Brandenburg umschließt in seinemZentrum die deutsche HauptstadtBerlin und bildet mit ihr dieMetropolregion Berlin/Brandenburg, in der rund sechs Millionen Menschen leben. Mehr als ein Drittel der Fläche Brandenburgs sind Naturparks, Wälder, Seen und Wassergebiete.
Das Land Brandenburg liegt im Nordosten derBundesrepublik Deutschland. Es grenzt im Süden anSachsen, im Westen anSachsen-Anhalt, in der Mitte anBerlin, im Nordwesten anNiedersachsen, im Norden anMecklenburg-Vorpommern sowie im Osten an dieRepublik Polen. Brandenburg ist mit einer Gesamtfläche von 29.654 km² das nach der Fläche fünftgrößte Land Deutschlands und mit einer maximalen diagonalen Ausdehnung von 291 km, einer Nord-Süd-Ausdehnung von 244 km und einer Ost-West-Ausdehnung von 234 km[10] gleichzeitig das größte derneuen Länder. Das Kerngebiet Brandenburgs wird auch mit dem historischen NamenMark Brandenburg bezeichnet.
Die LänderBerlin und Brandenburg bilden wirtschaftsgeografisch in ihrer Gesamtheit die europäischeMetropolregion Berlin/Brandenburg. In dem auchHauptstadtregion Berlin-Brandenburg genannten Ballungsraum lebten im Jahr 2023 etwa 6,4 Millionen Einwohner.[11] DieAgglomeration Berlin mit 4,8 Millionen Einwohnern (2023), dessen engerer Verflechtungsraum um Berlin als „Speckgürtel“ bekannt ist, umfasst Berlin und Teile Brandenburgs. Dies entspricht der für Brandenburg typischen Ausrichtung derInfrastruktur wieAutobahnen undHauptbahnstrecken auf die inselförmig im Land gelegene Bundeshauptstadt Berlin.
Aufgrund der Vielgestaltigkeit der eiszeitlichen Ablagerungen in Brandenburg sind die daraus entstandenenBodengesellschaften sehr vielfältig. Ihre Ertragsfähigkeit reicht von extrem nährstoffarm und unfruchtbar bis hin zu sehr fruchtbar. Dennoch überwiegen flächenmäßig, vor allem im mittleren und südlichen Brandenburg, die nährstoffarmen Sandböden, die dem Land sein charakteristisches Gepräge geben.
Auf beiden Landrücken werden Höhen über 100 m erreicht. Dem Südlichen Landrücken, der von denHarburger Bergen bis nach Polen (Katzengebirge) reicht, werden in Brandenburg derFläming und seine östliche Fortsetzung, derLausitzer Grenzwall mit demMuskauer Faltenbogen zugerechnet. Er ist im Durchschnitt höher als der Baltische Landrücken. Jener erstreckt sich vonJütland bis zumBaltikum. Zu ihm gehört dieMecklenburgische Seenplatte, die bis nach Brandenburg hineinragt. In dieser Seenplatte entspringen die FlüsseHavel,Rhin undDosse. Im Südosten mit dem LausitzerUrstromtal (Teilstück des Breslau-Bremer Urstromtals) und Nordosten mit tief liegenden Teilen derUckermark reicht Brandenburg über die erwähnten Höhenzüge hinaus.
Zwischen den Landrücken liegt das Gebiet der mittelbrandenburgischenPlatten undUrstromtäler. Ausgedehnte Niederungen wie dasRhinluch, dasHavelländische Luch und die Seenkette dermittleren Havel grenzen die inselartig daraus aufragenden Platten wieBarnim,Nauener Platte und dieLändchen voneinander ab. Das Niveau der Urstromtäler und der zugehörigen Nebentäler zeigt ein geringes Gefälle von Südost nach Nordwest. Es reicht von etwa 60 m an derNeiße bis unter 20 m an der Havelmündung. Die durchschnittliche Höhe der Platten nimmt von Ost nach West von über 100 m an der Oder auf 40 m bis 50 m im Westen ab. Besonders tief liegt dasOdertal im Nordosten fast auf Niveau des Meeresspiegels.
Landschaftlich fällt der Unterschied zwischen demAltmoränen- und demJungmoränenland auf. Während es im Süden und in derPrignitz nahezu keine natürlichen Seen gibt, ist das jung vergletscherte Gebiet seenreich. Es gibt regionale Unterschiede. Viele hoch gelegene Grundmoränengebiete, wie derBarnim oder dasLand Lebus, sind seenarm. Hingegen sind Gebiete wie Teile der westlichen Uckermark, in denen es großflächig zur Verschüttung und Konservierung vonToteisblöcken kam, seenreich.
Brandenburg gilt als das gewässerreichste Bundesland Deutschlands.[13][14] Es gibt über 3000 natürlich entstandeneSeen, hinzu kommen zahlreiche künstlich angelegteTeiche,Baggerseen und ähnlicheGewässer. Weiterhin existieren über 33.000 kmFließgewässer, deren größter Teil künstlich angelegte Entwässerungsgräben und andereKanäle sind. Andererseits wird in Brandenburg aufgrund der Niederschlagsarmut dasGrundwasser nur sehr langsam erneuert. Die Verweildauer des Wassers in den Gewässern ist daher recht lang.
Größere Flüsse berühren Brandenburg nur an dessen Grenzen. DieElbe (Gesamtlänge 1091 km) verläuft für wenige Kilometer im äußersten Süd- und Nordwesten Brandenburgs, wo sie fast ausnahmslos die Landesgrenze markiert. Lediglich die zuMühlberg gehörende 0,5 km² große Gemarkung um die Fähranlegestelle an derDahle-Mündung einschließlich eines Teilstücks derBundesstraße 182 verkörpert das einzige linkselbische Gebiet Brandenburgs. DieOder (Gesamtlänge 866 km) bildet zusammen mit derNeiße als ihrem Nebenfluss die gesamte Ostgrenze Brandenburgs. Einzig die äußersten nordöstlichen Grenzkilometer sind davon ausgenommen.
Die bedeutendsten Binnenflüsse Brandenburgs sind die 334 km langeHavel und die 400 km langeSpree als ihr größter Nebenfluss. Die Spree ist am Zusammenfluss wasserreicher als die Oberhavel, womit Spree und Unterhavel einen 560 km langen überwiegend in Brandenburg verlaufenden Flusslauf bilden (davon 350 km schiffbar). Alle übrigen Fließgewässer Brandenburgs sind kleine Flüsse und Bäche mit regionaler Bedeutung. In Nordbrandenburg sind dieStepenitz, dieDosse, derRhin, dieUcker und dieFinow zu nennen. Im mittleren Teil haben diePlane, dieNieplitz, diePanke, die (Jüterboger)Nuthe, dieNotte und dieDahme eine gewisse Bedeutung. Der größte Fluss im Süden von Brandenburg ist dieSchwarze Elster. Danach sind Flüsse wie dieKleine Elster, dieOelse oder dieSchlaube zu nennen.
Aufgrund seiner eiszeitlichen Entstehungsgeschichte ist Brandenburg extrem reich an natürlich entstandenenSeen. Es existieren mehr als 800 Gewässer mit einer Fläche von mehr als einem Hektar. Der größte natürliche See Brandenburgs ist mit einer Fläche von 13,3 km² derSchwielochsee. Es folgen derScharmützelsee (12 km²), derUnteruckersee (10,4 km²), derParsteiner See (10 km²), derRuppiner See (8,25 km²), derSchwielowsee (7,9 km²), derWerbellinsee (7,8 km²) und derGrimnitzsee (7,8 km²). Mit fast 70 m tiefster See des Landes und gleichzeitig der mit der besten Wasserqualität ist derGroße Stechlinsee.
Zu den zahlreichen natürlichen Seengebieten Brandenburgs kommt ein vom Menschen geschaffenes hinzu: DasLausitzer Seenland entsteht durch die Flutung nicht mehr genutzter Tagebaurestlöcher, es ist Europas größte künstliche Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet. Die größten Seen sind derSedlitzer See (mit 13,3 km² so groß wie derSchwielochsee) und derSenftenberger See (13 km²). DieTalsperre Spremberg bildet mit 6,7 km² den größten Stausee in Brandenburg.
Das Land Brandenburg befindet sich im Übergangsbereich zwischenozeanischem Klima in Westeuropa undkontinentalem Klima im Osten.[15] Aufgrund der relativ geringen Höhendifferenzen sind die klimatischen Unterschiede innerhalb des Landes eher gering, jedoch bei bestimmten Wetterlagen zu spüren.
Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt um 9 °C. Der kälteste Monat ist mit im Mittel −1 °C der Januar. Wärmster Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 18 °C. Bei der Lufttemperatur macht sich bereits von der im Nordwesten gelegenenPrignitz zur im Südosten befindlichenNiederlausitz eine geringe Zunahme der Kontinentalität bemerkbar. Vor allem in den Wintermonaten ist bei windarmenStrahlungswetterlagen die Lausitz meistens deutlich kälter als die Prignitz.
Klimadiagramm von Potsdam (2005)
Mit einer durchschnittlichen Jahresniederschlagssumme von weniger als 600 mm ist Brandenburg eines der trockensten und niederschlagsärmsten deutschen Bundesländer. Meist liegt der durchschnittliche Jahresniederschlag bei 550 mm. Lediglich die im Nordwesten gelegene Prignitz sowie einige Hochgebiete wie derHohe Fläming und derHohe Barnim erreichen oder übertreffen im Jahr die 600-mm-Marke. Östlich der Hochgebiete macht sich ein geringerRegenschatten bemerkbar, so ist das tief liegendeOderbruch mit weniger als 500 mm Jahresniederschlag eine der trockensten Regionen Deutschlands.
Während Winter und Frühjahr vergleichsweise trocken sind, fällt der Niederschlag landesweit vor allem in den Sommermonaten. Dennoch können auch in der warmen Jahreszeit ausgeprägte Trockenphasen auftreten. Die Sonne scheint im Jahr durchschnittlich etwa 1600 Stunden.
Von 1881 bis 2018 hat sich die Jahresdurchschnittstemperatur in Brandenburg um 1,3 Grad Celsius erhöht. Dieser Wert könnte unter Beibehaltung des aktuellen Entwicklungspfades zum Ende des Jahrhunderts auf 3,8 Grad steigen.[16] Annahmen zufolge wird Brandenburg häufiger von Trockenperioden und lokal auftretende Starkniederschlagsereignisse betroffen sein.[16] Zudem könnten sich diephänologischen Jahreszeiten verschieben; der Winter verkürzt sich, der Frühling beginnt früher und der Herbst wird länger. Insgesamt wird in Brandenburg im Durchschnitt von einer längerenVegetationszeit ausgegangen,[16] was Auswirkungen auf den Obst- und Weinanbau, die Landwirtschaft, den Wald sowie aufLebensgemeinschaften und Arten haben könnte.[17]
Im Nationalpark Unteres Odertal sind derEisvogel sowie derSeggenrohrsänger, der zu den am stärksten gefährdeten Singvögeln Europas zählt, beheimatet. Größere Bestände dieser Singvogelart sind ansonsten nur noch in den weiter östlich gelegenen Sumpf- und Auenlandschaften Osteuropas zu finden.Weißstörche brüten auf den Dächern der umliegenden Dörfer. Sehr versteckt sind die äußerst seltenenSchwarzstörche, von denen es gegenwärtig 3 bis 5 Brutpaare gibt.[18] Seltene Vogelarten wie derSchreiadler haben dort ebenfalls einen Rückzugsort gefunden.
Die im Winter überschwemmten Wiesen bieten zahlreichen Zugvögeln Rastmöglichkeiten. Zu den Vögeln, die sich hier beobachten lassen, zählt beispielsweise derSingschwan. Zu den Brutvögeln dieses Nationalparks gehören so seltene Wiesenbrüter wie derWachtelkönig, derKampfläufer und dieUferschnepfe und in den Auwaldungen und den Laubwäldern der Oderhänge nistet derPirol. Die größte Brutkolonie derTrauerseeschwalbe befindet sich im Nationalpark.[19]
Im Jahr 2015 sind ca. 11.000 km² bzw. 37 % der Fläche Brandenburgs vonWäldern bedeckt, die vorwiegend aus Kiefern bestehen, die etwa 70 % der Waldfläche ausmachen bzw. auf einer Fläche von ca. 7350 km² stehen. Zudem existieren ca. 346 km² Buchenwälder, die eher im Norden des Landes zu finden sind, wo knapp jeder dritte Baum ein Laubbaum ist. Im Süden Brandenburgs liegt der Laubbaumanteil hingegen unter 20 %.[20]
2011 wurden dieBuchenurwälder in die Welterbeliste aufgenommen. Neben anderen ist hierbei der Buchenwald imGrumsiner Forst imBiosphärenreservat Schorfheide-Chorin zum Teil des Weltnaturerbes erklärt worden. Hier befinden sich ausgeprägte Flattergras-Buchenwälder, die als Reste der großflächigen Buchenbestände gelten, die es früher in Mitteleuropa gegeben hat.
Infolge der Waldstruktur mit vielNadelbaum-Monokulturen auf trockenenSandböden, die besonders feuergefährdet sind,[21] ist Brandenburg im Sommer vonWaldbränden betroffen. In den trockenen Nadelbaumforsten können sich Feuer wegen der vorhandenen brennbaren Schicht aus Nadelstreu sowohl leicht entzünden als auch entstandene Feuer leicht ausbreiten. Es fehlt meist wasserspeicherndesTotholz und feuchtigkeitsspendende Vegetation am Boden.[22]
Das bis dato stärkste Waldbrandjahr war 2018, wo es infolge der außergewöhnlichenDürre und Hitze in Europa zu 491 Waldbränden kam, die eine Fläche von 1663 Hektar Wald verbrannten (Stand: 2024).[23]
Um den Wald für die Anforderungen desKlimawandels zu stabilisieren, gibt das Land Brandenburg jährlich (Stand 2018) 8,5 Millionen Euro für ein Waldumbauprogramm aus, um unter anderem zu erreichen, dass vermehrt unterschiedlichen Baumarten in mehreren Altersklassen vorhanden sind.[24]
Albrecht der Bär aus dem HausAskanien knüpfte eine enge Beziehung zuPribislaw. Der Hevellerfürst starb kinderlos 1150. Sein Land erbte Albrecht I., der die Brandenburg relativ friedlich übernahm.Jaxa, möglicherweise der unter polnischer Oberhoheit stehende Fürst derSprewanen, sah sich als Verwandter von Pribislaw enterbt. Im Frühling 1157 öffnete sich ihm mittels Bestechung das Burgtor und er zog handstreichartig mit einem polnischen Heer ein. Die Rückeroberung gelang Albrecht I., unterstützt durch andere sächsische Adelige sowie den Magdeburger ErzbischofWichmann, am 11. Juni 1157. Dieses Datum gilt allgemein als der Geburtstag derMark Brandenburg.[35]
Kloster Chorin, gegründet 1258
Beim schrittweisen Ausbau vonLandesherrschaft und -territorium konnten die Askanier ihre Rivalen weitgehend verdrängen oder einbinden. Ihrereichsunmittelbaren Stellungen wahrten mehr oder weniger nur dieHerrschaft Ruppin sowie die dreiHochstifte Brandenburg, Havelberg und Lebus. Die Slawen wurden vereinzelt umgesiedelt, so bei der Gründung desKlosters Chorin. In der Regel nahmen sie gleichberechtigt amLandesausbau teil. Zum Ende des 12. Jahrhunderts wuchs mit derKurwürde die reichspolitische Bedeutung derMarkgrafen von Brandenburg. Sie herrschten ab 1302/1304 auch in der Mark Lausitz. Im Jahr 1320 starb die brandenburgische Linie der Askanier aus.[36][37][38][32][39]
Brandenburg nahm seit 1648 einen kontinuierlichen Aufschwung, gestützt durch eine starke brandenburgische Armee. Zu seinem südlichen Nachbarn, demKurfürstentum Sachsen unterhielt das Land im 17. Jahrhundertenge und kooperative Beziehungen.
Von 1701 bis 1946 teilte die Mark Brandenburg die politische Geschichte despreußischen Gesamtstaats. 1701krönte sich der Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg zum König in Preußen. Durch die Rangerhöhung des Kurfürsten änderte sich zunächst nur die Bezeichnung gesamtstaatlicher Institutionen wie Armee, Botschafter und der Behörden von „kurfürstlich-brandenburgisch“ in „königlich-preußisch“. Die Bedeutung der Zentralprovinz Mark Brandenburg mit der Residenzlandschaft umBerlin undPotsdam wuchs umso mehr an, als Brandenburg-Preußen sich zu einem zentralen, absolutistischen Staat mit deutschland- und europapolitischen Ambitionen entwickelte. Unter König Friedrichs I. Herrschaft von 1688 bis 1713 vergrößerte sich die Bevölkerungszahl der Mark um etwa ein Drittel auf mehr als 730.000 Einwohner im Jahre 1713. Die Zahl der Städte stieg auf 120. Darunter erreichten die StädteBrandenburg an der Havel undFrankfurt an der Oder die Einwohnerzahl von 10.000.
ImSiebenjährigen Krieg 1756 bis 1763 wurde die Mark erneut zum Kriegsschauplatz. Österreichische und russische Truppen drangen wiederholt in die Mark vor und besetzten zeitweise Berlin.
Friedrich II. widmete sich in der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit besonders dem Wiederaufbau und der Entwicklung der Mark. Im Rhingebiet, an derDosse undNetze ließ er Entwässerungsgräben bauen und den Plauer- undFinowkanal als Verbindung zwischen Elbe und Oder ausheben. Dem märkischen Sumpf, Bruch undLuch wurde festes Land abgerungen und Einwanderern aus Böhmen und Veteranen zur Ansiedlung übergeben. Von 1770 bis 1786 wurden in der Kurmark undNeumark 412 Dörfer gegründet und 124.720Kolonisten fanden eine neue Heimat. Allein imOderbruch entstanden 50 Dörfer.
Brandenburg bildete zusammen mitBerlin (das Teil Brandenburgs war) das KernlandPreußens. In den preußischen Verwaltungsreformen nach dem Wiener Kongress 1815 wurde dieProvinz Brandenburg gebildet, wobei dieAltmark außen vor blieb und dafür vormals sächsische Gebiete derLausitz dazukamen. Zu dieser Zeit erreichte Brandenburg seine größte territoriale Ausdehnung. Berlin schied mit demGroß-Berlin-Gesetz von 1920 aus der Provinz Brandenburg aus.
Wirtschaftlich veränderten sich die traditionell agrarisch geprägten Gebiete der einstigen Mark in den 40 Jahren der DDR grundlegend. So entstanden unter anderen das Niederlausitzer Industriegebiet, darunter die Braunkohlekraftwerke zur Energieerzeugung mit einer gleichzeitigen Ausweitung der Braunkohleförderung südlich und östlich von Cottbus, wo sich 2/3 der Brennstoffproduktion der DDR befand. InLudwigsfelde gab es eine bedeutendeLKW-Produktion, inTeltow Elektroindustrie, inSchwedt/Oder Erdöl- und Papierindustrie, inBrandenburg/Havel undEisenhüttenstadt Stahlindustrie, inWildau Schwermaschinenbau, inRathenow (seit 1801) optische Industrie inWittstock/Dosse und inPremnitz Textilindustrie.
Von 1990 bis 2002 prägte MinisterpräsidentManfred Stolpe die politische Entwicklung Brandenburgs. Er bildete 1990 die ersteAmpelkoalition in Deutschland. Von 1994 bis 1999 regierte die SPD allein, von 1999 bis 2002 koalierte Stolpe mit derCDU. Im Jahr 1996 entschieden sich die Brandenburger bei einerVolksabstimmung mit 62,72 % gegen eine Vereinigung der LänderBerlin und Brandenburg. Die erforderliche Mindestzustimmung von 25 % der Wahlberechtigten wurde ebenfalls nicht erreicht, beide Länder blieben eigenständig.
Von 2002 bis 2013 warMatthias Platzeck Ministerpräsident. Bis 2009 führte er die Koalition mit der CDU fort, von2009 bis 2013 regierte er mit derLinkspartei. 2004 wurde in Frankfurt (Oder) dieEU-Erweiterung mit Vertretern aus Deutschland und dem Nachbarland Polen symbolisch gefeiert.[42] Unter Abkehr der Wirtschaftsförderung nach demGießkannenprinzip begann die brandenburgische Landesregierung 2004 die Förderung neu auszurichten. Nur noch zukunftsfähige Branchen, die in den einzelnen Regionen bereits Fuß gefasst hatten und Wachstumspotenziale versprachen, sollten gefördert werden. Unter Einbeziehung von 26 Städten und Gemeinden wurden 15Regionale Wachstumskerne geschaffen und für jeden die förderfähigen Branchenkompetenzfelder festgelegt.
Das Land Brandenburg zählt 2.556.747 Einwohner (31. Dezember 2024). Damit liegt Brandenburg im Vergleich der Bundesländer auf Platz zehn. Mit einer Bevölkerungsdichte von 86 Einwohnern je Quadratkilometer ist es nachMecklenburg-Vorpommern das am wenigsten besiedelte deutsche Bundesland. Etwa eine Million Einwohner leben in derAgglomeration Berlin.[43] Die weiter außerhalb liegenden Gebiete haben eine deutlich geringere Bevölkerungsdichte von teilweise unter 25 Einwohnern pro Quadratkilometer.[44] Im Land Brandenburg ist die Hauptstadt Potsdam die einzigeGroßstadt. 2014 wurden nach Angaben des Statistikamts 19.339 Kinder (+5,3 Prozent) im Land geboren.[45] Brandenburg hatte mit 1,64 Kindern pro Frau im Jahr 2017 die höchsteZusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer unter den deutschen Bundesländern.[46]
Im Jahr 2023 betrug der Anteil derausländischen Bevölkerung im Land 7,5 % (Deutschland: 15,2 %). Rund 10 % der Bürger hatten im selben Jahr einenMigrationshintergrund (Deutschland: 30 %). Die größten in Brandenburg gemeldeten Gruppierungen nicht-deutscher Staatsangehörigkeit sind aus der Ukraine (35,685), Polen (29,460), Syrien (22,320), Russland (12,100), Afghanistan (12,070), Rumänien (8,945), Türkei (6,420), Vietnam (4,215), Bulgarien (3,815), Indien (3,695) und Iran (3,395).[47] In den südöstlich gelegenen Landkreisen und in Cottbus leben etwa 20.000Sorben.[48][49]
Die durchschnittlicheLebenserwartung lag im Zeitraum 2015/17 bei 77,6 Jahren für Männer und bei 83,1 Jahren für Frauen. Die Männer belegen damit unter den deutschen Bundesländern Rang 11, während Frauen Rang 7 belegen.[50] Regional hatten 2013/15Potsdam (Erwartung der Gesamtbevölkerung: 81,7 Jahre),Potsdam-Mittelmark (81,6) undDahme-Spreewald (81,2) die höchste;Oberspreewald-Lausitz (79,1) undPrignitz (79,1) die niedrigste Lebenserwartung.[51]
Die Gesamtzahl der Einwohner auf dem Gebiet des heutigen Landes Brandenburg war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts relativ konstant. Nach 1945 pendelte die Einwohnerzahl der heutigen brandenburgischen Region, die ab 1952 im Wesentlichen den dreiBezirkenCottbus,Frankfurt (Oder) undPotsdam entsprach, stets um die Marke von 2,6 Millionen Einwohnern.[52] So ging die Bevölkerung zunächst zwischen 1955 und 1964 von 2,7 auf 2,6 Millionen Menschen zurück. Nach einem leichten Anstieg betrug die Bevölkerungszahl bis Ende der 1980er Jahre rund 2,65 Millionen. Während die kommunalen Zentren wie die Bezirksstädte Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus einen Bevölkerungszuwachs erfuhren, fielen die Einwohnerzahlen im ländlichen Raum kontinuierlich ab.
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen 1875–2020
Einwohnerdichte in Berlin-Brandenburg, 2015
Altersstruktur in Brandenburg, 2023
Die 1989 eintretende Öffnung der innerdeutschen Grenze brachte der brandenburgischen Region bis zum Jahresende 1989 einen Bevölkerungsschwund von 100.000 Einwohnern bis 1995. Zahlreiche Berliner zogen in den 1990er Jahren in das zu Brandenburg gehörende Berliner Umland.
Seit 2000 zeigen sich starke regionale Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung.[52][53] Der brandenburgische Verflechtungsraum in der Agglomeration Berlin wuchs von 1994 bis 2005 um rund 27 Prozent auf eine Million Einwohner, während weiter abgelegene Städte und Gemeinden Einwohner verloren.
Durch denZensus 2011 wurden die Bevölkerungszahlen um etwa 50.000 nach unten korrigiert.[54][55] Die Berlin nahen Gebiete in Brandenburg erleben aufgrund des Wachstums derAgglomeration Berlin seit 2010 einen Bevölkerungsanstieg.
Das Land Brandenburg weist mitPotsdam mindestens eineGroßstadt (mindestens 100.000 Einwohner) auf. Die StadtCottbus hatte Ende 2023 auf Basis des Zensus 2011 nach Angaben des Landesamtes für Statistik 100.010 Einwohner und pendelte im Jahresverlauf an der Grenze zwischen einer Groß- und einer Mittelstadt. Bei der Neuberechnung auf Basis des Zensus 2022 wurde die Einwohnerzahl auf 94.778 nach unten korrigiert, nach Angaben des Einwohnermeldeamtes vom 31. Dezember 2024 hatte Cottbus an diesem Stichtag 100.275 Einwohner.
Die Einwohnerentwicklung in Brandenburg ist in der folgenden Tabelle beispielhaft für Städte und Gemeinden mit mehr als 30.000 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2023) aufgeführt.
Amtssprache in Brandenburg istDeutsch. Darüber hinaus werden im Bundesland – im Rahmen derSprachencharta des Europarats – dasSorbische und dasNiederdeutsche offiziell anerkannt und geschützt.
In einigen Teilen der Niederlausitz wirdNiedersorbisch, eine westslawische Sprache, von etwa 8000 Menschen gesprochen[56] und hat im dortigenSiedlungsgebiet der Sorben/Wenden den Status einer zweiten Amtssprache.[57] Durch verschiedene Zuwanderungswellen ab dem Jahr 2000 ist in Haushalten der neuen Bürger noch die Muttersprache gebräuchlich. Die am häufigsten verwandten Sprachen der Einwanderer sind Ukrainisch, Polnisch, Arabisch und Russisch (Stand: 2024).
Englisch wird an brandenburgischen Universitäten vereinzelt als Unterrichtssprache eingesetzt.
Etwa 80 % der Einwohner Brandenburgs waren im Jahr 2011 ohne religiöses Bekenntnis.[58] Ende 2023 hatte Brandenburg 2.581.667 Einwohner; davon waren 12,5 % evangelisch, 3,4 % katholisch und 84,0 % hatten entweder eine andere oder keine Religionszugehörigkeit.[59]
Weiterhin ist auch dieNeuapostolische Kirche vertreten. DieGebietskircheNord- und Ostdeutschland umfasst das gesamte Gebiet des Landes Brandenburg. Zum neuapostolischen Glauben bekennen sich in Berlin und Brandenburg nach kircheneigenen Angaben derzeit etwa 23.000 Menschen.[61]
Im Bundesland Brandenburg leben mehrere tausend orthodoxe Christen. Eine große Bedeutung für sie hatdas Kloster des heiligen Georg des Siegreichen in Götschendorf. Es besteht seit dem Jahr 2006 und betreut viele Einwanderer aus der ehemaligen GUS, orthodoxe Deutsche und andere Gläubige.
Judentum
Durch den Zuzug jüdischerKontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion verzeichneten die jüdischen Gemeinden ein Wachstum. Gegenwärtig gibt es sieben jüdische Gemeinden in Brandenburg, darunter in Potsdam und Frankfurt (Oder). Sie sind imLandesverband der Jüdischen Gemeinden Brandenburg zusammengeschlossen.
Islam
2024 lebten in Brandenburg zwischen 35.000 und 40.000 Muslime.[62]
Humanismus
Genaue Zahlen darüber, wie viele Brandenburger sich alsHumanisten betrachten, liegen nicht vor. Jedoch gab es in Brandenburg eine Initiative, die im Jahr 2007 zur Etablierung des SchulfachesHumanistische Lebenskunde (gemäß § 9 Abs. 2 und 8 des Brandenburgischen Schulgesetzes) führte.[63][64][65] Hierbei soll das Spektrum religiöser Weltanschauungen um eine nichtreligiöse Komponente erweitert werden. Die wenigsten Humanisten in Brandenburg sind organisiert, jedoch tritt insbesondere mit demHumanistischen Verband Berlin-Brandenburg, demHumanistischen Regionalverband Ostbrandenburg und denJungen Humanisten sowie denEvolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg eine Reihe organisierter Gruppierungen auf.
Die BrandenburgischeVerfassung wurde am 14. April 1992 vom Landtag als Entwurf verabschiedet. PerVolksentscheid wurde der Entwurf von der brandenburgischen Bevölkerung am 14. Juni 1992 angenommen. Sie trat daraufhin mit der Verkündung am 20. August 1992 in Kraft.
Sitz des Landtags Brandenburg ist dasStadtschloss in Potsdam. Das Gebäude böte 150 Abgeordneten Platz. Damit ist es auf ein vergrößertes Parlament eines mit dem heutigenLand Berlinwiedervereinigten Bundeslandes vorbereitet. Der aktuelleLandtag Brandenburg hat 88 Abgeordnete, die jeweils für fünf Jahre gewählt werden.
Im am22. September 2024 gewählten achten Landtag sind vier Parteien vertreten. DieSPD ist mit 32 Sitzen stärkste Fraktion; dieAfD ist mit 30 Sitzen im Landtag vertreten. DasBSW ist neu im Landtag und kommt auf 14 Mandate, während dieCDU nur 12 Sitze besetzt. Landtagspräsidentin istUlrike Liedtke (SPD).
Nach der Brandenburgischen Verfassung (Artikel 4) ist derrote märkische Adler auf weißem Feld das Wappen des Landes Brandenburg. Die Landesflagge ist Rot-Weiß mit zentriertem Landeswappen. Er ist zudem Bestandteil der Wappen vieler Gemeinden und Städte auf dem Gebiet der ehemaligen Mark Brandenburg. Der märkische Adler zeigt sich freischwebend von vorn mit ausgebreiteten Schwingen und nach rechts blickend. Er ist in der Farbe Rot gehalten, golden bewehrt und rot gezungt. Die Fänge sind geöffnet und seine Schwingen sind je mit einem goldenen Kleestängel belegt. Der Schild des Wappens ist weiß.
Der märkische Adler und das Wappen stammen aus dem 12. Jahrhundert, er tritt erstmals in dem Standbildsiegel desAskaniersOttos I., des SohnesAlbrechts des Bären, von 1170 auf. Nach der Wiedervereinigung wurden dem Wappen seine früheren Beigaben (Kurhut, silbernes Schwert, blauer Herzschild mit aufrecht gestelltem goldenem Zepter) entfernt, die noch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Teil des Wappens waren.
Brandenburg arbeitet auf unterschiedlicher institutioneller Ebene mit den angrenzenden Ländern zusammen. So hat z. B. dieGemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg 1996 ihre Arbeit als gemeinsame obersteLandesplanungsbehörde aufgenommen. Einige Landeseinrichtungen werden gemeinsam durch Brandenburg und Berlin betrieben. Mit demRBB haben beide Bundesländer eine gemeinsameLandesrundfunkanstalt.
Des Weiteren wurden die Oberverwaltungsgerichte beider Länder zumOberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg und die statistischen Landesämter zumAmt für Statistik Berlin-Brandenburg zusammengelegt. Die Lehrkräftefortbildung (LISUM) und die sozialpädagogische Fortbildung (SFBB) wurden in gemeinsame Landesinstitute überführt.
Berlin und Brandenburg engagieren sich darüber hinaus seit 2006 gemeinsam in derOder-Partnerschaft, einem informellen Kooperationsnetzwerk von je vier an der deutsch-polnischen Grenze gelegenen Ländern undWoiwodschaften.
Dieunmittelbare Landesverwaltung bilden in Brandenburg die Behörden, Einrichtungen und Landesbetriebe, für die das Land Brandenburg selbst zuständig ist. Gegenüber den tätigen Mitarbeitern ist das Land „unmittelbar“ Dienstherr oder Arbeitgeber. Demgegenüber werden zur mittelbaren Landesverwaltung alle anderen Rechtsträger gerechnet, die eine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen. Das sind Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie privatrechtliche Gesellschaften. Die unmittelbare Landesverwaltung untergliedert sich in die Bereiche, die der Landesregierung zugeordnet sind. Die Landtagsverwaltung, der Landesrechnungshof, die Beauftragte für den Datenschutz und das Recht auf Akteneinsicht sowie die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD) sind unmittelbare Landesverwaltung, aber rechtlich dem Landtag zugeordnet. Die Organisation der unmittelbaren brandenburgischen Landesverwaltung, die der Landesregierung zugeordnet ist, regelt das Landesorganisationsgesetz (LOG).[69]
Die brandenburgische Landesverwaltung ist zweistufig.[70] Die erste Stufe der Landesverwaltung bilden gemäß § 8 LOG die Obersten Landesbehörden (Landesregierung und Ministerien). Auf der zweiten Stufe befinden sich die Landesoberbehörden, die Unteren Landesbehörden, die Einrichtungen und die Landesbetriebe. Alle Behörden, Einrichtungen und Landesbetriebe der zweiten Stufe unterstehen unmittelbar der Dienst- und Fachaufsicht der Obersten Landesbehörden.
Gemäß § 11 Abs. 2 LOG sind die Landräte und Oberbürgermeister allgemeine untere Landesbehörden. Im Wege derOrganleihe können ihnen staatliche Aufgaben der Landesverwaltung zur Wahrnehmung übertragen werden.
Die Landesverwaltung, bestehend aus dem Land Brandenburg und den Kommunen, ist der größte Arbeitgeber in Brandenburg. 2023 gab es insgesamt 128.505 Angestellte im öffentlichen Dienst. Im kommunalen Bereich wurden 55.990 Personen beschäftigt.Die größten Gruppen unter den Beschäftigten bildeten die Lehrer und Polizisten.[71]
Gemäß demGesetz über die Feststellung des Haushaltsplanes des Landes Brandenburg für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 (Haushaltsgesetz 2023/2024 – HG 2023/2024) ist imHaushaltsplan für dasHaushaltsjahr 2024 ein Volumen von 16.359.191.300 Euroveranschlagt.[72]
Untere Landesbehörden unterscheiden sich von Landesoberbehörden dadurch, dass sie nicht für das gesamte Landesgebiet zuständig sind (§ 11 Abs. 1). Die Bezeichnungen „Landesoberbehörde“ und „Untere Landesbehörde“ suggerieren zwar ein Stufenverhältnis, das jedoch weder rechtlich noch tatsächlich gegeben ist. Landesoberbehörden üben grundsätzlich keine Dienst- und Fachaufsicht über Untere Landesbehörden aus, sondern stehen ihnen gleichwertig auf der zweiten Verwaltungsstufe. Neben den allgemeinen unteren Landesbehörden (14 Landräte und vier Oberbürgermeister) gibt es die sonstigen unteren Landesbehörden.
Nach Errichtung eines neuen Polizeipräsidiums für das Land Brandenburg mit Wirkung zum 1. Januar 2011 und des Landesamtes für Schule und Lehrerbildung am 1. Oktober 2014 verfügt Brandenburg nur noch über einen Typ von sonstigen unteren Landesbehörden: die Finanzämter (14Finanzämter und dasTechnische Finanzamt).
Seit Ende der 1990er Jahre wurden einige Landesbehörden und Einrichtungen in Landesbetriebe gemäß § 14 LOG umgewandelt. Landesbetriebe sind Einrichtungen (Errichtung ohne Mitwirkung des Parlaments), die mit betriebswirtschaftlichen Instrumenten arbeiten und über einen Wirtschaftsplan verfügen. Errichtet wurden dieLandesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB), einBrandenburgischer IT-Dienstleister (ZIT-BB), derLandesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) und derLandesbetrieb Straßenwesen (LS).
Einrichtungen
Einrichtungen des Landes sind gemäß § 13 LOG rechtlich unselbstständige, organisatorisch abgesonderte Teile der Landesverwaltung auf der zweiten Stufe. Ihre Tätigkeit ist vorrangig auf die Unterstützung der Behörden im Land ausgerichtet. Seit sie auch hoheitliche Aufgaben wahrnehmen können, unterscheiden sie sich faktisch nur noch dadurch von den übrigen Landesbehörden, dass sie ohne Mitwirkung des brandenburgischen Landtags errichtet werden können. Zur Landesverwaltung gehören inzwischen eine Vielzahl von sehr kleinen Einrichtungen, wie der gemäß der EG-Dienstleistungsrichtlinie eingerichteteEinheitliche Ansprechpartner für das Land Brandenburg (EAPBbg) mit fünf Mitarbeitern, zudem größere Einrichtungen wie die sechs Justizvollzugsanstalten des Landes.
InAhrensfelde (Landkreis Barnim) befindet sich ein bedeutender Standort derBundespolizei. Zum einen hat dort die deutschlandweit größte Bundespolizeiabteilung mit rund 860 Mitarbeitern (davon 750 Polizeivollzugsbeamte) ihren Sitz, zum anderen ist dort die Bundespolizei-Fliegerstaffel Ost mit mehr als 100 Mitarbeitern (fliegendes und technisches Personal) stationiert. Die 18 dort stationierten Hubschrauber der TypenEC 135,EC 155,Puma undSuper Puma dienen unter anderem der Sicherung von Grenzen und Bahnanlagen, der Beförderung des Bundespräsidenten, von Mitgliedern der Bundesregierung und Staatsgästen sowieso der Unterstützung in Katastrophenfällen in Berlin.
Brandenburg unterteilt sich in 14 Landkreise und vierkreisfreie Städte. Acht Landkreise sind Sektoralkreise, die (mit Ausnahme von Dahme-Spreewald) von der Grenze zu Berlin bis an die äußere Landesgrenze reichen. Die Namen der brandenburgischen Landkreise und Kreisstädte und ihre Kfz-Kennzeichen lauten:
Landkreise und kreisfreie Städte in Brandenburg
Gebietskörperschaften im Land Brandenburg am 31. Dezember 2024
Für das Jahr 2019 war eine weitereVerwaltungsstrukturreform geplant. Von diesem Vorhaben wurde nach Protesten aus der Bevölkerung 2017 Abstand genommen.
Das Land Brandenburg gliedert sich in insgesamt 413Gemeinden, darunter 113 Städte, von denen vier Städte kreisfrei sind (Stand 19. April 2022).
Nach 1990 gab es einige Gebietsänderungen gemäß dem Staatsvertrag vom 9. Mai 1992, der am 1. Juli 1992 in Kraft trat. Die Gemeinden Bagemühl, Grünberg, Nechlin, Woddow, Wollschow-Menkin und die StadtBrüssow desKreises Pasewalk sowie die Gemeinden Fahrenholz, Güterberg, Jagow, Lemmersdorf, Lübbenow, Milow, Trebenow, Wilsickow,Wismar undWolfshagen desKreises Strasburg wurden in den bestehenden Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen aus dem LandMecklenburg-Vorpommern ausgegliedert und in das Land Brandenburg eingegliedert. Zudem wurden die GemeindenBesandten,Eldenburg,Lanz,Lenzen (Elbe),Mellen undWootz in den bestehenden Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen aus Mecklenburg-Vorpommern ausgegliedert und in das Land Brandenburg eingegliedert. Die GemeindenDambeck undBrunow sowie die Ortsteile Pampin und Platschow der GemeindeBerge wurden in den bestehenden Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen aus dem Land Brandenburg ausgegliedert und in das Land Mecklenburg-Vorpommern eingegliedert, Pampin und Platschow wurden zu Ortsteilen vonZiegendorf.
Brandenburg bildet mit dem im Zentrum liegenden Berlin seit 1990 den gemeinsamen WirtschaftsraumMetropolregion Berlin-Brandenburg. Weite Teile des Arbeitsmarkts, der Infrastruktur, der Standortfaktoren, des Verkehrs und der Investitionsbedingungen der beiden Länder sind miteinander hochverflechtet.
Das nominale Bruttoinlandsprodukt Brandenburgs betrug im Jahr 2020 rund 73 Milliarden Euro.[75]
Das gesamte Land Brandenburg bildet statistisch eine von 276NUTS-2-Regionen innerhalb der Europäischen Union (EU).[76] Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner derEU ausgedrückt inKaufkraftstandards erreichte Brandenburg im Jahr 2014 einen Index von 88 % (EU-28: 100 %, Deutschland: 126 %).[77]
Insgesamt gab es im Bundesland Brandenburg im Juni 2023 insgesamt 883.289 Bürger die eine sozialversicherungspflichtige Stelle innehatten.[78]
Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind (Arbeitsortangaben):[79]
Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter von 15 bis unter 65 Jahren; Zahlen zum 31. Dezember 2018 gemäß Fortschreibung des Bevölkerungsstandes[80] nachBevölkerungsstatistikgesetz auf Basis des Zensus 2011.[81]
Brandenburg hat nach 1990 nur eine sehr geringe Zahl an überregional erfolgreichen, privaten Firmen oder Markenprodukten hervorgebracht. Die höchste Firmengründerquote zwischen 2010 und 2020 lag in Potsdam.[83][84]
Zu den umsatzstärksten Firmen mit Sitz in Brandenburg zählen im Jahr 2023 u. a.:Höffner,E.DIS, Rolls-Royce Deutschland, Riva Stahl, Arcelor Mittal und BASF Schwarzheide.
Zu den größten privatwirtschaftlichen Arbeitgebern im Land Brandenburg im Jahr 2023 nach Anzahl der Beschäftigten zählen u. a.:Tesla,[85] die Einzelhandels-Unternehmensgruppe Schwarz (Lidl,Kaufland), dieLEAG, dieDeutsche Post AG, der Marken-DiscounterNetto sowie dieMetro AG.
Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (Bilanzsumme 13,06 Mrd. Euro) und dieMittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam (Bilanzsumme 9,61 Mrd. Euro) waren im Jahr 2012 die beiden größten Banken im Land.[86] Beide Kreditanstalten sind öffentlich-rechtliche Institutionen mit Sitz in Potsdam.
Die etwa 1200 Industriebetriebe im Land Brandenburg setzten im Jahr 2014 rund 23 Milliarden Euro um. Die Wirtschaft hat sich einen Schwerpunkt entlang derAutobahn A 10 sowie in den industriellen Kernen wie im Süden des Landes aufgebaut.
InSchwedt/Oder im Nordosten Brandenburgs befindet sich ein industrieller Schwerpunkt mit einerErdölraffinerie (PCK-Raffinerie) und zwei Papierfabriken. In Wittenberge ist mit dem Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn dort der wichtigste Arbeitgeber ansässig.
Zahlreiche Logistikzentren haben sich im Agglomerationsraum um Berlin auf dem Gebiet Brandenburgs angesiedelt. Das UnternehmenZalando nutzt einen Standort in Brieselang sowie mit dem externen Logistikdienstleister DocData ein Logistikzentrum inGroßbeeren. Das TransportunternehmenZeitfracht hat seinen Sitz in Kleinmachnow. Seit 2015 ist eine zunehmende Konzentration von Dienstleistern der Logistikbranche im Umfeld des Flughafens Berlin-Brandenburg an der südlichen Berliner Stadtgrenze zu verzeichnen.
In der brandenburgischen Landwirtschaft arbeiteten 2023 in den 5.370 landwirtschaftlichen Betrieben etwa 31.800 Personen.[89] Brandenburg besitzt bei einer Gesamtfläche von rund 2,95 Millionen Hektar 1.319.600 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Die durchschnittliche Betriebsfläche ist mit 238 Hektar im deutschlandweiten Vergleich sehr groß.[90] Großbetriebe mit über 1000 Hektar bewirtschaften über 70 % der brandenburgischen Ackerflächen. Zu ihnen gehören beispielsweise die Lindhorst-Gruppe und die Steinhoff Familienholding.[91]
2015 wurden 767 erzeugendeökologisch arbeitende Betriebe im Land angemeldet. Damit wirtschaften 14,2 Prozent der 5400 Agrarbetriebe in dem Segment. Etwa 136.000 Hektar sind nach der EU-Ökoverordnung angemeldet. Das entspricht 12,9 Prozent der Ökofläche der gesamten Bundesrepublik.[92] Dieser Wert lag im Jahr 2022 bei 16,6 Prozent.[93]
Im Bundesländervergleich ist derObstanbau in Brandenburg unterdurchschnittlich in der Fläche vertreten.[94] Im Jahr 2020 war der Anbau von Äpfeln mit 917 Hektar flächenmäßig am stärksten im Land verbreitet, gefolgt von Heidelbeeren (410 Hektar), Süßkirschen (340 Hektar), Sanddorn (330 Hektar) und Pflaumen (120 Hektar).[95] Die Region um Werder (Havel) ist besonders für den Obst- und Gemüseanbau bekannt.
Zu den im Jahr 2022 am häufigsten gezüchteten Tierarten im Land zählten Hühner, Rinder, Schweine, Kaninchen, Schafe, Ziegen, Bienen und Pferde.[96]
Die zwei größten Vertreiber der Produkte der Region sind „Werder Frucht“, das vor allem Säfte und das Obst selbst vertreibt, und „Werder Feinkost“, das sich auf die Herstellung von Ketchup, Fruchtweinen und Brotaufstrichen spezialisiert hat. DieEWG Eberswalder Wurst ist ein Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren in Britz.
Brandenburg ist ein vielseitiger Rohstofflieferant. Der bedeutendste Rohstoff im Land ist das Grundwasser, der wichtigste Energierohstoff die Kohle im Lausitzer Braunkohlenrevier. Erdgas-, Kupfer- und Erdöllagerstätten wurden nachgewiesen. Gegenwärtig abgebaut werden Kiese und Sande, Kalk- und Zementrohstoffe, Quarzsande, Naturstein, Ziegelton, Torf und Findlinge.[97]
Die Tiefengeothermie zur Strom- und Wärmeerzeugung wird in Pilotprojekten erprobt. Die oberflächennahe Geothermie dient vielerorts der Wärmeversorgung von Gebäuden. Thermalsolen in Thermalbädern bieten Erholungsmöglichkeiten in der Region.[98] In Untergrundspeichern und Salzkavernen wird Erdgas für den erhöhten Bedarf in der kalten Jahreszeit und als strategische Reserve gespeichert. Ein Feldversuch zur unterirdischen CO2-Speicherung wurde 2016 abgeschlossen.[99]
2003 betrug die Bruttostromerzeugung in Brandenburg 42.961 Gigawattstunden (6,8 % aus erneuerbaren Energien) und stieg bis 2019 auf 53.152 GWh (37,3 % aus erneuerbaren Energien) an.[100] Brandenburg ist der fünftgrößte Stromerzeuger unter den deutschen Bundesländern. Über 50 Prozent des produzierten Stroms wird exportiert. Größter Abnehmer ist das benachbarte Berlin. Brandenburg ist der wichtigste Stromzulieferer für die Metropole und Hauptgarant für dessen Energiesicherheit. Die Strompreise zählen seit 2023 zu den höchsten in Deutschland und Europa.[101]
Die Energie aus Braunkohle bildete 2019 mit etwa 50 % den größten Anteil an der Bruttostromerzeugung in Brandenburg, rund 38 % wurde aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen.[102] Der Bruttostromverbrauch im Land betrug 2018 etwa 21.845 GWh und ist damit nicht höher als 1990.[103] DasKernkraftwerk Rheinsberg entstand 1960 und wurde 1990 als erstes derdeutschen Atomkraftwerke stillgelegt. DasKraftwerk Schwarze Pumpe (Stromkapazität 1600 MW), dasKraftwerk Boxberg (Stromkapazität 2575 MW) und dasKraftwerk Jänschwalde (Stromkapazität 3000 MW) gehören zu den größtenBraunkohlekraftwerken Deutschlands.
2012 veröffentlichte die brandenburgische Landesregierung ihren Entwurf einer „Energiestrategie 2030“. Für die zukünftige Energieversorgung setzt das Flächenland auf den Ausbau dererneuerbaren Energien. Die Regierung will einen Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch von 32 Prozent bis 2030 erreichen.[104][105] Das Land gehört sowohl bei der Nutzung erneuerbarer Energien als auch bei der Anlagenherstellung zu den führenden deutschen Ländern.[106]
Brandenburg ist ein bedeutenderWindenergiestandort. 2021 waren dort 3928Windkraftanlagen mit einer kumulierten Leistung von 7864 MW installiert.[107] Die 2019 vorhandenenWindparks deckten 7,5 % desPrimärenergieverbrauchs des Landes[105] und hatten einen Anteil von 25 % an der brandenburgischen Bruttostromerzeugung.[108]
Etwa 65.000 Beschäftigte arbeiteten im Jahr 2014 in den Branchen IKT, Medien und Kreativwirtschaft. Die Unternehmen in diesem Sektor erwirtschafteten einen Umsatz von 5,3 Milliarden Euro.[111]
Das 1911 gegründeteFilmstudio Babelsberg inPotsdam ist das älteste Großfilmstudio der Welt und gleichzeitig das flächenmäßig größte Filmstudio in Europa. Es ist vor allem bekannt für seine legendären Filme der Anfangszeit wieMetropolis undDer blaue Engel. Bis 2021 war das Filmstudio Babelsberg eines der führenden Zentren für Produktionen von Film und Fernsehen in Deutschland. Nach einem Eigentümerwechsel 2022 ist die Zukunft des Filmstudios jedoch ungewiss.[112][113]
Der MediaTech Hub Potsdam wurde 2017 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als einer von zwölf deutschlandweiten Digital Hubs eingerichtet.[114]
Die RegionPotsdam bildet wegen der zahlreichen Wissenschaftseinrichtungen einen Schwerpunkt für forschungsnahe Unternehmen. Als Teil der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist sie laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2006 einer der deutschlandweit bedeutsamsten Biotechnologiestandorte.[115]
Der Tourismus in Brandenburg ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Branche verzeichnete 2023 ein Rekordjahr mit etwa 14,2 Millionen Übernachtungen bei 5,2 Millionen Gästen.[116] Der Tourismus wird bestimmt durch die vielseitige Landschaft, die historischen Stadtkerne, die wald- und wasserreichen Naturparks, die Nähe zur Metropole Berlin, die Freizeitparks und die Sehenswürdigkeiten wie die Schlösser und Burgen.
In der PotsdamerMedienstadt Babelsberg befindet sich neben derStudio Babelsberg AG derFilmpark Babelsberg, ein Themenpark mit einer Studiotour über das Gelände sowie mit Ausstellungen, Stuntshows, Kulissen und Requisiten aus berühmten Filmproduktionen.Karls Erlebnis-Dorf in Elstal ist ein Freizeitpark rund um das Thema Erdbeere.
DasTropical Islands liegt etwa 50 km südlich von Berlin und ist ein Erlebnispark inHalbe. Errichtet wurde der Park in der größten freitragenden Halle der Welt. In der ganzjährig durchgehend geöffneten Anlage befindet sich eine tropisch gestaltete Bade- und Freizeitlandschaft mit Übernachtungsmöglichkeiten.[117]
Im Schienenverkehr sind die meisten Eisenbahnstrecken durch denBerliner Außenring verbunden, welcher sich zum größten Teil in Brandenburg befindet. Nach dem Jahr 1995 wurde aufgrund der dünnen Besiedelung des Landes und der wachsenden Zahl an PKWs ein erheblicher Teil der Schieneninfrastruktur (vor allem kleinere Bahnhöfe und Nebengleise) stillgelegt.
Die Automatisierung vonBahnübergängen wird seit dem Jahr 2000 vorangetrieben. So gibt es gegenwärtig viele Streckenabschnitte von über 20 km Länge ohne Zwischenhalt (wie beim RE 5), da dort nur noch langlaufendeRE-Linien verkehren. Auf vielen kleineren Strecken wird derSchienenpersonennahverkehr von Privatbahnen durchgeführt; so haben sich in Brandenburg dieHanseatische Eisenbahn, dieNiederbarnimer Eisenbahn und vor allem dieOstdeutsche Eisenbahn im Laufe der Zeit etabliert.
Imöffentlichen Personennahverkehr haben sich alle Verkehrsunternehmen Brandenburgs und Berlins zumVerkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zusammengeschlossen, um einheitliche Verkehrsstrukturen und Tarife in der Region zu gewährleisten. Im Jahr 2017 wurden 1,470 Milliarden Fahrgäste befördert.
Die zugelassenen PKW dienen als Indikator für den Motorisierungsgrad einer Gesellschaft. Trotz fallender Bevölkerung steigt die Zahl der PKWs in Brandenburg. Im Jahr 2004 gab es 86.409 Neuzulassungen für Kfz in Brandenburg. Im Jahr 2014 wurde ein Höchststand von insgesamt 1.343.315 PKW registriert. Auf je 1000 Einwohner kamen 548 angemeldete PKW (510 nichtgewerbliche Fahrzeuge je 1000 Einwohner). Damit nimmt der Grad der Motorisierung weiter zu und liegt knapp über dem bundesdeutschen Durchschnitt.[118]
Im Straßenverkehr beginnen fast alleAutobahnen im Land Brandenburg auf dem „Berliner Ring“ genannten Autobahnring Bundesautobahn 10, der größtenteils durch brandenburgisches Gebiet verläuft. Des Weiteren verlaufen mehrereBundes- undEuropastraßen durch das Land. Die Autobahnen in Brandenburg sind dieA 2 (Berliner Ring/Dreieck Werder – Magdeburg – Hannover – Dortmund – Oberhausen), dieA 9 (Berliner Ring/Dreieck Potsdam – Leipzig – Nürnberg – München), dieA 10 (Berliner Ring), dieA 11 (Berliner Ring/Dreieck Schwanebeck – Prenzlau – Grenzübergang PL –Stettin/Szczecin), dieA 12 (Berliner Ring/Dreieck Spreeau – Frankfurt (Oder) – Grenzübergang PL –Posen/Poznań – Warschau/Warszawa), dieA 13 (Berliner Ring/Kreuz Schönefeld – Dreieck Spreewald/A 15 – Dresden), dieA 14 (Schwerin – Magdeburg – Dresden), dieA 15 (Dreieck Spreewald/A 13 – Cottbus – Grenzübergang PL –Liegnitz/Legnica – Breslau/Wrocław), dieA 19 (Dreieck Wittstock (Dosse)/A 24 – Rostock), dieA 20 (Kreuz Uckermark/A 11 und B 166 – Stralsund – Rostock – Lübeck), dieA 24 (Berliner Ring/Dreieck Havelland – Hamburg), dieA 111 (Berliner Ring/Kreuz Oranienburg – Berlin-Reinickendorf – Dreieck Charlottenburg/Stadtring A 100), dieA 113 (Berliner Ring/Kreuz Schönefeld – Dreieck Waltersdorf – Berlin-Adlershof – Dreieck Neukölln/StadtringA 100), dieA 114 (Berliner Ring/Dreieck Pankow – Berlin-Pankow), dieA 115 (Berliner Ring/Dreieck Nuthetal – Berlin-Zehlendorf – Dreieck Funkturm/Stadtring A 100) und dieA 117 (Dreieck Waltersdorf/A 113 – Berlin-Treptow).
DieBinnenschifffahrt und der Wasserverkehr durch zahlreiche Kanäle sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Teile des Landes und haben überregionalen Charakter. Die Wasserstraßen werden für den Warentransport und für touristische Personenbeförderung genutzt. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Autofähren, so an derElbe und der Havel.
InWittenberge an der Einmündung der Stepenitz in dieElbe befindet sich Brandenburgs größter Hafen.
Im Jahr 2023 wurden in Schönefeld rund 23 Millionen Passagiere abgefertigt.[119]
Seit 2012 findet dieILA Berlin Air Show auf demBerlin-ExpoCenter-Airport-Areal im Schönefelder OrtsteilSelchow statt. Das Areal liegt am Westrand des Flughafens Berlin Brandenburg. Die ILA ist die bedeutendste Fachmesse der Luft- und Raumfahrtindustrie inDeutschland und eine der größtenRaumfahrtmessen der Welt.
DerBreitband-Internetzugang mit einerDatenübertragungsrate von 6 Mbit/s war im Jahr 2015 für 75–95 % aller Haushalte in Brandenburg ermöglicht. Die Versorgungsquote von 50-MBit-Anschlüssen lag zwischen 10 und 50 %.[120] Die Netzabdeckung für denMobilfunkstandardLTE (4G) war 2024 zu 98 % gewährleistet, die 5G-Netzabdeckung lag im selben Jahr bei 91 %.[121]
DieGroßfunkstelle Nauen ist die älteste noch bestehendeSendeanlage der Welt. Sie wurde 1906 eingerichtet. Die heutigen Sendeantennen wurden 1964 und 1997 fertiggestellt und sind 70 Meter und 80,5 Meter hoch. Gegenwärtig wird die Anlage als Testfeld für zahlreiche 5G-Übertragungstechnologien genutzt.[122]
Im Jahr 2015 wurden insgesamt 33.407 Kinder unter drei Jahren in brandenburgischenKindertageseinrichtungen betreut. Das entspricht einer Betreuungsquote von 56,8 % aller Kinder in dieser Altersgruppe (deutschlandweit 32,9 %).[123]
Im Land Brandenburg gab es im Schuljahr 2011/2012 864 Schulen (ohne Hochschulen), welche von rund 220.000 Schülern besucht werden. Im Schuljahr 2004/2005 waren es 327.157 Schüler. Die Zahl der Lehrkräfte blieb in dem Zeitraum trotz sinkender Schülerzahlen relativ konstant und betrug rund 19.000.
Das brandenburgische Schulwesen gliedert sich in eine sechsjährigeGrundschule, in deren Anschluss der Schüler auf eineOberschule,Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe oder einGymnasium wechseln kann.
2014 wurden 10.077 Ausbildungsverträge in Brandenburg neu abgeschlossen. Insgesamt gab es im selben Jahr 26.265 Auszubildende im Land. Die meisten davon sind im Bereich Industrie und Handel in der Lehre. Ebenfalls begehrte Ausbildungsbereiche sind das Handwerk, die Landwirtschaft, die Hauswirtschaft, die Freien Berufe und der Öffentliche Dienst.[124]
Brandenburg erhebt für einStudium im Land keineGebühren. Wenige Fächer haben einenNumerus clausus, und aufgrund des relativ jungen Alters vieler Hochschulen gibt es besonders moderne Lern- und Arbeitsbedingungen. Für dieStudierenden aller Hochschulen sind entweder dasStudentenwerk Potsdam oder das Studentenwerk Frankfurt (Oder) zuständig. ImWintersemester 2023/2024 wurden insgesamt 51.468immatrikulierte Studenten registriert.[125]
Jede der großen deutschen Forschungsgemeinschaften ist im Land Brandenburg vertreten. Insgesamt gibt es vier Einrichtungen der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, acht Institute der Leibnizgemeinschaft, drei Institute der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und drei Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG). Von Bedeutung ist die enge Kooperation der Forschungseinrichtungen mit den Hochschulen des Landes. Entsprechende Vereinbarungen zwischen den Institutionen ermöglichen komplementäre Entwicklungen.
Das Land Brandenburg war zwischen dem 18. und frühen 20. Jahrhundert der historische Kern despreußischen Staates und damit ein Anziehungspunkt für Zuwanderer. Durch die Toleranzpolitik in religiösen Fragen seit demEdikt von Potsdam entwickelte sich ein starker kultureller Einfluss der zugewanderten Personen, insbesondere der französischenHugenotten. Aus den verschiedenen Zeitepochen blieben zahlreiche repräsentative Schlösser, Burgen, Kirchen sowie großzügig gestaltete Parkanlagen erhalten.
Ebenfalls in Potsdam befindet sich die Film- und FernsehproduktionsfirmaUFA, der eine große Bedeutung im Bereich der brandenburgischen wie nationalen Kulturwirtschaft zukommt. Die von der UFA kreierten TV-Formate, Shows und Serien kommen auf mehr als 4000 Stunden Fernsehprogramm im Jahr, ausgestrahlt von 20 deutschen Sendern (Stand: 2016).[129]
Die Schlösser, Gärten und Parkanlagen der sogenannten „Potsdamer Kulturlandschaft“ wurden 1990 in die Liste derUNESCO-Welterbe aufgenommen.[130] Seitdem gehörenPark Sanssouci (die SommerresidenzFriedrichs des Großen),Neuer Garten,Babelsberg,Glienicke und diePfaueninsel mit ihren Schlössern sowie seit 1992 Schloss und Park Sacrow mit derHeilandskirche und seit 1999 dieKolonie Alexandrowka zu den Welterbestätten. Insgesamt erstreckt sich das Architekturensemble auf rund 500 ha Parkanlagen mit 150 Gebäuden aus der Zeit von 1730 bis 1916. Daher gilt diese Kulturlandschaft als die größte der deutschen Welterbestätten.
Neues Palais in Potsdam – Teil des Weltkulturerbes
DasStaatstheater Cottbus ist das einzigeMehrspartentheater des Landes Brandenburg. Die Sparten Oper/Ballett, Schauspiel und ein Philharmonisches Orchester verfügen über ihre eigenen Ensembles. Das Haus wurde 1908 als Stadttheater eröffnet und 1991 zum Staatstheater ernannt. Seit 2004 ist es Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus.Spielstätten des Staatstheaters sind das Große Haus am Schillerplatz, die Kammerbühne sowie die Theaterscheune Ströbitz.[131]
DasHans Otto Theater ist das Theater der Landeshauptstadt Potsdam. Seit September 2006 spielt sein Ensemble im Neuen Theater, welches als Sitz des Hauses synonym unter Hans Otto Theater verstanden wird und auf dem Gelände der Schiffbauergasse am Ufer des Tiefen Sees liegt. Weitere Spielstätten des Theaters sind die benachbarte historische Reithalle und das barocke Schlosstheater imNeuen Palais von Sanssouci.
DasKunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus zeigtModerne Kunst der Gattungen Malerei, Skulptur/Objekt, Grafik, Fotografie und Plakatkunst. Insgesamt beherbergt das Museum einen Sammlungsbestand von mehr als 23.000 Objekten. Ausstellungen und Erwerbungen zum ThemenkreisLandschaft/Raum/Natur/Umwelt bilden den Schwerpunkt der Sammlung. Konzerte, Theaterveranstaltungen sowie die Nutzung einer Kreativwerkstatt ergänzen das Ausstellungsprogramm. Das Kunstmuseum ist Teil der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder).[132] Außerdem existiert in Brandenburg eine rege Kunstszene mit festen Veranstaltungen wie dem Tag der „Offenen Ateliers“ Anfang Mai, der Verleihung desBrandenburgischen Kunstpreis durch die Märkische Oderzeitung und dieKunstloose Tage im Oderbruch.
DieBrandenburger Symphoniker gehören als ältester bestehenden Klangkörper des Landes zu den herausragenden kulturellen Einrichtungen Brandenburgs. Gegründet wurde das Orchester 1810 von hochrangigen preußischen Militärmusikern. Ihre regelmäßig ausverkauften Sinfoniekonzerte und Sonderkonzerte sind feste Programmpunkte im Kulturleben der ganzen Region. Das Orchester wirkt nicht nur alsSinfonieorchester, sondern auch bei Opernaufführungen und es spielt seit Jahren bei den Produktionen derKammeroperSchloss Rheinsberg. Regelmäßig gastieren die Symphoniker bundesweit und international.
Das Philharmonische Orchester desStaatstheater Cottbus gründete sich 1912 als theatereigenes Orchester. Hauptsächlich wirkt das Orchester in Opern, Operetten, Philharmonischen Konzerten und Kammerkonzerten.[133]
Zu den größten und bekanntesten Veranstaltungen im Land Brandenburg gehört dasBaumblütenfest inWerder. Es zieht jedes Jahr über 500.000 Besucher an und zählt damit zu den größtenVolksfesten in Deutschland. Das erste Fest fand bereits 1879 statt und wird seitdem regelmäßig zur Zeit der Baumblüte begangen.
Ebenfalls weit bekannt ist die zumeist sehr früh ausverkauftePotsdamer Schlössernacht, die jährlich imPark Sanssouci stattfindet. Die Veranstaltung wird begleitet von Darstellern, Musikern und Bürgern in barocken Kostümen, klassischen Musikfestspielen und einem großen Feuerwerk zum Abschluss.
Seit 1998 werden unter der DachmarkeKulturland Brandenburg verschiedene Projekte innerhalb des Bundeslandes zu einem Thema gefördert. Diese waren in der Vergangenheit unter anderem Landschaft und Gärten (2004), 1000 Jahre Christentum (2005), Baukultur (2006), Fokus Wasser (2007) sowie Provinz und Metropole (2008). Seit 1995 feiert das Land regelmäßig einenBrandenburg-Tag. Er fand erstmals 1995 inCottbus statt.
Die Brandenburgische Küche ist eher ländlich geprägt. Bevorzugt verarbeitet werden frische, regionale Produkte. Die Brandenburgische Küche ist wegen der zahlreichen größeren und kleinen Gewässer sehr reich an Fisch, vor allem Hecht, Zander, Aal und Karpfen. Wildgerichte sind ebenfalls recht typisch. SeitFriedrich der Große derKartoffel in Brandenburg zum Durchbruch verholfen hat, ist sie unverzichtbarer Teil der heimischen Küche. Eine Spezialität derNiederlausitz sindPlinsen, eine Form vonEierkuchen. Spezialitäten derUckermark sind Wruken (Kohlrübeneintopf) und Kloppschinken (Klopfschinken).
DerSC Potsdam ist im Jahr 2023 der mitgliederreichste Sportverein im Land Brandenburg. In seinen neun Abteilungen sind mehr als 5.000 Mitglieder aktiv.[136] Schwerpunkt des SC Potsdam ist derBreitensport.
EinOlympiastützpunkt befindet sich im Land Brandenburg mit den drei Teilstandorten in Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam.[137] Insbesondere in den Disziplinen Rudern, Kanu- und Radsport konnten Athleten aus den Stützpunkten Medaillen bei Olympischen Spielen gewinnen. MehrereSport-Eliteschulen gibt es im Land ebenfalls.
Es gibt zahlreiche Persönlichkeiten, die mit Brandenburg verbunden sind. Zu ihnen zählt der SchriftstellerTheodor Fontane, der mit denWanderungen durch die Mark Brandenburg eine bedeutende literarische Hommage an seine Heimat geschaffen hat.Heinrich von Kleist wirkte in den Literaturepochen der Weimarer Klassik und der Romantik.
Matthias Asche:Neusiedler im verheerten Land – Kriegsfolgenbewältigung, Migrationssteuerung und Konfessionspolitik in Zeichen des Landeswiederaufbaus – Die Mark Brandenburg nach den Kriegen des 17. Jahrhunderts. Aschendorff Verlag, Münster 2006,ISBN 3-402-00417-8.
Iris Berndt:Sächsisches Brandenburg. Eine Spurensuche. Sandstein Verlag, Dresden 2014,ISBN 978-3-95498-070-3.
Christiane Büchner, Jochen Franzke:Das Land Brandenburg. Kleine politische Landeskunde. 4., überarbeitete Auflage. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Potsdam 2005,ISBN 3-932502-09-4.
Gerd Heinrich:Kulturatlas Brandenburg. Historische Landkarten – Geschichte der Mark im Überblick. 2., überarbeitete Auflage. Berlin 2006,ISBN 3-00-019684-6.
Jakob Lempp:Parteien in Brandenburg. Be.bra-Wiss.-Verl., Berlin 2008,ISBN 978-3-937233-48-2.
Nils Meyer:Leerräume – Der Umgang mit Denkmalen als Sinnstiftungsprozess am Beispiel der Schlösser und Herrensitze in Brandenburg. Jovis, Berlin 2009,ISBN 978-3-86859-081-4.
Klaus Neitmann, Jürgen Theil (Hrsg.):Die Herkunft der Brandenburger. Sozial- und mentalitätsgeschichtliche Beiträge zur Bevölkerung Brandenburgs vom hohen Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2001,ISBN 3-935035-11-X.
Lutz Partenheimer:Die Entstehung der Mark Brandenburg. Mit einem lateinisch-deutschen Quellenanhang. 1. und 2. Auflage. Köln/Weimar/Wien 2007.
Pestalozzi-Verein der Provinz Brandenburg (Hrsg.):Die Provinz Brandenburg in Wort und Bild. Verlag von Julius Klinkhardt, Berlin/Frankfurt am Main 1981,DNB820110361.
Johannes Schultze:Die Mark Brandenburg. Vorwort vonWerner Vogel. 4. Auflage, Duncker & Humblot, Berlin 2011,ISBN 978-3-428-13480-9 (Neudruck der von 1961 bis 1969 erschienenen Bände 1 bis 5 in einem Buch).
Ingrid Reisinger, Walter Reisinger:Bekannte, unbekannte und vergessene Herren- und Gutshäuser im Land Brandenburg. Stapp Verlag, Berlin 2013,ISBN 978-3-87776-082-6.
August Heinrich von Borgstede:Statistisch-topographische Beschreibung der Kurmark Brandenburg. Erster Theil. Gedruckt und verlegt von Johann Friedrich Unger, Berlin 1788. (Reprint: Potsdam 2013,ISBN 978-3-88372-051-7)
↑Das Land Brandenburg in Zahlen und Karten. (PDF) Landesvermessung und Geobasisinformationen Brandenburg, 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. August 2017; abgerufen am 27. Januar 2018.
↑Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung):Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014,ISBN 978-3-95410-030-9, Naturraum und Landschaft in Brandenburg und Berlin im Überblick. Übersicht – Naturraum- und Landschaftsgliederung Brandenburg und Berlin, S. 21.
↑Brandenburg – Das Weite liegt so nah. Landesregierung Brandenburg, Staatskanzlei, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. Januar 2016; abgerufen am 18. Januar 2016.
↑Informationen zum Klima aus: M. Hendl:Das Klima des Norddeutschen Tieflandes. In:H. Liedtke,J. Marcinek (Hrsg.):Physische Geographie Deutschlands. Gotha 1994,ISBN 3-623-00840-0.
↑Ulrike Fokken:Wald und Waldbrände in Brandenburg: Ein Land hängt an der Nadel. In:Die Tageszeitung: taz. 2. Oktober 2018,ISSN0931-9085 (taz.de [abgerufen am 16. Oktober 2018]).
↑Lutz Partenheimer:Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007,ISBN 978-3-412-17106-3, Die Unterwerfung der Heveller durch König Heinrich I. (928/929–936), S. 17–24.
↑abLutz Partenheimer:Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007,ISBN 978-3-412-17106-3, Die feste Eingliederung der Slawen unter Kaiser Otto I. (936–973), S. 25–34.
↑Gertraut Eva Schrage:Brandenburgische Geschichte. Akademie Verlag, Berlin 1995,ISBN 3-05-002508-5, Ur- und Frühgeschichte. Germanen – Slawen – Deutsche, S. 72–184, Mark des Gero: S. 80.
↑Lutz Partenheimer:Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007,ISBN 978-3-412-17106-3, Der Wendenaufstand des Jahres 983 und die Versuche zur Rückeroberung der Brandenburg, S. 35–44.
↑Lutz Partenheimer:Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007,ISBN 978-3-412-17106-3, Der Brandenburger Raum von der Einstellung der sächsischen Rückeroberungsversuche bis zu ihrer Wiederaufnahme (um 1000 bis Anfang des 12. Jahrhunderts), S. 45–51.
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↑Heinz Teichmann:Von Lebus nach Fürstenwalde. Kurze Geschichte des mittelalterlichen Bistums Lebus (1124–1555/98). St. Benno Buch- und Zeitschriftenverlag, Leipzig 1991,ISBN 3-7462-0532-8, I. Bistum und Land Lebus zur Zeit der polnischen Herrschaft (bis etwa 1250). 1. Wie es zur Bistumsgründung kam, S. 15–18.
↑Lutz Partenheimer:Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007,ISBN 978-3-412-17106-3, Die frühen Askanier und die ersten Schritte zur Rückgewinnung des Hevellergebiets und Wiedererrichtung des Bistums Brandenburg. Ursprung und Name des Hauses Askanien-Anhalt, S. 53–56.
↑Lutz Partenheimer:Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007,ISBN 978-3-412-17106-3, Die Übernahme des Hevellerfürstentums durch Albrecht den Bären und die „Gründung“ der Mark Brandenburg, S. 65–76, hier S. 66–68, 72–76.
↑Lutz Partenheimer:Die Entstehung der Mark Brandenburg. Böhlau Verlag, Köln 2007,ISBN 978-3-412-17106-3, Ausblick auf die weitere Entwicklung der Mark Brandenburg und der Askanier. Der Ausbau der jungen Mark Brandenburg, S. 78–81.
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↑Christian Gahlbeck, Gertraud Eva Schrage: Chorin. Zisterzienser. In:Heinz-Dieter Heimann, Klaus Neitmann,Winfried Schich und Weitere (Hrsg.):Brandenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte und Kommenden bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Band I und II (= Klaus Neitmann im AuftragBrandenburgische Historische Kommission und in VerbindungBrandenburgisches Landeshauptarchiv [Hrsg.]:Brandenburgische Historische Studien. Band 14). Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2007,ISBN 978-3-937233-26-0, 2. Geschichtlicher Abriß. 2.1 Kloster- bzw. Stiftsgeschichte, S. 329–333, hier S. 330.
↑Johannes Schultze:Die Mark Brandenburg. Erster Band. 4. Auflage, Duncker & Humblot, Berlin 2011,ISBN 978-3-428-13480-9, 18. Otto IV. und Hermann (1300–1308), S. 198–205, Mark Lausitz: S. 199–200.
↑Marek Wejwoda: Spielball mächtiger Nachbarn. „Die Lausitzen“ im 14. Jahrhundert. In:Heinz-Dieter Heimann,Klaus Neitmann,Uwe Tresp (Hrsg.): Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft. Band I: Mittelalter (= Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft). 3 Bände, Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin 2013,ISBN 978-3-86732-160-0, S. 191–203, hier S. 192–194.
↑Einzelheftsuche - Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Gemeindedaten sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Wohn- und Arbeitsort - Deutschland, Länder, Kreise und Gemeinden (Jahreszahlen). 15. Januar 2020, abgerufen am 30. November 2020.
↑Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg. Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, 21. Februar 2012 (PDF; 1,96 MB). Abgerufen am 8. September 2022.
↑Biodiesel (Memento vom 18. Januar 2016 imInternet Archive). Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg am 12. November 2014