliothek derTechnischen Universität Braunschweig. Sie wurde 1748 alsBibliothek des Collegium Carolinum gegründet und ist damit die älteste Bibliothek einer Technischen Hochschule in Deutschland. Der Bestand umfasst etwa 1,6 Millionen Medien. Neben ihrer eigentlichen Arbeit betreibt die Universitätsbibliothek Braunschweig auch das Datenbanksystemallegro und betreut die größte Sammlungpharmazeutischer Literatur in Deutschland bzw. Mitteleuropa.
DieStadtbibliothek Braunschweig ist seit dem 23. Juni 2007 in einem Teil der neu erbauten Schloss-Arkaden untergebracht.[255] In ihnen sind jetzt die ehemalige Öffentliche Bücherei, dieMusikbibliothek sowie die Bestände der ehemaligen Stadtbibliothek aus dem Magniviertel, die ihren Schwerpunkt in Geistes- und Sozialwissenschaften hatte, zusammengefasst. Die Stadtbibliothek wurde 1861 gegründet und 1865 mit einer 3584-bändigen Ministerialbibliothek im Neustadtrathaus eröffnet. Über Jahrzehnte hinweg wuchs der Bestand an Werken, sodass die Stadtbibliothek heute über 400.000 Bücher, 1366 mittelalterliche Handschriften, 2500 Karten und Pläne aus der Zeit vor 1850 sowie die Bibliothek des Geistlichen Ministeriums mit 8675 Titeln verfügt. Der Freihandbestand umfasst rund 170.000 aktuelle Medien. Neben der Kinder- und Jugendbibliothek, einer Artothek sowie einer Musikbibliothek existieren drei externe Zweigstellen.
Mit der Wilhelm-Raabe-Forschungsstelle der Stadtbibliothek soll der Nachlass des SchriftstellersWilhelm Raabe erschlossen und erarbeitet werden. Werke Raabes befinden sich im Museum des Raabe-Hauses und imStadtarchiv Braunschweig.
DasStaatstheater Braunschweig ist ein staatliches Vierspartentheater mit einemA-Orchester. Es zeigt jährlich etwa 30 Premieren inSchauspiel,Musiktheater (Oper,Operette,Musical) undBallett sowie in der Kinder- und JugendtheatersparteJunges Staatstheater. Die Ursprünge des Staatstheaters gehen auf ein Vorgängerhaus zurück, das 1690 von HerzogAnton Ulrich begründet wurde. Das Herzogliche Opernhaus stand bis 1864 amHagenmarkt, hier fanden bedeutende Uraufführungen, wie LessingsEmilia Galotti im Jahr 1772 und GoethesFaust im Jahr 1829, statt. Heute ist am selben Standort das kleinste Theater der Stadt, „KULT“, beheimatet.[256]
Das zweitälteste Theater Braunschweigs war das 1925 gegründeteNiederdeutsche Theater. In der Spielzeit 2014/2015 wurde der Spielbetrieb vorübergehend eingestellt.[257]
Braunschweig kann auf eine lange Sport-Tradition zurückblicken. So führteKonrad Koch 1874 denFußballsport in Deutschland ein.
Der bekannteste Sportverein istEintracht Braunschweig. Die Eintracht war 1963 Gründungsmitglied derFußball-Bundesliga und wurde 1967Deutscher Meister. Dies war der einzige bedeutende Titel des Vereins. 1985 stieg er aus der 1. Bundesliga ab und war danach lange in der zweiten oder dritten Liga. Am Ende der Spielsaison 2007/2008 qualifizierte sich die Eintracht für die neugegründete3. Liga. Am Ende der Saison 2010/2011 gelang mit TrainerTorsten Lieberknecht der Aufstieg in die2. Bundesliga. In der Saison 2013/2014 spielte der Verein in der 1. Bundesliga, anschließend spielt man unterbrochen durch zwei Abstiege in die 3. Liga in der 2. Bundesliga. Auch andere Abteilungen des Vereins sind erfolgreich: ImDamenhockey wurde man insgesamt neunmal deutscher Meister. In derLeichtathletik konnten ebenfalls einige Titel errungen werden. Die Basketball-Damen des Vereins spielen aktuell in der2. Damen-Basketball-Bundesliga.
DieBraunschweig Lions sind eine bundesweit erfolgreicheAmerican-Football-Mannschaft. Von 1997 bis 2008 standen die Lions in jedem Finale desGerman Bowl und konnten diesen Meistertitel als Rekordmeister zwölfmal gewinnen, zuletzt 2019.[259] 1999, 2003 und 2015[260] bis 2018 gewannen sie den europäischen Titel desEurobowls.
Ebenfalls erfolgreich zeigt sich Braunschweig imKarate: Der ansässige VereinShotokan Braunschweig stellt seit mehreren Jahren regelmäßig die landes- und auch die bundesweiten Meister in dieser Sportart. DerBox-Club 72 Braunschweig stellt zusammen mit dem BAC Wolfenbüttel und den Salzgitter Heros das Löwenboxteam, das in der 2. Bundesliga antritt. Der Segelsport wird in Braunschweig durch denSegler-Verein Braunschweig vertreten.
Seit 1994 finden im Juni auf dem Gelände desBraunschweiger Tennis- und Hockey-Clubs (BTHC) imBürgerpark dieSparkassen Open (bis 2010Nord/LB Open) statt, ein jährlichesATP-Challenger Tennisturnier für junge und aufstrebende Welttennis-Spieler. Es ist das größte Profitennisturnier Niedersachsens und gilt als Top-3-Challenger-Turnier weltweit.[262] Weiterhin werden diverse Weltranglistenturniere im Damentennis veranstaltet.
Jedes Jahr im Frühling werden seit 2002 in der Volkswagen Halle dieLöwen Classics, ein internationales Weltranglisten-Reitsportturnier, ausgetragen.
An einem Freitag im Juni findet seit 1987 derBraunschweiger Nachtlauf statt, der Schulklassen, Mannschaften und Einzelläufern auf einem Rundkurs durch die Innenstadt verschiedene Streckendistanzen anbietet. Für dieses Sportereignis mit circa 13.000 aktiven Teilnehmern und 40.000 Zuschauern werden Teile der Innenstadt für den Verkehr gesperrt. Außerdem findet an der Strecke ein großes Sommerfest statt.[263] Damit ist er die zweitgrößte Laufveranstaltung in Niedersachsen und deutschlandweit unter den zehn größten.[264] Ein in den vergangenen Jahren stattfindender Elite-Lauf mit Profiläufern wurde 2006 zugunsten weiterer Startplätze für Laufbegeisterte gestrichen.
DerBraunschweig-Wolfenbüttel Marathon ist eine weitere Laufsportveranstaltung, die neben dem klassischenMarathonlauf auch weitere kürzere Strecken (Halbmarathon, 10 km, 5 km, 2,5 km) auf einer leicht hügeligen Strecke zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel anbietet. Die seit dem Jahr 2000 angebotene Veranstaltung findet im Oktober statt. Beim Marathon 2006 kamen 189 Läufer (161 Männer, 28 Frauen) ins Ziel.
2021 bewarb sich die Stadt alsHost Town für die Gestaltung eines viertägigen Programms für eine internationale Delegation derSpecial Olympics World Summer Games 2023 in Berlin. 2022 wurde sie als Gastgeberin fürSpecial Olympics Marokko ausgewählt.[268] Damit wurde sie Teil des größten kommunalen Inklusionsprojekts in der Geschichte der Bundesrepublik mit mehr als 200 Host Towns.[269]
Überregional bekannt ist derBraunschweiger Weihnachtsmarkt, der eine über 300-jährige Tradition hat. Aufgrund des baulichen Umfeldes, der sogenannten „Traditionsinsel“ rund um denBurgplatz, dieBurg Dankwarderode und denBraunschweiger Dom, wurde der Markt bereits mehrfach zum schönsten Weihnachtsmarkt Norddeutschlands gekürt.
Der am Sonntag vorRosenmontag stattfindende Braunschweiger Karnevalsumzug – „Schoduvel“ – genannt, gilt mit mehr als 6 Kilometer Länge als der größte in Norddeutschland[271] und nach denen in Köln, Mainz und Düsseldorf der viertgrößte Umzug in Deutschland.[272] Jedes Jahr zieht der Braunschweiger Schoduvel um die 250.000 Besucher an, 2014 waren es sogar 300.000 Besucher.[273] Dasmittelniederdeutsche Wort „Schoduvel“ (ausduvel =Teufel undScho- fürscheuchen), bezeichnet einen alten Brauch, nämlich durch Lärm, Verkleidung und schreckhaftes Gebaren die bösen Geister der Kälte, des Todes und der Gefahr zu verscheuchen. Es handelt sich dabei um eine mittelalterliche Form des Karnevals, die erstmals 1293 im BraunschweigerStadtbuch Erwähnung fand.
Seit 1987 findet dasInternationale Filmfest Braunschweig (ab 2019Braunschweig International Film Festival), das größte Filmfestival Niedersachsens statt. Seit 2014 wird das Cinestrange mit dem Schwerpunkt „Genrefilm“ veranstaltet.[274] Weiterhin werden Festivals wie das Selbstfilmfest jährlich organisiert. Dabei drehen bis zu 50 Teams in 24 Stunden einen Kurzfilm unter besonderen Bedingungen: maximal fünf Minuten Länge, drei Begriffe einbauen, eine Kamera und kein Schnitt.[275] Jährlich findet im Bürgerpark vor dem Schloss Richmond das größte Kleinkunstfestival der Region statt.[276] Das Staatstheater Braunschweig veranstaltet jährlich das europäische Festival für junge Regie „Fast Forward“. Außerdem wird das internationale Finale desBreakdance-TurniersBattle of the Year in Braunschweig ausgerichtet. Jährlich findet die Veranstaltung „Kultur im Zelt“ statt. Der BraunschweigerPoetry-Slam zählt zu den ersten Poetry-Slams im deutschsprachigen Raum und findet seit 1998 regelmäßig statt.[277] Weiterhin gibt es zahlreiche Kulturveranstaltungen wie „Braunschweig International“ oder die „Braunschweiger Literaturzeit“.[278] Auf dem Zentralcampus der TU Braunschweig findet jährlich die TU Night statt, bei der Livemusik und Experimente auf die Besucher warten.[279] Darüber hinaus richten lokale Kulturvereine jährlich eine Kulturnacht speziell für Studenten aus.[280] Für Kinder und Jugendliche bietet die jährlich ausgerichtete Braunschweiger Spielemeile die Möglichkeit, Trendsportarten und außergewöhnliche neue Spiele kostenfrei auszuprobieren.[281] Seit 1996 finden regelmäßig Mitternachtsbasketball-Events, die sogenannten „Nitejams“, für Jugendliche und Heranwachsende statt.[282]
Jedes Jahr im Mai/Juni fand in Braunschweig und der Region dasBraunschweig Classix Festival statt. Hierbei traten international bekannte Künstler bei zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen auf. Das Programm reichte vonKammermusik, überSinfoniekonzerte und Lesungen bekannter Autoren (z. B.Donna Leon), bis hin zu Jazz- und Percussion-Veranstaltungen. Die Nachfolge trat die Veranstaltung „Soli Deo Gloria“ an.[283] Weiterhin wird seit 2004 dasJazz-FestivalCityJazzNight veranstaltet, das von Mitgliedern derJazzkantine ins Leben gerufen wurde. Das über die Innenstadt verteilte Festival zeigt an mehreren Stellen Künstler aus verschiedenen Jazz-Genres. Während der Weihnachtszeit wird jährlich die Braunschweiger Weihnachtsgeschichte aufgeführt, bei der die Jazzkantine mit traditionellen und heutigen Weihnachtslieder die schauspielerische Aufführung untermalt.
Weiterhin werden verschiedene Veranstaltungen von der Louis-Spohr-Gesellschaft angeboten, um das musikalische Erbe des Geigers zu bewahren. Ferner gibt es jährlich sommerliche Open-Air-Konzerte imRaffteich-Bad, bei denen prominente Künstler wieBosse oderPhilipp Poisel vertreten sind.[284] Einmal jährlich findet dasHonky Tonk Kneipenfestival in Braunschweig statt. Dabei treten Künstler der verschiedensten musikalischen Stilrichtungen in Clubs, Bars, Cafés, Restaurants und Pubs der Stadt auf.[285] Zudem findet jeden Sommer das MusikfestivalMusikum auf dem Gelände eines Studentenwohnheims statt. Auf dem Rock- und Jazzfestival treten kleine regionale Bands auf als auch bekannte wieThe Twang.
Zu Pfingsten findet traditionell der Mittelalterliche Markt auf dem Burgplatz statt, der vom Verein Kramer, Zunft & Kurtzweyl organisiert wird. Ende Juni wird auf demKohlmarkt der USC-City-Beachvolleyball-Cup ausgetragen.[286]
Die ReiheKlassik im Park bietet Besuchern jedes Jahr zu Pfingsten die Gelegenheit, unentgeltlich klassische Musik im Parkambiente beimPicknick zu genießen.Alle zwei Jahre im Juni findet das Theaterfestival „Theaterformen“ in Braunschweig statt. Im Juli findet mit demSommerlochfestival | CSD Braunschweig seit 1996 das mittlerweile größte Event lesbischer, schwuler, bi- und transsexueller Kultur und Politik in Niedersachsen statt. Ebenfalls im Juli wird dasWolters Hoffest ausgetragen, das sich über ein ganzes Wochenende erstreckt und Bier und Live-Bands bietet.
1999 fand erstmals dasInternationale Sommerspektakel Braunschweig statt, zu dem Straßentheatergruppen aus Europa in Braunschweig gastieren. DieBraunschweiger Kulturnacht wurde 1994 ins Leben gerufen und bietet seitdem alle zwei Jahre kulturelle Veranstaltungen in der gesamten Innenstadt.
Regelmäßig zur Sommerferienzeit wird für Kinder und Jugendliche das ProgrammFerien in Braunschweig (FiBS) mit über 1000 Aktivitäten in und um Braunschweig angeboten.
Seit 1974 findet alljährlich am ersten Wochenende im September dasMagnifest imMagniviertel statt, das bis zu 100.000 Besucher anzieht. Darüber hinaus gibt es verschiedene Stadtteil- und Straßenfeste wie das Kastanienblütenfest.[287]
In diesem Jahr fand zum 34. Mal das größte multikulturelle Fest der Region „Braunschweig International“, mit Bühnenprogramm, Informationsständen und internationalen kulinarischen Spezialitäten auf dem Kohlmarkt statt.
Wurst aus Braunschweig war schon imMittelalter literarisch nachweisbar geschätzt. Insbesondere die nach der Stadt benannte „Braunschweiger“, die international bekannt ist. Dabei handelt es sich um eine grobeMettwurst weicher Konsistenz, die mit oder ohneKnoblauch angeboten wird. Selbst in denUSA ist die „Braunschweiger“ zu bekommen – dort bezeichnet sie allerdings eine Art Teewurst, die deutlich feiner als das Original ist. Doch auch in Deutschland wird der Name hin und wieder fälschlich für Teewurst verwendet. Etwas fester und haltbarer ist die Schlackwurst, die traditionell in einem Fettdarm geräuchert wird. Jenseits der Region weniger bekannt sein dürfte dieKnackwurst, eine hellgraue, oft mitThymian gewürzte Streichwurst, die es geräuchert wie ungeräuchert gibt und die ebenso schmackhaft ist wie ihr Inhalt undokumentiert. Eine weitere Delikatesse ist die Heidewurst, die als Konserve mit gekochter Mettwurst vergleichbar ist.
Mumme-Werbung aus den USA (um 1900)
Von den einst über 300Brauereien[288] produzieren heute nur noch vier in der Stadt. Es handelt sich dabei um die zwei großen Brauereien, dasHofbrauhaus Wolters und dieBrauerei Braunschweig (zuOettinger Brauerei), sowie zwei kleinere: die Privatbrauerei Schadt, an die ein Brauereigasthaus angeschlossen ist, und die Mumme-Brauerei. DieBraunschweiger Mumme hat ihren Ursprung im Mittelalter (vor 1390) und ist noch heute erhältlich: zum einen in nicht-alkoholischer Form in Dosen abgefüllt und zum anderen seit Herbst 2008 wieder als dunkles Bier in Flaschen. Im Jahr 2017 wurde zudem dieNational-Jürgens-Brauerei unter ihrem altem Namen neu eröffnet. Statt für einen größeren Markt zu produzieren, wird dort nunCraft-Bier gebraut, welches regional vertrieben wird.
„Ulen un Apen“ wird ein typisch braunschweigisches Backwerk genannt. Sein Ursprung geht aufTill Eulenspiegel zurück, der aus dem DorfKneitlingen, wenige Kilometer östlich von Braunschweig, stammte und in der Stadt viele derbe, aber auch weise Scherze getrieben haben soll. Von seiner Zeit als Bäckergeselle zeugen die aus Teig hergestellten und aufBraunschweigisch „Ulen un Apen“ genanntenEulen undMeerkatzen, die auch heute noch in einigen Bäckereien der Stadt angeboten werden.
Für seineHonigkuchen war Braunschweig bis zum Ende desZweiten Weltkriegs berühmt. Heute stellt nur noch eine Bäckerei Honigkuchen nachBraunschweiger Art her. Der Kuchen wird nach dem Rezept des einstigen Braunschweiger Honigkuchenbäckers Hans Mahn gebacken und saisonal von der Bäckerei Thomas Schaper vertrieben.[289][290]
Weißer Spargel ist eine regionale Spezialität, der vor allem im Norden der Stadt auf den sandigen Böden derSüdheide angebaut und von Mai bis Juni auf den Märkten und in vielen Gaststätten und Restaurants traditionell mit Schnitzel oder Schinken oder modern mit Räucherlachs angeboten wird.
Ein traditionelles Braunschweiger Wintergericht istGrünkohl, der in Braunschweig allerdings „Braunkohl“ genannt[291] wird. Diese Bezeichnung erklärt sich „historisch“, denn beim Braunschweigischen Braunkohl handelt es sich um eine besondere Kohlsorte, die zu früheren Zeiten (Überlieferungen und Rezepte aus dem 19. Jahrhundert bestätigen das) rund um die Stadt angebaut wurde. Im Gegensatz zum heute weit überwiegend angebauten Grünkohl, ist beim Braunkohl „das stark geäderte Blatt […] an sich glatt und nur am Rand kraus, seine Farbe […] dunkel-violett bis braun, das Blatt fühlt sich dicker an als das vom Grünkohl“[292] und ist der Traditionskohl „eine Nuance kräftiger im Geschmack, vielleicht sogar fruchtiger“[292] als der moderne Kohl mit seiner „bekannt mild-herben“[292] Anmutung. Warum die alte Sorte heute so gut wie nicht mehr angebaut wird, ist unbekannt. Seit 1986 kann man im FreilichtmuseumDiesdorf in derAltmark beiSalzwedel allerdings wieder den alten „Braunkohl“ ernten; das gelang auch mit dem von einem Hobbygärtner inEitzum imLandkreis Wolfenbüttel gezogenen, der im Januar 2008 einenGeschmacksvergleich vonSlow-Food-Mitgliedern zwischen beiden Kohlsorten mit 1:0 klar für sich entschied.[292] Typischerweise wird Braunkohl nach dem ersten Frost (denn der zerstört die im Kohl enthaltenenBitterstoffe) mitBregenwurst und Salzkartoffeln gegessen. Dazu wird traditionellerweise Bier getrunken.Der BraunschweigerPomologe, Medizinalrat und ProfessorTheodor Engelbrecht veröffentlichte 1889 das Werk„DeutschlandsApfelsorten“, in dem er insgesamt 688 Sorten beschrieb. Darunter sind mindestens zwei spezielle Braunschweiger Apfelsorten, der Braunschweiger Milchapfel[293] und der Braunschweiger Tafel-Rambour.[294]
DieEhrenbürgerwürde der Stadt wurde erstmals im Jahr 1838 verliehen. Die Intention hinter der Auszeichnung war ursprünglich, Kaufleute und Fabrikanten (die für diesen Titel nicht unbedingt Bürger Braunschweigs sein mussten) für ihre Verdienste zu ehren. Hierfür mussten sie ihre Waren mindestens einhundert Mal auf einer der verschiedenenBraunschweiger Messen angeboten haben. Im Laufe der Jahrzehnte änderten sich diese Voraussetzungen mehr zu allgemeineren Verdiensten um die Stadt.
Seit 1988 werden mit derBürgermedaille der Stadt Braunschweig Einzelpersonen und Personenvereinigungen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße um die Belange der Stadt Braunschweig verdient gemacht haben.
Ein Teil der Handlung der KinderoperWittkopp des KomponistenHans-Joachim Marx nach einemLibretto vonMargret Rettich spielt in den Gassen sowie im Rathaussaal Braunschweigs. 1983 wurde diese Oper auf dem Domplatz zu Braunschweig uraufgeführt.
2013 fiel in Braunschweig-Melverode ein insgesamt 1,3 Kilogramm schwererSteinmeteorit vom Typ L6. Beim Aufprall auf ein Betonpflaster zersprang der Meteorit in viele kleine Fragmente.[295][296]
Elmar Arnhold:Mittelalterliche Metropole Braunschweig. Architektur und Stadtbaukunst vom 11. bis 15. Jahrhundert. Appelhans Verlag, Braunschweig 2018,ISBN 978-3-944939-36-0.
Herbert Blume,Kristin Casemir,Uwe Ohainski:Die Ortsnamen der Stadt Braunschweig (=Niedersächsisches Ortsnamenbuch. Teil 9;Veröffentlichungen des Instituts für historische Landesforschung der Universität Göttingen. Band 61). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2018,ISBN 978-3-7395-1161-0.
Richard Moderhack:Braunschweiger Stadtgeschichte. Wagner, Braunschweig 1997,ISBN 3-87884-050-0.
Rudolf Prescher:Der Rote Hahn über Braunschweig (=Braunschweiger Werkstücke. 18,ISSN0175-338X). Waisenhaus-Buchdruckerei und Verlag, Braunschweig 1955.
Ernst-August Roloff:Braunschweig und der Staat von Weimar. Waisenhaus-Buchdruckerei und Verlag, Braunschweig 1964.
Ernst-August Roloff:Wie braun war Braunschweig? Hitler und der Freistaat Braunschweig (= »Spezial« der Braunschweiger Zeitung [Hrsg.]). Braunschweig 2003.
Gerd Spies (Hrsg.):Braunschweig, das Bild der Stadt in 900 Jahren. Geschichte und Ansichten. 2 Bände, Städtisches Museum Braunschweig, Braunschweig 1985,DNB551121769; Band 1 in überarb. Neuauflageu.d.T.: Richard Moderhack:Braunschweiger Stadtgeschichte. Mit Zeittafel und Bibliographie. Wagner, Braunschweig 1997,ISBN 3-87884-050-0 P.
Gerd Spies (Hrsg.):Brunswiek 1031 – Braunschweig 1981. Die Stadt Heinrichs des Löwen von den Anfängen bis zur Gegenwart. 2 Bände, Städtisches Museum Braunschweig, Braunschweig 1982.
DVD:Braunschweig 1945 – Bombardierung, Befreiung, Leben in Trümmern. Erinnert und kommentiert vonEckhard Schimpf (Braunschweiger Zeitung und Archiv Verlag, Braunschweig 2005)
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↑Herbert Blume, Kristin Casemir, Uwe Ohainski:Die Ortsnamen der Stadt Braunschweig (=Niedersächsisches Ortsnamenbuch. Teil 9;Veröffentlichungen des Instituts für historische Landesforschung der Universität Göttingen. Band 61). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2018,ISBN 978-3-7395-1161-0, S. 32.
↑Herbert Blume, Kristin Casemir, Uwe Ohainski:Die Ortsnamen der Stadt Braunschweig (=Niedersächsisches Ortsnamenbuch. Teil 9;Veröffentlichungen des Instituts für historische Landesforschung der Universität Göttingen. Band 61). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2018,ISBN 978-3-7395-1161-0.
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↑Arno Herzig:Jüdische Geschichte in Deutschland: von den Anfängen bis zur Gegenwart. C. H. Beck Verlag, München 2002,ISBN 3-406-39296-2, S. 35.
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↑Ernst-August Roloff:Braunschweig und der Staat von Weimar. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft 1918–1933. (=Braunschweiger Werkstücke. Veröffentlichungen aus Archiv, Bibliothek und Museum der Stadt. Band 31) Waisenhaus-Druckerei, Braunschweig 1964, S. 68–72.
↑Richard Moderhack:Braunschweig, das Bild der Stadt in 900 Jahren. Geschichte und Ansichten.Gerd Spies (Hrsg.). Band 1:Braunschweigs Stadtgeschichte. Städtisches Museum Braunschweig, Braunschweig 1985,DNB860279367, S. 98.
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↑Theodor Engelbrecht:Deutschlands Apfelsorten. Illustrirte, systematische Darstellung der im Gebiete des Deutschen Pomologenvereins gebaueten Apfelsorten. Verlag Friedrich Vieweg, Braunschweig 1889,OCLC215633518, S. 160, Nr. 140 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
↑Theodor Engelbrecht:Deutschlands Apfelsorten. Vieweg, Braunschweig 1889,OCLC215633518, S. 183, Nr. 162 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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