| Boussu | ||
|---|---|---|
| Staat: | Belgien | |
| Region: | Wallonien | |
| Provinz: | Hennegau | |
| Bezirk: | Mons | |
| Koordinaten: | 50° 26′ N,3° 48′ O50.4338888888893.7947222222222Koordinaten:50° 26′ N,3° 48′ O | |
| Fläche: | 20,01 km² | |
| Einwohner: | 20.283(1. Jan. 2024) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1014 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 7300, 7301 | |
| Vorwahl: | 065 | |
| Bürgermeister: | Sandra Narcisi (PS) | |
| Adresse der Kommunal- verwaltung: | Administration Communale Rue François Dorzée 3 7300 Boussu | |
| Website: | www.boussu.be | |
Boussu[bu.sy] ⓘ ist einebelgische Gemeinde imArrondissement Mons derProvinz Hennegau inWallonien. Die Gemeinde besteht aus den bis 1977 selbstständigen OrtsteilenBoussu undHornu.

In der Gemeinde gab es ein Schloss, das für seine Kunstsammlung gerühmt wurde. Der MalerPieter Aertsen war im Jahr 1525 Gast des Grafen von Boussu und studierte die Werke dieser Sammlung.[1] Das ehemalige Schloss BoussufranzösischChâteau de Boussu befindet sich in einer Parkanlage. Die Gegend ist bereits seit der gallo-römischen Zeit besiedelt. Im 10. Jahrhundert wurde von der Familie Fontaine die erste Burg errichtet. Durch Heirat kam diese an die Familie Hénin-Liétard. Im Jahr 1402 wurde die Burg belagert, eingenommen, geplündert und teilweise niedergebrannt. Die Burg wurde 1478 in der Folge der Kriege zwischen Frankreich und demHerzogtum Burgund zerstört.
Der GrafJean de Hénin-Liétard beauftragte den Architekten Jacques du Broeucq mit dem Neubau des Schlosses Boussu. KaiserKarl V. besuchte 1545 den Grafen, mit dem er freundschaftlich verbunden war. Auch der spanische KönigPhilipp II. wurde mehrmals las Gast dort empfangen. Der französische KönigLudwig XIV. soll hier 1655 seinen Geburtstag gefeiert haben und der spätere englische KönigWilhelm von Oranien feierte hier im Jahr 1676.
1810 wurde das Schloss komplett zerstört und mit Ausnahme des Torgebäudes abgerissen. Diesen Gebäudeteil ließ der Graf Maurice de Caraman restaurieren. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Torhaus als Munitionsdepot genutzt und im September 1944 gesprengt.[2]